Usability im internationalen eCommerce: 5 Punkte, die Sie beachten sollten

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Letzte Woche war ich bei der von Channelpartner organisierten eCommerce Konferenz in München und habe mit Spannung den Vorträgen gelauscht. Besonders inspirierend fand ich die tollen Ideen für mehr Usability im Webshop welche von Johannes Altmann, dem Geschäftsführer von Shoplupe vorgetragen worden sind. Im Hinblick auf international ausgerichtete Webshops halte ich die folgenden 5 Punkte für besonders wichtig:

  1. Fragen Sie sich, wie Sie Ihren Shop einzigartig machen können? Was sieht anders aus bei den anderen, was macht ihn besonders interessant oder einfach zu bedienen? Bieten Sie eine Kondition an, die sonst keiner hat, arbeiten Sie mit anderen Symbolen oder bleibt Ihr Design in besonderer Erinnerung? So Kann es zum Beispiel gerade im Ausland gut angekommen, dass Ihr Shop etwas anders aufgebaut ist, weil Sie Ihre Erfahrungen aus Deutschland mit einbringen. Möglich ist es, dass Sie von der anderen Herangehensweise in anderen Ländern für den Verkauf in Deutschland inspiriert werden.
  2. Haben Sie schon Personas Ihrer Zielgruppe im Ausland erstellt? Diese Methode ist nicht nur national eine gute Idee, sondern auch auf internationaler Ebene. Um mehr über die eigenen Kunden zu erfahren bzw. sich in diese hineinzuversetzen, sollten Sie diese gut kennen bzw. sich Gedanken machen, wie diese wirklich ticken. Das Kaufverhalten kann bei Ihren Kunden im Ausland ganz anders sein, daher empfiehlt sich hier eine weitreichende Recherche in jedem Fall.
  3. Machen sie sich Gedanken über den Aufbau und die Struktur des Shops. Wie wäre der entsprechende Offline-Laden aufgebaut? Was kann man daraus lernen und ableiten um den Online-Shop besonders übersichtlich und interessant zu machen? Nach welchen Begriffen suchen die Kunden und wo werden sie danach suchen? Auch hier gilt, dass das Such- und Kaufverhalten in UK, Frankreich bzw. Übersee ganz anders sein kann.
  4. Erfüllen Sie wirklich die Erwartungen Ihrer Kunden? Inwieweit ist Ihr Mitbewerber mit einem Online-Shop für Ihre Zielgruppe schon aktiv? Wird dort gerne gekauft und warum? Wie lauten die üblichen Zahlungsbedingungen im Zielland? Zahlt man dort am liebsten per Kreditkarte und z.B. PayPal ist eher uninteressant? Von anderen Shops im gewünschten Zielland und deren Zahlungs- bzw. auch Lieferbedingungen kann man viel lernen und für sich und die eigenen Aktivitäten ableiten.
  5. Schaut Ihr Shop vertrauenserweckend aus? Kommen Sie als fairer, ehrlicher Händler rüber? Hier in Deutschland haben die Kunden sehr hohe Erwartungen an einen Webshop. Wenn diese nicht erfüllt werden, dann wird doch lieber woanders gekauft. Worauf achten die Kunden ganz besonders? Hier in der Studie „Erfolgsfaktoren im eCommerce von 2012“ liest man, dass neben einer sehr guten Qualität der Produkte, z.B. die Offenlegung aller Kosten mit 85 Prozent extrem wichtig ist.

Bei den Recherchen ist mir noch Folgendes aufgefallen: Wie hier auf Internetworld.de zu lesen war, sind die deutschen Webshops risikobereiter als ihre Kollegen in Großbritannien oder den Niederlanden. Das könnte allerdings daran liegen, dass die befragten Online-Händler in der Bundesrepublik weniger Zahlungsausfälle verzeichnen müssen, als es oft in anderen Ländern der Fall ist. Die meisten setzen automatisierte Betrugspräventionstools ihres Payment Service Providers ein und die wirklichen Ausfälle halten sich in Grenzen.

 

Foto: Fotolia © kikkerdirk

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