Meine 10 Highlights der Cross-Border-Commerce 2014 in Wiesbaden

Crossborder-Juni2014

Lange geplant und heute fertiggestellt: Mein Bericht meiner Teilnahme an der Cross-Border-Commerce 2014 in Wiesbaden, welche am 17. und 18. Juni stattgefunden hat. Die Agenda klang für mich sehr vielversprechend, denn alle Themen beschäftigen mich im Rahmen meiner Beratung bzw. sind für meine Kunden ein aktuelles Thema.

Gestartet wurde die Konferenz mit einer Präsentation von Christoph Wenk-Fischer, dem Hauptgeschäftsführer vom bevh mit den Zahlen einer aktuellen bevh-Studie, sowie Fakten anderer eCommerce-Studien zum europäischen Cross-Border-Commerce. Dieser Einstieg wurde noch abgerundet durch Einblicke in eine von OC&C Strategy Consultants und Google gemeinsam durchgeführte Analyse. Neben vielen statistischen Daten wurden den Teilnehmern Beispiele für Lokalisierungen gezeigt, und was sich anhand der Markt-Recherchen für Strategien in puncto mobile Marketing sagen lässt.

Im Anschluss wurde in den zahlreichen Vorträgen von Vertretern namhafter Unternehmen wie Bon Prix, eBay, Glossybox, SapientNitro sowie Beratungs-Agenturen wie Trusted Agents und Yangdongxi, China das Thema internationaler Export aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die Teilnehmer erhielten einen sehr guten Einblick in unterschiedliche Aspekte und Herausforderungen, die sich einem Unternehmen stellen, wenn es über die Grenzen hinaus verkaufen möchte.

Meine 10 Highlights der Cross-Border-Commerce habe ich hier für Sie zusammengetragen:

  1. Das Thema Lokalisierung wurde in verschiedenen Präsentationen angesprochen. Ganz ohne geht es wohl in den wenigsten Fällen, da sprachliche und interkulturelle Anpassungen erfolgen sollten. Besonders interessant war das Beispiel von Bon Prix. Das Mode-Unternehmen aus Hamburg hat schon seit Anfang der 90-er Jahre fleissig Expansions-Erfahrungen gesammelt. Thomas Carroux berichtete über seine Erfahrungen mit der Expansion in die Türkei und ich war überrascht, dass der Bon Prix-Katalog in der Türkei die gleichen Produkte/ Bilder enthält wie der für die deutschen Kunden.
  2. Im Vortrag von Luis Hanemann von der SEO-Beratung Trust Agents wurde deutlich, dass dank Online-Marketing die Internationalisierung um einiges einfacher geworden ist. Tools wie Google Market Finder, Google Keyword Planer, Searchmetrics bzw. Brandwatch sind teilweise kostenlos und liefern wichtige Informationen über andere Märkte.
  3. Im Vortrag von Joachim Bader von SapientNitro wurden interessante Marketing-Aktivitäten großer Unternehmen wie Lufthansa und Marks&Spencer dargestellt. Letzterer konnte mit seinen innovativen Maßnahmen innerhalb von zwei Jahren in 10 Länder expandieren.
  4. Andere Unternehmen sind von Anfang an international aufgestellt. Born Globals gibt es bei größeren als auch bei kleineren Unternehmen. Ein Beispiel für ein Start-up welches von Anfang an international aufgestellt war, ist Glossybox wie der Gründer Charles von Abercron während einer Panel-Diskussion darlegte. Er startete 2011 mit den Überraschungs-Beauty-Boxen und ist jetzt auf 3 Kontinenten und in 10 Ländern aktiv.
  5. Internationale Auslandsexpansion heißt für viele Unternehmen, sich näher mit den Möglichkeiten auf dem chinesischen Markt auseinander zu setzen. Der Markt ist riesig, bietet aber viele Tücken, die man kennen sollte. Ein Experte für sein Gebiet ist hier Ralf Zhang, Wirtschaftsinformatiker welcher Hangzhou Yangdongxi e-Commerce Co. Ltd. gegründet hat und Unternehmen berät, welche den chinesischen Markt erobern möchten. Ausgewählt wurde er vom China Zoll für Pilotprojekte im Cross-Border-Import-B2C. So berichtete er über Möglichkeiten, „das chinesische Tor zu öffnen“. Stellte Online Market-Places wie Tmall vor und erläuterte den traditionellen Weg über B2B2C zu verkaufen und warum Cross-Border B2C eine gute Alternative sein kann.
  6. Desweiteren wurde die Partner-Plattform www.Weltweitwachsen.de von Google vorgestellt. Diese Online-Plattform unterstützt Unternehmen dabei, über das Internet neue Märkte zu erschließen. Hier finden Interessierte, Experten-Wissen, Fakten zum Thema digitaler Export und unterstützende Tools für die Markt-Recherche.
  7. Die meisten Suchanfragen werden im Netz übrigens für Bekleidung getätigt. Das betrifft immerhin 78 Prozent der Suchanfragen. In Deutschland haben 46% der Bevölkerung schon online Cross-Border gekauft, am liebsten Bekleidung im Lieblingsland UK (Quelle: postnord).
  8. Laut eMarketer waren 2012 die fünf umsatzstärksten eCommerce-Länder die USA, China, UK, Japan und Deutschland.
  9. Michael Kilger, Managing Director EMEA & APAC von eBay erläuterte in seinem Vortrag eine systematische Herangehensweise wie man in wenigen Monaten eine Expansion mit nur einer weiteren Sprache vorantreibt. Angefangen mit einer deutschen Sprachversion lassen sich mit einer englischen Erweiterung weitere Sprach-Räume wie skandinavische Märkte und UK ansprechen und ca. 68% Marktabdeckung in Europa erreichen.
  10. Eine Auslandsexpansion bringt oft ungeahnte Möglichkeiten. Besonders interessant fand ich das Beispiel, dass ein Lederhosen-Hersteller nach einer Markt-Recherche herausgefunden hat, dass die meisten Suchanfragen nach Lederhosen aus Brasilien kommen. Warum? Ganz einfach: In Blumenau gibt es das zweitgrößte Oktoberfest der Welt und wer richtig dabei sein will, erscheint dort auch entsprechend zünftig mit einer Lederhose.

Ich könnte mit Sicherheit noch mehr interessante Einblicke gewähren, das würde aber den Rahmen dieses Artikels etwas sprengen.

Der 2. Tag war nicht weniger interessant. Er hat nachdem am 1. Tag viel Optimismus und Leichtigkeit verbreitet wurde, deutlich gemacht, wie komplex das Thema Auslands-Expansion ist und wie individuell doch jedes Land betrachtet werden sollte. Trotz EU-Richtlinien gibt es noch viele lokale Eigenschaften, sprachliche Besonderheiten und kulturelle Unterschiede, die das Thema so spannend machen. Im Praxis-Workshop am Mittwoch wurden für die Diskussion am Vormittag neben Lukas Bühlmann und Herrn Dr. Schirmbacher von Härting Rechtsanwälte eCommerce-Rechtsanwälte aus Frankreich, Spanien und Österreich eingeladen. Interessant und übersichtlich aufbereitet haben sie jeweils die Besonderheiten ihres Landes im eCommerce erläutert, die man im Cross-Border-Geschäft kennen sollte. Repräsentantin für den polnischen Markt war Julia Mandel von Trusted Shops.

Nach einem leckeren Mittagessen auf der Terrasse gewährte Herr Vassil Tcherveniachki von Flick Gocke Schaumburg wichtige Einblicke in Praxisfälle im Cross-Border-Commerce aus ertragssteuerlicher Sicht und Herr Robert Hammerl von Küffner Maunz Langer Zugmauer aus München referierte über die Umsatzsteuer beim eCommerce in der EU und was sich für Online-Händler ab 2015 ändern wird.

Für mich bot die Veranstaltung eine sehr gute Gelegenheit, mich mit den Teilnehmern zu deren Erfahrungen und Meinungen auszutauschen und ich konnte aus den Vorträgen sehr viele interessante Aspekte mit nach Hause nehmen. Wenn ich es zeitlich einrichten kann, bin ich gerne bei der nächsten Veranstaltung wieder dabei.

Sie möchten mehr zum Thema Export Marketing, internationales Social Media bzw. Tipps für Auslands-Expansionen erhalten? Dann melden Sie sich jetzt gleich für meinen Newsletter an: http://eepurl.com/HMoAD

 

Checkliste: Eignen sich Ihre Produkte für eine Auslands-Expansion?

Assessment of the quality of services Je nachdem, welches die Beweggründe einer Auslandsexpansion sind bzw. je nachdem ob ohnehin schon eine Vielzahl an Anfragen aus dem Ausland eingehen, so stellt sich jedes Unternehmen die Frage, ob sich sein Produkt wirklich für eine Auslands-Expansion eignet. Je mehr Punkte Sie in meiner Checkliste mit „Ja“ beantworten können, desto erfolgreicher kann sich eine Auslandsexpansion für Sie gestalten. Idealerweise wird diese für verschiedene Länder separat ausgefüllt:

Checkliste:

  • Sie haben generell genug Ware verfügbar.
  • Sie wissen bereits, dass Sie für Ihre Produkte auf anderen Märkten höhere Preise verlangen können.
  • Ihre Produkte sind leicht zu erklären und die Beschreibungstexte im e-Shop eher kurz. Das erspart Ihnen aufwendige Übersetzungsleistungen bzw. hohe Kosten.
  • Sie verfügen über die finanziellen Mittel um sich für eine Internationalisierung von externen Beratern unterstützen zu lassen.
  • Sie haben schon Anfragen aus dem Ausland erhalten.
  • Die Anfragen, die Sie erhalten haben, konnten Sie ohne große Schwierigkeiten bearbeiten.
  • Sie haben in einem oder mehreren Ländern ein Netz aus potentiellen Geschäftspartnern und Kunden.
  • Der Versand Ihrer Produkte ist zu relativ geringen Versandkosten möglich.
  • Ihre Produkte haben im Online-Shop überwiegend sehr gute Bewertungen erhalten.
  • Sie selbst oder Mitglieder im Team sind einer Internationalisierung nicht abgeneigt und bringen Auslandserfahrungen mit.
  • Die für Sie interessanten Märkte sind kulturell nicht allzu weit von der deutschen Kultur entfernt.
  • Ihnen ist bewusst, dass sich der Geschäftserfolg aus Deutschland nicht einfach so ins Ausland kopieren lässt!

Diese Checkliste lässt sich nun für verschiedenen Stadien einer Auslandsexpansion ergänzen. Je nachdem wieviele Informationen Sie schon über andere Länder und das Expansionspotential für Ihre Produkte gesammelt haben, werden Sie spüren, ob Sie die Fragen einfach beantworten können oder ob Sie noch mehr Informationsbedarf zum Thema Auslandsexpansion haben. Die wohl wichtigsten Grundlagen für dieses große Projekt sind:

  1. Sie benötigen die richtigen Leute im Team.
  2. Sie benötigen die finanziellen Mittel um sich sowohl personell als auch organisatorisch auf den neuen Markt einzustellen.
  3. Sie benötigen sehr viel Hintergrundwissen über den Zielmarkt in Form von Marktanalysen und
  4. Sie benötigen sehr viel Zeit und eine große Portion Geduld.

Wenn Sie diese Grundlagen bejahen können, haben Sie gute Chancen für eine erfolgreiche Auslandsexpansion! Sie interessieren sich für das Thema und möchten mehr zu internationalem Social Media, Marktanalysen, Export Marketing bzw. internationale Webseiten erfahren? Dann abonnieren Sie doch gleich meinen Newsletter:  http://eepurl.com/HMoAD.

Mit diesen 7 Tricks machen Sie Ihr LinkedIn-Profil erfolgreicher

Puzzle mit B2B Marketing

Mit Hilfe von LinkedIn bringen Sie mehr Besucher auf Ihre B2B-Webseite als durch Facebook bzw. Twitter. Wenn Ihnen ein höhere Reichweite wichtig ist, sollten Sie diese Chance nicht verpassen.

Eine wichtige Vorraussetzung ist, dass Ihr Profil wirklich up-to-date ist und Sie regelmäßig auf LinkedIn aktiv sind. Damit aus dem losen Besuch Ihrer Webseite eventuell noch etwas mehr wird, ist es sinnvoll, dass Besucher Ihres Profils sofort erkennen, worum es bei Ihnen geht. Hierfür sind oft nur ein paar Sekunden Zeit. Bringen Sie daher Ihr Thema auf den Punkt und überdenken Sie Ihr komplettes Profil.

Damit Sie mit Ihrem LinkedIn-Profil besser gefunden werden und Besucher Ihres Profils sehr schnell erkennen, worum es bei Ihnen geht, habe ich hier ein paar Fakten und Tipps für Sie zusammengetragen:

1) Tippen Sie die Texte Ihres Profils zuerst in einem Word-Dokument und prüfen Sie es auf eventuelle Rechtschreibfehler mit der Rechtschreibkontrolle.

2) Achten Sie in ihren Texten auf wichtige Key-Wörter. Passen Sie auf, dass die Sprache trotzdem noch natürlich klingt und nicht wie eine SEO-Maschine. Besonders viel Beachtung sollten Sie den folgenden Bereichen schenken:

  • dem Titel (steht direkt unter Ihrem Namen),
  • der Zusammenfassung,
  • Titel und Beschreibungen unter Berufserfahrung und
  • Interessen

3) Formulieren Sie einen Titel, der Ihre Tätigkeit gut umschreibt und dem Besucher einen Nutzen liefert. Eine simple Berufsbezeichnung wie „Sales Manager“ kommt sehr häufig vor und ist wenig aussagekräftig. Seien Sie hier ruhig etwas kreativ!

4) Fügen Sie Ihrem Bereich Berufserfahrung zusätzliche Dokumente bei. So können Sie z.B. eine PPT-Präsentation, welche Ihre Expertise zeigt oder einen Presseartikel über Ihre Tätigkeit hinzufügen. Gut eignen sich auch Fotos welche der Untermalung Ihrer Tätigkeit dienen.

5) Prüfen Sie, ob Sie für die aktuelle Position sowie die letzten 2 Stellen mindestens eine Empfehlung erhalten haben. Wenn nicht, sprechen Sie ehemalige Kollegen, Vorgesetzte oder Kunden an, so dass Sie pro Job mindestens 2-3 Empfehlungen im Profil haben. Möchten sie international bekannt werden und auch außerhalb Deutschlands Kunden gewinnen, dann konzentrieren Sie sich auf Empfehlungen von Kontakten aus dem Ausland.

6) Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit mit Hilfe eines mehrsprachigen Profils. Zu ihrem deutschen Profil macht sich ein englisches Profil sowie mindestens ein Profil in einer weiteren Sprache sehr gut. Da nun Key-Wörter in mehreren Sprachen auf Ihrem Profil auftauchen, erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit und Kunden aus dem Ausland werden in ihrer Sprache angesprochen. Wichtig ist allerdings auch, dass Sie die jeweiligen Sprachen beherrschen. Zwecks korrekter Rechtschreibung und der Auswahl der richtigen Key-Wörter empfehle ich, das fremdsprachliche Profil von einem Muttersprachler überprüfen zu lassen. Hier gibt es eine Anleitung, wie Sie ein mehrsprachiges Profil anlegen können.

7) Lassen Sie Ihre Fähigkeiten von Ihrem Netzwerk bestätigen. Schreiben Sie jede Woche eine Nachricht an 10 Ihrer Kontakte und bitten um das Bestätigen der Fähigkeiten. Bitte gehen Sie auf jeden Kontakt individuell ein, das erhöht die Chance, dass Sie eine Antwort erhalten, enorm. Oft ergibt sich ein positiver Kontakt mit jemandem, welchen man sehr lange nicht gesprochen hat.

Beim Überarbeiten Ihres Profils sind Fragen aufgetaucht? Sie benötigen Unterstützung für Ihr mehrsprachiges Profil? Schreiben Sie mir eine E-Mail und ich helfe gerne weiter.

5 Themen, die Sie bei der Internationalisierung Ihres eShops berücksichtigen sollten

international online shopping concept

Sie sind dabei, Ihren eShop zu internationalisieren und möchten ihn demnächst für ein größeres Publikum zugänglich machen? Die folgenden fünf Kernthemen und deren Berücksichtigung im Rahmen der Expansions-Strategie, helfen Ihnen dabei, Ihr Projekt erfolgreich umzusetzen.

1) Welche Bedeutung hat der eCommerce in dem Land, in welches Sie exportieren möchten?

Eine aktuelle Eurostat-Studie zeigt, dass es große Unterschiede im Bezug auf die Akzeptanz von Online-Shopping in den verschiedenen Ländern der EU gibt. Als zukünftiger Exporteur sollten Sie sich dessen bewusst sein. Der Prozentsatz von Unternehmen, welche übers Internet verkaufen, schwankt zwischen 7% (Bulgarien) und 30% (Dänemark). Gefolgt wird Dänemark von Norwegen mit 28%, Tschechien mit 27% sowie Deutschland und Schweden (beide 26%).
Während die meisten der EU-28 Länder im Jahr 2012 über elektronische Kanäle verkauft haben, so bestätigten nur 7%, dass sie auch in andere EU Länder verkauft haben. Während in Dänemark 30% der Unternehmen online verkauften, so waren es nur 10% welche auch über die Landesgrenzen hinaus Umsatz gemacht haben. Ähnlich schaut es in Schweden aus: Nur 8% der Unternehmen verkauften auch in andere EU-Länder.
Tschechien führt im Hinblick auf die Online-Verkäufe, danach folgen Luxembourg, Irland, Schweden und UK. Deutschland erreicht nur den 10. Platz, Frankreich Platz 14 in diesem Ranking. Schlusslichter sind Italien, Zypern, Rumänien und Bulgarien.
In diesen Infografiken auf ecommerce-europe.eu erhalten Sie Kurzinformationen zu den westeuropäischen eCommerce-Märkten und erfahren z.B. wie hoch der Anteil der Online-Population ist und wie stark der eCommerce im Vergleich zum Vorjahr gewachsen ist.

2) Welches Verbraucherverhalten ist für das Wunschland charakteristisch?

Der erste Punkt zeigt schon, wie unterschiedlich die Durchdringung des Online-Einkaufsverhaltens sein kann. Zu beachten ist hier auch, dass dies von Branche zu Branche ganz verschieden sein kann.
Suchen Sie nach Informationen im Hinblick auf die Einkommensverhältnisse, durchschnittliche monatliche Ausgaben Ihrer Zielgruppe. Wieviel wird im Durchschnitt für einen Einkauf ausgegeben? Wie ist die allgemeine wirtschaftliche Situation der Bevölkerung?
Wie verhält sich die Nachfrage nach dem jeweiligen Produkt? Wie schaut die Marktsättigung aus?

3) Genaue Evaluierung des lokalen Marktes

Berücksichtigen Sie die komplexen individuellen Anpassungen die im Zuge einer Auslandsexpansion zu treffen sind.
Kalkulieren Sie rein zeitlich sowie finanziell großzügig um sich vor der Expansion rechtlich abzusichern, die notwendigen Materialien sowie Internet-Auftritte zu übersetzen und zu lokalisieren. Ich weise hier gerne auf meine Checkliste für internationale Webseiten hin mit Hinweisen was zu beachten ist, wenn Sie einen eShop in einem anderen Land einrichten. Da gibt es andere Zahlungsmethoden und Lieferbedingungen, andere Vorlieben im Hinblick auf Bildmaterial und Umfang des Textes.

Außerdem benötigen Sie eine lokale Marketingstrategie die landestypische Trends und Nutzungsweisen berücksichtigt. Beachten sie, dass ein lokaler Kundendienst von Nöten sein wird und Sie in der Landessprache Ansprechpartner haben sollten.

4) Sonderangebote und Preisvorteile für das Zielland ausarbeiten

Die Sonderaktionen, die hier in Deutschland erfolgreich durchgeführt werden konnten, müssen nicht im Expansionsland erlaubt sein oder auf Interesse stossen. Länder mit tendenziell geringerer Kaufkraft sind ggf. weniger an extrem hochwertigen Produkten interessiert. In diesem Fall wird ein Produkt welches den günstigsten Preis oder das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, mehr Erfolg haben.
Manche Kulturen freuen sich über ein Geschenk als Dankeschön, andere sprechen eher auf Rabattaktionen an.
Hier macht es Sinn, sich nach den bereits getesteten Sonderaktionen der Mitbewerber zu erkundigen und deren Herangehensweisen zu studieren. Wenn diese eine 24-Stunden-Hotline anbieten oder kostenfreie Lieferungen anbieten, mag es sinnvoll sein, dies ebenfalls anzubieten.
Im Zuge von Sonderangeboten spielen regionale juristische Vorgaben eine wichtige Rolle. Wie und wann darf man einen Ausverkauf machen? In Frankreich gibt es z.B. strengere Regeln als bei uns in Deutschland. Lassen Sie sich Informationen zu den spezifischen Besonderheiten für Onlineshops in den Wunschländern zukommen.
Wann finden regionale Feiertage statt, was sind kulturell bedingte Besonderheiten, welche sich im Hinblick auf Rabattaktionen ausnutzen lassen? Das Wissen um diese landesspezifischen Daten kann sehr hilfreich sein.

5) Kontinuierliche Online-Marketing-Aktivitäten für Ihre eCommerce-Plattform

In der heutigen Zeit ist es es extrem wichtig, dass Ihre Webseite bzw. Ihre eCommerce-Plattform regelmäßig mit neuen Inhalten befüllt wird und Sie per Social-Media-Aktivitäten auf diese aufmerksam machen.
Erarbeiten Sie daher einen lokalen Marketingplan welcher sich an regionalen Feiertagen/ Ereignissen wie Valentinstag, Fasching, Ostern, Halloween orientiert und sorgen Sie für Aktivitäten um zu jeder Jahreszeit Kunden auf Ihre Seite zu lotsen.
Kennen Sie die beliebtesten Online-Plattformen Ihrer Zielgruppe in Ihrem Wunschland?
Hören Sie zu, was in Foren oder sozialen Netzwerken über Ihre Branche bzw. Produkte gesagt wird. Gehen Sie auf diese im Rahmen Ihrer Marketingaktivitäten ein. Bewerben Sie aktuelle Veranstaltungen wo Kunden die Möglichkeit haben, Sie und Ihr Unternehmen kennen zu lernen und bringen Sie Ihnen über verschiedene Kanäle wie Business-Netzwerke, Facebook, Twitter oder Pinterest die Vorteile Ihrer Produkte näher.
Haben Sie Fragen zu den angesprochenen Kernthemen? Ich berate Sie gerne bzw. unterstütze Sie bei der Umsetzung der Projekte.

 

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7 Grundpfeiler für die erfolgreiche Internationalisierung Ihrer Webseite

Flaggen

Sie bekommen vermehrt Anfragen aus dem Ausland und überlegen, Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen einem größeren Publikum anzubieten? Sie können sich vorstellen, aktiv ins Ausland zu verkaufen und benötigen hierfür eine internationale Version Ihrer Webseite?

Für die Durchführung eines solchen Projektes sollten Sie sich Ihrer Ziele mit der Auslandsexpansion klar sein und konkrete Vorstellungen haben, wie Ihre wirtschaftliche Situation in einem Jahr aussehen sollte. Die Basis ist eine gründliche Marktanalyse, Marktpotenzial und gutes Durchhaltevermögen seitens des Managements. Gehen wir davon aus, dass dies erfüllt ist, rückt das Projekt „Internationale Webseite“ schon viel näher.

Was genau benötigen Sie, um Ihre Webseite zu internationalisieren?

  1. Ausführliche Beratung zur Internationalisierung von Webseiten: Einige Bestandteile finden Sie in meiner Checkliste, welche individuell für das Unternehmen und die jeweilige Branche/ Wunschland abgearbeitet werden sollte.
  2. Fachkundige Übersetzung, idealerweise durch einen Muttersprachler, der u.a. die Begriffe verwendet, nach welchen ein Kunde im Ausland wirklich suchen würde.
  3. Internationales Netzwerk: Verfügen Sie bereits über Kontakte im Ausland, möchten Sie diese weiter ausbauen und vertiefen? Ohne lokale Kontakte haben Sie als expandierendes Unternehmen keine guten Chancen. Wenn Sie eine Filiale im Wunschland eröffnen möchten, benötigen Sie ggf. auch Unterstützung bei der Vermittlung von lokalen Mitarbeitern.
  4. Klärung rechtlicher Fragen für Ihr Wunschland: Was sind landestypische Anforderungen für AGBs, was ist in puncto Widerrufsbelehrung zu beachten?
  5. Wie sind die lokalen Zahlungsmethoden und wie äußert sich das Kaufverhalten insbesondere das Online-Kaufverhalten Ihrer Zielgruppe im Wunschland?
  6. Erstellung einer Marketing- bzw. Social-Media-Konzeption für Ihr Zielland um die neu gelaunchte internationale Webseite über verschiedene lokale Kanäle im Zielland bekannt zu machen.
  7. Expansionsanalyse welche auch Informationen über die Konkurrenz im Zielland im Hinblick auf Preise, Werbekosten und verschiedene Absatzmöglichkeiten analysiert und dem Unternehmen die Möglichkeiten für den Auslandsvertrieb aufzeigt.

 

Sie benötigen Unterstützung bei der Umsetzung der Internationalisierung Ihrer Webseite? Gerne erstelle ich einen ausführlichen und individuellen Projektplan für eine gut überlegte und erfolgreiche Auslandsexpansion.

 

Foto: Fotolia © JSB 

 

Internationalisierung: Wichtige Erkenntnisse zum erfolgreichen Durchstarten

cargo container ship

Kürzlich wurde der „Swiss International Entrepreneurship Survey 2013“ vorgestellt, wo 788 KMUs aus der Schweiz zu Ihrem Internationalisierungsverhalten befragt worden sind. Diese Studie zeigt die unterschiedlichen Herausforderungen von Schweizer KMUs auf im Vergleich zu grösseren Unternehmen und den sogenannten „Born Globals“, welche bereits bei der Gründung international tätig sind. Interessanterweise haben kleinere Unternehmen teilweise grösseres Potenzial im internationalen Markt als im Heimatland. Die komplette Studie kann hier bei Aussenhandel.Postfinance heruntergeladen werden.

Anhand der Daten konnte ich verschiedene Erkenntnisse gewinnen welche für jedes Unternehmen, welches sich international ausrichten möchte, von größter Bedeutung sind. Gerne gebe ich diese hier weiter:

Netzwerken Sie rechtzeitig!

Das Netzwerk ist das A und O für die Geschäftsanbahnung im Ausland. Einen ganz besonders hohen Stellwert hat laut dieser Studie auch das private Netzwerk bzw. die Unterstützung von Privatpersonen.

  • 49,8% sagen, dass ein bestehendes Netzwerk ein Grund für die Internationalisierung war (und somit steht dieser Grund an 3. Stelle hinter der Nachfrage von ausländischen Kunden mit 71,8% und begrenztem Heimmarktpotenzial mit 56,7%).
  • Für 15,5% der Befragten war ein fehlendes Netzwerk ein Hindernis im Internationalisierungsprozess.
  • Für 31% gehört zu den unternehmerischen Stärken, welche ausschlaggebend für den Erfolg einer Internationalisierung sind, ein starkes Netzwerk.
  • In puncto Beschaffung von relevanten Informationen nannten 68,3%, dass auch hier das persönliche Netzwerk die wichtigste Quelle gewesen wäre.

Daher mein Tipp, nutzen Sie Ihre privaten als auch geschäftlichen Kontakte und pflegen Sie diese.
Wenn Sie soziale Businessnetzwerke auf internationaler Ebene nutzen möchten, kann ich LinkedIn empfehlen.

40,3.% der Unternehmen setzen diese konkret für ihr Marketing ein, 22,8% zum Finden neuer Mitarbeiter. Einsteigertipps erhalten Sie in meinen Webinaren. Aktuelle Termine finden Sie hier auf meiner Webinarseite.

Investieren Sie in umfangreiche Marktanalysen 

Zu den größten Hindernissen für Internationalisierungen gehörte die ungenügende Marktforschung wie 28% der Befragten angegeben haben.

Jegliche Vorabinformationen über die Branche/ das anzubietende Produkt im Zielland und Wettbewerbsinformationen als auch Landesrisikoanalysen sollten im Zuge von Auslandsexpansionen eingeholt werden. Holen Sie sich Informationen von den Auslands-Handelskammern oder externen Beratern. Gerne erstelle ich für Sie Expansionsanalysen mit Hilfe von Social Media Monitoring zugeschnitten für Ihr Produkt oder Dienstleistung. Mehr zu meinem Angebot erfahren Sie hier.

 

Machen Sie den Selbsttest – Verfügen Sie über die wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine gelungene Internationalisierung?

  1. Auslandserfahrung: Verfügen Sie oder Ihre Mitarbeiter über Auslandserfahrungen in Form von absolvierter Ausbildung im Ausland, langjähriger Berufserfahrung in international tätigen Unternehmen und über Fremdsprachenkenntnisse?
  2. Wie innovativ sind Sie um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln die genau dem entsprechen, was Ihre Kunden suchen?
  3. Wie aktiv betreiben Sie Risikomanagement? Welchen Stellenwert hat bei Ihnen das Management folgender Faktoren: Bonitätsauskünfte, Währungsabsicherungen, Akkreditiv/ Garantien- oder Exportrisikoversicherung, Landesrisikoanalysen und Kredit/ Debitoren- und Ausfallversicherungen?
  4. Sind Sie bzw. das Management Ihres Unternehmens gut vernetzt? Verfügen Sie über ein Netzwerk um eine Auslandsexpansion in Angriff nehmen zu können? Sind Sie auf sozialen Businessnetzwerken aktiv um sich dort bekannter zu machen?

Wenn Sie sicher mit „Ja“ antworten konnten, ist das die Grundvoraussetzung für Ihren Erfolg. Weitere Erfolgsfaktoren und Beispielsituationen für Expansionen finden Sie auch in diesem Artikel von Businesswissen.

 

 

 

 

Wie spreche ich ein internationales Publikum mit meiner Facebookseite an?

Travel the world monuments concept 3

Auf Ihrer deutschen Facebookseite wurde ein englischer Kommentar hinterlassen und auch die Statistik verrät: Ihre Fans kommen aus den USA, China, Frankreich und Mexiko. Was nun? Sollten wir unsere Posts nun auch in einer anderen Sprache posten?

Je nachdem was die Unternehmensziele sind, macht es Sinn, sich mit den verschiedenen Möglichkeiten vertraut zu machen. Wenn Sie ins Ausland expandieren möchten und Ihre Produkte aktiv ausländischen Kunden anbieten möchten, dann ist die Ansprache des internationalen Publikums ein wichtiger Aspekt Ihrer Auslandskommunikation.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten welche ich hier etwas genauer beschreiben möchte.

1) Verschiedene Facebookseiten für Länder oder Produkte

Wann ist das die richtige Entscheidung?
Sie expandieren ins Ausland und möchten gezielt Fans in diesem Land mit individuellen Inhalten ansprechen und betreuen, dann empfehle ich eine eigene Seite pro Land. Wichtig ist hier, dass Sie Ideen und Inhalte für eine regelmäßige Fan-Ansprache auf Facebook haben, so dass die Seite auch langfristig mit interessanten und nützlichen Inhalten in der Landessprache gefüllt werden kann.

Um ein paar Beispiele zu nennen, folgende Unternehmen haben sich für diese Art der Kommunikation entschieden und Facebook-Landesseiten eingerichtet:

Meist entscheiden sich für diese Art der Kommunikation größere Unternehmen welche in jedem Land Mitarbeiter mit entsprechendem Fachwissen haben.

2) Zielgruppen-spezifische Ansprache auf einer Facebookseite

Dies ist der schnellste Weg, zielgerichtet zu posten und unterschiedliche Zielgruppen individuell anzusprechen. Für sporadische Posts in einer anderen Sprache oder für kleinere Unternehmen ist es schnell eingerichtet und empfehlenswert wenn die direkte Zielgruppenansprache nicht allzu häufig erfolgen sollte. Mit wenigen Mausklicks lässt sich das bei den Facebook-Einstellungen einrichten.

Es gibt Ihnen die Möglichkeit, Posts in verschiedenen Sprachen an die richtigen Landsleute zu senden und das mit nur wenigen Mausklicks. Einige Anwendungsbeispiele können sein:

  • Das Sonderangebot für UK versenden Sie nur an Fans in UK, das Gewinnspiel anlässlich des „Tag der Deutschen Einheit“ nur an ihre deutschen Fans.
  • Es bietet sich auch für Spezialangebote an, die z.B. nur für Frauen oder Männer gedacht sind wie Muttertagsaktionen.
  • Oder wenn Sie ein Angebot haben, welches sich nur an eine bestimmte Altersgruppe richtet wie z.B. ein Spezialtarif für Jugendliche.
  • Sie laden zu einer Veranstaltung in einer bestimmten Stadt ein.

Eine genaue Anleitung wie das funktioniert, gibt es hier.

Wie auch immer Sie sich entscheiden, bei beiden Varianten ist eine klare Strategie und gute Planung notwendig, so dass Ihnen die Themen nicht ausgehen und ihre Fans regelmäßig etwas Spannendes zu Gesicht bekommen. Gerne berate ich Sie hierzu.

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