Default-Sprache des LinkedIn-Profils: Warum nicht gleich ein englisches Profil einrichten?

Sie sind noch nicht bei LinkedIn und das soll sich bald ändern? Ich gebe Ihnen hier ein paar Gedanken zu den Spracheinstellungen Ihres zukünftigen LinkedIn-Profils.

Wenn Sie mit vielen internationalen Kontakten agieren und nicht in jeder Sprache wie Mandarin, Englisch, Japanisch etc ein Profil anlegen werden, macht es Sinn, als Default-Sprache Englisch auszuwählen. Einfach, weil die meisten anderen Länder auch des Englischen mächtig sind.

Und laut LinkedIn es so ist, dass die Besucher Ihres Profils die Sprachversion angezeigt bekommen, in welcher Ihr Standardprofil angelegt ist bzw. wenn weitere Sprachen angelegt sind (mehrsprachiges Profil), in der Sprache, in welcher die andere Person das Netzwerk üblicherweise nutzt.

Wenn Sie ein professionelles, internationalen Auftritt auf LinkedIn anstreben, investieren Sie daher in eine Übersetzung der Texte und erstellen das Profil in jedem Fall auf Englisch. Wenn Sie hier im deutsch-sprachigen Raum leben und tätig sind, sollten Sie parallel auch Ihr Profil in Ihrer vermutlichen Muttersprache, also auf Deutsch anlegen. Die wichtigsten Bereiche, wie Zusammenfassung, Berufserfahrung, Überschrift können dann ins Deutsche übersetzt werden. Mehrere Sprachversionen sind auch in sofern günstig, weil Sie automatisch mehr Keywörter im Profil stehen haben, welche Ihnen helfen, ein besseres Ranking in den Suchergebnissen zu erreichen.

Die Defaultsprache/ Standardsprache des LinkedIn-Profils

Es handelt sich dabei um die Sprache, in welcher das Profil beim Anmelden eingerichtet worden ist. Sie bleibt für immer bestehen. Daher rate ich, wenn Sie heute noch kein Profil haben und international aktiv sind, sich ggf. gleich ein englisches Profil zu erstellen. Wenn Sie, so wie ich, Ihr Profil schon vor längerer Zeit auf Deutsch angelegt haben, ist es so, dass z.B. der indische Unternehmer, der Ihr Profil besucht, es auf Deutsch angezeigt bekommt. Haben Sie verschiedene Sprachversionen (mehrsprachiges Profil), kann er rechts zwischen den verschiedenen Sprachen wählen und sich auch die englische Version ansehen.

In welcher Sprache möchten Sie LinkedIn nutzen?

Das heißt, die Arbeitsanweisungen auf LinkedIn, Überschriften, Bezeichnung der Reiter etc. werden Ihnen komplett in der von Ihnen gewünschten Sprache angezeigt. Diese Einstellung können Sie jederzeit und mit wenigen Klicks ändern. Sie gehen in den Bereich  Datenschutz & Einstellungen und wählen aus 24 verschiedenen Sprachen die für Sie geeignete Sprach aus. Ich nutze es gerne auf Deutsch, da ich meist deutschsprachige Kunden berate und es mir die Erklärungen dann einfacher macht.

Schauen wir uns einige Beispiele an

  • Gehe ich auf das Profil einer amerikanischen Unternehmerin mit Profil auf Englisch, Deutsch und Spanisch, wird mir das Profil auf Deutsch angezeigt. Ich kann die anderen Sprachen anklicken und sozusagen hin- und herspringen. Manchmal werde ich immer wieder auf das deutsch-sprachige Profil gebracht.
  • Gehe ich auf das Profil eines deutschen Kontaktes mit englischem und deutschem Profil, wird mir, wenn ich die Spracheinstellung „Deutsch“ gewählt habe, ihr deutsches Profil gezeigt. Ändere ich meine Spracheinstellung in den Einstellungen auf „Englisch“, wird mir automatisch ihr englisches Profil angezeigt.
  • Klicke ich auf das Profil meiner ehemaligen Kollegin aus Frankreich mit englischem Profil, sehe ich auch nur das englische Profil.

Sie möchten ein mehrsprachiges Profil anlegen? Lesen Sie dazu auch meinen Blogartikel „Warum auch Sie ein multilinguales Profil einrichten sollten„. Kontaktieren Sie mich, wenn Sie Tipps dazu benötigen oder ich Ihnen bei der Koordination mit einem professionellen Übersetzer helfen kann.

 

Foto: Friederike Gonzalez Schmitz, privat

Warum auch Sie ein mehrsprachiges Profil auf LinkedIn einrichten sollten!

Warum sind Sie auf LinkedIn? Ich gehe davon aus, dass einer der Gründe seine Internationalität ist. Sie möchten mit anderen Ländern und Kulturen bzw. deren Mitgliedern in Kontakt treten und netzwerken.

LinkedIn bietet schon seit längerem die Möglichkeit an, mehrsprachige Profile einzurichten. Viele Mitglieder machen auch Gebrauch davon, ein größerer Teil hat allerdings noch nie davon gehört bzw. sich noch nicht näher mit dem Thema beschäftigt.

Mein eigenes Netzwerk ist bereits recht international. Viele meiner Kontakte stammen aus meiner langjährigen Tätigkeit in der IT-Branche. Viele meiner ehemalige Kollegen, Pressekontakte bzw. Geschäftspartner leben und arbeiten in den USA, Kanada und verschiedenen europäischen Ländern. Dank LinkedIn können wir gut in Kontakt bleiben.

Was ist der Vorteil bzw. warum macht es Sinn, ein mehrsprachiges Profil einzurichten?

  • Kontakte aus anderen Ländern bekommen das Profil angezeigt, welches in ihrer Sprache angelegt worden ist. Meine ehemaligen Kollegen aus den USA werden es sicherlich zu schätzen wissen, dass ich ein englisch-sprachiges Profil eingerichtet habe und sie dadurch auf dem Laufenden bleiben, was ich derzeit beruflich mache.
  • 67% der Mitglieder kommen von außerhalb der USA, allein aus Europa kommen über 90 Millionen Mitglieder, mit ganz unterschiedlichen sprachlichen Hintergründen. In China sind Facebook und Twitter gesperrt, nur für LinkedIn gilt die Ausnahme und es wird von chinesischen Geschäftsleuten gerne und mit Erfolg genutzt. Wie Sie hier lesen, vereint das Netzwerk sehr sehr viele verschiedene Kulturen bzw. Fremdsprachen.
  • In Europa sind folgende Länder besonders aktiv auf LinkedIn: UK, Frankreich, Spanien, Italien und Niederlande. Selbstverständlich finden Sie auch Kontakte aus Skandinavien, Ost- und Südosteuropa.
  • Ein großer Anteil der Niederländer, Deutschen, Österreicher, Spanier und Franzosen verfügen über gute oder sehr gute englische Fremdsprachenkenntnisse. Viele Geschäftsleute beherrschen mehr als nur eine Fremdsprache und agieren international.
  • Dank Schüleraustausch-Programmen, Studienjahren im Ausland oder Tätigkeit in internationalen Unternehmen, verfügt heute fast jeder über Kontakte aus anderen Ländern.
  • Ihr Unternehmen möchte in Zukunft auch Produkte und Dienstleistungen in andere Länder verkaufen? Was macht mehr Sinn, als auch eine Seite in der Sprache des Landes anzulegen, mit welchem Sie Geschäftsbeziehungen pflegen bzw. neue Geschäftspartner suchen?
  • Wenn Sie über gute bzw. sehr gute Fremdsprachenkenntnisse verfügen, dann zeigen Sie das ruhig, indem Sie Ihr Profil in diesen Sprachen anlegen. Jede Sprache, die Sie in Wort und Schrift beherrschen, macht m.E. nach Sinn. Ein großer Vorteil ist, dass der LinkedIn-Such-Algorithmus Ihre Key-Wörter aus den verschiedenen Sprach-Versionen addiert und Sie im Ranking weiter oben erscheinen. Daher bringt das Einrichten eines multilingualen Profils einen kostenfreien SEO-Vorteil für Ihre Personal-Branding-Aktivitäten auf LinkedIn.

Wie richten Sie das mehrsprachige Profil ein?

Wenn Sie bereits ein persönliches Profil auf LinkedIn eingerichtet haben, dann wurde beim Einrichten eine „Default-Sprache“ angelegt. Für die meisten deutschen Mitglieder wird das Deutsch sein, es gibt aber auch viele, die sich von Anfang an für ein englisches Profil entscheiden.

Wenn Sie in den Bearbeitungs-Modus Ihres LinkedIn-Profils gehen, können Sie parallel zu Ihrem bereits angelegten Profil parallel das Profil in anderen Sprachen anlegen. Wenn Sie auf mein Profil gehen, werden Sie sehen, dass ich ein englisches, französisches und deutsches Profil angelegt habe. Profil-Besucher aus Amerika oder UK werden dann automatisch auf mein englisch-sprachiges Profil gelotst. Sehr praktisch, wie ich finde.

Wenn ein Besucher Ihres Profils LinkedIn in einer Sprache benutzt, in welcher Sie kein Profil eingerichtet haben, dann sieht er das Profil in Ihrer Default-Sprache. Das ist der Grund, warum es Sinn machen kann, gleich beim Einrichten das englische Profil als Default anzulegen.

Die einzelnen Sprach-Profile erscheinen in den Suchmaschinen und jedes kann, wie hier von LinkedIn beschrieben, über eine extra Url erreicht werden.

Seit Februar/ März 2018: kann man beim Besuch eines Profils rechts sehen, ob das Profil in verschiedenen Sprachen angelegt worden ist. So kann man auf Wunsch auch mit einem Klick in eine andere Sprache wechseln:

So gehts:

Gehen Sie in den Bearbeitungs-Modes Ihres LinkedIn-Profils indem Sie links auf den Kasten mit Ihrem Bild klicken.

Auf der rechten Seite finden Sie die folgende Auswahl-Möglichkeit:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie auf „Weitere Sprache hinzufügen“ klicken, können Sie aus einem „Drop-Down-Menü“ aus einer Vielzahl von Sprachen auswählen.

Sie haben in dem Formular die Möglichkeit, Ihren Namen in einer anderen Sprache zu ändern (Das macht bei einigen Sprachen bei Umlauten Sinn oder aus kulturellen Gründen, wenn z.B. der Mädchenname noch mit erscheinen sollte). Als nächstes steht die Übersetzung des Profil-Slogans bzw. Überschrift an. Diese können Sie nachträglich jederzeit ändern.

Wie wechselt man zu einer anderen Sprach-Version eines LinkedIn-Profils?

Wenn Sie in Ihrem eigenen LinkedIn-Profil die anderen Sprache sehen möchten, gehen Sie, wie beim Einrichten vor. Rechts können Sie eine andere Sprache auswählen.

Wie können Sie beim Besuch von Profilen andere Mitglieder vorgehen? Leider ist mit der Einführung des neuen Designs (Februar 2017) dieses Auswahlfenster abgeschafft worden. Alternativ können Sie an die URL hinten ein /EN, /FR oder /GER anhängen und sehen, ob es das Profil auch auf Englisch, Französisch oder Deutsch gibt. Die frühere Möglichkeit war meines Erachtens nach deutlich besser, weil sie gleich implizierte, dass überhaupt eine  weitere Sprachversion angelegt worden ist.

Wie ist das mit den Übersetzungen?

Bitte beachten Sie, dass LinkedIn keine automatische Übersetzung durchführt. Ihr gesamtes fremdsprachliches Profil sollte von Ihnen selbst bzw. von einem professionellen Übersetzer übersetzt werden. Sprechen Sie mich an, wenn Sie hierbei Unterstützung benötigen. Dank meines Netzwerkes können auch Sie sehr bald über ein professionelles mehrsprachiges Profil verfügen.

 

Internationales Social Media: Braucht jede Sprache einen extra Social-Media-Account?

Bunte Merkzettel und Notizhalter zum Thema „Fremdsprachen“

Ist ein Unternehmen in verschiedenen Ländern aktiv, stellt sich die Frage, ob für jedes Land bzw. jede Sprache ein separater Account benötigt wird. Meistens ist es so, dass der Facebook-, Twitter- oder Google+-Account des Landes, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat, genügend Zeit hatte zu wachsen und sich schon eine größere Fan-Gemeinschaft aufbauen konnte. Umso verständlicher mag man dann im neuen Land nicht wieder bei Null anfangen.

Eine Internationalisierung braucht ihre Zeit und erfordert sehr viele Ressourcen. Sind Zeit und Personal knapp, bedeutet das Einrichten von weiteren Accounts viel Aufwand. Wie wichtig ist es, sich die Mühe zu machen und wieder geduldig eine neue Fan-Gemeinschaft aufzubauen?

Ich sage: Es kommt darauf an:

  1. Um welche Social-Media-Plattform es sich handelt.
  2. Wieviel Zeit/ Mühe das Unternehmen in Social-Media investieren will und kann.

Generell bin ich der Meinung dass es durchaus Sinn macht, im Rahmen der internationalen Social-Media-Strategie auf unterschiedliche Accounts für verschiedene Länder zu setzen. Social-Media beruht auf lokalen Inhalten und auf Dialog und das geht nunmal am besten in der Landessprache mit den lokal-relevanten Inhalten.

Facebook und Twitter:

Wenn Sie in Bezug auf Facebook und Twitter noch am Zögern sind, dann können die folgenden Gründe für lokale Accounts Sie vielleicht überzeugen:

Der Dialog wird persönlicher 

Ein Account in der jeweiligen Landessprache macht eine direktere Kommunikation mit Landsleuten möglich. Geht es Ihnen nicht auch so, dass Sie sich direkter angesprochen fühlen, wenn die Ansprache auf Deutsch erfolgt, auch wenn Sie sehr gut Englisch sprechen können? Es ist nachgewiesen, dass es somit einfacher ist, mit Kunden bzw. Fans in den Dialog zu treten, was auch dazu führt, dass man mehr Follower generieren kann. Ein Account in der Landessprache kann von lokalen Veranstaltungen berichten, sich mit Fans aus der gleichen Stadt verabreden, lokal stattfindende Gewinnspiele organisieren und zielgerichteter kommunizieren. Die Kommunikation kann somit auch leichter von online zum offline übergehen.

Lokale Suche wird erleichtert 

Im Rahmen der Social-Media-Strategie sollte festgelegt werden, dass je Land auch lokale Inhalte gepostet werden. Also nicht einfach Artikel oder Videos aus einem Land in die anderen Länder kopieren, sondern jeweils für einen Großteil der Postings eigene Inhalte finden, die die Menschen in dem Land interessieren. Damit erreichen Sie auch die lokalen Leute und werden besser gefunden.

Bessere Übersichtlichkeit

Twitter-Accounts die nur in einer Sprache kommunizieren, wirken übersichtlicher, was zur Folge hat, dass ihnen häufiger gefolgt wird. Denn nur wenn die Kommunikation klar und eindeutig wirkt, entsteht bei vielen auch der Wunsch, mehr davon zu lesen.

Schnellere Kommunikation/ Einfachere Organisation

Sobald der Landesaccount vom jeweiligen Country-Manager gepflegt wird, ist der Kommunikationsweg einfach und direkt, in den meisten Fällen wird dieser selbst in der Lage sein, Fragen zu beantworten und auf die Kommentare in Social Media einzugehen. Wird der Account zentral gepflegt und kommen lokale Anfragen, muß erst Rücksprache genommen werden, was zu Zeitverzögerungen führen kann. Gerade Twitter ist schnelllebig, wenn eine Antwort zu lange auf sich warten lässt, verliert das Netzwerk an Wirksamkeit.

Business-Netzwerk LinkedIn:

Am Anfang meines Artikels habe ich erwähnt, dass es auf die Plattform ankommt.

Ich bin zwar ein großer Fan von lokalen Accounts auf Facebook bzw. Twitter. Bei anderen Netzwerken haben Sie wieder andere Möglichkeiten, sich auf internationaler Ebene zu präsentieren. Auf LinkedIn, dem weltweit größten Business-Netzwerk mit ca. 300 Millionen registrierten Nutzern sollten Sie mit einem international tätigen Unternehmen nicht fehlen. Ich empfehle Ihnen, dort eine Unternehmensseite einzurichten und Ihre Postings mit Hilfe des Targeting so zu verteilen, dass jedes Land auch Informationen in seiner Sprache erhält. Dank der Möglichkeit, dass man bei LinkedIn für Unternehmensseiten auch Administratoren ernennen kann, können die Postings in fremden Sprachen von den entsprechenden Country Managern auch selbst erstellt werden.

Bilder-Netzwerke wie Pinterest:

Hier läuft die Kommunikation hauptsächlich über die Sprache und die beigefügten Hashtags erleichtern nur die Suche nach den wichtigsten Begriffen. Je nach Branche oder Produkten ist es für viele Länder völlig ausreichend, wenn mit englisch-sprachigen Hashtags gearbeitet wird. Hier halte ich es nicht für zwingend notwendig, einen extra Account für verschiedene Sprachen einzurichten.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Accounts in der Landessprache? Wie schnell ging es, sich eine kommunikationsbereite Fan-Gemeinschaft aufzubauen? Ich freue mich über Ihr Feedback!

 

 

 

 

 

Wie spreche ich ein internationales Publikum mit meiner Facebookseite an?

Travel the world monuments concept 3

Auf Ihrer deutschen Facebookseite wurde ein englischer Kommentar hinterlassen und auch die Statistik verrät: Ihre Fans kommen aus den USA, China, Frankreich und Mexiko. Was nun? Sollten wir unsere Posts nun auch in einer anderen Sprache posten?

Je nachdem was die Unternehmensziele sind, macht es Sinn, sich mit den verschiedenen Möglichkeiten vertraut zu machen. Wenn Sie ins Ausland expandieren möchten und Ihre Produkte aktiv ausländischen Kunden anbieten möchten, dann ist die Ansprache des internationalen Publikums ein wichtiger Aspekt Ihrer Auslandskommunikation.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten welche ich hier etwas genauer beschreiben möchte.

1) Verschiedene Facebookseiten für Länder oder Produkte

Wann ist das die richtige Entscheidung?
Sie expandieren ins Ausland und möchten gezielt Fans in diesem Land mit individuellen Inhalten ansprechen und betreuen, dann empfehle ich eine eigene Seite pro Land. Wichtig ist hier, dass Sie Ideen und Inhalte für eine regelmäßige Fan-Ansprache auf Facebook haben, so dass die Seite auch langfristig mit interessanten und nützlichen Inhalten in der Landessprache gefüllt werden kann.

Um ein paar Beispiele zu nennen, folgende Unternehmen haben sich für diese Art der Kommunikation entschieden und Facebook-Landesseiten eingerichtet:

Meist entscheiden sich für diese Art der Kommunikation größere Unternehmen welche in jedem Land Mitarbeiter mit entsprechendem Fachwissen haben.

2) Zielgruppen-spezifische Ansprache auf einer Facebookseite

Dies ist der schnellste Weg, zielgerichtet zu posten und unterschiedliche Zielgruppen individuell anzusprechen. Für sporadische Posts in einer anderen Sprache oder für kleinere Unternehmen ist es schnell eingerichtet und empfehlenswert wenn die direkte Zielgruppenansprache nicht allzu häufig erfolgen sollte. Mit wenigen Mausklicks lässt sich das bei den Facebook-Einstellungen einrichten.

Es gibt Ihnen die Möglichkeit, Posts in verschiedenen Sprachen an die richtigen Landsleute zu senden und das mit nur wenigen Mausklicks. Einige Anwendungsbeispiele können sein:

  • Das Sonderangebot für UK versenden Sie nur an Fans in UK, das Gewinnspiel anlässlich des „Tag der Deutschen Einheit“ nur an ihre deutschen Fans.
  • Es bietet sich auch für Spezialangebote an, die z.B. nur für Frauen oder Männer gedacht sind wie Muttertagsaktionen.
  • Oder wenn Sie ein Angebot haben, welches sich nur an eine bestimmte Altersgruppe richtet wie z.B. ein Spezialtarif für Jugendliche.
  • Sie laden zu einer Veranstaltung in einer bestimmten Stadt ein.

Eine genaue Anleitung wie das funktioniert, gibt es hier.

Wie auch immer Sie sich entscheiden, bei beiden Varianten ist eine klare Strategie und gute Planung notwendig, so dass Ihnen die Themen nicht ausgehen und ihre Fans regelmäßig etwas Spannendes zu Gesicht bekommen. Gerne berate ich Sie hierzu.

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5 Tipps für Internationales Social Media mit kleinem Marketing-Budget

sparschwein mit tschenrechner

In meinem letzten Artikel bin ich auf Möglichkeiten eingegangen, wie man seine Social Media Kanäle organisieren kann, wenn man Kunden in verschiedenen Sprachen ansprechen möchte. Dabei habe ich mich auf Facebook und Twitter konzentriert und ein wenig Google+ beleuchtet.

Mit meinen folgenden 5 Tipps können Sie die Kosten für Übersetzungen minimieren bzw. Social Media global einsetzen und ihren Bekanntheitsgrad erhöhen, ohne X verschiedene lokale Seiten in den sozialen Netzwerken einzurichten und dann auch pflegen zu müssen.

  1. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: Social Media lebt von Bildern und Videos. Neben der Konversation ist das ein sehr wichtiges Mittel um erfolgreich zu sein. Es ist  nachgewiesen, dass Posts mit Bildern häufiger geliked und geteilt werden. Ihre Beiträge auf der Facebook-Unternehmensseite sowie bei Google+ sollten so oft wie möglich ein möglichst aussagekräftiges Foto enthalten.
  2. Die Kernaussage sollte kurz und prägnant sein, dann bleibt der Mehraufwand für Übersetzungen überschaubar. Wenn Sie mehrere lokale Seite haben, Ihr Budget für Übersetzungen aber begrenzt ist, konzentrieren Sie sich auf wenige aber umso „knackiger“ formulierte Aussagen, die häufiger wieder verwendet werden können.
  3. Pinterest: lebt von Bildern und freut sich steigender Beliebtheit – ohne viele Worte. Wie ich in Studien gelesen habe und in diesem Artikel geschrieben habe, ist ein hoher Anteil der Nutzer weiblich. Daher ist es für jedes Unternehmen, welches eher weibliche Kunden ansprechen möchte, fast ein Muß. Pinterest ist als PR Tool und Imageverbesserer fast unschlagbar. Nutzen Sie auch hier die Kraft der Bilder um an ein internationales Publikum heranzutreten.
  4. Wie schaut es mit Blogs aus? Ich vertrete die Meinung, dass ein Fachblog durchaus mit wenigen Sprachen auskommen kann oder je nach Größe des Unternehmens und der Ziele in einer Sprache ausreichend ist. Laut der Internet World Stats führt Englisch mit 526,6 Millionen Nutzern die Top 10 Liste an, andere Sprachen wie Chinesisch holen allerdings enorm auf. Gerade in der IT-Branche liest und spricht man sehr gut Englisch. Daher kann es völlig ausreichen, ein B2B-Unternehmensblog nur in Englisch zu führen. Stellen Sie sich einfach ein paar Fragen: Wie schätzen Sie die Sprachkenntnisse Ihrer Kunden ein? Versteht der Wunschkunde englische Texte?
  5. Bauen Sie Kooperationen mit lokalen Experten auf, welche für Sie die Kommunikation im Ausland übernehmen. Während meiner Tätigkeit bei AMD haben wir mit finnischen Experten im Bereich Übertakten von Hardware zusammengearbeitet und z.B. von ihrer Expertise für unsere internationalen PR Veranstaltungen profitiert. Die Korrespondenz erfolgte in englischer Sprache, die daraus resultierenden Artikel wurden jeweils in der Landessprache erstellt. Während sich die ersten Tipps auch kurzfristig umsetzen lassen, handelt es sich bei diesem letzten Punkt allerdings um eine eher langfristige Aktivität.

Und ist für Ihr Unternehmen oder Ihre Branche ein Tipp dabei gewesen? Gerne erstelle ich ein Konzept welches zu Ihren Produkten und Unternehmen passt.

 

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Mehrsprachige Social Media Kanäle im Marketing Mix

Bunte Merkzettel und Notizhalter zum Thema „Fremdsprachen“

Sie twittern bereits und eine Facebookseite haben Sie auch? Und nun möchten Sie auch ihre Kunden im Ausland ansprechen bzw. Ihre ausländischen Filialen wollen ihre Marketing-Aktivitäten durch Social Media ergänzen?

Eine Facebookseite oder mehrere regionale Seiten ist hier die Frage!

Als deutsches Unternehmen werden Sie Ihre Social Media Kanäle sinnvollerweise auch in Deutsch betreuen wollen. Je nachdem in welche Regionen verkauft werden soll, sollten Sie sich Gedanken machen, mit welcher Sprache die meisten Leser erreicht werden können. Ich würde mit wenigen verschiedenen Sprachen anfangen und sehen wie das läuft. In vielen Fällen reicht es dann, sich für Englisch und Deutsch zu entscheiden. Haben Sie eine Filiale in Frankreich, dann macht es natürlich Sinn, seine Social Media Aktivitäten auch in Französisch durchzuführen und die Kunden in ihrer Sprache anzusprechen.

Handelt es sich um B2B oder B2C Kommunikation? Sprechen Sie die Kunden im B2C an, sind regionale Seiten meist eher notwendig als im B2B. Hier gibt es oftmals eine Fachsprache und eine deutschsprachige oder englische Seite reicht völlig aus.

Ihre Facebookseite besteht seit einiger Zeit, alles läuft gut und Fans aus anderen Ländern sind keine Seltenheit? Hier gibt es eine empfehlenswerte Regel: Wenn mehr als 5% der Gesamt-Fanzahl bei Facebook aus einem Land kommt, macht es Sinn diese Fans auch in ihrer Sprache anzusprechen.

Hier gibt es verschiedene Ansätze – Sie bleiben bei einer Seite und versenden per „Targetting“ die Nachrichten in verschiedenen Sprachen an die Fans. Vorteile: Sie haben eine zentrale Stelle für Ihre Aktivitäten und können dennoch nach Zielort und Sprache ihre Postings an bestimmte Zielgruppen versenden. Hier im Video wird erklärt wie man das macht.

Nachteile: es kann, wenn man direkt auf die Facebookseite geht, sehr unübersichtlich werden und diese Methode ist auch anfälliger für Fehler. Wie schnell klickt man mal falsch und die französischen Fans erhalten plötzlich ihre Posts auf Deutsch oder Polnisch.

Die aufwändigere Methode ist das Aufsetzen einer globalen Seite und Einrichten von regionalen Facebookseiten für lokale Social Media Aktivitäten. Bei größeren Unternehmen wie Starbucks ist das der Fall. Von der Facebookseite kommt man über den Tab „International“ auf diese Seite wo man auf eine Auswahl von 36 Ländern trifft. Wählt man z.B. United Kingdom, so landet man hier.

Vorteile: Die Lokalisation der jeweiligen Landesseite lässt sich sehr gut organisieren. Ein Nachteil ist sicherlich der höhere Aufwand, welcher sich je nach Größe des Unternehmens und der Ziele mit Sicherheit auszahlt.

Ein Beispiel für ein weiteres Unternehmen mit regionalen Facebookseiten ist World Vision. Unter anderem gibt es eine deutsche Seite, USA-Präsenz sowie eine UK-Variante. Beide Seiten sind nicht miteinander verbunden.

Desweiteren nutzt World Vision auch Google+ mit diesem Account wo man auch Seiten in den verschiedenen Sprachen vorfindet: World Vision ChileWorld Vision Peru, und World Vision USA und andere.

Wie geht man beim Kurznachrichtendienst Twitter am besten vor? 

Wenn Sie vor haben, in verschiedenen Sprachen zu twittern, dann empfiehlt es sich, für jede Sprache einen extra-Account einzurichten. Somit kann man auf lokale Gegebenheiten am besten reagieren und erreicht leichter seine Zielgruppe im jeweiligen Land bzw. in der gewünschten Sprache. Ich selbst habe vor kurzem angefangen auf Französisch zu twittern, was für mich der perfekte Weg ist um am Ball zu bleiben was in der französischen Social Media Welt passiert. Zahlreiche Unternehmen wie hier im Beispiel Dell machen das ähnlich. Da wird auf Spanisch, Französisch und Englisch getwittert.

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