4 Tipps aus dem Personaler-Nähkästchen für Jobsuchende

Mein Name ist Patrizia Kaiser und ich bin seit mehr als 15 Jahren im Personalmanagement in diversen Positionen, Unternehmen und Branchen tätig. Seit 3 Jahren bin ich selbstständig als Personalexpertin, Trainerin, Coach und Beraterin zu Bewerbungsprozessen. Gerade im Rahmen von Bewerbungscoachings plaudere ich gerne aus dem „Personaler-Nähkästchen“ und mache meinen Kunden verständlich, worauf es in den Auswahlprozessen ankommt, worauf Personalentscheider mit bestimmten Fragen hinauswollen, wie man Fragen überzeugend beantwortet etc. WEitere Details zu meiner Tätigkeit finden Sie auch auf meiner Webseite „HR und Perspektiven“.

1. Was hältst Du davon, sich initiativ zu bewerben?

Patrizia Kaiser: Grundsätzlich halte ich es für eine gute Idee, unter folgender Voraussetzung: Der Bewerber / die Bewerberin sollte im Vorhinein geklärt haben, ob das Unternehmen Initiativbewerbungen willkommen heißt. In Zeiten des War for Talents sind bereits viele Unternehmen mit der notwendigen Weitsicht unterwegs und stellen Bewerbern die Möglichkeit zur Verfügung, sich z.B. in deren Recruiting Portalen zu registrieren und ihr Profil zur Besetzung für nicht nur aktuelle, sondern auch eventuell in der Zukunft frei werdende und neu zu schaffende Stellen zur Verfügung zu stellen, Stichwort „unternehmenseigene Talentdatenbanken“. Diese sparen den Unternehmen Zeit und Geld bei der Besetzung von zukünftigen Vakanzen und stellen eine Möglichkeit zum Beziehungsaufbau zu Bewerbern dar.

Manche Firmen hingegen haben aber kein Interesse an Initiativbewerbungen. Daher, wenn es auf der Karriereseite des Unternehmens keinen Hinweis darauf gibt, dass man sich auch gerne initiativ bewerben darf, so sollten Bewerber*innen auf jeden Fall aktiv in der Personalabteilung nachfragen. Weiterhin bietet dieses Ersttelefonat auch die Chance, einen ersten positiven Eindruck zu hinterlassen. Voraussetzung ist natürlich, dass man sich auf das Telefonat vorbereitet und sich möglichst kurz und zielgerichtet ins positive Licht rückt. Nach einem guten ersten Gespräch wird die Initiativbewerbung, zu deren Einsendung man dann bestenfalls eingeladen wird, normalerweise auch wirklich früher oder später berücksichtigt. Wichtig ist hier, immer wieder einmal beim Unternehmen nachzuhaken bzw. abstimmen, wie man in Bezug auf die Initiativbewerbung am besten über die Dauer in Kontakt bleibt.

2. Was macht man im Jahr 2019 nicht mehr in Bezug auf die Bewerbungsunterlagen?

Patrizia Kaiser: Ganz grundsätzlich verschickt man sie nicht mehr per Post, sondern per E-Mail bzw. aufgrund der Datenschutzverordnung mittlerweile hauptsächlich über Bewerbungsportale. Die postalische Einsendung erzeugt hohen administrativen Aufwand im Unternehmen, womit man sich nicht unbedingt sofort Freunde schafft.

3. Wie sollten Bewerber mit den berühmten Lücken umgehen?

Patrizia Kaiser: Die Lücken sollte man füllen und schreiben, was man in den entsprechenden Zeiträumen gemacht hat. Ich spreche hier nicht von Lücken von 1-2 Monaten, die oft im Zuge von Neuorientierungen oder Jobwechseln auch entstehen können, sondern größere Lücken. Wenn diese offen bleiben, fallen die Bewerber im ersten Screening-Prozess durch den Personaler möglicherweise bereits durch. Wenn eine nachvollziehbare Erklärung eingefügt ist, kann diese zu einem Gesprächsthema im Rahmen des Interviews werden, und muss dann kein Absage-Kriterium sein. 

4. Ich berate ja häufiger Personen, welche bereits länger als 20 Jahre im Berufsleben stehen. Welchen Tipp zum Lebenslauf hast Du für diese Leser?

Patrizia Kaiser: Personen mit viel Berufserfahrung sollten sich ebenfalls idealerweise auf ca. 2-3 Seiten Lebenslauf beschränken. Es gibt diverse Möglichkeiten, wie man seine gegebenenfalls sehr breite Erfahrung kommunizieren kann, z.B. mittels einer Projektliste als Ergänzung zum Lebenslauf. Weiterhin sollten sich die Personen klar werden, auf welche Position sie sich bewerben und den Lebenslauf auf diese Position ausrichten. Das heißt, dass die Erfahrungen und Qualifikationen herausgestellt werden, die für den gewünschten neuen Job relevant sind. So können viele Details, die eben an der Stelle dann nicht so wichtig sind, ausgelassen werden und der Lebenslauf bleibt in einem vernünftigen Umfang. Ganz wichtig ist also zu berücksichtigen: Es gibt normalerweise nicht den einen Standard-Lebenslauf, genauso wenig natürlich wie das eine „one fits all“ Anschreiben. Die Unterlagen sollten auf die jeweilige Position und das Unternehmen angepasst werden, so dass für die Personalentscheider auf den ersten oder maximal zweiten Blick ersichtlich wird, dass der Bewerber / die Bewerberin für die Vakanz notwendige Qualifikationen mitbringt.

Vielen Dank an Patrizia für diese Tipps. Wir lernen, dass ein Anschreiben sehr wohl noch wichtig ist und dass man eine solche Projekteliste und eine knackige Kurzbeschreibung der Kernkompetenzen parat haben sollte.

Ein gut gepflegtes LinkedIn-Profil kann helfen, sich online mit Personalern zu vernetzen und einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

Patrizia Kaiser ist Personalexpertin, Trainerin, Coach und Beraterin zu Bewerbungsprozessen in München.

Interaktiver Vortrag: „Erobern Sie den verdeckten Stellenmarkt mit LinkedIn“

Am Samstag, den 30. März fand bei herrlichem Frühlingswetter in München unser erster Vortrag zum Thema „Erobere den verdeckten Stellenmarkt mit LinkedIn“ statt. Schon vor Monaten hatten Patrizia Kaiser, HR-Beraterin mit HRundperspektiven aus München und ich das Thema ins Auge gefasst.

Der Fakt, dass 2/3 der offenen Stellen gar nicht erst ausgeschrieben werden und nur ein winziger Teil der Jobsuchenden diesen „Markt“ nutzt, erschien uns interessant, als Vortrag anzubieten. Mein Part war der optimale Einsatz von LinkedIn mit anschaulichen Beispielen, worauf man bei einem professionellen LinkedIn-Profil achten sollte, um dank gutem Personal Branding von Recruitern oder Unternehmen gefunden zu werden.

Am Samstag konnten wir in mehr als zwei Stunden mit einer kleinen Runde an engagierten Jobsuchenden aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlich langer Berufserfahrung das Thema erkunden. Ein wichtiger Part war, dass man sich seiner Stärken bewusst sein muß und häufiger darüber sprechen sollte. Sprich mehr Selbstmarketing oder Eigen-PR kann bei der Jobsuche und gerne auch davor nicht schaden, sondern eher sehr hilfreich sein.

Unser Publikum war natürlich daran interessiert, seine persönlichen Fragen und Probleme zu adressieren. Wir sind im Laufe des Vormittags auf die folgenden Themen so gut wie möglich eingegangen:

  • Wie komme ich an eine Teilzeitstelle?
  • Was macht man mit Lücken im Lebenslauf?
  • Wie gelingt es auch mit 50+, sich von anderen Bewerbern abzuheben?
  • Macht es Sinn, als Vertriebsexperte die Branche zu wechseln?
  • Wie sinnvoll ist die Nutzung und Suche über Jobportale wie Monster, Indeed und Stepstone?
  • Wie wichtig ist es, sich mit einem Elevator Pitch bei anderen Personen vorzustellen, seinen beruflichen Hintergrund auf den Punkt zu bringen?
  • Benötigt man bei XING und LinkedIn eine Premium-Mitgliedschaft?
  • Wie sinnvoll sind Initiativ-Bewerbungen?
  • Wie geht man mit Kontaktanfragen von Personen um, welche man nicht kennt?
  • Welche Profilbereiche sind auf LinkedIn besonders relevant?

Für uns als Organisatorinnen war es ein spannender Vormittag mit neuen Eindrücken von der Bewerberseite. Dank dieser Veranstaltungen können wir als Berater in Zukunft noch zielgerichteter da ansetzen, wo es am Wichtigsten ist.

Tipps und Tricks für ein LinkedIn-Profil welches von Recruitern gefunden wird.
Nach getaner Arbeit

So geht Bewerben und Arbeiten im Ausland – Erfahrungen einer Übersetzerin

Seit neuestem unterstützt mich Crissy Müller als Kooperationspartnerin, indem sie Profiltexte vom Deutschen ins Englische übersetzt. Da sie als Amerikanerin bereits in verschiedenen Ländern gelebt und gearbeitet hat, haben wir uns über ihre Erfahrungen etwas näher ausgetauscht. Lesen Sie in diesem Interview, was sie in puncto Bewerbungen in den USA und Gründung in der Schweiz erlebt hat und welche Tipps sie an uns weitergeben kann.

Hallo Crissy, Du hast ja bereits in verschiedenen Ländern gelebt und dort auch gearbeitet. Wo bist Du gewesen und kannst Du kurz etwas über Deine Tätigkeiten in den anderen Ländern sagen?

Crissy Müller: Ich habe in den USA, der Schweiz und in Deutschland gelebt und gearbeitet. Als Program Managerin war ich für mehrere Jahre sowohl in einem Unternehmen als auch in einer unabhängigen Non-Profit Organisation tätig. Dabei ging es hauptsächlich um die Koordination von kulturellen und wirtschaftlichen Austauschprogrammen zwischen den USA und verschiedenen Ländern weltweit. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, auch in Bereichen wie Marketing, der Akquise und Pflege von interkulturellen Partnerschaften.

FGS: Du arbeitest inzwischen als selbständige Übersetzerin. Wo liegt Dein Fokus?

Crissy Müller: Mein Fokus liegt auf der Übersetzung deutscher Texte ins Englische im Bereich Marketing und PR. Meine Leidenschaft ist es, Personen und Unternehmen zu helfen, die sich „international“ positionieren möchten – sei es durch eine aussagekräftige Übersetzung, eine Korrektur oder durch einen komplett neu erstellten Web-Auftritt in englischer Sprache.

FGS: Die LinkedIn-Nutzung hier in Deutschland und den USA. Da gibt es ja doch ein paar Unterschiede. Was fällt Dir da besonders auf?

Crissy Müller: In den USA ist LinkedIn das wichtigste und beliebteste Job-Suche- und professionelle Netzwerk-Portal. Hier in Deutschland ist es jetzt gross im Kommen – insbesondere bei Leuten, die ihre Karriere international ausrichten möchten.

FGS: Wie hast Du den Bewerbungsprozess in z.B. der Schweiz empfunden? Worauf kam es beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen an?

Crissy Müller: Der Bewerbungsprozess in der Schweiz ist sehr ähnlich wie in Deutschland. Was mich dort aber sehr beeindruckt hat, ist wie viel einfacher es ist, ein Geschäft zu gründen! Der Prozess ist weitaus weniger bürokratisch. Ich finde hier setzt die Schweiz ein gutes Beispiel für andere Länder.

FGS: Eigentlich bist Du ja Amerikanerin. Was kannst Du den Lesern zum Bewerben in den USA mit auf den Weg geben?

Crissy Müller: In den USA ist es genau so wichtig, eine Beziehung aufzubauen, als zu beweisen, was du kannst. Auch sehr wichtig ist es, sich durch kleine Details von der Masse abzuheben. Zum Beispiel sollte man beim Bewerben immer den Namen des richtigen Ansprechpartners finden und im Cover Letter benutzen (z.B. „Dear Mr. Smith“ ist besser als „Dear Hiring Manager“). Nach einem Bewerbungsgespräch immer einen kurzen Dankesbrief („thank-you note“) schreiben. Es dient als Zeichen der Höflichkeit und man kann es auch als eine Möglichkeit nutzen, etwas Zusätzliches zu betonen – entweder über sich selber oder wieso man für dieses Unternehmen gerne arbeiten möchte, etc. Es ist auch wichtig, konkrete Erfolge in früheren Jobs genau zu beschreiben – sowohl in der Bewerbung als auch im Bewerbungsgespräch.

Anders als in Deutschland muss man nicht automatisch ein großes Dossier inklusive Zeugnisse als Teil der Bewerbung schicken. Erstmal reicht ein Motivationsschreiben (Cover Letter) und Lebenslauf (amerikanisches Resume). Wenn der Arbeitgeber interessiert ist, wird er sich melden.

FGS: Wie unterscheidet sich ein amerikanischer Lebenslauf vom Deutschen? Bzw. gibt es noch Unterschiede zum britischen Lebenslauf?

Crissy Müller: Auf einem amerikanischen Lebenslauf gibt es nie ein Foto und man schreibt auch nie persönliche Details wie Geburtsdatum, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Zivilstand oder ob man Kinder hat. Der amerikanische Lebenslauf ist mehr ein gezieltes Marketing-Tool, angefangen mit einem Kurzprofil (genau abgestimmt auf die Stelle). Man kann auch besondere Kompetenzen und Erfolge („skills and achievements“) aufzählen.

Man sollte 1-2 Seiten nicht überschreiten – nur die wichtigsten und relevantesten Erfahrungen sollten enthalten sein. Zum Beispiel, ist es für den Arbeitgeber nicht wichtig, auf welchem Gymnasium man war – daher schreibt man lediglich wo und was man studiert hat.

Ein britisches CV (Curriculum Vitae) war früher ähnlich mit einem deutschen Lebenslauf – sehr ausführlich und hat ein chronologisches Format. Heutzutage ist ein britisches CV auch kürzer und gezielter. Auf jeden Fall sollten Sie nicht vergessen, auf britisches oder amerikanisches Englisch zu achten, je nach dem, wo man sich bewirbt.

Ich bin ja ein Fan vom Thema interkulturelle Kommunikation. Da Du hier studiert hast, ist das Leben in Deutschland nicht ganz so neu für Dich. Dennoch, was ist für Dich typisch Deutsch – im Sinne von Kommunikation, Nutzung von sozialen Netzwerken etc. ?

Crissy Müller: Der klassische Unterschied im Bereich „Kommunikation“ ist, dass in Deutschland Direktheit sehr geschätzt wird (ich glaube, da es effizienter ist), während in den USA Höflichkeit und Kooperation wichtiger sind. Deshalb ist dort die Kommunikation eher indirekt.

Ich glaube aber in einer digitalen Welt werden manche Unterschiede weniger – im Bereich Marketing ist der Ton und Stil der Kommunikation ähnlicher denn je. Denn überall geht es heutzutage um Storytelling und wie man die Aufmerksamkeit der Zielgruppe in einer Umgebung mit viel Konkurrenz und vielen Ablenkungen einfängt. Die Sprache wird dann automatisch persönlicher und informeller – egal ob es nun die deutsch oder englische Sprache ist.

 

Mit Crissy Müller (links) im Oktober 2018 auf der HerCareer-Messe.

5 Gründe, warum LinkedIn die richtige Plattform für Ihre Jobsuche ist

Sie wollten bisher ein öffentliches Profil in einem sozialen Netzwerk vermeiden? Sie beobachten allerdings, dass viele Kollegen, vor allem die jüngeren Mitarbeiter, seit längerem ein Profil angelegt haben und es auch nutzen? Sie möchten dazugehören?
Im Unternehmen stehen Veränderungen an und ein Jobwechsel erscheint Ihnen nicht unwahrscheinlich?

Sie fühlen sich durch meine Fragen angesprochen? Dann lesen Sie ruhig noch weiter.

Ich empfehle Ihnen, sozusagen als Einstieg in die Social-Media-Welt, sich ein LinkedIn-Profil anzulegen. Die Plattform wird rein beruflich genutzt und kann Ihnen helfen, Ihre persönliche Marke für Ihre weitere berufliche Karriere aufzubauen.
Ich werde Ihnen jetzt nicht versprechen, dass es von alleine geht und Sie sollten sich schon etwas Zeit für diese neue Aufgaben nehmen. Mit etwas Muse und Freude am Neuen, kann Ihnen ein berufliches Netzwerk wirklich neue Kontakte, neue Impulse und eventuell auch einen neuen Job bringen. Jobs findet man über Kontakte – viel häufiger als über eine Standard-Stellenanzeige. Daher sollten Sie sich dieses große Netzwerk näher anschauen.

Meine fünf Gründe, warum ich Ihnen die Nutzung von LinkedIn empfehlen kann:

  1. Es ist das weltweit größte Business-Netzwerk. Im deutsch-sprachigen Raum zählt es 11 Millionen Nutzer. Weltweit sind es 546 Millionen. Wenn Sie in einem international tätigen Unternehmen arbeiten oder gearbeitet haben, werden Sie auf Anhieb viele bekannte Gesichter aus dem In- und Ausland hier finden. Auch wenn Fach- und Führungskräfte zu Ihrer Zielgruppe gehören, werden Sie hier recht schnell fündig werden.
  2. Beruflicher Fokus: Es bietet keine großen Ablenkungen in Form von Katzen- oder Urlaubsfotos oder sinnloser Fußballdiskussionen. Es wird beruflich genutzt. Gerade heute habe ich wieder interessante Beiträge zu den Themen Aufstiegschancen für Führungskräfte, zur beruflichen Neuorientierung sowie zur Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen entdeckt.
  3. Es ist günstig: Sie können ein vollständiges Profil mit einem kostenfreien Basis-Account einrichten. Wenn Sie neu sind oder noch nie Premium-Mitglied waren, können Sie einen kostenfreien Testmonat buchen. Die günstigste Premium-Mitgliedschaft startet für bereits 10,00 €/ Monat und kann nach Bedarf nach einem Monat auch schon gekündigt werden. Sie müssen keine Jahresmitgliedschaft für viel Geld buchen.
    Hier sehen Sie auf einen Blick, was Ihnen eine solche Mitgliedschaft bietet.
  4. Job-Bereich: LinkedIn bietet einen expliziten Job-Bereich, welchen Sie nutzen können. Dort können Sie Recruitern sagen, dass Sie an Stellenangeboten interessiert sind und weitere Einstellungen vornehmen. Mehr dazu lesen Sie auch in diesem Beitrag. Zusätzlich empfehle Ihnen, sich mit der LinkedIn-Suche zu beschäftigen und gezielt nach Personen suchen, die Ihr LinkedIn-Netzwerk sinnvoll ergänzen.
  5. Übersichtliches Personal-Branding-Profil: Das Einrichten eines professionellen Profils ist kein Hexenwerk. Sie sollten ein paar Kleinigkeiten beachten, wie eine aussagekräftige Überschrift, ein professionelles Profilbild hinzufügen und ihre bisherige Position näher beschreiben. Es ist wichtig, dass Sie sich Gedanken über Ihre Ziele machen und diese geschickt in Ihr Profil einfließen lassen. Es hilft Ihnen, von den richtigen Personen gefunden zu werden. Viele weiterführende Tipps erhalten Sie auch in einem meiner Leitfäden  oder meinem E-Book welches es bei Amazon als Kindle-Version gibt. 

Sie haben weitere Fragen? Gerne besprechen wir diese in einem persönlichen Gespräch. Ich freue mich auf Ihre Kontaktanfrage auf LinkedIn oder eine E-Mail an friederike@socialmediainternational.de.

 

Foto: www.pixabay.com

 

E-Book: Effektives Selbstmarketing auf LinkedIn: Der Wegweiser für Ihre Jobsuche

Ihnen ist bewusst, dass Sie mit den richtigen Kontakten bessere Chancen haben, Karriere zu machen? Sie streben demnächst eine neue interessantere Position an, wo Sie Ihre Stärken voll ausschöpfen können? Sie möchten sich dazu mit den digitalen Medien bzw. Business-Netzwerken vertrauter machen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LinkedIn ist das weltweit größte Business-Netzwerk mit über 546 Millionen Nutzern auf internationaler Ebene und auch hier in der Region DACH zählt es jetzt 11 Millionen Mitglieder. Vor allem Mitarbeiter der DAX-Unternehmen sind hier stark vertreten. Spitzenreiter bei den Unternehmen sind u.a. Siemens, SAP, Allianz und die VW AG. Wenn Sie als Fach- und Führungskraft zeigen möchten, dass Sie die Digitalisierung verstanden haben, sollten Sie sich um ein aussagekräftiges professionelles LinkedIn-Profil kümmern. Bevor man sich Ihren Vortrag anhört, Sie erstmals im Meeting trifft, Sie zum Gespräch einlädt, wird man online nach Ihnen suchen. Es geht darum, gefunden zu werden und einen ersten professionellen Eindruck zu hinterlassen.

Mein E-Book, erschienen am 7. April 2018, zeigt Ihnen, wie Sie LinkedIn für Ihre Karriere einsetzen können, worauf es im Profil ankommt, damit Sie Recruiter entdecken und wie z. B. Jobsuchende 40+ mit sozialen Netzwerken einen leichteren Weg in eine neue Anstellung finden. Über diesen Link ist mein Ratgeber bis Ende April 2018 zum günstigen Einführungspreis von 2,99 € bestellbar.

Tipps von der Recruiterin: Worauf sollten Sie bei der Jobsuche im LinkedIn-Profil achten?

Zu Beginn des neuen Jahres hatte ich die Gelegenheit, mich mit Irina Hagen, der Geschäftsführerin von Menschwert Consulting in München zu unterhalten. Im Gespräch konnte ich erfahren, worauf Sie beim Lesen von Online-Profilen, speziell auf LinkedIn besonders achtet. Für Jobsuchende sind hier sicherlich ein paar Anregungen dabei.

Hallo Irina, bitte stell Dich und Deine Tätigkeit kurz den Lesern dieses Blogs vor.
Irina Hagen: MenschWert Consulting hilft Unternehmen, ihre Organisation und ihre Personalabteilung für die digitale Transformation richtig aufzustellen. Schwerpunkte dabei sind Recruiting, Organisationsentwicklung und vor allem Kulturwandel. Dabei nutze ich die Ansätze aus der humanistischen Psychotherapie über die klassischen Change Management Methoden hinaus.

 

Wieviel Zeit verbringst Du im Durchschnitt auf einem LinkedIn-Profil? Man sieht im Netz Artikel, dass Recruiter im Schnitt nur 6 Sekunden Zeit pro Profil haben. Kannst Du das bestätigen?
Irina Hagen: Zeit hat man nicht, die nimmt man sich. Aber man entscheidet sehr schnell, ob man mehr Zeit mit dem Profil verbringen will, oder nicht.
Es ist ein bisschen wie im Kino: Man schaut sich erst das Plakat an und überlegt dann, ob man sich auch die Beschreibung oder den Trailer dazu anschaut. Es geht also auf den ersten Blick erstmal um ein stimmiges, interessantes Gesamtbild, den ersten Eindruck, und dann erst um die Inhalte.

Was sagt Dir das Foto? Worauf sollten Kandidaten beim Erstellen oder der Auswahl des Bildes besonders achten?

Irina Hagen: Ein Foto ist ein Statement. Man erkennt am Foto, wie sich diese Person erstmal selbst sieht, bzw. wie sie wahrgenommen will. Ist es ein professionelles, gestelltes Bild, wie ist die Pose darauf? Lieb lächelnd oder herausfordernder Blick, etc. Ist es eine Fassade oder ist das Bild authentisch? Ist die Kleidung modisch und in welchem Stil? Passt das Bild zum Rest des Profils? Es ist also eigentlich alles erlaubt, so lange es stimmig ist und so lange man sich überlegt hat, was man damit aussagen will. Wenn man als dynamisch, sportlich und ehrgeizig rüberkommen will, ist ein Bild in Neopren und mit Surfbrett genauso akzeptabel wie mit Anzug. Am besten mal ein paar Bekannte fragen, wie sie das Bild charakterisieren, jenseits der Begriffe ‚gut’, ‚schlecht’ und ‚passt schon’. Dann sieht man, ob das Bild die gewünschte Wirkung erzielt.
Meiner Meinung nach muss es kein Bild vom Fotografen sein, aber es sollte eine gute Auflösung haben, das Gesicht und die Mimik sollte klar erkennbar sein und auch ein bisschen den Stil des Menschen zeigen.
Im Zweifel sind professionelle Bewerbungsbilder immer noch am besten, da der Fotograf meist die Persönlichkeit des Menschen besser erfasst als ein Laie.

Ein interessanter Kandidat hat kein Foto zum Profil hinzugefügt. Würdest Du ihn dennoch kontaktieren?

Irina Hagen: Wahrscheinlich schon. Aber in der Regel ist auch das Profil dann nicht interessant bzw. wenig aussagekräftig. Es kommt auf meine Verzweiflung als Recruiter an.  Interessant ist, warum es kein Foto gibt. Ist es Protest, oder Sorglosigkeit? Ein Profil ohne Foto ist auch ein Statement, ob man will oder nicht.

„Ein Profil ist kein Lebenslauf oder eine Bewerbung. Ein Profil sollte „Profil zeigen“ und die Persönlichkeit erkennbar machen. Dazu gehört nun mal auch ein Foto. Wenn man sich nicht zeigen will, wozu braucht man dann ein Profil?“

LinkedIn ist ja keine Kandidaten-Datenbank und sollte auch nicht so verstanden werden. LinkedIn ist ein soziales Netzwerk, sowie Facebook, das die Relevanz von Gesichtern ja schon im Namen trägt.

Wie sollte eine Führungskraft mit Jobs umgehen, welche länger in der Vergangenheit liegen? Sagen wir, Jobs aus den 90-igern und davor?

Irina Hagen: Das kommt darauf an, was man in der Zwischenzeit gemacht hat und wie relevant die Erfahrung für zukünftige Jobs ist. Ein Profil soll ja zeigen, wer man ist und da kann es interessant sein, wie man die Person geworden ist, die man heute ist und zukünftig werden will. Was hat Einstellungen und Erfahrungen geprägt?
Was ist heute für diese Person noch relevant? Und dann stellt sich die Frage, warum etwas, das so lange in der Vergangenheit ist, heute noch relevant ist.
Gerade, wenn jemand den Job wechselt, will man sich vielleicht auch oft etwas anders aufstellen, dann sollte man das alte loslassen, also weglassen.

Wie empfindest Du Lücken im Lebenslauf? Wie formuliert man diese am schlausten in seinem Online-Profil?

Irina Hagen: „Du hast da ne Lücke im Lebenslauf – Ja, war geil!“ Ein Online-Profil ist ja kein Lebenslauf. Das bildliche Profil eines Menschen zeigt auch nicht die volle Persönlichkeit.
Das LinkedIn-Profil soll Profil zeigen, etwas woran man hängen bleibt. Ein Online-Profil (anders wie der Lebenslauf) hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Also nur das reinschreiben, was für das Profil, die (berufliche) Persönlichkeit wichtig ist.
Hat man sich bewusst für eine Auszeit entschieden, dann gehört es zur Persönlichkeit. Hat man die Auszeit (egal ob freiwillig oder nicht) genutzt, um einen neuen Weg einzuschlagen, dann gehört es zum Profil.
War man mal ein paar Monate arbeitslos, ohne dass das die Identität sonderlich beeinflusst hat, kann man es rauslassen. Es lenkt sonst nur von wirklich wichtigen Stationen ab.
Im Online-Profil sind die tatsächlichen Fähigkeiten erstmal nicht so relevant. Interessant sind die Dinge, welche man gelernt, vertieft und als wichtig erachtet hat.

„Ein Lebenslauf dagegen ist eine Auflistung von Entscheidungen, Erfolgen und Irrwegen. Hier gehört es zur Vollständigkeit, aber nicht unbedingt im Online-Profil, das ja erstmal nur neugierig und „Lust auf mehr“ machen soll, eben eine Einladung zum Gespräch bieten soll.“

Was kannst Du zur Anzahl der Kontakte aussagen? Achtest Du auf diese Zahlen oder ist diese Kennzahl +500 oder weniger für Dich eher nebensächlich? 

Irina Hagen: Alle Extreme sind eher schlecht. Sehr wenige Kontakte zeigen, dass jemand entweder nicht sonderlich beliebt ist oder das Netzwerken noch nicht verstanden hat. Beides ist bei der Jobsuche, vor allem in der heutigen Zeit, nicht sehr förderlich. Zu viele Kontakte kann bedeuten, dass man auch mal wahllos Personen in sein Netzwerk aufnimmt, ohne auf die Qualität des Kontakts zu achten. Interessant sind die Auswahl und die Konsistenz der Kontakte. Auf welchen Ebenen arbeiten die Kontakte, in welchen Funktionen und Branchen?
Es ist zwar ein altmodischer Spruch, trägt aber immer noch viel Wahrheit in sich: Sag mir wie Dein Umfeld ist und ich sage Dir, wer Du bist.

Du siehst zwei Profile. Beide sind vollständig und die Qualifikationen entsprechen der gesuchten Position. Ein Mitglied hat den Job in den letzten Jahren häufiger gewechselt, ein anderer war seit 2000 im gleichen Unternehmen tätig. Würdest Du beide zum Gespräch einladen oder wen würdest Du bevorzugen? 

Irina Hagen: Das kommt auf den Inhalt drauf an. Interessant ist hier der „Track Record“. Was hat jemand in einem bestimmten Zeitraum erreicht. Häufige Jobwechsel sind in der heutigen Zeit kein Makel mehr, so lange dahinter überlegte Entscheidungen stehen bzw. nachvollziehbare externe Gründe.
Hat die Person in 18 Jahren eine Richtung gehabt, verschiedene Tätigkeiten ausgeübt bzw. in einer Position / Funktion gearbeitet, die sich stark gewandelt hat, spricht es dafür, dass man sich mitentwickelt hat. Hat man mehrere „parallele moves“ gehabt, hat man also das Gleiche in grün gemacht, sieht das nicht unbedingt nach Entwicklung aus.
Dazu kommt die jeweilige Kultur der Unternehmen. In welcher Umgebung fühlt man sich wohl? 18 Jahre im gleichen Unternehmen spricht dafür, dass man sich dort wohlfühlt. Die Argumentation „Ich will mal etwas Anderes machen“ sollte man dann bei einem Jobwechsel nicht als oberste Priorität anbringen, da dies unglaubwürdig erscheint. Ich achte darauf, in welche Unternehmen hat man gewechselt hat und ob ein Muster erkennbar ist.

Was kannst Du zusammenfassend noch für die Leser sagen. Worauf sollten Jobsuchende ganz besonders in Ihrem Profil achten? 

Irina Hagen: Ein echtes Profil zeigen. Es geht weniger um die Hard Skills, sondern um das, was man mit seinen Fähigkeiten erreichen kann und will.
Viele machen den Fehler, dass sie bei der Jobsuche sehr vergangenheitsorientiert sind, dabei geht es ja darum, was man wo mit wem zukünftig machen will.
Welche eigenen Ziele hat man? Wer will man sein? Wofür, also für welches höhere Ziel, will man arbeiten. Was ist die Motivation für den neuen Job? (Kleiner Tipp: Geld verdienen ist kein Ziel, sondern nur Mittel zum Zweck.)
Was bringt man mit, welche Fähigkeiten, Erfahrungen, Attitüden, die einem dabei helfen, diese Ziele zu erreichen. Für mich als Recruiterin ist interessant, ob jemand „nur verzweifelt irgendeinen Job sucht“ oder ob die Person wirklich weiß, was sie will.
Was zieht sich durch die beruflichen Stationen wie ein roter Faden? Und es gibt immer einen roten Faden, selbst bei sehr unkonventionellen Karrierewegen. Was ist der kleinste gemeinsame Nenner, aller Positionen und Funktionen?
Abraten würde ich von Selbsteinschätzungen in der Persönlichkeitsbeschreibung. Wenn der Leser, das auf den ersten Blick anders sieht, hat man schon verloren. Ob jemand offen, ehrgeizig, vertrauensvoll, motiviert, teamfähig, kreativ, innovativ, etc. ist, entscheidet das Gegenüber. Und wer würde das nicht von sich behaupten? Daher sollte man dem Leser möglichst viel Informationen geben, damit dieser selbst zur gewünschten Einschätzung kommt.

Vielen Dank für Deine Einblicke in das Lesen von LinkedIn-Profilen. Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben, schreiben Sie gerne einen Kommentar.

Sie möchten mehr zum Thema „Selbstmarketing auf LinkedIn bei der Jobsuche“ erfahren? In dem Fall empfehle ich Ihnen meinen Ratgeber, das E-Book „Selbstmarketing auf LinkedIn – Der Wegweiser für Ihre Jobsuche“ welches als Kindle-Version bei Amazon erhältlich ist.

Wie lösche ich eine ungenutzte Unternehmensseite auf LinkedIn?

Ihnen ist aufgefallen, dass es bereits eine Unternehmensseite für Ihr Unternehmen auf LinkedIn gibt? Diese Seite existiert parallel zur offiziellen Unternehmensseite, die Schreibweise des Titels ist wahrscheinlich nur minimal anders? Ihre Seite wird regelmäßig mit Updates versorgt und hat bereits Follower gesammelt. Sie möchten sicherlich vermeiden, dass Interessenten auf der falschen Seite landen und verwirrt werden. Der beste Weg ist es, diese „tote“ Seite zu löschen. Die Frage ist nur, wie das gehen soll, wenn man selbst keine Zugangsdaten hat.

Hierfür empfiehlt es sich, sich mit dem Kundendienst von LinkedIn in Verbindung zu setzen und um Tipps zur Vorgehensweise zu bitten. Dieser erkennt auch, ob die Seite automatisch angelegt worden ist oder nicht.

Kürzlich konnte ich für einen Kontakt eine ungenutzte Unternehmensseite wie folgt deaktivieren. Eventuell hilft Ihnen diese Beschreibung auch weiter.

Eine wichtige Information vorab. Um als Mitarbeiter des Unternehmens anerkannt zu werden, sollten zwei Voraussetzungen erfüllt werden:

  1. Der Mitarbeiter verfügt über eine E-Mail-Adresse mit dem gleichen Namen wie der Titel der Unternehmensseite lautet und
  2. er hat das Unternehmen unter dem aktuellen Job gelistet bzw. sich mit der Seite verknüpft.

Genau das hat der Mitarbeiter, welcher aktuell beim Unternehmen tätig ist, befolgt. Als Nächstes konnte er auf die ungenutzte Unternehmensseite gehen und oben rechts über die drei Punkte (Menü) die Rechte für diese Seite beantragen. Man wird um eine Bestätigung gefragt, ob man als offizieller Vertreter des Unternehmens berechtigt ist, die Seite im Namen des Unternehmens zu erstellen. 

 

Wenn dies mit einem Klick bestätigt worden ist, kann man über die Administratorfunktion auf der Unternehmensseite, sich selbst zum Administrator ernennen. Dank dieser Funktion ist man berechtigt, die Seite zu deaktivieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschließend stellt der Mitarbeiter sicher, dass unter Berufserfahrung, die „richtige“ Unternehmensseite eingetragen wird, so dass eine korrekte Verknüpfung vorliegt.

Wenn Sie diese Schritte in der angegeben Reihenfolge abarbeiten, ist eine Unternehmensseite, welche nicht mehr genutzt wird, in wenigen Schritten nicht mehr sichtbar.

Sie haben weitere Fragen zu Unternehmensseiten auf LinkedIn? Hier gibt es Termine für das nächste Webinar zum Thema Unternehmensseiten. Oder senden Sie mir eine E-Mail an friederike@socialmediainternational.de und wir vereinbaren einen individuellen Beratungstermin.

 

Foto: www.pixabay.de

Wo zeige ich im LinkedIn-Profil, dass ich gerade auf Jobsuche bin?

Während meiner LinkedIn-Kurzberatungen auf der Karrieremesse job40plus in München werde ich häufiger gefragt, wo und was man ins LinkedIn-Profil reinschreiben sollte, wenn man sich gerade auf Jobsuche befindet. 

Ihr oberstes Gebot sollte immer sein, einen authentischen Eindruck zu hinterlassen und keine falschen Angaben zu treffen. Ich berate immer im Hinblick auf die Auffindbarkeit des Profils, damit Sie von neuen Arbeitgebern gefunden werden. Gleichzeitig sollten nicht nur Keywörter im Profil stehen, sondern es sollte sich auch gut lesen lassen und auf einen Blick zeigen, wofür Sie stehen.

Sie haben auf LinkedIn verschiedene Möglichkeiten, um auf Ihre aktuelle Jobsuche aufmerksam zu machen. Mit diesem Beitrag erhalten Sie fünf Möglichkeiten, welche Sie sofort umsetzen können. Einige sagen auf den ersten Blick, in welcher Situation Sie gerade sind, andere zeigen es eher versteckt. Wofür Sie sich entscheiden hängt sicher von der Dringlichkeit Ihrer Jobsuche ab und wie lange Sie bereits arbeitslos sind.

Abzuraten ist, den ehemaligen Arbeitgeber noch über Monate im Profil stehen zu lassen. Auch wenn man das häufiger sieht, hinterlässt es keinen guten Eindruck.

Auch wenn Sie auf Jobsuche sind, sind Sie Experte auf einem bestimmten Gebiet. Zeigen Sie das! Schreiben Sie deshalb lieber eine Jobbezeichnung/ Ihren Studiengang in Ihren Profil-Slogan. Das schaut besser aus als der direkte Hinweis, dass Sie auf Jobsuche sind. 

Meine fünf Tipps, wo Sie das Thema Jobsuche am besten unterbringen können

1. Sie erstellen eine neue Station der Berufserfahrung und schreiben in das Arbeitgeberfeld rein, dass Sie derzeit auf der Suche nach einem neuen Job sind. Beachten Sie, dass sich LinkedIn den aktuellen Arbeitgeber nach oben zieht. Sie können schreiben „Looking for a new challenge“, dann steht es auch ganz oben im Profil. So wie hier.

 

2. Sie möchten es lieber etwas diskreter? Sie könnten ebenfalls eine neue Station der Berufserfahrung anlegen und Sie schreiben den „Jobsuche-Hinweis“ in das Feld der Position, also ganz oben. Man wird diese Information erst beim Runterscrollen in Ihrem Profil entdecken. Es kann da wie folgt aussehen:

 

Hier könnten auch einige aktuelle Aktivitäten oder Weiterbildungen, welche Sie im Laufe der Jobsuche absolviert haben, aufgelistet werden. Die wenigsten sitzen faul auf dem Sofa, sondern buchen Kurse, welche es wert sind, erwähnt zu werden.

3. Eine noch zurückhaltendere Möglichkeit ist es, dass Sie einen Endtermin zum letzten Job eintragen und keine neue Position eintragen. Zusätzlich könnten Sie im Text der Zusammenfassung auf die Jobsuche hinweisen.

4. Oder Sie machen in der Zusammenfassung auf die Jobsuche aufmerksam. Auffallen wird es, wenn Sie es gleich zu Beginn des Textes unterbringen. Wenn man auf Ihr Profil geht, wird man den von Ihnen formulierten Hinweis angezeigt bekommen. Hier ein Beispiel, wie es aussehen kann:

 

5. Ziemlich unauffällig ist es, wenn Sie Ihren aktuellen Wechselwunsch in die Zusammenfassung schreiben, aber ganz am Ende. Als „Call-to-Action“, wie z.B. Ich befinde mich aktuell auf der Suche nach einer neuen Tätigkeit als XXXX. Wenn Sie mehr über mich und meine berufliche Erfahrung erfahren möchten, kontaktieren Sie mich unter XXX E-Mail-Adresse.“ Es hat den Vorteil, dass das Wort „Herausforderung“ oder „Jobsuche im Profil steht, man es aber nicht sofort entdeckt. Recruiter könnten Sie dennoch gut finden.

Möglich sind auch Kombinationen aus den oben erwähnten Möglichkeiten.

Welche Formulierung passt am besten?

Häufig liest man im Deutschen:

  • Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung
  • Offen für neue Herausforderung
  • Account Manager auf Jobsuche
  • Suche eine neue Tätigkeit im Bereich XXX
  • Aktuell auf Jobsuche in Stadt XXX

Ihr Profil ist auf Englisch angelegt und Sie suchen auf internationaler Ebene? Hier habe ich einige englische Formulierungen für Sie:

  • Looking for a new challenge,
  • Open for a new challenge
  • Unemployed and Looking for Work
  • IT Manager seeking work
  • Account manager available for new opportunity
  • Marketing Professionell in transition
  • PR Manager currently exploring options

Schreiben Sie mir, für welche Variante Sie sich entschieden haben und warum. Ich freue mich über Ihren Kommentar im Blog.

Sie möchten mehr zum Thema „Selbstmarketing auf LinkedIn bei der Jobsuche“ erfahren? In dem Fall empfehle ich Ihnen meinen Ratgeber, das E-Book „Selbstmarketing auf LinkedIn – Der Wegweiser für Ihre Jobsuche“ welches als Kindle-Version bei Amazon erhältlich ist.

Sie benötigen weitere Anregungen für ein professionelles LinkedIn-Profil? Gerne berate ich Sie individuell und erstelle die passenden Texte. Hier können Sie sich über mein Angebot informieren.

7 Tipps zur Auswahl des perfekten Hintergrundbildes auf LinkedIn

Haben Sie Ihrem Profil schon eine persönliche Note verliehen, indem Sie ein ganz persönliches Hintergrundbild hinzugefügt haben?
Die idealen Abmessungen für das Hintergrundfoto auf LinkedIn sollte 1584 x 396 Pixel sein. Also, sehr breit und schmal in der Höhe. Worauf man bei der Auswahl unbedingt achten sollte, ist, dass das Profilfoto (klein und rund) mal in der Mitte des Banner angezeigt wird (mobile App) oder auf der linken Seite, so wie hier:

Hier finden Sie meine 7 Tipps zum Einrichten des Hintergrundbildes:

  1. Die Grafik sollte im JPG, GIF oder PNG-Format sein und nicht größer als 4 MB sein.
  2. Die von LinkedIn empfohlene Größe ist 1584 x 396 Pixel. Wenn Sie Schrift oder Logos unterbringen wollen, dann am besten nicht im unteren Teil des Bildes. Am Desktop wird das Profilfoto links angezeigt. Wenn Sie Profile über die mobile App besuchen, steht das Profilfoto in der Mitte. Bei der Auswahl des Bildes sollten Sie daher schauen, dass nichts vom Profilfoto verdeckt wird.
  3. Zeigen Sie Persönlichkeit mit einem individuellen Bild.
  4. Arbeiten Sie mit den Farben, welche zu Ihrem Corporate Design passen.
  5. Achten Sie darauf, dass Sie die Bild-Rechte für das Foto haben.
  6. Bearbeiten lassen sich eigene Fotos gut auf Picmonkey oder Canva. Und seit August 2017 kann man sein Bild auf LinkedIn zuschneiden, anpassen und Filter wie schwarz-weiß oder leuchtend einrichten.
  7. Auf mobilen Geräten schaut das Hintergrundfoto wieder anders aus. Also, prüfen Sie lieber vorab, wie es dort angezeigt wird und ggf. passen Sie es entsprechend an.

Wählen Sie etwas aus, was zu Ihnen, Ihrer Person, Ihrem Beruf oder Freizeitinteressen am besten passt. Lassen Sie sich von einigen Beispielen inspirieren:

  • Wer in der Musikbranche tätig ist, könnte etwas mit Noten auswählen.
  • Eine Texterin findet sicher ein Bannerbild mit Büchern, Texten oder Buchstaben.
  • Der Eventmanager kann ein Bild von sich auf einem Messestand zeigen.
  • Eine Führungskraft aus der Automobilbranche, findet sicher ein Hintergrundfoto welches zur Branche passt, Autos zeigt, Fabrikhallen im Hintergrund zu erkennen sind.
  • Schön sind auch Bilder mit Landschaften wie Berge, Blick aufs Meer, Aussichtspunkte oder die Skyline der Lieblings- oder Heimatstadt. Inspirationen finde ich meist auf Seiten wie https://linkedinbackground.com/ und https://unsplash.com/.
  • Selbständige Berater, Coaches oder Trainer setzen gerne auf eine Kombination aus schlichtem Hintergrund mit Stichwörtern, welche die Tätigkeit beschreiben sowie einem Logo.

Einige Unternehmen stellen für ihre Mitarbeiter ein Hintergrundfoto in den Unternehmensfarben/ CI zur Verfügung oder geben Vorgaben, was erlaubt ist und was nicht.

Sie haben Fragen zu Ihrem Profil? Kontaktieren Sie mich unter friederike@socialmediainternational.de und wir vereinbaren ein Termin zur Profiloptimierung für Ihre Job- oder Kundensuche.

Neue Sicherheitseinstellung für Ihr öffentliches LinkedIn-Profil

Rein zufällig habe ich am Montag in einem Kunden-Profil die folgende neue Einstellung für öffentliche LinkedIn-Profile entdeckt.

Während Sie früher Ihr öffentliches LinkedIn-Profil jedem (sprich, wer über die Google-Suche etc) nach Ihnen gesucht hat) oder halt niemandem zeigen konnten, kann dies jetzt differenziert werden. Wer nicht wollte, das jeder aus der Öffentlichkeit alle Bereiche im LinkedIn-Profil einsehen konnte, hat beispielsweise die Details zur Berufserfahrung, Ausbildung, Kenntnisse, das Profilfoto und vieles mehr einfach nicht anzeigen lassen.

Heute können Sie hier differenzieren. Sie haben die Möglichkeit, dass entweder

  • nur Ihre Kontakte (Kontakte 1. Grades),
  • Ihr Netzwerk (Kontakte, 1., 2. und 3. Grades)
  • allen LinkedIn-Mitgliedern oder
  • der kompletten Öffentlichkeit (zusammengesetzt aus allen LinkedIn-Mitgliedern und Personen, die Sie über Suchmaschinen wie Google gefunden haben).

die Details Ihres Profils angezeigt werden, welche Sie ausgewählt haben.

Wie können Sie diese Einstellungen ändern?

Gehen Sie oben rechts auf Ihr Bild und klicken auf „Datenschutz & Einstellungen“, dann in der Mitte auf Datenschutz und „Ihr öffentliches Profil bearbeiten„. Auf der rechten Seite können Sie die entsprechenden Einstellungen vornehmen.

Die für mich logische Einstellung ist, dass mein Profil für mein persönliches Netzwerk komplett einsehbar sein darf. Daher habe ich Folgendes angeklickt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie sind auf Jobsuche?

Wenn Sie derzeit auf Jobsuche sind, macht es mehr Sinn, das LinkedIn-Profil für ein größeres Netzwerk freizugeben, damit z.B. Recruiter Einblicke in Ihre Expertise etc bekommen. In dem Fall ist es empfehlenswert, auf „Alle LinkedIn-Mitglieder“ zu klicken.

Sie sind bereits gut vernetzt und es ist nicht in Ihrem Interesse, viele Details an ein größeres Netzwerk freizugeben? Hier kann es ausreichen, das komplette Profil nur für die eigenen Kontakte freizugeben.

Sie entscheiden und es ist jederzeit wieder änderbar.

 

Foto: Pixabay