3 Gründe warum Marketing-Texte übersetzt werden sollten

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Sind Sie sicher, dass Ihre Marketing-Materialien und Ihre Social-Media-Aktivitäten in der Sprache kommunizieren, welche Ihre Kunden auch wirklich verstehen?

In vielen Fällen wird im Rahmen der Auslandsexpansion ins europäische Ausland vorerst nur auf eine englisch-sprachige Webseite gesetzt und geschaut, wie diese bei den neuen Kunden ankommt. Natürlich gibt es Studien, die sagen, dass ein großer Teil der Bevölkerung in den skandinavischen Ländern, in Holland und den osteuropäischen Ländern der englischen Sprache mächtig ist. Aber fühlen sich die potentiellen Kunden wirklich angesprochen, wenn es darum geht, etwas zu kaufen?

Nehmen wir das Beispiel der USA. Natürlich wissen amerikanische Unternehmen, dass ein großer Teil der Bevölkerung der USA spanisch-sprechend ist, aber die wenigsten Unternehmen stellen ein Budget für Übersetzungen ins Spanische zur Verfügung. Details dazu gibt eine Studie vom Übersetzungs-Management-Unternehmen Smartling mit dem Titel „Translate or Pay the Price“ (auf Deutsch: „Übersetze oder Zahle den Preis“). Unternehmen, die so vorgehen, riskieren, ihre Kunden bzw. potentielle Kunden an Mitbewerber zu verlieren, welche ggf. an die jeweiligen Übersetzungen gedacht haben bzw. weil sie selbst im Exportland aktiv sind, die Sprache der Kunden sprechen und auch in dieser kommunizieren.

Kennen Sie Ladengeschäfte mit Personal, welches nicht die lokale Sprache spricht? Im Online-Handel kommt das häufig vor. Gerade bei den Übersetzungs-Budgets wird sehr gerne gespart, auch wenn den meisten Marketing-Beauftragten die Bedeutung der lokalen Kommunikation bewusst ist.

Beim Weiterlesen werden Sie Gründe finden, warum Sie nicht nur auf eine englisch-sprachige Webseite vertrauen sollten, wenn Sie im neuen Jahr auch in andere Länder verkaufen möchten.

Zuwachs der Länder, wo Englisch nicht die Muttersprache ist: Die Anzahl der Internetnutzer aus Regionen wo Englisch nicht die Muttersprache ist, nimmt sehr stark zu. So stieg die Zahl der Nutzer aus den afrikanischen Ländern von 18% in 2013 auf 38% in 2014, in Asien stieg sie von 23% auf 37% und in Südamerika von 6 auf 17%. Siehe auch die Fakten des Internet-Trends-Report von Mary Meeker.

Das globale Web wird immer mobiler und dadurch auch multilingualer: Der Mary Meeker-Report zeigt auch, dass die Länder, die das höchste Wachstum an Smartphone-Nutzern verzeichneten, keine Englisch-sprachigen Länder sind. Die Top 5 dieser Länder sind China, Indien, Brasilien, Indonesien und Russland.

Mit Übersetzungen können Sie auch auf nationalen Märkten punkten: Das beste Beispiel hierfür sind die USA mit einem sehr hohen Anteil an spanisch-sprechenden Bürgern. Der Hispanic-Markt gewinnt mehr und mehr an Bedeutung und würde interessanterweise, wenn es ein alleinstehender Markt wäre, unter den Top 20 Wirtschaftsländern der Welt punkten. 78% der Spanisch-sprechenden US-Bürger nutzen das Internet als Informationsquelle, noch vor dem Fernsehen.

Erfolgreich wirtschaften dank Übersetzungen 

Wie die Common Sense Advisory Studie mit Fortune 500 Unternehmen herausfand, lohnt sich das Übersetzen auf jeden Fall.

  • ¾ der Unternehmen konnten neue Märkte erreichen – entweder international oder national indem sie andere Kulturen erreicht haben.
  • Unternehmen, die ihre Budgets für Übersetzungen erhöht haben, hatten eine 1,5 Mal höhere Chance eine Umsatz-Steigerung zu verzeichnen.

Welche Länder sind für Ihren wirtschaftlichen Erfolg besonders spannend? Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, ob und wie Sie Ihre Webseite lokalisieren möchten?

Mit Geduld und Fingerspitzengefühl: So finden Sie die Influencer

Fernrohr

Mein Beitrag zur Blogparade

Bei meiner Tätigkeit geht es oft um die sogenannten Influencer im Social Web. Aus diesem Grunde, beschäftige ich mich heute im Rahmen der Blogparade von MonitoringMatcher mit diesem Thema. 

Laut Wikipedia ist der Begriff des Influencers erst ca. 2007 entstanden. Es handelt sich dabei um eine Person, die aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in den sozialen Netzen des Internets für das Marketing interessant wird. Das kann auch ein Sportler, ein Musiker, ein Politiker oder Unternehmer sein. Meist stehen diese Personen im Rampenlicht und sind auf einem bestimmten Gebiet ein Experte.

Wer sind die Influencer?

Während meiner Tätigkeit in der IT Branche haben wir bereits vor ca. 6 Jahren auch Influencer identifiziert. Da kamen neben den Journalisten, die bei Hardware-Online-Publikationen tätig waren, meistens Tech-Blogger als Influencer in Frage. Von einflussreich konnte 2008 noch nicht immer die Rede sein. Mit der Zeit haben sich einige von ihnen allerdings einen sehr bekannten Namen in der Szene gemacht. Generell kann man die Influencer in verschiedene Gruppen einteilen und sie sollten entsprechend individuell betrachtet werden:

  • Berühmtheiten wie Sportler, Künstler, Politiker mit hoher Reichweite welche sich den Service allerdings bezahlen lassen.
  • In der zweiten Gruppe, welche für PR und Marketing eine sehr wichtige Rolle spielen, sind die Experten und Meinungsführer eines spezifischen Themas zu finden.

Wie viele Besucher hat ein Influencer auf seinem Blog?

Das lässt sich so leicht gar nicht sagen. Es kommt auf die Branche und auf das Thema an. So können 500 Besucher sehr wenig sein, ist es aber eine Nische, die der Blog betreut, ist das schon beachtlich.

Wie findet man den Influencer?

  1. Online-Recherche: Mit Hilfe einer Liste von passenden Suchbegriffen wird in sozialen Netzwerken, durch Alerts und der Google-Suche nach den Meinungsführern Ausschau gehalten. Dieser Prozess ist relativ langwierig, wenn man sicherstellen möchte, dass die richtigen Leute identifiziert werden.
  2. Durch Nutzung von professionellen Social-Media-Monitoring-Tools wie z.B. Brandwatch oder Talkwalker. Dabei werden mit dem Monitoring-Tool Erwähnungen zu einem bestimmten Produkt, einem Thema oder einer Marke gesucht. Je nach Tool werden die Influencer dort anders bezeichnet. Bei Brandwatch sind es „Authors“. Sortiert nach unterschiedlichen Social-Media-Plattformen wie Blogs, Twitter, Foren etc lassen sich hiermit die Influencer identifizieren.

Ich persönlich finde es sinnvoll, die Influencer aus einem Mix aus beiden Recherche-Möglichkeiten zu identifizieren, die Ergebnisse sorgfältig zu prüfen und eine gewisse Zeit zu beobachten. Dieses „Monitoring“ erfordert etwas mehr Ausdauer, stellt aber eine bessere Qualität an richtigen Kontakten für ein Unternehmen dar.

Welche Fragen sollte man sich stellen, um einen Influencer zu identifizieren?

  • Wie oft schreibt er über das relevante Thema?
  • Wie groß ist seine Reichweite? Wie ist sein Alexa-Ranking, wieviele Fans auf Facebook, wieviele Twitter-Follower etc. hat er?
  • Wie groß ist seine Fach-Expertise? Eignet er sich wirklich für Ihr Unternehmen/ Ihr Produkt? Hier kann es auch lohnen, noch jemanden aus dem Unternehmen hinzuzuholen, der die Expertise des Meinungsführers/ Influencers besser einschätzen kann.
  • Ist er prominent? Handelt es sich um eine einflussreiche Persönlichkeit? Hier kann es heißen, dass seine Unterstützung für ein Unternehmen finanziert werden muss.

Laut dem Augure Influencer Marketing Survey von 2014 sollte man einem Influencer folgende Eigenschaften zuschreiben können:

  • 79% sagten, dass sie in der Lage sein sollten, ihre Meinung zu äußern und eine Reaktion auslösen sollten, wenn sie sich zu einem bestimmten Thema äußern.
  • 73% waren der Meinung, dass die Reichweite und die Größe der Community des Influencers eine wichtige Rolle spielt.
  • 62% spiegelt die Share of voice, also die relativ hohe Frequenz an eigenen Beiträgen in Diskussionen zu bestimmten Themen, wider.

Wer kontaktiert die Influencer?

Vor der Erstkommunikation steht die Beobachtungsphase/ das Monitoring. Es empfiehlt sich, ohne Eile, sondern lieber in Ruhe den Influencer eine Weile zu beobachten und mehrere Artikel zu lesen, um seinen Stil zu verstehen.

Mit diesen Vorkenntnissen über den Influencer, kann er individuell und persönlich kontaktiert werden.

Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass es einen festen Ansprechpartner für die Influencer gibt. Idealerweise ist es jemand aus PR/ Marketing im Unternehmen, der eine feste Strategie verfolgt und diese immer persönlich kommuniziert.

Was ich an der oben genannten Augure-Studie interessant finde: Bisher habe ich Influencer fast ausschließlich erstmals per E-Mail kontaktiert. So denken auch 66% der Studien-Teilnehmer. An zweiter Stelle steht mit 52% Twitter, was ich durchaus nachempfinden kann. An dritter Stelle steht das Kontaktieren über deren Blog. Obwohl Facebook das Top 1 soziale Netzwerk ist, steht es in diesem Falle zusammen mit G+ relativ weit hinten an.

 Foto: Fotolia © Luftbildfotograf

 

 

Wissenswertes über die internationale Rekrutierung von spanischen Fachkräften

Bego-Bild

Im Interview: Begonia Vazquez Merayo von Why Consult in München

Ich habe Begonia Vazquez Merayo, die Inhaberin von Why Consult http://www.why-consult.com letztes Jahr bei W.I.N Women in Network in München kennengelernt und da wir beide eine internationale Ausrichtung haben, ist der Austausch immer besonders interessant. Im heutigen Interview stellt sie sich und Ihre Tätigkeit näher vor.

Begonia, worum geht es bei „Why Consult“?

Begonia: Why Consult bietet Unternehmen und Kandidaten internationale und interkulturelle Unternehmens-, Personalberatung sowie Coaching an, die im internationalen Umfeld nach neuen Mitarbeitern oder nach neuen professionellen Herausforderungen suchen. Wir sind auf die Beschaffung von ausländischen Fachkräften für kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert, arbeiten sehr individuell und nah am Kunden und stehen für Interkulturalität, Engagement und Leidenschaft.

Begonia, Du bist Spanierin und arbeitest in München. Erzähl uns doch kurz, wie es dazu gekommen ist, dass Du eine Unternehmensberatung in München gegründet hast!

Begonia: Nachdem ich 20 Jahre in der Industrie im Bereich Brand Management für große internationale Konzerne und auf verschiedenen Kontinenten und Ländern für interkulturelle Teams zuständig war, habe ich Why Consult gegründet und leite es seit 2011 in Vollzeit.

Sicherlich waren mein Unternehmer-Geist und meine Motivation, was Eigenes aufzubauen, die wichtigsten Treiber für mein eigenes Unternehmen.

Nach all den Jahren mit Fokus auf Marken und Produkte, wollte ich mich den Menschen widmen und auf deren Weiterentwicklung als Personen und Führungskräfte innerhalb eines Unternehmens. Ich wollte mich auf Firmen, die in Humankapital investieren wollen und die Themen Internationalisierung, ausländische Fachkräfte und Willkommens-Kultur aktiv angehen möchten, konzentrieren.

Ich bin international geblieben, weil ich das nach meinem halben Leben im Ausland bin. Und ich habe mich stärker auf Spanien, mein Heimatland, fokussiert.

Inwieweit hast Du noch Kontakt zu Deinem Heimatland?

Begonia: Ich habe bewusst meine internationale Aktivität verstärkt in Spanien weiterentwickelt, damit ich meinem Heimatland näher kommen kann.

Für die Betreuung meines Ausbildungsprogramms mit meinen exklusiven Partnern: IHK Schwaben und der IHK Oviedo „Spanische Fachkräfte: Leben und Arbeiten in Schwaben“, bin ich im Durchschnitt einmal im Monat in Spanien.

Das Programm ist auf spanische Hochschulabsolventen ausgerichtet, welche ihr Profil internationalisieren wollen, mit dem Ziel sich in Deutschland professionell weiterzuentwickeln. Das Programm ist auch für deutsche Unternehmen von großem Interesse, die spanische Fachkräfte mit professioneller, persönlicher und interkultureller Vorbereitung langfristig als treue Mitarbeiter gewinnen wollen. Seit März dieses Jahres findet die 2. Edition in Oviedo statt und 17 spanische Kandidaten kommen am 1. August in Augsburg an.

Wer sind Deine Kunden / Wunschkunden?

Begonia: Meine Kunden kommen meist aus der Industrie. Die Branchen sind sehr unterschiedlich, ich betreue überwiegend Unternehmen aus dem Mittelstand im technischen Bereich und ich arbeite weiter in der Kosmetik- und Modebranche. Allerdings berate ich auch gerne Institutionen, wie die IHK oder Berufskammern, die sich ebenso für die Themen „ausländische Fachkräfte“ und „Willkommens-Kultur/ Diversity Management“ interessieren.

Wir coachen und beraten Kandidaten, sowohl Deutsche wie Ausländer, überwiegend Spanier, die in Deutschland ihre Karriere weiterentwickeln und sich dafür klar positionieren wollen. Dabei sind viele technische Profile, Ingenieure, IT-ler sowie Diplom-Chemiker, Architekten und BWL-er.

Wie finden Dich Deine Kunden?

Begonia: Unser Erfolg ist unsere beste Visitenkarte. Durch die geführten Projekte, wie z.B. das Projekt „Junge Spanier für Wunsiedel“ hat sich einiges an PR und Weiterempfehlungen ergeben, da Why Consult als vertrauensvoller und kompetenter Partner erlebt wurde.

Zur Zeit arbeite ich als Partner der IHK Schwaben und habe neue Mandanten aus der Industrie gewinnen können, die wir strategisch und operativ im Bereich internationale Personalentwicklung und Rekrutierung beraten.

Für 2014 ist geplant, dass die Online-Präsenz erweitert wird, damit uns alle potentiellen Kunden besser kennenlernen können und daraus neue Projekte entstehen können.

Wie konkret kannst Du Ihnen helfen?

Begonia: Beim Projekt „Junge Spanier für Wunsiedel“ habe ich gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen den Suchprozess bis zur  Unterschriftsreife verantwortet und begleitete die beteiligten Unternehmen und die spanischen Fachkräfte während der sechs Monate Probezeit. Die erfolgreiche Integration in einem neuen kulturellen und beruflichen Umfeld hatte dabei allerhöchste Priorität. Im Projekt haben wir 13 spanische Facharbeiter für vier Unternehmen gewinnen können, im Bereich Automobil, Elektroinstallation, Holzindustrie und Gastronomie.

Wir kultivieren unsere Interkulturalität: Unser Stärken bestehen nicht nur auf unserer internationalen Erfahrung und fachlichen Kompetenz in der Unternehmensführung, Personalentwicklung und Rekrutierung sondern auch auf den guten Kenntnissen beider Kulturen und Märkte (Deutschland und Spanien). Wir sprechen die gleiche Sprache und kennen beide Märkte sehr gut.

Der Erfolg unserer Kunden ist unsere Leidenschaft: Wir arbeiten nachhaltig und mit vollem Engagement. Dafür hat die langfristige Integration der neuen Mitarbeiter im Unternehmen alle Priorität. Wir begleiten die Kandidaten in ihrem Veränderungsprozess, vom Heimatland zum neuen deutschen Arbeitgeber und in der neuen Stadt. Des Weiteren beraten wir die Unternehmen bei der langfristigen Integration der neuen Mitarbeiter im neuen kulturellen Umfeld.

Im Rahmen der Beratung geht es auch um interkulturelle Kompetenzen. Was sind Deiner Meinung nach besondere Unterschiede, die man als Unternehmen kennen sollte, wenn man mit der Integration spanischer Fachkräfte zu tun hat?

Begonia: Wichtig ist die persönliche Vorbereitung der Kandidaten sowie die bewusste Verantwortlichkeit im Unternehmen, einen ausländischen Mitarbeiter in ein bestehendes deutsches Team zu integrieren.

Ein internationaler Rekrutierungsprozess benötigt viel Energie, sowohl bei den Kandidaten als auch im Unternehmen.

  1. Der internationale Matching Prozess ist sehr intensiv. Die Ansprüche der deutschen Unternehmen sind enorm hoch und sehr auf den deutschen Markt ausgerichtet. Diese müssen vorab auf die Spezifikationen des spanischen Marktes übersetzt werden und ein gemeinsames Verständnis geschaffen werden.
  2. Das Ausbildungssystem ist in beiden Länder sehr verschieden. Spanien ist das Land des Universität-Studiums. Das Duale System ist ein erfolgreiches deutsches Konzept, sehr anerkannt in Spanien als Basis für die Dynamisierung der Berufsausbildung.
  3. Die Kandidaten sprechen nicht immer ein gutes Deutsch.
  4. Oftmals haben die Firmen wenig Erfahrung mit ausländischen Mitarbeitern, die langfristig in Deutschland bleiben wollen. Nach Spanien fährt man nicht einfach mal übers Wochenende nach Hause. Oft geht das dann nur noch zweimal im Jahr… Darauf sollte man eingestellt sein.
  5. Interkulturelle Kommunikation heißt oft “lost in Translation“:
    1. Die Persönlichkeit und die zwischenmenschlichen Beziehungen sind in Spanien weit wichtiger als die Fakten und die Tatsachen. Wir gehen auf die Themen mit Emotionen ein, ein Deutscher mit sachlichen Argumenten. So fangen unsere Kundengespräche oft mit einer Einladung zum Mittagessen an. Wir möchten den Gesprächspartner persönlich kennenlernen bevor wir auf die professionellen Themen eingehen.
    2. Die Familie und der Freundeskreis genießen einen sehr hohen Stellenwert. Als kollektive Gesellschaft umgeben sich Spanier gern mit Leuten, unsere Beziehungen sind fast wichtiger als die Karriere. In Deutschland, als individuelle Gesellschaft, steht das Individuum im Mittelpunkt sowie seine Selbstverwirklichung.
    3. Warum hat der Begriff Pünktlichkeit in Spanien eine ganz andere Bedeutung als in Deutschland? Die Zeit hat in Spanien eine zirkuläre Dimension: Die Zeit fließt, wir leben mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sehr verbunden, was heute nicht gemacht wird, können wir auch morgen machen. In Deutschland ist die Zeit eine lineare Dimension. Wir orientieren uns von heute in die Zukunft, dabei ist das Zeitmanagement und die Planung ein essentielles Werkzeug im Leben eines Deutschen.

Für kleine und mittelständische Unternehmen sowohl innerhalb als auch außerhalb von Wirtschaftszentren wie München oder Stuttgart ist es allerdings keine Option, sich nicht mit der Beschaffung ausländischer Fachkräfte zu beschäftigen. Bereits heute ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften spürbar und wird aufgrund der demographischen Entwicklung zukünftig weiter zunehmen.

Die Integration ausländischer Fachkräfte ist eine Herausforderung, sowohl für das Unternehmen, als auch für die Kandidaten. Sie stellt allerdings auch eine langfristige Chance für alle aktiv Beteiligten dar. Genau hier habe ich meine Expertise mit vielen positiven Erfahrungen der letzten Jahre, und kann Sie aktiv unterstützen, damit Sie diesen spannenden Weg erfolgreich beschreiten.

 

Vielen Dank an Begonia für das interessante Gespräch.

Foto: © Begonia Vazquez Merayo

Meine 10 Highlights der Cross-Border-Commerce 2014 in Wiesbaden

Crossborder-Juni2014

Lange geplant und heute fertiggestellt: Mein Bericht meiner Teilnahme an der Cross-Border-Commerce 2014 in Wiesbaden, welche am 17. und 18. Juni stattgefunden hat. Die Agenda klang für mich sehr vielversprechend, denn alle Themen beschäftigen mich im Rahmen meiner Beratung bzw. sind für meine Kunden ein aktuelles Thema.

Gestartet wurde die Konferenz mit einer Präsentation von Christoph Wenk-Fischer, dem Hauptgeschäftsführer vom bevh mit den Zahlen einer aktuellen bevh-Studie, sowie Fakten anderer eCommerce-Studien zum europäischen Cross-Border-Commerce. Dieser Einstieg wurde noch abgerundet durch Einblicke in eine von OC&C Strategy Consultants und Google gemeinsam durchgeführte Analyse. Neben vielen statistischen Daten wurden den Teilnehmern Beispiele für Lokalisierungen gezeigt, und was sich anhand der Markt-Recherchen für Strategien in puncto mobile Marketing sagen lässt.

Im Anschluss wurde in den zahlreichen Vorträgen von Vertretern namhafter Unternehmen wie Bon Prix, eBay, Glossybox, SapientNitro sowie Beratungs-Agenturen wie Trusted Agents und Yangdongxi, China das Thema internationaler Export aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die Teilnehmer erhielten einen sehr guten Einblick in unterschiedliche Aspekte und Herausforderungen, die sich einem Unternehmen stellen, wenn es über die Grenzen hinaus verkaufen möchte.

Meine 10 Highlights der Cross-Border-Commerce habe ich hier für Sie zusammengetragen:

  1. Das Thema Lokalisierung wurde in verschiedenen Präsentationen angesprochen. Ganz ohne geht es wohl in den wenigsten Fällen, da sprachliche und interkulturelle Anpassungen erfolgen sollten. Besonders interessant war das Beispiel von Bon Prix. Das Mode-Unternehmen aus Hamburg hat schon seit Anfang der 90-er Jahre fleissig Expansions-Erfahrungen gesammelt. Thomas Carroux berichtete über seine Erfahrungen mit der Expansion in die Türkei und ich war überrascht, dass der Bon Prix-Katalog in der Türkei die gleichen Produkte/ Bilder enthält wie der für die deutschen Kunden.
  2. Im Vortrag von Luis Hanemann von der SEO-Beratung Trust Agents wurde deutlich, dass dank Online-Marketing die Internationalisierung um einiges einfacher geworden ist. Tools wie Google Market Finder, Google Keyword Planer, Searchmetrics bzw. Brandwatch sind teilweise kostenlos und liefern wichtige Informationen über andere Märkte.
  3. Im Vortrag von Joachim Bader von SapientNitro wurden interessante Marketing-Aktivitäten großer Unternehmen wie Lufthansa und Marks&Spencer dargestellt. Letzterer konnte mit seinen innovativen Maßnahmen innerhalb von zwei Jahren in 10 Länder expandieren.
  4. Andere Unternehmen sind von Anfang an international aufgestellt. Born Globals gibt es bei größeren als auch bei kleineren Unternehmen. Ein Beispiel für ein Start-up welches von Anfang an international aufgestellt war, ist Glossybox wie der Gründer Charles von Abercron während einer Panel-Diskussion darlegte. Er startete 2011 mit den Überraschungs-Beauty-Boxen und ist jetzt auf 3 Kontinenten und in 10 Ländern aktiv.
  5. Internationale Auslandsexpansion heißt für viele Unternehmen, sich näher mit den Möglichkeiten auf dem chinesischen Markt auseinander zu setzen. Der Markt ist riesig, bietet aber viele Tücken, die man kennen sollte. Ein Experte für sein Gebiet ist hier Ralf Zhang, Wirtschaftsinformatiker welcher Hangzhou Yangdongxi e-Commerce Co. Ltd. gegründet hat und Unternehmen berät, welche den chinesischen Markt erobern möchten. Ausgewählt wurde er vom China Zoll für Pilotprojekte im Cross-Border-Import-B2C. So berichtete er über Möglichkeiten, „das chinesische Tor zu öffnen“. Stellte Online Market-Places wie Tmall vor und erläuterte den traditionellen Weg über B2B2C zu verkaufen und warum Cross-Border B2C eine gute Alternative sein kann.
  6. Desweiteren wurde die Partner-Plattform www.Weltweitwachsen.de von Google vorgestellt. Diese Online-Plattform unterstützt Unternehmen dabei, über das Internet neue Märkte zu erschließen. Hier finden Interessierte, Experten-Wissen, Fakten zum Thema digitaler Export und unterstützende Tools für die Markt-Recherche.
  7. Die meisten Suchanfragen werden im Netz übrigens für Bekleidung getätigt. Das betrifft immerhin 78 Prozent der Suchanfragen. In Deutschland haben 46% der Bevölkerung schon online Cross-Border gekauft, am liebsten Bekleidung im Lieblingsland UK (Quelle: postnord).
  8. Laut eMarketer waren 2012 die fünf umsatzstärksten eCommerce-Länder die USA, China, UK, Japan und Deutschland.
  9. Michael Kilger, Managing Director EMEA & APAC von eBay erläuterte in seinem Vortrag eine systematische Herangehensweise wie man in wenigen Monaten eine Expansion mit nur einer weiteren Sprache vorantreibt. Angefangen mit einer deutschen Sprachversion lassen sich mit einer englischen Erweiterung weitere Sprach-Räume wie skandinavische Märkte und UK ansprechen und ca. 68% Marktabdeckung in Europa erreichen.
  10. Eine Auslandsexpansion bringt oft ungeahnte Möglichkeiten. Besonders interessant fand ich das Beispiel, dass ein Lederhosen-Hersteller nach einer Markt-Recherche herausgefunden hat, dass die meisten Suchanfragen nach Lederhosen aus Brasilien kommen. Warum? Ganz einfach: In Blumenau gibt es das zweitgrößte Oktoberfest der Welt und wer richtig dabei sein will, erscheint dort auch entsprechend zünftig mit einer Lederhose.

Ich könnte mit Sicherheit noch mehr interessante Einblicke gewähren, das würde aber den Rahmen dieses Artikels etwas sprengen.

Der 2. Tag war nicht weniger interessant. Er hat nachdem am 1. Tag viel Optimismus und Leichtigkeit verbreitet wurde, deutlich gemacht, wie komplex das Thema Auslands-Expansion ist und wie individuell doch jedes Land betrachtet werden sollte. Trotz EU-Richtlinien gibt es noch viele lokale Eigenschaften, sprachliche Besonderheiten und kulturelle Unterschiede, die das Thema so spannend machen. Im Praxis-Workshop am Mittwoch wurden für die Diskussion am Vormittag neben Lukas Bühlmann und Herrn Dr. Schirmbacher von Härting Rechtsanwälte eCommerce-Rechtsanwälte aus Frankreich, Spanien und Österreich eingeladen. Interessant und übersichtlich aufbereitet haben sie jeweils die Besonderheiten ihres Landes im eCommerce erläutert, die man im Cross-Border-Geschäft kennen sollte. Repräsentantin für den polnischen Markt war Julia Mandel von Trusted Shops.

Nach einem leckeren Mittagessen auf der Terrasse gewährte Herr Vassil Tcherveniachki von Flick Gocke Schaumburg wichtige Einblicke in Praxisfälle im Cross-Border-Commerce aus ertragssteuerlicher Sicht und Herr Robert Hammerl von Küffner Maunz Langer Zugmauer aus München referierte über die Umsatzsteuer beim eCommerce in der EU und was sich für Online-Händler ab 2015 ändern wird.

Für mich bot die Veranstaltung eine sehr gute Gelegenheit, mich mit den Teilnehmern zu deren Erfahrungen und Meinungen auszutauschen und ich konnte aus den Vorträgen sehr viele interessante Aspekte mit nach Hause nehmen. Wenn ich es zeitlich einrichten kann, bin ich gerne bei der nächsten Veranstaltung wieder dabei.

Sie möchten mehr zum Thema Export Marketing, internationales Social Media bzw. Tipps für Auslands-Expansionen erhalten? Dann melden Sie sich jetzt gleich für meinen Newsletter an: http://eepurl.com/HMoAD

 

Daran erkennen Sie eine gut lokalisierte internationale Webseite

Vergangene Woche habe ich im Rahmen der E-Commerce-Serie von Verio mein Webinar „Darauf sollten Sie bei der Internationalisierung ihres Onlineshops achten“ gehalten. Dabei habe ich meinen Zuhörern die inhaltlichen sowie interkulturellen Grundlagen einer guten internationalen Webseite bzw. Webshops erklärt. Bei den Vorbereitungen und um auf ein gutes Beispiel zurückgreifen zu können, fiel mir der erfolgreiche Shop von Westwing auf, welcher innerhalb eines Jahres seinen Nettoumsatz auf 110 Millionen Euro verdreifachen konnte und inzwischen in zehn verschiedenen Ländern wie z.B. Frankreich, Italien, Spanien, UK, aber auch Russland und Brasilien, aktiv ist. Mehr zu Westwing erfahren Sie auch in dieser Pressemitteilung.

5 Beobachtungen, die eine gute Lokalisierung ausmachen:

Lokale Hotline
Achten Sie bitte immer auf die Angabe der Hotline für jedes Land mit lokaler Telefonnummer. Bei Westwing fallen mir die unterschiedlichen Öffnungszeiten auf. Sie wurden perfekt an die lokalen Gegebenheiten wie landestypische Arbeitszeiten und Pausen angepasst. So erreicht der Kunde die Hotline zu den Zeiten, wie er es üblicherweise gewohnt ist.

Lokales Bildmaterial
Das Bildmaterial auf der Startseite wurde entsprechend der kulturellen Gegebenheiten angepasst. Schaut man sich die einzelnen lokalen Seiten an, fällt auf, dass nicht mit dem gleichen Material gearbeitet wurde, sondern die Bilder sorgfältig lokalen Besonderheiten bzw. Vorlieben angepasst worden sind (Blick in Haus mit Kamin z.B. in Frankreich, das ausgewählte Schlafzimmer auf der deutschen Seite passt gut in deutsche Wohnungen).

Westwing-France

Verlinkung auf die lokalen Social-Media-Plattformen
Hier sieht der Besucher, auf welchen sozialen Netzwerken das Unternehmen aktiv ist und kann ihm entsprechend folgen. Die Social-Buttons variieren je nach Land. Westwing Russland hat neben Facebook auch noch das lokale russische Netzwerk Vkontakte  aufgelistet. In den Ländern wo Twitter besonders populär ist, wird neben Facebook auch auf Twitter verlinkt. Dazu gehören in diesem Beispiel z.B. Spanien, Italien, Brasilien und die Niederlande.

Landesübliche Zahlungsverfahren
Auf der Startseite wird für jedes Land mit den Logos der Zahlungsverfahren gearbeitet und diese variieren je nach lokalen Gegebenheiten. Folgende Verfahren werden u.a. angeboten:
Kreditkarte, per Lastschrift, Sofortüberweisung oder via Paypal für die deutschen Kunden.
Carte Bleue, Visa, Mastercard oder Paypal für die französischen Kunden.
iDeal, PayPal oder CreditCard für die niederländischen Kunden.
Bezahlung über Postfinance, Kreditkarte oder via Paypal wird den Schweizer Kunden angeboten.

Umgang mit Retouren
Der Umgang mit Retouren wird bei dem Home- und Living-Händler auch je nach Land unterschiedlich gehandhabt. In Spanien darf innerhalb von 10 Tagen zurückgeschickt werden. In Deutschland gilt das Widerrufsrecht von 14 Tagen, in Frankreich sind es 15 Tage.

Das Beispiel zeigt sehr deutlich, dass neben einer guten Übersetzung jede Menge inhaltliche aber auch kulturelle Unterschiede in den Lokalisierungsprozess eingebunden werden sollten, um eine internationale Webseite wirklich erfolgreich zu machen.

 

 

7 Tipps für bessere LinkedIn-Status-Updates

Several persons in social media network on world map

Die LinkedIn-Status-Updates werden noch immer von relativ wenigen Nutzern wirklich effektiv genutzt.

Mein Tipp: Sie sollten diese häufiger in Ihre täglichen Social-Media-Aktivitäten einbeziehen. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, an den Wochentagen morgens zwischen 8 und 9 Uhr oder während der Mittagszeit ein Update zu posten und Sie werden sehen, dass Ihr Profil populärer wird.

Ganz wichtig: Auch wenn Sie Platz für 700 Zeichen haben, so sind Updates bestehend aus 16-25 Wörtern am erfolgreichsten. Bringen Sie es auf den Punkt, dann erreichen Sie mit Ihren Status Updates auch mehr Leute und haben eine höhere Chance, dass diese auch kommentiert werden.

Ihre Status-Updates sollten möglichst vielseitig sein, also lassen Sie bitte keine Langeweile aufkommen indem Sie jeden Tag die gleiche Art Post tätigen. Die folgenden 7 Vorschläge sollen Ihnen dabei helfen.

  1. Posten Sie den Link (shorted url wie z.B. von Bit.ly) mit der Überschrift Ihres letzten Blogartikels.
  2. Posten Sie den Link und Überschrift eines Blog-bzw. News-Artikels, welchen Sie selbst gelesen haben und empfehlenswert halten.
  3. Posten Sie einen kürzlich erzielten Meilenstein Ihrer Tätigkeit: „Gestern habe ich X überzeugt,….“ oder „Im November habe ich X neue Kunden gewonnen“ oder „heute Vormittag halte ich einen Vortrag bei X in München und spreche über interkulturelles Marketing“.
  4. Posten Sie einen Link zu einem Youtube-Video (nicht länger als 3 Minuten) welches mit ihren Themen bzw. ihren Dienstleistungen in Zusammenhang steht.
  5. Posten Sie einen Tipp für Ihre Zielgruppe. Wenn Ihre Zielgruppe selbständige Unternehmer sind, können das z.B. Tipps zum Thema Zeitmanagement, Selbstorganisation oder Akquise sein.
  6. Posten Sie einen Link zu einem Artikel, in welchem Sie zitiert worden sind.
  7. Stellen Sie eine Frage an Ihr Netzwerk. Es kann z.B. eine Beobachtung sein, die Sie während Ihrer Arbeit gemacht haben und Sie möchten wissen, wie Ihre Netzwerk darüber denkt bzw. ob es ähnliche Erfahrungen gesammelt hat.

Sie möchten sich mit Ihren Status-Updates noch mehr von der Masse abheben? Gerne berate ich Sie mit weiteren Vorschlägen an interessanten Linkedin-Status-Updates für Ihr Geschäft. Über eine Vernetzung mit meinem LinkedIn-Profil freue ich mich.

 

Internationale Internet-Konferenz LeWeb in Paris (10.-12. Dezember 2013)

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Seit gestern findet in Paris die internationale Internet-Konferenz „LeWeb“ statt. Zum 10. Mal treffen sich Persönlichkeiten der Web 2.0-Scene sowie Start-ups um sich über Trends aus der Online-Welt auszutauschen und in Vorträgen über die neuesten Errungenschaften zu berichten. Die wichtigsten Informationen können hier auf Google+  und über andere Social Media-Kanäle verfolgt werden.

Wie es sich für eine Web-Veranstaltung gehört, gibt es auch ein Social Media Dashboard  wie hier vom Social Media Monitoring-Anbieter Synthesio welches interessante Statistiken zu der Veranstaltung zeigt. So sieht man z.B. die Verteilung der Tweets auf weltweiter Ebene. Auf fast allen Teilen der Erde wird mit hoher Intensität über LeWeb getwittert.

Die Top Speaker sind Guy Kawasaki, Fred Wilson (Union Square Ventures) und David Marcus (PayPal).

LeWeb ist ein Mekka für die Blogosphere. Hier geht es zu den Details des LeWeb-Blogger Programms und der Liste, der akkreditierten Blogger. Bestimmt lohnt es sich dem einen oder anderen auf Twitter zu folgen um auch in Zukunft up-to-date zu bleiben.

Was sind die Themen, was bewegt die Welt besonders nach dem 1. Tag? Ein Highlight ist sicherlich das von Fleur Pellerin organisierte Dinner für Start-ups. Als beigeordnete Ministerin für kleine und mittelständische Unternehmen und Innovation ist es ihre Intention, dass Frankreich als die „Start-up-Nation“ wahrgenommen wird.

Auf den Tag verteilt gab es am gestrigen ersten Tag viele Vorträge und Workshops welche bis einschließlich Donnerstag, 12. Dezember stattfinden. Das komplette Programm kann hier eingesehen werden. Wer sich für die Live Hangouts interessiert, ist hier genau richtig.

 

Foto: © LeWeb

 

 

 

Wer verbringt weltweit die meiste Zeit online?

Close up of analog stopwatch on a keyboard

Bei meinen Recherchen über die Internet-Nutzung der Kanadier fiel auf, dass sie auch das Volk sind, welches das Internet ganz besonders aktiv nutzt, sprich die Liste eindeutig anführt. Laut einem Report von CIRA (Canadian Internet Research Authority), verbringt der Kanadier 45,6 Stunden/ Monat im Durchschnitt online, gefolgt von den US-Amerikanern mit 40,3 Stunden und dem Welt-Durchschnitt von 24,4 Stunden/ Monat. Zum Vergleich, der durchschnittliche Deutsche verbringt im Monat ca. 25,5 Stunden online.

Diese Zahlen werden in einer Slideshow der Huffington Post visuell schön dargestellt.

Betrachten wir nur die Zahlen für Europa, dann leben die aktivsten Online-Nutzer laut einer ComsCore-Studie von 2013 in Großbritannien. Mit 37,3 Stunden/ Monat werden sie von der Türkei und den Niederlanden mit 31,6 und 30 Stunden/ Monat gefolgt. Italiener, Schweizer und Österreicher halten sich mit ihren Aktivitäten im Internet deutlich mehr zurück. Hier kommt man im Durchschnitt auf nur ca. 14,4 – 18,5 Stunden/ Monat.

Im Zuge der Recherche nach den größten Online-Fans fiel mir eine Studie in die Hände, welche zeigt, dass besonders nordamerikanische Frauen sehr lange online sind. Diese Zahlen stammen ebenfalls von einer Comscore-Studie aus dem laufenden Jahr 2013, wo steht, dass amerikanische Frauen (mit 42,1 Stunden/ Monat) die meiste Zeit im Netz verbringen, gefolgt von Kanadierinnen und Engländerinnen mit 41,9 Stunden im Internet/ Monat.

Der europäische Spitzenreiter bei der Online-Nutzung von Frauen sind übrigens die Niederlande mit 35,6 Stunden/ Monat.

Dieser Artikel beschäftigt sich damit welches Land besonders lange online ist. Genauso interessant ist es auch zu sehen, welche Altersgruppe in welchem Land besonders aktiv ist und wie sich dort gewisse Nutzungsweisen verschieben. Dies könnte direkt ein Thema für einen neuen Blogartikel werden.
Durch den Zuwachs an mobilen Geräten, den weiterhin steigenden Anteil von Smartphones und einem Zuwachs der sogenannten „Silver Surfer“, ist davon auszugehen, dass sich die Online-Zeiten eher noch nach oben bewegen werden.

 

Foto: Fotolia © rangizzz – Fotolia.com

TacticsHR – Zielgerichtetes Finden von Kontakten auf Twitter

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In einem meiner Webinare geht es um das Thema „Wie Sie von ausländischen Geschäftspartnern gefunden werden“ und ich spreche u.a. über die Möglichkeiten mit Hilfe der Twittersuche auf neue Kontakte aufmerksam zu werden. Umso spannender finde ich dieses Tool genannt „TacticsHR“ welches hilft, andere Leute auf Twitter zu finden. Es sucht dabei konkret im Profil, in der Kurz-Bio der Twitternutzer. Vor allem Personalagenturen/ HR haben bzw. werden sich näher damit beschäftigen, da es ganz gezielt im Recruiting eingesetzt werden kann.

Ein paar Fakten:

  • TacticsHR  ist ein Twitter Search Tool
  • Es hilft z.B. HR, Twitterprofile zu durchsuchen und Listen von möglichen Kandidaten zu finden.
  • Boolean-Search wird unterstützt
  • Die Ergebnisse lassen sich nach Relevanz, Anzahl der Followers und Anzahl der Tweets etc. sortieren.

Anwendungsbeispiele:

  • Sie suchen Netzwerker in der Umgebung von München?
  • Sie möchten einer bestimmten Berufsgruppe auf Twitter folgen? Probieren Sie es aus und suchen nach allen Heilpraktikern in Köln oder Coaches in München. Da sah das Ergebnis ungefähr so aus.
  • Sie suchen einen Ansprechpartner für ein bestimmtes Thema in einer bestimmten Stadt? Oder Sie suchen nach deutschen Workshop-Anbietern?
  • Sie planen ins Ausland zu exportieren und suchen Fachleute für Ihre Branche? Je nach Branche wird es hier unterschiedliche Erfolgserlebnisse geben. Einfach war hier die Suche nach Coaches in Birmingham oder die Suche nach einem Marketing-Ansprechpartner in Paris.

Geben Sie Namen in Anführungsstrichen ein, dann finden Sie diese Leute auch, wenn sie auf Twitter sind.

Natürlich ist nicht jeder auf Twitter. In vielen Fällen wird man Kontakte eher auf Xing oder LinkedIn finden können bzw. mit einer Browsersuche Ergebnisse erzielen. Aber es bietet sich als ideale Ergänzung an, denn Twitter wird in vielen Bereichen immer populärer. Zumal die Verknüpfung ideal ist, da sich die Suchergebnisse in Twitterlisten importieren lassen, mit welchen man prima weiterarbeiten kann.

Frage:

Ist Ihre Kurzbio so ausgefüllt, dass man anhand der richtigen Stichwörter auf Ihr Profil stoßen würde? Nein? Dann empfehle ich, dass Sie schnell einen Kurztext für das Feld mit den 160 Zeichen ausfüllen.

TacticsHR-6.8.2013

Kommunikation zwischen Bloggern und Unternehmen: Was wir von den Franzosen lernen können

Briefmarken und Poststempel aus Frankreich

Bloggen und Frankreich sind ein großes Thema. Dank der Agentur Outil du Web wurde 2013 eine Umfrage unter 150 großen und einflussreichen Blogs in Frankreich durchgeführt welche interessante Fakten über die französische Bloggerlandschaft liefert. So gibt uns diese Einblicke in die Kommunikation zwischen den Unternehmen und den Bloggern.

Die Ergebnisse sind in dieser schönen Infografik dargestellt worden.

Wie sieht sie aus die französische Blogosphäre? 

Die Mehrzahl, nämlich 51% der französischen Blogger ist zwischen 25 und 34 Jahren jung. Danach folgen die 35-44-jährigen mit 22%. Zwischen den Geschlechtern ist das Verhältnis recht ausgewogen: 53% der Blogger sind weiblich, 47% sind männlich.

Am meisten, also 28% sind Blogs zum Thema Mode und Schönheit verbreitet, diese werden mit 18,2% von den High-Tech-Blogs gefolgt.

14% der Blogs zählen monatlich mehr als 100.000 Besucher, während 39% weniger als 10.000 Besucher im Monat haben.

Da die Blogosphäre in Frankreich sehr gut ausgeprägt ist, haben die Unternehmen das Potential der Blogger für Ihre PR bzw. Marketing-Aktivitäten entdeckt.

Wie gehen die Unternehmen dabei vor bzw. wer kommuniziert mit den Bloggern? 

  • 51% werden von PR Agenturen kontaktiert
  • 24% von Marketing-Agenturen und
  • weitere 24% von den Marken selbst.

Einige Blogger sind extrem begehrt, so haben 11% angegeben, dass sie 41 Mal in der Woche von Marken kontaktiert worden sind. Bei 50% der Blogger waren es 1-5 Mal pro Woche.

Diese Anfragen scheinen recht erfolgreich zu sein. Immerhin, 91% der Blogger haben schon mindestens einmal einen Artikel aufgrund einer Unternehmensanfrage geschrieben.

Was sind die Beweggründe der Blogger?

  • 82% der Blogger interessieren sich ohnehin für das Produkt/ die Marke.
  • 53% haben eine gewisse Markenaffinität und
  • 50% freuen sich über die Möglichkeit, ein Produkt zu testen.
  • Relativ weit hinten steht hier das eventuelle Sponsoring seitens der Unternehmen mit ca. 36%.

Was sind die Beweggründe seitens der Unternehmen?

Laut der Befragung der französischen Blogger zählt hier:

  • zu 82% die Sichtbarkeit innerhalb einer bestimmten Zielgruppe und
  • zu 50% die Glaubwürdigkeit der Blogger.
  • 45% gaben an, dass es die Expertise des Bloggers im jeweiligen Themengebiet ist, was die Unternehmen dazu verleitet, mit den Bloggern in Kontakt zu treten.

Irgendwie klingt das alles fantastisch. Laut der Umfrage sind allerdings 1/3 der Blogger mit der Art und Weise wie sie von den Unternehmen bzw. Agenturen kontaktiert werden, nicht zufrieden.

Was können die Unternehmen also noch bei Ihrer Kommunikation mit den Bloggern verbessern?

  • Sie sollten noch zielgerichteter die Blogs für Ihre Aktivitäten auswählen (74%)
  • 70% der Blogger gaben an, dass die Kontaktaufnahme personalisierter erfolgen sollte und
  • 37% ihre Anliegen klarer formulieren sollten.
  • Von 15% wurde angegeben, dass mehr auf Höflichkeit geachtet werden sollte.

An die Blogger unter Ihnen: Sind Sie schon von Unternehmen oder Organisationen kontaktiert worden und wie waren da Ihre Erfahrungen? Oder anders: Worauf haben Sie als Unternehmen oder Agentur bei der Kommunikation mit Bloggern bisher besonders geachtet?

 

Foto: Fotolia: © cmfotoworks