Tipps von der Recruiterin: Worauf sollten Sie bei der Jobsuche im LinkedIn-Profil achten?

Zu Beginn des neuen Jahres hatte ich die Gelegenheit, mich mit Irina Hagen, der Geschäftsführerin von Menschwert Consulting in München zu unterhalten. Im Gespräch konnte ich erfahren, worauf Sie beim Lesen von Online-Profilen, speziell auf LinkedIn besonders achtet. Für Jobsuchende sind hier sicherlich ein paar Anregungen dabei.

Hallo Irina, bitte stell Dich und Deine Tätigkeit kurz den Lesern dieses Blogs vor.
Irina Hagen: MenschWert Consulting hilft Unternehmen, ihre Organisation und ihre Personalabteilung für die digitale Transformation richtig aufzustellen. Schwerpunkte dabei sind Recruiting, Organisationsentwicklung und vor allem Kulturwandel. Dabei nutze ich die Ansätze aus der humanistischen Psychotherapie über die klassischen Change Management Methoden hinaus.

 

Wieviel Zeit verbringst Du im Durchschnitt auf einem LinkedIn-Profil? Man sieht im Netz Artikel, dass Recruiter im Schnitt nur 6 Sekunden Zeit pro Profil haben. Kannst Du das bestätigen?
Irina Hagen: Zeit hat man nicht, die nimmt man sich. Aber man entscheidet sehr schnell, ob man mehr Zeit mit dem Profil verbringen will, oder nicht.
Es ist ein bisschen wie im Kino: Man schaut sich erst das Plakat an und überlegt dann, ob man sich auch die Beschreibung oder den Trailer dazu anschaut. Es geht also auf den ersten Blick erstmal um ein stimmiges, interessantes Gesamtbild, den ersten Eindruck, und dann erst um die Inhalte.

Was sagt Dir das Foto? Worauf sollten Kandidaten beim Erstellen oder der Auswahl des Bildes besonders achten?

Irina Hagen: Ein Foto ist ein Statement. Man erkennt am Foto, wie sich diese Person erstmal selbst sieht, bzw. wie sie wahrgenommen will. Ist es ein professionelles, gestelltes Bild, wie ist die Pose darauf? Lieb lächelnd oder herausfordernder Blick, etc. Ist es eine Fassade oder ist das Bild authentisch? Ist die Kleidung modisch und in welchem Stil? Passt das Bild zum Rest des Profils? Es ist also eigentlich alles erlaubt, so lange es stimmig ist und so lange man sich überlegt hat, was man damit aussagen will. Wenn man als dynamisch, sportlich und ehrgeizig rüberkommen will, ist ein Bild in Neopren und mit Surfbrett genauso akzeptabel wie mit Anzug. Am besten mal ein paar Bekannte fragen, wie sie das Bild charakterisieren, jenseits der Begriffe ‚gut’, ‚schlecht’ und ‚passt schon’. Dann sieht man, ob das Bild die gewünschte Wirkung erzielt.
Meiner Meinung nach muss es kein Bild vom Fotografen sein, aber es sollte eine gute Auflösung haben, das Gesicht und die Mimik sollte klar erkennbar sein und auch ein bisschen den Stil des Menschen zeigen.
Im Zweifel sind professionelle Bewerbungsbilder immer noch am besten, da der Fotograf meist die Persönlichkeit des Menschen besser erfasst als ein Laie.

Ein interessanter Kandidat hat kein Foto zum Profil hinzugefügt. Würdest Du ihn dennoch kontaktieren?

Irina Hagen: Wahrscheinlich schon. Aber in der Regel ist auch das Profil dann nicht interessant bzw. wenig aussagekräftig. Es kommt auf meine Verzweiflung als Recruiter an.  Interessant ist, warum es kein Foto gibt. Ist es Protest, oder Sorglosigkeit? Ein Profil ohne Foto ist auch ein Statement, ob man will oder nicht.

„Ein Profil ist kein Lebenslauf oder eine Bewerbung. Ein Profil sollte „Profil zeigen“ und die Persönlichkeit erkennbar machen. Dazu gehört nun mal auch ein Foto. Wenn man sich nicht zeigen will, wozu braucht man dann ein Profil?“

LinkedIn ist ja keine Kandidaten-Datenbank und sollte auch nicht so verstanden werden. LinkedIn ist ein soziales Netzwerk, sowie Facebook, das die Relevanz von Gesichtern ja schon im Namen trägt.

Wie sollte eine Führungskraft mit Jobs umgehen, welche länger in der Vergangenheit liegen? Sagen wir, Jobs aus den 90-igern und davor?

Irina Hagen: Das kommt darauf an, was man in der Zwischenzeit gemacht hat und wie relevant die Erfahrung für zukünftige Jobs ist. Ein Profil soll ja zeigen, wer man ist und da kann es interessant sein, wie man die Person geworden ist, die man heute ist und zukünftig werden will. Was hat Einstellungen und Erfahrungen geprägt?
Was ist heute für diese Person noch relevant? Und dann stellt sich die Frage, warum etwas, das so lange in der Vergangenheit ist, heute noch relevant ist.
Gerade, wenn jemand den Job wechselt, will man sich vielleicht auch oft etwas anders aufstellen, dann sollte man das alte loslassen, also weglassen.

Wie empfindest Du Lücken im Lebenslauf? Wie formuliert man diese am schlausten in seinem Online-Profil?

Irina Hagen: „Du hast da ne Lücke im Lebenslauf – Ja, war geil!“ Ein Online-Profil ist ja kein Lebenslauf. Das bildliche Profil eines Menschen zeigt auch nicht die volle Persönlichkeit.
Das LinkedIn-Profil soll Profil zeigen, etwas woran man hängen bleibt. Ein Online-Profil (anders wie der Lebenslauf) hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Also nur das reinschreiben, was für das Profil, die (berufliche) Persönlichkeit wichtig ist.
Hat man sich bewusst für eine Auszeit entschieden, dann gehört es zur Persönlichkeit. Hat man die Auszeit (egal ob freiwillig oder nicht) genutzt, um einen neuen Weg einzuschlagen, dann gehört es zum Profil.
War man mal ein paar Monate arbeitslos, ohne dass das die Identität sonderlich beeinflusst hat, kann man es rauslassen. Es lenkt sonst nur von wirklich wichtigen Stationen ab.
Im Online-Profil sind die tatsächlichen Fähigkeiten erstmal nicht so relevant. Interessant sind die Dinge, welche man gelernt, vertieft und als wichtig erachtet hat.

„Ein Lebenslauf dagegen ist eine Auflistung von Entscheidungen, Erfolgen und Irrwegen. Hier gehört es zur Vollständigkeit, aber nicht unbedingt im Online-Profil, das ja erstmal nur neugierig und „Lust auf mehr“ machen soll, eben eine Einladung zum Gespräch bieten soll.“

Was kannst Du zur Anzahl der Kontakte aussagen? Achtest Du auf diese Zahlen oder ist diese Kennzahl +500 oder weniger für Dich eher nebensächlich? 

Irina Hagen: Alle Extreme sind eher schlecht. Sehr wenige Kontakte zeigen, dass jemand entweder nicht sonderlich beliebt ist oder das Netzwerken noch nicht verstanden hat. Beides ist bei der Jobsuche, vor allem in der heutigen Zeit, nicht sehr förderlich. Zu viele Kontakte kann bedeuten, dass man auch mal wahllos Personen in sein Netzwerk aufnimmt, ohne auf die Qualität des Kontakts zu achten. Interessant sind die Auswahl und die Konsistenz der Kontakte. Auf welchen Ebenen arbeiten die Kontakte, in welchen Funktionen und Branchen?
Es ist zwar ein altmodischer Spruch, trägt aber immer noch viel Wahrheit in sich: Sag mir wie Dein Umfeld ist und ich sage Dir, wer Du bist.

Du siehst zwei Profile. Beide sind vollständig und die Qualifikationen entsprechen der gesuchten Position. Ein Mitglied hat den Job in den letzten Jahren häufiger gewechselt, ein anderer war seit 2000 im gleichen Unternehmen tätig. Würdest Du beide zum Gespräch einladen oder wen würdest Du bevorzugen? 

Irina Hagen: Das kommt auf den Inhalt drauf an. Interessant ist hier der „Track Record“. Was hat jemand in einem bestimmten Zeitraum erreicht. Häufige Jobwechsel sind in der heutigen Zeit kein Makel mehr, so lange dahinter überlegte Entscheidungen stehen bzw. nachvollziehbare externe Gründe.
Hat die Person in 18 Jahren eine Richtung gehabt, verschiedene Tätigkeiten ausgeübt bzw. in einer Position / Funktion gearbeitet, die sich stark gewandelt hat, spricht es dafür, dass man sich mitentwickelt hat. Hat man mehrere „parallele moves“ gehabt, hat man also das Gleiche in grün gemacht, sieht das nicht unbedingt nach Entwicklung aus.
Dazu kommt die jeweilige Kultur der Unternehmen. In welcher Umgebung fühlt man sich wohl? 18 Jahre im gleichen Unternehmen spricht dafür, dass man sich dort wohlfühlt. Die Argumentation „Ich will mal etwas Anderes machen“ sollte man dann bei einem Jobwechsel nicht als oberste Priorität anbringen, da dies unglaubwürdig erscheint. Ich achte darauf, in welche Unternehmen hat man gewechselt hat und ob ein Muster erkennbar ist.

Was kannst Du zusammenfassend noch für die Leser sagen. Worauf sollten Jobsuchende ganz besonders in Ihrem Profil achten? 

Irina Hagen: Ein echtes Profil zeigen. Es geht weniger um die Hard Skills, sondern um das, was man mit seinen Fähigkeiten erreichen kann und will.
Viele machen den Fehler, dass sie bei der Jobsuche sehr vergangenheitsorientiert sind, dabei geht es ja darum, was man wo mit wem zukünftig machen will.
Welche eigenen Ziele hat man? Wer will man sein? Wofür, also für welches höhere Ziel, will man arbeiten. Was ist die Motivation für den neuen Job? (Kleiner Tipp: Geld verdienen ist kein Ziel, sondern nur Mittel zum Zweck.)
Was bringt man mit, welche Fähigkeiten, Erfahrungen, Attitüden, die einem dabei helfen, diese Ziele zu erreichen. Für mich als Recruiterin ist interessant, ob jemand „nur verzweifelt irgendeinen Job sucht“ oder ob die Person wirklich weiß, was sie will.
Was zieht sich durch die beruflichen Stationen wie ein roter Faden? Und es gibt immer einen roten Faden, selbst bei sehr unkonventionellen Karrierewegen. Was ist der kleinste gemeinsame Nenner, aller Positionen und Funktionen?
Abraten würde ich von Selbsteinschätzungen in der Persönlichkeitsbeschreibung. Wenn der Leser, das auf den ersten Blick anders sieht, hat man schon verloren. Ob jemand offen, ehrgeizig, vertrauensvoll, motiviert, teamfähig, kreativ, innovativ, etc. ist, entscheidet das Gegenüber. Und wer würde das nicht von sich behaupten? Daher sollte man dem Leser möglichst viel Informationen geben, damit dieser selbst zur gewünschten Einschätzung kommt.

Vielen Dank für Deine Einblicke in das Lesen von LinkedIn-Profilen. Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben, schreiben Sie gerne einen Kommentar.

Wie lösche ich eine ungenutzte Unternehmensseite auf LinkedIn?

Ihnen ist aufgefallen, dass es bereits eine Unternehmensseite für Ihr Unternehmen auf LinkedIn gibt? Diese Seite existiert parallel zur offiziellen Unternehmensseite, die Schreibweise des Titels ist wahrscheinlich nur minimal anders? Ihre Seite wird regelmäßig mit Updates versorgt und hat bereits Follower gesammelt. Sie möchten sicherlich vermeiden, dass Interessenten auf der falschen Seite landen und verwirrt werden. Der beste Weg ist es, diese „tote“ Seite zu löschen. Die Frage ist nur, wie das gehen soll, wenn man selbst keine Zugangsdaten hat.

Hierfür empfiehlt es sich, sich mit dem Kundendienst von LinkedIn in Verbindung zu setzen und um Tipps zur Vorgehensweise zu bitten. Dieser erkennt auch, ob die Seite automatisch angelegt worden ist oder nicht.

Kürzlich konnte ich für einen Kontakt eine ungenutzte Unternehmensseite wie folgt deaktivieren. Eventuell hilft Ihnen diese Beschreibung auch weiter.

Eine wichtige Information vorab. Um als Mitarbeiter des Unternehmens anerkannt zu werden, sollten zwei Voraussetzungen erfüllt werden:

  1. Der Mitarbeiter verfügt über eine E-Mail-Adresse mit dem gleichen Namen wie der Titel der Unternehmensseite lautet und
  2. er hat das Unternehmen unter dem aktuellen Job gelistet bzw. sich mit der Seite verknüpft.

Genau das hat der Mitarbeiter, welcher aktuell beim Unternehmen tätig ist, befolgt. Als Nächstes konnte er auf die ungenutzte Unternehmensseite gehen und oben rechts über die drei Punkte (Menü) die Rechte für diese Seite beantragen. Man wird um eine Bestätigung gefragt, ob man als offizieller Vertreter des Unternehmens berechtigt ist, die Seite im Namen des Unternehmens zu erstellen. 

 

Wenn dies mit einem Klick bestätigt worden ist, kann man über die Administratorfunktion auf der Unternehmensseite, sich selbst zum Administrator ernennen. Dank dieser Funktion ist man berechtigt, die Seite zu deaktivieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschließend stellt der Mitarbeiter sicher, dass unter Berufserfahrung, die „richtige“ Unternehmensseite eingetragen wird, so dass eine korrekte Verknüpfung vorliegt.

Wenn Sie diese Schritte in der angegeben Reihenfolge abarbeiten, ist eine Unternehmensseite, welche nicht mehr genutzt wird, in wenigen Schritten nicht mehr sichtbar.

Sie haben weitere Fragen zu Unternehmensseiten auf LinkedIn? Hier gibt es Termine für das nächste Webinar zum Thema Unternehmensseiten. Oder senden Sie mir eine E-Mail an friederike@socialmediainternational.de und wir vereinbaren einen individuellen Beratungstermin.

 

Foto: www.pixabay.de

Wo zeige ich im LinkedIn-Profil, dass ich gerade auf Jobsuche bin?

Am 30. Juni war ich mit meinen LinkedIn-Kurzberatungen auf der Karrieremesse job40plus in München tätig und wurde häufiger gefragt, wo und was man ins LinkedIn-Profil reinschreiben sollte, wenn man sich gerade auf Jobsuche befindet. 

Ihr oberstes Gebot sollte immer sein, einen authentischen Eindruck zu hinterlassen und keine falschen Angaben zu treffen. Ich berate immer im Hinblick auf die Auffindbarkeit des Profils, damit Sie von neuen Arbeitgebern gefunden werden. Gleichzeitig sollten nicht nur Keywörter im Profil stehen, sondern es sollte sich auch gut lesen lassen und auf einen Blick zeigen, wofür Sie stehen.

Sie haben auf LinkedIn verschiedene Möglichkeiten, um auf Ihre aktuelle Jobsuche aufmerksam zu machen. Mit diesem Beitrag erhalten Sie fünf Möglichkeiten, welche Sie sofort umsetzen können. Einige sagen auf den ersten Blick, in welcher Situation Sie gerade sind, andere zeigen es eher versteckt. Wofür Sie sich entscheiden hängt sicher von der Dringlichkeit Ihrer Jobsuche ab und wie lange Sie bereits arbeitslos sind.

Abzuraten ist, den ehemaligen Arbeitgeber noch über Monate im Profil stehen zu lassen. Auch wenn man das häufiger sieht, hinterlässt es keinen guten Eindruck.

Auch wenn Sie auf Jobsuche sind, sind Sie Experte auf einem bestimmten Gebiet. Zeigen Sie das! Schreiben Sie deshalb lieber eine Jobbezeichnung/ Ihren Studiengang in Ihren Profil-Slogan als dass Sie dort schon auf die aktuelle Jobsuche hinweisen. 

Meine fünf Tipps, wo Sie das Thema Jobsuche am besten unterbringen können

1. Sie erstellen eine neue Station einer Berufserfahrung und schreiben in das Arbeitgeberfeld rein, dass Sie derzeit auf der Suche nach einem neuen Job sind. Beachten Sie, dass sich LinkedIn den aktuellen Arbeitgeber nach oben zieht. Sie können schreiben „Looking for a new challenge“, dann steht es auch ganz oben im Profil. So wie hier.

 

2. Sie möchten es lieber etwas diskreter? Sie könnten ebenfalls eine neue Staion der Berufserfahrung anlegen und Sie schreiben den „Jobsuche-Hinweis“ in das Feld der Position, also ganz oben. Man wird diese Information erst beim Runterscrollen in Ihrem Profil entdecken. Es kann da wie folgt aussehen:

 

Hier könnten auch einige aktuelle Aktivitäten oder Weiterbildungen, welche Sie im Laufe der Jobsuche absolviert haben, aufgelistet werden. Die wenigsten sitzen faul auf dem Sofa, sondern buchen Kurse, welche es wert sind, erwähnt zu werden.

3. Eine noch zurückhaltendere Möglichkeit ist es, dass Sie einen Endtermin zum letzten Job eintragen und keine neue Position eintragen. Zusätzlich könnten Sie im Text der Zusammenfassung auf die Jobsuche hinweisen.

4. Oder Sie machen in der Zusammenfassung auf die Jobsuche aufmerksam. Auffallen wird es, wenn Sie es gleich zu Beginn des Textes unterbringen. Wenn man auf Ihr Profil geht, wird man den von Ihnen formulierten Hinweis angezeigt bekommen. Hier ein Beispiel, wie es aussehen kann:

 

5. Ziemlich unauffällig ist es, wenn Sie Ihren aktuellen Wechselwunsch in die Zusammenfassung schreiben, aber ganz am Ende. Als „Call-to-Action“, wie z.B. Ich befinde mich aktuell auf der Suche nach einer neuen Tätigkeit als XXXX. Wenn Sie mehr über mich und meine berufliche Erfahrung erfahren möchten, kontaktieren Sie mich unter XXX E-Mail-Adresse.“

Möglich sind auch Kombinationen aus den oben erwähnten Möglichkeiten.

Welche Formulierung passt am besten?

Häufig liest man im Deutschen:

  • Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung
  • Offen für neue Herausforderung
  • Account Manager auf Jobsuche
  • Suche eine neue Tätigkeit im Bereich XXX
  • Aktuell auf Jobsuche in Stadt XXX

Ihr Profil ist auf Englisch angelegt und Sie suchen auf internationaler Ebene? Hier habe ich einige englische Formulierungen für Sie:

  • Looking for a new challenge,
  • Open for a new challenge
  • Unemployed and Looking for Work
  • IT Manager seeking work
  • Account manager available for new opportunity
  • Marketing Professionell in transition
  • PR Manager currently exploring options

Schreiben Sie mir, für welche Variante Sie sich entschieden haben und warum. Ich freue mich über Ihren Kommentar im Blog.

Sie benötigen weitere Anregungen für ein professionelles LinkedIn-Profil? Gerne berate ich Sie individuell und erstelle die passenden Texte. Hier können Sie sich über mein Angebot informieren.

7 Tipps zur Auswahl des perfekten Hintergrundbildes auf LinkedIn

Haben Sie Ihrem Profil schon eine persönliche Note verliehen, indem Sie ein ganz persönliches Hintergrundbild hinzugefügt haben?
Kürzlich wurden die Abmessungen für das Hintergrundfoto auf LinkedIn verändert. Es darf nun etwas schmaler (1584 x 396 pixel) sein und es wird weniger vom eigentlichen Profil verdeckt. Ich finde die neuen Abmessungen recht praktisch, denn ich konnte ein Foto von mir einfügen, was vorher nicht möglich war. Schauen Sie mal hier:

Möchten Sie auch ein neues Hintergrundbild hochladen und etwas Farbe ins Profil bringen? Auf LinkedIn können Sie Fotos, Videos und PDFs auch bei einem Basis-Account hinzufügen während bei XING für ein schickes Portfolio mit Bildern ein Premium-Mitgliedschaft notwendig ist. Machen Sie Gebrauch von dieser Gelegenheit und heben sich von anderen Mitgliedern ab.

Hier finden Sie meine 7 Tipps zum Einrichten des Hintergrundbildes:

  1. Die Grafik sollte im JPG, GIF oder PNG-Format sein und nicht größer als 4 MB sein.
  2. Die von LinkedIn empfohlene Größe ist 1584 x 396 pixel.
    Wenn Sie Schrift unterbringen wollen, dann am besten nicht im unteren Teil des Bildes.
  3. Zeigen Sie Persönlichkeit mit einem individuellen Bild.
  4. Arbeiten Sie mit den Farben, welche zu Ihrem Corporate Design passen.
  5. Achten Sie darauf, dass Sie die Bild-Rechte für das Foto haben.
  6. Bearbeiten lassen sich eigene Fotos gut auf Picmonkey oder Canva. Und seit August 2017 kann man sein Bild auf LinkedIn zuschneiden, anpassen und Filter wie schwarz-weiß oder leuchtend einrichten.
  7. Auf mobilen Geräten schaut das Hintergrundfoto wieder anders aus. Also, prüfen Sie lieber vorab, wie es dort angezeigt wird und ggf. passen Sie es entsprechend an.

Wählen Sie etwas aus, was zu Ihnen, Ihrer Person, Ihrem Beruf oder Freizeitinteressen am besten passt. Lassen Sie sich von meinen Beispielen inspirieren:

  • Wer in der Musikbranche tätig ist, könnte etwas mit Noten auswählen.
  • Eine Texterin findet sicher ein Bannerbild mit Büchern, Texten oder Buchstaben.
  • Der Eventmanager kann ein Bild von sich auf einem Messestand zeigen.
  • Eine Führungskraft welche seit 20 Jahren in der Automobilbranche arbeitet, findet sicher ein Hintergrundfoto welches zur Branche passt, Autos zeigt, Fabrikhallen im Hintergrund zu erkennen sind.
  • Schön sind auch Bilder mit Landschaften wie Berge, Blick aufs Meer, Aussichtspunkte oder die Skyline der Lieblings- oder Heimatstadt. Inspirationen finde ich meist auf Seiten wie https://linkedinbackground.com/ und https://unsplash.com/.

Einige Unternehmen stellen für ihre Mitarbeiter ein Hintergrundfoto in den Unternehmensfarben/ CI zur Verfügung oder geben Vorgaben, was erlaubt ist und was nicht.

Sie haben Fragen zu Ihrem Profil? Kontaktieren Sie mich unter friederike@socialmediainternational.de und wir vereinbaren ein Termin zur Profiloptimierung für Ihre Job- oder Kundensuche.

Neue Sicherheitseinstellung für Ihr öffentliches LinkedIn-Profil

Rein zufällig habe ich am Montag in einem Kunden-Profil die folgende neue Einstellung für öffentliche LinkedIn-Profile entdeckt.

Während Sie früher Ihr öffentliches LinkedIn-Profil jedem (sprich, wer über die Google-Suche etc) nach Ihnen gesucht hat) oder halt niemandem zeigen konnten, kann dies jetzt differenziert werden. Wer nicht wollte, das jeder aus der Öffentlichkeit alle Bereiche im LinkedIn-Profil einsehen konnte, hat beispielsweise die Details zur Berufserfahrung, Ausbildung, Kenntnisse, das Profilfoto und vieles mehr einfach nicht anzeigen lassen.

Heute können Sie hier differenzieren. Sie haben die Möglichkeit, dass entweder

  • nur Ihre Kontakte (Kontakte 1. Grades),
  • Ihr Netzwerk (Kontakte, 1., 2. und 3. Grades)
  • allen LinkedIn-Mitgliedern oder
  • der kompletten Öffentlichkeit (zusammengesetzt aus allen LinkedIn-Mitgliedern und Personen, die Sie über Suchmaschinen wie Google gefunden haben).

die Details Ihres Profils angezeigt werden, welche Sie ausgewählt haben.

Wie können Sie diese Einstellungen ändern?

Gehen Sie oben rechts auf Ihr Bild und klicken auf „Datenschutz & Einstellungen“, dann in der Mitte auf Datenschutz und „Ihr öffentliches Profil bearbeiten„. Auf der rechten Seite können Sie die entsprechenden Einstellungen vornehmen.

Die für mich logische Einstellung ist, dass mein Profil für mein persönliches Netzwerk komplett einsehbar sein darf. Daher habe ich Folgendes angeklickt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie sind auf Jobsuche?

Wenn Sie derzeit auf Jobsuche sind, macht es mehr Sinn, das LinkedIn-Profil für ein größeres Netzwerk freizugeben, damit z.B. Recruiter Einblicke in Ihre Expertise etc bekommen. In dem Fall ist es empfehlenswert, auf „Alle LinkedIn-Mitglieder“ zu klicken.

Sie sind bereits gut vernetzt und es ist nicht in Ihrem Interesse, viele Details an ein größeres Netzwerk freizugeben? Hier kann es ausreichen, das komplette Profil nur für die eigenen Kontakte freizugeben.

Sie entscheiden und es ist jederzeit wieder änderbar.

 

Foto: Pixabay

So lassen Sie sich auf LinkedIn empfehlen!

Mit einem gut ausgefüllten LinkedIn-Profil inklusive einiger Empfehlungen können Sie die Aussagekraft Ihres Profils steigern. Egal ob Sie nun auf Jobsuche sind oder etwas für Ihr Personal Branding als Führungskraft oder selbständiger Berater tun möchten, Empfehlungen machen sich sehr gut in Ihrem Profil. Meiner Meinung nach sollten Sie für Ihren aktuellen Job als auch für die letzten zwei Positionen, jeweils einige Empfehlungen hinzufügen bzw. hinzufügen lassen. Für Jobs, welche 10 Jahre oder länger her sind, halte ich es für weniger relevant.

Gerade wenn Sie auf Jobsuche sind, ist es besonders interessant, dass Ihr LinkedIn-Profil für Recruiter sichtbar ist und Sie anhand der richtigen Keywörter gefunden werden. Wenn Sie Empfehlungen erhalten haben, welche auch noch die Keywörter enthalten, welche Sie bereits in Ihrer Zusammenfassung, in der Berufserfahrung angegeben haben und nach welchen ein Recruiter sucht, ist das ein weiterer Bonuspunkt um in den Suchergebnissen recht weit oben gerankt zu werden.

So bitten Sie einen Kontakt um eine Empfehlung

Sie gehen dazu in das LinkedIn-Profil der Person, welche Sie bitten möchten. Rechts neben dem Bild klicken Sie auf die drei Punkte. Es öffnet sich das folgende kleine Menü-Fenster:

Klicken Sie auf „Bitten Sie um eine Empfehlung“ und es öffnet sich ein neues Fenster, wo Sie den Job auswählen können, für welchen Sie sich empfehlen lassen möchten und wie Sie zu der Person standen (als Vorgesetzter, Mitarbeiter, Geschäftspartner etc).

Schreiben Sie eine kurze, nette und vor allem personalisierte Notiz an die Person, welche Sie empfehlen soll. Wichtig ist, dass Sie mit der Person wirklich zusammengearbeitet haben und sie in der Lage ist, eine aussagekräftige Empfehlung zu schreiben.

Gut zu wissen: Mit dem neuen Interface werden die Empfehlungen leider nicht mehr direkt unter dem jeweiligen Job eingeordnet. Profil-Besucher müssen etwas weiter nach unten scrollen, um sie zu finden. Auf den ersten Blick sieht der Besucher Ihres Profils die beiden aktuellsten Empfehlungen, klickt er auf „2 weitere Empfehlungen anzeigen“, sieht er mehr. Übrigens, direkt daneben gibt es ein Feld, wo ersichtlich ist, welche Empfehlungen Sie anderen bereits erteilt haben. Wer kann Ihre Empfehlungen sehen? Ihre direkten Kontakte, aber auch Kontakte 2. und 3. Grades, vorausgesetzt, sie sind bei LinkedIn angemeldet. Wer außerhalb dieses Netzwerkes ist, kann sie nicht einsehen.

Schreiben Sie Empfehlungen für andere

Wenn Sie Empfehlungen für andere schreiben möchten, gehen Sie ebenfalls in das Profil der jeweiligen Person. Klicken auf die drei Punkte rechts und wählen ganz unten aus: „Max Müller empfehlen„.

Ein neues Formular öffnet sich und Sie können es Schritt für Schritt ausfüllen. Hier, in dem „Empfehlungsmanager“ finden Sie auch die anderen bereits erhaltenen Empfehlungen, gesendete Empfehlungen etc.

Geben kommt vor Nehmen, daher ist es immer eine gute Idee, selber pro-aktiv Empfehlungen zu schreiben. Schreiben Sie diese vorab in einem Word-Dokument, damit Sie per Rechtschreibprüfung sicherstellen können, dass sich keine Fehler eingeschlichen haben. Beim Formulieren sollten Sie auf typische „Worthülsen“ verzichten. Schreiben Sie anhand von Beispielen, welchen konkreten Erfolg der Empfohlene erreicht hat, dank seiner professionellen Arbeitsweise, seines Engagements. Je nachdem in welcher Position/ welche internationale Ausrichtung der empfohlene hat, kann eine Empfehlung in englischer Sprache sehr hilfreich sein.

Ihnen gefällt etwas nicht an der Empfehlung? Oder Sie möchten etwas hinzufügen lassen? Wenn Sie im Empfehlungsmanager auf „erhalten“ gehen, sehen Sie die Liste der bereits erhaltenen Empfehlungen und können beim Schreiber des Textes um eine Änderung bitten. In diesem Bereich können Empfehlungen auch ausgeblendet werden. Nur, weil sie gerade nicht gefallen oder relevant sind, müssen sie ja nicht gleich gelöscht werden.

7 Wege, um Ihre Karriere mit LinkedIn voranzutreiben

Das neue Jahr liegt vor uns. Auch Sie haben sich viel vorgenommen. Neben mehr Sport und gesünderer Ernährung möchten auch Sie gezielter an Ihrer Karriere arbeiten? Vielleicht steht demnächst ein Wechsel an und Sie möchten sich langsam darauf vorbereiten?

LinkedIn ist das weltweit größte Business-Netzwerk und nicht nur ich bin der Meinung, dass es sich bestens zur Karriereplanung für Social-Media-Neulinge und Fortgeschrittene eignet. Auf dieser Plattform wird das professionelle Netzwerken großgeschrieben und es bietet viele, oft unbekannte Funktionen, welche Sie den richtigen Kontakten oder dem Wunsch-Job näher bringen können.

Die Zeit, die Sie auf LinkedIn verbringen, ist selten verschwendete Zeit, was bei anderen Netzwerken schon eher der Fall sein kann. Hier finden Sie eine gut ausgebildete, hoch motivierte Zielgruppe. LinkedIn gehört zu den Netzwerken, wo die Nutzungsrate unter den über 50-Jährigen höher ist als bei den 18-29-Jährigen. Sprich, sie kommunizieren häufig direkt mit den Entscheidungsträgern.

Viele Recruiter nutzen LinkedIn und die Mitgliedszahlen zeigen seit Jahren einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. In der Region DACH zählt LinkedIn bereits 9 Millionen Mitglieder. Viele von ihnen sind größtenteils in DAX-Unternehmen tätig und wollen, so wie Sie, beruflich weiter vorankommen.

Wie können Sie nun LinkedIn gezielt in Ihre Karriereplanung einbeziehen?

1) Vollständiges LinkedIn-Profil

Sie sollten als Erstes ein professionelles LinkedIn-Profil erstellen oder Ihr bisheriges Profil auf den neusten Stand bringen. Achten Sie darauf, die richtigen Einstellungen und Bereiche auszufüllen, um Ihre Sichtbarkeit auf LinkedIn zu steigern.

Denken Sie an ein aktuelles professionelles Foto und kümmern Sie sich darum, dass Sie Ihr Profil möglichst vollständig ausfüllen.

Für welche Themen stehen Sie? In welchen Bereichen Sind Sie Experte? Verwenden Sie in den verschiedenen Bereichen Ihres Profils Keywörter, welche üblicherweise bei der Online-Suche verwendet werden. Lassen Sie sich dabei von branchen-spezifischen Beispielen und durch Stellenausschreibungen inspirieren.

Viele hilfreiche Tipps zum schnellen Umsetzen erhalten Sie in meinem Leitfaden oder in meinem Webinar, welches ich am Dienstag, den 17. Januar 2017 ab 10 Uhr halten werde.

2) Machen Sie Ihr Profil öffentlich

Stellen Sie sicher, dass Ihr LinkedIn-Profil auch über die Google-Suche gefunden werden kann. Neue Messekontakte, Recruiter, Kooperationspartner könnten Sie dadurch vor oder nach einem Meeting bereits auf LinkedIn finden. Wenn Sie sich bereits bemüht haben, dass Ihr Profil professionell ausgefüllt worden ist, ist das Öffentlich-Machen Ihres Profils der nächste logische Schritt. Dazu gehen Sie in den Bereich „Datenschutz und Einstellungen“ und wählen unter Datenschutz aus, ob Ihr Profil auch in Suchmaschinen angezeigt werden soll (wenn andere Personen nach Ihnen auf Yahoo, Google, Bing etc suchen). Sie können selbst entscheiden, ob jeder Bereich Ihres Profils öffentlich sein soll. So können Sie z.B. sagen, dass Ihr Foto, Ihre Ausbildung und Empfehlungen nur für Ihre Kontakte sichtbar sind, die anderen Bereiche auch öffentlich sichtbar sind. Weitere Informationen finden Sie auch in der LinkedIn-Hilfe.

3) Ihr Netzwerk strategisch ausbauen

Machen Sie es sich im neuen Jahr zur Gewohnheit, strategisch neue Kontakte auf LinkedIn zu finden.

  • Wenn Sie recht neu dabei sind, starten Sie am besten mit den ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten. Wer hat Sie besonders inspiriert? Wer war damals schon ein angenehmer Gesprächspartner? Senden Sie diesen Personen eine personalisierte Kontaktanfrage.
  • Schauen Sie unter Alumni, wen Sie aus Studienzeiten noch kennen könnten.
  • Wählen Sie aus den bekannten Gesichtern unter „Personen, die Sie vielleicht kennen“.

Bleiben Sie dran. Finden Sie heraus, ob es für Sie einfacher ist, das „Vernetzen“ täglich vorzunehmen oder einmal die Woche. Wichtig ist es, sich eine persönliche Routine zu überlegen, welche Sie über einen langen Zeitraum durchhalten können und Ihr professionelles Netzwerk wachsen zu lassen.

4) Expertenstatus aufbauen

Der erste Schritt hierfür ist ein gut ausgefülltes LinkedIn-Profil, welches auf den ersten Blick zeigt, in welchem Bereich Sie Experte sind. Dabei helfen Ihnen die Keywörter unter 1.. Als nächstes sollten Sie dafür sorgen, dass Sie sich mit eigenen und fremden Beiträgen auf LinkedIn regelmäßig zu den Keywort-Themen in Erinnerung bringen. Dazu gehören die Status Updates, welche in der Timeline Ihrer Kontakte und anderer LinkedIn-Nutzer erscheinen. Zusätzlich können Sie auch eigene Longform-Artikel publizieren, in welchen Sie Ihre Expertise zum Ausdruck bringen. Klickt ein neuer Kontakt, ein Recruiter oder anderes Mitglied auf Ihr LinkedIn-Profil, wird er Ihre Beiträge sehen und einen weiteren Eindruck von Ihrer Tätigkeit erhalten. Wie Sie selbst Artikel schreiben und auf LinkedIn posten können, erfahren Sie auch im folgenden Artikel.

5) Online und Offline über LinkedIn kommunizieren

Nutzen Sie die Möglichkeiten auf LinkedIn, um mit Ihren Kontakten in Kontakt zu bleiben. Meine drei Favoriten sind:

  • Das Bestätigen von Kenntnissen. Gehen Sie dazu auf die Kenntnisse einiger Kontakte und bestätigen Sie die Kenntnisse, welche Sie beurteilen können.
  • Bringen Sie sich mit persönlichen Nachrichten bei einigen Kontakten in Erinnerung, indem Sie sie über eine anstehende Dienstreisen informieren und sich auf einen Kaffee verabreden möchten.
  • Schreiben Sie Kontakte an, wenn Sie etwas Interessantes über sie in der Timeline gelesen haben. Auch das Gratulieren zum Geburtstag oder zum Firmenjubiläum kann eine Gelegenheit sein, sich mal wieder auszutauschen, sich zu verabreden und sich auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen.

Setzen Sie sich zum Ziel jede Woche 10-15 solcher Nachrichten zu schreiben.

6) Aktiv nach Jobs Ausschau halten

Unter der Rubrik „Jobs“ haben Sie die Gelegenheit, nach Jobs in Ihrem Bereich zu suchen. LinkedIn erlaubt es, die „Suchen“ zu speichern und sich, wenn es neue Ergebnisse gibt, informieren zu lassen.

Wenn Sie aktiv auf Jobsuche sind, sollten Sie das in meinem Blogartikel „Sie sind auf Jobsuche: Diese LinkedIn-Funktion sollten Sie kennen“ beschriebene Formular kennen und ausfüllen. Es hilft Ihnen, von Recruitern gezielter mit Jobangeboten angesprochen zu werden. Und Sie können damit zum Ausdruck bringen, dass Sie zwar an neuen Jobs interessiert sind, es aber noch nicht ihrem momentanen Arbeitgeber sagen möchten.

7) Lebenslanges Lernen

Kein Ratgeberbuch wird es verschweigen: Ohne lebenslanges Lernen wird es nichts mit der Karriere. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen, auch wenn es im Unternehmen nur selten angeboten wird. Werden Sie selbst aktiv und melden Sich für Workshops an, welche Sie im neuen Jahr besser dastehen lassen.

LinkedIn kann mit seiner Video-Plattform interessanten Input liefern. Hier kommen Premium-Mitgliedschaften wie z.B. Job-Seeker ins Spiel, welche Ihnen die Nutzung der Online-Lern-Videos erlauben. Schauen Sie mal hier genauer um. Sei es das Thema Präsentieren und Rhetorik, Zeitmanagement, Führungskompetenzen, SEO: Sie bekommen Zugriff auf professionell erstellte Lernvideos.

Denken Sie bei all den Aktivitäten, dass Sie nicht heute sofort davon profitieren werden. Gut Dinge will Weile haben. Langfristig gesehen, werden Sie durch die verstärkte Nutzung von LinkedIn Ihre Reichweite steigern, häufiger in den Suchergebnissen bei anderen Mitgliedern und/ oder Recruitern angezeigt werden und durch die neuen, hilfreichen Kontakte mit den richtigen Personen auch an neue Karrieremöglichkeiten gelangen. Selbst wenn Sie heute mit Ihrem Job zufrieden sind und gar nicht an einen Wechsel denken möchten. Denken Sie auch schon an Morgen. Mit den richtigen Kontakten im Hinterhalt werden Sie a) einen besseren Job machen können und b) bei einer späteren Jobsuche ggf. höhere Chancen haben, schneller an Ihren Wunsch-Job zu gelangen.

Informieren Sie sich auch über meine weiteren Artikel welche ich gezielt für Jobsuchende geschrieben habe.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Umsetzen meiner 7 Tipps, um mehr aus LinkedIn für Ihre persönliche Karriereplanung herauszuholen!

 

Foto: www.pixabay.com 

 

Sie sind auf Jobsuche? Diese LinkedIn-Funktion sollten Sie kennen!

LinkedIn verbessert regelmäßig seine Funktionen. Gerade für Jobsuchende gibt es jetzt eine Neuerung, welche auch für Sie interessant sein könnte. Sie finden im Bereich „Jobs“ eine extra Seite mit Einstellungen, welche Sie treffen können, um Recruitern noch mehr Informationen über Ihre Jobsuche zu geben.

Gehen Sie dazu auf den Reiter „Jobs“:

Als nächstes klicken Sie in der Job-Rubrik auf „Einstellungen aktualisieren“ (relativ klein, lila-farbene Schrift).

Ein neues Formular öffnet sich und über den Schiebeschalter „An/ Aus“ können Sie Recruiter wissen lassen, dass Sie verfügbar sind.

Ich halte das für besonders nützlich, wenn Sie sich auf passiver Jobsuche befinden. Sie möchten von Recruitern gefunden werden, aber Ihre Mitarbeiter oder Vorgesetzten sollten nicht mitbekommen, dass Sie offen für neue Stellen sind. Wenn Sie auf „An“ schalten, sollte Ihr aktueller Arbeitgeber bzw. die Recruiter, welche für ihn arbeiten, nicht erfahren, dass Sie an neuen Angeboten interessiert sind. Nur Recruiter, die für den Service zahlen, erhalten die Informationen. Wenn LinkedIn Recruiter identifiziert, welche für Ihr Unternehmen arbeiten, werden diese die Informationen nicht erhalten. Allerdings behält sich LinkedIn vor, dass sie nicht garantieren können, dass sie jeden mit dem Unternehmen verbundenen Recruiter identifizieren können. Eine genauere Erläuterung gibt es hier unter der LinkedIn-Hilfe.

Auf der gleichen Seite können Sie noch weitere Einstellungen auswählen. Dazu gehören:

  • Wo möchten Sie gerne arbeiten?
  • Was ist Ihre Berufsbezeichnung, wie berufserfahren sind Sie/ sind Sie bereits Geschäftsführer?
  • Wählen Sie Ihre Wunsch-Branchen aus. Die von LinkedIn gemachten Vorschläge beruhen auf Ihren Eintragungen im Bereich der Berufserfahrung.
  • Geben Sie an, wie groß Ihr Wunsch-Unternehmen sein sollte? Wählen Sie zwischen Ein-Personen-Unternehmen und großen Konzernen mit 10.001+ Mitarbeitern.
  • Wenn Sie sich auf Stellenanzeigen bewerben, können Sie mit einem Feld erlauben, dass die Jobinserenten Ihr vollständiges Profil einsehen können.

Möglicherweise werden Ihnen auch noch andere Fragen gestellt. Vor einigen Tagen habe ich gesehen, dass ich auch hätte angeben können, ob ich z.B. Vollzeitstelle, Teilzeit, Internship oder Freelance-Tätigkeit ausüben möchte oder welches meine Wunsch-Branchen sind.

Achtung: Wenn Sie auf oben bei der ersten Frage auf „An“ geklickt haben, erhalten Sie von LinkedIn eine E-Mail mit der Nachricht, dass Sie Ihre beruflichen Interessen teilen (und zwar für 90 Tage mit Recruitern). Rückgängig können Sie es machen, indem Sie den Schiebeschalter auf „Aus“ setzen.

Mit neuen Einstellungen mehr Erfolg bei der Jobsuche auf LinkedIn

Für Jobsuchende gibt es auf LinkedIn einige Möglichkeiten, sich so zu präsentieren, dass sie von Recruitern gefunden und angesprochen werden. Die Basis ist immer ein gut ausgefülltes Profil.

Eine vorübergehende Mitgliedschaft als Premium-Mitglied mit der „Job-Seeker-Mitgliedschaft“ kann Ihnen einige Vorteile bringen. Warum?

  • Sie erhalten InMails durch welche Sie selbst in Personalberaterin in Kontakt treten könnten oder sich mit einflußreichen Personen Ihrer Branche vernetzen könnten.
  • Sie erhalten mehr Details über Unternehmen. Nur mit der Mitgliedschaft erfahren Sie z.B. wie hoch die Fluktuationsrate in einem Unternehmen ist
  • Sie werden in den Suchergebnissen von Recruitern, welche nach besonderen Kenntnisse suchen, weiter oben angezeigt
  • Sie sehen, wer in den letzten 90 Tagen ihr Profil besucht hat und könnten sich mit diesen Mitgliedern vernetzen/ Nachrichten austauschen. Es könnten interessante Kontakte für Ihren Traumjob dabei sein.

Relevantere Job-Angebote erhalten

Des Weiteren können Sie weitere Einstellungen vornehmen, um über LinkedIn relevantere Job-Angebote zu erhalten. Gehen Sie dazu auf die Einstellungen der Job-Seite auf LinkedIn und füllen das Formular Ihren Bedürfnissen entsprechend aus.

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bildschirmfoto-2016-10-13-um-09-48-56Einstellen können Sie folgendes:

  • Wo möchten Sie arbeiten? Mehrere Regionen können hier ausgewählt werden.
  • Angabe zur Berufserfahrung. Sind Sie eher Berufseinsteiger, Berufserfahren oder bereits Director/ Geschäftsführer?
  • In welcher Branche würden Sie gerne arbeiten? Auch hier sind mehrere Angaben möglich. Basierend auf der bereits eingetragenen Berufserfahrung macht LinkedIn auch einige Vorschläge. Diese Angaben sind recht vage. Prüfen Sie diese genau und korrigieren Sie ggf.
  • Zuletzt ist es noch möglich, Angaben zur Wunsch-Unternehmensgröße zu treffen.

So wird es derzeit noch in vielen deutschsprachigen Profilen angezeigt. Aber LinkedIn entwickelt seine Plattform ständig weiter und hat bereits eine weitere neue Funktion in einigen Regionen dieser Welt eingeführt. LinkedIn „Open Candidates“ ist derzeit nur für Mitglieder in den USA, Australien und UK nutzbar. Weitere Regionen bzw. eine weltweite Einführung ist in Arbeit.

Was bietet Open Candidates seinen Nutzern?

  • Auswahl des Wunsch-Jobs. Sie können aus einem großen Angebot auswählen und z.B. Project Manager anklicken.
  • Auswahl des Job-Typs wie z.B. Vollzeitstelle, Teilzeit, Internship oder Freelance-Tätigkeit
  • Auswahl des gewünschten Ortes/ Region.
  • Wann können Sie mit dem neuen Job starten?
  • Ein kleines Fenster mit einem kurzen Text mit Informationen für Recruiter wie z.B. welche Positionen Sie besonders interessieren, welche Berufserfahrung Sie mitbringen. Es ist Platz für einige Sätze (300 Zeichen).

Das Beste an Open Candidates ist, dass Ihr aktuelles Unternehmen nicht sehen wird, dass Sie derzeit auf Jobsuche sind und diese Angaben getroffen haben. Ich denke, dass es dadurch vielen die „heimliche“ Suche etwas leichter macht. Parallel zum aktuellen Job können Sie in Ruhe die Fühler nach neuen Möglichkeiten ausstrecken, ohne, dass es Kollegen oder Vorgesetzte erfahren.

Schauen Sie sich auch dieses Video an, wo die neuen Funktionen von Open Candidates vorgestellt werden bzw. diesen Blogartikel von LinkedIn.

Sie sind unsicher, ob Ihr Profil alle notwendigen Informationen enthält? Lassen Sie mich einen Quick-Check Ihres LinkedIn-Profils durchführen. Gerne zeige ich Ihnen auch in einer Coaching-Stunde, wie Sie selbst ganz aktiv auf LinkedIn mehr für Ihr Personal Branding tun können.

Foto: Pixabay

Interview mit „Dein-Lebenslauf“: Was gehört heute unbedingt rein in den Lebenslauf?

Zum Erstellen der LinkedIn-Profile meiner Kunden bitte ich meist um einen aktuellen Lebenslauf. Dieser hilft mir, die wichtigsten Bereiche im Profil auszufüllen. Worauf man beim Erstellen des Lebenslaufes achten sollte und was besser weggelassen werden sollte, habe ich im Interview mit der Bewerbungsexpertin Britta Kiwit von „Dein-Lebenslauf“ herausgefunden:

Wie seid Ihr bei „Dein-Lebenslauf“ auf Eure Geschäftsidee gekommen?

Die Geschäftsidee kam ganz natürlich: Wir haben festgestellt, dass viele in der Bewerbungsphase unsicher sind, insbesondere wenn es um die eigenen Unterlagen geht. Was gehört tatsächlich alles noch in einen richtig guten Lebenslauf? Wie verfasse ich ein überzeugendes Anschreiben?

Hinzu kommt, dass die Formatierung eines Lebenslaufes so aufwändig und kompliziert ist, vor allem wenn der Umgang mit Word nicht gelernt ist. Bei so vielen Unsicherheiten sind die meisten Bewerber sehr dankbar, Unterstützung in der nervenaufreibenden Bewerbungszeit zu bekommen.

Wer sind Eure Kunden?

Grundsätzlich zählt zu unserer Zielgruppe jeder, der sich gerade im Bewerbungsprozess befindet und mit seinen Unterlagen aus der Masse herausstechen will. Am Anfang waren es vor allem Bachelor- und Masterabsolventen, die unseren Service in Anspruch genommen haben.

Mittlerweile bekommen wir Aufträge aus allen möglichen Branchen und von Personen mit den verschiedensten Erfahrungsgraden. Egal, ob eine Sachbearbeiterin, die mit Mitte 40 nochmal einen beruflichen Neustart wagen möchte, ein Jura-Student, der sein Studium abbrechen möchte, um Modedesign zu studieren oder ein Realschüler, der Bäcker werden möchte: Jeder braucht früher oder später einen Lebenslauf, weshalb wir ein sehr breit aufgestelltes Team an Bewerbungsexperten haben.

Welche sind die häufigsten Fehler in deutschsprachigen Lebensläufen?

Viele Bewerber lassen ihre Unterlagen nicht von einer weiteren Person Korrektur lesen. So werden Rechtschreib- oder Flüchtigkeitsfehler schnell übersehen. Diese können schnell das Aus für einen Bewerber bedeuten, da sie für die meisten Personaler als absolutes No-Go in der Bewerbung gelten.

Aber auch inhaltlich werden viele Fehler gemacht: So werden die Aufgabenbereiche nicht gut genug erklärt oder zu viele Informationen integriert, sodass der Personaler Schwierigkeiten hat, die wichtigsten Dinge direkt auf einen Blick zu sehen.

Auch beim Bewerbungsfoto passieren häufig Fehler: Oft ist die Aufmachung zu spießig oder der Hintergrund zu aufgeregt. Wir empfehlen demnach immer einen beruflichen Fotografen aufzusuchen.

Was gehört in jeden Lebenslauf?

In jeden Lebenslauf gehören persönliche Daten (Name, Adresse und eventuell das Geburtsdatum), Angaben zum akademischen Werdegang und der beruflichen Laufbahn, Weiter- und Fortbildungen, sonstige Kenntnisse (Sprach- und EDV-Kenntnisse sowie gegebenenfalls Interessen) und ein professionelles Foto.

Was sollte man beachten, wenn man sich international bewirbt? Unterstützen wir unsere Kunden auch beim Erstellen von Lebensläufen für den internationalen Markt?

Gerade bei internationalen Bewerbungen gibt es oft Unsicherheiten bei unseren Kunden. Wir wollen zukünftig verstärkt auch Bewerber unterstützen, die sich auf einer internationalen Basis bewerben und arbeiten deshalb stark mit englischsprachigen Native Speakern zusammen, um unseren Service auszubauen.

Bei einer internationalen Bewerbung ist es sehr wichtig, sich im Vorhinein zu informieren, was von den Bewerbungsunterlagen in dem Land erwartet wird. In England spricht man beispielsweise beim Lebenslauf von einem CV, in Amerika vom Résumé; beide sind anders aufgebaut als der deutsche Lebenslauf. Hier gilt es zudem auch als No-Go, ein Bewerbungsfoto mitzusenden.

Was gilt heutzutage als veraltet, wird aber oft noch verwendet?

Den Beruf der Eltern sowie die Angehörigkeit zu einer Religion sollten heute nicht mehr in den Lebenslauf integriert werden. Das wichtigste sollte sein, dass der Personaler einen schnellen Zugriff zu relevanten Informationen hat; alles andere sollte man herausfiltern und eliminieren. Auch die Angabe des Familienstands ist keine Pflicht mehr: es sollte im Bewerbungsprozess keine Rolle spielen, ob man ledig oder verheiratet ist.

Ein Bewerbungsfoto ist zwar kein Muss mehr; wir raten aber trotzdem dazu, ein professionell erstelltes Foto zu integrieren. So bekommt der Personaler schneller ein erstes Gefühl für die Person, die sich hinter der Bewerbung verbirgt.

Sollte man versuchen, Lücken im Lebenslauf zu vertuschen oder geschickt zu umschreiben?

Lücken im Lebenslauf sollten vermieden werden, weil der Personaler schnell das Gefühl bekommt, dass der Bewerber versucht etwas zu verheimlichen. Dabei raten wir immer: Nichts vertuschen, sondern gekonnt umschreiben!

Das Wichtigste ist also, dass man Unterbrechungen im beruflichen Werdegang erklärt und am besten gut begründet. Wir empfehlen alle Lücken, die länger als 3 Monate sind, im Lebenslauf zu erklären. So ist es zum Beispiel völlig in Ordnung, die Elternzeit mit „Betreuung / Erziehung meiner Kinder“ anzugeben. Bei Auslandsaufenthalten reicht ein „Sabbatical“ oder „Freiwillig genommene Auszeit für Reisen“ oder „Work and Travel in den Ländern xx“ völlig aus. Auch in dieser Zeit absolvierte Weiterbildungen können mitaufgeführt werden.

 

Vielen Dank für das interessante Gespräch. Weitere Details zum Angebot von „Dein-Lebenslauf und Tipps für Bewerber gibt es auf deren Webseite hier nachzulesen.

 

Foto: www.pixabay.com