4 Tipps aus dem Personaler-Nähkästchen für Jobsuchende

Mein Name ist Patrizia Kaiser und ich bin seit mehr als 15 Jahren im Personalmanagement in diversen Positionen, Unternehmen und Branchen tätig. Seit 3 Jahren bin ich selbstständig als Personalexpertin, Trainerin, Coach und Beraterin zu Bewerbungsprozessen. Gerade im Rahmen von Bewerbungscoachings plaudere ich gerne aus dem „Personaler-Nähkästchen“ und mache meinen Kunden verständlich, worauf es in den Auswahlprozessen ankommt, worauf Personalentscheider mit bestimmten Fragen hinauswollen, wie man Fragen überzeugend beantwortet etc. WEitere Details zu meiner Tätigkeit finden Sie auch auf meiner Webseite „HR und Perspektiven“.

1. Was hältst Du davon, sich initiativ zu bewerben?

Patrizia Kaiser: Grundsätzlich halte ich es für eine gute Idee, unter folgender Voraussetzung: Der Bewerber / die Bewerberin sollte im Vorhinein geklärt haben, ob das Unternehmen Initiativbewerbungen willkommen heißt. In Zeiten des War for Talents sind bereits viele Unternehmen mit der notwendigen Weitsicht unterwegs und stellen Bewerbern die Möglichkeit zur Verfügung, sich z.B. in deren Recruiting Portalen zu registrieren und ihr Profil zur Besetzung für nicht nur aktuelle, sondern auch eventuell in der Zukunft frei werdende und neu zu schaffende Stellen zur Verfügung zu stellen, Stichwort „unternehmenseigene Talentdatenbanken“. Diese sparen den Unternehmen Zeit und Geld bei der Besetzung von zukünftigen Vakanzen und stellen eine Möglichkeit zum Beziehungsaufbau zu Bewerbern dar.

Manche Firmen hingegen haben aber kein Interesse an Initiativbewerbungen. Daher, wenn es auf der Karriereseite des Unternehmens keinen Hinweis darauf gibt, dass man sich auch gerne initiativ bewerben darf, so sollten Bewerber*innen auf jeden Fall aktiv in der Personalabteilung nachfragen. Weiterhin bietet dieses Ersttelefonat auch die Chance, einen ersten positiven Eindruck zu hinterlassen. Voraussetzung ist natürlich, dass man sich auf das Telefonat vorbereitet und sich möglichst kurz und zielgerichtet ins positive Licht rückt. Nach einem guten ersten Gespräch wird die Initiativbewerbung, zu deren Einsendung man dann bestenfalls eingeladen wird, normalerweise auch wirklich früher oder später berücksichtigt. Wichtig ist hier, immer wieder einmal beim Unternehmen nachzuhaken bzw. abstimmen, wie man in Bezug auf die Initiativbewerbung am besten über die Dauer in Kontakt bleibt.

2. Was macht man im Jahr 2019 nicht mehr in Bezug auf die Bewerbungsunterlagen?

Patrizia Kaiser: Ganz grundsätzlich verschickt man sie nicht mehr per Post, sondern per E-Mail bzw. aufgrund der Datenschutzverordnung mittlerweile hauptsächlich über Bewerbungsportale. Die postalische Einsendung erzeugt hohen administrativen Aufwand im Unternehmen, womit man sich nicht unbedingt sofort Freunde schafft.

3. Wie sollten Bewerber mit den berühmten Lücken umgehen?

Patrizia Kaiser: Die Lücken sollte man füllen und schreiben, was man in den entsprechenden Zeiträumen gemacht hat. Ich spreche hier nicht von Lücken von 1-2 Monaten, die oft im Zuge von Neuorientierungen oder Jobwechseln auch entstehen können, sondern größere Lücken. Wenn diese offen bleiben, fallen die Bewerber im ersten Screening-Prozess durch den Personaler möglicherweise bereits durch. Wenn eine nachvollziehbare Erklärung eingefügt ist, kann diese zu einem Gesprächsthema im Rahmen des Interviews werden, und muss dann kein Absage-Kriterium sein. 

4. Ich berate ja häufiger Personen, welche bereits länger als 20 Jahre im Berufsleben stehen. Welchen Tipp zum Lebenslauf hast Du für diese Leser?

Patrizia Kaiser: Personen mit viel Berufserfahrung sollten sich ebenfalls idealerweise auf ca. 2-3 Seiten Lebenslauf beschränken. Es gibt diverse Möglichkeiten, wie man seine gegebenenfalls sehr breite Erfahrung kommunizieren kann, z.B. mittels einer Projektliste als Ergänzung zum Lebenslauf. Weiterhin sollten sich die Personen klar werden, auf welche Position sie sich bewerben und den Lebenslauf auf diese Position ausrichten. Das heißt, dass die Erfahrungen und Qualifikationen herausgestellt werden, die für den gewünschten neuen Job relevant sind. So können viele Details, die eben an der Stelle dann nicht so wichtig sind, ausgelassen werden und der Lebenslauf bleibt in einem vernünftigen Umfang. Ganz wichtig ist also zu berücksichtigen: Es gibt normalerweise nicht den einen Standard-Lebenslauf, genauso wenig natürlich wie das eine „one fits all“ Anschreiben. Die Unterlagen sollten auf die jeweilige Position und das Unternehmen angepasst werden, so dass für die Personalentscheider auf den ersten oder maximal zweiten Blick ersichtlich wird, dass der Bewerber / die Bewerberin für die Vakanz notwendige Qualifikationen mitbringt.

Vielen Dank an Patrizia für diese Tipps. Wir lernen, dass ein Anschreiben sehr wohl noch wichtig ist und dass man eine solche Projekteliste und eine knackige Kurzbeschreibung der Kernkompetenzen parat haben sollte.

Ein gut gepflegtes LinkedIn-Profil kann helfen, sich online mit Personalern zu vernetzen und einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

Patrizia Kaiser ist Personalexpertin, Trainerin, Coach und Beraterin zu Bewerbungsprozessen in München.

7 Fehler beim beruflichen Netzwerken

Mit Beginn meiner Selbständigkeit musste ich das Thema Networking erst lernen, zumindest in einem anderen Kontext. Zuvor war ich zwar häufiger auf Veranstaltungen wie Messen, Stammtischen oder Konferenzen und habe mir dabei auch ein berufliches Netzwerk aufgebaut, aber das war ja immer mit dem Ziel, Kontakte für den damaligen Arbeitgeber zu finden und beispielsweise Kooperationen aufzubauen.

Seit nunmehr sieben Jahren nimmt das Networking einen neuen Stellenwert für mich ein, weil ich seitdem für mein eigenes Business unterwegs bin. Im Sommer 2012 habe ich mal einen Stammtisch des Bundes für Selbständige in Bayern besucht, wurde auf ein BNI-Frühstück nach Grünwald eingeladen und kam mit der Networking-Gruppe von W.I.N Women in Network in Kontakt, wo ich auch für zwei Jahre Mitglied wurde. Es war damals die genau richtige Entscheidung, weil mir klar wurde: Der Austausch mit Gleichgesinnten ist ungemein wichtig und ich brauchte es, um meine Selbständigkeit voranzutreiben. Nach den meisten Veranstaltungen ging ich gestärkt und sehr motiviert nach Hause.

Heute, 2019 versuche ich einmal im Monat zu einer Veranstaltung zu gehen. Seit einem reichlichen Jahr bin ich Mitglied bei den Webgrrls, gehe gerne zu den Mom-Works-Meetups oder zum MUSO (Münchner Unternehmerinnen Südost) oder dem BBC (Business Breakfast Club). Parallel nutze ich die sozialen Netzwerke und verknüpfe mich dort regelmäßig mit neuen interessanten Personen. Dank dieser Möglichkeiten in München habe ich Kooperationen aufbauen können und neue, inspirierende Freundschaften konnten entstehen.

Ich werde häufiger in meinen Beratungen nach den Do‘s und Dont‘s beim Netzwerken gefragt. Damals, 2012 habe ich auch ein paar Fehler gemacht und beobachte den einen oder anderen kleinen Faux-Pas bei Anderen.

Welche 7 Fehler beim beruflichen Netzwerken sollten Sie vermeiden?

1. Sie fangen zu spät an bzw. wollen mit einem Mini-Netzwerk Resultate sehen

Wo noch kein Netzwerk ist oder nur ein eingeschlafenes Netzwerk vorhanden ist, kann man auch nicht bei der Jobsuche oder Akquise sofort mit großen Erfolgen rechnen. Wirklichen Erfolge sieht man erst nach mehreren Wochen oder manchmal Jahren.

Wer bereits ein Jahr oder länger in Vorleistung gegangen ist und sich sein Netzwerk aufgebaut hat, regelmäßig kommuniziert, tut sich leichter, im Zuge einer Jobsuche auf Kontakte zuzugehen und sie nach offenen Stellen oder auf ausgeschriebene Stellen anzusprechen. Auch das berühmte Angebot, mal wieder gemeinsam ein Bier oder Kaffee zu trinken, kommt weniger plump rüber, wenn man sich in letzter Zeit zumindest auch Online kurz ausgetauscht hat. Fangen Sie daher rechtzeitig an und pflegen das Netzwerken kontinuierlich.

2. Sie drücken sich vor den Offline-Veranstaltungen

Gerade die Introvertierten unter uns, mögen diese Veranstaltungen eher nicht. Was vielleicht tröstet: Viele Netzwerk-Veranstaltungen werden mit einem Vortrag kombiniert. Daher finde ich die Mischung aus Weiterbildung, gemeinsamem Frühstück oder Kaffee und der Vorstellungsrunde für sehr effektiv. Ich mag so große Veranstaltungen auch nicht und empfinde es als anstrengend, so dass ich meinem Schweinehund auch manchmal einen Streich spielen musste. Sobald man aber das passende Netzwerk gefunden hat, ist es wie „Nach Hause kommen“ und die positiven Empfindungen überwiegen. Mit der Zeit trifft man bekannte Gesichter und es wird leichter.

Ich möchte Ihnen, falls Sie auch eher zurückhaltend sind, sagen, dass das kein Hindernis sein sollte. Auf Netzwerkevents sind nicht nur „Rampensäue“ sondern Menschen wie Sie und Ich unterwegs. Vielleicht legen Sie sich ein paar Fragen bereit, welche Sie bei Gelegenheit verwenden. Das kann z.B. sein:

  • Waren Sie schon mal hier? Was machen Sie beruflich?
  • Kennen Sie die heutige Referentin schon?
  • Warum interessiert Sie genau das Thema?

Meistens kommt so das Gespräch sehr gut ins Rollen und ehrlich: mir sind bisher immer sehr nette Gesprächspartner/Innen begegnet.

3. Ihr Online-Auftritt entspricht nicht Ihrem Offline-Auftritt

Auch das gibt es: Bei den Netzwerkveranstaltungen spricht eine Person von Thema X und verweist auf eine Veranstaltung zu einem Gesundheitsthema zu welcher die Teilnehmer eingeladen werden. Am Tag darauf schaue ich mir ihren Online-Auftritt an und stelle fest, dass sie eigentlich SEO-Beratung anbietet und als Mediatorin arbeitet. Ja, was denn nun? Habe ich nicht richtig zugehört oder kann diese Person alles?

Ihre Kurzvorstellung auf Netzwerkveranstaltungen bzw. Ihr Elevator Pitch sollte genau das widerspiegeln, was Sie über Ihre Online-Kommunikation und Ihre Webseite transportieren. Wer sich seiner Sache noch nicht sicher ist, neigt häufig zu Inkonsistenzen in den Online-Präsenzen. Arbeiten Sie daran, denn nur durch eine klare und einheitliche, leicht verständliche Kommunikation Ihres beruflichen Themas, werden Sie auch weiter empfohlen.

4. Sie vermeiden das Netzwerken in sozialen Medien um jeden Preis

Sie sind zwar auf fast jeder Netzwerkveranstaltung und man hat schon mehrere Visitenkarten von Ihnen erhalten. Wenn ich Sie aber auf XING oder LinkedIn suche, finde ich kein Profil bzw. das Profil ist mehr oder weniger leer.

Ich kann Ihnen nur empfehlen: Arbeiten Sie an einem professionellen Profil und füllen Sie in den Business-Portalen XING und/ oder LinkedIn die wichtigsten Bereiche aus. Meiner Meinung nach ist es völlig ok, wenn man sich gegen Facebook entscheidet. Aber eine Webseite sowie ein Profil auf einem Business-Netzwerk sollte nicht fehlen. Tipps für ein professionelles LinkedIn-Profil erhalten Sie z.B. über meinen Newsletter bzw. meinen Leitfaden.

5. Sie vernetzen sich nicht nach dem 1. Kennenlernen

Das habe ich nach meiner 1. W.I.N-Veranstaltung gelernt. Am nächsten Morgen nach der Versammlung hatte ich einige Kontaktanfragen auf XING in der Mailbox und habe diese auch sehr schnell bestätigt. Auch fand ich es sehr schön, dass die meisten Anfragen mit einer persönlichen und freundlichen Nachricht kombiniert worden sind. Diese Angewohnheit habe ich auch recht schnell übernommen.

6. Sie reden nur über Belangloses

Nutzen Sie die Netzwerkveranstaltungen, um über Ihre Themen, also Ihr Business zu sprechen. Sicher, man kann über das Wetter, die nette Referentin und das reichhaltige Frühstück sprechen. Spannend und echtes Business-Netzwerken ist es nur dann, wenn Sie vom Gegenüber eine Idee haben, welche Dienstleistungen er anbietet, wer seine Kunden sind und wie Sie ggf. kooperieren könnten. Und andersherum soll Ihr Gegenüber auch eine Idee bekommen, was Sie im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit machen.

Nach einem kurzen belanglosen Small-Talk darf daher schon über das Geschäft gesprochen werden.

Mit der Zeit entwickelt man auch das richtige Fingerspitzengefühl, wann der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist. Ich mag daher auch die Netzwerkveranstaltungen besonders gerne, welche die Kurzvorstellungen zu Beginn anbieten, dann kann man in der Pause oder zum Schluss der offiziellen Veranstaltung auf die passenden Personen zugehen.

7. Sie fallen mit der Tür ins Haus

Auch hier ist wieder Fingerspitzengefühl gefragt. Die meisten haben es, aber leider gibt es auch Ausnahmen. Zu Beginn meiner Selbständigkeit wurde ich schonmal um Angebote gebeten, bin zu Treffen persönlich gefahren, obwohl die Person eigentlich nur mit mir ins Gespräch kommen wollte, um ihre eigenen Produkte zu verkaufen. Das kam gar nicht gut an.

Auch Online-Kontaktanfragen, welche im nächsten Schritt mit Angeboten verknüpft sind, mag wohl keiner von uns.

Ein Kontakt ist erstmal nur ein Kontakt. Daraus kann eine Beziehung wachsen, indem man sich bei weiteren Treffen näher austauscht und man sich durch die aktive Online-Nutzung häufiger auch virtuell begegnet. Dadurch sieht man ja das konkrete Angebot der Person. Da braucht es keinen zusätzlichen Hinweis auf das Angebot. Oder, was meinen Sie?

Bonus: Sie haben keine Visitenkarten oder einen Flyer dabei

Papierloses Büro hin- oder her. Ich finde nicht, dass die Visitenkarte aussterben wird oder sollte. Sie können sich auf der Veranstaltung selbst sofort per Facebook, XING oder LinkedIn vernetzen. Das geht schon. Aber eine Karte, welche Sie noch ein paar Tage auf Ihrem Tisch liegen haben, sich die Webseite des neuen Kontakts mal in Ruhe anschauen, hat Chancen, nachhaltiger in Erinnerung zu bleiben.

Gibt es noch weitere Faux-Pas, welche Ihnen beim Netzwerken aufgefallen sind? Ich freue mich auf einen Kommentar hier im Blog.

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Darf Ihr LinkedIn-Netzwerk über Profiländerungen informiert werden?

Bevor Sie Änderungen an Ihrem LinkedIn-Profil vornehmen, sollten Sie sich im Klaren sein, ob LinkedIn Ihr Netzwerk über Einstellungsänderungen wie einen neuen Job oder eine neue Ausbildung informieren darf. Hier auf LinkedIn wird diese „Meldung“ selten über den LinkedIn -Newsfeed erfolgen, wie man es vom Business-Netzwerk XING kennt. Dort haben wir es schon zur Genüge gesehen, dass man über jede Ergänzung im Bereich „Ich biete“ oder „Ich suche“ eine Ankündigung im Feed sieht.

LinkedIn meldet diese Änderungen üblicherweise über das Mitteilungen-Board (Glockensymbol) an Ihr Netzwerk in Form von „Gratulieren Sie XXXX zur neuen Position bei XXXX“. Wenn Sie dies vermeiden möchten, sollten Sie prüfen, welche Einstellung bei Ihnen derzeit aktiviert ist.

So schalten Sie die Ankündigungen ab

Gehen Sie in den Bereich „Einstellungen & Datenschutz“ indem Sie oben rechts auf Ihr kleines rundes Profilbild klicken.

Unter „Datenschutz“ scrollen Sie bis zur Überschrift „So sehen andere Ihre LinkedIn-Aktivitäten“ und gehen auf „Jobwechsel, geänderte Ausbildungsangaben und Firmenjubiläen vom Profil aus teilen“. Hier stellen Sie sicher, dass der Schalter auf „Nein“ eingestellt ist/ wird.

Wenn das erledigt ist, passen Sie dennoch auf. Wenn Sie eine neue berufliche Station einfügen, ist es möglich, dass LinkedIn im Formular erneut auf diese Einstellung aufmerksam macht. Auch hier sollte der Schalter auf „Aus“ gestellt sein. Wenn nicht, bitte ändern, bevor Sie den neuen Job speichern. So schaut das Formular in dem Fall aus:

Was wird mit dem Netzwerk geteilt, falls die Einstellung auf „Ja“ steht?

  • Angabe einer neuen beruflichen Station – man wird Ihnen ggf. zum neuen Job gratulieren.
  • Hinzufügen oder Bearbeiten einer Ausbildung innerhalb des laufenden Jahres
  • Feiern eines Arbeitsjubiläums – auch hier provozieren Sie Glückwünsche aus Ihrem Netzwerk

Was wird niemals mit Ihrem Netzwerk geteilt?

Hierzu gehören alle anderen Einstellungen im Profil wie z.B. das Einfügen eines neuen Profilfotos, Profilslogans, Text der Zusammenfassung (bzw. Einleitung) sowie Ihre Kontaktdaten.

Auch für Änderungen an früheren Positionen, bisherigen Ausbildungen, ehrenamtlichen Tätigkeiten, Sprachen, Kenntnissen (Sie können dort jederzeit Änderungen vornehmen – kein Problem!), Veröffentlichungen etc. – LinkedIn wird niemanden darüber informieren.

Die meisten Nutzer entscheiden sich dafür, die Einstellung abzuschalten. Ich denke, LinkedIn bietet genügend andere Möglichkeiten, von sich hören zu lassen. Auf der anderen Seite ist es aber schon so, gerade, wenn man lange bei einem Arbeitgeber tätig war und ggf. auch länger auf der Suche war, dass das Teilen der Information eine sinnvolle Netzwerk-Information sein kann. Wie gut, dass Sie entscheiden können, wie Sie es am liebsten hätten.

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Interaktiver Vortrag: „Erobern Sie den verdeckten Stellenmarkt mit LinkedIn“

Am Samstag, den 30. März fand bei herrlichem Frühlingswetter in München unser erster Vortrag zum Thema „Erobere den verdeckten Stellenmarkt mit LinkedIn“ statt. Schon vor Monaten hatten Patrizia Kaiser, HR-Beraterin mit HRundperspektiven aus München und ich das Thema ins Auge gefasst.

Der Fakt, dass 2/3 der offenen Stellen gar nicht erst ausgeschrieben werden und nur ein winziger Teil der Jobsuchenden diesen „Markt“ nutzt, erschien uns interessant, als Vortrag anzubieten. Mein Part war der optimale Einsatz von LinkedIn mit anschaulichen Beispielen, worauf man bei einem professionellen LinkedIn-Profil achten sollte, um dank gutem Personal Branding von Recruitern oder Unternehmen gefunden zu werden.

Am Samstag konnten wir in mehr als zwei Stunden mit einer kleinen Runde an engagierten Jobsuchenden aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlich langer Berufserfahrung das Thema erkunden. Ein wichtiger Part war, dass man sich seiner Stärken bewusst sein muß und häufiger darüber sprechen sollte. Sprich mehr Selbstmarketing oder Eigen-PR kann bei der Jobsuche und gerne auch davor nicht schaden, sondern eher sehr hilfreich sein.

Unser Publikum war natürlich daran interessiert, seine persönlichen Fragen und Probleme zu adressieren. Wir sind im Laufe des Vormittags auf die folgenden Themen so gut wie möglich eingegangen:

  • Wie komme ich an eine Teilzeitstelle?
  • Was macht man mit Lücken im Lebenslauf?
  • Wie gelingt es auch mit 50+, sich von anderen Bewerbern abzuheben?
  • Macht es Sinn, als Vertriebsexperte die Branche zu wechseln?
  • Wie sinnvoll ist die Nutzung und Suche über Jobportale wie Monster, Indeed und Stepstone?
  • Wie wichtig ist es, sich mit einem Elevator Pitch bei anderen Personen vorzustellen, seinen beruflichen Hintergrund auf den Punkt zu bringen?
  • Benötigt man bei XING und LinkedIn eine Premium-Mitgliedschaft?
  • Wie sinnvoll sind Initiativ-Bewerbungen?
  • Wie geht man mit Kontaktanfragen von Personen um, welche man nicht kennt?
  • Welche Profilbereiche sind auf LinkedIn besonders relevant?

Für uns als Organisatorinnen war es ein spannender Vormittag mit neuen Eindrücken von der Bewerberseite. Dank dieser Veranstaltungen können wir als Berater in Zukunft noch zielgerichteter da ansetzen, wo es am Wichtigsten ist.

Tipps und Tricks für ein LinkedIn-Profil welches von Recruitern gefunden wird.
Nach getaner Arbeit

Findet man Sie schon auf Slideshare?

SlideShare ist eine Filehosting-Plattform, über welche Sie Präsentationen, Dokumente, PDFs, Videos und  Infografiken hochladen können.

Erlaubt sind Dokumente in den Formaten Powerpoint, PDF und OpenOffice. Es gibt die Möglichkeit, die Dokumente entweder als öffentlich zugänglich oder als privat markiert, zu hosten. Laut einer Statistik auf Wikipedia erreicht Slideshare 58 Millionen Besucher pro Monat und hat ca. 16 Millionen angemeldete Nutzer.

2012 wurde das Unternehmen von LinkedIn für geschätzte 118,75 Millionen US-Dollar übernommen.

Warum ist Slideshare für Sie interessant?

Die Plattform gibt Ihnen bzw. Ihrem Unternehmen, die Möglichkeit, eigene Business-Inhalte zu publizieren. In der Unternehmenswelt sind Präsentationen, Infografiken und Diagramme aussagekräftige Medien. Auf dem Slideshare-Netzwerk können sie geteilt und von anderen Interessenten gefunden werden. Um sich als Experte in einem bestimmten Bereich, aufzustellen, macht es Sinn, auch hier mit Präsentationen präsent zu sein.

Marketingtechnisch können Sie hier folgende Ziele verfolgen:

  • Steigerung der Markenbekanntheit
  • Generierung von Traffic/ Besuchen auf der eigenen Webseite
  • Steigerung des Expertenstatus für Einzelpersonen oder Unternehmen

Google mag Slideshare, das heißt, erfolgreiche Inhalte von Slideshare werden in den Suchergebnissen recht weit oben angezeigt.

Wie laden Sie eine Präsentation auf Slideshare hoch?

1. Sie loggen sich auf LinkedIn ein und gehen oben rechts auf „Apps“. Im Menü entdecken Sie das Symbol für Slideshare, über welches Sie direkt auf die Seite gelangen.

Wer kein LinkedIn-Konto hat, geht direkt auf Slideshare und registriert sich dort.

3. Als Nächstes gehen Sie auf Upload.

4. Sie füllen das folgende Formular aus (Titel, Beschreibung, Kategorie, Privatsphäre-Einstellung sowie Tags (Stichwörter) und laden die Präsentation auf Slideshare hoch. 

5. Der entstandene Link kann als Medium unter Ihrer Zusammenfassung oder unter der passenden Station der Berufserfahrung zugefügt werden. Im Kundengespräch können Sie ebenso auf Ihre Präsentation oder Infografik auf Slideshare hinweisen. Wenn ein neues Dokument hochgeladen worden ist, können Sie es auch über die von Ihnen genutzten Social-Media-Plattformen wie LinkedIn, Twitter, Facebook hochladen und bekanntmachen.

6 Tipps für die perfekte Präsentation auf Slideshare

  • Der Inhalt einer Slideshare-Präsentation sollte auch ohne den Redner verständlich sein. Wenn man sonst rät, möglichst wenig Text auf eine Präsentation zu packen, ist es hier wichtig, dass der Inhalt verstanden wird.
  • Die erste Folie sollte ein gut passendes, großes Foto enthalten. Wenn Sie die Präsentation auf LinkedIn unter Medien hochladen, wird dieses Bild als Thumbnail angezeigt.
  • Der Titel sollte kurz und bündig sein und möglichst für die Suchmaschine formuliert werden. Recherchieren Sie daher vorab die passenden Keywörter. Für die Beschreibung der Präsentation haben Sie einige Zeilen Platz. Auch diese sollten suchmaschinenoptimiert formuliert werden.
  • Hinterlegen Sie, wie im Formular gewünscht, die passenden Tags zur Präsentation. Maximal sind wohl 20 Tags erlaubt. Diese helfen Ihnen, über die interne Suche auf Slideshare von Interessenten gefunden zu werden.
  • Die Folien sollten idealerweise Ihr Branding enthalten. Sprich Ihr Logo oder Unternehmensschriftzug auf jeder Seite sorgen für den für Sie so wichtigen Wiedererkennungswert.
  • Die Präsentation darf 300 MB nicht überschreiten. Weitere Tipps zum Hochladen finden sie auch direkt bei LinkedIn in der Hilfe.

Kleiner Guide der Bild-Abmessungen für LinkedIn

Unter den sozialen Netzwerken erleben wir gerade bei Instagram einen Boom – Alle lieben Bilder und das Posten dieser gehört einfach zum Alltag dazu. Auch im Business-Netzwerk LinkedIn sollten im Profil und in Ihren Status Updates Fotos erscheinen. Immerhin wollen Sie sich ja von der grauen Masse abheben und sich mit passenden visuellen Eindrücken in Erinnerung bringen.

Da nicht jedes Foto auch so angezeigt wird, wie Sie es am liebsten hätten, habe ich hier mal alle geforderten Bildgrößen für LinkedIn zusammengetragen.

Fotos für Ihr LinkedIn-Profil

  • LinkedIn Hintergrundbanner: 1584 x 396 Pixel. Das entspricht einem Verhältnis von 4:1. Es handelt sich ja um ein sehr langgezogenes schmales Bild. Zu beachten ist obendrein, dass das Profilfoto einen Teil des Banners abdeckt und manchmal links angezeigt wird, manchmal in der Mitte. Dies sollten Sie bei der Bildauswahl unbedingt beachten.
  • LinkedIn Profilfoto: Am besten eignen sich Fotos mit 400 x 400 Pixel. Die maximale Größe liegt bei 8 MB. Als Formate eignen sich PNG-, JPEG- oder GIF-Dateien.

Nutzen Sie wenn möglich immer eigene Fotos oder Bildmaterial für welches Sie die Nutzungsrechte haben. Sei es über einen Fotografen oder Seiten, welche diese zum Verkauf anbieten. Auch kostenfreie Bilder für welche Sie keine Bildnachweise geben müssen, wie man Sie auf Pixabay oder Unsplash findet, sind möglich.

Beispiele für LinkedIn-Hintergrundbanner

Bilder für Status Updates

  • Egal ob von unterwegs oder über den Desktop: Status Updates dürfen durch Fotos aufgelockert werden. Am besten eignet sich ein Format mit 1200 x 627 Pixel. Bei Hochkant-Fotos kann es daher sein, dass etwas abgeschnitten wird. Testen Sie es daher vorher.

Fotos für Ihre Blogartikel auf LinkedIn

  • Wenn sie Blogartikel auf LinkedIn-Pulse veröffentlichen möchten, sollten Sie sich für die Wahl eines passenden Artikelfotos etwas Zeit nehmen. Dieses Foto wird auch in der Vorschau angezeigt und kann über den Erfolg des Beitrages eine Menge aussagen.
  • Als Bildgröße merken Sie sich 744 X 400 pixels. Maximal sind 10 MB möglich, erlaubte Dateiformate sind JPG, Static GIF, PNG. JPG.

Medien im LinkedIn-Profil (unter der Zusammenfassung, Berufserfahrung oder Ausbildung)

  • Wenn Sie ein besonders aussagekräftiges Profil anstreben, sollten Sie zur Zusammenfassung als auch zu den Stationen der Berufserfahrung ein paar Medien wie Fotos, Verlinkungen, Slideshare-Präsentationen, PDFs oder Youtube-Links zufügen.
  • Gehen Sie dazu in den Bearbeitungsmodus des jeweiligen Bereiches, wie z.B. der Zusammenfassung. Scrollen Sie fast bis zum Schluss wo steht: Mediendatei, Fügen Sie Dokumente, Fotos, Videos, Präsentationen oder einen Link hinzu.
  • Je nachdem ob Sie nur ein Medium oder mehr als zwei hinzugefügt haben, werden diese unterschiedlich groß im Profil angezeigt. Entweder im Format 2:1 wie hier angezeigt. Bei nur zwei eingefügten Medien wird das Bild ungefähr doppelt so breit.

Falls Sie auf Ihre Webseite, einen Blog oder die Homepage Ihres Arbeitgebers verlinkt haben und nur ein graues Bild wie hier angezeigt werden, muß an der entsprechenden Webseite eine besondere Einstellungen bezüglich der Vorschaubilder für Social Media vorgenommen werden. Lesen Sie dazu diesen Blogbeitrag mit Tipps von Katja Limp, einer Webdesignerin und Netzwerkkollegin von mir. Sie erklärt, wie Sie das Bild richtig anzeigen lassen können.

Fotos: Screenshots von LinkedIn / Artikelbild: www.pixabay.com

WordPress-Tipp: So können Sie die Vorschaubilder auf LinkedIn optimieren

Sehr häufig begegnet mir bei der Profilerstellung oder Optimierung das Problem mit den Vorschaubildern auf LinkedIn. Sei es beim Posten von Links auf Webseiten oder beim Hinzufügen von Medien, sprich der Verlinkung auf Blogs und Unternehmenswebseiten. Oft sieht man einfach nur ein graues Bildchen, so wie hier unten, welches einen wenig professionellen Eindruck hinterlässt.

Aus diesem Grunde habe ich mich kürzlich mit meiner Netzwerkkollegin aus der näheren Umgebung, Katja Limp, zusammengesetzt und mir ein paar Tipps geben lassen. Katja Limp von Limp Marketing + Webdesign verfügt über jahrelange Erfahrung im B2B Marketing und erstellt als Web- und Grafikdesignerin vor allem WordPress-Webseiten für ihre Kunden. Dank Ihres Netzwerkes setzt sie gerne auch individuelle Kundenwünsche um.

Friederike Gonzalez Schmitz: Hallo Katja, kannst Du mir und meinen Lesern ein paar Tipps zu den häufig fehlenden Vorschaubildern in Social Media, explizit auch auf LinkedIn geben?

Katja Limp: Ja, klar. Gerne. Oft werden beim Veröffentlichen von Beiträgen oder Verlinken der eigenen Webseite von den Profilen, wie facebook, twitter oder auch LinkedIn, nicht die Bilder gezogen, die wir gerne hätten. Dies kann mehrere Ursachen haben, meistens fehlen aber die richtigen Open Graph Tags:

og:title – Titel, der in der Vorschau angezeigt wird
og:description – die Beschreibung zur URL
og:image – Vorschaubild, bei WordPress z.B. standardmäßig, wenn sie ein Beitragsbild festgelegt haben
og:url: – URL zum Beitrag auf der eigenen Webseite
og:type: – Inhalt des Beitrags

FGS: Wie gehe ich jetzt bei meiner WordPress Webseite vor?

Katja Limp: Die Vorgehensweise gilt auch für LinkedIn Profile – auch wenn hier kein eigener Tab für LinkedIn vorhanden ist.

  1. Für ihre Webseite sollten Sie zuerst ein eigenes Vorschaubild mit einem Bildbearbeitungsprogramm erstellen. 
    – die optimale Größe ist 1200 x 630 px, im jpg oder png-Format weboptimiert speichern
    – danach in die Mediathek hochladen
  2. Die einfachste Art in WordPress die Open Graph Daten richtig einzufügen, ohne in den Quellcode einzugreifen, ist die Verwendung von Plugins. Viele User nutzen das Plugin YOAST SEO ja schon und deswegen erkläre ich die Vorgehensweise am Beispiel dieses Plugins (funktioniert auch in der Free-Version):

Klicken Sie auf ihr Dashboard – SEO – Social

Unter dem Tab KONTEN können Sie alle Profile eingeben, die für Sie wichtig sind. Ganz wichtig: Änderungen speichern.

Unter dem Tab FACEBOOK aktivieren Sie Open Graph Meta Daten hinzufügen
– die facebook Anwendungs-ID können Sie leer lassen
– jetzt laden Sie Ihr zuvor erstelltes Vorschaubild hoch
– Änderungen speichern

Alle weiteren Tabs nach den Vorgaben ausfüllen.

Jetzt wird Ihr hochgeladenes Vorschaubild immer angezeigt, wenn kein weiteres Bild definiert ist bzw. nur Ihre Webseite verlinkt wird. Prüfen können Sie dies z.Bsp. mit folgenden Tools:

facebook Sharing Debugger

linkedin post-inspector

Vielen Dank an Katja Limp für diesen wertvollen Tipp. Man sieht, mit wenigen Klicks kann das Thema behoben werden.

Wer leider keine WordPress-Seite hat, sollte sich am besten mit seinem Programmierer in Verbindung setzen und das Thema „open graph protocol“ und Vorschaubilder in Social Media ansprechen. Mit Sicherheit hat er oder sie dann eine Idee und kann die entsprechende Optimierung vornehmen. Wenn das geschehen ist, kann der Link erneut in das LinkedIn-Profil oder auf Facebook eingestellt werden und man sieht ein ansprechendes Vorschaubild.

Fotos: Katja Limp, Pixabay

So lassen sich Hashtags auf LinkedIn sinnvoll einsetzen

Hashtags in Social Media kennen wir ja alle, dass diese nun auch häufiger auf LinkedIn zu sehen sind, ist eher neu bzw. hat jetzt auch einen Sinn. In diesem Artikel schildere ich meine Beobachtungen und wie Sie in Zukunft mit der Hashtag-Funktion auf LinkedIn arbeiten können.

Woran erkennt man Hashtags auf LinkedIn?

Postings mit Hashtags zeigen die Schlagwörter in blauer Farbe an. In meinen Status Updates auf LinkedIn werden Sie am Ende des Textes häufiger einen oder mehrere Hashtags vorfinden. So wie hier im Screenshot.

Was sind Hashtags?

Es handelt sich dabei um dieses Zeichen #, den Lattenzaun, welches bedeutet, dass dieses Symbol mit einem Schlagwort, welches direkt dahintersteht, versehen worden ist, um Nachrichten mit bestimmten Inhalten oder Themen in den sozialen Netzwerken auffindbar zu machen. Auf Twitter und Instagram findet man besonders viele Hashtags, da man dort weniger Platz für Text hat und häufig gleich einen Großteil des gesamten Textes auf diese Weise gestaltet. Inzwischen ist es auch auf LinkedIn ein Thema. Mehr zum Begriff „Hashtags“ im Allgemeinen finden Sie auf Wikipedia.

Your Communities“ auf LinkedIn bzw. Folgen von Hashtags

Sie finden auf der linken Seite, im Start-Menü eine neue Rubrik mit Schlagwörtern, wo Sie aus einer Liste von ca. 100 englischsprachigen Standard-Begriffen auswählen können, welchen Begriffen Sie folgen möchten. Problem für uns in Deutschland ist es hierbei, dass es sich ausschließlich um englische Begriffe handelt. Zumindest ist das meine Beobachtung. Als deutsch-sprachige Nutzerin lese ich zwar gerne die englischen Posts, poste aber selbst lieber auf Deutsch. Immerhin sitzt meine Zielgruppe eher in Deutschland. Um diesen Beiträgen zu folgen, sind mir die Themen häufig nicht zielgerichtet genug.

Wichtig für Sie ist es, dass Sie einige der Hashtags pinnen können (mit einem blauen Pin versehen) um einfacher darauf zugreifen zu können. Diese erscheinen dann links in der Leiste. So wie hier z.B.:

Effektiver ist es häufig, direkt auf die Schlagwörter in Status Updates zu klicken, welche Sie interessant finden. Dort sind in meinem Fall auch deutsch-sprachige Begriffe dabei, die ich passend finde. Vielleicht klicken Sie demnächst bei mir mal auf #Profiloptimierung, #LinkedInTipps oder #LinkedInMarketing. Dann folgen Sie den Beiträgen, die diesen Hashtag enthalten und Sie bleiben auf dem Laufenden.

Der Nutzen für Sie ist es, dass Sie Themen folgen können, um sich zu informieren und um sich weiterzubilden. Des Weiteren können Sie Themen folgen, um sich in Beiträgen einzubringen und dort Tipps zu Ihrem Fachgebiet zu geben. Oder um den Wettbewerb im Auge zu behalten.

Wenn Sie links schauen, können Sie über die Schaltfläche „Mehr entdecken“ oder „Discover more“ noch eine Vielzahl weiterer Hashtags auswählen.

Eigene Hashtags finden

Um sich eine Strategie für das eigene Personal Branding aufzubauen, sollten Sie die Hashtags finden, welche zu Ihnen bzw. Ihren Themen passen. Eventuell kennen Sie bereits Ihre Begriffe, wenn nicht, führen Sie eine Recherche dazu durch. Auf Wunsch erstelle ich diese für meine Kunden, damit diese zielgerichteter auf LinkedIn vorgehen können.

1) Recherchieren Sie auf LinkedIn indem Sie Ihren Newsfeed anpassen und Themen auswählen.

2) Machen Sie regelmäßig ein Fine-Tuning, wenn Themen uninteressant sind. Diesen sollten Sie dann nicht mehr folgen.

3) Recherchieren Sie mal, welche Schlagwörter in Ihrer Branche gängig sind und von Influencern verwendet werden. Auch der Blick auf die Postings der Mitbewerber kann sich lohnen.

4) Ich empfehle auch einen Blick auf Twitter oder Instagram. Hier gibt es viele Hashtags und sehr aktive Nutzer.

5) Wer mag, kann sich das eine oder andere Hashtag-Tool ansehen, wie z.B. Keyholeoder Tweetreach. Sie sind vor allem in englisch-sprachigen Raum häufig in Gebrauch.

Der Social-Media-Monitoring-Dienst Talkwalker hat einen sehr guten Artikel zu dem Thema veröffentlicht, falls Sie sich intensiver mit Hashtags für Kampagnen bzw. Ihre persönliche Strategie beschäftigen möchten. Ich habe mir einige der Tools auch angeschaut, nutze sie allerdings nicht für meine Aktivitäten. Je nach Besonderheiten Ihres Unternehmens kann der Einsatz von Tools im Unternehmensmarketing jedoch sinnvoll sein. Daher, schauen Sie ruhig mal in den Beitrag von Talkwalker. rein.

Wie können Sie mit den Hashtags arbeiten?

  • Über die von Ihnen ausgewählten Schlagwörter und den Klick darauf, gelangen Sie in Gespräche, zu welchen Sie in Zukunft Kommentare hinterlassen könnten. Teil Ihrer gezielten Strategie kann es sein, zu den ausgewählten Begriffen täglich einige Antworten zu formulieren und zu liken.
  • Wenn ein Thema besonders interessant ist, könnten Sie es auch aufgreifen und einen eigenen Beitrag mit Ihrer persönlichen Meinung dazu veröffentlichen. In meinem Fall könnte es sein, dass eine neue Funktion auf LinkedIn für Verwirrung stiftet und ich dazu einen Blogartikel schreibe.
  • Verwenden Sie Ihre Hashtags am Ende Ihrer Status Updates und auch in Kommentaren. Falls Sie eine Unternehmensseite betreuen: Auch dort sind Hashtags möglich.
  • Probieren Sie es einfach mal aus, es lohnt sich, um LinkedIn strategisch für Ihr Personal Branding einsetzen zu können. Nur ein für Sie angepasster News-Feed wird dazu führen, dass Sie LinkedIn gerne nutzen. Daher kommen Sie um die Auswahl der für Sie passenden Hashtags gar nicht herum.

Sie haben Fragen? Gerne schreiben Sie mir eine E-Mail und wir tauschen uns weiter aus.

Fotos: Screenshots und Beitragsfoto von www.pixabay.de 

Neues bei den LinkedIn Unternehmensseiten: Dezember 2018

Vor kurzem habe ich eine Unternehmensseite für eine Kundin eingerichtet und war überrascht, dass sich da einiges verändert hat. Gerne schauen wir uns die Neuerungen mal gemeinsam an:

1. Profilslogan

Unter „Page Info“ kann neuerdings auch ein Profilslogan eingerichtet werden. Dieser darf, wie beim persönlichen Profil auch, bis zu 120 Zeichen lang sein.
Zuvor konnte man nur einen Namen für die Unternehmensseite einrichten, jetzt gibt es mehr Spielraum, um die Vision, das Thema des Unternehmens näher zu beschreiben.

2. Call-to-Action Button

Zur Unternehmensseite können Buttons eingerichtet werden, wie man es sonst häufig bei Landingpages sieht. Sie können zwischen „Anmelden“, „Kontakt“, „Mehr erfahren“, „Registrieren“ oder „Webseite besuchen“ wählen.

Unter den von Ihnen ausgewählten Buttons fügen Sie die entsprechende Webseite ein. Ich habe mich für meine Seite für „Mehr erfahren“ und eine Verlinkung auf meine Webseite www.socialmediainternational.de entschieden.

3. Hashtags einrichten

Auf meiner Seite ist diese Funktion noch nicht freigeschaltet, aber ich habe es auf anderen Seiten bereits entdeckt. Man darf wohl 3 Begriffe als Hashtags festlegen, welche für Sie wichtige Suchbegriffe darstellen. In meinem Fall könnte das #LinkedIn, #Profiloptimierung und #PersonalBranding sein.

Nicht zu verwechseln sind sie mit der Rubrik „Spezialgebiete“. Man kann 20 Begriffe als Spezialgebiete angeben, welche zum Unternehmen passen.

4. Sprachverwaltung

Über ein anschaulicheres Feld kann man seine Unternehmensseiten auch in anderen Sprachen anzeigen lassen. Bisher lag diese Funktion immer recht versteckt, so dass viele Unternehmen gar nicht wussten, dass man seine Unternehmensseite auch in anderen Sprachen anlegen darf.

Je nachdem von wo man sich einloggt, erscheint die Unternehmensseite in der richtigen Sprachversion. Für Unternehmen, welche international aktiv sind, ist es daher ein MUSS, verschiedene Sprachversionen zu hinterlegen. Das Einrichten sind ja nur ein paar Klicks. Die Übersetzungen sollten selbst bzw. von professionellen Übersetzern erstellt werden. Noch bietet LinkedIn hier keine automatischen Übersetzungen an.

5. Vorgeschlagene Beiträge

Das ist neu: LinkedIn zeigt nun auch Unternehmensseiten Content an. Sie können eine Auswahl in Bezug auf die Branche, Location und Karrierestufe treffen.

Im nächsten Schritt habe ich mir zusätzliche Keywörter/ Themen überlegt, welche mich für meine Unternehmensseite interessieren. Dazu zählte z.B. Bewerbungen, berufliche Neuorientierung, Karriere, Digital Marketing. Schauen Sie selbst:

Jetzt werden mir aktuelle Artikel zu diesen Themen auf der Unternehmensseite angezeigt, welche ich über einen „Teilen“-Button auf der rechten Seite über mein Netzwerk teilen kann. Die ersten Beiträge, die dort angezeigt worden sind, passten nicht so ganz zu meinem Kernthema, aber ich werde es beobachten und in den nächsten Tagen schauen, ob sich die Auswahl an Themen verbessert bzw. besser zu mir passt.

Falls Sie eine Unternehmensseite eingerichtet haben, schauen Sie einfach mal vorbei. Die Optik ist anders und ich finde es übersichtlicher.

Gerade der letzte Punkt, dass nun auch Beiträge über die Unternehmensseite geteilt werden können, klingt interessant.