eCommerce in den Niederlanden: Welche Kanäle eignen sich für Ihr Export Marketing?

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Nachdem ich mich in früheren Artikeln mit den Eigenschaften des Online-Marketings bzw. Social Media in China, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Frankreich und Kanada beschäftigt habe, möchte ich nun einen Blick in unser Nachbarland, die Niederlande werfen. Laut Internet World Stats sind fast 90% der Niederländer im World Wide Web aktiv und mehr als die Hälfte nutzen soziale Medien. Der Reise-Bloggerin Kristine Honig ist bei Ihren Ausflügen nach Holland auch schon aufgefallen, dass Social-Media-Symbole viel häufiger in Gebrauch sind, wie z.B. auf Warnschildern auf der Autobahn, in Geschäften im Einkaufszentrum. Wir vermuten also, dass hier Social Media aktiver genutzt wird als bei uns. Mein Artikel soll Ihnen einen Überblick über die meist-genutzten Netzwerke geben und wie Social Media in den Niederlanden hauptsächlich genutzt wird. 2013 gehörte das Land zu den Ländern mit der höchsten Social-Media-Durchdringung.

Die großen Netzwerke

Facebook: Führt, wie in vielen anderen europäischen Ländern das Ranking an. Laut Statista wird dieses Jahr mit ca. 10 Millionen Mitgliedern aus den Niederlanden gerechnet. Das sind mehr als die Hälfte aller Einwohner, denn die Einwohnerzahl lag 2014 bei ca. 16,8 Millionen. Am meisten vertreten sind auf Facebook die jüngeren Nutzer, also die 15-19-Jährigen. In den letzten Jahren konnten auch die älteren Generationen aufholen und finden Freude am Netzwerken auf Facebook.

Youtube: Gefolgt wird Facebook von Video-Kanal Youtube, wo über 7,1 Millionen Niederländer aktiv sind. Gerade bei Werbe-Kampagnen von Unternehmen spielt Youtube eine sehr große Rolle.

LinkedIn: Einer von vier Geschäftsführern oder Managern war vor zwei Jahren auf der Plattform aktiv, die Tendenz ist steigend. Insgesamt sind ca. 5,1 Millionen holländische Nutzer auf LinkedIn anzutreffen, eine enorm große Durchdringung für ein relativ kleines Land mit nur 16,8 Millionen Einwohnern. 2013 gab es auf LinkedIn weltweit 1,5 Millionen Gruppen, darunter 71.700 in holländischer Sprache. Wenn Sie Business-Kontakte aus den Niederlanden finden möchten bzw. als Unternehmen in dem Land aktiv sind, sollten Sie sich für ein Profil auf LinkedIn entscheiden. Laut Marketingfacts.nl sind mit 48% auf LinkedIn vor allem die 20-39-Jährigen aktiv.

Twitter: Wie letzten Juli auf cbs.nl zu lesen war, sind holländische Unternehmen besonders aktiv auf Twitter, 27% nutzen es für die Unternehmens-Kommunikation. Es heißt sogar, dass sie aktivsten Twitterer in der EU sind. An zweiter und dritter Stelle folgen UK und Irland. Insgesamt gibt es 5 Millionen niederländische Twitter-Accounts, 1,3 Millionen davon sind aktive Nutzer. Wenn man beachtet, dass es in den Niederlanden nur 16,8 Millionen Einwohner gibt, ist das wirklich eine beträchtliche Menge.

Social Media in den Unternehmen

Laut einer Umfrage des Jobportals NationalVacturebank.nl schauen fast die Hälfte der Niederländer während der Arbeitszeit vom Büro-Arbeitsplatz – teilweise mehrmals täglich – auf soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ca. 20% der Umfrage-Teilnehmer geantwortet haben, dass Facebook von den Büro-Computer geblockt ist. Ca. 1/3 der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen über Social-Media-Guidelines verfügt.

Was ist Hyves?

Im Zusammenhang von Social Media und den Niederlanden, hört oder liest man häufiger von einem für uns in Deutschland unbekannten Netzwerk, genannt Hyves.

Das bekannte lokale soziale Netzwerk war von 2004 bis 2013 in den Niederlanden sehr populär. Man kann es wohl am besten mit dem amerikanischen Facebook bzw. dem deutschen Studios vergleichen und war lange Zeit die lokale niederländische Konkurrenz von Facebook. Nachdem es im Jahre 2007 bei den niederländischen Online-Awards zur „populärsten Webseite des Jahres“ gewählt worden ist und 2010 knapp 10 Millionen Nutzer zählte, ist es inzwischen nicht mehr aktiv. Das weltweit genutzte Facebook und andere soziale Netzwerke sind Stück für Stück erfolgreicher gewesen. Seit 2013 wird unter dem Namen „Hyves“ eine Online-Spiele-Plattform betrieben.

Welches sind die Social Media-Newcomer in den Niederlanden?

Die Bilder-Netzwerke Instagram und Pinterest, welche sich in vielen Ländern einer immer größeren Fangemeinde erfreuen können und auch für Unternehmen sehr interessant sind, haben in den Niederlanden auch in der holländischen Bevölkerung viele Anhänger. Wie bei eMarketer zu lesen ist, legte Pinterest im vergangenen Jahr ein Wachstum von 101% hin. Viele Netzwerke, die mobil genutzt werden und von der jüngeren Generation besonders beliebt sind, konnten neue Mitglieder gewinnen. Dazu zählt z.B. auch Foursquare.

Einblicke in den eCommerce-Markt der Niederlande

  • Ein kleines Land mit sehr viel Potenzial. Europaweit steht es an dritter Stelle nach UK und Frankreich mit 11,5 Billionen € im Jahr 2014.
  • Viele Niederländer sprechen gut Deutsch, daher liegt es nahe, sich deutsche Onlineshops genauer anzusehen. Das belegen auch die Zahlen wie hier von Salesupply: Die Niederländer shoppen gerne online in Deutschland, ca. 18% der Crossborder-Einkäufe gehen nach Deutschland bzw. über deutsche Onlineshops.
  • Die Internationalisierungs-Expertin mit Fokus auf eCommerce Katja Flinzner gibt in diesem Artikel auf Netzaktiv einen sehr guten Überblick über den holländischen eCommerce-Markt.
  • Auch in den Niederlanden gibt es große Online-Marktplätze. Steht Amazon mit Abstand an erster Stelle, so finden sich auf der hier aufgeführten Liste ganz andere Unternehmen. Besonders gern und häufig kauft man in Holland bei den großen Playern Ahold (Bol.com, Ah.nl sowie RFS Holland Holding ((Wehkamp.nl, Fonq.nl) und Zalando. Die Top-10-Liste der großen Online-Marktplätze unserer Nachbarländer können auf eCommcercenews genauer betrachtet werden.
  • Spielt z.B. das Kaufen per Kreditkarte im Onlinehandel in vielen Ländern eine große Rolle, so ist der Kauf auf Rechnung in den Niederlanden besonders populär.
  • Wie auf eMarketer nachzulesen ist, wurden 51% der Online-Einkäufe werden vom Laptop aus getätigt. Die mobilen Geräte spielen mit 21% vom Tablet und 11% vom Smartphone eine bedeutende Roll.

 

Wie in jedem Land oder jeder Kultur, hat jede Branche und jede Altersgruppe ihre eigenen sozialen Netzwerke bzw. spielen auch hier Foren oder individuelle Blogs eine wichtige Rolle. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen die gesamte Bandbreite an Social Media kennenlernen möchten, hilft eine individuelle Betrachtung Ihrer Zielgruppe. Welche Beobachtungen haben Sie in den Niederlanden gemacht, wenn es um Social Media und eCommerce geht?

Meine 10 Highlights der Cross-Border-Commerce 2014 in Wiesbaden

Crossborder-Juni2014

Lange geplant und heute fertiggestellt: Mein Bericht meiner Teilnahme an der Cross-Border-Commerce 2014 in Wiesbaden, welche am 17. und 18. Juni stattgefunden hat. Die Agenda klang für mich sehr vielversprechend, denn alle Themen beschäftigen mich im Rahmen meiner Beratung bzw. sind für meine Kunden ein aktuelles Thema.

Gestartet wurde die Konferenz mit einer Präsentation von Christoph Wenk-Fischer, dem Hauptgeschäftsführer vom bevh mit den Zahlen einer aktuellen bevh-Studie, sowie Fakten anderer eCommerce-Studien zum europäischen Cross-Border-Commerce. Dieser Einstieg wurde noch abgerundet durch Einblicke in eine von OC&C Strategy Consultants und Google gemeinsam durchgeführte Analyse. Neben vielen statistischen Daten wurden den Teilnehmern Beispiele für Lokalisierungen gezeigt, und was sich anhand der Markt-Recherchen für Strategien in puncto mobile Marketing sagen lässt.

Im Anschluss wurde in den zahlreichen Vorträgen von Vertretern namhafter Unternehmen wie Bon Prix, eBay, Glossybox, SapientNitro sowie Beratungs-Agenturen wie Trusted Agents und Yangdongxi, China das Thema internationaler Export aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die Teilnehmer erhielten einen sehr guten Einblick in unterschiedliche Aspekte und Herausforderungen, die sich einem Unternehmen stellen, wenn es über die Grenzen hinaus verkaufen möchte.

Meine 10 Highlights der Cross-Border-Commerce habe ich hier für Sie zusammengetragen:

  1. Das Thema Lokalisierung wurde in verschiedenen Präsentationen angesprochen. Ganz ohne geht es wohl in den wenigsten Fällen, da sprachliche und interkulturelle Anpassungen erfolgen sollten. Besonders interessant war das Beispiel von Bon Prix. Das Mode-Unternehmen aus Hamburg hat schon seit Anfang der 90-er Jahre fleissig Expansions-Erfahrungen gesammelt. Thomas Carroux berichtete über seine Erfahrungen mit der Expansion in die Türkei und ich war überrascht, dass der Bon Prix-Katalog in der Türkei die gleichen Produkte/ Bilder enthält wie der für die deutschen Kunden.
  2. Im Vortrag von Luis Hanemann von der SEO-Beratung Trust Agents wurde deutlich, dass dank Online-Marketing die Internationalisierung um einiges einfacher geworden ist. Tools wie Google Market Finder, Google Keyword Planer, Searchmetrics bzw. Brandwatch sind teilweise kostenlos und liefern wichtige Informationen über andere Märkte.
  3. Im Vortrag von Joachim Bader von SapientNitro wurden interessante Marketing-Aktivitäten großer Unternehmen wie Lufthansa und Marks&Spencer dargestellt. Letzterer konnte mit seinen innovativen Maßnahmen innerhalb von zwei Jahren in 10 Länder expandieren.
  4. Andere Unternehmen sind von Anfang an international aufgestellt. Born Globals gibt es bei größeren als auch bei kleineren Unternehmen. Ein Beispiel für ein Start-up welches von Anfang an international aufgestellt war, ist Glossybox wie der Gründer Charles von Abercron während einer Panel-Diskussion darlegte. Er startete 2011 mit den Überraschungs-Beauty-Boxen und ist jetzt auf 3 Kontinenten und in 10 Ländern aktiv.
  5. Internationale Auslandsexpansion heißt für viele Unternehmen, sich näher mit den Möglichkeiten auf dem chinesischen Markt auseinander zu setzen. Der Markt ist riesig, bietet aber viele Tücken, die man kennen sollte. Ein Experte für sein Gebiet ist hier Ralf Zhang, Wirtschaftsinformatiker welcher Hangzhou Yangdongxi e-Commerce Co. Ltd. gegründet hat und Unternehmen berät, welche den chinesischen Markt erobern möchten. Ausgewählt wurde er vom China Zoll für Pilotprojekte im Cross-Border-Import-B2C. So berichtete er über Möglichkeiten, „das chinesische Tor zu öffnen“. Stellte Online Market-Places wie Tmall vor und erläuterte den traditionellen Weg über B2B2C zu verkaufen und warum Cross-Border B2C eine gute Alternative sein kann.
  6. Desweiteren wurde die Partner-Plattform www.Weltweitwachsen.de von Google vorgestellt. Diese Online-Plattform unterstützt Unternehmen dabei, über das Internet neue Märkte zu erschließen. Hier finden Interessierte, Experten-Wissen, Fakten zum Thema digitaler Export und unterstützende Tools für die Markt-Recherche.
  7. Die meisten Suchanfragen werden im Netz übrigens für Bekleidung getätigt. Das betrifft immerhin 78 Prozent der Suchanfragen. In Deutschland haben 46% der Bevölkerung schon online Cross-Border gekauft, am liebsten Bekleidung im Lieblingsland UK (Quelle: postnord).
  8. Laut eMarketer waren 2012 die fünf umsatzstärksten eCommerce-Länder die USA, China, UK, Japan und Deutschland.
  9. Michael Kilger, Managing Director EMEA & APAC von eBay erläuterte in seinem Vortrag eine systematische Herangehensweise wie man in wenigen Monaten eine Expansion mit nur einer weiteren Sprache vorantreibt. Angefangen mit einer deutschen Sprachversion lassen sich mit einer englischen Erweiterung weitere Sprach-Räume wie skandinavische Märkte und UK ansprechen und ca. 68% Marktabdeckung in Europa erreichen.
  10. Eine Auslandsexpansion bringt oft ungeahnte Möglichkeiten. Besonders interessant fand ich das Beispiel, dass ein Lederhosen-Hersteller nach einer Markt-Recherche herausgefunden hat, dass die meisten Suchanfragen nach Lederhosen aus Brasilien kommen. Warum? Ganz einfach: In Blumenau gibt es das zweitgrößte Oktoberfest der Welt und wer richtig dabei sein will, erscheint dort auch entsprechend zünftig mit einer Lederhose.

Ich könnte mit Sicherheit noch mehr interessante Einblicke gewähren, das würde aber den Rahmen dieses Artikels etwas sprengen.

Der 2. Tag war nicht weniger interessant. Er hat nachdem am 1. Tag viel Optimismus und Leichtigkeit verbreitet wurde, deutlich gemacht, wie komplex das Thema Auslands-Expansion ist und wie individuell doch jedes Land betrachtet werden sollte. Trotz EU-Richtlinien gibt es noch viele lokale Eigenschaften, sprachliche Besonderheiten und kulturelle Unterschiede, die das Thema so spannend machen. Im Praxis-Workshop am Mittwoch wurden für die Diskussion am Vormittag neben Lukas Bühlmann und Herrn Dr. Schirmbacher von Härting Rechtsanwälte eCommerce-Rechtsanwälte aus Frankreich, Spanien und Österreich eingeladen. Interessant und übersichtlich aufbereitet haben sie jeweils die Besonderheiten ihres Landes im eCommerce erläutert, die man im Cross-Border-Geschäft kennen sollte. Repräsentantin für den polnischen Markt war Julia Mandel von Trusted Shops.

Nach einem leckeren Mittagessen auf der Terrasse gewährte Herr Vassil Tcherveniachki von Flick Gocke Schaumburg wichtige Einblicke in Praxisfälle im Cross-Border-Commerce aus ertragssteuerlicher Sicht und Herr Robert Hammerl von Küffner Maunz Langer Zugmauer aus München referierte über die Umsatzsteuer beim eCommerce in der EU und was sich für Online-Händler ab 2015 ändern wird.

Für mich bot die Veranstaltung eine sehr gute Gelegenheit, mich mit den Teilnehmern zu deren Erfahrungen und Meinungen auszutauschen und ich konnte aus den Vorträgen sehr viele interessante Aspekte mit nach Hause nehmen. Wenn ich es zeitlich einrichten kann, bin ich gerne bei der nächsten Veranstaltung wieder dabei.

Sie möchten mehr zum Thema Export Marketing, internationales Social Media bzw. Tipps für Auslands-Expansionen erhalten? Dann melden Sie sich jetzt gleich für meinen Newsletter an: http://eepurl.com/HMoAD

 

Brasilien: Social Media in der Fußball-Nation

Fotolia_65714458_XS_Brazil-© olga_milagros

Schon seit Wochen sieht und hört man kaum etwas anderes: Brasilien und die WM sind in aller Munde und am 12. Juni geht es dann richtig los!

Aus Sicht der Digitalisierung und der Nutzung von Social Media ist Brasilien auf jeden Fall ein sehr interessantes Land. Gilt das fünftgrößte Land der Erde doch als die Social-Media-Nation schlechthin. Warum eigentlich? Der Grund ist die überaus intensive Nutzung von sozialen Netzwerken. Im Schnitt surft ein Brasilianer 26,6 Stunden im Monat im Netz. In Deutschland sind es nur 22,3 Stunden. Die Bereitschaft, Fan einer Unternehmensseite zu werden ist hier viel höher. Kommunikaiton hat einen sehr hohen Stellenwert – egal ob online oder offline.

Anfang des Jahres 2014 lag der Anteil der Bevölkerung mit Internet-Zugang bei nur 50%. Er wächst stetig aufgrund einer schnell anwachsenden Mittelklasse. Laut eMarketer wird noch 2014 mit 107,7 Millionen Internetnutzern im WM-Land gerechnet.

Social Media in Brasilien

  • Die fünf wichtigsten sozialen Netzwerke sind Facebook, Orkut (war ursprünglich das führende soziale Netzwerk in Brasilien und wurde dann von Facebook abgelöst), Twitter, ask.fm und LinkedIn.
  • Geführt wird diese Top-Liste von Facebook mit 84 Millionen Nutzern. Laut Statistik haben 88,4 Millionen Brasilianer einen Internet-Zugang, das heißt fast jeder der online ist, ist auch auf Facebook aktiv. 92,8% der Zeit, die Brasilianer mit Social Media verbringen, geht auf Facebook.
  • Wenn Sie in dem Land aktiv werden wollen, sollten Sie sich nicht alleine auf Facebook konzentrieren. Die oben genannten Plattformen sind dort auch sehr populär und keineswegs zu ignorieren. Laut dieser aktuellen Meldung von eMarketer wächst z.B. Twitter in Lateinamerika besonders stark.

Orkut

  • Beim Ranking der Social-Media-Plattformen in Brasilien steht Orkut an 2. Stelle und 48,4% der Orkut-Mitglieder kommen auch aus dem Land. Allerdings lag dieser Anteil Anfang 2013 noch bei ca. 60%. Das hier in Deutschland eher unbekannte Netzwerk gehört zu Google und ist laut Wikipedia neben Brasilien auch in Indien sehr populär.
  • Neben den üblichen Netzwerk-Funktionen, alte und neue Freunde zu finden, gibt es auf Orkut die Möglichkeit, Videos hochzuladen, Dokumente zu teilen, die Chat-Funktion GTalk zu integrieren und wie bei Facebook, Postings zu liken.

Ein paar Fakten über den Ecommerce in Brasilien

  • Die Lieblings-eCommerce-Plattform der Brasilianer heißt MarcadoLibre – über diese werden über 14 Millionen Suchende erreicht. Wer sich als Online Retailer auf dem brasilianischen Markt niederlassen möchte, sollte sich die Seite genauer ansehen.
  • Lokale Zahlungsmittel werden von den Verbrauchern sehr geschätzt. Besonders populär ist eine Form der Überweisung genannt Boleto Bancário, welche eine sehr sichere Zahlungsmethode darstellt. Diese Methode wird fast ausschließlich im B2B-Geschäft eingesetzt.
  • Da die Einkommen in Brasilien relativ niedrig sind, ist Zahlung auf Raten populär und sollte idealerweise bei größeren Beträgen angeboten werden.
  • Bei jeder Online-Bestellung muß eine brasilianische Steuernummer (CPF) angegeben werden.
  • Toll für Händler: Versandkostenfreie Lieferungen hat man in Brasilien nur sehr selten. Der Markt ist aufstrebend, siehe eMarketer welches für 2014 ein Wachstum von 11,7% voraussagt. Gleichzeitig gilt es allerdings auch ein paar Herausforderungen und Besonderheiten zu beachten. Gut vorbereitet, bietet das Land Unternehmen eine große Chance, sich auf diesem riesigen Markt zu etablieren!

Fußball WM in Brasilien auf Twitter folgen

Für Fußball- und Twitter-Begeisterte wird es im Netz in den nächsten Tagen so richtig rund gehen. Neu-Einsteiger auf Twitter könnten auf den Geschmack kommen, indem sie den wichtigsten Twitter-Hashtags zur WM folgen und alle wichtigen Informationen oder auch Rand-Erlebnisse von der WM life mitbekommen. Die folgenden Hashtags für verschiedene Sprachen sind dann die richtige Wahl:

Englisch: #worldcup und #Brazil2014

Deutsch: #WM2014

Spanisch: #Brasil2014

Französisch: #Brésil2014 und #CM2014

Portugiesisch: #Copa2014 und #SorteioCopa2014

 

Wer wissen möchte, welche Fußballer auf Twitter besonders aktiv sind, schaut hier bei Statista vorbei. Wie soll es anders sein, an 2. Stelle steht auch ein Brasilianer, nämlich Neymar mit dem Twitter-Kürzel @neymarjrNoch mehr zum Thema Twitter und FIFA WM gibt es hier im Twitter-Blog.

 

Foto: Fotolia © olga_milagros

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Online-Marktplätze in Frankreich

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Ein eigener international agierender Onlineshop bedeutet für das Unternehmen eine Menge Zeit und einen relativ hohen finanziellen Aufwand. Wenn Sie den französischen Markt kennenlernen möchten und ein Gespür für das internationale Geschäft bekommen möchten, haben Sie auch die Möglichkeit, sich vorerst auf Marktplätze im Internet zu konzentrieren. Frankreich ist spannend. Es ist unser unmittelbares Nachbarland und für viele Unternehmen aus diesem Grunde verlockend, sich dort zu engagieren. Zudem ist Frankreich laut Comscore der drittgrößte E-Commerce-Markt in Europa.

Neben einer genauen Marktanalyse ist hier der Aufwand verhältnismäßig gering und vor allem finanziell mit weniger Risiken verbunden. Einige Marktplätze sind sogar kostenfrei, bei anderen halten sich die Gebühren in überschaubarem Rahmen. Internet-Marktplätze erfreuen sich auch in Frankreich sehr hoher Beliebtheit. Sie sind so strukturiert, dass sie ein optimales Shopping-Erlebnis für den Kunden garantieren.

Sie sprechen kein Französisch? Das ist für die Marktplätze kein Problem. SEO und Kundenservice wird von ihnen für Sie übernommen. Außerdem gibt es verschiedene Lösungen, um Übersetzungen durchführen zu lassen. Hierzu könnte ich einen separaten Blogartikel schreiben.

Für Unternehmer, die sich näher mit dem französischen Markt beschäftigen möchten, habe ich Informationen zu den wichtigsten französischen Marktplätzen zusammengestellt. Für den Start empfiehlt es sich, einen oder zwei der Marktplätze auszuprobieren und die Entwicklungen zu beobachten.

Laut einer Médiamétrie/ NetRankings-Statistik, veröffentlicht auf Prestashop sind die folgenden Marktplätze auf dem französischen Markt besonders populär:

Priceminister

Produkt-Kategorien: Musik, Bücher, Spielzeug, Computerspiele, Computer und Zubehör, Haus und Garten-zubehör, Sport, Freizeitartikel, Mode, Weine und Gewürze.

Besondere Eigenschaften:

  • Kostenfrei für den Verkäufer, garantierte Bezahlung an den Verkäufer, keine Versteigerungen, man stellt eine Annonce mit Bildern und Beschreibung ein.
  • Priceminister schlägt einen Preis vor, um das Produkt bestmöglich zu verkaufen. Sie als Verkäufer können natürlich endgültig bestimmen, zu welchem Preis sie verkaufen.
  • Der Versand erfolgt über Sie als Verkäufer. Sobald Sie die Information von Priceminister haben, dass das Produkt verkauft ist, können Sie es versenden.
  • Der Kundenservice sollte auf Französisch angeboten werden.

Fakten: 20.490.000 Käufer können erreicht werden.

Kosten für Verkäufer: keine

LaRedoute

Produkt-Kategorien: Mode für Damen, Herren und Kinder, Schuhe, Accessoires und Heimtextilien.

Fakten:

  • In 26 Ländern aktiv.
  • La Redoute ist die Nummer 1 Mode- und Hausartikel-E-Commerce-Seite in Frankreich mit 9,2 Millionen Besuchern/ Monat.
  • Die Seite zählt 11 Millionen aktive Nutzer. Vor allem Frauen zwischen 26 und 35 kaufen hier besonders gerne ein.

Besondere Eigenschaften:

  • Die offizielle Sprache ist Französisch. Als Anbieter bzw. Marketplace-Anbieter sollten Sie sich einen Weg überlegen, wie Sie einen französisch-sprachigen Kundenservice anbieten.
  • Um auf der Seite verkaufen zu können, wird eine EAN-Nummer benötigt.
  • Es darf nur Neu-Ware angeboten werden, verschiedene Produkt-Kategorien sind möglich wie z.B. Elektronik, Foto-Ausrüstung und Schmuck.
  • Weitere Details zu einem Verkäuferkonto auf La Redoute hat Channeladvisor hier zusammengefasst bzw. wird das Prinzip in diesem französischen Video kurz erklärt.
  • Jeder Marketplace-Anbieter kümmert sich selbst um den Versand.
  • Bei Problemen oder Rückfragen kann sich der Kunde direkt an den Marketplace-Verkäufer per E-Mail wenden.
  • Jeder Marketplace-Anbieter legt die Preise selbst fest und regelt die Liefer- und Zahlungsbedingungen. Diese werden eindeutig im „Warenkorb“ beschrieben.
  • Die Anmeldung als Markeplace-Verkäufer bei La Redoute erfolgt über diese Seite.

Kosten für Verkäufer: keine.

Amazon

Produkt-Kategorien: So gut wie jedes Consumer-Produkt kann dort verkauft werden bzw. erworben werden. Angefangen über Bücher, Elektronik zu Lebensmitteln und Heimtextilien, Bekleidung, Gartenzubehör, Möbeln und Auto-Zubehör.

Fakten:

  • Sie erreichen Millionen von Amazon-Kunden.
  • Informationen für internationale Verkäufer.
  • Es besteht die Möglichkeit, ein europäisches Verkäuferkonto einzurichten. Wichtige Informationen zu den Richtlinien für den internationalen Verkauf bietet Amazon auf seiner Webseite an.
  • Möglichkeit, die Produkte auf fünf großen europäischen Amazon-Märkten zu verkaufen: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien.
  • Der Einkauf ist dadurch durch 1-Click auch aus dem Ausland möglich.
  • Schneller und einfacher Versand durch Amazon möglich – in alle 28 EU-Länder.
  • Der Ablauf ist ganz einfach: Sie listen Ihre Prdoukte auf Ihrem Amazon-Konto, Kunden entdecken Ihre Produkte und kaufen. Sie erhalten dann eine Information, die Produkte für den Versand vorzubereiten oder Sie bitten Amazon, sich um den Versand zu kümmern. Wie dies organisiert wird, ist hier beschrieben worden. Amazon Payments leitet die Zahlungen dann an sie weiter.
  • Die FAQs zum europäischen Verkäuferkonto finden Sie hier.

Kosten für Verkäufer:

  • Amazon bietet zwei Möglichkeiten, die Produkte zu verkaufen. Wenn Sie nur vereinzelt Produkte verkaufen möchten, berechnet Amazon einen Betrag von 0,99 €/ pro verkauftem Artikel. Sollten Sie mehrere Produkte bzw. ganze Produktlisten verkaufen wollen, dann ist es sinnvoll, sich für eine monatliche Grundgebühr von 39,00 € + Verkaufsprovision pro Artikel zu entscheiden. Die ersten drei Monate sind dabei komplett kostenfrei. Details können hier entnommen werden.

 

Ebay

Sie erreichen ungefähr 100 Millionen Käufer in 14 verschiedenen Ländern.

Produkt-Kategorien: Mode, Elektronik, Sammler-Artikel und Antiquitäten, Haus- und Gartenzubehör, Ersatzteile für Autos, Bücher, Musikartikel, Video, Alles fürs Kind…

Fakten:

  • Ebay bietet auf seiner Webseite eine Übersicht über die internationale Reichweite mit hilfreichen Informationen für Unternehmen für ihre Geschäftsexpansion.
  • Zu den Top-Verkaufsländern auf eBay zählen USA, Österreich, Großbritannien, Frankreich, Irland, Italien und Spanien.
  • Produkte die in Frankreich nicht verkauft werden dürfen, werden hier aufgelistet.
  • Rechtliche Regelungen für den Verkauf ins Ausland für gewerbliche Verkäufer werden ebenfalls von eBay bereitgestellt.
  • Umfangreiche Informationen zu Lieferbedingungen, Auswahl des richtigen Transportunternehmens und Zollformalitäten.

Kosten für Verkäufer:

  • Werden die Angebote auf die deutsche Seite gestellt, fallen keine zusätzlichen Angebotskosten an. Stellen Sie sie direkt auf internationale Ebay-Webseiten ein, fallen zusätzliche Kosten an. Für den Verkauf auf eBay.fr schaut das dann wie folgt aus.
  • Als Beispiel kostet die monatliche Gebühr für eine „Boutique“ in Frankreich monatlich 29,95 Euro. Für Medienprodukte zahlen Sie 0,10 Euro Einführungsgebühren, Kommissionsbeträge belaufen sich auf 4,5%-6,5% des Verkaufspreises.
  • Umfangreiche Informationen zur Abwicklung Ihrer Aufträge und des internationalen Versandes finden Sie hier.
  • Hilfreich ist der von eBay angebotene Versandkosten-Rechner welcher konkret für die Größe der Ware einen Preis ermittelt.
  • Übersetzungen können kostenlos über Google Translate oder Bing erstellt werden.
  • Übersetzungsdienstleister – werden von diesen auch auf den ausländischen eBay-Seiten eingestellt und optimiert.
  • Die Bezahlung der Gebühren kann über PayPal, Kreditkarte, Banküberweisung etc. erledigt werden. Die verschiedenen Möglichkeiten werden hier detailliert aufgelistet.

Cdiscount

Produkt-Kategorien: Video-Spiele, Elektronik-Artikel, Auto-Zubehör, Bastelbedarf, Haus und Dekoration, Kleidung und Schuhe, Babyartikel, Schmuck, Sportartikel, Wein und Lebensmittel.

Fakten:

  • Über Cdiscount lassen sich ca. 10 Millionen Kunden erreichen.
  • Über diese Seite können Sie ein Verkäuferkonto einrichten.
  • Zu allererst ist es erforderlich, das Formular „C le Marché“ auszufüllen und vom Cdiscount-Team genehmigen zu lassen.
  • Vorab sollte man sich als Verkäufer im Klaren sein, dass alle notwendigen Bedingungen erfüllt werden können.
  • Über Discount lassen sich auch die Märkte in Kolumbien, Vietnam und Thailand erreichen.
  • Es besteht die Möglichkeit, zwischen vier verschiedenen Versand-Möglichkeiten zu wählen. Direkt an den Käufer, Lieferung an ein Geschäft, Abholung durch den Kunden in einem Geschäft oder Lieferung an eine Packstation.

Kosten für Verkäufer:

  • Monatlich fällt ein Beitrag von 35 Euro an. Dieser Betrag wird immer zum 1. eines jeden Monats automatisch von den angefallenen Kommissionsbeiträgen abgezogen. Die Kommissions-Beträge reichen von 4% des Verkaufsbeitrages für z.B. Konsolen bis zu 12,5% bei Produkten wie Spielzeug, Musikinstrumente, High-Tech, Dekorationsartikel, Mode, Schmuck und Sportartikel usw.

FNAC

Produkt-Kategorien: Sehr breite Produkt-Palette von Büchern, Kinderartikeln, Elektronik über TV, Foto- und Computerausstattung zu Haushaltsartikel, Geschenkartikel und Tickets für Veranstaltungen und Reisen.

Fakten:

  • Für Profi-Verkäufer gibt es die Möglichkeit, ein Verkäuferkonto einzurichten. Ansonsten, für Privatpersonen bietet es sich an, die Artikel, die ursprünglich bei FNAC gekauft worden sind und nicht mehr benötigt werden, dort auch wieder zu verkaufen.
  • Die Konditionen des Profi-Verkäuferkontos sind hier verfügbar.

Kosten für Verkäufer:

  • Für Verkäufer fällt ein Kommissions-Beitrag von 8%-15% je nach Produkt-Kategorie oder Preis-Segment an.

Um französische Kunden zu erreichen, gibt es noch mehr Marktplätze wie z.B.  2xmoinscher (heißt übersetzt: 2 x günstiger), Pixelmania (International: in 30 Ländern aktiv), Rueducommerce.fr, paruvendu.fr und pixplace.pixmania.com. Je nachdem, in welcher Branche Sie aktiv sind, lohnt sich eine Recherche, ob einer dieser Marktplätze für Sie in Frage kommt.

Foto: Fotolia © Elenarts  

 

 

5 Antworten zum internationalen Gütesiegel „Echte Bewertungen“ (Net Reviews)

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Kundenbewertungen spielen in vielen Ländern eine sehr wichtige Rolle. Die Meinung der anderen, seien es Freunde, Bekannte oder Gleichgesinnte sind uns wichtig und meist wichtiger als eine Auskunft im Geschäft oder auf der Webseite. Seit Oktober gibt es in Deutschland ein neues Gütesiegel: „Echte Bewertungen“ hat seinen Sitz eigentlich in Südfrankreich, allerdings unter französischem Namen. Desweiteren gibt es das Siegel in vielen europäischen Ländern, wie Spanien, Portugal, Holland, UK und Polen – interessanterweise immer mit einem Markennamen in der Landessprache. Was das Siegel so besonders macht, verrät der Country Manager für Deutschland/ Österreich, Jakob Rinkewitz.

1) Ihr Gütesiegel ist noch relativ neu. Warum sollten Kunden gerade Ihr Siegel bevorzugen? Immerhin sind andere Siegel länger am Markt.

JR: Dafür gibt es einige Gründe. Andere Siegel sind sicher schon länger auf dem Markt, was aber nicht automatisch heißt, dass diese bei den tatsächlichen Kunden auch bekannt sind. Denn um als Kunde einschätzen zu können, welches Siegel verbreitet ist und welches nicht, muss ich mindestens auf 20 verschiedenen Shops pro Jahr einkaufen. Das ist aber fast nie der Fall. Hier gibt es also beim Marketing häufig eine gewisse Branchenblindheit. Fakt ist: Der Kunde Ihres Onlineshops wird in aller Regel keines der vorhandenen Siegel wirklich kennen! Und wenn man das verstanden hat, kommt es auf die Konditionen an:
Unsere Lösung ist ein „All inclusive“- Paket, das sowohl Shop- als auch Produktbewertungen beinhaltet. Zusätzlich werden die Shopbewertungen unserer Kunden dank unserer Partnerschaft mit Google in Form von Sternen automatisch in die Google Adwords Anzeigen des Kunden integriert. Das heißt, bei uns gibt es keine versteckten Zusatzkosten, unsere Preise sind transparent.
Außerdem passen sich unsere Preise der Größe des jeweiligen Kunden an, so können auch kleine Shops mit uns zusammenarbeiten ohne sich zu ruinieren – gerade hier ist zusätzlich auch die professionelle Social Media Integration wichtig.
Schlussendlich haben wir auch die höchste Rücklaufquote am Markt, unsere Kunden sammeln also mit uns ein Maximum an Bewertungen.
Und um sich von allen diesen Argumenten selbst überzeugen zu können, bieten wir allen unseren Kunden standardmäßig einen 2-wöchigen kostenlosen und vor allem unverbindlichen Test an. Danach ist unser Angebot monatlich kündbar, der Kunde geht also absolut kein Risiko ein.

2) Sie bewerben das Gütesiegel als besonders einfach. Gerade das Thema SEO ist für viele sehr wichtig. Was sind die Vorteile von „Echte Bewertungen“ im Hinblick auf SEO?

JR: Echte Bewertungen ist in der Tat sehr hilfreich, was die Verbesserung der SEO betrifft. Ersteinmal erstellen unsere Kunden bei uns ein Zertifikat, welches auf unserem Server hinterlegt ist und einen sehr starken Backlink auf die Seite des Onlineshops enthält.
Außerdem sind wir wie gesagt einer von weltweit 24 Google-Partnern. Dadurch fließen die Shopbewertungen unserer Kunden in Form von Sternen automatisch in deren Google Adwords Anzeigen mit ein. Das bewirkt einerseits, dass die Anzeige in Adwords höher gerankt wird, da Google mittlerweile nicht mehr nur auf das Budget der Anzeigen achtet, sondern auch die Qualität der Anzeige in das Ranking miteinbezieht. Andererseits erhöhen sich auch die Klickzahlen auf die Anzeigen mit Bewertungssternen um bis zu 17% – und das sind Statistiken von Google!
Gleichzeitig wird durch die Bewertungen regelmäßig neuer Inhalt auf die Webseite hinzugefügt, was wiederum die natürliche Referenz bei Google fördert. Wenn der Kunde dann auch noch bestimmte Keywords in der Produktbewertung vermerkt, z.B. Super leckeres Obst, erzeugt auch diese Bewertung wieder einen Backlink auf die Seite.

3) „Echte Bewertungen“ gibt es auch in anderen Ländern wie z.B. Frankreich, Spanien und UK. Welches sind Ihre Zielländer?

JR: Unsere Mutterfirma Net Reviews stammt ursprünglich aus Frankreich, dort haben wir derzeit auch die meiste Kundschaft. Wir sind aber in der vollen Expansion in vielen europäischen Ländern, eben Deutschland, Spanien, Italien, UK, Niederlande und noch viele mehr. Außerdem wird es auch bald ein Büro in den USA geben, dass sich dann auf den amerikanischen Markt richten wird. Die Marke „Echte Bewertungen“ richtet sich natürlich an den deutschsprachigen Markt, auf dem wir seit Herbst 2013 sind. Mittlerweile haben wir auch Kunden in anderen deutschsprachigen Ländern, wie Österreich und der Schweiz.

4) „Echte Bewertungen“ ist nur für Deutsche zu verstehen. Wie heißt das Siegel in den anderen Ländern und warum haben Sie sich nicht, wie andere Unternehmen für einen englisch-sprachigen, international besser zu verstehenden Begriff entschieden?

JR: Es war eine ganz bewusste Entscheidung, den Markennamen an die Muttersprache des jeweiligen Ziellandes anzupassen. Deswegen heißen wir in unserem Stammland Frankreich „Avis Vérifiés“, im englischsprachigen Raum „Verified Reviews“, in Spanien „Opiniones Verificadas“, in Italien „Recensioni Verificati“, „Echte Beoorderlingen“ findet man in den Niederlanden und so weiter. Für jedes Land, in dem wir auf den Markt gehen, gibt es einen eigenen Markennamen in der Landessprache.
Das hat ganz einfach den Grund, dass diese Markennamen aussagekräftig sind und die Kunden der Online-Shops direkt ansprechen. Das ist gerade in Ländern wie Frankreich oder Spanien sehr wichtig, wo die Kunden eine sehr starke Bindung zu ihrer Sprache haben. Dort werden englische Markennamen nicht so gut akzeptiert bzw. in manchen Fällen auch gar nicht verstanden, da würde die Botschaft des Namens dann verloren gehen.
Wir haben eben nicht den gleichen Fehler wie einige unserer Mitbewerber gemacht, einen englischen Namen zu wählen, oder gar einen Markennamen, der gar keine Botschaft hat. Bei „Echte Bewertungen“ weiß der Kunde allein durch den Namen sofort, um was es geht.
Das ist auch im Hinblick auf die neue Generation von Online-Käufern sehr wichtig. Heutzutage drängt die Generation 50+ ins Internet. Die kennen sich im Normalfall nicht so gut aus mit Bewertungssiegeln, wissen aber trotzdem, um was es geht, wenn sie nach dem Kauf eine Email von „Echte Bewertungen“ bekommen.
Das ist auch der Grund, warum wir bei Weitem die beste Rücklaufquote am Markt haben. Die Kunden werden nicht durch einen nichtssagenden Namen verschreckt, und sind eher bereit, eine Bewertung abzugeben.

5) „Echte Bewertungen“ hat seinen Hauptsitz in Marseille, in Südfrankreich. Wie schaut es aus, wenn ich, als deutsches Unternehmen, Support benötige?

JR: Wir haben unseren Hauptsitz zwar bei unserer Mutterfirma Net Reviews in Marseille, das kriegen unsere Kunden aber meist gar nicht mit. Wir haben ein deutsches Team, das für Echte Bewertungen zuständig ist und den Kunden auf deutsch begleitet und berät. Unsere Mitarbeiter sind über eine deutsche Festnetznummer zu erreichen und beantworten auch alle eingehenden Mails so schnell wie möglich. Unser Sitz wirkt sich also nicht auf den Support aus, wir können unseren Kunden den gleichen Service wie andere Anbieter zur Verfügung stellen.

Über „Echte Bewertungen“: Das Siegel kann sofort gestartet werden, es fällt keinerlei Einrichtungsgebühr an, es gibt keine Mindestvertragslaufzeit und anhand einer Liste der letzten 300 Kunden werden sofort die ersten Bewertungen gesammelt.

Vielen Dank an Herrn Rinkewitz, dass er sich für das Interview zur Verfügung gestellt hat.

5 Themen, die Sie bei der Internationalisierung Ihres eShops berücksichtigen sollten

international online shopping concept

Sie sind dabei, Ihren eShop zu internationalisieren und möchten ihn demnächst für ein größeres Publikum zugänglich machen? Die folgenden fünf Kernthemen und deren Berücksichtigung im Rahmen der Expansions-Strategie, helfen Ihnen dabei, Ihr Projekt erfolgreich umzusetzen.

1) Welche Bedeutung hat der eCommerce in dem Land, in welches Sie exportieren möchten?

Eine aktuelle Eurostat-Studie zeigt, dass es große Unterschiede im Bezug auf die Akzeptanz von Online-Shopping in den verschiedenen Ländern der EU gibt. Als zukünftiger Exporteur sollten Sie sich dessen bewusst sein. Der Prozentsatz von Unternehmen, welche übers Internet verkaufen, schwankt zwischen 7% (Bulgarien) und 30% (Dänemark). Gefolgt wird Dänemark von Norwegen mit 28%, Tschechien mit 27% sowie Deutschland und Schweden (beide 26%).
Während die meisten der EU-28 Länder im Jahr 2012 über elektronische Kanäle verkauft haben, so bestätigten nur 7%, dass sie auch in andere EU Länder verkauft haben. Während in Dänemark 30% der Unternehmen online verkauften, so waren es nur 10% welche auch über die Landesgrenzen hinaus Umsatz gemacht haben. Ähnlich schaut es in Schweden aus: Nur 8% der Unternehmen verkauften auch in andere EU-Länder.
Tschechien führt im Hinblick auf die Online-Verkäufe, danach folgen Luxembourg, Irland, Schweden und UK. Deutschland erreicht nur den 10. Platz, Frankreich Platz 14 in diesem Ranking. Schlusslichter sind Italien, Zypern, Rumänien und Bulgarien.
In diesen Infografiken auf ecommerce-europe.eu erhalten Sie Kurzinformationen zu den westeuropäischen eCommerce-Märkten und erfahren z.B. wie hoch der Anteil der Online-Population ist und wie stark der eCommerce im Vergleich zum Vorjahr gewachsen ist.

2) Welches Verbraucherverhalten ist für das Wunschland charakteristisch?

Der erste Punkt zeigt schon, wie unterschiedlich die Durchdringung des Online-Einkaufsverhaltens sein kann. Zu beachten ist hier auch, dass dies von Branche zu Branche ganz verschieden sein kann.
Suchen Sie nach Informationen im Hinblick auf die Einkommensverhältnisse, durchschnittliche monatliche Ausgaben Ihrer Zielgruppe. Wieviel wird im Durchschnitt für einen Einkauf ausgegeben? Wie ist die allgemeine wirtschaftliche Situation der Bevölkerung?
Wie verhält sich die Nachfrage nach dem jeweiligen Produkt? Wie schaut die Marktsättigung aus?

3) Genaue Evaluierung des lokalen Marktes

Berücksichtigen Sie die komplexen individuellen Anpassungen die im Zuge einer Auslandsexpansion zu treffen sind.
Kalkulieren Sie rein zeitlich sowie finanziell großzügig um sich vor der Expansion rechtlich abzusichern, die notwendigen Materialien sowie Internet-Auftritte zu übersetzen und zu lokalisieren. Ich weise hier gerne auf meine Checkliste für internationale Webseiten hin mit Hinweisen was zu beachten ist, wenn Sie einen eShop in einem anderen Land einrichten. Da gibt es andere Zahlungsmethoden und Lieferbedingungen, andere Vorlieben im Hinblick auf Bildmaterial und Umfang des Textes.

Außerdem benötigen Sie eine lokale Marketingstrategie die landestypische Trends und Nutzungsweisen berücksichtigt. Beachten sie, dass ein lokaler Kundendienst von Nöten sein wird und Sie in der Landessprache Ansprechpartner haben sollten.

4) Sonderangebote und Preisvorteile für das Zielland ausarbeiten

Die Sonderaktionen, die hier in Deutschland erfolgreich durchgeführt werden konnten, müssen nicht im Expansionsland erlaubt sein oder auf Interesse stossen. Länder mit tendenziell geringerer Kaufkraft sind ggf. weniger an extrem hochwertigen Produkten interessiert. In diesem Fall wird ein Produkt welches den günstigsten Preis oder das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, mehr Erfolg haben.
Manche Kulturen freuen sich über ein Geschenk als Dankeschön, andere sprechen eher auf Rabattaktionen an.
Hier macht es Sinn, sich nach den bereits getesteten Sonderaktionen der Mitbewerber zu erkundigen und deren Herangehensweisen zu studieren. Wenn diese eine 24-Stunden-Hotline anbieten oder kostenfreie Lieferungen anbieten, mag es sinnvoll sein, dies ebenfalls anzubieten.
Im Zuge von Sonderangeboten spielen regionale juristische Vorgaben eine wichtige Rolle. Wie und wann darf man einen Ausverkauf machen? In Frankreich gibt es z.B. strengere Regeln als bei uns in Deutschland. Lassen Sie sich Informationen zu den spezifischen Besonderheiten für Onlineshops in den Wunschländern zukommen.
Wann finden regionale Feiertage statt, was sind kulturell bedingte Besonderheiten, welche sich im Hinblick auf Rabattaktionen ausnutzen lassen? Das Wissen um diese landesspezifischen Daten kann sehr hilfreich sein.

5) Kontinuierliche Online-Marketing-Aktivitäten für Ihre eCommerce-Plattform

In der heutigen Zeit ist es es extrem wichtig, dass Ihre Webseite bzw. Ihre eCommerce-Plattform regelmäßig mit neuen Inhalten befüllt wird und Sie per Social-Media-Aktivitäten auf diese aufmerksam machen.
Erarbeiten Sie daher einen lokalen Marketingplan welcher sich an regionalen Feiertagen/ Ereignissen wie Valentinstag, Fasching, Ostern, Halloween orientiert und sorgen Sie für Aktivitäten um zu jeder Jahreszeit Kunden auf Ihre Seite zu lotsen.
Kennen Sie die beliebtesten Online-Plattformen Ihrer Zielgruppe in Ihrem Wunschland?
Hören Sie zu, was in Foren oder sozialen Netzwerken über Ihre Branche bzw. Produkte gesagt wird. Gehen Sie auf diese im Rahmen Ihrer Marketingaktivitäten ein. Bewerben Sie aktuelle Veranstaltungen wo Kunden die Möglichkeit haben, Sie und Ihr Unternehmen kennen zu lernen und bringen Sie Ihnen über verschiedene Kanäle wie Business-Netzwerke, Facebook, Twitter oder Pinterest die Vorteile Ihrer Produkte näher.
Haben Sie Fragen zu den angesprochenen Kernthemen? Ich berate Sie gerne bzw. unterstütze Sie bei der Umsetzung der Projekte.

 

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Usability im internationalen eCommerce: 5 Punkte, die Sie beachten sollten

webshop

Letzte Woche war ich bei der von Channelpartner organisierten eCommerce Konferenz in München und habe mit Spannung den Vorträgen gelauscht. Besonders inspirierend fand ich die tollen Ideen für mehr Usability im Webshop welche von Johannes Altmann, dem Geschäftsführer von Shoplupe vorgetragen worden sind. Im Hinblick auf international ausgerichtete Webshops halte ich die folgenden 5 Punkte für besonders wichtig:

  1. Fragen Sie sich, wie Sie Ihren Shop einzigartig machen können? Was sieht anders aus bei den anderen, was macht ihn besonders interessant oder einfach zu bedienen? Bieten Sie eine Kondition an, die sonst keiner hat, arbeiten Sie mit anderen Symbolen oder bleibt Ihr Design in besonderer Erinnerung? So Kann es zum Beispiel gerade im Ausland gut angekommen, dass Ihr Shop etwas anders aufgebaut ist, weil Sie Ihre Erfahrungen aus Deutschland mit einbringen. Möglich ist es, dass Sie von der anderen Herangehensweise in anderen Ländern für den Verkauf in Deutschland inspiriert werden.
  2. Haben Sie schon Personas Ihrer Zielgruppe im Ausland erstellt? Diese Methode ist nicht nur national eine gute Idee, sondern auch auf internationaler Ebene. Um mehr über die eigenen Kunden zu erfahren bzw. sich in diese hineinzuversetzen, sollten Sie diese gut kennen bzw. sich Gedanken machen, wie diese wirklich ticken. Das Kaufverhalten kann bei Ihren Kunden im Ausland ganz anders sein, daher empfiehlt sich hier eine weitreichende Recherche in jedem Fall.
  3. Machen sie sich Gedanken über den Aufbau und die Struktur des Shops. Wie wäre der entsprechende Offline-Laden aufgebaut? Was kann man daraus lernen und ableiten um den Online-Shop besonders übersichtlich und interessant zu machen? Nach welchen Begriffen suchen die Kunden und wo werden sie danach suchen? Auch hier gilt, dass das Such- und Kaufverhalten in UK, Frankreich bzw. Übersee ganz anders sein kann.
  4. Erfüllen Sie wirklich die Erwartungen Ihrer Kunden? Inwieweit ist Ihr Mitbewerber mit einem Online-Shop für Ihre Zielgruppe schon aktiv? Wird dort gerne gekauft und warum? Wie lauten die üblichen Zahlungsbedingungen im Zielland? Zahlt man dort am liebsten per Kreditkarte und z.B. PayPal ist eher uninteressant? Von anderen Shops im gewünschten Zielland und deren Zahlungs- bzw. auch Lieferbedingungen kann man viel lernen und für sich und die eigenen Aktivitäten ableiten.
  5. Schaut Ihr Shop vertrauenserweckend aus? Kommen Sie als fairer, ehrlicher Händler rüber? Hier in Deutschland haben die Kunden sehr hohe Erwartungen an einen Webshop. Wenn diese nicht erfüllt werden, dann wird doch lieber woanders gekauft. Worauf achten die Kunden ganz besonders? Hier in der Studie „Erfolgsfaktoren im eCommerce von 2012“ liest man, dass neben einer sehr guten Qualität der Produkte, z.B. die Offenlegung aller Kosten mit 85 Prozent extrem wichtig ist.

Bei den Recherchen ist mir noch Folgendes aufgefallen: Wie hier auf Internetworld.de zu lesen war, sind die deutschen Webshops risikobereiter als ihre Kollegen in Großbritannien oder den Niederlanden. Das könnte allerdings daran liegen, dass die befragten Online-Händler in der Bundesrepublik weniger Zahlungsausfälle verzeichnen müssen, als es oft in anderen Ländern der Fall ist. Die meisten setzen automatisierte Betrugspräventionstools ihres Payment Service Providers ein und die wirklichen Ausfälle halten sich in Grenzen.

 

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