Wie behandelt der LinkedIn-Algorithmus Ihre Beiträge?

Herbst 2020: Kürzlich hat der niederländische LinkedIn-Experte Richard van der Blom mit Hilfe seines Netzwerkes eine neue Studie veröffentlicht, welche sehr gute Einblicke in den neuen Algorithmus, welcher seit Mai 2020 aktiv ist, gibt.

Seitdem wissen wir, dass die Verweildauer der Leser in den Beiträgen einen positiven Einfluss auf die Reichweite hat. Wenn Sie Inhalte gepostet haben, welche von den LinkedIn-Mitgliedern länger (und wenn es nur Milli-Sekunden sind) angeschaut werden, hat das eine positive Auswirkung auf den weiteren Erfolg der Beiträge. Früher wurde nur gemessen, ob ein Beitrag schnell Likes und Kommentare, also Engagement erhalten hat.

Wir haben daraus gelernt, gut formulierte Texte, die spannend formuliert sind, mehrere Fotos oder auch PDFs bzw. Powerpoints zu posten, um die Nutzer zum Verweilen einzuladen.

Folgende Formate sind beim Posten im ersten Schwung auf LinkedIn besonders effektiv. Der Algorithmus entscheidet danach, wie die Verweildauer war, wie oft geliked/ kommentiert wurde und gibt den Beiträgen weiteren Chancen, gesehen zu werden oder halt auch nicht.

Reichweitenstarke Beiträge:

  • Beiträge aus reinem Text (max. 1300 Zeichen) + einem Foto: + 25 – 50%
  • Beiträge mit Text inklusive einem Dokument (Slideshow, PDF, PPT) + 40 – 60%
  • Beiträge mit einem nativen video (oder Vimeo)* + 20 – 40 %

Reichweiten-Verluste:

  • Vorprogrammierte Beiträge über externe Anbieter: – 25 – 50%
  • Umfragen, verglichen mit allgemeinen Posts: -10 – 30%
  • YouTube-Video: – 30 – 55%
  • External links: -10 – 30%
  • Blogartikel via LinkedIn Publishing: – 70 – 90% (ich empfehle diese trotzdem, da sie Abonnenten sammeln können, den Artikel mehrfach posten können und er in Ihrem Profil lange auffindbar bleiben kann).

Posten von externen Links

Schon seit langem wurde das Verlinken auf andere Seiten nicht gerne gesehen. LinkedIn wünscht sich, dass die Nutzer auf der Seite bleiben und nicht auf anderen Seiten wie Youtube, Unternehmensblogs etc. hängenbleiben. Bestraft wurde und wird das Verlinken auf externe Seiten mit einer deutlich verringerten Reichweite.

Meinen früheren Tipp, den Link einfach in den Kommentar zu posten, möchte ich hiermit zurücknehmen. Laut der neuen Erkenntnisse ist es sinnvoller, den externen Link in den Beitrag nachträglich einzufügen, sprich nach dem Posten den Beitrag zu bearbeiten. Klicken Sie dazu in Ihren Beitrag auf die drei Punkte rechts oben, dann im Menü auf „Beitrag bearbeiten“. Siehe Screenshot.

Wann ist die beste Zeit zum Posten?

Orientieren Sie sich an der Uhrzeit zu welcher Ihre Zielgruppe am aktivsten ist. In meinem Fall und so zeigt es auch das Ergebnis der Studie: Wochentags, zwischen 8.00 Uhr und 10.00 Uhr ist perfekt. Am Wochenende sind nur ca. 50% der Nutzer aktiv, gepostet wird aber derzeit an den freien Tagen nur von ca. 25% der aktiveren Nutzer. Daher können sich diese Tage wunderbar eignen, um richtig hohe Reichweiten erlangen. Seien Sie also mutig und testen auch mal andere Zeiten aus, nicht nur das oben angegebene Zeitfenster.

Hashtags

Wenn Sie bisher keine Hashtags in Ihre Beiträge eingefügt haben, sollten Sie damit anfangen. Es wird vermutet, dass das Folgen von Themen (Hashtags) die eher ineffektiven Gruppen ersetzen könnte. Es hilft Ihnen, sich als Experten zu einem Thema zu positionieren. Recherchieren Sie vorab die für Sie geeigneten Hashtags, so dass Sie vor allem Begriffe verwenden, welchen bereits viele Nutzer folgen (um die 100.000 Follower oder mehr). Gerne ergänzen Sie durch Hashtags Ihrer spezifischen Nischen-Themen. Die ideale Anzahl pro Beitrag liegt bei 3-9 Hashtags. Weniger oder mehr davon sollte man vermeiden. Wo die Hashtags im Beitrag eingefügt worden sind, hat wohl keinen Einfluss auf den Algorithmus. Ich finde es sinnvoll und gut lesbar, wenn 1-2 Hashtags am Anfang und die übrigen ganz am Ende des Beitrages stehen.

Teilen von Beiträgen

Das Teilen von Beiträgen sollten Sie in Zukunft besser vermeiden. Warum? LinkedIn erkennt sofort, dass der Beitrag schon da war und somit Duplicate Content gepostet wird. Das gilt vor allem auch für Unternehmensbeiträge. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter lieber auf, eigene Beiträge zu veröffentlichen oder die Unternehmens-Posts zu kommentieren.

Eine Ausnahme gibt es allerdings. Wenn Sie einen Beitrag teilen und der ursprüngliche Autor hinterlässt einen Kommentar, kann der Beitrag dennoch 3-4 mal mehr Reichweite erzielen als ohne diesen Hack.

Machen Sie mit und kommentieren Sie!

Ran an die Tasten! Das Kommentieren wird von LinkedIn ganz besonders belohnt. Laut der neuen Studie erhalten Beiträge 2 x mehr Ansichten, wenn kommentiert worden ist.

Idealerweise kann der Autor eines Beitrages innerhalb der ersten zwei Stunden nach dem Posten mit Kommentaren reagieren. Das hat eine zusätzliche positive Auswirkung auf die Reichweite der Beiträge.

  • Wenn Sie die Aktivitäten der Unternehmensseite Ihres Unternehmens unterstützen wollen: Kommentieren Sie!
  • Sie möchten mehr Profilbesuche von „fremden“ Leuten? Kommentieren Sie!

Video-Content

LinkedIn mag native Videos. Das heißt, Sie können die Video-Dateien als Beitrag in Formaten wie QuickTime, ASF, AVI, FLV, MPEG-1, MPEG-4, MP4, VP8, VP9, WMV2, WMV3 und anderen direkt einfügen und anspielen lassen. Die ideale Länge der Videos liegt bei 30-60 Sekunden. Längere Videos kommen mit größeren Verlusten daher: Mehr als 10 Minuten sollte man gar nicht erst versuchen…Weitere interessante Informationen zu Video-Marketing gibt es in diesem Artikel.

Das externe Verlinken auf Youtube ist eher kontraproduktiv, es sei denn, Sie befolgen den Tipp weiter oben zu den externen Links. Im Profil selbst hingegen können Sie gerne Youtube-Videos in den Bereich „Vorgestellt“ oder unterhalb der Berufserfahrung oder Ausbildung einfügen.

Publizieren von Blogartikeln über LinkedIn Publishing

Die Publishing-Funktion mit Artikeln im längeren Format gibt es schon lange, allerdings sind die Reichweiten auch schon seit Jahren eher bescheiden. Dennoch haben Blogartikel für das Personal Branding Potenzial: Sie bleiben im Profil erhalten, können mehrfach gepostet werden und helfen, den Expertenstatus aufzubauen. Dank einer neuen Funktion kann man die Artikel als Newsletter posten und Abonnenten sammeln (wird seit einigen Monaten auch global eingeführt), bekommen die Artikel einen neuen Stellenwert. Abonnenten erhalten eine Nachricht, dass der Artikel online ist. Dadurch können die Artikel dann doch bis zu 4 mal mehr Nutzer als „normale“ Artikel erreichen.

Wie Sie einen Blogartikel veröffentlichen, habe ich hier vor längerer Zeit erklärt.

Fazit

Zusammenfassend möchte ich sagen: Content bleibt King: Je länger die Verweildauer im Beitrag, desto höher kann die Reichweite gehen. Konzentrieren Sie sich daher auf sinnvolle Beiträge, die interessant für Ihre Zielgruppe sind. Da wir uns auf LinkedIn aufhalten und das Netzwerk ein Business-Netzwerk bleiben soll, sorgen wir dafür, dass es auch so bleibt. Dennoch darf auch in Ausnahmefällen mal ein Beitrag publiziert werden, der nicht alle oben beschriebenen Kriterien erfüllt oder zur Unterhaltung gepostet wird. Das Netzwerk ist für Menschen gemacht, also sollten unsere Inhalte auch entsprechend aufbereitet sein.

10 Tipps rund um LinkedIn Live

Laut einer LinkedIn-Statistik gibt es 24 x mehr Kommentare auf LinkedIn Live Videos als auf „native“ Videos. 62% der Unternehmen planen, das Tool in Zukunft einzusetzen und 73% der befragten B2B-Marketingleute sagen, dass die Videos eine positive Auswirkung auf den Marketing-ROI haben. Das alleine können schon Argumente sein, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Ich muß allerdings erwähnen, dass es sich nach wie vor um ein Beta-Programm handelt und möglicherweise nicht jede Antragstellung auf die Nutzung von LinkedIn Live bestätigt wird. Dennoch vielleicht interessieren Sie sich für das Thema und möchten mehr darüber erfahren:

In meinem Artikel habe ich für Sie zehn Fakten über LinkedIn Live zusammengetragen:

1) LinkedIn Live wird für Einzelpersonen und Unternehmensseiten angeboten, zumindest auf „Antrag“. Einzelpersonen, die über ihr Persönliches Profil streamen möchten, bewerben sich über diesen Link: Als Unternehmensseite nutzen Sie Ihren Werbe-Account oder den gleich Link und klicken „Unternehmensseite“ statt Mitglied im Formular an.

Das Streaming-Angebot soll nach wie vor nur für eine begrenzte Anzahl an Nutzern zugängig gemacht werden. Das heißt, die Anfrage kann auch abgelehnt werden, auch wenn Ihr Profil professionell eingerichtet ist und Sie die auf der Seite erwähnten Bedingungen wie z.B. dass man bisher auch Videos erstellt hat, man die Zwei-Faktor-Authentifizierung eingestellt hat und einen aktiven Interaktionsverlauf vorweisen kann.

2) LinkedIn bittet ausdrücklich darum, dass die Inhalte auf LinkedIn professionell, respektvoll und sicher sowie mit deren Richtlinien für eine professionelle Community vereinbar sind.

3) Bevor Sie nach der Freigabe live starten können, benötigen Sie ein Broadcasting Tool von einem Drittanbieter wie z.B. Socialive, Switcher Studio, Restream oder StreamYard. LinkedIn macht hierfür in der folgenden Liste ein paar Vorschläge. Testen Sie das Tool vorab und integrieren Sie es als Nächstes in LinkedIn.

4) LinkedIn Live ist, wie es das Wort schon sagt, immer live. Streamen geht nur in Echtzeit. Das heißt, Sie sollten sich für ein knackiges Thema entscheiden und gut vorbereitet sein, damit Sie sich nicht blamieren. Die Rahmenbedingungen könnten Sie vorab üben, als Unternehmen setzen Sie auf Personen, welche sich auch live sicher und wohl fühlen. Am besten ist es, wenn mindestens zwei Personen das Streaming durchführen, um professionell auf eventuelle technische Probleme reagieren zu können. Ein Moderator könnte die Kommentare und Likes als auch die Technik managen, während die andere Person die Session leitet, sich um die Inhalte kümmert.

5) Inhaltliche Themen für LinkedIn Live:

  • How-To-Tipps aus Ihrem beruflichen Alltag,
  • ein Interview mit einem Experten aus Ihrem Unternehmen.
  • aus der Sicht als selbständige Beraterin kann es auch ein Experte sein, der gut ergänzend zu Ihren Themen passt.
  • eine Berichterstattung direkt von einer Veranstaltung (Messe)
  • Produkteinführung und Experten-Statements mit einem Entwickler
  • eine Produktvorführung, soweit möglich
  • Live Präsentation von einer Unternehmensveranstaltung wie z.B. Jubiläum, Merger, 1. Arbeitstag der Azubis etc.

Unter dem folgenden Link finden Sie Ideen von LinkedIn selbst: https://business.linkedin.com/de-de/marketing-solutions/linkedin-live.

6) Interaktion ist alles. Seien Sie authentisch und auf kleinere Überraschungen gefasst. Der Mehrwert dieser Sessions ist es, dass Sie mit Ihrer Zielgruppe direkt kommunizieren und auf deren Fragen eingehen können. Der Moderator könnte die Fragen vorlesen und live beantworten.

7) Es empfiehlt sich, die Live-Session im regelmäßigen Rhythmus stattfinden zu lassen, wie z.B. immer am Freitag Vormittag, 10.00 Uhr oder Mittwoch Abend, 18.00 Uhr. Diese Regelmäßigkeit vermittelt Vertrauen, es gibt Ihnen die Möglichkeit mit den gleichen Personen zu interagieren. Planen Sie die Sessions nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang ein. LinkedIn empfiehlt eine Länge von mindestens 15 Minuten. Bei Live-Sessions sollte man auch berücksichtigen, dass nicht alle Teilnehmer vom ersten Moment an dabei sein werden, sondern sich erst nach einigen Minuten einwählen.

8) Um gezielt Zuschauer aufmerksam zu machen, bewerben Sie die Live Sessions über verschiedene andere Kanäle. Beispielsweise könnten Sie über LinkedIn Sponsored Updates die Session 1-2 Tage vorab bewerben, einige Mitarbeiter könnten ihre Kontakte einladen. Auch über andere Social-Media-Kanäle des Unternehmens wie Twitter, Instagram, Facebook oder einen Unternehmens-Newsletter könnte die Live-Session beworben werden.

9) Um ein größeres Publikum zu erreichen, sollten, wie bei normalen Beiträgen auch, passende Hashtags für das Event verwendet werden. Neben #LinkedInLive können es branchen-spezifische Hashtags sein.

10) Nach dem Event könnte die Session als Aufnahme/ Replay im Feed als Video gepostet werden, so dass auch Nutzer, welche vorher keine Zeit hatten, das Video anschauen können. Wenn Sie möchten, können Sie das Video auch neben LinkedIn auf anderen Social-Media-Kanälen posten.

Testen Sie im Nachhinein den Erfolg der Sessions: Daten-Anylse

Folgende Daten/ Zahlen werden angezeigt und sollten für jede Ihrer Session analysiert werden:

  • – Höchste Teilnehmerzahl während der Live-Sendung
  • – Minuten, während welcher die Sendung geschaut wurde
  • – Gesamtanzahl an Zuschauern
  • – Zuschauer während der Live-Session vs. Replay

Engagement-Zahlen:

  • Anzahl der Reaktionen wie Likes, Kommentare und geteilte Beiträge

Unternehmen, die Live Streams in der Kommunikation einsetzen:

Cisco: Folgen Sie deren Unternehmensseite: https://www.linkedin.com/company/cisco/

Diese Liste werde ich von Zeit zu Zeit ergänzen.

5 Funktionen, die Jobsuchende auf LinkedIn kennen sollten

Falls Sie bereits auf Jobsuche sind oder in den nächsten Monaten starten möchten, empfehle ich Ihnen, sich intensivst mit der Optimierung Ihres LinkedIn-Profils zu beschäftigen. Mit diesem Artikel möchte ich auf weitere, für die Jobsuche sehr wichtige Funktionen aufmerksam machen.

Bitte sehen Sie diese als Ergänzung zu einem vollständigen Profil sowie der aktiven Nutzung der Publishing-Funktionen wie das Publizieren von Beiträgen, Kommentieren oder Schreiben von Blogartikeln. Ich bin der festen Überzeugung, dass man nur mit einem vollständig ausgefüllten und professionellen Profil die Aufmerksamkeit von Recruitern, Unternehmen und persönlichen Kontakten erlangt. Alleine die Überarbeitung der Rubrik „Kenntnisse und Fähigkeiten“ und das Hinzufügen eines gut formulierten Info-Textes machen oft schon viel aus.

Welche Funktionen sind für die Jobsuche besonders interessant?

1. #OpenToWork

Sie können direkt in Ihrem Profil, in Ihrem Foto anzeigen lassen, dass Sie „open to work“, also an Jobangeboten interessiert sind. Es wird links um Ihr rundes Profilfoto ein grüner Streifen angezeigt mit der Schrift #openforwork. Diese Anzeige kann ganz öffentlich gemacht werden bzw. auch nur für Recruiter, die mit einer Recruiter-Mitgliedschaft arbeiten, angezeigt werden. Profilbesucher aber auch Personen, die Ihre Beiträge im Newsfeed sehen, erkennen die grüne Kennzeichnung und könnten Sie bezüglich eines Jobangebotes kontaktieren.

Wie gehen Sie vor?

Klicken Sie in Ihr LinkedIn-Profil und gehen Sie auf „Profilbereich hinzufügen“. Es öffnet sich ein Fenster mit der folgenden Einteilung. Hinter der Frage: „Auf Jobsuche“ verbirgt sich mehr. Schauen Sie sich dort mal um.

Sie können angeben, ob Sie Vollzeit arbeiten möchten, welche Art der Position Sie interessiert, Sie sich aktiv bewerben und welchen Arbeitsort Sie bevorzugen.

Wichtig: Im unteren Bereich des Menüs, gibt es die Möglichkeit, einzustellen, ob alle Mitglieder auf LinkedIn oder nur Recruiter diese Einstellung sehen sollen.

Bitte berücksichtigen Sie Folgendes: LinkedIn versucht zu verhindern, dass Nutzer der Recruiter-Mitgliedschaft, die in Ihrem Unternehmen oder für Ihr Unternehmen arbeiten, Ihre in dem Bereich angegebenen Karriereziele nicht sehen. Allerdings ist es nicht möglich, eine 100-prozentige Geheimhaltung zu gewährleisten. Überlegen Sie sich daher sehr genau, ob und wie Sie diese Einstellung freischalten möchten.

2. Suchen Sie auf LinkedIn nach Jobs

Im oberen schwarzen Bereich finden Sie ein Aktenkoffer-Symbol, welches Sie zum Job-Bereich führt.

Dort können Sie selbst proaktiv nach Jobs suchen, die LinkedIn-Empfehlungen für Jobs durchscrollen, Jobsuchen speichern und Benachrichtigungen verwalten.

Als Premium-Nutzerin sehe ich zusätzlich:

– welche Jobs gerade aktiv ausgeschrieben sind, wie viele Bewerber sich über LinkedIn beworben haben und mir ein paar vergleichende Daten zu deren Kenntnissen, Karrierestufe, Ausbildung und Location anschauen.

– zusätzliche Informationen zu den ausschreibenden Unternehmen, sein Wachstum, Fluktuation bzw. durchschnittliche Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter.

Falls Sie eine Premium-Mitgliedschaft haben, sehen Sie Im Job-Portal auch eine Rubrik zum Thema Gehalt, genannt „LinkedIn Salary“. Dort erhalten Sie Richtwerte für die durchschnittlich gezahlten Gehälter in der ausgewählten Kategorie, nach Erfahrung. Die zusammengestellten Daten werden von LinkedIn-Mitgliedern freiwillig angegeben, je nach Job-Kategorie bzw. Höhe der Datenmenge sind die Werte aussagekräftiger oder auch nicht. Falls in Ihrem Bereich nur wenige Daten angegeben worden sind, ist die Aussagekraft nicht allzu hoch. Ein von mir durchgeführter Test beinhaltete Gehaltsinformationen von 86 LinkedIn-Mitgliedern zum Job des Social Media Managers aus der Metropolregion München. Ich denke mit den Werten lässt sich zumindest eine Tendenz erkennen.

Falls Sie die Funktionen kennenlernen wollen, geht dies mit einer Premium-Mitgliedschaft über diesen Link.

3. Premium-Mitgliedschaften für Jobsuchende

Um auf LinkedIn mehr Sichtbarkeit zu erlangen und die Jobsuche voranzutreiben, kann sich eine Premium-Mitgliedschaft lohnen. Zwar werden sehr viele Funktionen bereits mit dem kostenfreien Account freigeschaltet, aber das pro-aktive Anschreiben fremder Personen ist recht eingeschränkt. Gerade wer neu auf LinkedIn ist, besitzt noch nicht genügend Kontakte 2. Grades und stösst relativ bald an seine Grenzen. Da können ein paar InMails hilfreich sein. LinkedIn bietet daher gezielte Mitgliedschaften für Jobsuchende mit LinkedIn Essentials (nur in Deutschland, Stand 3.9.2020) und LinkedIn Career an. Die Mitgliedschaften können immer für 30 Tage kostenfrei getestet werden, bevor sie in ein bezahltes Abo umgewandelt werden. Bei diesen Abos zahlt man monatlich oder einen Jahresbeitrag, der etwas günstiger ist.

LinkedIn Essentials“ für nur 10,00 € monatlich (in Deutschland) mit den folgenden Funktionen:

  • Sie bekommen ein Guthaben von 5 InMails pro Monat. InMails sind kostenpflichtige Nachrichten an Nicht-Kontakte auf LinkedIn. InMails geben Ihnen die Möglichkeit, die fremde Person mit persönlicher Nachricht anzuschreiben und ihr eine Kontaktanfrage zu senden. Kontakte 2. Grades, also Personen, welche bereits mit Ihnen einen oder mehrere gemeinsame Kontakte haben, lassen sich mit Nachricht über das Wort „vernetzen“, kontaktieren. Wie das funktioniert, habe ich hier beschrieben.
  • Sie sehen eine Liste mit allen Profilbesuchern der letzten 90 Tage. Beim Basis-Account sehen Sie nur die letzten 5 Besucher. Nützlich wird diese Funktion dann, wenn Sie Ihre Profilbesucher per Nachricht kontaktieren und diese z.B. in Ihr Netzwerk einladen, sich erkundigen, warum sie Ihr Profil besucht hat. Nehmen Sie immer auch Bezug zum Profil der Person oder deren LinkedIn-Aktivitäten wie einen aktuellen Beitrag und suchen Sie nach Gemeinsamkeiten. Kontaktanfragen ohne Text und ohne persönliche Note gibt es leider schon genug. Der Bonus für Sie als Premium-Mitglied ist, dass Sie im Privatmodus andere Profile besuchen können, unerkannt bleiben und dennoch sehen, wer Ihr Profil besucht hat. Falls Recruiter oder andere Personen im Privatmodus Ihr Profil besucht haben, können Sie das leider nicht sehen.
  • Sie können sich mit anderen Bewerbern vergleichen und feststellen, ob Sie die Kenntnisse im Profil angegeben haben, über die andere Bewerber verfügen.
    Sie rutschen in den Suchergebnissen von Recruitern, die eine Mitgliedschaft wie Recruiter Lite besitzen, weiter nach oben. Wenn es viele Mitbewerber gibt, ist das eine interessante Funktion. Nicht jeder wird es in diese Liste schaffen.

LinkedIn Career bietet für 29,49 € monatlich folgende interessante Funktionen an (die ersten Funktionen sind bei beiden Mitgliedschaften gleich):

  • 3 InMails pro Monat um fremde Mitglieder oder Recruiter anschreiben zu können.
  • Sie sehen eine Liste mit allen Profilbesuchern der letzten 90 Tage. Beim Basis-Account sehen Sie nur die letzten 5 Besucher. Nützlich wird diese Funktion dann, wenn Sie die Profilbesucher per Nachricht kontaktieren und diese z.B. in Ihr Netzwerk einladen. Das finde ich sehr nützlich, denn so ein Besuch geschieht oft nicht ohne Grund. Der Bonus für Sie als Premium-Mitglied ist, dass Sie im Privatmodus andere Profile besuchen können, unerkannt bleiben und dennoch sehen, wer Ihr Profil besucht hat.
  • Bewerbereinblicke: Sie sehen, wie Sie im Vergleich zu anderen Bewerbern dastehen, woher diese kommen und über welche Kenntnisse diese verfügen, welche Ihnen ggf. für den Job fehlen.
  • Sie landen in den Bewerberlisten der Recruiter weiter oben und steigern damit Ihre Chance, gefunden zu werden.
  • Sie erhalten Zugriff auf Gehaltsdaten beim Durchstöbern von Jobs auf LinkedIn. Siehe auch meine Ausführungen weiter oben unter 2..
  • Last but not least: Der Zugriff auf „LinkedIn Learning“ als separate Videokurs-Plattform. Über eine Vielzahl an Videos (Onlinekurse und Fachvorträge) können Sie sich Tipps für die Bewerbung aber auch zu beruflichen Qualifikationen holen.

4. Weiterbildung mit LinkedIn Learning

Schauen Sie doch mal bitte auf LinkedIn in den Bereich „LinkedIn Learning“. Zu finden über „Mehr“, siehe Screenshot.

„LinkedIn Learning“ ist etwas versteckt im Menü „Mehr“ ganz oben in der schwarzen Leiste.

Falls Sie auf Arbeitssuche bzw. freigestellt worden sind, sollten Sie die „freie“ Zeit u.a. für Ihre persönliche Weiterbildung nutzen. Egal ob Online oder in Präsenz: Es gibt immer neue Kenntnisse und Qualifikationen, die man sich aneignen könnte und genau da setzt LinkedIn mit der Learning-Plattform an. Sie bietet Ihnen professionell erstellte Videos in sieben Sprachen mit Tipps für professionelle Bewerbungsunterlagen, das Vorstellungsgespräch, andere bewerbungsrelevante Themen aber auch zu fachspezifischen Qualifikationen aus der Berufswelt an. Da sie auf LinkedIn integriert ist, erkennt sie, welche Kenntnisse und Fähigkeiten heute und morgen auf LinkedIn im Recruiting besonders gefragt sind und passende Videos und Kurse werden dazu angeboten. LinkedIn Learning kann daher auch zum Erlernen von Themen wie Cloud Computing, Computergrafik, Google Analytics, Programmiersprachen, Arbeitsmethoden für Führungskräfte und vielem mehr genutzt werden.

Unter der Kategorie „Berufliche Weiterbildung“ kann ich bereits 375 Kurse und über 8000 Videos aufrufen. Selbstverständlich lässt sich diese Suche mit dem Klick auf passende Stichworte eingrenzen. Sie sehen, das Angebot ist groß und vielseitig.

Wer keine Premium-Mitgliedschaft hat, kann mal in die Suchfunktion von LinkedIn Learning schnuppern und sich die Vorschau der Videos anschauen, um ein Gefühl für das breitgefächerte Angebot zu bekommen.

Einige große Unternehmen bieten einen Zugang zu LinkedIn Learning bereits als Weiterbildungsprogramm für ihre Mitarbeiter an. Diese können sich dann Lernziele stecken und nach freier Zeiteinteilung an ihrer Entwicklung arbeiten.

Wer sich privat dort umschauen möchte, kann dies über die Mitgliedschaft „LinkedIn Career“ tun. Ich arbeite mit dem Sales Navigator und habe ebenfalls Zugang. Vor zwei Jahren wurde auch eine reine LinkedIn Learning-Mitgliedschaft angeboten. Über diesen Link erhalten Sie eine Übersicht zu den aktuellen Kosten für LinkedIn Learning. Unternehmen erhalten Lizenzen zu anderen Konditionen.

5. Setzen Sie auf Empfehlungen aus Ihrem Netzwerk

Bitten Sie Personen aus Ihrem unmittelbaren Umfeld, welche auch auf LinkedIn aktiv sind, um eine Empfehlung, welche öffentlich in Ihrem Profil angezeigt wird. Voraussetzung ist, dass Sie mit der Person vernetzt sind (sie Kontakt 1. Grades ist) und Sie bereits zusammen gearbeitet haben. Kunden, Kooperationspartner, Vorgesetzte, Mitarbeiter sind immer die besten Anlaufstellen für Empfehlungen.

Natürlich dürfen auch Sie aktiv werden und Ihren Kontakten Empfehlungen aussprechen.

Wie Sie selbst um Empfehlungen bitten, habe ich in diesem Artikel beschrieben.

Das waren meine fünf aktuellen Tipps für Ihre LinkedIn-Aktivitäten als Jobsuchender. Diese gehen Hand-in-Hand mit einer Profiloptimierung sowie der regelmäßigen Aktivität auf LinkedIn in Form von eigenen Beiträgen und dem Schreiben von Kommentaren.

Falls Sie Ihr Profil optimieren möchten, kann ich Ihnen meinen Ratgeber empfehlen, Sie finden ihn auf Amazon als E-Book und gedruckte Version. (Seit Oktober 2020 als überarbeitete Version).

Portraits by Intuitive by Patrick

Fotos: LinkedIn-Screenshots, Beitragsbild: Pixabay, Portrait: „Intuitive by Patrick“

Vorgestellt: LinkedIn-Profile mit besonderen Einblicken

Ungefähr im Februar diesen Jahres (2020) wurde von LinkedIn eine neue Funktion eingeführt, welche ich bereits in vielen Profilen beobachten konnte. Es geht um den Bereich „Vorgestellt“, unterhalb des Info-Textes. Dieser erlaubt es, dass man Medien, welche die Expertise veranschaulichen, zum Profil zufügen kann. Auch wenn das Zufügen der Bilder auch vorher möglich war, ist das Einfüge-Formular geändert worden und aus vorher Mini-Vorschau-Bildern wurden richtige Schaukästen.

Vorher sah es ungefähr so aus:

Kleine unscheinbare Bilder im LinkedIn-Profil, unterhalb des Info-Textes.

Inzwischen schaut es so, wie auf dem unten stehenden Screenshot aus. Sie sehen, die Bilder sind deutlich größer, allerdings werden nur zwei Bilder nebeneinander angezeigt.

Welche Medien können zugefügt werden?

  1. Beiträge
  2. Blogartikel
  3. Links
  4. Fotos, Dokumente, Präsentationen

Sie haben also die Qual der Wahl. Einerseits ist es möglich, viele verschiedene Medien beizufügen und nach rechts zu scrollen, andererseits wird das dritte Medium auf der rechten Seite bereits „abgeschnitten“.

Ich habe mich vorerst erstmal nur für zwei Medien in diesem Bereich entschieden und denke, dass es im Sinne des Personal Brandings mehr Sinn macht. Wie so oft, ist weniger manchmal mehr.

Hinzufügen von Beiträgen

Sie können einen selbst veröffentlichten Beitrag mit lebhafter Diskussion hervorheben, indem er unter Medien erscheint. Da ein solches Thema schnell an Aktualität verlieren könnte, sollte man hier dafür sorgen, dass immer mal ein neues Thema ausgewählt wird.

Hinzufügen von Blogartikeln

Gut passt es auch, im Bereich Vorgestellt einen besonders erfolgreichen Blogartikel einzustellen. Vielleicht möchten Sie auch jeden Monat einen anderen Blogartikel „vorstellen“.

Wenn Sie auf das +-Symbol siehe oben und auf Artikel klicken, werden Ihnen Ihre bisher auf LinkedIn erschienenen Blogartikel angezeigt und mit einem Klick auf das blau-markierte Wort „vorstellen“ wird der Artikel ausgewählt.

Hinzufügen von Links

Hier gehört für mich der Link zur Webseite von selbständigen Unternehmern rein, oder der Link zum eigenen Blog.

Hinzufügen von Fotos, Präsentationen und Dokumenten

Sie halten Vorträge und bieten Workshops an? Hier gehört für mich ein Foto von Ihnen bei einer Präsentation oder im Workshop-Szenario. Achten Sie darauf, dass hier professionelles Bildmaterial verwendet wird: gut ausgeleuchtet, damit es wirklich repräsentativ wirkt.

Sie benötigen weitere Tipps zur Optimierung Ihres LinkedIn-Profils? Mein LinkedIn-Selbstmarketing-Ratgeber als Kindle-Version oder gedrucktes Buch liefert die wichtigsten Tipps.

Foto: @unsplash

Formatierungen in LinkedIn-Beiträgen

Seit einiger Zeit fallen mir häufiger Beiträge auf LinkedIn und Facebook auf, welche ins Auge auffallen, weil sie sich von der Standard-Schrift abheben. Vielleicht haben Sie sie auch schon gesehen. Die Schrift ist meist kursiv, und halt in fett gedruckt.

Dachte ich einige Zeit, dass dies besondere Programmierkenntnisse erfordert, so gibt es doch in der Tat besondere Tools, die es ermöglichen, in wenigen Klicks eine Überschrift fett gedruckt in einen Post zu bekommen.

Wie bekomme ich einen fett-gedruckten Satz oder Überschrift in meine LinkedIn-Beiträge?

  1. Gehen Sie auf die Webseite lingojam, wo Sie in der linken Spalte den gewünschten Satz oder auch nur Wort kopieren können. Mit einem Klick gibt dieser den gleichen Satz in anderen Schriften wieder. Mal deutlich größer, verschnörkelter oder fett gedruckt.
  2. Wählen Sie die favorisierte Variante aus und kopieren diese in Ihren LinkedIn-Post.

Dies kann dann z.B. so aussehen:

Kann ich die fett gedruckten Abschnitte auch in den Info-Text auf LinkedIn übertragen?

Ja, das sollte funktionieren. Allerdings verbrauchen die anderen Schriften wohl mehr Zeichen, als die gewohnte Standard-Schrift. Ein Testversuch meinerseits scheiterte daran, dass mein Text, obwohl ich keine Wörter hinzugefügt hatte, aufgrund der Formatierung in Sachen Zeichen-Zahl zu lang wurde. Daher werde ich meinen eigenen Text zu einem späteren Zeitpunkt überarbeiten, wohl etwas kürzen und optisch aufpolieren. Derzeit sind auf LinkedIn im Info-Text max. 2565 Zeichen erlaubt.

Auf jeden Fall ist das ein Weg, um die Texte doch etwas strukturierter dazustellen. Ich freue mich über die neuen Möglichkeiten.

Sie möchten sich auf LinkedIn mit einem Profil zeigen, welches Sie stolz macht und auf andere „wie frisch gebügelt“ wirkt? Kontaktieren Sie mich und wir besprechen Ihre Profiloptimierung sowie Maßnahmen für Ihr Selbstmarketing auf LinkedIn. Meine Beratungspakete für Selbständige Berater, Führungskräfte und Jobsuchenden finden Sie hier.

Wie kann man Kontakte auf LinkedIn vorstellen?

Netzwerken heißt auch, Personen an andere Personen weiter zu empfehlen, bzw. jemanden einer anderen Person vorzustellen. Empfehlungen können für das persönliche Profil einer Person, deren Dienstleistungen Sie wahrgenommen haben, geschrieben werden, wie ich hier vor längerer Zeit bereits beschrieben habe.

Wann macht es Sinn, jemanden vorzustellen?

  • Zum Bekanntmachen eines Dienstleisters mit einem Ihrer Kontakte, welcher z.B. gerade auf der Suche nach einem Fotografen ist.
  • Oder Ihre Freundin steckt in einer beruflichen Krise, möchte sich verändern und Sie kennen den passenden Coach oder Karriereberater?
  • Sie wissen, dass Ihr Chef auf der Suche nach einer Fachkraft ist und Ihr Freund aus Studienzeiten würde genau auf die ausgeschriebene Stelle passen?

Werden sie aktiv und bringen diese Personen auf LinkedIn zusammen. Wenn Sie mit beiden Personen schon vernetzt sind, sie also Kontakte 1. Grades sind, können Sie den Beiden über die Nachrichten-Funktion eine Nachricht senden.

Sie haben mehrere Möglichkeiten:

  • Setzen Sie in die Zeile, wo der Empfänger eingetragen wird, gleich beide Namen und schreiben dann Ihren Vorstellungstext. LinkedIn erkennt beim Tippen die Namen der Kontakte 1. Grades.
  • Eine andere Möglichkeit: Sie schreiben erstmal nur an eine Person und setzen im Nachrichtentext den Namen der Person, welche Sie vorstellen möchten, mit dem @-Symbol (taggen der Person), so dass die Person eine Benachrichtigung erhalten sollte.

Bisher habe ich auch oft einfach den Link zum Profil in den Text kopiert. Hier macht es sich dann umso besser, wenn die Person einen professionellen Kurz-Link erstellt hat.

Loben Sie Personen auch mal öffentlich für ihre Leistungen. Hierfür eignet sich beispielsweise der #LinkedFriday, welcher im Juli 2019 von b2b Marketing & Social Selling Coach Ritchie Pettauer ins Leben gerufen wurde.

Oder Sie sprechen als Beitrag ein Lob aus, welches auf LinkedIn als „Bravo vergeben„, bezeichnet wird.

Sie haben das Gefühl, dass Ihr Profil einen Feinschliff vertragen könnte? Sie sind allerdings nicht sicher, worauf Sie achten sollten? In meinem Ratgeber „Effektives Selbstmarketing auf LinkedIn“ erhalten Sie viele Tipps für eine Profiloptimierung und wie Sie das Netzwerk noch effektiver nutzen können. Sie können zwischen einer Kindle-Version sowie einer gedruckten Buch-Variante wählen. Falls Sie die Optimierung nicht selbst durchführen möchten oder die nötige Zeit fehlt, informieren Sie sich doch hier über mein Beratungsangebot oder senden mir eine E-Mail.

Beitragsfoto: www.pixabay.de

Neu: Events auf LinkedIn

Endlich gibt es auf LinkedIn (wieder) eine Event-Funktion. Lange Zeit haben viele Mitglieder auf diese Ergänzung der Funktionen gewartet und nun ist sie da!

Ich habe erst seit wenigen Tagen Zugang zur Funktion. Einige Nutzer aus meinem Netzwerk sehen sie seit ein paar Wochen, andere warten wahrscheinlich immer noch (Stand 25. November 2019).

Was bietet die Event-Funktion?

  • Das Formular unterscheidet zwischen einem privaten und öffentlichem Event. Ersteres ist nur für eingeladene Personen oder Personen, die den Link zum Event haben, sichtbar. Nicht eingeladene Personen benötigen zur Teilnahme Ihre Zustimmung.
  • Die öffentlichen Events sind rein theoretisch für jeden sichtbar und jeder kann am Event daran teilnehmen.
  • Über das Formular kann ein Titel, eine Beschreibung, Datum, Uhrzeit sowie ein Ort eingetragen werden. Bei Online-Events schreibt man dann wahrscheinlich die Event-Form wie z.B. „Webinar“ hinein.
  • Um Personen einladen zu können, gibt es eine Filtermöglichkeit nach Ort, Unternehmen, Branche sowie Ausbildung. Die Liste muß allerdings manuell per Klick eingeladen werden. Eine zusätzliche persönliche Nachricht dazu ist derzeit noch nicht möglich. Wer viele Kontakte einladen möchte, darf sehr fleissig sein.
  • Interessant, auch Teilnehmer des Events können zur Veranstaltung einladen.
  • Das Event selbst wird über das Mitteilungen-Board und den Newsfeed bekannt gegeben.
  • Der Algorithmus stellt automatisch Mitteilungen/ Erinnerungen passend zum Event für die Teilnehmer zusammen, damit sie beispielsweise die Teilnahme nicht vergessen.
  • Man kann mit Event-Teilnehmern Nachrichten austauschen, auch wenn man noch nicht vernetzt ist.

Wo finde ich die Event-Funktion?

Gehen Sie dazu in das Start-Menü (Haus-Symbol) und schauen sich den Kasten auf der linken Seite genauer an. LinkedIn nennt diesen Bereich übrigens „Community Panel“. Relativ weit unten sollte das Wort „Events“ mit einem Plus-Symbol, so wie hier, erscheinen:

Erstellen Sie Ihr eigenes Event

Klicken sie auf das Plus-Symbol, öffnet sich ein Formular und Sie können die verschiedenen Angaben zur Veranstaltung vornehmen.

Ausgefüllt schaut das Ganze dann gleich viel ansprechender aus.

Nutzungsbedingungen

Bevor das Event gepostet wird, bittet LinkedIn um Bestätigung der Nutzungsbedingungen. Vorläufig sind diese nur auf Englisch sichtbar. Hier können Sie sich darüber informieren: https://www.linkedin.com/legal/l/events-terms.

Erste Erfahrungen aus meinem Netzwerk

Für mich ist die Funktion neu und ich werde sie in Ruhe testen, wenn mein nächstes Webinar ansteht oder für einen öffentlichen Workshop. Was ich bis jetzt gehört habe, wurde die neue Funktion sehr begrüsst, hat aber, was sicher normal ist, noch etwas Optimierungsbedarf. Ich habe Berichte gelesen, dass man mit den Events eine tolle Reichweite erzielen konnte, war aber über das Erreichen der eigenen Zielgruppe nicht ganz so glücklich.

Es gibt keine Verknüpfung mit einem Ticketservice wie Eventbrite, wie man es bei XING vorfindet. Solange es das nicht gibt, ist das Tool auch noch nicht mit XING konkurrenzfähig, sondern führt eher dazu, dass man vom LinkedIn-Event auf das XING-Event verlinken mag, was sicherlich nicht im Sinne des Erfinders ist.

Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt und schreibe dann sicherlich mal ein Update zur Event-Funktion.

Foto: www.pixabay.com

LinkedIn-Kontaktanfragen bestätigen oder „folgen“ lassen?

Sie erhalten relativ viele Kontaktanfragen von Personen, welche Sie niemals getroffen haben? Ihrer Meinung nach gibt es keine ersichtlichen Gemeinsamkeiten? Eigentlich hatten Sie sich vorgenommen, sich nur mit Personen zu vernetzen, also als Kontakt zu bestätigen, wenn es einen Grund dafür gibt bzw. Sie sich wirklich kennen.

Wenn Sie bei einer Kontaktanfrage unsicher sind, können Sie dem Anfragenden zurückschreiben und sich mit ihm per Nachricht austauschen. Dies geht, auch wenn in dem Fall noch keine Vernetzung vorliegt.

Gehen Sie dazu auf „Ihr Netzwerk“ und klicken neben „Einladungen“ auf „verwalten“. Wählen Sie dort die Einstellung „Einladungen verwalten“ aus.

Unter jeder Einladung finden Sie in blauer Farbe ein Feld mit „Nachricht“. Auf diese Art und Weise können Sie dem Kontaktanfragenden schreiben. In dieser Nachricht könnten Sie der Person auch vorschlagen, Ihren Beiträgen zu folgen. Nur, weil die Person Ihre Beiträge interessant fand, muß sie nicht gleich ins Netzwerk eingeladen werden. Das können Sie machen, aber es ist auch ok, sein Netzwerk überschaubar zu halten und das Folgen anzubieten.

Wenn Sie auf beidseitigen Austausch setzen möchten, halte ich es für sinnvoll, sich mit der Person auch zu vernetzen. Falls Sie keine Antwort auf Ihre Rückfrage erhalten, hat es sich wahrscheinlich erledigt, dann ist die Person entweder nicht sonderlich aktiv auf LinkedIn oder sie hat kein Interesse am Austausch. Dann erübrigt sich auch die Bestätigung der Kontaktanfrage.

Folgen als primäre Eigenschaft

LinkedIn bietet auch an, eine Einstellung vorzunehmen, dass beim Profilbesuch, das Wort „Folgen“ als primäre Einstellung eingestellt ist. Standardmäßig steht da „Vernetzen“.

So können Sie diese Einstellung vornehmen:

  • Gehen Sie oben rechts auf das kleine Bild mit dem „Sie“ und scrollen runter bis „Datenschutz und Einstellungen“.
  • Gehen Sie in den Bereich „Datenschutz“ und scrollen so lange nach unten bis die Überschrift „Follower“ erscheint.
  • Stellen Sie die primäre Einstellung auf „Ja“, so wie hier im Screenshot angezeigt.

Ich probiere diese Einstellung jetzt mal eine Weile aus und schaue, inwieweit sich das auf die Menge der Kontaktanfragen auswirkt.

Auch über das Smartphone können Sie über den Einstellungsbereich (siehe Zahnrad-Funktion) die Einstellung ändern.

Gerne berichten Sie, wie Sie diese neue Einstellung wahrgenommen haben. Rückgängig gemacht ist es ja ganz leicht.

Ihr Profil ist bisher eher rudimentär eingerichtet? Es könnte einen Feinschliff vertragen, Sie sind allerdings nicht sicher, worauf Sie achten sollten? In meinem Ratgeber „Effektives Selbstmarketing auf LinkedIn“ erhalten Sie viele Tipps für eine Profiloptimierung und wie Sie das Netzwerk noch effektiver nutzen können. Sie können zwischen einer Kindle-Version sowie einer gedruckten Buch-Variante wählen.

Die Eigenarten des LinkedIn Algorithmus

Update im Juni 2020: Der LinkedIn-Algorithmus hat sich geändert. Einige Kontakte und auch ich haben beobachtet, dass eher ältere Beiträge, teils sogar fast nur Beiträge der vergangenen Woche angezeigt worden sind.

Je nachdem wie das Verhalten in der letzten Woche oder Tage war, kann es schon sein, dass der Algorithmus etwas durcheinander geraten ist. Wer nur geliked hat, war nicht engagiert genug, um dem Algorithmus gute Hinweise auf Inhalte zu geben, welche für die Person in Zukunft interessant sein könnten.

Was genau ist denn nun anders?

Die Neuerung ist, dass seit kurzem auch auf das Verhalten der vielen passiven LinkedIn-Nutzer geachtet wird. Es gibt einen ziemlich großen Anteil an Mitgliedern, welche Beiträge nur lesen, aber sich nie mit Likes oder Kommentaren engagieren. Der überarbeitete, neue Algorithmus misst jetzt, wie lange andere Nutzer auf Ihren Beiträgen hängenbleiben. Je länger, desto besser.

Sprich: Ihr Content sollte in Zukunft nicht nur so interessant sein, dass Likes und Kommentare abgegeben werden, sondern sie sollten sich auch wirklich die Zeit nehmen, die Beiträge in Ruhe zu lesen oder Bildmaterial zu betrachten.

Welcher Content lässt Leser länger verweilen?

– Längere Texte mit interessanten Fakten

– Beiträge mit mehreren Fotos

– Beiträge mit Videos

– Beiträge mit Dokumenten zum Weiterblättern, wie Präsentationen oder PDFs.

Hilfreich ist es, wenn die Leser aus der Vergangenheit schon wissen, dass Sie gute Inhalte liefern und aus Gewohnheit gerne „hängenbleiben“, die Beiträge aufmerksam lesen.

Algorithmus-Erkenntnisse im Juli 2019

Richard von der Blom, LinkedIn-Trainer aus den Niederlanden, hat in den vergangenen Wochen eine Studie über das Verhalten des LinkedIn Algorithmus erstellt und mit einem größeren Publikum geteilt. Ich habe mir seine ursprünglich auf Englisch erstellten Ergebnisse angeschaut und mit meinen eigenen Erfahrungen abgeglichen. Gerne lesen Sie hier weiter, wenn auch Sie die aktuellen (Stand Juli 2019) Eigenschaften des LinkedIn Algorithmus kennenlernen und Ihre Aktivitäten auf LinkedIn anpassen möchten.

Teilnehmende Länder der Studie sind die Niederlande, UK, USA sowie verschiedene europäische Länder.

1. Hashtags

  • Diese haben einen unmittelbaren Einfluss auf den Newsfeed. Beiträge ohne Hashtag sind 50% weniger erfolgreich sprich, haben eine geringere Reichweite.
  • Allerdings gilt wohl: Weniger ist mehr. Pro Beitrag sind 3 Hashtags völlig ausreichend, denn laut der Studie steigt die Reichweite des Beitrags bei 3 Hashtags um ca. 25%, bei mehr als 5 Hashtags sinkt sie um 50%.

2. Kommentare sind besonders relevant

  • Aus meiner Sicht war Folgendes immer schon wichtig: Kommentieren ist immer mehr Wert, als nur ein „Like“ zu vergeben. Den höheren Zeitaufwand belohnt LinkedIn indem die Reichweite um ca. 50% mehr steigt als bei einem einfachen „Like“. Besonders wenig Reichweite erzielt man durch das Teilen von Beiträgen aus dem Netzwerk. Es ist gut gemeint und freut den ursprünglichen Autor, aber LinkedIn zeigt diese Beiträge nur wenigen Mitgliedern an.
  • Mein Tipp: Kommentieren Sie die Beiträge aus Ihrem Netzwerk und auch Sie werden Kommentare erhalten. Jeden Morgen 3-5 Kommentare und das hat eine positive Auswirkung auf Ihre LinkedIn-Aktivitäten.

3. Antworten auf Kommentare

  • Um noch mehr aus LinkedIn herausholen, sollten Sie sich angewöhnen, möglichst jeden Kommentar, welchen Sie auf Ihre Beiträge erhalten, zu kommentieren. Das kann ein nettes „Danke“ sein, ein Grußwort für einen erfolgreichen Tag, eine Antwort auf die gestellte Frage oder eine Rückfrage. Je nachdem, was zum Thema passt. Übertreiben Sie es aber nicht. Wenn ich zu einem Post 15 ähnliche Kommentare erhalte, muß ich nicht jeden mit den gleichen/ ähnlichen Worten beantworten. Das wird über kurz oder lang der Algorithmus auch erkennen. Ein „Like“ reicht m.E. nach in dem oben erwähnten Fall aus. Wir wollen keinen Spam produzieren, nur weil der Algorithmus gerade so tickt.
  • Wussten Sie, dass man in den Kommentaren auch mit Hashtags (#) und Tags (@) arbeiten kann? Probieren Sie es mal aus!

4. Unternehmensseiten

  • Ich war nie ein großer Fan dieser Seiten, vor allem für kleinere Unternehmen ist es sehr mühsam gewesen, Follower zu gewinnen. Nun sagt die Studie, dass nur ca. 4-6 % der Follower die Beiträge der Unternehmensseite angezeigt bekommen. Das erklärt ja Einiges.
  • Wenn Sie ein neuer Follower einer Seite sind, wird Ihnen auffallen, dass Sie die News der Seite in der ersten Woche Ihrer „Followerschaft“ erhalten. Falls Sie darauf in Form von Likes und Kommentaren reagieren, werden die Beiträge auch danach noch bei Ihnen auftauchen. Tun Sie es nicht, hören und sehen Sie eventuell nie wieder etwas von der Unternehmensseite.
  • Für Unternehmen ist es daher erstrebenswert, spannende und nützliche Beiträge zu posten, weil mit hoher Wahrscheinlichkeit bei neuen Followern gut ankommen, damit diese zu treuen Fans werden.
  • Das Gleiche gilt auch für Kontakte. Die Beiträge von neuen Kontakten sehen Sie in der ersten Woche im Feed und Sie sollten, wenn möglich gleich mit ihnen interagieren.

5. Die erste Stunde ist entscheidend

Sie lesen richtig: Die erste Stunde nachdem der Beitrag gepostet worden ist, entscheidet darüber ob er eine große Reichweite erreicht oder nicht. Das heißt in den ersten 60 Minuten sollten möglichst viele Likes, Kommentare gesammelt werden. Nehmen Sie sich dann auch möglichst die Zeit um den Tipp Nr. 3 umzusetzen. Damit können Sie das Engagement bis zu einem bestimmten Punkt selbst steuern. Hat der Beitrag zu Beginn 20 oder mehr Kommentare bzw. „Aktivität“, wird er von LinkedIn gepusht und weiteren Personen im Feed angezeigt.

6. LinkedIn-Artikel

  • Laut meiner Kenntnis wurden bis Ende 2017 neu gepostete Artikel per Mitteilung mit dem Netzwerk (Kontakte 1. Grades) geteilt. Dadurch konnte man mit den eigenen Longform-Artikeln bei einem großen Netzwerk auch erfolgreiche Artikel publizieren. Seit 2018 hat LinkedIn diese Funktion abgestellt und viele Artikel werden nur einer homöopathischen Menge an Personen angezeigt. Sehr schade, allerdings aufgrund einer deutlich angestiegenen Mitgliederanzahl und mehr Artikeln, auch nachvollziehbar.
  • Mein Tipp: Sie könnten den Inhalt eines Artikels in Kurzform in einen Beitrag von maximal 1300 Zeichen packen, da diese meist eine höhere Reichweite erreichen.
  • Auch das Teilen von Artikeln oder Beiträgen ist nicht mehr so erfolgreich wie vor 1-2 Jahren. Wenn Sie einem Autor ein Lob aussprechen möchten, würde ich das über die Funktion „Bravo vergeben“ machen oder in einem Beitrag über seinen Artikel, seinen Namen mit dem @-Symbol taggen. Somit erhält er ebenfalls mehr Aufmerksamkeit.

7. Videos

Laut der durchgeführten Studie sind Videos schon gar nicht mehr so der Hit. Zumindest „Native Videos“. Eine Auswertung von ca. 200 Videos kam zum Ergebnis, dass man mit Videos 2018 mehr Personen erreichen konnte als dieses Jahr.

8. Anzahl der Postings/ Tag

  • Schaffen Sie nur einen Post am Tag? Viele meiner Kunden sind erstaunt und fragen sich immer, wie sie das schaffen sollen. Die gute Nachricht: Auf LinkedIn ist es völlig ausreichend, nur einmal täglich von sich hören zu lassen, auch mit 3-5 Postings pro Woche machen Sie nichts falsch. Sollten Sie ein 2. oder 3. Postings am gleichen Tag absetzen, müssen Sie damit rechnen, das das 2. Thema deutlich weniger Personen erreicht. Es müsste auch wieder zu Beginn 3 x mehr Engagement erreichen, um die gleiche Anzahl Ansichten zu erzielen, wie das erste Posting. Und, auch das wird vielen Nutzern leicht fallen, lassen Sie, wenn es unbedingt sein muß, mindestens 3 Stunden Zeit zwischen den einzelnen Postings.
  • Meine Empfehlung: Weniger ist mehr, denn die meisten Nutzer auf LinkedIn wollen ihrem eigentlichen Job nachgehen und nicht mehrfach am Tag auf LinkedIn kommentieren.

9. Keine externe Links

Diese Beobachtung mache ich bereits mindestens seit 2017/ 2018. Posten Sie so selten wie möglich externe Links, wie z.B. einen Link zu Ihrer Homepage, Ihrem Blog, zu News-Seiten wie dem Manager-Magazin oder dem Spiegel. LinkedIn wünscht sich eigene Inhalte, welche die Leser nicht von der Seite weglocken sollten.

10. SSI und seine Auswirkungen

Ein hoher Social-Selling-Index hat eine Auswirkung auf eine höhere Reichweite der eigenen Beiträge. LinkedIn belohnt also seine aktiven Nutzer.

11. Anhängen von Dokumenten, Taggen, All-Star-Ranking

  • Wenn Sie bisher manchmal Fotos zu Ihren Beiträgen zugefügt haben, könnten Sie auch ruhig mal die Dokumenten-Funktion (zwischen Fotoapparat und Videokamera) verwenden. Diese haben eine hohe Auswirkung auf die Reichweite.
  • Das Taggen von Personen und Unternehmen provoziert Mitteilungen an die Kontakte, was Ihnen enorm für das Engagement Ihrer Beiträge hilft.
  • Ihr Profil ist noch nicht vollständig und Sie sehen im Dashboard, dass es noch ein „mittelmäßiges“ Profil ist? Nehmen Sie ein paar Optimierungen vor und erreichen das Allstar bzw. Superstar-Ranking, was Ihnen auch hilft, mit einem attraktiveren Profil zu punkten.

Gerne schreiben Sie einen Kommentar und berichten von Ihren Erfahrungen mit dem Algorithmus.

Fotos: Screenshots von LinkedIn / Beitragsfoto: unsplash

Kennen Sie Ihren Social Selling Index auf LinkedIn?

Sie stehen auf Zahlen und vergleichen sich gerne mit Anderen? Für Ihre Social-Selling-Aktivitäten auf LinkedIn gibt es hierfür direkt ein passendes Tool: Den Social Selling Index!

Es handelt sich um ein Bewertungstool welches, orientierend an der jeweiligen Branche, einen Wert zwischen 0 und 100 anzeigt. Jedes LinkedIn-Mitglied erhält darüber Hinweise, wo es im Rahmen seiner Aktivitäten auf LinkedIn noch Verbesserungspotential gibt. Auch Teams können untereinander in Wettbewerb treten und über dieses Tool anzeigen lassen, in welchem Bereich sie besonders aktiv waren und wo es noch Nachholbedarf gibt. Der Index bezieht sich wirklich nur auf LinkedIn. Falls Sie auf anderen Kanälen deutlich aktiver sein sollten als auf LinkedIn, wird der Score das nicht einkalkulieren.

Vorrangig ist der Index für Vertriebsprofis erstellt worden, welche mit der Premium-Mitgliedschaft für den Vertrieb, dem LinkedIn Sales Navigator arbeiten. Allerdings kann sich jedes andere Mitglied, also auch Basis-Mitglieder, den Score anzeigen lassen. Nur Sie selbst sehen ihn, kein Kontakt oder anderes Mitglied hat Zugriff auf diese Informationen.

Interessant ist neben dem eigenen Score auch der Vergleich mit der Branche, mit dem eigenen Netzwerk und die Entwicklung der letzten Woche. Wer gerade startet oder längere Zeit inaktiv war, wird einen eher niedrigen Wert erreichen. Sehr aktive LinkedIn-Nutzer schaffen es auf Scores zwischen 60 und 85.

Wie hoch ist Ihr Social Selling Index?

Über diesen Link erhalten Sie Ihren persönlichen Wert. Je höher er ist, desto aktiver sind Sie auf LinkedIn.

Mein momentaner Social Selling Index im Februar liegt bei 85 (Screenshot vom 23.02.2020). Verglichen mit meinem persönlichen Netzwerk, welches einen SSI von nur 46 hat, stehe ich da ziemlich gut da. Ich darf vor allem im 3. Bereich, wo es um die Einblicke geht, auch noch etwas mehr tun.

In der Vergangenheit hatte ich aber auch schon einen Score von 86 oder 87. Höher hat es noch nicht geklappt, was sicherlich auch bis zu einem bestimmten Grad mit meiner eher sporadischen Nutzung des Sales Navigators zusammenhängt.

Schauen wir uns die Zahlen in der Grafik mal genauer an. Wie Sie sehen, sind es vier Unterkategorien, welche jeweils maximal 25 Punkte erhalten können. Sie können, wenn Sie diese Punkte beherzigen, dafür sorgen, dass der Score in den nächsten Wochen nach oben geht. Erwarten Sie keine großartigen Veränderungen, wenn Sie erst seit ein paar Tagen häufiger ins LinkedIn-Netzwerk reingeschaut haben. Die Berechnung des Wertes benötigt etwas Zeit, da verschiedene Aspekte berechnet werden.

Wie können Sie Ihren Social Selling Score steigern?

1. Orange: Ihre professionelle Marke aufbauen – Markenaufbau

Hier steht das optimale, ausführliche LinkedIn-Profil im Vordergrund.

  • Haben Sie alle relevanten Bereiche ausgefüllt? Das heißt, haben Sie einen Text über sich und Ihre Expertise, die sogenannte Zusammenfassung oder Intro geschrieben? Stehen unter den Jobtiteln und Jahreszahlen auch Beschreibungen der Jobs? Sind die Bereiche Ausbildung, Kenntnisse, Empfehlungen noch leer oder bereits ausgefüllt? Auch Organisationen, Projekte, Weiterbildungen oder ehrenamtliche Betätigungen können im LinkedIn-Profil ausgefüllt werden.
  • Sind Medien wie Verlinkungen zu Webseiten, PDFs, Fotos oder Videos zur Berufserfahrung oder Zusammenfassung zugefügt worden?
  • Schreiben Sie aussagekräftige Beiträge, welche zu den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe passen?
  • Sind Ihre Kenntnisse/ Fähigkeiten (Skills) bestätigt worden? Haben Sie bereits Kenntnisse Ihrer Kontakte bestätigt?

2. Lila: Gezielt die richtigen Personen finden – Netzwerk

  • Recherchieren Sie nach Personen auf LinkedIn? Arbeiten Sie mit der einfachen Suche, dem Lead Builder des Sales Navigators und verwenden Sie auch auch boolesche Filter? Wer eine Premium-Mitgliedschaft wie den Sales Navigator hat, sollte ruhig mal die verschiedenen Filter testen und Suchen speichern.
  • Recherchieren Sie und kontaktieren Sie regelmäßig Kontakte 2. Grades (diese finden Sie unter Netzwerk unter „Vorschläge für Sie“)?
  • Sind Sie Mitglied in Gruppen und bringen sich dort mit eigenen Beiträgen ein?
  • Wie gehen Sie mit Profilbesuchern um? Ein Tipp wäre es, Profilbesucher zu kontaktieren und Ihnen falls interessant, Kontaktanfragen zu versenden.

3. Rot: Durch Einblicke Interesse wecken – Content

  • Wie das Wort schon sagt, gewähren Sie Einblicke in Ihren Arbeitsalltag, in Ihre berufliche Tätigkeit durch regelmäßige eigene Updates oder eigene Blogartikel?
  • Knüpfen Sie neue Beziehungen, das heißt kommunizieren Sie über LinkedIn mit persönlichen Nachrichten mit ihren Kontakten 1. Grades und tauschen sich zur beruflichen Themen aus?
  • In den Status Updates können Sie die persönlichen Beziehungen zu anderen Personen auch aufzeigen, indem Sie Personen mit dem @-Symbol taggen, ihnen auf diese Art und Weise interessante Beiträge auf LinkedIn anzeigen.
  • Tauschen Sie sich in Gruppen aus und gewähren dort Einblicke in Ihre Arbeit?

4. Grün: Beziehungen aufbauen – Beziehungen

  • Vernetzen Sie sich regelmäßig mit Entscheidungsträgern und kommunizieren mit ihnen über den Newsfeed oder Nachrichten?
  • Ein richtiger Sales Professionell wird sich mit vielen Leuten vernetzen. Dazu gehört es auch, pro Account mit mehreren Kontakten auf LinkedIn vernetzt zu sein.
  • Engagement und Beziehungspflege bedeutet auf LinkedIn, Beiträge anderer Personen zu teilen, zu kommentieren und zu liken.

Kürzlich postete jemand auf LinkedIn ein Experiment, inwieweit sich die LinkedIn-Abstinenz auf seinen Social Selling Index auswirken wird. Ich gehe davon aus, dass eine 3-wöchige Pause keine allzu dramatischen Auswirkungen haben wird. Das System wird, falls der Score etwas runtergeht, auch recht schnell wieder nach oben korrigiert werden.

Ich würde meine Aktivitäten nicht nur an der Score-Zahl orientieren. Falls Sie so ausgelastet sind, dass Sie kaum Zeit für LinkedIn haben, weil ein Kunde nach dem anderen ansteht, scheinen Sie ja alles richtig gemacht zu haben.

Fakt ist aber auch, dass Entscheidungsträger keine passiven LinkedIn-Nutzer mehr sein sollten.

Gerne schreiben Sie mir eine Nachricht oder einen Kommentar hier im Blog und notieren Ihren persönlichen SSI.

Foto: Unsplash / Screenshot LinkedIn