Wie behandelt der LinkedIn-Algorithmus Ihre Beiträge?

Herbst 2020: Kürzlich hat der niederländische LinkedIn-Experte Richard van der Blom mit Hilfe seines Netzwerkes eine neue Studie veröffentlicht, welche sehr gute Einblicke in den neuen Algorithmus, welcher seit Mai 2020 aktiv ist, gibt.

Seitdem wissen wir, dass die Verweildauer der Leser in den Beiträgen einen positiven Einfluss auf die Reichweite hat. Wenn Sie Inhalte gepostet haben, welche von den LinkedIn-Mitgliedern länger (und wenn es nur Milli-Sekunden sind) angeschaut werden, hat das eine positive Auswirkung auf den weiteren Erfolg der Beiträge. Früher wurde nur gemessen, ob ein Beitrag schnell Likes und Kommentare, also Engagement erhalten hat.

Wir haben daraus gelernt, gut formulierte Texte, die spannend formuliert sind, mehrere Fotos oder auch PDFs bzw. Powerpoints zu posten, um die Nutzer zum Verweilen einzuladen.

Folgende Formate sind beim Posten im ersten Schwung auf LinkedIn besonders effektiv. Der Algorithmus entscheidet danach, wie die Verweildauer war, wie oft geliked/ kommentiert wurde und gibt den Beiträgen weiteren Chancen, gesehen zu werden oder halt auch nicht.

Reichweitenstarke Beiträge:

  • Beiträge aus reinem Text (max. 1300 Zeichen) + einem Foto: + 25 – 50%
  • Beiträge mit Text inklusive einem Dokument (Slideshow, PDF, PPT) + 40 – 60%
  • Beiträge mit einem nativen video (oder Vimeo)* + 20 – 40 %

Reichweiten-Verluste:

  • Vorprogrammierte Beiträge über externe Anbieter: – 25 – 50%
  • Umfragen, verglichen mit allgemeinen Posts: -10 – 30%
  • YouTube-Video: – 30 – 55%
  • External links: -10 – 30%
  • Blogartikel via LinkedIn Publishing: – 70 – 90% (ich empfehle diese trotzdem, da sie Abonnenten sammeln können, den Artikel mehrfach posten können und er in Ihrem Profil lange auffindbar bleiben kann).

Posten von externen Links

Schon seit langem wurde das Verlinken auf andere Seiten nicht gerne gesehen. LinkedIn wünscht sich, dass die Nutzer auf der Seite bleiben und nicht auf anderen Seiten wie Youtube, Unternehmensblogs etc. hängenbleiben. Bestraft wurde und wird das Verlinken auf externe Seiten mit einer deutlich verringerten Reichweite.

Meinen früheren Tipp, den Link einfach in den Kommentar zu posten, möchte ich hiermit zurücknehmen. Laut der neuen Erkenntnisse ist es sinnvoller, den externen Link in den Beitrag nachträglich einzufügen, sprich nach dem Posten den Beitrag zu bearbeiten. Klicken Sie dazu in Ihren Beitrag auf die drei Punkte rechts oben, dann im Menü auf „Beitrag bearbeiten“. Siehe Screenshot.

Wann ist die beste Zeit zum Posten?

Orientieren Sie sich an der Uhrzeit zu welcher Ihre Zielgruppe am aktivsten ist. In meinem Fall und so zeigt es auch das Ergebnis der Studie: Wochentags, zwischen 8.00 Uhr und 10.00 Uhr ist perfekt. Am Wochenende sind nur ca. 50% der Nutzer aktiv, gepostet wird aber derzeit an den freien Tagen nur von ca. 25% der aktiveren Nutzer. Daher können sich diese Tage wunderbar eignen, um richtig hohe Reichweiten erlangen. Seien Sie also mutig und testen auch mal andere Zeiten aus, nicht nur das oben angegebene Zeitfenster.

Hashtags

Wenn Sie bisher keine Hashtags in Ihre Beiträge eingefügt haben, sollten Sie damit anfangen. Es wird vermutet, dass das Folgen von Themen (Hashtags) die eher ineffektiven Gruppen ersetzen könnte. Es hilft Ihnen, sich als Experten zu einem Thema zu positionieren. Recherchieren Sie vorab die für Sie geeigneten Hashtags, so dass Sie vor allem Begriffe verwenden, welchen bereits viele Nutzer folgen (um die 100.000 Follower oder mehr). Gerne ergänzen Sie durch Hashtags Ihrer spezifischen Nischen-Themen. Die ideale Anzahl pro Beitrag liegt bei 3-9 Hashtags. Weniger oder mehr davon sollte man vermeiden. Wo die Hashtags im Beitrag eingefügt worden sind, hat wohl keinen Einfluss auf den Algorithmus. Ich finde es sinnvoll und gut lesbar, wenn 1-2 Hashtags am Anfang und die übrigen ganz am Ende des Beitrages stehen.

Teilen von Beiträgen

Das Teilen von Beiträgen sollten Sie in Zukunft besser vermeiden. Warum? LinkedIn erkennt sofort, dass der Beitrag schon da war und somit Duplicate Content gepostet wird. Das gilt vor allem auch für Unternehmensbeiträge. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter lieber auf, eigene Beiträge zu veröffentlichen oder die Unternehmens-Posts zu kommentieren.

Eine Ausnahme gibt es allerdings. Wenn Sie einen Beitrag teilen und der ursprüngliche Autor hinterlässt einen Kommentar, kann der Beitrag dennoch 3-4 mal mehr Reichweite erzielen als ohne diesen Hack.

Machen Sie mit und kommentieren Sie!

Ran an die Tasten! Das Kommentieren wird von LinkedIn ganz besonders belohnt. Laut der neuen Studie erhalten Beiträge 2 x mehr Ansichten, wenn kommentiert worden ist.

Idealerweise kann der Autor eines Beitrages innerhalb der ersten zwei Stunden nach dem Posten mit Kommentaren reagieren. Das hat eine zusätzliche positive Auswirkung auf die Reichweite der Beiträge.

  • Wenn Sie die Aktivitäten der Unternehmensseite Ihres Unternehmens unterstützen wollen: Kommentieren Sie!
  • Sie möchten mehr Profilbesuche von „fremden“ Leuten? Kommentieren Sie!

Video-Content

LinkedIn mag native Videos. Das heißt, Sie können die Video-Dateien als Beitrag in Formaten wie QuickTime, ASF, AVI, FLV, MPEG-1, MPEG-4, MP4, VP8, VP9, WMV2, WMV3 und anderen direkt einfügen und anspielen lassen. Die ideale Länge der Videos liegt bei 30-60 Sekunden. Längere Videos kommen mit größeren Verlusten daher: Mehr als 10 Minuten sollte man gar nicht erst versuchen…Weitere interessante Informationen zu Video-Marketing gibt es in diesem Artikel.

Das externe Verlinken auf Youtube ist eher kontraproduktiv, es sei denn, Sie befolgen den Tipp weiter oben zu den externen Links. Im Profil selbst hingegen können Sie gerne Youtube-Videos in den Bereich „Vorgestellt“ oder unterhalb der Berufserfahrung oder Ausbildung einfügen.

Publizieren von Blogartikeln über LinkedIn Publishing

Die Publishing-Funktion mit Artikeln im längeren Format gibt es schon lange, allerdings sind die Reichweiten auch schon seit Jahren eher bescheiden. Dennoch haben Blogartikel für das Personal Branding Potenzial: Sie bleiben im Profil erhalten, können mehrfach gepostet werden und helfen, den Expertenstatus aufzubauen. Dank einer neuen Funktion kann man die Artikel als Newsletter posten und Abonnenten sammeln (wird seit einigen Monaten auch global eingeführt), bekommen die Artikel einen neuen Stellenwert. Abonnenten erhalten eine Nachricht, dass der Artikel online ist. Dadurch können die Artikel dann doch bis zu 4 mal mehr Nutzer als „normale“ Artikel erreichen.

Wie Sie einen Blogartikel veröffentlichen, habe ich hier vor längerer Zeit erklärt.

Fazit

Zusammenfassend möchte ich sagen: Content bleibt King: Je länger die Verweildauer im Beitrag, desto höher kann die Reichweite gehen. Konzentrieren Sie sich daher auf sinnvolle Beiträge, die interessant für Ihre Zielgruppe sind. Da wir uns auf LinkedIn aufhalten und das Netzwerk ein Business-Netzwerk bleiben soll, sorgen wir dafür, dass es auch so bleibt. Dennoch darf auch in Ausnahmefällen mal ein Beitrag publiziert werden, der nicht alle oben beschriebenen Kriterien erfüllt oder zur Unterhaltung gepostet wird. Das Netzwerk ist für Menschen gemacht, also sollten unsere Inhalte auch entsprechend aufbereitet sein.

Wie integrieren Sie LinkedIn in Ihre PR-Arbeit?

Die Pressearbeit, wie ich Sie zwischen 2002 und 2010 erlernt bzw. ausgeübt habe, gibt es heute nicht mehr. Auch dieser Bereich hat sich sehr stark gewandelt. Inzwischen hat das Netzwerken in sozialen Medien einen extrem großen Stellenwert erhalten.

Allgemein gilt, dass die Business-Netzwerke LinkedIn und XING besonders hilfreiche Tools sind, um auf Fachbeiträge und Unternehmens-News aufmerksam zu machen. Schauen Sie doch einfach mal nach, ob Ihre aktuellen Pressekontakte und die Zielmedien diese Netzwerke bereits nutzen!

Mit diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie LinkedIn gezielt in Ihre PR-Arbeit integrieren können.

Tipps für Pressemitteilungen und andere News

Posten Sie die Pressemitteilungen nicht 1:1 auf die LinkedIn-Unternehmensseite. Auch das Verlinken der Pressemitteilung ist eher ein „No-Go“. Bereiten Sie den Inhalt der Ankündigungen wie Produkt-Launches, Firmen-News, Entwicklung neuer Strategien etc. in passendem Format auf und posten diese. Es könnte ein kurzer, aussagekräftiger Text mit einem oder mehreren Fotos oder einer Grafik, ein Video, ein PDF mit ausführlichen Details oder eine kurze Powerpoint-Präsentation sein.

Auf LinkedIn können Blogartikel einem Autor, also einem persönlichen Profil zugeteilt werden. Auch die Inhalte von Pressemitteilungen können in einem solchen Artikel verwertet werden und beispielsweise über das Profil des CEOs gepostet werden.

Beiträge auf LinkedIn können im Text mit Hashtags versehen werden. Recherchieren Sie diese vorab auf LinkedIn, ob sie überhaupt genutzt werden und verwenden diese Hashtags für Ihr Thema.

Des Weiteren können Personen und Unternehmen, welche ein Profil auf LinkedIn haben, in den Beiträgen getaggt, also namentlich erwähnt werden. Der Name erscheint dann fett gedruckt und die erwähnte Person erhält eine Mitteilung, dass sie im Beitrag genannt wurde. Erwähnungen von Unternehmen führen dazu, dass der Beitrag bei Personen im Newsfeed erscheinen könnte, welche der Unternehmensseite folgen.

Jegliche Beiträge, auch wenn Sie das gleiche Thema mehrfach posten möchten, sollten variieren. Der Text sollte daher umformuliert und unterschiedliche Materialien verwendet werden. Ein normaler Beitrag auf LinkedIn, egal ob auf dem persönlichen Profil oder der Unternehmensseite, darf maximal 1300 Zeichen enthalten.

Setzen Sie nicht nur auf Pressemitteilungen auf LinkedIn

Neben den klassischen Pressemitteilungen sollten Sie auf LinkedIn auch andere Formate posten.

  • Blogbeiträge: Sei es im Unternehmensblog auf der Webseite oder über persönliche Profile einzelner Mitarbeiter auf LinkedIn
  • Whitepaper
  • Studien
  • Präsentationen
  • Arbeitshilfen und Checklisten
  • Interviews (auch in Form von Blogartikeln, Podcasts, Videos)
  • Videos über den Unternehmensalltag, die Firmengeschichte und langjährige oder neue Mitarbeiter
  • Vorstellung von Produkten und Dienstleistungen mit Fotos und Beschreibungen
  • Vorträge auf Konferenzen, Mitschnitte von Präsentationen, Ausschnitte aus Online-Vorträgen
  • Kunden-Newsletter
  • Produktbeschreibungen und Hinweise auf neue Webseiten-Informationen oder überarbeitete Webseiten
  • Auf Anfrage bei LinkedIn können Sie LinkedIn Live (Echtzeit-Videos z.B. mit Interviews, Fragerunden, Produkt-Launches) durchführen. Diese Funktion ist nicht für jeden freigeschaltet, sondern muß beantragt werden (Stand September 2020).

Das Ziel sollte sein, spannende Stories für die Leser, also potentielle Kunden und Journalisten, welche über Ihr Unternehmen berichten sollen, aufzubereiten.


Unternehmensseite ja, aber…

Selbstverständlich können Sie alle Themen und Formate, die ich oben aufgelistet habe, über die Unternehmensseite posten. Da diese eher statisch sind und es nicht so leicht ist, von 0 auf Tausende Follower zu kommen (ohne Werbung), empfehle ich, die persönlichen Profile der Mitarbeiter zu nutzen und auch Inhalte bereit zu stellen, welche über diese Profile gestreut werden können. Gerade die Profile des Managements, aber auch der PR Mitarbeiter, Produktmanager und HR Mitarbeiter können für die PR-Arbeit Goldwert sein. Der Vorteil dieser ist, dass jeder Mitarbeiter über sein persönliches, hoffentlich großes und qualitativ hochwertiges Netzwerk kommunizieren kann und häufig viel mehr Menschen erreicht, als über die Unternehmensseite. Die Menschen hinter den Profilen möchten mit Menschen sprechen, schätzen deren Erfahrungen und wünschen sich eine werbefreie Kommunikation. Umfragen bestätigen diesen Fakt immer wieder.

Schärfen Sie Mitarbeiterprofile als Expertenprofile

Wenn Sie bereits Kollegen haben, welche sich für die Nutzung der sozialen Medien begeistern, könnten diese nach einer gezielten Schulung als Experten aufgestellt werden. Vor allem Profile der Geschäftsführung, aus PR und Marketing, dem Produktmarketing und HR halte ich hierfür für besonders geeignet.

Unterstützen Sie diese Mitarbeiter, indem deren Profile ggf. überarbeitet werden, neue Fotos und Banner erstellt werden und die Texte auf Inhalt und Ziel der Aktion geprüft werden. Einige Tipps zur Profiloptimierung finden Sie in meinem Selbstmarketing-Ratgeber oder bei mir im Blog.

Recherchieren Sie über soziale Medien

Suche nach Personen: Über das integrierte Suchfenster beim Basis-Account oder über professionelle Suchen wie den Lead-Builder des Sales Navigators kann ganz gezielt nach Personen Ausschau gehalten werden, welche Sie in Ihr Netzwerk einladen möchten. Mein Tipp ist es, nach Journalisten auf LinkedIn zu recherchieren und diesen zu folgen oder ihnen Kontaktanfragen senden.

Suche nach passenden Beiträgen auf LinkedIn

Geben Sie in die einfache Suche Begriffe mit vorangestelltem #-Symbol ein, welche zu Ihrer Branche und Ihren Themen passen. Auf diese Beiträge könnten die definierten Mitarbeiter reagieren, um die Unternehmensthemen publik zu machen.

Gute Basis: Social-Media-Guidelines

Wenn Mitarbeiter in die Kommunikation einbezogen werden, sind Social-Media-Guidelines unerläßlich. Sie sollten ein Kernteam für die Social-Media-Aktivitäten definieren, dieses schulen lassen und es mit aussagekräftigen Inhalten ausstatten, so dass sie das Unternehmen mit eigenen professionellen Beiträgen unterstützen können. Es sollten klare Richtlinien aufgestellt werden: z.B. welche offiziellen Kommunikationskanäle das Unternehmen nutzt, wer diese betreut und wer mit wem über welche Themen öffentlich sprechen darf. Und wer im Team für Rückfragen und Probleme zeitnah kontaktiert werden darf.

Sie benötigen Hilfe bei der Umsetzung? Gerne kontaktieren Sie mich und wir finden einen Termin für eine individuelle Beratung.

10 Tipps rund um LinkedIn Live

Laut einer LinkedIn-Statistik gibt es 24 x mehr Kommentare auf LinkedIn Live Videos als auf „native“ Videos. 62% der Unternehmen planen, das Tool in Zukunft einzusetzen und 73% der befragten B2B-Marketingleute sagen, dass die Videos eine positive Auswirkung auf den Marketing-ROI haben. Das alleine können schon Argumente sein, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Ich muß allerdings erwähnen, dass es sich nach wie vor um ein Beta-Programm handelt und möglicherweise nicht jede Antragstellung auf die Nutzung von LinkedIn Live bestätigt wird. Dennoch vielleicht interessieren Sie sich für das Thema und möchten mehr darüber erfahren:

In meinem Artikel habe ich für Sie zehn Fakten über LinkedIn Live zusammengetragen:

1) LinkedIn Live wird für Einzelpersonen und Unternehmensseiten angeboten, zumindest auf „Antrag“. Einzelpersonen, die über ihr Persönliches Profil streamen möchten, bewerben sich über diesen Link: Als Unternehmensseite nutzen Sie Ihren Werbe-Account oder den gleich Link und klicken „Unternehmensseite“ statt Mitglied im Formular an.

Das Streaming-Angebot soll nach wie vor nur für eine begrenzte Anzahl an Nutzern zugängig gemacht werden. Das heißt, die Anfrage kann auch abgelehnt werden, auch wenn Ihr Profil professionell eingerichtet ist und Sie die auf der Seite erwähnten Bedingungen wie z.B. dass man bisher auch Videos erstellt hat, man die Zwei-Faktor-Authentifizierung eingestellt hat und einen aktiven Interaktionsverlauf vorweisen kann.

2) LinkedIn bittet ausdrücklich darum, dass die Inhalte auf LinkedIn professionell, respektvoll und sicher sowie mit deren Richtlinien für eine professionelle Community vereinbar sind.

3) Bevor Sie nach der Freigabe live starten können, benötigen Sie ein Broadcasting Tool von einem Drittanbieter wie z.B. Socialive, Switcher Studio, Restream oder StreamYard. LinkedIn macht hierfür in der folgenden Liste ein paar Vorschläge. Testen Sie das Tool vorab und integrieren Sie es als Nächstes in LinkedIn.

4) LinkedIn Live ist, wie es das Wort schon sagt, immer live. Streamen geht nur in Echtzeit. Das heißt, Sie sollten sich für ein knackiges Thema entscheiden und gut vorbereitet sein, damit Sie sich nicht blamieren. Die Rahmenbedingungen könnten Sie vorab üben, als Unternehmen setzen Sie auf Personen, welche sich auch live sicher und wohl fühlen. Am besten ist es, wenn mindestens zwei Personen das Streaming durchführen, um professionell auf eventuelle technische Probleme reagieren zu können. Ein Moderator könnte die Kommentare und Likes als auch die Technik managen, während die andere Person die Session leitet, sich um die Inhalte kümmert.

5) Inhaltliche Themen für LinkedIn Live:

  • How-To-Tipps aus Ihrem beruflichen Alltag,
  • ein Interview mit einem Experten aus Ihrem Unternehmen.
  • aus der Sicht als selbständige Beraterin kann es auch ein Experte sein, der gut ergänzend zu Ihren Themen passt.
  • eine Berichterstattung direkt von einer Veranstaltung (Messe)
  • Produkteinführung und Experten-Statements mit einem Entwickler
  • eine Produktvorführung, soweit möglich
  • Live Präsentation von einer Unternehmensveranstaltung wie z.B. Jubiläum, Merger, 1. Arbeitstag der Azubis etc.

Unter dem folgenden Link finden Sie Ideen von LinkedIn selbst: https://business.linkedin.com/de-de/marketing-solutions/linkedin-live.

6) Interaktion ist alles. Seien Sie authentisch und auf kleinere Überraschungen gefasst. Der Mehrwert dieser Sessions ist es, dass Sie mit Ihrer Zielgruppe direkt kommunizieren und auf deren Fragen eingehen können. Der Moderator könnte die Fragen vorlesen und live beantworten.

7) Es empfiehlt sich, die Live-Session im regelmäßigen Rhythmus stattfinden zu lassen, wie z.B. immer am Freitag Vormittag, 10.00 Uhr oder Mittwoch Abend, 18.00 Uhr. Diese Regelmäßigkeit vermittelt Vertrauen, es gibt Ihnen die Möglichkeit mit den gleichen Personen zu interagieren. Planen Sie die Sessions nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang ein. LinkedIn empfiehlt eine Länge von mindestens 15 Minuten. Bei Live-Sessions sollte man auch berücksichtigen, dass nicht alle Teilnehmer vom ersten Moment an dabei sein werden, sondern sich erst nach einigen Minuten einwählen.

8) Um gezielt Zuschauer aufmerksam zu machen, bewerben Sie die Live Sessions über verschiedene andere Kanäle. Beispielsweise könnten Sie über LinkedIn Sponsored Updates die Session 1-2 Tage vorab bewerben, einige Mitarbeiter könnten ihre Kontakte einladen. Auch über andere Social-Media-Kanäle des Unternehmens wie Twitter, Instagram, Facebook oder einen Unternehmens-Newsletter könnte die Live-Session beworben werden.

9) Um ein größeres Publikum zu erreichen, sollten, wie bei normalen Beiträgen auch, passende Hashtags für das Event verwendet werden. Neben #LinkedInLive können es branchen-spezifische Hashtags sein.

10) Nach dem Event könnte die Session als Aufnahme/ Replay im Feed als Video gepostet werden, so dass auch Nutzer, welche vorher keine Zeit hatten, das Video anschauen können. Wenn Sie möchten, können Sie das Video auch neben LinkedIn auf anderen Social-Media-Kanälen posten.

Testen Sie im Nachhinein den Erfolg der Sessions: Daten-Anylse

Folgende Daten/ Zahlen werden angezeigt und sollten für jede Ihrer Session analysiert werden:

  • – Höchste Teilnehmerzahl während der Live-Sendung
  • – Minuten, während welcher die Sendung geschaut wurde
  • – Gesamtanzahl an Zuschauern
  • – Zuschauer während der Live-Session vs. Replay

Engagement-Zahlen:

  • Anzahl der Reaktionen wie Likes, Kommentare und geteilte Beiträge

Unternehmen, die Live Streams in der Kommunikation einsetzen:

Cisco: Folgen Sie deren Unternehmensseite: https://www.linkedin.com/company/cisco/

Diese Liste werde ich von Zeit zu Zeit ergänzen.

5 Funktionen, die Jobsuchende auf LinkedIn kennen sollten

Falls Sie bereits auf Jobsuche sind oder in den nächsten Monaten starten möchten, empfehle ich Ihnen, sich intensivst mit der Optimierung Ihres LinkedIn-Profils zu beschäftigen. Mit diesem Artikel möchte ich auf weitere, für die Jobsuche sehr wichtige Funktionen aufmerksam machen.

Bitte sehen Sie diese als Ergänzung zu einem vollständigen Profil sowie der aktiven Nutzung der Publishing-Funktionen wie das Publizieren von Beiträgen, Kommentieren oder Schreiben von Blogartikeln. Ich bin der festen Überzeugung, dass man nur mit einem vollständig ausgefüllten und professionellen Profil die Aufmerksamkeit von Recruitern, Unternehmen und persönlichen Kontakten erlangt. Alleine die Überarbeitung der Rubrik „Kenntnisse und Fähigkeiten“ und das Hinzufügen eines gut formulierten Info-Textes machen oft schon viel aus.

Welche Funktionen sind für die Jobsuche besonders interessant?

1. #OpenToWork

Sie können direkt in Ihrem Profil, in Ihrem Foto anzeigen lassen, dass Sie „open to work“, also an Jobangeboten interessiert sind. Es wird links um Ihr rundes Profilfoto ein grüner Streifen angezeigt mit der Schrift #openforwork. Diese Anzeige kann ganz öffentlich gemacht werden bzw. auch nur für Recruiter, die mit einer Recruiter-Mitgliedschaft arbeiten, angezeigt werden. Profilbesucher aber auch Personen, die Ihre Beiträge im Newsfeed sehen, erkennen die grüne Kennzeichnung und könnten Sie bezüglich eines Jobangebotes kontaktieren.

Wie gehen Sie vor?

Klicken Sie in Ihr LinkedIn-Profil und gehen Sie auf „Profilbereich hinzufügen“. Es öffnet sich ein Fenster mit der folgenden Einteilung. Hinter der Frage: „Auf Jobsuche“ verbirgt sich mehr. Schauen Sie sich dort mal um.

Sie können angeben, ob Sie Vollzeit arbeiten möchten, welche Art der Position Sie interessiert, Sie sich aktiv bewerben und welchen Arbeitsort Sie bevorzugen.

Wichtig: Im unteren Bereich des Menüs, gibt es die Möglichkeit, einzustellen, ob alle Mitglieder auf LinkedIn oder nur Recruiter diese Einstellung sehen sollen.

Bitte berücksichtigen Sie Folgendes: LinkedIn versucht zu verhindern, dass Nutzer der Recruiter-Mitgliedschaft, die in Ihrem Unternehmen oder für Ihr Unternehmen arbeiten, Ihre in dem Bereich angegebenen Karriereziele nicht sehen. Allerdings ist es nicht möglich, eine 100-prozentige Geheimhaltung zu gewährleisten. Überlegen Sie sich daher sehr genau, ob und wie Sie diese Einstellung freischalten möchten.

2. Suchen Sie auf LinkedIn nach Jobs

Im oberen schwarzen Bereich finden Sie ein Aktenkoffer-Symbol, welches Sie zum Job-Bereich führt.

Dort können Sie selbst proaktiv nach Jobs suchen, die LinkedIn-Empfehlungen für Jobs durchscrollen, Jobsuchen speichern und Benachrichtigungen verwalten.

Als Premium-Nutzerin sehe ich zusätzlich:

– welche Jobs gerade aktiv ausgeschrieben sind, wie viele Bewerber sich über LinkedIn beworben haben und mir ein paar vergleichende Daten zu deren Kenntnissen, Karrierestufe, Ausbildung und Location anschauen.

– zusätzliche Informationen zu den ausschreibenden Unternehmen, sein Wachstum, Fluktuation bzw. durchschnittliche Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter.

Falls Sie eine Premium-Mitgliedschaft haben, sehen Sie Im Job-Portal auch eine Rubrik zum Thema Gehalt, genannt „LinkedIn Salary“. Dort erhalten Sie Richtwerte für die durchschnittlich gezahlten Gehälter in der ausgewählten Kategorie, nach Erfahrung. Die zusammengestellten Daten werden von LinkedIn-Mitgliedern freiwillig angegeben, je nach Job-Kategorie bzw. Höhe der Datenmenge sind die Werte aussagekräftiger oder auch nicht. Falls in Ihrem Bereich nur wenige Daten angegeben worden sind, ist die Aussagekraft nicht allzu hoch. Ein von mir durchgeführter Test beinhaltete Gehaltsinformationen von 86 LinkedIn-Mitgliedern zum Job des Social Media Managers aus der Metropolregion München. Ich denke mit den Werten lässt sich zumindest eine Tendenz erkennen.

Falls Sie die Funktionen kennenlernen wollen, geht dies mit einer Premium-Mitgliedschaft über diesen Link.

3. Premium-Mitgliedschaften für Jobsuchende

Um auf LinkedIn mehr Sichtbarkeit zu erlangen und die Jobsuche voranzutreiben, kann sich eine Premium-Mitgliedschaft lohnen. Zwar werden sehr viele Funktionen bereits mit dem kostenfreien Account freigeschaltet, aber das pro-aktive Anschreiben fremder Personen ist recht eingeschränkt. Gerade wer neu auf LinkedIn ist, besitzt noch nicht genügend Kontakte 2. Grades und stösst relativ bald an seine Grenzen. Da können ein paar InMails hilfreich sein. LinkedIn bietet daher gezielte Mitgliedschaften für Jobsuchende mit LinkedIn Essentials (nur in Deutschland, Stand 3.9.2020) und LinkedIn Career an. Die Mitgliedschaften können immer für 30 Tage kostenfrei getestet werden, bevor sie in ein bezahltes Abo umgewandelt werden. Bei diesen Abos zahlt man monatlich oder einen Jahresbeitrag, der etwas günstiger ist.

LinkedIn Essentials“ für nur 10,00 € monatlich (in Deutschland) mit den folgenden Funktionen:

  • Sie bekommen ein Guthaben von 5 InMails pro Monat. InMails sind kostenpflichtige Nachrichten an Nicht-Kontakte auf LinkedIn. InMails geben Ihnen die Möglichkeit, die fremde Person mit persönlicher Nachricht anzuschreiben und ihr eine Kontaktanfrage zu senden. Kontakte 2. Grades, also Personen, welche bereits mit Ihnen einen oder mehrere gemeinsame Kontakte haben, lassen sich mit Nachricht über das Wort „vernetzen“, kontaktieren. Wie das funktioniert, habe ich hier beschrieben.
  • Sie sehen eine Liste mit allen Profilbesuchern der letzten 90 Tage. Beim Basis-Account sehen Sie nur die letzten 5 Besucher. Nützlich wird diese Funktion dann, wenn Sie Ihre Profilbesucher per Nachricht kontaktieren und diese z.B. in Ihr Netzwerk einladen, sich erkundigen, warum sie Ihr Profil besucht hat. Nehmen Sie immer auch Bezug zum Profil der Person oder deren LinkedIn-Aktivitäten wie einen aktuellen Beitrag und suchen Sie nach Gemeinsamkeiten. Kontaktanfragen ohne Text und ohne persönliche Note gibt es leider schon genug. Der Bonus für Sie als Premium-Mitglied ist, dass Sie im Privatmodus andere Profile besuchen können, unerkannt bleiben und dennoch sehen, wer Ihr Profil besucht hat. Falls Recruiter oder andere Personen im Privatmodus Ihr Profil besucht haben, können Sie das leider nicht sehen.
  • Sie können sich mit anderen Bewerbern vergleichen und feststellen, ob Sie die Kenntnisse im Profil angegeben haben, über die andere Bewerber verfügen.
    Sie rutschen in den Suchergebnissen von Recruitern, die eine Mitgliedschaft wie Recruiter Lite besitzen, weiter nach oben. Wenn es viele Mitbewerber gibt, ist das eine interessante Funktion. Nicht jeder wird es in diese Liste schaffen.

LinkedIn Career bietet für 29,49 € monatlich folgende interessante Funktionen an (die ersten Funktionen sind bei beiden Mitgliedschaften gleich):

  • 3 InMails pro Monat um fremde Mitglieder oder Recruiter anschreiben zu können.
  • Sie sehen eine Liste mit allen Profilbesuchern der letzten 90 Tage. Beim Basis-Account sehen Sie nur die letzten 5 Besucher. Nützlich wird diese Funktion dann, wenn Sie die Profilbesucher per Nachricht kontaktieren und diese z.B. in Ihr Netzwerk einladen. Das finde ich sehr nützlich, denn so ein Besuch geschieht oft nicht ohne Grund. Der Bonus für Sie als Premium-Mitglied ist, dass Sie im Privatmodus andere Profile besuchen können, unerkannt bleiben und dennoch sehen, wer Ihr Profil besucht hat.
  • Bewerbereinblicke: Sie sehen, wie Sie im Vergleich zu anderen Bewerbern dastehen, woher diese kommen und über welche Kenntnisse diese verfügen, welche Ihnen ggf. für den Job fehlen.
  • Sie landen in den Bewerberlisten der Recruiter weiter oben und steigern damit Ihre Chance, gefunden zu werden.
  • Sie erhalten Zugriff auf Gehaltsdaten beim Durchstöbern von Jobs auf LinkedIn. Siehe auch meine Ausführungen weiter oben unter 2..
  • Last but not least: Der Zugriff auf „LinkedIn Learning“ als separate Videokurs-Plattform. Über eine Vielzahl an Videos (Onlinekurse und Fachvorträge) können Sie sich Tipps für die Bewerbung aber auch zu beruflichen Qualifikationen holen.

4. Weiterbildung mit LinkedIn Learning

Schauen Sie doch mal bitte auf LinkedIn in den Bereich „LinkedIn Learning“. Zu finden über „Mehr“, siehe Screenshot.

„LinkedIn Learning“ ist etwas versteckt im Menü „Mehr“ ganz oben in der schwarzen Leiste.

Falls Sie auf Arbeitssuche bzw. freigestellt worden sind, sollten Sie die „freie“ Zeit u.a. für Ihre persönliche Weiterbildung nutzen. Egal ob Online oder in Präsenz: Es gibt immer neue Kenntnisse und Qualifikationen, die man sich aneignen könnte und genau da setzt LinkedIn mit der Learning-Plattform an. Sie bietet Ihnen professionell erstellte Videos in sieben Sprachen mit Tipps für professionelle Bewerbungsunterlagen, das Vorstellungsgespräch, andere bewerbungsrelevante Themen aber auch zu fachspezifischen Qualifikationen aus der Berufswelt an. Da sie auf LinkedIn integriert ist, erkennt sie, welche Kenntnisse und Fähigkeiten heute und morgen auf LinkedIn im Recruiting besonders gefragt sind und passende Videos und Kurse werden dazu angeboten. LinkedIn Learning kann daher auch zum Erlernen von Themen wie Cloud Computing, Computergrafik, Google Analytics, Programmiersprachen, Arbeitsmethoden für Führungskräfte und vielem mehr genutzt werden.

Unter der Kategorie „Berufliche Weiterbildung“ kann ich bereits 375 Kurse und über 8000 Videos aufrufen. Selbstverständlich lässt sich diese Suche mit dem Klick auf passende Stichworte eingrenzen. Sie sehen, das Angebot ist groß und vielseitig.

Wer keine Premium-Mitgliedschaft hat, kann mal in die Suchfunktion von LinkedIn Learning schnuppern und sich die Vorschau der Videos anschauen, um ein Gefühl für das breitgefächerte Angebot zu bekommen.

Einige große Unternehmen bieten einen Zugang zu LinkedIn Learning bereits als Weiterbildungsprogramm für ihre Mitarbeiter an. Diese können sich dann Lernziele stecken und nach freier Zeiteinteilung an ihrer Entwicklung arbeiten.

Wer sich privat dort umschauen möchte, kann dies über die Mitgliedschaft „LinkedIn Career“ tun. Ich arbeite mit dem Sales Navigator und habe ebenfalls Zugang. Vor zwei Jahren wurde auch eine reine LinkedIn Learning-Mitgliedschaft angeboten. Über diesen Link erhalten Sie eine Übersicht zu den aktuellen Kosten für LinkedIn Learning. Unternehmen erhalten Lizenzen zu anderen Konditionen.

5. Setzen Sie auf Empfehlungen aus Ihrem Netzwerk

Bitten Sie Personen aus Ihrem unmittelbaren Umfeld, welche auch auf LinkedIn aktiv sind, um eine Empfehlung, welche öffentlich in Ihrem Profil angezeigt wird. Voraussetzung ist, dass Sie mit der Person vernetzt sind (sie Kontakt 1. Grades ist) und Sie bereits zusammen gearbeitet haben. Kunden, Kooperationspartner, Vorgesetzte, Mitarbeiter sind immer die besten Anlaufstellen für Empfehlungen.

Natürlich dürfen auch Sie aktiv werden und Ihren Kontakten Empfehlungen aussprechen.

Wie Sie selbst um Empfehlungen bitten, habe ich in diesem Artikel beschrieben.

Das waren meine fünf aktuellen Tipps für Ihre LinkedIn-Aktivitäten als Jobsuchender. Diese gehen Hand-in-Hand mit einer Profiloptimierung sowie der regelmäßigen Aktivität auf LinkedIn in Form von eigenen Beiträgen und dem Schreiben von Kommentaren.

Falls Sie Ihr Profil optimieren möchten, kann ich Ihnen meinen Ratgeber empfehlen, Sie finden ihn auf Amazon als E-Book und gedruckte Version. (Seit Oktober 2020 als überarbeitete Version).

Portraits by Intuitive by Patrick

Fotos: LinkedIn-Screenshots, Beitragsbild: Pixabay, Portrait: „Intuitive by Patrick“

Zielgruppen kennenlernen: Umfragen auf LinkedIn

Ist es Ihnen aufgefallen? Im LinkedIn-Newsfeed gibt es neuerdings auch die Möglichkeit, Umfragen zu erstellen. Vor zwei Wochen war bei mir gefühlt jeder zweite Post eine Umfrage, weil wohl alle Nutzer lange auf die Funktion gewartet haben und sie gleich ausprobieren wollten.

Sie geht leicht von der Hand und ist in Sekunden erstellt.

Eckdaten zur Umfrage-Funktion

  • Frage: Maximal 140 Zeichen
  • zwei Alternativen, ja oder nein bzw. vier verschiedene Optionen sind möglich 
  • Antworten mit 30 Zeichen
  • Die Umfragedauer kann festgelegt werden: 1 Tag, 3 Tage, 1 Woche oder 2 Wochen
  • Sie können sowohl am Desktop als auch am Smartphone erstellt werden. 


Bestimmte Themen wie politische Meinungen, medizinische Informationen oder Fragen zu anderen sensiblen Daten, sind nicht erlaubt bzw. werden aller Wahrscheinlichkeit nach von LinkedIn gesperrt. Ehrlich gesagt möchte ich hier auch nur Umfragen zu beruflich relevanten Themen lesen. Die Frage nach dem Lieblingstier oder Eissorte hat auf LinkedIn nichts zu suchen. Umfragen zu beliebten Webinar-Uhrzeiten, Online-Formaten oder bevorzugten Online-Werbeformaten finde ich ganz interessant und nehme gerne daran teil. 

Wie lege ich eine Umfrage an?


Klicken Sie im Start-Menü (Haus-Symbol) auf „Beitrag beginnen“. Die folgenden Screenshots zeigen, wie das Formular aussieht und welche Informationen für die Umfragen benötigt werden.

  1. Unten links sehen Sie das Feld „Umfrage erstellen“:

Sie klicken darauf und gelangen direkt ins Umfrage-Formular:

Ich freue mich, dass es nun ein weiteres Tool auf LinkedIn gibt, um mit der Zielgruppe interagieren zu können. Und, wann posten Sie eine Umfrage? 

Vorgestellt: LinkedIn-Profile mit besonderen Einblicken

Ungefähr im Februar diesen Jahres (2020) wurde von LinkedIn eine neue Funktion eingeführt, welche ich bereits in vielen Profilen beobachten konnte. Es geht um den Bereich „Vorgestellt“, unterhalb des Info-Textes. Dieser erlaubt es, dass man Medien, welche die Expertise veranschaulichen, zum Profil zufügen kann. Auch wenn das Zufügen der Bilder auch vorher möglich war, ist das Einfüge-Formular geändert worden und aus vorher Mini-Vorschau-Bildern wurden richtige Schaukästen.

Vorher sah es ungefähr so aus:

Kleine unscheinbare Bilder im LinkedIn-Profil, unterhalb des Info-Textes.

Inzwischen schaut es so, wie auf dem unten stehenden Screenshot aus. Sie sehen, die Bilder sind deutlich größer, allerdings werden nur zwei Bilder nebeneinander angezeigt.

Welche Medien können zugefügt werden?

  1. Beiträge
  2. Blogartikel
  3. Links
  4. Fotos, Dokumente, Präsentationen

Sie haben also die Qual der Wahl. Einerseits ist es möglich, viele verschiedene Medien beizufügen und nach rechts zu scrollen, andererseits wird das dritte Medium auf der rechten Seite bereits „abgeschnitten“.

Ich habe mich vorerst erstmal nur für zwei Medien in diesem Bereich entschieden und denke, dass es im Sinne des Personal Brandings mehr Sinn macht. Wie so oft, ist weniger manchmal mehr.

Hinzufügen von Beiträgen

Sie können einen selbst veröffentlichten Beitrag mit lebhafter Diskussion hervorheben, indem er unter Medien erscheint. Da ein solches Thema schnell an Aktualität verlieren könnte, sollte man hier dafür sorgen, dass immer mal ein neues Thema ausgewählt wird.

Hinzufügen von Blogartikeln

Gut passt es auch, im Bereich Vorgestellt einen besonders erfolgreichen Blogartikel einzustellen. Vielleicht möchten Sie auch jeden Monat einen anderen Blogartikel „vorstellen“.

Wenn Sie auf das +-Symbol siehe oben und auf Artikel klicken, werden Ihnen Ihre bisher auf LinkedIn erschienenen Blogartikel angezeigt und mit einem Klick auf das blau-markierte Wort „vorstellen“ wird der Artikel ausgewählt.

Hinzufügen von Links

Hier gehört für mich der Link zur Webseite von selbständigen Unternehmern rein, oder der Link zum eigenen Blog.

Hinzufügen von Fotos, Präsentationen und Dokumenten

Sie halten Vorträge und bieten Workshops an? Hier gehört für mich ein Foto von Ihnen bei einer Präsentation oder im Workshop-Szenario. Achten Sie darauf, dass hier professionelles Bildmaterial verwendet wird: gut ausgeleuchtet, damit es wirklich repräsentativ wirkt.

Sie benötigen weitere Tipps zur Optimierung Ihres LinkedIn-Profils? Mein LinkedIn-Selbstmarketing-Ratgeber als Kindle-Version oder gedrucktes Buch liefert die wichtigsten Tipps.

Foto: @unsplash

Sie möchten keine Einladungen zu Unternehmensseiten auf LinkedIn erhalten?

Seit ein paar Monaten ist die Funktion, dass Administratoren, ihre Kontakte zur Unternehmensseite einladen können, auf LinkedIn freigeschaltet. Ein Teil der LinkedIn-Nutzer findet es klasse: Vor allem die Betreiber der Unternehmensseiten, welche endlich einen Weg gefunden haben, die Zahl der Follower auf eigene Faust zu steigern. Immerhin kann jeder Administrator sein eigenes Netzwerk aktivieren. Zwar nicht ständig, sondern nach bestimmten Regeln, aber dennoch ist es eine Verbesserung. Bis vor einigen Monaten gab es keine Funktion, so wie wir sie von Facebook seit Jahren kennen. Die Nebenwirkung haben wohl inzwischen alle LinkedIn-Nutzer schon gespürt: Hinz und Kunz und wie sie alle heißen, laden uns ein, Follower, ihrer Seiten zu werden.

LinkedIn ist ein Business-Netzwerk, welches von den Gesprächen zwischen Menschen lebt. Natürlich sollte jedes Mitglied auch ein paar Unternehmensseiten folgen, aber macht es Sinn, sich täglich vor die Wahl zu stellen: Folge ich nun auch der Seite von dem einen oder anderen Solopreneur, mit welchem ich doch eh schon vernetzt bin?

Ich habe einen Weg gefunden, dass LinkedIn es erlaubt, die Einladungen auch einfach abzustellen. Wer genug hat von den Einladungen, sollte weiterlesen.

Anleitung zum Ausschalten von Einladungen aus Ihrem Netzwerk

Sie sehen, dass man auch die Möglichkeit hat, die Event-Einladungen, welche es auch erst seit einigen Wochen gibt, abzustellen. Wie Sie sehen, möchte ich diese weiter erhalten, auch wenn ich bei den wenigsten Einladungen auf „teilnehmen“ klicken werde.

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Formatierungen in LinkedIn-Beiträgen

Seit einiger Zeit fallen mir häufiger Beiträge auf LinkedIn und Facebook auf, welche ins Auge auffallen, weil sie sich von der Standard-Schrift abheben. Vielleicht haben Sie sie auch schon gesehen. Die Schrift ist meist kursiv, und halt in fett gedruckt.

Dachte ich einige Zeit, dass dies besondere Programmierkenntnisse erfordert, so gibt es doch in der Tat besondere Tools, die es ermöglichen, in wenigen Klicks eine Überschrift fett gedruckt in einen Post zu bekommen.

Wie bekomme ich einen fett-gedruckten Satz oder Überschrift in meine LinkedIn-Beiträge?

  1. Gehen Sie auf die Webseite lingojam, wo Sie in der linken Spalte den gewünschten Satz oder auch nur Wort kopieren können. Mit einem Klick gibt dieser den gleichen Satz in anderen Schriften wieder. Mal deutlich größer, verschnörkelter oder fett gedruckt.
  2. Wählen Sie die favorisierte Variante aus und kopieren diese in Ihren LinkedIn-Post.

Dies kann dann z.B. so aussehen:

Kann ich die fett gedruckten Abschnitte auch in den Info-Text auf LinkedIn übertragen?

Ja, das sollte funktionieren. Allerdings verbrauchen die anderen Schriften wohl mehr Zeichen, als die gewohnte Standard-Schrift. Ein Testversuch meinerseits scheiterte daran, dass mein Text, obwohl ich keine Wörter hinzugefügt hatte, aufgrund der Formatierung in Sachen Zeichen-Zahl zu lang wurde. Daher werde ich meinen eigenen Text zu einem späteren Zeitpunkt überarbeiten, wohl etwas kürzen und optisch aufpolieren. Derzeit sind auf LinkedIn im Info-Text max. 2565 Zeichen erlaubt.

Auf jeden Fall ist das ein Weg, um die Texte doch etwas strukturierter dazustellen. Ich freue mich über die neuen Möglichkeiten.

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Wie kann man Kontakte auf LinkedIn vorstellen?

Netzwerken heißt auch, Personen an andere Personen weiter zu empfehlen, bzw. jemanden einer anderen Person vorzustellen. Empfehlungen können für das persönliche Profil einer Person, deren Dienstleistungen Sie wahrgenommen haben, geschrieben werden, wie ich hier vor längerer Zeit bereits beschrieben habe.

Wann macht es Sinn, jemanden vorzustellen?

  • Zum Bekanntmachen eines Dienstleisters mit einem Ihrer Kontakte, welcher z.B. gerade auf der Suche nach einem Fotografen ist.
  • Oder Ihre Freundin steckt in einer beruflichen Krise, möchte sich verändern und Sie kennen den passenden Coach oder Karriereberater?
  • Sie wissen, dass Ihr Chef auf der Suche nach einer Fachkraft ist und Ihr Freund aus Studienzeiten würde genau auf die ausgeschriebene Stelle passen?

Werden sie aktiv und bringen diese Personen auf LinkedIn zusammen. Wenn Sie mit beiden Personen schon vernetzt sind, sie also Kontakte 1. Grades sind, können Sie den Beiden über die Nachrichten-Funktion eine Nachricht senden.

Sie haben mehrere Möglichkeiten:

  • Setzen Sie in die Zeile, wo der Empfänger eingetragen wird, gleich beide Namen und schreiben dann Ihren Vorstellungstext. LinkedIn erkennt beim Tippen die Namen der Kontakte 1. Grades.
  • Eine andere Möglichkeit: Sie schreiben erstmal nur an eine Person und setzen im Nachrichtentext den Namen der Person, welche Sie vorstellen möchten, mit dem @-Symbol (taggen der Person), so dass die Person eine Benachrichtigung erhalten sollte.

Bisher habe ich auch oft einfach den Link zum Profil in den Text kopiert. Hier macht es sich dann umso besser, wenn die Person einen professionellen Kurz-Link erstellt hat.

Loben Sie Personen auch mal öffentlich für ihre Leistungen. Hierfür eignet sich beispielsweise der #LinkedFriday, welcher im Juli 2019 von b2b Marketing & Social Selling Coach Ritchie Pettauer ins Leben gerufen wurde.

Oder Sie sprechen als Beitrag ein Lob aus, welches auf LinkedIn als „Bravo vergeben„, bezeichnet wird.

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Änderungen zu LinkedIn Unternehmensseiten geplant

Seit einigen Tagen, genauer gesagt schon seit Montag Abend, beobachte ich immer mal wieder, dass mir Profile unvollständig angezeigt werden, ich nichts hochladen kann oder einige Tätigkeiten mehrfach ausüben muß, bis etwas passiert. Es scheint Störungen auf LinkedIn zu geben, was ich auch im Newsfeed oder von Bekannten gehört habe.

Woran kann es liegen? Dies hat üblicherweise immer mit Veränderungen auf der LinkedIn zu tun. Wird an einer Stelle massiv gedreht, werden andere Funktionen in Mitleidenschaft gezogen. Aber was erwartet uns? Wir leiden ja gerne, wenn es positive Neuerungen gibt.

Laut einem Artikel im Marketing Solutions Blog wird weiterhin an den Unternehmensseiten gearbeitet, welche inzwischen auf ca. 50 Millionen angewachsen sind.

Einige der dort erwähnten Funktionen gibt es auch im deutsch-sprachigen Raum schon seit einiger Zeit bzw. sie wurden bereits eingerichtet, dann wieder entfernt und sind nun wieder nutzbar. Um welche Funktionen handelt es sich?

Employee Notifications / Mitarbeiter über Beiträge informieren

Mitarbeiter eines Unternehmens können über einen neuen Post auf der Unternehmensseite informiert werden, damit diese zum Beitrag in Form von Likes, Teilen oder Kommentieren das Engagement zu den Unternehmensposts steigern.

Hierfür klicken Sie als Administrator auf die drei Punkte rechts oben neben dem Post, kurz nachdem dieser online ging und es öffnet sich ein Menü mit „Mitarbeiter über Beiträge informieren“

Kudos bzw. Team Moments / Bravo vergeben

Diese Funktion kennen wir schon länger für persönliche Profile. Ich habe auch darüber hier im Blog berichtet. Jetzt heißt es, dass auch Seitenadministratoren z.B. neue Team-Mitglieder begrüßen oder besonders herausragende Ergebnisse öffentlich loben können.

Community Hashtags

Seiten können mit für relevanten Hashtags verbunden werden. Dies ermöglicht es Unternehmen, sich an für sie passenden Themen zu beteiligen.

Einladung an Kontakte, der Seite zu folgen

Sie sind Administrator einer recht kleinen oder jungen Unternehmensseite? Kontakte ersten Grades, mit welchen Sie über Ihr persönliches Profil vernetzt sind, können zu Ihrer Unternehmensseite eingeladen werden. Die Funktion wird im Englischen mit „Invite zu follow“ und im Deutschen mit „Reichweite vergrößern“ beschrieben. Zu finden ist sie im Menü der Administratortools. Sie ist für Seiten freigeschaltet, welche weniger als 100.000 Follower haben. LinkedIn hat eine Limit eingeführt, dass heißt, Administratoren können immer nur eine bestimmte Anzahl an Kontakten pro Tag einladen.

Überlegen Sie sich aber bitte genau, wenn Sie da anschreiben möchten. Nicht jeder wird sich über diese Art Einladungen freuen. Ich habe bereits Einige erhalten und die wenigsten bestätigt, da es häufig ausreichend ist, mit den Personen vernetzt zu sein. Wer keinerlei Einladungen dieser Art erhalten möchte, kann es auch ausschalten. Gehen Sie dazu in den Einstellungsbereich auf LinkedIn und schalten es ab. Mein Weg, welchen ich empfehle, ist es, sie zu ignorieren bzw. zu löschen. Ab- und an ist vielleicht etwas Interessantes dabei.

LinkedIn live für Unternehmensseiten

Bisher gab es einige wenige Beta-Tester, welche LinkedIn Live probiert haben. Nun soll es auch für Unternehmensseiten zugängig gemacht werden, allerdings muß der Zugang separat über diesen Link angefragt werden.

Was genau ist LinkedIn Live? Es handelt sich um Videos, welche, wie der Name schon sagt, live gesendet werden. Von Facebook kennt man die Funktion schon seit längerem. Ich kenne einige Unternehmen, welche mit dieser recht authentischen Methode gute Ergebnisse erzielt haben, zumindest auf Facebook. Einige nutzen die Videos für kurze Status Updates um z.B. von Messen oder Konferenzen live zu berichten. Andere verwenden es für ein wöchentlich wiederkehrendes Update zu bestimmten Themen. Durch die Live-Übertragung können vom Publikum sofort Reaktionen gezeigt und darauf reagiert werden.

Wer auf Live-Videos keinen Wert legt, muß sich für das Programm nicht anmelden und kann auch die Push-Notifications abschalten.

Wann welche der Funktion verfügbar ist, wird nicht genau beschrieben. Ich sehe selbst einige Funktionen, LinkedIn Live muß beantragt werden.

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