Welche Trends und Online-Nutzungsweisen werden in welchem Land gelebt

Onlinenutzungsverhalten

Vor einiger Zeit bin ich auf die Digital Life Studie von TNS Global gestoßen, welche Ihnen hilfreiche Empfehlungen gibt, wie Sie mit Hilfe von digitalen Kanälen Ihre Geschäftsverbindungen ausweiten bzw. vertiefen können. Was ich besonders spannend finde: Spezifische Online-Nutzungsweisen und Angewohnheiten unterschiedlicher Kulturen werden dabei berücksichtigt. Im Jahr 2010 wurden dazu 72.000 Menschen aus 60 Ländern befragt. Die Studie beinhaltet länderübergreifende und produktübergreifende Kategorien um aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es für Marken gibt, in die Onlinewelt zu wachsen.

Wie bekommen Sie Zugang zur Studie?

Es wird über Online gesprochen, also ist die TNS Digital Life Studie auch digital verfügbar und man kann spielerisch viel über die Art und Weise, wie weltweit die Digitalisierung angewendet wird, erfahren. Sie können für verschiedene Fragen bzw. Szenerien je Land und Produktkategorie eine Abfrage starten und Informationen über die Situation in dem jeweiligen Land erhalten.

Bestimmt fragen Sie sich im Zuge Ihrer Marketing-Planungen auch, wie Sie mit Hilfe von Digitalen Kanälen mehr Umsatz machen können, wen Sie durch die Nutzung von den verschiedenen Social Media Kanälen erreichen können. Hier finden Sie die Antwort! So finde ich es besonders interessant, wie unterschiedlich die Rangliste der meistgenutzen Internet-Aktivitäten in den verschiedenen Ländern ist. Hier kann man das für die einzelnen Länder abfragen. Dies ist, obwohl es sehr viel verrät nur ein Ausschnitt der Studie. Laut der Webseite kann das Gesamtwerk über verschiedene Wege käuflich erworben werden.

Welche Informationen liefert Ihnen die Studie?

Nehmen wir mal Frankreich: Zu den populärsten Aktivitäten gehört hier das Internet-Banking, gefolgt von Videos die von Verbrauchern selbst erstellt worden sind und an dritter Stelle professionelle Videos. Genauso schaut das Ranking für die USA, Deutschland und ähnlich in UK aus.

Schauen wir nach Südamerika, dann sehen wir, dass in Chile, Argentinien, Brasilien und Peru z.B. das Internet-Banking zwar zunehmen wird, aber das Anschauen von User-generated Videos an erster Stelle steht.

Gehen wir zu einer anderen Frage, z.B. inwieweit wird auf die Meinung von Verbrauchern im Netz gehört. In Deutschland, bezüglich Lebensmittel und Getränken, glauben 43% der Leute, was Freunde sagen, auf die Kommentare von Fremden hören nur 33%. Wie schauts in anderen Ländern aus?

Australien: 56% glauben ihren Freunden, 39% auch Fremden.

Ghana: 69% glauben ihren Freunden, 60% auch Fremden. Marokkaner vertrauen auch viel mehr der Meinung von Freunden (76%) und Fremden (64%).

Ungarn sind da eher skeptisch wie wir Deutschen. 43% vertrauen auf Meinungen ihrer Freunde und nur 25% fremden Berichterstattungen.

Ich denke, dass Unternehmen, die verstärkt im Ausland präsent sein wollen, sehr viel aus diesen Daten herauslesen können.

Wie offen reagieren die Leute auf Brands in Sozialen Netzwerken? Hier ist es möglich, nach Geschlecht und Altersgruppen zu sortieren. Wie ich vermutet hatte, sind gerade wir Westeuropäer eher skeptisch, wie man hier an den Farben sieht und Südamerikaner, Afrikaner und Asiaten sind da viel offener.

Hier wird es noch detaillierter: Sie können die Anzahl der Freunde in sozialen Netzwerken herausfinden, auf Wunsch auch sortiert nach 5 verschiedenen Altersgruppen, welche wie Vermuten lässt erhebliche Unterschiede aufzeigen. Da liegt Deutschland mit seinen 75 Freunden eher im hinteren Mittelfeld, wobei die Zahl mit Sicherheit in den letzten zwei Jahren gestiegen ist. Zum Vergleich hat ein malaysischer Onlinenutzer 233 Freunde in sozialen Netzwerken, in Tansania nur 37.

In der Kategorie: „What is most important“ erhalten Sie Informationen auf welche tägliche Online-Aktivitäten wieviel Prozent der Nutzer eher Mobil oder vom PC zugreifen. Auch erfährt man Zahlen zur Online Penetration in den Ländern. Russland zeigt hier 42,8% an, verglichen mit 62,6% in Spanien und 79,1% in Deutschland. Ebenfalls wird der Anteil der Influencer, Communicators, Knowledge Seeker, Networker, Aspirer und Functionals angegeben. Mehr zu diesen verschiedenen Onlinen-Nutzertypen erfahren Sie in diesem PDF.

Was ist der Nutzen dieser Daten für Sie als Unternehmen?

Die Social Media Strategie für ein anderes Land kann basierend auf den Daten eines Social Media Monitorings und den kulturellen Voraussetzungen erstellt werden. So gelingt es, sich auf die regionalen Nutzerverhalten einzustellen und seine Aktivitäten so anzupassen, dass die Erwartungen ggf. nicht enttäuscht werden. Hat man es mit einer Kultur zu tun, die sich schwer tut, Bewertungen von Fremden zu glauben, dann sollte man die Social Media Aktionen eher in eine andere Richtung lenken. Bzw. sollte das Land eher skeptisch gegenüber Brands in Social Networks sein, dann hat das auch Auswirkungen auf die Chancen, höhere Fanzahlen und viel Engagement z.B. auf einer Unternehmens-Facebookseite zu erzielen. Ganz wichtig ist aber hier, die Entwicklung zu beoabachten und ein Auge auf die Wachstumsbereiche bzw. Online-Aktivitäten mit der erfolgreichsten Zukunft zu werfen.

 

Foto: © Kitty – Fotolia.com

 

 

 

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