Social Selling Tipp: 2 Gründe, warum Sie Profilbesuche im Privatmodus vermeiden sollten

Hin- und wieder fällt mir auf, dass Kunden mehr oder weniger immer andere Profile im Privatmodus besuchen. Das heißt, sie besuchen Profile, ohne sich selbst mit Namen, Foto und Slogan zu zeigen. Im Prinzip besuchen sie Profile mit Maske. Wichtig ist es hierbei zu wissen, dass nebenbei dieser Person selbst auch keine Profilbesuche mehr angezeigt werden. Ich halte diese Funktion der Profilbesuche für sehr wichtig und kommuniziere regelmäßig mit Besuchern und kann darüber teilweise Kunden gewinnen. In diesem Beitrag gibt es Tipps, wie Sie die Zahl der Profilbesucher auf Ihr LinkedIn-Profil steigern können und hier gibt es Tipps, wie man auch ohne Sales Navigator Mitgliedschaft als Sales Person auf LinkedIn agieren kann.

Sie sehen, ich rate davon ab, im Privatmodus zu surfen und bitte Sie heute zu prüfen, dass Sie derzeit mit Ihrem Namen, Foto und vollständigem Profilslogan unterwegs sind.

Warum sollten vor allem die Nutzer des Sales Navigators die Einstellung prüfen?

Vor kurzem hat LinkedIn hier einige Funktionen verändert und wie ich erfahren habe, ist die Standard-Einstellung auf Privatmodus geändert worden. Man wurde zwar per Mitteilung darauf aufmerksam gemacht, jedoch werden solchen Mitteilungen im hektischen Arbeitsalltag nicht jedem aufgefallen sein. Mit diesem Artikel möchte ich Sie darum bitten, die Einstellung einfach schnell zu überprüfen.

Wo können Sie dies einstellen?

  • Gehen Sie oben rechts auf Ihr kleines Bild und klicken auf „Einstellungen & Datenschutz“.
  • Klicken Sie danach oben auf „Datenschutz“.
  • Scrollen Sie ein Stück nach unten bis zu „Profilansichten“.

 

 

 

Mitarbeiter im Vertrieb, Marketing oder selbständige Unternehmer sollten sichtbar sein. Wenn Sie ein Profil besucht haben, sieht man Ihren Namen, Ihr Foto und Profilslogan und Sie haben wieder einen kleinen Schritt in Richtung mehr Sichtbarkeit auf LinkedIn getan. Oft erfolgt ja ein Gegenbesuch – aus reiner Neugier.
Wer noch zögert: Sie würden eine Konferenz oder ein Meeting auch nicht mit Maske besuchen. Sie wollen ja wieder erkannt werden. Aus irgendeinem Grund haben Sie ja auch ein Profilbild im Profil. Nutzen Sie es!
Ob es Ausnahmen gibt? Meiner Meinung nach ist das schon ok, wenn man Profile der Mitbewerber sichten möchte oder als Recruiter unterwegs ist. Oder wenn man aus Interesse an einer Person deren Profil mehrfach besuchen musste oder wollte. Hier ist es gut zu wissen, dass Sie beim Profilbesuch ein PDF-Download des Profils erstellen können, so dass Sie sich mehrere Besuche sparen könnten.

 

Persönliche Interessen: Wie oder wo passen diese gut ins LinkedIn-Profil?

Wer bereits ein XING-Profil hat, wird auf LinkedIn den Bereich für die Interessen oder Hobbys vergeblich suchen. Als Anfang 2017 das LinkedIn Interface modernisiert worden ist, wurde der Bereich der Interessen einfach abgeschafft. Was natürlich schade ist.

Dennoch können Sie in anderen Bereichen auf Ihre persönlichen Vorlieben aufmerksam machen. Immerhin sind wir nicht 24 Stunden täglich mit der Arbeit beschäftigt und ich finde, dass ein Online-Profil nicht nur die beruflichen Interessen spiegeln muß. Das Aufführen von Hobbys kann den Vorteil haben, dass man mit Geschäftspartnern leichter ins Gespräch kommt. Was wäre der Small Talk ohne diese Themen!

Hier könnten Sie persönliche Interessen eintragen

1) In der Zusammenfassung: Ein Absatz könnte Ihre persönlichen Interessen enthalten, was Ihnen im Leben wichtig ist. Ich frage meine Kunde z.B. gerne nach dem idealen Wochenende und erfahre so, ob sie ein besonderes Hobby haben.

2) Im Hintergrundbanner: Sie sind begeisterter Bergwanderer oder Skifahrer, oder Windsurfer? Warum nicht das Hintergrundbanner entsprechend mit einem solchen Motiv auswählen.

3) Organisationen: Sie interessieren sich z.B. besonders für Umwelt-Themen und engagieren sich in einem Verein? Dann wäre das der passende Bereich um auf dieses Thema einzugehen.

4) Kenntnisse und Fähigkeiten: Hier würde ich das Skifahren nicht aufführen. Sind Sie allerdings in Ihrer Freizeit mit etwas beschäftigt, was indirekt einen Einfluss auf die beruflichen Skills hat, dann halte ich das hier für relevant. Der IT Ingenieur, der in seiner Freizeit einen Blog oder Podcast betreibt, könnte dies in der Zusammenfassung als auch unter den Kenntnissen aufführen.

Sie sehen, auch wenn es kein explizites Feld für das Thema gibt, haben Sie die Chance, etwas über sich und Ihre persönlichen Interessen ins LinkedIn-Profil zu schreiben.

Sie benötigen Unterstützung bei der Erstellung eines professionellen LinkedIn-Profils? Scheiben Sie mir eine E-Mail und wir vereinbaren einen Termin für eine Kurzberatung. Gerne informieren Sie sich hier über mein Angebot.

 

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Q&A: Wie baut man sich sein Netzwerk auf LinkedIn auf?

Stellen Sie sich auch oft die Frage, wie groß denn nun das ideale persönliche berufliche Netzwerk sein sollte? Oder, welche Kontaktanfragen Sie bestätigen sollten, welche eher ablehnen? Vieles lässt sich nur individuell klären, aber auf einige Fragen möchte ich heute meinem Q&A-Blogartikel eingehen.

Welche Kontakte sollten Sie auf LinkedIn bestätigen?

Hier gibt es leider kein allgemeines Rezept. Ich kann Ihnen nur einige Hinweise geben und Sie entscheiden, wie Sie vorgehen möchten.

Generell ist es so, dass LinkedIn nicht möchte, dass Sie wahllos Mitglieder anschreiben und Ihr Netzwerk erweitern. Die Chance, dass Ihre Kontaktanfragen auch bestätigt werden, sollte hoch sein. Dies erreichen Sie, indem Sie hauptsächlich Kontaktanfragen an Personen senden, welche Sie wirklich persönlich kennen oder personalisierte Kontaktanfragen mit guter Begründung schreiben.

Wie sollten oder könnten Sie als relativ neues Mitglied auf LinkedIn vorgehen?

Ich würde über die Suche nach einigen Kollegen, Vorgesetzten, Freunden und Studienfreunden suchen. Dazu geben Sie den Namen in die Suche ein und ggf. noch ein Stichwort wie die Stadt oder das Unternehmen, für welches die Person arbeitet. Bei einigen Personen können Sie beim Klick auf das Profil eine persönliche Nachricht schreiben.
Bei vielen Personen wird das allerdings nicht funktionieren, da Sie neu im Netzwerk sind und noch nicht über so viele Kontakte 2. Grades verfügen. Kontakte 2. Grades haben bereits gemeinsame Kontakte mit Ihnen. Wer noch ganz am Anfang des Netzaufbaus steht, hat entsprechend weniger dieser Kontakte als ein langjähriges Mitglied mit 500 und mehr Kontakten. Daher kann es für Einsteiger Sinn machen, den kostenfreien Probemonat für eine LinkedIn- Premium-Mitgliedschaft zu buchen um an InMails zum Kontaktieren von fremden Personen zu gelangen. Je nachdem kann man die Mitgliedschaft verlängern oder rechtzeitig kündigen.

Bevor Sie sich für ein solches Upgrade entscheiden, sollten Sie auch regelmäßig auf die Liste „Personen, die Sie vielleicht kennen“ gehen. Hier werden Sie staunen: Es sollten einige Namen auftauchen, die Sie bereits persönlich kennen oder bereits gehört haben.

Wie schreibt man eine personalisierte Nachricht an einen Kontakt 2. Grades?

Sie gehen dazu immer auf den Namen der Person und gelangen direkt auf das LinkedIn-Profil der Person. Lesen Sie sich erstmal durch, was Sie dort vorfinden und klicken dann auf das blau hinterlegte „Vernetzen“. LinkedIn wird Ihnen als Nächstes die Möglichkeit geben, eine Nachricht mit max. 300 Zeichen zu schreiben.

 

 

Was mache ich mit Kontaktanfragen ohne Foto?

Da ich mein Foto freigegeben habe, halte ich es für höflich, dass dies andere Mitglieder auch tun. Daher bestätige ich normalerweise nur Kontaktanfragen mit Foto. Sollte aus dem Profil ersichtlich sein, dass eine mir bekannte Person neu auf LinkedIn ist, mache ich eine Ausnahme. Anfragen von „Fremden“ ohne Foto werden nicht bestätigt.

Wie geht man mit Kontaktanfragen von fremden Personen um?

Ich schaue mir die Profile dieser Kontaktanfragen üblicherweise an. Gibt es eine personalisierte Anfrage, kommt es darauf an, was da steht. Ist es eine Standardanfrage, welche nur das Verkaufen im Sinn hat, lehne ich eher ab. Manchmal frage ich per Nachricht zurück, ohne mich zu vernetzen. Durch die Rückfrage erfahre ich ggf., warum sich die Person vernetzen möchte und kann später überlegen, wie ich mit der Anfrage umgehen möchte.
Anfragen von Kollegen, also anderen Social-Media-Beratern, selbständigen Beratern und Unternehmern aus der Umgebung, welche ich ggf. bei regionalen Netzwerktreffen bereits gesehen habe bzw. es gemeinsame Kontakte gibt, bestätige ich meistens.

Wie geht man am besten mit internationalen Kontaktanfragen um?

Kenne ich die Person bzw. ist es ein ehemaliger Kollege, dann bestätige ich meistens. Da ich viele Jahre für amerikanische bzw. kanadischen Unternehmen gearbeitet habe, gibt es eine Vielzahl von Kontakten aus Nordamerika und dem europäischen Ausland. Kontaktanfragen von Social-Media-Kollegen z.B. aus UK, USA, Frankreich finde ich ebenfalls spannend: So kann ich mich auch gut mit anderen LinkedIn-Beratern austauschen. Influencern auf internationaler Ebene folge ich auch gerne. Es ist nicht notwendig sich zu vernetzen, aber die interessanten Beiträge möchte ich nicht missen. In dem Fall reicht es, der Person zu folgen. Da ich Englisch, Französisch und Spanisch gelernt habe, komme ich mit Status Updates in diesen drei Sprachen gut zurecht. Bei anderen internationalen Anfragen bin ich eher vorsichtig, da mein berufliches Netzwerk und meine Zielgruppe hier im deutsch-sprachigen Raum ansässig ist, ich keine Kooperationen mit weiteren Ländern anstrebe und auch deren Sprachen nicht beherrsche.

Wie handhaben Sie das mit den Kontakten bei der Jobsuche?

Ich empfehle, dass Sie sich Ihr berufliches Netzwerk Stück für Stück schon vor der Jobsuche aufbauen und die ersten Tipps dieses Beitrags umsetzen. Um sich im Falle einer Jobsuche mit Recruitern zu vernetzen, suchen Sie gezielt nach Recruitern oder Jobangeboten und kommunizieren meist über InMails. Diese gibt es auch mit Rahmen der Premium-Mitgliedschaften bereits ab 10 € im Monat. Achten Sie darauf, dass Ihr Profil einen professionellen Eindruck macht und Sie sich mit den verschiedenen Jobsuche-Einstellungen auf LinkedIn vertraut machen. Hierzu empfehle ich Ihnen meinen Beitrag zu Funktionen für Jobsuchende und meinen Leitfaden für ein professionelles LinkedIn-Profil.

Vergessen Sie nicht, dass viele Jobs über Beziehungen und persönliche Kontakte vergeben werden. Treten Sie bei der Jobsuche ruhig mit ehemaligen Kollegen in Verbindung und schauen, inwieweit sich da Chancen ergeben. Der Kontakt zu Recruitern ist das eine, in Ihrem Fall kann der Weg auch über einen bereits langjährigen Kontakt gehen, welchen Sie auf LinkedIn gefunden haben.

Wie könnten Sie vorgehen?

Jeder berufliche Hintergrund ist anders. Jeder sollte daher seine eigene Vernetzungsstrategie finden. Am Anfang ist man ggf. etwas strenger und mag keinerlei unbekannte Personen in sein Netzwerk einladen. Mit der Zeit finden viele Nutzer allerdings eine Strategie wie und warum sie neue Kontakte hinzufügen möchten.
Passen Sie auf, dass Sie möglichst alle oder sehr viele Anfragen bestätigt bekommen. Wer zu viele Anfragen einfach so versendet und kaum Kontaktbestätigungen erhält, kann von LinkedIn gesperrt werden. Ich empfehle Ihnen, kontinuierlich und wohl bedacht am Wachstum Ihres persönlichen Netzwerkes zu arbeiten.

Andere Länder, andere Seiten – 6 Einblicke in interkulturelles Web-Design

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Wer schon häufiger auf asiatischen Webseiten gelandet ist, hat sich bestimmt gewundert wie viel bunter und lebhafter diese aussehen. Für uns Deutsche wirken sie ziemlich überladen und die Blinkerei in allen Ecken ist für das west-europäische oder amerikanische Auge recht gewöhnungsbedürftig.

Das ist eigentlich nur ein kleines Beispiel für Unterschiede im internationalen Web-Design. Sobald man sich etwas intensiver mit dem Thema beschäftigt, fällt auf, dass es noch mehr zu entdecken bzw. zu beachten gibt. Sei es für eine internationale Webseite mit Online-Shop oder ein internationales Forum, nicht nur auf sprachlicher Ebene, sondern auch im Hinblick auf das Design gibt es ein paar grundlegende Dinge zu beachten.

Mit den folgenden sechs Einblicken möchte ich Ihnen eine Einführung in das Thema geben:

Informations-Erwartung von der Webseite

Betrachtet man z.B. High-Context- und Low-Context-Kulturen, fallen zwischen den beiden Kultur-Ebenen enorme Unterschiede auf.

In einer High-Context-Kultur werden relativ wenig Informationen auf direktem Wege kommuniziert. Zu diesen Kulturen gehören z.B. China, Japan und Korea. Die Informationen lassen sich eher aus dem Kontext herausholen, durch gemeinsame Aktivitäten, Bräuche oder Geschichten. Im Web-Design, werden die Informationen auch nicht gleich offensichtlich vermittelt, sondern eher versteckt. In diesen Kulturen ist das Individuum auch Teil eines eng verknüpften Netzwerks, es sucht nicht nach Informationen über ein Produkt, sondern interessiert sich mehr für die Unternehmenskultur, Mitarbeiter, also mehr um Geschichten um das Produkt herum. Dies erklären die vielen Verlinkungen und vielen blinkenden Buchstaben/ Symbole auf asiatischen Webseiten.

In einer Low-Context-Kultur wie den USA, UK oder Deutschland erwartet man die wichtigsten Informationen klar und einfach zugänglich. Die Betrachtungsweise ist darauf ausgelegt, innerhalb von Sekunden den Button für Kaufen oder eine Kontakt-Telefonnummer zu erkennen. In diesen Kulturen steht das Individuum an erster Stelle, es sucht konkret nach den wichtigsten Informationen und erwartet auch, dass alle relevanten Informationen einfach zugängig gemacht werden. Ist dies nicht der Fall, fühlt sich ein Angehöriger der Low-Context-Kultur nicht gut aufgehoben, was zum Kaufabbruch in einem internationalen Web-Shop führen kann.

Die meisten Unterschiede gibt es zwischen Low-Context-Kulturen und High-Context-Kulturen, also den westlichen Ländern vs. vielen asiatischen Ländern. Während man beim Webdesign für westliche Länder mit minimalistischen Standards recht gut beraten ist, zählen in asiatischen Kulturen andere Werte, welche es erforderlich machen, sich sehr genau mit der Kultur und deren Eigenschaften zu beschäftigen.

Bedeutung von Farben

Verschiedene Länder bringen auch unterschiedliche Bedeutungen der Farben in der Gesellschaft mit sich. Hier gibt es in paar grundlegende Unterschiede, welche ich an der Farbe Rot und Weiß erläutern möchte.

Rot: Für uns Deutschte hat die Farbe Alarmwirkung und es fällt mir schwer, Webseiten zu finden, die diese Farbe als Hintergrund gewählt haben. Ganz anders in China: hier ist Rot die Farbe von Freude und Heiterkeit, in Japan verbindet man es eher mit Aggressivität und Gefahr. In Ägypten ist es die Farbe des Todes/ der Trauer.

Weiß: In mehreren Ländern, wie Japan, Indien und China ist es die Farbe des Todes/ der Trauer. Nicht so bei uns in Deutschland oder in den USA, wo weiß gerne mit Reinheit in Verbindung gebracht wird. In Ägypten wiederum ist es die Farbe der Freude und Heiterkeit.

Schlussfolgernd sollte man sich im Web-Design überlegen, ob die Hauptfarbe für andere Länder nicht angepasst werden sollte, um kulturell bedingte Abneigungen zu vermeiden.

Mit welchen Wort-Längen ist zu rechnen?

Jede Sprache hat ihre besonderen Eigenschaften. Lokalisierungs-Spezialisten können Ihnen genau sagen, wieviel Prozent mehr oder weniger Platz einkalkuliert werden sollte, wenn Sprache A nach B übersetzt wird. Vom Deutschen ins Französische kalkuliert man ungefähr mit 30% mehr Platz. Vom Deutschen ins Japanische benötigt man ca. 30% weniger Platz. Bei einer Übersetzung vom Englischen ins Spanische sollte man ungefähr doppelt so viel Platz einkalkulieren. Einige Beispiele dazu finden Sie auch in den Globalization Guidelines von IBM.

Das ist besonders wichtig für die Textfelder wo Produkte beschrieben werden. Schaut das noch gut aus, wenn der Text doppelt so lang geworden ist? Sollten die dazugehörigen Bilder ggf. anders angeordnet werden?

Wie sehen die Formularfelder aus, wenn sie viel kürzer ausfallen, weil das Wort für X in X-Sprache nur noch 3 Buchstaben hat?

Ein paar Worte zu Datums-Formaten, Telefonnummern und Adressfeldern

Auch hier gibt es regionale Unterschiede, die beim Programmieren der Formularfelder zu beachten sind. Besonders hervorheben möchte ich hierbei, dass die Datumsformate von Land zu Land verschieden sind und die falsche Verwendung zu größeren Missverständnissen führen kann. Denken Sie z.B. an die Angabe der Liefertermins. Dieser sollte in jedem Fall klar verständlich kommuniziert werden.

Beispiel: In den USA schreibt man 4-09-2014, während das deutsche Datumsformat 09.04.2014 lautet.

Sollten Sie einen Web-Shop internationalisieren, sind die Angabe von Telefonnummern und Adressen ein weiteres Beispiel für unterschiedliche Formate im Ausland.

Beispiel: In UK benötigt man mindestens eine zusätzliche Zeile, weil die Postleitzahl üblicherweise in der Zeile nach der Stadt steht und häufig vor der Straße ein Gebäudename aufgelistet wird.

In Frankreich steht die Hausnummer vor der Straße.

Bei Telefonnummern sollte immer auf die internationale Vorwahlnummer geachtet werden und die Felder entsprechend so angelegt werden, dass diese eingetragen werden können. 

Benutzung von Symbolen

Die Verwendung von Symbolen ist mit Vorsicht zu genießen.

Sehr häufig sieht man im Englischen das Raute-Zeichen „#“ – es wird dort z.B. für „number“, „feet“, „minute“ bzw. auch für „inch“ eingesetzt. In einer anderen Sprache würde man mit diesem Zeichen wohl sehr viele Menschen verwirren.

Das „Daumen-Hoch-Symbol“ zeugt für etwas Positives in den meisten europäischen Ländern und auch in Amerika. Nicht so im mittleren Osten, dort wird er als Beleidigung interpretiert.

Bitte arbeiten Sie nicht mit Abkürzungen. In anderen Sprachen können diese anders aufgenommen werden oder gar missverstanden werden.

Umgang der Menschen mit Ungewissheit und deren Risikobereitschaft

Bei diesem Punkt betrachten wir eine der Kultur-Dimensionen nach Hofstede genauer: In manchen Kulturen bleibt man angesichts einer gewissen Ungewissheit eher entspannt, in anderen hat man Schwierigkeiten, sich auf Unvorhergesehenes einzustellen. Dieses Wissen über die Kultur-Dimension ermöglicht es, den Stellenwert gewisser Inhalte auf einer Webseite zu berücksichtigen. Wenn Sie eine Kultur ansprechen, welche Unsicherheit vermeiden möchte, haben folgende Inhalte einen höheren Stellenwert:

  • Gütesiegel, Zertifikate auf der Webseite
  • Traditionen und Geschichte des Unternehmens belegen seine Expertise und seine Erfahrung
  • Einrichten und Pflegen eines Blogs um die Expertise zu veranschaulichen
  • Kundenreferenzen

Beispiele für diese Länder sind u.a. Japan, Frankreich und Spanien.

Fazit:

Es gibt noch eine Menge mehr zu beachten wenn eine Webseite lokalisiert wird. In diesem Artikel habe ich ein paar wenige Punkte näher betrachtet, welche sich auf das Design der Seite auswirken können. Neben einer guten Übersetzung sollten auch immer die interkulturellen Aspekte betrachtet werden, welche weniger mit dem Design, dafür aber mit der direkten Kundenansprache zu tun haben. Falsche Annahmen oder Nicht-Wissen können dazu führen, dass das neue ausländische Publikum die Seite zwar findet, aber nicht wiederkommt weil er sie entsprechend seines speziellen Kultur-Codes als unseriös einstuft.

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