Social-Media-Analyse am Beispiel von Ernährungstrends

GemüseGesundes und leckeres Essen, Ernährung mit und ohne Fleisch, Abnehmen, Nahrungsunverträglichkeiten etc. sind schier unerschöpfliche Themen. Sobald wir eine Zeitschrift aufschlagen, taucht eines dieser Themen auf oder es werden neue Rezepte zu neuen oder alten Ernährungstrends veröffentlicht. Beim Besuch im Hugendubel treffe ich auf ein riesiges Angebot an wunderschönen Kochbüchern oder Gesundheitsratgebern. In meiner Küche kommen jährlich neue Kochbücher ins Regal. Für jedes Nischen-Thema rund um das gute Essen kann ich ein Buch erwerben. Was heißt nun gesunde Ernährung im Jahre 2015? Welches sind die derzeit meist diskutierten Ernährungsformen?

Besonders viel Literatur, Blogs und Kochbücher beschäftigen sich schon seit einigen Jahren mit der veganen Ernährung. Hinzugekommen ist die Steinzeit-bzw. Paleo-Ernährung sowie ebenfalls seit längerem bekannt, die Low-Carb-Diät. Diese drei Bewegungen erfreuen sich nicht nur in Deutschland immer größerer Beliebtheit, sondern sind schon seit längerem in den USA, in UK und anderen Ländern ein spannendes Thema. Mit Hilfe von Google Trends sehen wir, wie die Entwicklung dieser drei Ernährungsformen seit 2011 aussah.

Entwicklung der drei Ernährungsformen in den letzten Jahren (rot=vegan, gelb=low-carb, blau=paleo)

Entwicklung der drei Ernährungsformen in den letzten Jahren (rot=vegan, gelb=low-carb, blau=paleo)

Die hier noch unbekanntere, aber immer populärer werdende Steinzeit-Ernährung bringt es auf Amazon.de inzwischen auf 46 deutsch-sprachige Bücher. In Frankreich sind es 24 französische-sprachige Ratgeber rund um das Régime Paléo bzw. dessen Rezepte. Vegane Ernährung wird schon etwas länger heiß diskutiert, wie Sie auf der Grafik von Google Trends sehen konnten. Ich konnte sagenhafte 1680 Treffer bei den deutsch-sprachigen Bücher identifizieren, die sich mit veganer Ernährung beschäftigen.

Dank der Social-Media-Monitoring-Software von Brandwatch hatte ich die Gelegenheit, mir diese Trends unter dem Aspekt der Social-Media-Nutzung näher anzuschauen. Die professionelle Monitoring-Software liefert hilfreiche Informationen, wie ein Unternehmen seine Marketing-Aktivitäten planen sollte, welche Themen interessant sind, auf welchen Kanälen sie diskutiert werden, wer die Meinungsführer der einzelnen Themen sind und vieles mehr.

Da Brandwatch Social-Media-Monitoring für 27 Sprachen anbietet, habe ich mir bei der Gelegenheit auch die Social-Media-Welt für die drei ausgewählten Ernährungstrends im  Nachbarland Frankreich und UK angeschaut und die Bestätigung bekommen, dass sie dort ähnlich populär sind, wie bei uns in Deutschland. Im englisch-sprachigen Raum gibt es deutlich mehr Literatur bzw. Blogartikel zu dem Thema, was ich auf die noch aktivere Nutzung sozialer Medien in den englisch-sprachigen Ländern als auch den Fakt, dass weltweit geschätzt 1,5 Milliarden Menschen der englischen Sprache mächtig sind, schiebe.

Um einen Vergleich der Entwicklung in zwei Ländern zu ersehen, habe ich auf Brandwatch einen Report erstellt, welchen ich mir täglich, wöchentlich oder monatlich z.B. für die beiden Länder Deutschland und Frankreich zuschicken lassen konnte. Dieser Bericht liefert die aktuellsten Informationen/ Clippings zu dem jeweiligen Thema in sehr übersichtlicher Form. Damit ausgerüstet bin ich täglich auf dem Laufenden, was das Thema in den beiden Ländern angeht. Solch ein Report kann praktischerweise auch an Unternehmens-Teams oder Agenturen versendet werden.

Einblicke in Ernährungstrends

Das Monitoring hat mir, obwohl ich mich relativ gut mit dem Thema auskenne, weitere nützliche Informationen zu Trends der einzelnen Ernährungsthemen geliefert. Welche Kräuter, Geschmacksrichtungen oder Frühstücksvarianten bei welcher Ernährung gerade im Trend sind, kann ich so gezielt in die Marketing-Aktivitäten von Lebensmittelherstellern einfließen lassen. Im Rahmen der Analyse ist mir aufgefallen, dass ein Frühstücksbrei mit der Geschmacksrichtung Ingwer-Ananas-Minze gerade sehr beliebt ist. Eine Tag-Cloud zeigte mir themenverwandte Stichworte, welche ich ebenfalls bei der Unternehmenskommunikation berücksichtigen kann.

Tag cloud über die Paleo-Ernährung

Tag cloud über die Paleo-Ernährung

Wo wird über welche Ernährung diskutiert?

Eine besonders wichtige Fragen für Unternehmen ist oft: Auf welchen Kanälen wird über das Thema gesprochen und wo sollte ich selbst aktiv sein. Im folgenden Chart wird z.B. ersichtlich, über welche Medien besonders aktiv über vegane Ernährung kommuniziert wird. Welche das dann ganz konkret sind, zeigt das Tool ebenfalls an.

Verteilung der Social-Media-Kanäle: Vegane Ernährung

Verteilung der Social-Media-Kanäle: Vegane Ernährung

Wer beschäftigt sich mit „meinem“ Thema?

Unternehmen werden sich u.a. auch die Fragen stellen: Welche Influencer oder Blogger könnte ich ansprechen, um die Produkte näher kennenzulernen und zu testen? Welche Blogger kochen gerne mit unseren Produkten? All das lässt sich mit der richtig aufgestellten Query auf Brandwatch in Kombination mit weiteren kostenfreien Monitoring-Recherchen herausfinden. Das Tool hat mir geholfen, neue Twitter-Nutzer zu identifizieren und Blog-Autoren, Foren-Autoren zu finden, welche in die zukünftige Social-Media-Strategie von Lebensmittelherstellern einbezogen werden könnten.

UK-Paleo-Twitter-Influencer

 

 

Fotos: Brandwatch

So erfahren Sie mehr über das Kaufverhalten Ihrer Kunden!

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Ob Sie nun national oder international verkaufen, Sie sollten das Kaufverhalten Ihrer Kunden sehr gut kennen um sich auf dieses einstellen zu können. Seit einiger Zeit gibt es hierfür ein Tool welches ich heute kurz vorstellen möchte:

Das Consumer Barometer von Google hilft Ihnen zu verstehen, wie in anderen Ländern das Internet genutzt wird. Es ist ein interessantes Tool für jeden, der einen Einblick in das Einkaufsverhalten anderer Nationen bekommen möchte, bzw. sein Marketing so aufbauen möchte, dass es auch wirklich die richtigen Zielgruppen mit den richtigen Mitteln anspricht.

Insights

Unter Insights findet der Anwender Informationen zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie. Je nachdem ob Sie sich bei der Auswahl für „global“ oder für ein spezielles Land entscheiden, können Sie sich Daten zu folgenden Themen anzeigen lassen:

  • Anzahl der technischen Geräte pro Person
  • Smartphone-Nutzung
  • Häufigkeit der Internet-Nutzung
  • Fakten zur Popularität der Online-Suche vor dem Kauf
  • Social-Media-Nutzung
  • Nutzung des Smartphones im Rahmen des Kaufprozesses
  • Ob Online Videos zum Zweck der Produktinformation vor dem Kauf geschaut werden.

Marketing-Fachleute haben dank des Consumer-Barometers die Möglichkeit, verschiedene Frage-Szenarien abzufragen und können so mehr über die Gewohnheiten im Wunschland erfahren. Kürzlich stellte sich mir die Frage, wie populär die Online-Suche im Lebensmittel-Handel vor dem realen Kauf in verschiedenen Ländern ist. Ich konnte durch die Studie einiges erfahren, worüber ich hier berichten möchten.

Questions

In dieser Gruppierung findet der Anwender für drei Untergruppen (Multi-Screen World, The Smart Shopper, The Smart Viewer) vorformulierte Fragen, auf welche Antworten für die 47 Länder in grafischer Darstellung gefunden werden können. Noch interessanter wird es, wenn diese Fragen dann über den Filter für verschiedene Branchen (zur Auswahl stehen 10 verschiedene Branchen wie z.B. Kleidung/ Schuhe, Lebensmittel, Mobiltelefone, Flugtickets bzw. Freizeit spezifiziert werden. Auf diese Art und Weise konnte ich mir ein genaueres Bild über das Einkaufs- und Online-Suchverhalten in der Lebensmittelbranche in den Key-Ländern Deutschland, Frankreich und UK machen und folgende Ergebnisse herauslesen.

Lebensmittel-Branche: Informationen zum Kaufverhalten der Kunden in Frankreich, Deutschland und UK

1. Inwieweit war das Internet in den Kaufprozess mit einbezogen?

Antwort: In UK und Frankreich haben 23% der Nutzer online gesucht. In Deutschland waren es nur 9%. Der Anteil der Personen, die wirklich online gekauft haben, lag in UK bei 16%, in Frankreich bei 10% und in Deutschland sogar nur bei 2%.

2. Wo haben die Nutzer ihre Lebensmittel eingekauft?

Antwort: In Deutschland ist der Anteil der Lebensmitteleinkäufe, die im Ladengeschäft getätigt werden, mit 95% noch am höchsten. In UK waren es 83%, in Frankreich lag man knapp darunter mit 82%.

Über das Consumer Barometer von Google:

Durchgeführt wurde die Studie von TNS Infratest im Auftrag von Google. Im Zeitraum von Januar – März 2014 wurden Personen aus 47 Ländern entweder per Telefon oder in persönlichen Interviews befragt. Pro Land standen ca. 3000 Einwohner für die Studie zur Verfügung. Das Tool ist sehr leicht zu bedienen, bietet umfangreiche Informationen, die sehr gut übersichtlich in Balkendiagrammen und unterschiedlichen Farben dargestellt werden. Ich kann nur empfehlen, sich das Tool mal in Ruhe für verschiedene Fragen anzuschauen und in den Recherche-Alltag zu integrieren. Vor einiger Zeit habe ich schon über eine ähnliche Studie berichtet, welche von TNS durchgeführt worden ist. Den ausführlichen Artikel dazu finden Sie hier.

 

Wissenswertes über die internationale Rekrutierung von spanischen Fachkräften

Bego-Bild

Im Interview: Begonia Vazquez Merayo von Why Consult in München

Ich habe Begonia Vazquez Merayo, die Inhaberin von Why Consult http://www.why-consult.com letztes Jahr bei W.I.N Women in Network in München kennengelernt und da wir beide eine internationale Ausrichtung haben, ist der Austausch immer besonders interessant. Im heutigen Interview stellt sie sich und Ihre Tätigkeit näher vor.

Begonia, worum geht es bei „Why Consult“?

Begonia: Why Consult bietet Unternehmen und Kandidaten internationale und interkulturelle Unternehmens-, Personalberatung sowie Coaching an, die im internationalen Umfeld nach neuen Mitarbeitern oder nach neuen professionellen Herausforderungen suchen. Wir sind auf die Beschaffung von ausländischen Fachkräften für kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert, arbeiten sehr individuell und nah am Kunden und stehen für Interkulturalität, Engagement und Leidenschaft.

Begonia, Du bist Spanierin und arbeitest in München. Erzähl uns doch kurz, wie es dazu gekommen ist, dass Du eine Unternehmensberatung in München gegründet hast!

Begonia: Nachdem ich 20 Jahre in der Industrie im Bereich Brand Management für große internationale Konzerne und auf verschiedenen Kontinenten und Ländern für interkulturelle Teams zuständig war, habe ich Why Consult gegründet und leite es seit 2011 in Vollzeit.

Sicherlich waren mein Unternehmer-Geist und meine Motivation, was Eigenes aufzubauen, die wichtigsten Treiber für mein eigenes Unternehmen.

Nach all den Jahren mit Fokus auf Marken und Produkte, wollte ich mich den Menschen widmen und auf deren Weiterentwicklung als Personen und Führungskräfte innerhalb eines Unternehmens. Ich wollte mich auf Firmen, die in Humankapital investieren wollen und die Themen Internationalisierung, ausländische Fachkräfte und Willkommens-Kultur aktiv angehen möchten, konzentrieren.

Ich bin international geblieben, weil ich das nach meinem halben Leben im Ausland bin. Und ich habe mich stärker auf Spanien, mein Heimatland, fokussiert.

Inwieweit hast Du noch Kontakt zu Deinem Heimatland?

Begonia: Ich habe bewusst meine internationale Aktivität verstärkt in Spanien weiterentwickelt, damit ich meinem Heimatland näher kommen kann.

Für die Betreuung meines Ausbildungsprogramms mit meinen exklusiven Partnern: IHK Schwaben und der IHK Oviedo „Spanische Fachkräfte: Leben und Arbeiten in Schwaben“, bin ich im Durchschnitt einmal im Monat in Spanien.

Das Programm ist auf spanische Hochschulabsolventen ausgerichtet, welche ihr Profil internationalisieren wollen, mit dem Ziel sich in Deutschland professionell weiterzuentwickeln. Das Programm ist auch für deutsche Unternehmen von großem Interesse, die spanische Fachkräfte mit professioneller, persönlicher und interkultureller Vorbereitung langfristig als treue Mitarbeiter gewinnen wollen. Seit März dieses Jahres findet die 2. Edition in Oviedo statt und 17 spanische Kandidaten kommen am 1. August in Augsburg an.

Wer sind Deine Kunden / Wunschkunden?

Begonia: Meine Kunden kommen meist aus der Industrie. Die Branchen sind sehr unterschiedlich, ich betreue überwiegend Unternehmen aus dem Mittelstand im technischen Bereich und ich arbeite weiter in der Kosmetik- und Modebranche. Allerdings berate ich auch gerne Institutionen, wie die IHK oder Berufskammern, die sich ebenso für die Themen „ausländische Fachkräfte“ und „Willkommens-Kultur/ Diversity Management“ interessieren.

Wir coachen und beraten Kandidaten, sowohl Deutsche wie Ausländer, überwiegend Spanier, die in Deutschland ihre Karriere weiterentwickeln und sich dafür klar positionieren wollen. Dabei sind viele technische Profile, Ingenieure, IT-ler sowie Diplom-Chemiker, Architekten und BWL-er.

Wie finden Dich Deine Kunden?

Begonia: Unser Erfolg ist unsere beste Visitenkarte. Durch die geführten Projekte, wie z.B. das Projekt „Junge Spanier für Wunsiedel“ hat sich einiges an PR und Weiterempfehlungen ergeben, da Why Consult als vertrauensvoller und kompetenter Partner erlebt wurde.

Zur Zeit arbeite ich als Partner der IHK Schwaben und habe neue Mandanten aus der Industrie gewinnen können, die wir strategisch und operativ im Bereich internationale Personalentwicklung und Rekrutierung beraten.

Für 2014 ist geplant, dass die Online-Präsenz erweitert wird, damit uns alle potentiellen Kunden besser kennenlernen können und daraus neue Projekte entstehen können.

Wie konkret kannst Du Ihnen helfen?

Begonia: Beim Projekt „Junge Spanier für Wunsiedel“ habe ich gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen den Suchprozess bis zur  Unterschriftsreife verantwortet und begleitete die beteiligten Unternehmen und die spanischen Fachkräfte während der sechs Monate Probezeit. Die erfolgreiche Integration in einem neuen kulturellen und beruflichen Umfeld hatte dabei allerhöchste Priorität. Im Projekt haben wir 13 spanische Facharbeiter für vier Unternehmen gewinnen können, im Bereich Automobil, Elektroinstallation, Holzindustrie und Gastronomie.

Wir kultivieren unsere Interkulturalität: Unser Stärken bestehen nicht nur auf unserer internationalen Erfahrung und fachlichen Kompetenz in der Unternehmensführung, Personalentwicklung und Rekrutierung sondern auch auf den guten Kenntnissen beider Kulturen und Märkte (Deutschland und Spanien). Wir sprechen die gleiche Sprache und kennen beide Märkte sehr gut.

Der Erfolg unserer Kunden ist unsere Leidenschaft: Wir arbeiten nachhaltig und mit vollem Engagement. Dafür hat die langfristige Integration der neuen Mitarbeiter im Unternehmen alle Priorität. Wir begleiten die Kandidaten in ihrem Veränderungsprozess, vom Heimatland zum neuen deutschen Arbeitgeber und in der neuen Stadt. Des Weiteren beraten wir die Unternehmen bei der langfristigen Integration der neuen Mitarbeiter im neuen kulturellen Umfeld.

Im Rahmen der Beratung geht es auch um interkulturelle Kompetenzen. Was sind Deiner Meinung nach besondere Unterschiede, die man als Unternehmen kennen sollte, wenn man mit der Integration spanischer Fachkräfte zu tun hat?

Begonia: Wichtig ist die persönliche Vorbereitung der Kandidaten sowie die bewusste Verantwortlichkeit im Unternehmen, einen ausländischen Mitarbeiter in ein bestehendes deutsches Team zu integrieren.

Ein internationaler Rekrutierungsprozess benötigt viel Energie, sowohl bei den Kandidaten als auch im Unternehmen.

  1. Der internationale Matching Prozess ist sehr intensiv. Die Ansprüche der deutschen Unternehmen sind enorm hoch und sehr auf den deutschen Markt ausgerichtet. Diese müssen vorab auf die Spezifikationen des spanischen Marktes übersetzt werden und ein gemeinsames Verständnis geschaffen werden.
  2. Das Ausbildungssystem ist in beiden Länder sehr verschieden. Spanien ist das Land des Universität-Studiums. Das Duale System ist ein erfolgreiches deutsches Konzept, sehr anerkannt in Spanien als Basis für die Dynamisierung der Berufsausbildung.
  3. Die Kandidaten sprechen nicht immer ein gutes Deutsch.
  4. Oftmals haben die Firmen wenig Erfahrung mit ausländischen Mitarbeitern, die langfristig in Deutschland bleiben wollen. Nach Spanien fährt man nicht einfach mal übers Wochenende nach Hause. Oft geht das dann nur noch zweimal im Jahr… Darauf sollte man eingestellt sein.
  5. Interkulturelle Kommunikation heißt oft “lost in Translation“:
    1. Die Persönlichkeit und die zwischenmenschlichen Beziehungen sind in Spanien weit wichtiger als die Fakten und die Tatsachen. Wir gehen auf die Themen mit Emotionen ein, ein Deutscher mit sachlichen Argumenten. So fangen unsere Kundengespräche oft mit einer Einladung zum Mittagessen an. Wir möchten den Gesprächspartner persönlich kennenlernen bevor wir auf die professionellen Themen eingehen.
    2. Die Familie und der Freundeskreis genießen einen sehr hohen Stellenwert. Als kollektive Gesellschaft umgeben sich Spanier gern mit Leuten, unsere Beziehungen sind fast wichtiger als die Karriere. In Deutschland, als individuelle Gesellschaft, steht das Individuum im Mittelpunkt sowie seine Selbstverwirklichung.
    3. Warum hat der Begriff Pünktlichkeit in Spanien eine ganz andere Bedeutung als in Deutschland? Die Zeit hat in Spanien eine zirkuläre Dimension: Die Zeit fließt, wir leben mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sehr verbunden, was heute nicht gemacht wird, können wir auch morgen machen. In Deutschland ist die Zeit eine lineare Dimension. Wir orientieren uns von heute in die Zukunft, dabei ist das Zeitmanagement und die Planung ein essentielles Werkzeug im Leben eines Deutschen.

Für kleine und mittelständische Unternehmen sowohl innerhalb als auch außerhalb von Wirtschaftszentren wie München oder Stuttgart ist es allerdings keine Option, sich nicht mit der Beschaffung ausländischer Fachkräfte zu beschäftigen. Bereits heute ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften spürbar und wird aufgrund der demographischen Entwicklung zukünftig weiter zunehmen.

Die Integration ausländischer Fachkräfte ist eine Herausforderung, sowohl für das Unternehmen, als auch für die Kandidaten. Sie stellt allerdings auch eine langfristige Chance für alle aktiv Beteiligten dar. Genau hier habe ich meine Expertise mit vielen positiven Erfahrungen der letzten Jahre, und kann Sie aktiv unterstützen, damit Sie diesen spannenden Weg erfolgreich beschreiten.

 

Vielen Dank an Begonia für das interessante Gespräch.

Foto: © Begonia Vazquez Merayo

Interview mit Spreadshirt: Internationalisierung mit „easy first“ Strategie

Galerie

Diese Galerie enthält 2 Fotos.

Durch die Global Retail Empire Studie von OC&C Strategy Consulting bin ich u.a. auf die Internationalisierung von Spreadshirt aufmerksam geworden. Das deutsche Unternehmen aus Leipzig stellt ein gutes Beispiel für eine Internationalisierung einer deutschen Online-Plattform dar und ich möchte es hiermit … Weiterlesen

Studie zum internationalen E-Commerce und 7 Tipps für Ihre erfolgreiche internationale Expansion

Online shopping concept

Der Global Retail E-mpire Report (Studie von OC&C Strategy Consultants und Google) von Januar 2014 schätzt den Wert des Online-Handels der sechs größten E-Commerce-Märkte auf die Hälfte des weltweiten E-Commerce-Volumens. Zu den größten Märkten gehören UK, USA, Deutschland, Nordics, die Niederlande und Frankreich. Es zeigt sich, dass im Retail-Bereich mehr und mehr internationalisiert wird und der Handel zwischen verschiedenen Ländern exponentiell ansteigt.

Vergleicht man diese sechs Länder, stellt man fest, dass der Online-Handel in Großbritannien das größte Wachstum verzeichnen wird, gefolgt von den USA und Deutschland.
Zurückzuführen sind die Erfolge auf einen steigenden Anteil der Bevölkerung mit Internet-Anschluss und das gesteigerte Vertrauen der Kunden in den Online-Handel. Der Grund, dass gerade in UK der E-Commerce so erfolgreich ist, ist sicherlich, dass es einer der fortschrittlichsten E-Commerce-Märkte weltweit ist und dass auch viele internationale Kunden den UK Marken ihr Vertrauen schenken.

Die Global Retail E-mpire-Infografik erzählt uns noch mehr über die großen internationalen Marken und was auch andere Retailer von ihren Aktivitäten lernen können.

Webseiten und Globalisierung:

  • Globale Webseiten und weltweite Lieferungen ermöglichen die Expansion.
  • Die Grafik zeigt, wieviele unterschiedliche Sprachen die Länder auf ihren Webseiten anbieten und in wieviele verschiedene Länder sie liefern. Spitzenreiter bei den Sprachen ist Deutschland mit durchschnittlich 5 angebotenen Fremdsprachen und UK führt mit über 40 Ländern, in welche Waren versendet werden.

Fakten zum internationalen E-Commerce:

  • Die Top internationalen Pure-Player im internationalen Online-Handel sind die amerikanischen Unternehmen Amazon, Ebay gefolgt vom deutschen Zalando.
  • Zu den Top Multichannel-Unternehmen im internationalen Online-Handel zählen die skandinavischen Marken Ikea und H&M. Danach folgen amerikanische Marken wie Avon und Apple.
  • Luxusartikel, Mode und Sportartikel werden besonders gerne online gekauft. Die erfolgreichsten Marken im internationalen E-Commerce sind entsprechend sehr bekannte Marken: Adidas belegt den ersten Platz, gefolgt von den französischen Marken Louis Vuitton und Hermes.

Besonderen Fokus sollte bei der internationalen Markteroberung auf die folgenden 7 Punkte gelegt werden:

  • Strukturieren Sie die Markteroberung und legen die Zielgruppen fest, welche sich am einfachsten ansprechen lassen.
  • Arbeiten Sie auch mit Marktplätzen auf internationaler Ebene.
  • Identifizieren Sie die richtigen Zahlungsmethoden für die unterschiedlichen Länder.
  • Lokalisieren Sie auf Ihrer Webseite besonders da, wo es für Kunden besonders wichtig ist.
  • Ermitteln Sie die richtige Multi-Channel-Herangehensweise für Ihre Auslandsexpansion.
  • Entwickeln Sie eine geeignete Strategie um auf sich aufmerksam zu machen und um Kunden auf Ihre Webseite zu locken.
  • Entwickeln Sie eine Preis-Strategie um erfolgreich internationale Märkte bedienen zu können.

Welche Erfahrungen haben Sie im Zuge der Expansion gemacht? Welche Punkte halten Sie für besonders wichtig bzw. haben Sie noch Ergänzungen?

 

Internationale Suchmaschinen: Welches sind die Top 5 und wo werden sie genutzt?

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Ihr Online-Shop ist eingerichtet? Alles schaut ansprechend aus? Nun heißt es, ihn so aufzustellen, dass er von den Kunden im Ausland auch gefunden wird. Die Textinhalte sollten Suchmaschinen-optimiert werden. In den meisten Ländern ist Google vorherrschend und die richtige Wahl. Aber wie bei Social Media und anderen Marketing-Plattformen, gilt auch bei den Suchmaschinen, dass die Nutzungsweise in anderen Ländern anders aussehen kann. Nicht überall auf der Welt steht Google an erster Stelle. Für die Recherche der passenden Suchbegriffe/ Key-Wörter sollten Sie sich der Suchmaschinen bewusst sein, welche in Ihrem Wunschland in den meisten Fällen benutzt wird.

Laut dieser Statistik auf Returnonnow sind die folgenden Suchmaschinen nach dem Marktführer Google besonders wichtig bzw. zahlenmäßig am stärksten:

  • China: Baidu 62%
  • Japan: Yahoo Japan 53%
  • Russland: Yandex 62%
  • Südkorea: Naver 72%

Die Entwicklung der Marktanteile der 5 großen Suchmaschinen auf der Welt lässt sich hier bei NetMarketshare sehr genau verfolgen.

In meinem Artikel stelle ich die oben genannten großen Suchmaschinen kurz vor.

China: Baidu:

Die Suchmaschinen-Nutzung in China schaut laut einer Studie von CNNIC vom Dezember 2013 und einer Präsentation von Social Media Today wie folgt aus:

  1. 98% Baidu
  2. 43% 360
  3. 39% Google
  4. 35% Sogou
  5. 24% Soso
  • Baidu gibt es seit dem Jahr 2000 und bietet verschiedene Services für Webseiten, Audio-Files und Filme.
  • Die Suchmaschine bietet 57 Such- und Community-Services u.a. Baidu Baike, welches wie eine Enzyklopädie fungiert, ähnlich wie Wikipedia.
  • Damit Ihre Seite auf Baidu ge-indexed wird, sollte sie hier auf open.baidu.com eingetragen werden.
  • Welche Key-Wörter funktionieren gut auf Baidu? Hierzu empfiehlt es sich, Baidu Index oder das Baidu Live Keyword feed zu checken. Achten Sie darauf, dass Sie ihre Kampagne effektiv messen. Dabei kann Ihnen Baidu Analytics (Baidu Tongji) helfen.
  • Für alle, die sich intensiver mit Baidu beschäftigen möchten, gibt es hier auf Searchenginewatch.com hilfreiche Tipps und Fakten zur Suche mit Baidu. Sehr interessant sind auch diese Ausführungen zu den Unterschieden von Google und Baidu und konkrete SEO-Tipss für Baidu, wie sie auf Codethat.co.uk genauer betrachtet werden. Kurz zusammengefasst ist es so, dass Baidu Sie besser ranken wird, wenn die Webseite auf einem chinesischen Server gehostet wird.

Japan: Yahoo Japan:

  • Yahoo Japan Corporation wurde 1996 gegründet. Japanische Internet-Nutzer nutzen es für die Internet-Suche bzw. Informationsquelle. Desweiteren bietet Yahoo Japan Community-Services und E-Commerce-Dienstleistungen an. Es lässt vermuten, dass mit dem weiteren Zuwachs an mobilen Endgeräten, die mobile Suche mit Yahoo Japan noch zunehmen wird.

 

Russland: Yandex

  • Das Search Engine Journal hat 2013 die russische Internet-Welt näher analysiert und zeigt, dass Yandex von 53% der Nutzer verwendet wird. Gefolgt wird es von 36%, die Google nutzen und ca. 9% von Mail.ru.
  • Yandex.ru ist die populärste Seite in Russland und spiegelt die dominanteste Suchmaschine auf dem russischen Markt wieder.
  • Yandex hat seinen eigenen Pagerank genannt „Theme Citation Index“.
  • Eine wichtige Eigenschaft ist, dass Yandex sehr content-sensitive ist. Auch kleinere Änderungen können großen Einfluss auf das Ranking haben.

Südkorea: Naver

  • Hier handelt es sich um eine südkoreanische Suchmaschine und Webportal.
  • Laut Wikipedia hat Naver einen Marktanteil von 77% und ist somit der südkoreanische Marktführer, Google kommt hier nur auf ca. 4% der Suchanfragen.
  • Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird. Laut einem Economist-Artikel laufen 90% der südkoreanischen Smartphones auf Google Android wo Google schon als Default eingerichtet ist. Bisher hat Google aber nur einen Anteil von 15% am mobilen Search-Markt.

Bing:

  • Bei Bing handelt es sich um die Internet-Suchmaschine von Microsoft, welche im Juni 2009 offiziell vorgestellt worden ist.
  • Laut Statistik belegt Bing in vielen Ländern den 2. Platz nach Google, bleibt aber in den meisten Ländern im einstelligen Bereich. In den USA und Kanada gewinnt Bing mehr an Bedeutung. In den USA arbeiteten 2013 ca. 67% der Amerikaner mit Google und 18% mit Bing. Hier in Europa liegt der Anteil in UK bei 7%, in Schweden bei 5% und in Deutschland bei ca. 3%.
  • Zum chinesischen Markt gibt es auch noch eine weitere Besonderheit: Wie hier bei Golem beschrieben Bing zensiert dort die Suchergebnisse, so wie es von chinesischen Behörden verlangt wird.

 

Interessant ist es sicherlich, sich diese Zahlen in einem Jahr noch mal anzuschauen. Wie wird sich die Nutzung zugunsten von Bing verändern? Oder wird Google auch in den Ländern an Bedeutung gewinnen, wo derzeit andere Suchmaschinen vorherrschen?

Foto: Fotolia © Santiago Cornejo

Deutschlands Verbraucher und ihre Nutzung von Social Media

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Ich finde Statistiken zur Nutzung von Social Media immer sehr spannend. Kürzlich wurde der „German Social Media Consumer Report 2012/2013“ vom Social Media Think:Lab des Marketing Center Münster & Roland Berger Strategy Consultants veröffentlicht. Mit Interesse habe ich diesen gelesen und hier die für mich wichtigsten Fakten und Gedanken notiert:

  • Social Media hat seine Anfangszeit hinter sich gelassen. Egal wie alt die Leute sind, welches Einkommen sie haben oder wo sie leben, laut der Studie nutzt inzwischen jeder Social Media.
  • Im Durchschnitt sind die Twitter-Nutzer die Aktivsten und die Xing-Nutzer gehören zu den Wohlhabenderen Nutzern.
  • Und: die Twitter- und Xing-Nutzer sind laut der Studie besonders gebildet.
  • Für Verbraucher-Entscheidungen war Social Media im Jahr 2012 genauso wichtig wie TV-Werbung, traditionelles Direkt-Marketing und öffentliche Werbung – und bedeutsamer als das Radio.
  • Unternehmen gelingt es noch nicht effektiv genug in Social Media zu kommunizieren. 60% der deutschen Verbraucher erkennen noch nicht wirklich den Wert der Social-Media- Nachrichten von Unternehmen.

Die Social-Media-Top-10-Liste

Hier hat mich etwas überrascht: OK, 72,1% der Deutschen Internet-Nutzer haben ein Facebook-Account. Aber die Plätze 3,4 und 6 werden von Netzwerken belegt, die ich selbst gar nicht nutze und die ich als – vom Aussterben bedroht – eingestuft hatte.

Jeder 10. deutschte Internet-Nutzer hat laut dieser Studie einen Twitter-Account. Google+ hat es bisher auf Platz 5 geschafft und liegt sogar vor Xing. Gratulation!

Fakten zum Bildungsgrad und der meistgenutzten Social Networks

Da muß man aber aufpassen, dass man die Nutzer nicht anfängt in Schubladen zu schieben. Die Twitter und Xing-Nutzer haben in der Mehrzahl Abitur, während die Nutzer von „Wer-kennt-wen“ meist nur einen Hauptschulabschluß vorweisen können. Facebook, weil von der Mehrzahl der Leute benutzt, liegt genau im Mittelfeld, ebenso Youtube. Rein gefühlsmäßig hätte ich gedacht, dass der durchschnittliche Google+-Nutzer auch zu den Abiturienten gehört.

Kaufentscheidungen und Social Networks

Mit 11.6% liegen Empfehlungen von Freunden und Familienmitgliedern recht weit vorne. 7,6% der Kaufentscheidungen werden durch den Einfluss von Social Media getroffen. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den Branchen. In der Liste wurde in 22 Branchen aufgeteilt und führend sind bei den Kaufentscheidungen durch Social Media – Medienprodukte, Restaurants und Online-Retailer.
Derzeit nutzen Verbraucher Informationen aus Social Media vorwiegend für den Kauf von Produkten aus dem Online Retailing und Medienprodukten und weniger für den Kauf von Hardware-Produkten.

Marken-Beziehungen und Social Networks

Leute, die eine besondere Beziehung zu Marken durch Social Networks aufbauen sind sehr aktiv in Social Media und surfen meist von unterwegs, engagieren sich vermehrt mit der Marke und kommen meist aus niedrigen Gehaltsklassen. Dies gilt vor allem für Produkte aus Online-Retailing, Medienprodukte, Unterhaltungselektronik und Kommunikationsdienstleister.

Die Kommunikation von Unternehmen in Social Media sollte ganz genau unter die Lupe genommen werden. Denn laut der Studie fühlt sich ein relativ hoher Anteil von Verbrauchern durch Posts von Unternehmen eher gestört (41,%) und nur 15,4% möchten wirklich mit Unternehmen über Social Media kommunizieren.

Private Kommunikation vs. Kommunikation im Berufsleben

Noch steht das Telefon hier an erster Stelle mit seinen 53,2% täglicher Nutzung, aber Social Media folgt rasch mit 45,2%. Wann haben Sie den letzten Brief geschrieben? Privat? Nun, nur noch 3,5% machen das täglich. Ganz ehrlich, ich schreibe auch sehr selten. Höchstens mal eine Postkarte aus dem Urlaub oder einen Geburtstagsgruß.
Erhebliche Unterschiede zeigen sich, bei der Anzahl der Nutzer von Social Media im beruflichen Leben. Viele Unternehmen untersagen dies strikt, daher kommt es, dass 66,2% noch nie im Job per Social Network kommuniziert haben. Wahrscheinlich ist das auch gut so, denn laut einer aktuellen Studie von Armutat, Geighardt-Knollmann & Steinhäuser von 2012 haben 66% der deutschen Firmen keine Social Media Guidelines für Ihre Mitarbeiter und 85% haben ihren Mitarbeitern nie ein Training zur Kommunikation in Sozialen Netzwerken angeboten. Da es da einige Stolpersteine gibt, wie hier im FAZ-Blog beschrieben, rate ich auch zur Vorsicht!

 

Foto: © Franjo – Fotolia.com

Welche Trends und Online-Nutzungsweisen werden in welchem Land gelebt

Onlinenutzungsverhalten

Vor einiger Zeit bin ich auf die Digital Life Studie von TNS Global gestoßen, welche Ihnen hilfreiche Empfehlungen gibt, wie Sie mit Hilfe von digitalen Kanälen Ihre Geschäftsverbindungen ausweiten bzw. vertiefen können. Was ich besonders spannend finde: Spezifische Online-Nutzungsweisen und Angewohnheiten unterschiedlicher Kulturen werden dabei berücksichtigt. Im Jahr 2010 wurden dazu 72.000 Menschen aus 60 Ländern befragt. Die Studie beinhaltet länderübergreifende und produktübergreifende Kategorien um aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es für Marken gibt, in die Onlinewelt zu wachsen.

Wie bekommen Sie Zugang zur Studie?

Es wird über Online gesprochen, also ist die TNS Digital Life Studie auch digital verfügbar und man kann spielerisch viel über die Art und Weise, wie weltweit die Digitalisierung angewendet wird, erfahren. Sie können für verschiedene Fragen bzw. Szenerien je Land und Produktkategorie eine Abfrage starten und Informationen über die Situation in dem jeweiligen Land erhalten.

Bestimmt fragen Sie sich im Zuge Ihrer Marketing-Planungen auch, wie Sie mit Hilfe von Digitalen Kanälen mehr Umsatz machen können, wen Sie durch die Nutzung von den verschiedenen Social Media Kanälen erreichen können. Hier finden Sie die Antwort! So finde ich es besonders interessant, wie unterschiedlich die Rangliste der meistgenutzen Internet-Aktivitäten in den verschiedenen Ländern ist. Hier kann man das für die einzelnen Länder abfragen. Dies ist, obwohl es sehr viel verrät nur ein Ausschnitt der Studie. Laut der Webseite kann das Gesamtwerk über verschiedene Wege käuflich erworben werden.

Welche Informationen liefert Ihnen die Studie?

Nehmen wir mal Frankreich: Zu den populärsten Aktivitäten gehört hier das Internet-Banking, gefolgt von Videos die von Verbrauchern selbst erstellt worden sind und an dritter Stelle professionelle Videos. Genauso schaut das Ranking für die USA, Deutschland und ähnlich in UK aus.

Schauen wir nach Südamerika, dann sehen wir, dass in Chile, Argentinien, Brasilien und Peru z.B. das Internet-Banking zwar zunehmen wird, aber das Anschauen von User-generated Videos an erster Stelle steht.

Gehen wir zu einer anderen Frage, z.B. inwieweit wird auf die Meinung von Verbrauchern im Netz gehört. In Deutschland, bezüglich Lebensmittel und Getränken, glauben 43% der Leute, was Freunde sagen, auf die Kommentare von Fremden hören nur 33%. Wie schauts in anderen Ländern aus?

Australien: 56% glauben ihren Freunden, 39% auch Fremden.

Ghana: 69% glauben ihren Freunden, 60% auch Fremden. Marokkaner vertrauen auch viel mehr der Meinung von Freunden (76%) und Fremden (64%).

Ungarn sind da eher skeptisch wie wir Deutschen. 43% vertrauen auf Meinungen ihrer Freunde und nur 25% fremden Berichterstattungen.

Ich denke, dass Unternehmen, die verstärkt im Ausland präsent sein wollen, sehr viel aus diesen Daten herauslesen können.

Wie offen reagieren die Leute auf Brands in Sozialen Netzwerken? Hier ist es möglich, nach Geschlecht und Altersgruppen zu sortieren. Wie ich vermutet hatte, sind gerade wir Westeuropäer eher skeptisch, wie man hier an den Farben sieht und Südamerikaner, Afrikaner und Asiaten sind da viel offener.

Hier wird es noch detaillierter: Sie können die Anzahl der Freunde in sozialen Netzwerken herausfinden, auf Wunsch auch sortiert nach 5 verschiedenen Altersgruppen, welche wie Vermuten lässt erhebliche Unterschiede aufzeigen. Da liegt Deutschland mit seinen 75 Freunden eher im hinteren Mittelfeld, wobei die Zahl mit Sicherheit in den letzten zwei Jahren gestiegen ist. Zum Vergleich hat ein malaysischer Onlinenutzer 233 Freunde in sozialen Netzwerken, in Tansania nur 37.

In der Kategorie: „What is most important“ erhalten Sie Informationen auf welche tägliche Online-Aktivitäten wieviel Prozent der Nutzer eher Mobil oder vom PC zugreifen. Auch erfährt man Zahlen zur Online Penetration in den Ländern. Russland zeigt hier 42,8% an, verglichen mit 62,6% in Spanien und 79,1% in Deutschland. Ebenfalls wird der Anteil der Influencer, Communicators, Knowledge Seeker, Networker, Aspirer und Functionals angegeben. Mehr zu diesen verschiedenen Onlinen-Nutzertypen erfahren Sie in diesem PDF.

Was ist der Nutzen dieser Daten für Sie als Unternehmen?

Die Social Media Strategie für ein anderes Land kann basierend auf den Daten eines Social Media Monitorings und den kulturellen Voraussetzungen erstellt werden. So gelingt es, sich auf die regionalen Nutzerverhalten einzustellen und seine Aktivitäten so anzupassen, dass die Erwartungen ggf. nicht enttäuscht werden. Hat man es mit einer Kultur zu tun, die sich schwer tut, Bewertungen von Fremden zu glauben, dann sollte man die Social Media Aktionen eher in eine andere Richtung lenken. Bzw. sollte das Land eher skeptisch gegenüber Brands in Social Networks sein, dann hat das auch Auswirkungen auf die Chancen, höhere Fanzahlen und viel Engagement z.B. auf einer Unternehmens-Facebookseite zu erzielen. Ganz wichtig ist aber hier, die Entwicklung zu beoabachten und ein Auge auf die Wachstumsbereiche bzw. Online-Aktivitäten mit der erfolgreichsten Zukunft zu werfen.

 

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Blick ins Nachbarland: B2B Social Media in Frankreich

Puzzle mit B2B Marketing

Social Media im B2B hat in Deutschland einen wichtigen Stellenwert bekommen so dass Marketing-Experten Listen von Vorteilen für Unternehmen erstellen können und obendrein viele Beispiele nennen, wo erfolgreich Social Media ins Marketing von B2B-Unternehmen integriert wird. Ist das in anderen Ländern ähnlich oder ist Social Media dort eher B2C-lastig?

Andere Länder, andere Sitten: So wie die Kultur, die Lebensweisen und Eßgewohnheiten anders sein können, so sind auch die Social Media Gepflogenheiten von Land zu Land verschieden. Manchmal sieht man das auch erst auf den 2. Blick.

Die genaue Betrachtung der Branche, der Zielgruppe und deren Nutzung des Social Webs ist der wichtigste Schritt bevor man sich für eine Plattform entscheidet. Wie bei jeder Strategie ist das genaue Beobachten der Situation sowie das Vorformulieren von klaren Zielen immer der erste Schritt. Das gilt für jedes Land. Schauen wir nun mal ins direkte Nachbarland, nach Frankreich:

Ziele und Grundlagen

Hier wird B2B Social Media sehr gerne im Bereich Human Resources, zur Lead Generierung und zur Steigerung der Bekanntheit der Marke eingesetzt.

Fragen wir uns aber erst einmal, wie B2B-Einkäufer das Internet für den Kaupfprozess einsetzen. Anhand der Ergebnisse dieser Studie stehen Suchmaschinen und Empfehlungen anderer ganz weit oben. Also sollte die Firmenwebseite gut zu finden sein. Auch ist SEO-technisch ein Corporate Blog ein perfektes Tool um schneller mit interessanten Inhalten gefunden zu werden.

Meine Beobachtungen von B2B Social Media in Frankreich haben ergeben:

  • Einsatz von Videos und Fotos auf den eigenen Plattformen wie der Homepage und externen Plattformen wie Youtube und Flickr.
  • Unternehmensseiten auf Facebook und Twitter um Traffic auf die eigenen Seiten zu generieren
  • Interviews mit Video-Plattformen wie Widoobiz.
  • Für größere Unternehmen: geschulte Social Media Teams die die Pflege der Plattformen regelmäßig und mit geeigneten Inhalten übernehmen

Was nicht fehlen sollte: Unternehmensblogs

Im eigenen Blog kann sich das Unternehmen regelmäßig äußern, das Produkt oder Marke für den Kunden greifbarer machen, es ist SEO-technisch besser zu finden und nützliche Inhalte werden sehr gerne von anderen geteilt so dass sich der Taffic auf die eigene Seite durch vermehrtes Teilen erhöht. Frankreich ist eine Bloggernation. Hier ist die Blogosphäre deutlich stärker ausdifferenziert und in verschiedenen Bereichen wie z.B. auch der Politik wird sehr viel engagierter seine Meinung in Blogs preisgetan als es in Deutschland der Fall ist. 2006 gab es in Frankreich 2,5 Millionen Blogs verglichen mit nur 0,4 Millionen in Deutschland wie hier bei Upload beschrieben. Heute sprechen wir immer noch von wenigen 100.000 Blogs und im Gegensatz dazu haben wir 23 Millionen Facebook-Nutzer.

Das Business-Netzwerk Viadeo:

Da gibt es aber noch mehr: Ein Business-Netzwerk genannt Viadeo. Das kennen hier in Deutschland die Wenigsten, in Frankreich ist es in aller Munde.  Laut Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Viadeo)  ist Viadeo ist ein professionelles soziales Netzwerk mit offiziell über 40 Millionen Mitgliedern. Der Firmensitz befindet sich in Paris. Viadeo ist einer der größten Konkurrenten von LinkedIn. Die meisten Nutzer kommen aus China, gefolgt von FrankreichBrasilien und Mexiko und nach Mandarin sind die meistgesprochenen Sprachen Französisch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch. So wie Xing in Deutschland in vielen B2B Social Media Strategien nicht fehlen sollte, ist Viadeo ein sehr wichtiger Bestandteil des lokalen Social Medias, für viele Unternehmen und Unternehmen zusätzlich auch noch LinkedIN. Auch hier gibt es Gruppen, Veranstaltungen können organisiert werden und über eine Suchmaske Kontakte gefunden werden.

Zusammenfassend kann ich sagen: in vielen Punkten ticken wir doch recht ähnlich, aber es gibt ein paar Unterschiede, die zu beachten sind, wenn man in Frankreich erfolgreiches B2B Social Media durchführen möchte.

 

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