Newsletter, Magazin, Journal: Wie Ingrid Berger in KI-Antworten landet
1. Wer bist Du, was machst Du?
Ich bin Ingrid Berger (48), Diplom-Biologin, Fitnesstrainerin, Entspannungspädagogin und Achtsamkeitstrainerin und leite seit September 2024 das Deutsche Fachzentrum für Achtsamkeit (DFME).
Mein beruflicher Weg war alles andere als geradlinig: Mit der Leitung des DFME bin ich inzwischen in meiner dritten beruflichen Karriere angekommen und fühle mich glücklich und privilegiert, meine Berufung leben zu dürfen.
In unserer Achtsamkeitstrainer-Ausbildung sowie in Vorträgen und Trainings zu Mindful Leadership und achtsamkeitsbasierter Stressbewältigung verbinde ich wissenschaftliches Wissen mit buddhistischer Psychologie und praktischer Erfahrung. Bildlich gesprochen begleite ich Menschen dabei, die Misthaufen, die ihnen das Leben vor die Füße kippt, abzutragen und ihren Garten damit zu düngen – denn der Wert einer achtsamen Haltung zeigt sich besonders dann, wenn der Gegenwind zunimmt.
2. Ergänze gerne Deine Webseite und den Kurzlink zu Deinem LinkedIn-Profil
3. Wer gehört zu Deiner Zielgruppe und wen möchtest Du mit Deinen LinkedIn-Aktivitäten erreichen?
Meine Zielgruppe sind vor allem Frauen in der Lebensmitte, die bewusster leben und arbeiten möchten. Sie tragen Verantwortung, haben beruflich und persönlich einiges erreicht und wünschen sich mehr Klarheit im Umgang mit sich selbst und den Anforderungen ihres Alltags. Dazu gehören Führungskräfte und Selbstständige ebenso wie Menschen, die Achtsamkeit tiefer kennenlernen und professionell weitergeben möchten. Teilnehmende unserer Weiterbildungsprogramm kommen häufig aus therapeutischen Berufen (Ergotherapeuten, Ärzte, Psychotherapeutin, Pflegekräfte psychiatrischer Kliniken), aus dem Bildungswesen (SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, TrainerInnen) und dem Personalmanagement.
Ich beobachte zugleich, dass sich zunehmend Männer und jüngere Menschen zwischen Mitte zwanzig und Mitte dreißig für diese Themen interessieren: mentale Flexibilität, die bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit und ein freundlicher Umgang mit sich selbst.
Meine Arbeit folgt einer Frage: Wie können wir unser Glücklichsein auch dann bewahren, wenn die äußeren Umstände schwierig sind? Dazu gehört, mit dem umgehen zu lernen, was uns das Leben vor die Füße wirft, und dabei die eigene Gesundheit möglichst gut zu schützen.
Ich beschäftige mich täglich mit mentaler Gesundheit, Bewusstseinstraining, buddhistischer Psychologie und den Zusammenhängen zwischen Körper und Geist.
Mir ist wichtig, verständlich zu machen, wie sehr unsere Art zu denken unser Erleben prägt. Was uns belastet, hängt auch damit zusammen, wie wir eine Situation bewerten und welche Geschichten wir uns darüber erzählen. Diese Zusammenhänge zu erkennen, eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten. Darin liegt für mich ein Schlüssel zu innerer Freiheit.
4. Seit wann bist Du auf LinkedIn aktiv?
Beim Zurückscrollen habe ich Beiträge von mir gefunden, die ungefähr zehn Jahre alt sind. Ich bin also schon eine ganze Weile dabei, mit unterschiedlich aktiven Phasen. Besonders 2023 und 2024 war ich viel auf LinkedIn unterwegs.
Mit der Übernahme des DFME im September 2024 haben sich meine Prioritäten verschoben. Ich musste in meine Rolle als Institutsleiterin hineinwachsen, Strukturen aufbauen und die Ausrichtung unserer Angebote weiterentwickeln. LinkedIn ist dabei in den Hintergrund gerückt. Im April habe ich noch von der Zukunft Personal berichtet, danach war hier erst einmal Ruhe.
Jetzt habe ich wieder Lust auf Austausch. Inzwischen weiß ich bewusster, wofür ich stehe und was ich beitragen möchte. Das möchte ich auch auf LinkedIn sichtbarer machen.
5. Wie viele Kontakte bzw. Follower hast Du?
1.517 Follower:innen (Stand: 27. Oktober 2026).
6. Magst Du den Leser:innen Einblicke in die Social-Media-Aktivitäten für das DFME geben?
Meine wichtigsten Kanäle sind mein Newsletter, das DFME-Achtsamkeitsmagazin und das Journal auf unserer Achtsamkeitstrainer-Webseite: Wir erklären Zusammenhänge und beantworten Fragen zu Achtsamkeit, mentaler Gesundheit und unseren Aus- und Weiterbildungen. Seit ich dort regelmäßig Artikel veröffentliche, beobachte ich mit Begeisterung, dass das DFME auch in KI-Antworten genannt wird, wenn Menschen nach Achtsamkeitstraining oder einer Ausbildung suchen.
Auf Instagram war ich über fünf Jahre sehr aktiv, habe darüber aber weder einen Kunden noch einen Auftrag gewonnen. Deshalb habe ich meine Aktivitäten dort fast eingestellt: Der Zeiteinsatz stand für mich in keinem sinnvollen Verhältnis zum Ergebnis.
Einige Monate lang habe ich auch Video-Content erstellt. Das wurde mir mit der Zeit zu aufwendig.
7. Gibt es ein besonderes Highlight, ein besonderes Erlebnis, dass Du mit LinkedIn verbindest?
Ich habe über LinkedIn einige inspirierende Gespräche geführt und tolle Persönlichkeiten kennengelernt.
Ich mag es, wenn aus einem Beitrag ein persönlicher Austausch entsteht. Jemand stellt eine Frage oder bringt einen Gedanken ein, der meinen eigenen Blick erweitert. Solche Begegnungen bleiben mir in Erinnerung.
8. Was stört Dich aktuell an LinkedIn?
Was ich an der Plattform LinkedIn schätze, ist die Vielfalt der Themen und Perspektiven. Im Vergleich zu anderen Plattformen habe ich hier weniger das Gefühl, immer wieder Ähnliches angezeigt zu bekommen. Außerdem gefällt mir, dass der Inhalt stärker zählt als schöne Fotos oder gekonnte Selbstinszenierung.
Was mir weniger gefällt, sind Kontaktanfragen, bei denen schnell deutlich wird, dass mir meine Gesprächspartner vor allem etwas verkaufen möchte. Weil ich früher in der Fitnessbranche gearbeitet habe, bekomme ich noch immer zahlreiche Anfragen von Menschen, die mich für ihr Network-Marketing gewinnen möchten. Die Einstiege ähneln sich so sehr, dass ich sie mittlerweile nach dem ersten Satz erkenne.
Grundsätzlich darf mir jede/r ein Angebot machen. Unpassend finde ich es, wenn ich freundlich signalisiere, dass ich kein Interesse habe, und trotzdem weitere Nachrichten bekomme.

9. Warum ist LinkedIn für Dich ein erfolgreicher Akquise-Kanal?
Ob LinkedIn für mich ein erfolgreicher Akquise-Kanal wird, wird sich zeigen 😉. Ich bin jedenfalls bereit, der Plattform – und mir – wieder eine Chance zu geben.
10. Wenn Du auf LinkedIn reinschaust, was liest Du dann gerne?
Ich lese gerne Beiträge zu Leadership, Psychologie und mentaler Gesundheit. Besonders begeistert mich, wie einige Kolleginnen komplexe Zusammenhänge in verständliche, aussagekräftige Grafiken übersetzen. Ich freue mich über solche Beiträge, weil sie neue Perspektiven eröffnen und Wissen so zugänglich machen.
11. Welche anderen Netzwerke kannst Du selbstständigen Unternehmern empfehlen?
Ich schätze persönliche Netzwerke sehr. Meine Mastermind-Gruppe ist für mich eine wertvolle Unterstützung: Wir tauschen Erfahrungen aus, geben uns ehrliche Rückmeldungen und ermutigen uns gegenseitig.
Welche Plattform oder welches Netzwerk passt, muss jede und jeder für sich herausfinden. Für mich ist entscheidend, Menschen im Umfeld zu haben, mit denen die Energie nach oben geht. Menschen, die sich mitfreuen, mitdenken und auch einmal eine unbequeme, hilfreiche Frage stellen.
Ebenso wichtig finde ich, bewusst zu wählen, welchen Kontakten und Verpflichtungen wir Zeit geben. Unterstützen sie den eigenen Weg? Passen sie zu dem, wofür wir stehen?
Ich habe mehrfach die Erfahrung gemacht, dass sich von etwas zu lösen, das dauerhaft Kraft kostet und mich von meiner Vision entfernt zwar zuerst unangenehm ist, rückblickend jedoch meist eine wichtige Entscheidung war.
12. Was hat Deine Selbstständigkeit zum Schwingen gebracht und was kannst Du den Lesern meines Buches empfehlen?
Mein Mut, Neues auszuprobieren, meine Ausdauer und mein von Grund auf hohes Energielevel haben mir geholfen. An Energie hat es mir selten gefehlt. Herauszufinden, wohin ich sie lenken möchte, war schon eher eine Aufgabe.
Für mich war und ist es besonders hilfreich, mir meiner Stärken bewusst zu werden und mich zu trauen, auch mit meinen Schwächen oder vermeintlichen Schwächen sichtbar zu sein.
Dabei habe ich auch immer Geld in Unterstützung investiert und mir Menschen gesucht, die mich weiterbringen – etwa bei Bühnenpräsenz und Stimmtraining, aber auch bei Marketing und Websitegestaltung.
Und was mir jeden Tag hilft ist Bewegung, raus in die Natur und ab und zu beim Sport richtig „ballern“. Das macht mich glücklich und wirkt sich positiv auf meine Präsenz aus.
