E-Book: Effektives Selbstmarketing auf LinkedIn: Der Wegweiser für Ihre Jobsuche

Ihnen ist bewusst, dass Sie mit den richtigen Kontakten bessere Chancen haben, Karriere zu machen? Sie streben demnächst eine neue interessantere Position an, wo Sie Ihre Stärken voll ausschöpfen können? Sie möchten sich dazu mit den digitalen Medien bzw. Business-Netzwerken vertrauter machen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LinkedIn ist das weltweit größte Business-Netzwerk mit über 546 Millionen Nutzern auf internationaler Ebene und auch hier in der Region DACH zählt es jetzt 11 Millionen Mitglieder. Vor allem Mitarbeiter der DAX-Unternehmen sind hier stark vertreten. Spitzenreiter bei den Unternehmen sind u.a. Siemens, SAP, Allianz und die VW AG. Wenn Sie als Fach- und Führungskraft zeigen möchten, dass Sie die Digitalisierung verstanden haben, sollten Sie sich um ein aussagekräftiges professionelles LinkedIn-Profil kümmern. Bevor man sich Ihren Vortrag anhört, Sie erstmals im Meeting trifft, Sie zum Gespräch einlädt, wird man online nach Ihnen suchen. Es geht darum, gefunden zu werden und einen ersten professionellen Eindruck zu hinterlassen.

Mein E-Book, erschienen am 7. April 2018, zeigt Ihnen, wie Sie LinkedIn für Ihre Karriere einsetzen können, worauf es im Profil ankommt, damit Sie Recruiter entdecken und wie z. B. Jobsuchende 40+ mit sozialen Netzwerken einen leichteren Weg in eine neue Anstellung finden. Über diesen Link ist mein Ratgeber bis Ende April 2018 zum günstigen Einführungspreis von 2,99 € bestellbar.

7 Selbstmarketing-Tipps für Frauen

Letze Woche fand ja, wie jedes Jahr am 8. März, der internationale Frauentag statt. Ich gebe zu, dass ich eine geteilte Meinung zu diesem Feiertag habe. Auch wenn Frauen sich über Blumen freuen, so wird mit dem traditionellen Begehen des Tages wie z.B. mit Blumengrüßen vom Chef (was von einigen Unternehmen so gehandhabt wird) von den wichtigen Themen abgelenkt. Jeder sollte die Anerkennung bekommen, die ihm gebührt – egal, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt.

Fakt ist, dass es uns Frauen oft an ausreichend Selbstvertrauen fehlt. Meist ist da einfach eine Bescheidenheit vorhanden, die nicht sein muß. Das bestätigt auch die frühere Familienministerin Renate Schmitz in einem Beitrag der Wirtschaftswoche. Wir müssen nicht wie Männer werden, aber wir können unsere Komfortzone verlassen, aus uns herausgehen und über unsere Erfolge und Taten sprechen.
Viele Frauen und da schließe ich mich mit ein, machen Fehler, welche es uns in der männlich geprägten Arbeitswelt schwerer machen. Ich habe, als ich nach der Elternzeit wieder in Teilzeit gearbeitet habe, keine Gehaltsverhandlungen geführt, weil ich dankbar war, dass ich überhaupt wieder in Teilzeit einsteigen durfte. Sehr häufig wird das jungen Müttern verwehrt und ich war bereits sehr froh, einen interessanten Job in Teilzeit ausüben zu können. Rückblickend weiß ich, dass ich dennoch hätte mutiger sein dürfen und auch das Thema Gehalt ansprechen können. Ich hätte auf meine Erfolge für das Unternehmen verweisen können, dass ich trotz Teilzeit am Nachmittag und Abends für die amerikanischen Kollegen zur Verfügung stand. Nun, das liegt in der Vergangenheit. Ich möchte den heutigen jungen Müttern mit auf den Weg geben, dass Sie etwas forscher rangehen sollten – viele tun das ja bereits recht erfolgreich. Aber vielen anderen fehlt es noch am Selbstvertrauen.

Aus diesem Punkt habe ich hier 7 Selbstmarketing-Tipps für Frauen zusammengetragen, welche das ganze Jahr über gültig sind, nicht nur am Weltfrauentag. Machen wir uns nichts vor: Bescheidenheit bringt uns nicht weiter, also suchen wir uns andere Wege.

1. Erfolgsliste erstellen

Der erste Schritt hierbei ist es, sich seiner persönlichen Erfolge bewusst zu sein. Je nach Position ist das auch gar nicht so leicht. Starten Sie daher ein kleines Erfolgsbuch und notieren am Ende jeden Tages, was gut gelungen ist. Welche kleinen und großen Meilensteine haben Sie geschafft.
Auch wenn ein Tag zwischendrin nicht so gut gelaufen ist, werden Sie jeden Tag etwas finden, was Sie geschafft haben. Diese Ergebnisse sollten in einem Erfolgstagebuch gesammelt werden. Am besten mal ein paar Wochen lang.
Als Mutter zweier Kinder gibt oder gab es auch Tage, wo ich wenig Zeit für meinen Job hatte. Dann steht in dem Tagebuch halt etwas, was nichts mit dem Beruf zu tun hat.

2. Sprechen Sie über Ihre Erfolge

Jetzt, nachdem Sie sich Ihrer Erfolge bewusster geworden sind, berichten Sie hin- und wieder in persönlichen Gesprächen mit Freunden, der Familie, in der Kaffeepause, im Team-Meeting über die Erfolgserlebnisse.
Auf die Online-Kommunikation übertragen, auch da können Sie Erfolge in Status Updates oder in Blogartikel einflechten.
Ein Erfolg ist in meinen Augen auch der Besuch einer Weiterbildungsmaßnahme oder einer Konferenz. Jeder kann, nachdem er beruflich auf einer Messe war oder an einem Ein-Tages-Workshop teilgenommen hat, ein paar Anekdoten dazu erzählen. Die Zuhörer werden mit Sicherheit interessiert zuhören, wenn Sie sich vorab 2-3 Fakten überlegen, die es Wert sind, an andere weiterzugeben.

3. Finden Sie Ihr Spezialthema für welches Sie brennen

Ich gehe davon aus, dass jeder ein Thema hat, welches ihn besonders fesselt. Idealerweise ist es ein Thema, welches Sie auch beruflich weiterbringt. Richten Sie Profile in einem oder mehreren sozialen Netzwerken ein, beschreiben Sie im Profil Ihr Lieblingsthema und fangen Sie an, online darüber zu kommunizieren. Gerade LinkedIn eignet sich als weltweit größtes Businessnetzwerk hervorragend für das berufliche Selbstmarketing.
Überlegen Sie sich 2-3 Themen, für welche Sie sich besonders interessieren, Sie gut darin sind und schreiben Sie regelmäßig darüber. Sie sind international aktiv und können in puncto interkulturelle Kommunikation einen Beitrag leisten? Sie bieten Coachings für Führungskräfte in der Automobilbranche an? Ihre Kunden sind meist im Vertrieb tätig, reisen viel und benötigen immer wieder Input für interessant gestaltete Präsentationen?
Als Social-Media-Beraterin habe ich mir 2012/13 das Thema internationales Social Media und die Nutzung der Kanäle über die Grenzen hinaus, als Thema vorgenommen. Heute ist das auch der Titel meiner Webseite und es war der Türöffner, mich auf die Beratung zur LinkedIn-Nutzung zu spezialisieren.
Sie könnten Ihre Ideen, Ratschläge und Meinungen zu verschiedenen Themen mit anderen teilen. Der schnellste und einfachste Weg ist es, diese über Social Media anzuleiern. Man wird Sie in Zukunft dank dieser Beiträge ganz anders wahrnehmen und wertschätzen. Personen aus Ihrem Netzwerk werden Sie nach einiger Zeit um Rat fragen und Sie werden sich freuen, dass Sie helfen konnten.

4. Bringen Sie sich in einer Gemeinschaft ein

Mit Gemeinschaft kann vieles gemeint sein. Ich denke dabei an das Online und Offline-Netzwerken. Dank der heutigen Online-Möglichkeiten können viele Ziele noch schneller erreicht werden, sogar über die Landesgrenzen hinaus, ist man in der Lage, Kontakte zu knüpfen.
In der Offline-Welt kann es eine Mitgliedschaft in einem Verein oder eine ehrenamtliche Tätigkeit sein. Seit meiner Selbständigkeit bin ich immer wieder zu Netzwerktreffen für Selbständige gegangen um Gleichgesinnte zu treffen und es sind daraus sehr angenehme und wertschätzende Kontakte oder Freundschaften daraus entstanden. Seit kurzem bin ich bei den Webgrrls Bayern und freue mich auf deren Vorträge, gemeinsame Mittagessen oder Frühstückstreffen. Ggf. nehme ich auch die Gelegenheit wahr, mich dort mehr einzubringen.
Wenn ich meine Aktivitäten deutschlandweit anbiete, macht es Sinn, sich in einer Online-Community wie z.B. Facebook-Gruppen zu engagieren. Nutzen Sie dazu die Gelegenheit, in einer solchen Gruppe regelmäßig Antworten zu schreiben und den Lesern einen Nutzen zu liefern. In meinem Fall ist es eine eigene Gruppe zur LinkedIn-Nutzung bzw. das regelmäßige Posten von Tipps in Gruppen, wo sich Jobsuchende zum Thema Bewerbungen austauschen.

5. Machen Sie sich bewusst: Eigenlob stinkt – nicht!

Von klein auf bekommt man beigebracht, dass Eigenlob unangebracht ist. Ich warne meine Kinder, nicht mit irgendwelchen Dingen anzugeben. Hellhörig werde ich, wenn sie sich so klein machen à la „Ich kann nicht malen. Ich bin schlecht in Mathe, ich kann dies und das nicht.“ Mit der Schule fängt es häufig an, der Mensch wird sich seiner Schwächen bewusst und vergisst, wo die Stärken liegen. Ob jung oder alt, viele von uns sind perfekt im Understatement. Ein bißchen Stolz auf die eigene Leistung ist unbedingt notwendig. Wenn man etwas gut gemacht hat, dann darf man auch darüber sprechen. Ich gebe zu, hier gehört ein wenig Fingerspitzengefühl dazu.
Wenn keiner weiß, welche Erfolge Sie erreicht haben, kann er auch gar nicht einschätzen wofür Sie stehen. Wenn Sie den Tipp aus Punkt 2 umgesetzt haben, können Sie anfangen, kleine Erfolge zu feiern, ihren Freunden und Kollegen davon zu erzählen. Je nachdem, wie Sie kommunizieren und wieviel Zeit Sie sich auch zum Zuhören nehmen, klingt ein wenig Eigenlob auch nicht nach Angeberei.

6. Misserfolge gehören dazu – Lassen sie sich nicht zurückwerfen

Seien Sie sich bewusst, dass ein Fehler oder eine falsche Entscheidung zum Leben dazu gehören. Keiner kommt perfekt auf die Welt und nur durch eine Vielzahl von Fehlern sind die erfolgreichsten Menschen zu dem geworden, was sie sind.
Das Wichtige ist, dass man lernt, die Fehler anzunehmen, daraus zu lernen und nicht allzu viel Zeit damit verschwenden sollte, sich darüber zu ärgern. Wir Frauen neigen eher dazu, uns lautstark über Fehler zu äußern. Ich erwische mich da regelmäßig, merke aber, das es nicht gut ist und mich in keinster Weise weiterbringt. Beherzigen wir doch besser den Spruch „Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weiter machen“. Wenn Sie das umsetzen, kommen Sie weiter. Lassen Sie sich bei Ihren Selbstmarketing-Aktionen nicht zurückwerfen. Jede Stunde, die man sich ärgert, ist eine Stunde, die man sinnvoll mit Weiterbildung, Netzwerken, Kundenakquise etc verbringen könnte.

7. Raus aus der Komfortzone

Einige der bisher erwähnten Tipps machen Ihnen Angst? Regelmäßig in Social Media aktiv werden? Mit fremden Leuten kommunizieren? Eigene Artikel ins Internet setzen? Einen Vortrag halten? Ich kann sie gut verstehen. Vor 2012 habe ich Vieles davon nie gemacht. Mein erster Schritt raus aus der Komfortzone war mein 1. Blogartikel. Sie glauben gar nicht, wie lange ich gezögert habe, bevor ich auf „Veröffentlichten“ geklickt habe. Die Vorstellung, dass rein theoretisch die ganze Welt meine Zeilen lesen könnte, hat mich sehr eingeschüchtert.
Der nächste große Schritt war es, Webinare zu halten. Und heute gehen Sie mir gut von der Hand. Ich freue mich auf jeden Termin und habe eine gewisse Routine entwickelt. Ohne Webinare und ohne meinen Blog stände ich nicht da, wo ich jetzt bin. Sie sind meine Akquise-Instrumente, welche ich auch erst Stück für Stück erlernen musste und sie haben mich anfangs etwas Überwindung gekostet.
Weiter geht es mit Vorträgen auf Netzwerkveranstaltungen, Karrieremessen bzw. bei der IHK. Sie fallen nicht jedem zu, aber wenn sie gemeistert worden sind, ist man einen Schritt weitergekommen.
Setzen Sie sich kleine Ziele, die Sie schaffen können. Ich sage immer, eins nach dem anderen. Die eine braucht mehr Zeit, die nächste packt vieles in kurzer Zeit an.

 

Sie möchten mehr für Ihr Selbstmarketing auf LinkedIn tun? Kontaktieren Sie mich, wenn Sie Herausfinden möchten, zu welchen Themen Sie sich in Zukunft auf LinkedIn einbringen könnten. In einer gemeinsamen Beratungsstunde oder im Rahmen der Profil-Optimierung kann ich Ihnen mit Sicherheit hilfreiche Tipps geben.

Zum Titelbild: Ich habe den Frosch gewählt. Nicht, weil ich ihn besonders hübsch fand, sondern, weil er als Krafttier für Mut für neue Unternehmungen, den “Sprung” wagen, Heilung, Energie, Fruchtbarkeit, Kreativität gilt. Packen wir es also an!

Foto: Unsplash

So informiert Sie LinkedIn nur noch über das, was Sie wirklich sehen wollen!

Wie oft klicken Sie auf das Glockensymbol ganz oben in Ihrer LinkedIn-Leiste? Wenn Sie sich neu eingeloggt haben, haben Sie meistens eine Zahl auf rotem Punkt danebenstehen, welche anzeigt, wieviele Neuigkeiten bzw. Mitteilungen LinkedIn für Sie parat hält.

Sie schauen gerne nach, was dort für Sie angezeigt wird oder empfinden Sie es als Zeitverschwendung? Wenn Letzteres der Fall ist, habe ich vielleicht eine gute Nachricht für Sie: Sie können die Mitteilungen anpassen, löschen oder für immer deaktivieren. Wenn Sie z.B. keine Jobangebote sehen oder keine Geburtstagsgratulationen versenden möchten, können Sie diese abstellen. Sie gehen oben rechts neben einer Mitteilung auf die drei kleinen Punkte und das folgende Menü öffnet sich:

 

 

 

 

Wenn Ihnen einige Themen von bestimmten Kontakten aus Ihrem Netzwerk irrelevant erscheinen, gibt es die Möglichkeit, den Updates nicht mehr zu folgen. Sie bleiben, wenn Sie das anklicken, dennoch mit der Person vernetzt. Und keine Sorge: Die Person bekommt auch keine Information, dass Sie ihr nicht mehr folgen.

Sie sehen, Sie können mitbestimmen und somit Ihren Newsfeed bzw. die Mitteilungen etwas persönlicher gestalten. Des Weiteren ist es so, dass LinkedIn aus den Nachrichten, die Sie lesen, liken und kommentieren, lernt und Ihnen vorzugsweise in Zukunft ähnliche Themen anzeigen wird. So ähnlich funktioniert das auch beim Mitteilungen-Board.

Wo befindet sich der Einstellungsbereich für Mitteilungen?

Gehen Sie dazu in die Leiste ganz oben mit dem Glockensymbol.


Als Nächstes klicken Sie links, wie hier links im Bild auf „Mitteilungen verbessern – Einstellungen anzeigen“. Sie erhalten eine neue Ansicht und können auswählen, welche Mitteilungen Sie ggf. verändern wollen.
In der Liste lesen Sie:

  • Einladungen und Nachrichten
  • Jobs und andere Chancen
  • News und Artikel
  • Updates aus Ihren Gruppen
  • Updates über Ihr Netzwerk
  • Updates über Sie

 

 

 

 

Schauen wir uns doch mal die Mitteilungen-Möglichkeiten zu „Updates über Ihr Netzwerk“ genauer an. Eine lange Liste mit folgenden Themen gibt es:

  • Adressbuchkontakte, die Mitglied von LinkedIn geworden sind
  • Erwähnungen Ihrer Kontakte in den News-Feed
  • Firmenjubiläen
  • Geburtstage
  • Neue Follower
  • Jobwechsel im Netzwerk
  • Neue Artikel der Kontakte
  • Neue Mitarbeiter im Unternehmen
  • Neue Influencer-Videos
  • Unterhaltungen über Beiträge und Artikel im Netzwerk
  • Von Kontakten mitgeteilte Updates

Insgesamt gibt es über 50 verschiedene Mitteilungen-Optionen. Ehrlich gesagt, sehe ich einige davon nie in meinem Board, andere wiederum häufiger. Auf jeden Fall ist es gut zu wissen, dass Sie die Mitteilungen anpassen können. Wenn Sie mit der mobilen App arbeiten, funktioniert es ähnlich. Nach dem Klick auf die Glocke, gelangen Sie in den Mitteilungen-Bereich und oben in die Einstellungen.

Bei mir gehört es zur morgendlichen Arbeitsroutine, die Mitteilungen durchzugehen und erste Reaktionen auf LinkedIn zu hinterlassen. Im Anschluß daran lese ich meinen Newsfeed und bestätige die Kontaktanfragen. Was gehört bei Ihnen zur täglichen Social-Media-Routine?

 

Beitragsfoto: www.unsplash.com

„Online-Kommunikation in Brasilien: WhatsApp ist Ersatz für die Visitenkarte”

Ein Ziel meiner Artikel ist es, über die unterschiedlichen Online-Kommunikationsverhalten in anderen Ländern zu berichten. Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, ein interessantes Gespräch mit Ute Klingelhöfer, einer Social-Media-Kollegin aus Karlsruhe zu plaudern. Sie war in Brasilien als digitale Nomadin unterwegs und erzählt uns hier von ihren Eindrücken:

Hallo Ute. Erzähl doch bitte kurz etwas über Dich, Deine Tätigkeit als Social Media Beraterin in Karlsruhe und warum wir heute über das Thema „Social Media in Brasilien“ sprechen.

Hallo Friederike, erst einmal danke für dein Interesse und die Möglichkeit, mich hier vorzustellen. Mein Job als Social Media Beraterin erlaubt es mir, von verschiedenen Orten der Welt zu arbeiten. Ich muss also nicht immer im gleichen Office in Deutschland sitzen, contentwerk läuft auch von anderen Orten der Welt, sofern die Internetverbindung stimmt. So kam ich nach Brasilien. Allerdings sehe ich meine Tätigkeit nicht allein auf den Bereich Social Media beschränkt, das gehört für mich heute einfach dazu. Mir liegt am Herzen, dass jeder eine gute Erfahrung im Internet hat, und das findet, was er sucht. Sei es Unterhaltung, Information oder Hilfestellung. Meine Kunden unterstütze ich darin, dass ihre Kunden genau das bei ihnen bekommen. Über welche Kanäle diese Inhalte dann verteilt werden, kommt für mich an zweiter Stelle.

Wir hatten ja vor kurzem telefoniert und Du hast mir erzählt, dass Du eine aufregende Zeit als digitale Nomadin in Brasilien erlebt hast. Für die Leser hier, bitte schauen Sie sich auch mal diesen Beitrag bei Techtag an. ute-klingelhoefer-als-digitale-nomadin

Warum hast Du Dir gerade Brasilien ausgesucht?

Das war reiner Zufall. Mich hat es ehrlich gesagt nie nach Brasilien gezogen, eher war das Nachbarland Argentinien mein Traum. Dann habe ich aber vom Nomad Cruise erfahren, einer Kreuzfahrt für Digitale Nomaden von Gran Canaria nach Brasilien. Ich wusste sofort, da will ich unbedingt dabeisein! Erst nachdem ich die Reise gebucht hatte, habe ich angefangen, mich über Brasilien zu informieren. Wie es der Zufall so wollte, lernte ich in der Zeit auch einen Brasilianer und eine Portugiesisch-Dozentin kennen, die mir einige Tipps zur Sprache und Kultur mitgaben.

Was wusstest Du bereits über das Kommunikationsverhalten in Brasilien und welche Erwartungen hattest Du an die Zeit dort? So viel ich weiß, sprichst Du Spanisch und hast mit der Zeit auch etwas portugiesisch gelernt, nicht wahr?

Aus meinen zwei Unterrichtseinheiten Portugiesisch an der Uni wusste ich, dass sich Brasilianer schon beim ersten Kontakt näher als wir Deutschen kommen. Berührungen am Arm und Wangenküsse bei der Begrüßung sind normal. Mein Spanisch half mir, im Alltag mit den Brasilianern zu kommunizieren. Ob bei der Suche nach dem richtigen Weg, einer Diskussion mit Sicherheitspersonal in der Bibliothek oder beim Bestellen von Essen im Restaurant: Mit Spanisch kommt man durch, mit Englisch ist es eher ein Glücksfall, ob man verstanden wird. Ich war also sehr froh, auf drei Jahre Schulspanisch zurückgreifen zu können, vor allem, da Portugiesisch wegen der Aussprache nicht so leicht und schnell für mich zu lernen war.

Was kam dann völlig anders? Womit hattest Du nicht gerechnet?

In meiner Vorstellung gab es in Brasilien ganz viele Straßenfeste, laute Feiern und ständig Tänze auf der Straße. Als ich dann dort war, durfte ich feststellen, dass Brasilianer auch ganz ruhig und scheinbar langweilig leben können. Und dass sie auch sehr viel Zeit am Arbeitsplatz verbringen. Nur während Karneval habe ich die Brasilianer dann so erlebt, wie man das in unseren Medien vermittelt bekommt: Laut, bunt, schrill, verrückt – und ständig am Feiern. Da sind dann auch die Geschäfte mal für eine Woche zu – was für mich dann weniger passend war.

In Brasilien ist Facebook sehr beliebt. Wie nutzt der Brasilianer das Netzwerk und was ist der größte Unterschied zu unserem Verhalten auf FB?

Als ich im Co-Working in Brasilia war, war ich umgeben von einigen anderen Entrepreneueren aus dem Media-Bereich. Ich habe ihnen gesagt: Man bräuchte die Share-Freudigkeit eurer Kultur und die Planungsfähigkeit der Deutschen – Dann hätte man den perfekten Social Media Auftritt. Der Brasilianer, wenn ich das mal so überspitzt formuliere, teilt nämlich alles, was ihm bei Facebook in den Newsfeed kommt. Wenn ich das Verhalten meiner brasilianischen Freunde auf Facebook beobachte, sehe ich da viel weniger Hemmungen, Inhalte zu teilen. In Deutschland werden von den Inhalten, die jemand teilt, immer gleich Rückschlüsse auf das Selbstverständnis gezogen. Ich bekomme auch oft die Frage gestellt: “Kann ich das teilen, ohne mich lächerlich zu machen?”. In Deutschland ist es nun mal so, dass die Inhalte, die man teilt, das Image bestimmen, das andere von einem entwickeln. Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass hinter dem Posten von Inhalten ein Grundbedürfnis des Menschen steckt, dem Bedürfnis nach Anerkennung. Während das in Brasilien eher über lustige Inhalte (übrigens über alle Altersklassen verteilt) geschieht, habe ich den Eindruck, dass wir Deutschen eher über besonders kompetente, intelligente oder provozierende Inhalte punkten wollen. Aber vielleicht ist das auch nur in meiner Filterblase so.

Welche sozialen Netzwerke sind Deines Wissens nach unter den Geschäftsleuten in Brasilien beliebt? Welche Bedeutung hat Deiner Meinung nach LinkedIn in Brasilien? Laut Statista steht LinkedIn neben FB recht weit vorne.

Mit ein paar der Kontakte habe ich mich über LinkedIn verknüpft, allerdings habe ich hier nicht weiter nachgefragt, welche Bedeutung LinkedIn in Brasilien wirklich hat. Ich weiß, dass Facebook, WhatsApp und instagram in Brasilien die beliebtesten Netzwerke sind. Auch die Geschäfte preisen die Kanäle am häufigsten auf ihren Werbemitteln an und nutzen diese intensiv – die WhatsApp-Nummer ist quasi der Ersatz für die Visitenkarte. Selbst Einzelhändler verstehen es in Brasilien besser, Menschen für die digitale Mund-zu-Mund-Propaganda zu motivieren. In einer Eisdiele z. B. gab’s die zweite Kugel umsonst, wenn man ein Foto von sich in Social Media veröffentlicht und dabei die Facebook- oder instagram-Profile der Eisdiele in seinem Post getaggt hat. Die Brasilianer, mit denen ich da war, hinterfragen das gar nicht weiter. Als Deutscher bist du da erst einmal kritisch, ob du nicht lieber regulär für die Kugel bezahlst, anstatt Werbung für ein Unternehmen zu machen.

Kannst Du allgemein was zum Kommunikationsverhalten von brasilianischen Geschäftsleuten sagen? Wenn ich einen ersten Kontakt zu brasilianischen Geschäftspartnern aufbauen möchte, was sollte ich vorab wissen? Kannst Du das grob zusammenfassen?

Da ich kein Geschäft mit Brasilianern gemacht habe, kann ich das nicht wirklich sagen. Ein Kunde von mir erzählte mir, dass er auch mal ein Geschäft in Brasilien aufbauen wollte, seine Pläne aufgrund der “Amanhã”-Einstellung der Brasilianer aber wieder aufgeben musste. Ich glaube, darauf muss man sich einstellen. Ich hatte so einige Erlebnisse, die hätten mich in den Wahnsinn treiben können. 10 freie Servicekräfte im Restaurant, und alle lassen sich Zeit, bis sie jemanden bedienen. Oder dass jeder Mitarbeiter eine sehr spezifische Aufgabe hat, und nicht die des Kollegen übernehmen darf. Oder ellenlange Warteschlangen im Supermarkt, weil alles ganz gemächlich erledigt wird. Jede dieser Verhaltensweisen hat aber auch eine positive Seite, die man dann in Europa wieder vermisst. Europa steht in Brasilien für Hektik. Ich glaube, man kann sich in Brasilien auf sehr viel Hilfsbereitschaft freuen. Ob beim Arzt oder im Geschäft, man hat sich meist sehr viel Zeit für mich genommen. Und man kann sich darauf einstellen, dass Geschäftskontakte in Brasilien sehr viel persönlicher ablaufen, man schon beim ersten Treffen über Privates spricht und nach Hause eingeladen wird.

Vielen Dank an Ute Klingelhöfer für das interessante Gespräch!

 

Fotos:©Ute Klingelhöfer

Machen Sie noch diese Fehler im B2B Online Marketing?

Inzwischen gibt es viele Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von Social Media im B2B-Marketing. Einige Unternehmen haben sich in den letzten Jahren eine riesige Community aufgebaut und zeigen, dass Social Media und B2B sehr gut zusammenpassen. Das eine oder andere Unternehmen im B2B-Sektor tut sich allerdings noch immer etwas schwerer.

Steht das Management hinter den Aktivitäten? Nutzt es die Social-Media-Kanäle bereits selbst? Wenn ja, ist das bereits eine hervorragende Grundlage. Warum sich die Erfolge allerdings noch immer nicht überall zeigen, zeigen die folgenden häufigen Fehler von Unternehmen aus dem B2B-Bereich:

1. Sie setzen auf das falsche Pferd oder nutzen zu wenig Kanäle

Welche Kanäle spielen im B2B eine besondere Rolle? Neben einer Vielzahl an Statistiken werden hier LinkedIn, Twitter, Facebook, Youtube und Slideshare als die bedeutendsten B2B-Social-Media-Kanäle aufgeführt. Jedes Unternehmen sollte für sich selbst entscheiden, welche Kanäle am besten zur Zielgruppe und den Unternehmensthemen passen. Ganz wichtig ist die Homebase, ein eigener Corporate Blog. Dieser sollte als Zentrale dienen und über die Community der verschiedenen Social-Media-Kanäle neue Leser anziehen.

2. Sie haben zu wenig neuen Content

Egal ob Sie sich neben Ihrem Corporate Blog und einem E-Mail-Newsletter für nur eine Social-Media-Plattform oder mehrere entschieden haben: Sie brauchen immer wieder neue interessante Inhalte. Sie sollten in Ihre Marketing-Planung einbeziehen, dass im Laufe des Jahres regelmäßig Blogartikel und Videos veröffentlicht werden. Legen Sie nicht nur einen tollen Start mit Videos und Artikeln hin, sondern bleiben Sie langfristig dran. In größeren Abständen sind White Paper und Checklisten interessante Inhalte für Ihr B2B-Marketing-Erfolg. Wie Sie in dieser Präsentation auf slideshare sehen, sind das Blogging, Social Media und der Einsatz von Case Studies der erfolgreichste Content im B2B-Sektor.

3. Die LinkedIn-Unternehmensseite schaut aus wie eine Werbeseite

Neben den persönlichen Profilen auf LinkedIn, haben Sie die Möglichkeit, eine LinkedIn-Unternehmensseite aktiv in die Online-Marketing-Aktivitäten zu integrieren. Vermeiden Sie allerdings, nur Material über Ihr Unternehmen dort zu posten. Neben Fotos, Videos und Blogartikeln aus Ihrem Hause sollten Sie auch Blogartikel, News-Seiten, Videos von anderen Unternehmen, Geschäftspartnern und Branchen-Experten posten. Die Strategie, dass auf der Unternehmensseite nur eigene Inhalte gepostet werden, geht in einer Welt, wo Geben vor Nehmen kommt, leider nicht auf. Überlegen Sie sich, welchen Nutzen Sie Ihren Lesern liefern und welche Inhalte von anderen Anbietern Sie regelmäßig posten könnten.

4. Sie posten zu selten auf der Unternehmensseite

Eine Meldung pro Woche ist zu wenig. Gerade weil eine Unternehmenseite auf LinkedIn von mehreren Personen des Unternehmens als Administrator betreut werden kann, sollten Sie auch davon Gebrauch machen. Finden Sie Ansprechpartner in PR, Marketing, Produktmarketing und HR, welche sich die Aufgabe teilen bzw. koordinieren, so dass täglich ein Status Update auf LinkedIn gepostet wird. Eine LinkedIn-Unternehmensseite ist ideal, um Einblicke in den Unternehmensalltag zu gewähren. Lassen Sie daher auch Mitarbeiter zu Wort kommen und geben der Seite ein ansprechendes Bild, indem Sie mit Fotos und Videomaterial arbeiten.

5. Sie involvieren ihr Team zu wenig in Ihre Social-Media-Aktivitäten

Vertrauen Sie Ihrem Team und lassen sie dieses pro-aktiv in Social Media agieren. Die Grundlage sollten Social Media Guidelines und das richtige Gespür für wertvolle Inhalte sein. Letzteres ist weniger wichtig, wenn Sie die Themen, welche Ihr Team teilen sollte, vorab koordinieren. Das spart Zeit und vermeidet Fehltritte bezüglich „falscher“ Themen. Wenn Sie diese Tipps befolgen, können Ihre Mitarbeiter einen wichtigen Beitrag für Ihr Unternehmensmarketing leisten. Besonders geeignet sind hierfür die persönlichen Profile Ihrer Mitarbeiter auf LinkedIn. Damit sie als professionelle Markenbotschafter auftreten, empfehle ich, die Profile zu überarbeiten. Einige hilfreiche Tipps erhalten Sie hier in meinem Leitfaden für ein professionelles LinkedIn-Profil.

 

Sie sind im B2B-Marekting tätig? Welche Kanäle betreuen Sie für Ihr Unternehmen? Welches sind Ihre Erfahrungen? Ich freue mich über Ihre Erfahrungsberichte hier im Blog.

 

 

So geht’s: Privatsphäre-Einstellungen auf LinkedIn (Update Mai 2018)

Sie machen sich Gedanken, wie Sie Social-Media-Netzwerke nutzen und dabei Ihre Privatsphäre schützen können? Aus Angst vor Daten-Missbrauch, gehen immer noch viele Leute auf „Nummer Sicher“ und verzichten ganz auf die Nutzung von Facebook, Google+, LinkedIn & Co. Nur leider verzichtet man ja dadurch auch auf viele Vorteile für das persönliche Selbstmarketing, welche ich gar nicht mehr missen möchte.

Das LinkedIn-Profil erfordert keine persönlichen Informationen wie die Adresse oder Telefonnummer. Die Ausnahme bildet eine E-Mail-Adresse, allerdings können Sie auch für diese bestimmen, wer sie sehen darf. Telefonnummern etc. müssen nicht ins Profil, es sei denn, Sie haben sie bewusst zum Profil z.B. zur Zusammenfassung oder einem anderen Bereich hinzugefügt. In einigen Fällen macht es Sinn, nähere Angaben zu treffen, aber Sie müssen das nicht tun. Wer Sie kontaktieren möchte, kann Sie über eine Nachricht auf LinkedIn anschreiben und Sie entscheiden, ob Sie Anfragen bestätigen, beantworten oder einfach löschen.

Mit den folgenden 10 Punkten erhalten Sie einige wichtige Informationen zum Datenschutz bzw. den Privatsphäre-Einstellungen Ihres LinkedIn-Profils:

1) Das Nicht-Öffentliche Profil

Sie möchten nicht auf Google und Co gefunden werden? In dem Fall ist es gut zu wissen, dass Sie Ihr LinkedIn-Profil nicht öffentlich machen müssen. Die Default-Einstellung beim Einrichten ist öffentlich. Um es rückgängig zu machen, folgen Sie den folgenden Erläuterungen und Sie ändern damit Ihr Profil von öffentlich auf nicht-öffentlich:

  • Klicken Sie auf Ihr Profilfoto rechts oben.
  • Sie gehen auf „Datenschutz & Einstellungen“, klicken Sie auf das blaue Wort „Datenschutz“.
  • An erster Stelle steht nun „Ihr öffentliches Profil bearbeiten“. Wenn Sie darauf klicken, öffnet sich ein neues Fenster und Sie können rechts das Häkchen bei „Mein öffentliches Profil für keinen sichtbar machen“ setzen.

Wenn Sie Ihr Netzwerk erweitern möchten, auf Job- oder Kundensuche sind, ist es allerdings eher empfehlenswert, auf ein öffentliches Profil zu setzen.

Wichtig: Auf LinkedIn unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Profilen: Dem öffentlichen Profil und dem nicht-öffentlichen Profil (einsehbar von eigenen Kontakten bzw. Ihrem erweiterten Netzwerk) 

2) Das öffentliche LinkedIn-Profil

Wenn Sie die entsprechende Einstellung gewählt haben (Beim Erstellen des Profils wird sie automatisch gewählt), erscheint das öffentliche Profil in der Google-Suche bzw. in anderen Suchmaschinen. Wer plant, ein großes Netzwerk aufzubauen und von Kunden, Recruitern und Geschäftspartnern gefunden werde möchte, sollte sich für diese Variante entscheiden.

Es gibt allerdings die Möglichkeit, das Profil komplett für Google zu öffnen oder nur einige Bereiche freizugeben. Hier sehen Sie die Auswahl, wie Sie von LinkedIn angeboten wird:

Sie können so entscheiden, welche Profil-Bereiche für jeden sichtbar sind und welche nicht. Wenn Sie das Häkchen bei der Zusammenfassung gesetzt haben, ist diese öffentlich sichtbar. Steht dort Ihre E-Mail-Adresse drin, können Personen, die über Suchmaschinen auf Ihr Profil gelangen, Ihnen eine Kontaktanfrage oder E-Mail senden. In manchen Fällen ist das von Vorteil, in anderen Fällen verzichten Sie besser darauf, Ihre E-Mail anzugeben.

3) Wer sieht Ihr Profilfoto?

Auch Ihr Foto muß nicht jeder sehen. Sie können selbst entscheiden, ob es jedes Mitglied, nur Ihr Netzwerk (Kontakte 1., 2. und 3. Grades) oder nur Ihre Kontakte (Kontakte 1. Grades) sehen dürfen. Es kann auch sichtbar für alle gemacht werden, sprich für Personen, welche nicht auf LinkedIn angemeldet sind. Wie Sie diese Einstellung vornehmen, erfahren Sie hier.

4) Wer kann Ihnen Kontaktanfragen senden?

Auch hier dürfen Sie gewisse Eingrenzungen vornehmen. Im Bereich „Datenschutz“ kann angeklickt werden, ob Personen, die Ihre E-Mail-Adresse in ihrer Kontakteliste haben, Ihnen auch Einladungen zu LinkedIn senden können. Untenstehend finden Sie die Auswahl, welche Sie treffen können.

Wenn Sie ganz unten „Niemand“ anklicken, wird Ihr Netzwerk auch nur langsam wachsen.

Da LinkedIn ja zum Netzwerken gedacht ist, ist die erste Einstellung auch die empfohlene Einstellung. Wessen Einladung Sie annehmen, bleibt Ihnen immer selbst überlassen. Ich selbst bestätige auch nicht jede Anfrage sondern schaue nach, inwieweit sie für mich Sinn macht. Bevorzugt werden Kontaktanfragen, welche ein Profilfoto und eine personalisierte Nachricht enthalten. Wie das geht, habe ich in diesem Artikel beschrieben.

5) Was sehen andere, wenn Sie auf Ihr LinkedIn-Profil klicken?

Mitglieder, die eingeloggt sind, sehen folgende Informationen, wenn Sie sie zum Profil hinzugefügt haben:

  • Details zum jetzigen und den ehemaligen Jobs
  • Details zur Ausbildung
  • Empfehlungen
  • Webseiten
  • Twitter-Account, wenn angegeben
  • welchen LinkedIn-Gruppen Sie beigetreten sind (das lässt sich auch abstellen)
  • LinkedIn-Aktivitäten wie Status Updates.

Es gibt auch die Möglichkeit zu sehen, wer Ihre Kontakte sind. Dies kann in den Privatsphäre-Einstellungen auch abgestellt werden. In einigen Branchen oder unter Coaches ist es meist wichtig, nicht anzuzeigen, wer zu den eigenen Kontakten gehört. Für viele Nutzer ist es wiederum sinnvoll zu sehen, wer mit wem bereits vernetzt ist. Auch hier entscheiden Sie.

6) Wer darf Sie über Ihre E-Mail-Adresse finden?

Im Bereich Datenschutz wird von LinkedIn abgefragt, ob Ihr Profil über Suchergebnisse auf LinkedIn, beim Adressbuch-Import, in Suchmaschinen oder anderen zulässigen Diensten außerhalb von LinkedIn auftauchen darf. Dies mit dem Ziel, bestehende Kontakte zu finden oder neue Personen zu entdecken.

Ansonsten ist es wichtig für Sie zu wissen, dass Sie entscheiden dürfen, wer die E-Mail-Adresse sehen darf. Nur Sie (selbsterklärend), Ihre direkten Kontakte (Kontakte 1. Grades), die Kontakte 1. und 2. Grades oder Alle auf LinkedIn.

 

 

 

 

Generell erlaubt es LinkedIn nicht, dass man über die LinkedIn-Suche und eine Telefonnummer, das passende Profil finden kann

Details, welche unter Kontaktdaten eingegeben werden, wie z.B. Telefonnummer oder die Postadresse sind nur für Kontakte 1. Grades sichtbar. Viele Mitglieder hinterlassen keine Telefonnummer oder weitere Details, daher ist das Feld häufig leer.

7) LinkedIn Auftragsverarbeitungsvereinbarung/ Data Processing Agreement (DPA)

Durch dieses Agreement wird die Verarbeitung personenbezogener Daten, die der Kunde hochlädt oder anderweitig LinkedIn im Zusammenhang mit den Leistungen zur Verfügung stellt geregelt. Die DPA bzw. die Auftragsverarbeitungsvereinbarung zwischen dem Datenimporteur und Datenexporteur ist als englisch-sprachige DPA bindend. Die LinkedIn Auftragsverarbeitungsvereinbarung in deutscher Sprache finden Sie über folgenden Link: https://legal.linkedin.com/dpa/DE.

Eventuell erinnern Sie sich an eine frühere Abfrage unter dem Titel „Weitergabe von Daten an Dritte„. Diese bezog sich auf die Basisdaten. Zuge der DSGVO ist diese Abfrage nicht mehr zugängig. Allerdings sollten Sie aufpassen, denn unter 8) gibt es eine Ausnahme-Regelung, welche Sie zumindest kennen sollten.

8) Datenfreigabe für akademische und politische Forschungen freigeben

Ein wenig versteckt ist diese Frage. Hier können Sie entscheiden, ob Sie möchten, dass Ihre Daten für Forschungszwecke verwendet werden dürfen. Wenn Sie das nicht wünschen, antworten Sie mit „nein“.

Noch vor ein paar Wochen wurde konkret gefragt, ob Daten an Dritte weitergegeben werden dürfen. So sah das bei mir im Bereich „Einstellungen aus: 

 

9) Werbeanzeigen und Abstimmung der Daten basierend auf Ihren Interessen

Hier stimmen Sie zu, ob LinkedIn Cookies verwenden darf, um die Anzeigen auf Ihre Interessen abzustimmen. Möchten Sie das nicht, einfach den Schieber auf „Nein“ setzen.

10) Wer sieht Ihre Status Updates?

Sie können bei jedem Status-Update einstellen, wer die Updates sehen darf. Ihre Kontakte oder die Öffentlichkeit. Genauer beschrieben wird es hier.

Wenn Sie das Update mit der Öffentlichkeit teilen, dann beinhaltet dies Ihr komplettes Netzwerk (Ihre Kontakte, Kontakte 2. und 3. Grades, LinkedIn Pulse). Da die meisten Nutzer ihren Bekanntheitsgrad mit LinkedIn vergrößern möchten, macht die Einstellung „Öffentlichkeit“ am meisten Sinn.

Neben den Updates können Sie auch Artikel verfassen und mit Ihrem Netzwerk teilen. Sie erscheinen in der Timeline Ihrer Kontakte. Zusätzlich erhalten Ihre Kontakte über das Glockensymbol unter „Mitteilungen“ eine Info, dass Sie den Artikel publiziert haben.

Bonus: Weitere Tipps in puncto Datenschutz auf LinkedIn und anderen Netzwerken, die Sie sofort umsetzen können:

  • Ändern Sie regelmäßig Ihr Passwort und lassen Sie sich ein ausgefallenes Passwort einfallen. Keine Geburtsdaten, Namen der Kinder etc.
  • Melden Sie sich sofort ab, wenn Sie einen anderen Computer/ öffentliche Computer genutzt haben.
  • Setzen Sie auf eine zweistufige Überprüfung. Wie das auf LinkedIn eingestellt werden kann, erfahren Sie hier. Im Kleingedruckten steht, dass LinkedIn auf die Mobiltelefon-Daten zugreift. Das kann zur Folge haben, dass Ihnen unter „Personen, die Sie vielleicht kennen“, Ihre WhatsApp-Freunde angezeigt werden.
  • Vernetzen Sie sich nur mit Personen, die Sie kennen oder die Ihnen vertrauenswürdig erscheinen.
  • Sie können unter Datenschutz auch Personen blockieren. Mit wenigen Klicks werden Sie auch unangenehme Personen los.
  • Geben Sie in den Status-Updates bzw. Ihrer LinkedIn-Zusammenfassung keine privaten Informationen preis, es sei denn Sie möchten es für Kunden oder Recruiter einfacher machen und dort die Telefonnummer hinterlegen.

Welche Einstellung ist nun die Richtige für Sie?

Das hängt ganz stark von Ihren Zielen ab. Wenn Sie im Internet gefunden werden möchten, weil Sie selbständig sind, einen neuen Job suchen, dann macht es Sinn, das Profil öffentlich zu machen. Das führt auch dazu, dass die im Profil verwendeten Keywörter in die Suchmaschinen kommen und Sie über diese gefunden werden. Ich berate meine Kunden gezielt nach deren Herausforderungen und in vielen Fällen ist der Auftrag der, dass die Kunden über Keywörter, welche ihren Expertenstatus beschreiben, online gefunden werden wollen um an neue Aufträge oder Jobs zu gelangen.

Auch bezüglich der Entscheidung, wer in Ihr Netzwerk aufgenommen wird, sind Sie derjenige, der entscheidet.

Generell gilt, wenn Sie Social Media nutzen, dass die sozialen Netzwerke Daten erfassen. Eine entsprechende Erklärung von LinkedIn finden Sie hier unter diesem Link. Die Daten europäischer Mitglieder werden in dem Fall von LinkedIn in Irland verwaltet. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man, wenn man nicht möchte, dass Daten erfasst werden, sich nicht bei LinkedIn anmelden sollte. Sie können unter dem Link genau nachlesen, inwieweit LinkedIn mit Ihren Daten arbeitet. Einen Beitrag mit den häufigsten Fragen zum Thema Datenschutz „FAQ“ können Sie hier einsehen.

 

Bitte schreiben Sie mir doch, ob die Erläuterungen in meinem Artikel nützlich für Ihre LinkedIn-Aktivitäten waren!

 

Dieser Beitrag wurde im Februar 2017 und Mai 2018 aktualisiert.

eCommerce in den Niederlanden: Welche Kanäle eignen sich für Ihr Export Marketing?

Blogbanner-Niederlande

Nachdem ich mich in früheren Artikeln mit den Eigenschaften des Online-Marketings bzw. Social Media in China, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Frankreich und Kanada beschäftigt habe, möchte ich nun einen Blick in unser Nachbarland, die Niederlande werfen. Laut Internet World Stats sind fast 90% der Niederländer im World Wide Web aktiv und mehr als die Hälfte nutzen soziale Medien. Der Reise-Bloggerin Kristine Honig ist bei Ihren Ausflügen nach Holland auch schon aufgefallen, dass Social-Media-Symbole viel häufiger in Gebrauch sind, wie z.B. auf Warnschildern auf der Autobahn, in Geschäften im Einkaufszentrum. Wir vermuten also, dass hier Social Media aktiver genutzt wird als bei uns. Mein Artikel soll Ihnen einen Überblick über die meist-genutzten Netzwerke geben und wie Social Media in den Niederlanden hauptsächlich genutzt wird. 2013 gehörte das Land zu den Ländern mit der höchsten Social-Media-Durchdringung.

Die großen Netzwerke

Facebook: Führt, wie in vielen anderen europäischen Ländern das Ranking an. Laut Statista wird dieses Jahr mit ca. 10 Millionen Mitgliedern aus den Niederlanden gerechnet. Das sind mehr als die Hälfte aller Einwohner, denn die Einwohnerzahl lag 2014 bei ca. 16,8 Millionen. Am meisten vertreten sind auf Facebook die jüngeren Nutzer, also die 15-19-Jährigen. In den letzten Jahren konnten auch die älteren Generationen aufholen und finden Freude am Netzwerken auf Facebook.

Youtube: Gefolgt wird Facebook von Video-Kanal Youtube, wo über 7,1 Millionen Niederländer aktiv sind. Gerade bei Werbe-Kampagnen von Unternehmen spielt Youtube eine sehr große Rolle.

LinkedIn: Einer von vier Geschäftsführern oder Managern war vor zwei Jahren auf der Plattform aktiv, die Tendenz ist steigend. Insgesamt sind ca. 5,1 Millionen holländische Nutzer auf LinkedIn anzutreffen, eine enorm große Durchdringung für ein relativ kleines Land mit nur 16,8 Millionen Einwohnern. 2013 gab es auf LinkedIn weltweit 1,5 Millionen Gruppen, darunter 71.700 in holländischer Sprache. Wenn Sie Business-Kontakte aus den Niederlanden finden möchten bzw. als Unternehmen in dem Land aktiv sind, sollten Sie sich für ein Profil auf LinkedIn entscheiden. Laut Marketingfacts.nl sind mit 48% auf LinkedIn vor allem die 20-39-Jährigen aktiv.

Twitter: Wie letzten Juli auf cbs.nl zu lesen war, sind holländische Unternehmen besonders aktiv auf Twitter, 27% nutzen es für die Unternehmens-Kommunikation. Es heißt sogar, dass sie aktivsten Twitterer in der EU sind. An zweiter und dritter Stelle folgen UK und Irland. Insgesamt gibt es 5 Millionen niederländische Twitter-Accounts, 1,3 Millionen davon sind aktive Nutzer. Wenn man beachtet, dass es in den Niederlanden nur 16,8 Millionen Einwohner gibt, ist das wirklich eine beträchtliche Menge.

Social Media in den Unternehmen

Laut einer Umfrage des Jobportals NationalVacturebank.nl schauen fast die Hälfte der Niederländer während der Arbeitszeit vom Büro-Arbeitsplatz – teilweise mehrmals täglich – auf soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ca. 20% der Umfrage-Teilnehmer geantwortet haben, dass Facebook von den Büro-Computer geblockt ist. Ca. 1/3 der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen über Social-Media-Guidelines verfügt.

Was ist Hyves?

Im Zusammenhang von Social Media und den Niederlanden, hört oder liest man häufiger von einem für uns in Deutschland unbekannten Netzwerk, genannt Hyves.

Das bekannte lokale soziale Netzwerk war von 2004 bis 2013 in den Niederlanden sehr populär. Man kann es wohl am besten mit dem amerikanischen Facebook bzw. dem deutschen Studios vergleichen und war lange Zeit die lokale niederländische Konkurrenz von Facebook. Nachdem es im Jahre 2007 bei den niederländischen Online-Awards zur „populärsten Webseite des Jahres“ gewählt worden ist und 2010 knapp 10 Millionen Nutzer zählte, ist es inzwischen nicht mehr aktiv. Das weltweit genutzte Facebook und andere soziale Netzwerke sind Stück für Stück erfolgreicher gewesen. Seit 2013 wird unter dem Namen „Hyves“ eine Online-Spiele-Plattform betrieben.

Welches sind die Social Media-Newcomer in den Niederlanden?

Die Bilder-Netzwerke Instagram und Pinterest, welche sich in vielen Ländern einer immer größeren Fangemeinde erfreuen können und auch für Unternehmen sehr interessant sind, haben in den Niederlanden auch in der holländischen Bevölkerung viele Anhänger. Wie bei eMarketer zu lesen ist, legte Pinterest im vergangenen Jahr ein Wachstum von 101% hin. Viele Netzwerke, die mobil genutzt werden und von der jüngeren Generation besonders beliebt sind, konnten neue Mitglieder gewinnen. Dazu zählt z.B. auch Foursquare.

Einblicke in den eCommerce-Markt der Niederlande

  • Ein kleines Land mit sehr viel Potenzial. Europaweit steht es an dritter Stelle nach UK und Frankreich mit 11,5 Billionen € im Jahr 2014.
  • Viele Niederländer sprechen gut Deutsch, daher liegt es nahe, sich deutsche Onlineshops genauer anzusehen. Das belegen auch die Zahlen wie hier von Salesupply: Die Niederländer shoppen gerne online in Deutschland, ca. 18% der Crossborder-Einkäufe gehen nach Deutschland bzw. über deutsche Onlineshops.
  • Die Internationalisierungs-Expertin mit Fokus auf eCommerce Katja Flinzner gibt in diesem Artikel auf Netzaktiv einen sehr guten Überblick über den holländischen eCommerce-Markt.
  • Auch in den Niederlanden gibt es große Online-Marktplätze. Steht Amazon mit Abstand an erster Stelle, so finden sich auf der hier aufgeführten Liste ganz andere Unternehmen. Besonders gern und häufig kauft man in Holland bei den großen Playern Ahold (Bol.com, Ah.nl sowie RFS Holland Holding ((Wehkamp.nl, Fonq.nl) und Zalando. Die Top-10-Liste der großen Online-Marktplätze unserer Nachbarländer können auf eCommcercenews genauer betrachtet werden.
  • Spielt z.B. das Kaufen per Kreditkarte im Onlinehandel in vielen Ländern eine große Rolle, so ist der Kauf auf Rechnung in den Niederlanden besonders populär.
  • Wie auf eMarketer nachzulesen ist, wurden 51% der Online-Einkäufe werden vom Laptop aus getätigt. Die mobilen Geräte spielen mit 21% vom Tablet und 11% vom Smartphone eine bedeutende Roll.

 

Wie in jedem Land oder jeder Kultur, hat jede Branche und jede Altersgruppe ihre eigenen sozialen Netzwerke bzw. spielen auch hier Foren oder individuelle Blogs eine wichtige Rolle. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen die gesamte Bandbreite an Social Media kennenlernen möchten, hilft eine individuelle Betrachtung Ihrer Zielgruppe. Welche Beobachtungen haben Sie in den Niederlanden gemacht, wenn es um Social Media und eCommerce geht?

Welche Art von Social Content kommt wo besonders gut an?

Gruppo multietnico

Kürzlich bin ich auf eine interessante Studie von Ogilvy & Mather gestossen, wo es um das Thema Social Sharing auf globaler Ebene geht. Im Rahmen der Studie wurden verschiedene Aspekte rund um das Teilen von Content in sozialen Medien betrachtet. Besonders spannend finde ich, dass dazu 6500 Teilnehmer aus 16 verschiedenen Ländern befragt worden sind und der Leser Informationen über die Gewohnheiten in einzelnen Ländern gewinnt. Häufig findet man nur Studien aus dem eigenen Land oder aus den USA, während hier auch Länder wie China, Mexiko, Japan und Russland dabei sind.

In früheren Artikeln bin ich ja schon häufiger auf die unterschiedliche Nutzungsweise in anderen Teilen der Welt eingegangen und diese Studie untermauert diese Fakten noch. So erfährt der aufmerksame Leser Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Kultur teilt besonders gerne andere Inhalte?
  • Welche Länder verhalten sich eher passiv im Netz?
  • Aus welchen Gründen werden Inhalte besonders gerne geteilt?
  • Welche Inhalte kommen in welchem Land besonders gut an?

Meiner Meinung nach sind dies wichtige Informationen für Unternehmen, die ihre Marketing-Materialien einem globalen Publikum zugänglich machen wollen. Das Wissen über die Nutzungsweise kann ausschlaggebend dafür sein, ob Sie ein Video, einen Artikel oder eine Social-Media-Kampagne übersetzen bzw. lokalisieren lassen sollten oder nicht. Nicht jeder Artikel oder Video wird bei jedem Land gleich erfolgreich sein bzw. dazu führen, dass er von den Lesern auch weitergeleitet wird. Beim Erstellen von Inhalten kann die Auswahl an Inhalten entsprechend gesteuert werden, denn nicht überall wird in Social Media nur auf Informationen gesetzt sondern in einigen Regionen sind vor allem humorvolle Inhalte besonders beliebt.

Wichtige Fakten aus der Studie:

  • Länder wo besonders aktiv geteilt wird sind: China, Hong Kong, Brasilien, Mexiko und die Türkei.
  • Deutschland gehört zu den Ländern wo man sich mit dem Teilen eher zurückhält. Interessanterweise gehören, laut der Studie, auch die USA und Korea dazu. In Japan wird ebenfalls sehr selten bis gar nicht geteilt. Betrachtet man diese Länder, kann man nicht pauschal sagen, dass individualistisch geprägte Kulturen mehr oder weniger in Social Media besonders viele Inhalte teilen.
  • Es überrascht nicht allzu sehr, dass Inhalte mit werblichen Inhalten so gut wie gar nicht geteilt werden. Viel erfolgreicher sind Informationen und Humorvolles. Die Studie hat ergeben, dass in „reifen“ Märkten besonders auf wertvolle Informationen gesetzt werden sollte, während „Emerging“ Markets, besonders auf spaßige Texte, Bilder oder Videos reagieren und diese Inhalte sehr gerne geteilt werden.
  • Die wichtigsten Gründe, warum Inhalte geteilt werden: Mit anderen in Kontakt treten und um Themen oder Probleme zu besprechen. Länder, wo dies einen besonders großen Platz einnimmt, sind Mexiko, die USA, Südafrika, Singapur und Russland.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Informationen geteilt werden, ist in Indonesien, Mexiko, der Türkei und Brasilien am größten. Humorvolles wird am liebsten in Hong Kong, UK, Japan und Polen geteilt.
  • 77% der Befragten Teilnehmer auf globaler Ebene sagten, dass die von Unternehmen produzierte Werbung bzw. deren Social-Media-Inhalte eher schlecht ankommt. Unternehmen sollten daher noch aktiver an hoch-qualitativen Inhalten arbeiten. Gerade in den USA, Japan und Korea hat man die Nase voll von zuviel Werbung, so die Aussage der befragten Teilnehmer. Es gibt allerdings auch Länder wo Werbung bzw. von Unternehmen generierte Inhalte gut ankommen. Dazu zählen die Türkei (75%), China (73%) und Hong Kong (71%).
  • Die wichtigsten Gründe, warum einem Unternehmen gefolgt wird sind mit Abweichungen von Land zu Land:
  1.              34% Produkt-Informationen, Angebote und Neuigkeiten
  2.              19% wollen unterhalten werden
  3.              16% suchen nach einer Möglichkeit, direkt Feedback geben zu können.

Ich denke, dass die Ergebnisse eine Tendenz vermitteln und Unternehmen anhand der Ergebnisse der Studie einen ersten Eindruck über die Kultur des Teilens von Inhalten bekommen. Ich halte allerdings eine individuelle Betrachtung der Zielgruppe im Land und der Branche für zwingend notwendig. Selbst hier in Deutschland gibt es starke Abweichungen, sobald man sich verschiedene Zielgruppen und deren Social-Media-Nutzung anschaut. Es ist davon auszugehen, dass in anderen Ländern ähnliche individuelle Aspekte beachtet werden sollten.

 

Mit Geduld und Fingerspitzengefühl: So finden Sie die Influencer

Fernrohr

Mein Beitrag zur Blogparade

Bei meiner Tätigkeit geht es oft um die sogenannten Influencer im Social Web. Aus diesem Grunde, beschäftige ich mich heute im Rahmen der Blogparade von MonitoringMatcher mit diesem Thema. 

Laut Wikipedia ist der Begriff des Influencers erst ca. 2007 entstanden. Es handelt sich dabei um eine Person, die aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in den sozialen Netzen des Internets für das Marketing interessant wird. Das kann auch ein Sportler, ein Musiker, ein Politiker oder Unternehmer sein. Meist stehen diese Personen im Rampenlicht und sind auf einem bestimmten Gebiet ein Experte.

Wer sind die Influencer?

Während meiner Tätigkeit in der IT Branche haben wir bereits vor ca. 6 Jahren auch Influencer identifiziert. Da kamen neben den Journalisten, die bei Hardware-Online-Publikationen tätig waren, meistens Tech-Blogger als Influencer in Frage. Von einflussreich konnte 2008 noch nicht immer die Rede sein. Mit der Zeit haben sich einige von ihnen allerdings einen sehr bekannten Namen in der Szene gemacht. Generell kann man die Influencer in verschiedene Gruppen einteilen und sie sollten entsprechend individuell betrachtet werden:

  • Berühmtheiten wie Sportler, Künstler, Politiker mit hoher Reichweite welche sich den Service allerdings bezahlen lassen.
  • In der zweiten Gruppe, welche für PR und Marketing eine sehr wichtige Rolle spielen, sind die Experten und Meinungsführer eines spezifischen Themas zu finden.

Wie viele Besucher hat ein Influencer auf seinem Blog?

Das lässt sich so leicht gar nicht sagen. Es kommt auf die Branche und auf das Thema an. So können 500 Besucher sehr wenig sein, ist es aber eine Nische, die der Blog betreut, ist das schon beachtlich.

Wie findet man den Influencer?

  1. Online-Recherche: Mit Hilfe einer Liste von passenden Suchbegriffen wird in sozialen Netzwerken, durch Alerts und der Google-Suche nach den Meinungsführern Ausschau gehalten. Dieser Prozess ist relativ langwierig, wenn man sicherstellen möchte, dass die richtigen Leute identifiziert werden.
  2. Durch Nutzung von professionellen Social-Media-Monitoring-Tools wie z.B. Brandwatch oder Talkwalker. Dabei werden mit dem Monitoring-Tool Erwähnungen zu einem bestimmten Produkt, einem Thema oder einer Marke gesucht. Je nach Tool werden die Influencer dort anders bezeichnet. Bei Brandwatch sind es „Authors“. Sortiert nach unterschiedlichen Social-Media-Plattformen wie Blogs, Twitter, Foren etc lassen sich hiermit die Influencer identifizieren.

Ich persönlich finde es sinnvoll, die Influencer aus einem Mix aus beiden Recherche-Möglichkeiten zu identifizieren, die Ergebnisse sorgfältig zu prüfen und eine gewisse Zeit zu beobachten. Dieses „Monitoring“ erfordert etwas mehr Ausdauer, stellt aber eine bessere Qualität an richtigen Kontakten für ein Unternehmen dar.

Welche Fragen sollte man sich stellen, um einen Influencer zu identifizieren?

  • Wie oft schreibt er über das relevante Thema?
  • Wie groß ist seine Reichweite? Wie ist sein Alexa-Ranking, wieviele Fans auf Facebook, wieviele Twitter-Follower etc. hat er?
  • Wie groß ist seine Fach-Expertise? Eignet er sich wirklich für Ihr Unternehmen/ Ihr Produkt? Hier kann es auch lohnen, noch jemanden aus dem Unternehmen hinzuzuholen, der die Expertise des Meinungsführers/ Influencers besser einschätzen kann.
  • Ist er prominent? Handelt es sich um eine einflussreiche Persönlichkeit? Hier kann es heißen, dass seine Unterstützung für ein Unternehmen finanziert werden muss.

Laut dem Augure Influencer Marketing Survey von 2014 sollte man einem Influencer folgende Eigenschaften zuschreiben können:

  • 79% sagten, dass sie in der Lage sein sollten, ihre Meinung zu äußern und eine Reaktion auslösen sollten, wenn sie sich zu einem bestimmten Thema äußern.
  • 73% waren der Meinung, dass die Reichweite und die Größe der Community des Influencers eine wichtige Rolle spielt.
  • 62% spiegelt die Share of voice, also die relativ hohe Frequenz an eigenen Beiträgen in Diskussionen zu bestimmten Themen, wider.

Wer kontaktiert die Influencer?

Vor der Erstkommunikation steht die Beobachtungsphase/ das Monitoring. Es empfiehlt sich, ohne Eile, sondern lieber in Ruhe den Influencer eine Weile zu beobachten und mehrere Artikel zu lesen, um seinen Stil zu verstehen.

Mit diesen Vorkenntnissen über den Influencer, kann er individuell und persönlich kontaktiert werden.

Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass es einen festen Ansprechpartner für die Influencer gibt. Idealerweise ist es jemand aus PR/ Marketing im Unternehmen, der eine feste Strategie verfolgt und diese immer persönlich kommuniziert.

Was ich an der oben genannten Augure-Studie interessant finde: Bisher habe ich Influencer fast ausschließlich erstmals per E-Mail kontaktiert. So denken auch 66% der Studien-Teilnehmer. An zweiter Stelle steht mit 52% Twitter, was ich durchaus nachempfinden kann. An dritter Stelle steht das Kontaktieren über deren Blog. Obwohl Facebook das Top 1 soziale Netzwerk ist, steht es in diesem Falle zusammen mit G+ relativ weit hinten an.

 Foto: Fotolia © Luftbildfotograf

 

 

Social Media in Spanien: 10 Fakten für Einsteiger

 Spain flag button.

Einer meiner Kunden hat seit kurzem auch eine Unternehmens-Facebookseite für den spanischen Markt und ich habe mich intensiver mit den Social Media Plattformen beschäftigt, welche in Spanien am meisten genutzt werden.

Spanien ist verglichen mit Deutschland zwar mit über 504.000 km das Land mit der größeren Fläche, es kommt allerdings nur auf eine Einwohnerzahl von knapp 47 Millionen (über 80 Millionen in Deutschland). In puncto Internet-Nutzung liegt es deutlich hinter den Top 5 Ländern in Europa und kommt nur auf ca. 67,2% Internet-Durchdringung.

Wie genau schaut nun die Nutzung von Social Media in beliebten Urlaubsland Spanien aus? 

Laut einer interessanten Infografik von www.hablandoencorto.com:

  • Sind 58% der spanischen Internet-Nutzer auf Facebook aktiv.
  • 18 Millionen nutzen das größte Netzwerk Facebook mindestens einmal im Monat, 12 Millionen nutzen Facebook täglich.
  • Steht Spanien beim Twitter-Ranking an 3. Stelle (nach Saudi Arabien und Indonesien).
  • 3,9 Millionen Nutzer haben im letzten Jahr eine Fernsehsendung auf Twitter kommentiert.
  • LinkedIn wird als Business-Netzwerk sehr gerne eingesetzt. Bishier gibt es mehr als 5 Millionen Spanier auf LinkedIn (derzeit ca. 4 Millionen Deutsche). 62.200 Unternehmens-Seiten von spanischen Unternehmen wurden bisher auf LinkedIn eingerichtet.
  • WhatsApp zählt ca. 20 Millionen Nutzer in Spanien, ungefähr genauso viele Menschen wie in Deutschland und Mexiko und Indien.
  • Beim Ranking der meistgenutzten Suchmaschinen ist Google der klare Sieger. Es kommt auf 96% Markt-Anteil.
  • 85,5 % der Internet-Nutzer surfen mit dem Smartphone, vom Laptop aus sind es ca. 77% und vom PC nur noch 73%, wie es hier bei Elmundo geschrieben steht.
  • Der mobile Markt wird ganz klar von Android angeführt. So wurden im Q1/ 2013 ca. 92,5% aller Smartphones als Android Phones verkauft, und das trotz angespannter wirtschaftliche Situation.

Welches sind die populärsten Netzwerke?

Jaime Miguel Tomé, Profesor del Master in Social Media der Universität von Salamanca http://internet.usal.es und José Carlos Soto, Direktor der Handelsschule NTIC Master School http://www.nticms.com/es/ haben untersucht, welche Social Media-Kanäle die Spanier über die Google-Suche eingegeben haben. Das Ergebnis ist die folgende Top-10-Liste welche auch eher lokale Netzwerke zeigt, wie z.B. Tuenti, welches schon an 4. Stelle steht.

  1. Facebook
  2. Youtube
  3. Twitter
  4. Tuenti
  5. Badoo
  6. LinkedIn – Instagram
  7. Meetic
  8. Pinterest
  9. Odnoklassniki
  10. Flickr

Was ist Tuenti?

  • Ähnlich schaute es auch im in diesem Concepto-Artikel mit Alexa-Ranking im Sommer 2013 aus. Dort steht das, uns eher unbekannte „Tuenti“ ebenfalls an 4. Stelle. Das es eine relative große Bedeutung spielt, sieht man, dass es von ca. 20 Millionen monatlichen Nutzern besucht wird.
  • Viele nennen es auch das spanische Facebook.
  • Tuenti bedeutet: „Tu identidad“ (Englisch: entity)
  • Es wurde ursprünglich für den spanischen Markt kreiert, seit 2012 wächst es auch auf globaler Ebene. Laut Alexa-Ranking steht Tuenti an 18. Stelle der meist-besuchten Webseiten in Spanien.
  • Gegründet 2006, wie so viele soziale Netzwerke, ist es 2010 von der spanischen Kommunikationsfirma „telefonica“ gekauft worden.
  • Die globale Expansion von Tuenti startet 2012 mit diesen Ländern und inzwischen hat das Netzwerk Mitarbeiter in 20 Ländern, wie Deutschland, USA, UK, Polen etc.
  • Anders als Facebook, kann man nur über eine Einladung von einem Nutzer dem Netzwerk beitreten.
  • Vor kurzem wurde „Tuenti mobil“, der Online Social Network Phone Operator, gelauncht, welcher die Dienstleistung des spanischen Mobiltelefon-Unternehmens „Movistar“ nutzt.
  • Wie es sich weiter entwickeln wird, ist spannend. Zwischen Anfang 2013 und 2014 hat es eine große Anzahl an Nutzer an Facebook verloren.

 

 Foto: Fotolia © konstan