Neu: Follower zu LinkedIn Unternehmensseiten einladen

Seit kurzem kann man seine Kontakte als Follower zu seiner LinkedIn-Unternehmensseite einladen.

Meistens freue ich mich ja über neue Funktionen, aber diesmal bin ich skeptisch. Bisher fand ich es gut, dass man auf LinkedIn auch ohne eine Unternehmensseite erfolgreich kommunizieren konnte. Ich befürchte nun eine Flut von Anfragen zu Unternehmensseiten von eher kleineren Unternehmen und Agenturen, dabei möchte ich gar nicht so vielen Seiten folgen.

Also, wenn Sie Administrator eine Seite sind, können Sie mal schauen, ob Sie Zugang zur neuen Funktion haben.

Für Unternehmen: Follower einladen

Offensichtlich kann die Followerzahl erhöht werden, was den Unternehmen hilft, die Sichtbarkeit zu steigern. Auch werden dadurch besondere Funktionen wie das Targetting, welches erst ab einer bestimmten Anzahl von Followern (300) möglich war, schneller erreicht.

Mit mehr Followern wird es dennoch nicht einfacher: Wo keine Interaktion ist, helfen auch mehr Follower nicht. Daher heißt es nach wie vor für Unternehmen: Arbeitet an einer guten Strategie, wie ihr mit fesselnden Beiträgen das Publikum zum Interagieren animieren könnt und zwar langfristig. Der LinkedIn-Algorithmus wird ja nach wie vor entscheiden, wem was angezeigt werden wird.

So lädt man Follower zur Unternehmensseite ein

Gehen Sie dazu auf Ihre Unternehmensseite und wählen das Admin-Menü „(Administrator-Tools“) aus und suchen den Menüpunkt „Kontakte einladen“. Wie Sie unten sehen, ist dieser auch mit dem blau-markierten Wort „Neu“ markiert.

Als nächstes werden Kontakte angezeigt, welche noch keine Follower der Unternehmensseite sind. Sie können die entsprechend lange Liste durchgehen und die Kontakte einzeln anklicken.

Aufgepasst: Jeder Kontakt kann nur einmal eingeladen werden.

Gedanken zur neuen Funktion

Soll die Seite wachsen, macht es natürlich Sinn, Personen einzuladen, aber wie geht man da strategisch vor? Bisher konnte man ja auch sehr gut über die persönlichen Profile mit Mitarbeitern oder Geschäftsleitungen in Kontakt treten. Ich halte es für LinkedIn für deutlich sinnvoller, auch weiterhin auf die persönliche Kommunikation mit Menschen und weniger über die Unternehmensseite zu setzen. Daher, auch wenn Sie sich jetzt über diese neue Funktion freuen und mit Facebook vergleichen, wo es immer möglich war, Personen zu eigenen Unternehmensseite einzuladen: LinkedIn ist nicht Facebook.

Nicht jeder möchte Hunderten von Unternehmensseiten folgen und dann deren Updates abonnieren. Beiträge von Personen sind meist authentischer und weniger werbend. Personen machen sich auf LinkedIn die Mühe und erstellen individuelle Profile mit Details zur beruflichen Laufbahn, daher hoffe ich sehr stark, dass die Kommunikation über persönliche Profile den Vorrang behalten wird.

Kleineren Unternehmen habe ich bisher immer von der Nutzung von Unternehmensseiten abgeraten bzw. es nur aus optischen Gründen empfohlen, damit unter Berufserfahrung ein Logo zu sehen ist. Ein Hauptgrund gegen die Seiten für kleinere Unternehmen war es, dass es schwierig war, dort eine größere Anzahl an Followern zu bekommen. Heute gibt es also eine neue Möglichkeit und wir werden sehen, in welche Richtung es sich entwickeln wird. Ich werde für meine Seite erstmal keine Einladungen versenden, da ich den Mehrwert heute noch nicht sehe.

Wer mir Einladungen senden mag, kann das gerne tun, allerdings werde ich nur handverlesen bestätigen, da ich bereits sehr vielen Unternehmensseiten folge. Auch da könnte ich mal wieder aufräumen und ggf. ein paar Seiten löschen.

Kennen Sie die Grundlagen für eine erfolgreiche Blogger-Kommunikation?

Blogger sign for internet blogs & computer users

Ein neues Produkt soll vorgestellt werden und Sie möchten erstmals Ihre Unternehmenskommunikation auf Blogger Relations ausweiten? Hierfür habe ich ein paar wichtige Grundlagen zusammengestellt.

  1. Investieren Sie in ein gutes Monitoring: Um die für Sie richtigen Influencer identifizieren zu können, benötigen Sie Zeit und/ ein gutes Monitoring-Tool. Soll Ihre Kampagne mit 20 Bloggern oder Influencern starten, sollte Ihre Liste mindestens 30-40 relevante Kontakte für Ihr Thema/ Branche enthalten.
  2. Die erste Kontaktaufnahme erfolgt idealerweise per E-Mail. Fassen Sie sich kurz und stehen für Rückfragen zur Verfügung.
  3. Interagieren Sie auf den Social-Media-Plattformen mit Ihren Influencern und finden Sie dabei heraus, was sie antreibt und was der wahre Grund sein könnte, dass sie diesen Blog schreiben. Das gleich gilt natürlich auch für Youtube-Blogger/ Social-Media-Influencer.
  4. Arrangieren Sie Offline-Treffen. Social Media ist in den meisten Fällen der erste Anlaufpunkt und hilft, langfristig in Kontakt zu bleiben. Wenn immer es die Möglichkeit gibt, versuchen Sie, Social-Media-Kontakte auch offline zu treffen. Hierfür bieten sich Messen, ein Tag der offenen Tür im Unternehmen oder Konferenzen besonders gut an. Sind Sie in der gleichen Stadt tätig, könnten Sie sich auch auf einen Kaffee verabreden. Hinter jedem Nicknamen befindet sich immer eine Person und ein persönliches Treffen kann die neue Beziehung zu Influencern schneller aufbauen.
  5. Erstellen Sie Content welcher zu den Themen der Influencer passt. Machen Sie es ihnen einfach, Zugang zu den Materialen wie Bildmaterial, Videos und Hintergrundwissen zu bekommen.
  6. Laden Sie zu Events ein! Wenn es zum Thema eines Bloggers passt, sind Veranstaltungen wo er mehr über die Herstellung, die Verarbeitung der Produkte erfahren kann, äußerst hilfreich und für die langfristige Kooperation häufig von sehr großer Bedeutung. Überlegen Sie, ob Sie Blogger zu einem Tag der offenen Tür oder zu eine Konferenz einladen können.
  7. Stellen Sie Produkte zum Testen zur Verfügung oder lassen Sie eine Dienstleistung austesten. Achten Sie bei der Auswahl der Produkte auf die Interessen des Bloggers. Mit welcher Produkt-Variante kann er am ehesten etwas anfangen? Ein Blogger, der über den Einsatz glutenfreier Produkte schreibt, wird wohl kaum die neue Weizenmehl-Backmischung für Pizza austesten wollen.
  8. Stehen Sie immer für Rückfragen zur Verfügung. Jede E-Mail sollte alle Ihrer Kontaktdaten enthalten. Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie mehrere Stunden nach dem Outreach für Rückfragen erreichbar sind. Wenn Sie zwei Wochen nichts vom Influencer gehört haben, fragen Sie kurz per Mail nach und finden heraus, ob es noch etwas gibt, was Sie für den Blogger tun können.
  9. Geben Sie Ihren Bloggern Zeit – Blogger arbeiten oft in ihrer Freizeit, haben nebenbei Familie, Job und Freunde und werden es zu schätzen wissen, wenn Sie neben ihrer eigenen Kreativität, ihrem eigenen Zeitplan folgen dürfen. Je weniger Druck Sie ausüben, desto positiver kann der Bericht über Sie ausfallen.

Genau der letzte Punkt bringt mich zu dem nächsten Thema. Haben Sie keine Angst vor Influencer-Aktivitäten und eventuell bezahlten Inhalten. Haben Sie das Gefühl, bei dem einen oder anderen Blogger nicht weiter zu kommen, fragen Sie, ob Sie noch etwas anderes für ihn tun können und ob er ggf. auch eine finanzielle Entschädigung in Erwägung ziehen möchte. Viele Blogger fragen von sich aus und stellen ihre Media-Daten freiwillig zur Verfügung.

Warum es ok ist, wenn Blogger vergütet werden

Sobald Sie Blogger zu Veranstaltungen, Produkt-Präsentationen oder Konferenzen einladen, ist es kein „owned“ Media-Projekt mehr. Die Blogger investieren Zeit für Sie. Das kann Zeit während der Anreise sein, die Zeit während der Veranstaltung und das sollten Sie respektieren. Wenn ein Artikel über Ihre Produkte oder Unternehmen entsteht, wird der Blogger bzw. Influencer Zeit für Recherche, für Bildmaterial, für ein Video etc investieren.

Wissen Sie wie viel Zeit es kostet, ein kurzes Video zu schneiden, wie viel Zeit es kosten kann, nützliche „Show Notes“ zu schreiben? All dies kann marketing-technisch für Ihr Unternehmen sehr nützlich sein, daher ist eine finanzielle Gegenleistung, ab einer bestimmten Reichweite bzw. hohem Bekanntheitsgrad gerechtfertigt. Arbeitet ein Blogger in seiner wertvollen Freizeit an einem Artikel oder Video für Ihr Unternehmen, so könnte er in der gleichen Zeit auch mit seinen Kindern Hausaufgaben machen, das Abendessen für die Familie vorbereiten, mit seiner Freundin ins Konzert gehen oder Kumpels Fußball spielen.

Berücksichtigen Sie bitte dabei auch, dass alle anderen in Ihrem festen Team ja auch für Ihre Arbeit bezahlt werden. Der Eventmanager, die Buchhalterin und der Vertriebsmanager, alle bekommen am Monatsende ihr Gehalt und haben, so wie der Blogger, maßgeblich zum Erfolg der Kampagne beigetragen.

Das Besondere an Influencern ist, dass sie über ein großes Netzwerk im Rahmen Ihrer Zielgruppe verfügen. Dieses Netzwerk hat sich nicht von alleine aufgebaut. Oftmals dauert es Jahre, um sich seine Partnerschaften aufzubauen, sich eine Followerschaft auf Twitter, Youtube und Facebook aufzubauen. Wird Ihr Artikel über diese Netzwerke beworben, sollten Sie es auch im Rahmen Ihrer Budget-Berechnungen einkalkulieren, dass Sie alleine nicht über dieses Netzwerk verfügen und es absolut ok ist, dem Influencer entsprechend zu vergüten.

Einer der wichtigsten Grundsätze eines Bloggers ist, dass er authentisch bleiben möchte. Er möchte über die Themen schreiben, die ihm wichtig sind und seinen Stil beibehalten. Wenn Sie ein Blogger-Programm planen, behalten Sie im Hinterkopf, dass der Blogger nicht für seine Meinung bezahlt wird sondern für seine Zeit, die er für die Recherche, das Filmen des Videos, den Videoschnitt, die Nacharbeit etc. benötigt. Bitte erlauben Sie ihm, seine Meinung zu äußern. Ist Ihre Kooperation auf vertrauensvoller Basis, ist in den meisten Fällen davon auszugehen, dass der Blogger ehrlich arbeitet und Sie vorab auf das eine oder andere negative Feedback vorbereitet bzw. Sie die Möglichkeit haben, ihm Hintergrundinformationen zum Thema zu geben.

Meine Erfahrungen und verschiedene Studien haben gezeigt, dass Blogger bzw. Online Influencer es sehr zu schätzen wissen, wenn Sie:

  • Seine Arbeit und seinen Stil wertschätzen und respektieren. Dazu gehört auch, dass Sie sich eingehend mit den Themen auf seiner Seite vorab beschäftigt haben.
  • Zugang zu Hintergrundinformationen oder Exklusiv-Informationen bekommen
  • Ihren eigenen Stil durchziehen dürfen, was die Herangehensweise an das Thema oder die Auswahl des Bildmaterials angeht.
  • Zugang zu einem Ansprechpartner im Unternehmen bekommen.
  • Die Möglichkeit bekommen, Produkte zu testen (bei neuen Produkten, wenn sie zu den Ersten gehören, die testen dürfen).

Was tun Sie, wenn der Artikel nach Meinung des Unternehmens hätte positiver/ anders ausfallen können? Vielleicht fehlen Ihnen wichtige Informationen? Natürlich kommt es immer wieder vor, dass sich Unternehmen gewünscht hätten, dass der Blogger mehr Positives über die Produktqualitäten geschrieben hätte.

Was kann man dann tun? Überlegen Sie: Was macht den Artikel aus Sicht der Leser am glaubwürdigsten? Setzen Sie sich die Leserbrille auf und schauen Sie sich andere Artikel der Blogger an. Eventuell fällt Ihnen auf, dass es einfach sein Stil ist. Werfen Sie auch einen Blick auf die Kommentare zu den Artikel. Ich finde es immer besonders interessant, wenn Leser konkret Fragen nach Produkten stellen und der Blogger in den Kommentaren auf diese Fakten zu Ihren Produkten eingeht, der Artikel selbst das Thema aber nur kurz anschneidet. Glauben Sie mir, das ist aus Sicht der Leser Goldwert und ist nur möglich gewesen, weil Sie sich für Blogger Relations entschieden und die oben genannten Punkte berücksichtigt haben.

Zusammenfassend möchte ich sagen: Bitte planen Sie immer für die Planung und Durchführung genügend Zeit ein. Blogger Relations lassen sich nicht einfach so mal drei Wochen lang nebenbei erledigen. Wenn Ihre Kampagne gelingen soll, sollten Sie strategisch vorgehen, genügend Zeit einplanen und immer eine gewisse Portion Fingerspitzengefühl an den Tag legen!

Kommunikation zwischen Bloggern und Unternehmen: Was wir von den Franzosen lernen können

Briefmarken und Poststempel aus Frankreich

Bloggen und Frankreich sind ein großes Thema. Dank der Agentur Outil du Web wurde 2013 eine Umfrage unter 150 großen und einflussreichen Blogs in Frankreich durchgeführt welche interessante Fakten über die französische Bloggerlandschaft liefert. So gibt uns diese Einblicke in die Kommunikation zwischen den Unternehmen und den Bloggern.

Die Ergebnisse sind in dieser schönen Infografik dargestellt worden.

Wie sieht sie aus die französische Blogosphäre? 

Die Mehrzahl, nämlich 51% der französischen Blogger ist zwischen 25 und 34 Jahren jung. Danach folgen die 35-44-jährigen mit 22%. Zwischen den Geschlechtern ist das Verhältnis recht ausgewogen: 53% der Blogger sind weiblich, 47% sind männlich.

Am meisten, also 28% sind Blogs zum Thema Mode und Schönheit verbreitet, diese werden mit 18,2% von den High-Tech-Blogs gefolgt.

14% der Blogs zählen monatlich mehr als 100.000 Besucher, während 39% weniger als 10.000 Besucher im Monat haben.

Da die Blogosphäre in Frankreich sehr gut ausgeprägt ist, haben die Unternehmen das Potential der Blogger für Ihre PR bzw. Marketing-Aktivitäten entdeckt.

Wie gehen die Unternehmen dabei vor bzw. wer kommuniziert mit den Bloggern? 

  • 51% werden von PR Agenturen kontaktiert
  • 24% von Marketing-Agenturen und
  • weitere 24% von den Marken selbst.

Einige Blogger sind extrem begehrt, so haben 11% angegeben, dass sie 41 Mal in der Woche von Marken kontaktiert worden sind. Bei 50% der Blogger waren es 1-5 Mal pro Woche.

Diese Anfragen scheinen recht erfolgreich zu sein. Immerhin, 91% der Blogger haben schon mindestens einmal einen Artikel aufgrund einer Unternehmensanfrage geschrieben.

Was sind die Beweggründe der Blogger?

  • 82% der Blogger interessieren sich ohnehin für das Produkt/ die Marke.
  • 53% haben eine gewisse Markenaffinität und
  • 50% freuen sich über die Möglichkeit, ein Produkt zu testen.
  • Relativ weit hinten steht hier das eventuelle Sponsoring seitens der Unternehmen mit ca. 36%.

Was sind die Beweggründe seitens der Unternehmen?

Laut der Befragung der französischen Blogger zählt hier:

  • zu 82% die Sichtbarkeit innerhalb einer bestimmten Zielgruppe und
  • zu 50% die Glaubwürdigkeit der Blogger.
  • 45% gaben an, dass es die Expertise des Bloggers im jeweiligen Themengebiet ist, was die Unternehmen dazu verleitet, mit den Bloggern in Kontakt zu treten.

Irgendwie klingt das alles fantastisch. Laut der Umfrage sind allerdings 1/3 der Blogger mit der Art und Weise wie sie von den Unternehmen bzw. Agenturen kontaktiert werden, nicht zufrieden.

Was können die Unternehmen also noch bei Ihrer Kommunikation mit den Bloggern verbessern?

  • Sie sollten noch zielgerichteter die Blogs für Ihre Aktivitäten auswählen (74%)
  • 70% der Blogger gaben an, dass die Kontaktaufnahme personalisierter erfolgen sollte und
  • 37% ihre Anliegen klarer formulieren sollten.
  • Von 15% wurde angegeben, dass mehr auf Höflichkeit geachtet werden sollte.

An die Blogger unter Ihnen: Sind Sie schon von Unternehmen oder Organisationen kontaktiert worden und wie waren da Ihre Erfahrungen? Oder anders: Worauf haben Sie als Unternehmen oder Agentur bei der Kommunikation mit Bloggern bisher besonders geachtet?

 

Foto: Fotolia: © cmfotoworks 

 

 

 

 

Wie spreche ich ein internationales Publikum mit meiner Facebookseite an?

Travel the world monuments concept 3

Auf Ihrer deutschen Facebookseite wurde ein englischer Kommentar hinterlassen und auch die Statistik verrät: Ihre Fans kommen aus den USA, China, Frankreich und Mexiko. Was nun? Sollten wir unsere Posts nun auch in einer anderen Sprache posten?

Je nachdem was die Unternehmensziele sind, macht es Sinn, sich mit den verschiedenen Möglichkeiten vertraut zu machen. Wenn Sie ins Ausland expandieren möchten und Ihre Produkte aktiv ausländischen Kunden anbieten möchten, dann ist die Ansprache des internationalen Publikums ein wichtiger Aspekt Ihrer Auslandskommunikation.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten welche ich hier etwas genauer beschreiben möchte.

1) Verschiedene Facebookseiten für Länder oder Produkte

Wann ist das die richtige Entscheidung?
Sie expandieren ins Ausland und möchten gezielt Fans in diesem Land mit individuellen Inhalten ansprechen und betreuen, dann empfehle ich eine eigene Seite pro Land. Wichtig ist hier, dass Sie Ideen und Inhalte für eine regelmäßige Fan-Ansprache auf Facebook haben, so dass die Seite auch langfristig mit interessanten und nützlichen Inhalten in der Landessprache gefüllt werden kann.

Um ein paar Beispiele zu nennen, folgende Unternehmen haben sich für diese Art der Kommunikation entschieden und Facebook-Landesseiten eingerichtet:

Meist entscheiden sich für diese Art der Kommunikation größere Unternehmen welche in jedem Land Mitarbeiter mit entsprechendem Fachwissen haben.

2) Zielgruppen-spezifische Ansprache auf einer Facebookseite

Dies ist der schnellste Weg, zielgerichtet zu posten und unterschiedliche Zielgruppen individuell anzusprechen. Für sporadische Posts in einer anderen Sprache oder für kleinere Unternehmen ist es schnell eingerichtet und empfehlenswert wenn die direkte Zielgruppenansprache nicht allzu häufig erfolgen sollte. Mit wenigen Mausklicks lässt sich das bei den Facebook-Einstellungen einrichten.

Es gibt Ihnen die Möglichkeit, Posts in verschiedenen Sprachen an die richtigen Landsleute zu senden und das mit nur wenigen Mausklicks. Einige Anwendungsbeispiele können sein:

  • Das Sonderangebot für UK versenden Sie nur an Fans in UK, das Gewinnspiel anlässlich des „Tag der Deutschen Einheit“ nur an ihre deutschen Fans.
  • Es bietet sich auch für Spezialangebote an, die z.B. nur für Frauen oder Männer gedacht sind wie Muttertagsaktionen.
  • Oder wenn Sie ein Angebot haben, welches sich nur an eine bestimmte Altersgruppe richtet wie z.B. ein Spezialtarif für Jugendliche.
  • Sie laden zu einer Veranstaltung in einer bestimmten Stadt ein.

Eine genaue Anleitung wie das funktioniert, gibt es hier.

Wie auch immer Sie sich entscheiden, bei beiden Varianten ist eine klare Strategie und gute Planung notwendig, so dass Ihnen die Themen nicht ausgehen und ihre Fans regelmäßig etwas Spannendes zu Gesicht bekommen. Gerne berate ich Sie hierzu.

© sdecoret – Fotolia.com 

7 Wege um Twitter erfolgreich in die Unternehmenskommunikation einzubinden

The News

Ich werde oft gefragt, wie man Twitter anwenden kann, ohne in der „Wust“ der vielen Informationen den Kopf zu verlieren und natürlich um das Beste für sich selbst bzw. sein Unternehmen herauszuholen.

Dazu haben mich in der Vergangenheit die folgenden Artikel inspiriert: „Turn your CEO into a Twitter Pro“ und „Erfolgreich twittern mit der 4-1-1-Regel“. Mit einer Kombination aus diesen Herangehensweisen kann jeder Unternehmer seine Außendarstellung mit Hilfe von Twitter verbessern. Die Idee ist es, sich jeden Tag ein Zeitfenster für diese Plattform zu reservieren. Ideal sind 30 Minuten täglich oder jeden 2. Tag und Ihre Unternehmenskommunikation nimmt an Fahrt auf.

  1. Abonnieren Sie ihre Lieblings-Newsseiten als RSS-Feed und gehen Sie diese morgens oder Mittags durch (ca. 5 – 10 Minuten, das ist wie Zeitung lesen).
  2. Scannen Sie Ihr Twitter-News, jeden Morgen ca. 5 Minuten.
  3. Nutzen Sie Hootsuite und planen Sie Tweets bestehend aus Artikeln Ihrer Lieblingsseiten und Twitter-News. Beachten sie dabei, welche dieser Inhalte für Ihre Kunden/ Zielgruppe interessant sein könnten. Ich empfehle, einen Retweet zu personalisieren indem Sie einen Kommentar wie „Interessant, Lesenswert, Ausprobieren“ voranstellen.
  4. Planen Sie Tweets die auf Ihre Homepage verweisen. Dazu zählen neue Blogartikel und Informationen zu Ihren Produkten bzw. Services.
  5. Planen Sie eigene Tweets ohne Link-Verweis über Ihre Tätigkeit, was Sie bewegt oder was sonst noch interessant sein könnte. All das ist nach etwas Übung in 10 Minuten geschafft.
  6. Antworten Sie auf Fragen von Meinungsführern und Kunden auf Twitter. Je nach Menge sollte das nicht länger als 5-10 Minuten dauern. Empfehlenswert ist hier das Einrichten von Suchbegriffen auf Hootsuite.
  7. Schon oft gesagt und wirklich wichtig: Eigenwerbung sollte sparsam angewendet werden. Daher finde ich die 4-1-1-Regel von Tippingpointlabs sehr hilfreich. Sie beinhaltet, dass man 4 x eine Neuigkeit, einen Retweet und erst dann eine Eigenwerbung twittern sollte. 

Wenn Sie in der Woche ca. 12 x twittern, dann sollten nur ca. 2 Tweets reine Werbung für Ihr Unternehmen sein. 8 Tweets dürfen Neuigkeiten sein, die für Ihre Zielgruppe hilfreich sind, dazu zählen für mich auch Blogartikel, die Sie geschrieben haben. Dazu kommen dann noch 2 Retweets und Sie sind auf der sicheren Seite.

Probieren Sie diese Tipps einfach mal aus. Reicht die geschätzte Zeit aus oder haben Sie das Gefühl, dass Sie mehr oder weniger Zeit dafür benötigen?

 

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Wie Unternehmen Twitter einsetzen

England

Wie nutzen Unternehmen den Kurznachrichten-Dienst Twitter? Wie stark ist Twitter derzeit schon in die Unternehmenskommunikation eingebunden? Im Brandwatch  Report „Brands on Twitter 2012“ habe ich interessante Fakten hierzu gefunden. Dazu sind im Jahr 2012 258 Unternehmen aus Großbritannien befragt worden. Mit Sicherheit gibt es in einigen Punkten Ähnlichkeiten zu den Aktivitäten in Deutschland, generell lässt sich allerdings vermuten, dass hierzulande Twitter noch zurückhaltender eingesetzt wird als es in UK der Fall ist.

Zur Situation in Deutschland: So wurde bereits Mitte 2012 berichtet, dass Twitter an Fahrt gewinnt und diese Liste von der Agentur Talkabout mit deutschen Unternehmen auf Twitter zeigt, dass größere und mittelständische Unternehmen durchaus ihre Marketingaktivitäten durch Twitter ergänzen. Allerdings setzen noch lange nicht alle Unternehmen den Kurznachrichtendienst ein. In Deutschland waren es letztes Jahr 55,6% der Marken wie hier bei Futurebiz analysiert wurde.

Was verrät uns die Analyse aus UK?

  • Von den 258 Unternehmen nutzen nur 9% kein Twitter (23 hatten kein Account bzw. haben nie eine Nachricht über Twitter versendet). Interessanterweise zählen zu diesen Unternehmen z.B. Apple und Aldi.
  • Nur 10% der Marken haben in 2012 nicht getwittert, 2011 waren das noch 16%.
  • 75% der Marken nutzen Twitter fürs Aussenden von Eigenwerbung, Neuigkeiten und zum Austausch bzw. Konversation mit ihren Followern. 13% nutzen Twitter nur für den Versand eigener Inhalte.
  • Mehr als ein Drittel der Unternehmen haben mehrere Twitter-Accounts (35% mehrere, 56% besitzen nur ein Account). Im Jahr 2011 haben nur 7% der Unternehmen mehrere verschiedene Twitter-Accounts für ihre Kommunikation eingesetzt.
  • 2012 wurde weniger häufig getwittert als 2011. Die Hälfte der Twitter-Accounts twitterte 2012 seltener als 7 x Woche. 2011 twitterte die Hälfte ca. 19 x Woche.
  • Die meisten Unternehmen, nämlich 75% haben verstanden, dass es sich um eine Konversation handeln sollte und die Aktivitäten stets aus eigenen und fremden Inhalten sowie Gesprächen mit anderen Twitter-Nutzern bestehen sollten.

Fazit: Diese Zahlen belegen für mich sehr schön, dass für einen Großteil der Unternehmen Twitter inzwischen zum guten Ton dazugehört. Wurde letztes Jahr häufiger getwittert so scheint inzwischen bei vielen UK-Unternehmen eine Strategie zu existieren und Qualität, also lieber weniger als zu viele Posts, vorzugehen. Der Fakt, dass 3/4 der Unternehmen nicht nur eigene Inhalte verteilen sondern konkrete Konversation betreiben, bestätigt dies und genau das ist es ja auch, was Twitter unterhaltsamer und so effektiv macht.

Es bleibt spannend, inwieweit sich diese Entwicklung hier in Deutschland beobachten lässt.