Interview in der LEAD Digital über internationales Social Media

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Dank meiner eigenen Social-Media-Aktivitäten, genauer gesagt durch den Kurznachrichtendienst Twitter, hatte ich im Oktober 2014 Kontakt mit www.twitter.com/julianheck und daraus entstand die Gelegenheit, ein Interview für die Print-Ausgabe 23/2014 der LEAD Digital zu meinem Lieblingsthema zu geben: „Social Media und wie man es auf internationaler Ebene einsetzt“.

LEAD Digital, das Magazin für Digital Business beschäftigt sich seit einiger Zeit in seiner Serie „Internationalisierung“ regelmäßig mit Themen rund um das Thema Auslandsexpansion für Unternehmen. In der Novemberausgabe hat sich der Autor, Julian Heck konkret mit Social Media auseinandergesetzt und neben mir noch einen anderen Experten dieses Fachgebietes konsultiert.

Im Interview hatte ich die Gelegenheit, die gängigen Fragen wie z.B., ob es notwendig ist, dass ein Unternehmen für jedes Land einen extra Social-Media-Account einrichten sollte oder ob es länderspezifische Unterschiede bei den Social-Media-Plattformen gibt zu beantworten. Hier geht es zu einem Ausschnitt des Interviews.

Mit meinem Blog beschäftige ich mich seit über zwei Jahren mit der Social-Media-Nutzung in anderen Ländern und um die länderspezifischen Eigenschaften bzw. welche Tipps ich Unternehmen gebe, die sich international ausrichten möchten. Ich freue mich über Feedback bzw. Anregungen für neue Artikel, die sich mit den Fragen beschäftigen, sie Sie ggf. zu diesem Thema haben! Schreiben Sie mir einen Kommentar oder E-Mail an Friederike@glez.de, gerne nehme ich sie in meine Themenliste auf.

 

 

 

Warum Instagram in Ihrem internationalen Online Marketing nicht fehlen sollte

taking picture - mobile phone

Instagram ist die am schnellsten wachsende Plattform mit 25% Wachstum (von 2013 auf 2014) und erreichte 100 Millionen aktive Nutzer zwischen 16 und 64 Jahren. Bilder sind nach wie vor sehr beliebt im Netz und für Ihr internationales Marketing ein sehr interessantes Medium. Ich habe es mir für diesen Artikel etwas genauer angeschaut:

Ein paar Fakten zu Instagram

  • Laut dem Instagram-Blog verfügt das Netzwerk mit 300 Millionen Accounts weltweit über eine sehr große Reichweite.
  • 3 Millionen Nutzer kommen aus Deutschland, mit steigender Tendenz.
  • 70 Millionen Fotos und Videos werden täglich gepostet.

Instagram ist international

  • Über 70% der Instagram-Nutzer kommen von außerhalb der USA.
  • Wie hier auf Newstwenty4seven.com bekannt wurde, ist Russland nach der Anzahl der Nutzer inzwischen unter den Top 5-Instagram-Ländern zu finden.
  • Ganz aktuell ist es möglich, sich über Iconosquare http://iconosquare.com Statistiken anzuschauen und dort wurde mir heute (20.1.2015) angezeigt, dass 25% der Nutzer aus den USA, 23% aus Russland, 9% aus Schweden, 5% aus Frankreich und 5% aus Italien kommen. Iconosquare eignet sich übrigens hervorragend um zu sehen, welche Bilder besonders gut ankommen und um seine Instagram-Kampagnen auszuwerten.
  • 2013 gehörten laut einem Artikel auf Seomworld.com die USA, Japan, Brasilien, Spanien und Deutschland zu den Top 5 der Instagram-Länder.
  • Weitere interessante Fakten liefert auch der Global web index trends report von Q2/2014Befragt wurden hierfür 170.000 Internetnutzer aus 132 Ländern. Pro Land werden jedes Jahr 3000 bis 4000 Internetnutzer befragt. Laut der Studie kommt ein hoher Anteil an Internet-Nutzern aus den folgenden Ländern (vor allem aus dem asiatischen Raum), was sicher im Hinblick auf internationale Aktivitäten sehr interessant ist: Thailand mit 21%, Malaysia mit 17%, die Philippinen und Saudi Arabien mit jeweils 16%, Indonesien mit 15%, Türkei mit 13% und Brasilien mit 12%.

Vorteile von Instagram

  • Im Stream werden keine Beiträge ausgeblendet. Wer jemandem folgt, sieht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch dessen Bilder.
  • Besonders gefragt sind auf Instagram authentische Bilder und keine professionellen Fotografen-Bilder, was für Einzelpersonen und Unternehmen mit Sicherheit einen enormen Kostenvorteil darstellt
  • Instagram-Bilder werden über die Google-Bildersuche besonders schnell gefunden bzw. liegen meist mit unter den ersten Treffern.
  • Marketingaktionen wie Fotowettbewerbe lassen sich auf Instagram relativ leicht und mit wenig Aufwand umsetzen.
  • Ideal um hinter die Kulissen schauen zu lassen. Bilder sind of besser als 1000 Worte: Über Bilder können Unternehmen einen Blick hinter die Kulissen werfen lassen.
  • Da das Bild an sich kommuniziert, ist der Text zum Foto eher zweitrangig. In den meisten Fällen kommen Unternehmen mit englischsprachigen Hashtags sehr weit. Wer ganz gezielt ein lokales Publikum ansprechen möchte, kann die Bildunterschriften natürlich auch übersetzen.
  • Bilder können zeigen, was man mit den Produkten machen kann. Z.B. eignet sich die Plattform sehr gut für Unternehmen, die Zutaten für bestimmte Produkte verkaufen, deren Endprodukte zu zeigen. Ein Hersteller von Backmischungen kann zeigen, wie die fertigen Kuchen aussehen können.
  • Dank Hashtags, die gezielt von Unternehmen eingesetzt werden sollten, können Unternehmen und deren Themen gut gefunden werden.
  • Instagram wird vor allem von einem jungen Publikum, den 16-24-Jährigen genutzt. Von allen Instagram-Nutzern machen sie ca. 39% aus. Wenn Ihnen diese Zielgruppe wichtig ist, ist Instagram mit relativ wenig Aufwand die richtige Wahl.

Wie können Sie auf auf Instagram punkten?

  • Gewähren Sie Einblicke in den Unternehmensalltag!
  • Kreieren Sie Bildgeschichten von Marketing-Aktionen und informieren Sie über die Bilder über verschiedene Phasen der Aktionen!
  • Lassen Sie das Management und Außendienst-Mitarbeiter von Dienstreisen, von Messebesuchen berichten und lassen Sie die Instagram-Nutzer die Reisen miterleben!
  • Bauen Sie Spannung auf! Bilder machen neugierig auf neue Produkte, neue Verpackungen oder neue Designs!
  • Schlüpfen Sie mit den Aktionen in die Rolle der eigenen Kunden! Beobachten Sie sie genau lassen sich von deren Hashtags inspirieren. Der Trend der Selfies ist z.B. ideal für die Mode und Kosmetikbranche und wurde dort schon gerne für eigene Aktionen angewendet. Im Bereich Food gibt es ebenso viele Möglichkeiten, da viele Nutzer stylisches Essen, neue Rezepte etc. posten und sich die Visualisierung hier besonders gut eignet.
  • Zu Zeiten von Produktlaunches, kann es sehr wirkungsvoll sein, Werbung auf Instagram zu schalten.

Wie erreiche ich auf Facebook ein internationales Publikum?

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Je nach Unternehmensgröße bzw. Fanbase gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein internationales Publikum auf Facebook zu erreichen.

Targeted Updates

Viele kleinere oder mittelständische Unternehmen kennen bereits das „Targeting“. Bei dieser Methode, lokalisierten Content zu posten, ist es nicht notwendig, für jedes Land eine extra Seite einzurichten. Facebook bietet die Möglichkeit an, über das „Targeting“, jedes Update nach Sprache/ Region wie Land, Staat bzw. Stadt gezielt zu versenden. Je nachdem, in welcher Sprache die Facebook-Nutzer Facebook benutzen, sehen sie die Updates in ihrer Sprache.

Hierbei sollte man berücksichtigen, dass manche Nutzer kein Update erhalten. Das hat nichts mit dem Edgerank zu tun, sondern es liegt daran, dass in der Praxis die Updates meistens nur an bestimmte Sprachen, ggf. häufig verwendete Sprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch versendet werden und ggf. Sprachen, die eher in der Minderheit benutzt werden, nicht berücksichtigt werden.

Wenn man sich die Timeline der Fanpage des Unternehmens anzeigen lässt, hat man allerdings die Möglichkeit, alle „Targeted Updates“ des Unternehmens zu lesen. Hierbei ist es egal von wo bzw. in welcher Sprache der Besucher Facebook nutzt.

Facebook Global Pages

Seit etwas mehr als zwei Jahren gibt es die Möglichkeit, auf Facebook Globale Pages einzurichten. Dafür spricht, dass es einem größeren Unternehmen ermöglicht wird, sowohl auf globaler Ebene als auch lokal mit seinen Kunden zu kommunizieren. Nutzer von Facebook hören dann immer von der Seite, die in puncto Regionen am besten zu ihnen passt.

Fakten über Global Pages

  • Der gleiche Name der globalen Seite wird in die lokale Sprache der lokalen Seiten übersetzt. Hierbei ist Achtung geboten. Facebook arbeitet dabei mit Bing-Translations, welche in manchen Fällen eventuell nicht den Namen so übersetzen, wie es das Unternehmen gerne hätte.
  • Für das Management und die Bewerbung der globalen Seite gibt es nur noch eine einzige Url.
  • Das Unternehmen erhält ein konsolidiertes Control Panel: Administratoren sehen alle Statistiken für alle globalen Nutzer in einem zentralisierten Control Panel.
  • Die lokalen Seiten verfügen über eine lokale Timeline, lokales Cover-Foto sowie Profilfoto als auch über die Möglichkeit, lokale Apps und About-Informationen auf der Seite zu zeigen. Besonders für Unternehmen mit eher dezentralisiertem Marketing ist eine Global Page interessant. Möchte das Publikum grundsätzlich in der Landessprache angesprochen werden, wird es sich mit den lokalisierten Versionen der Global Page wohl fühlen.
  • Anhand der IP-Adresse der Nutzer, werden sie zu der lokalen Facebookseite gelotst, die für den Nutzer in puncto Region am meisten Sinn macht.
  • Andere regionale Seiten können per Drop-Down-Menü ausgewählt werden.
  • Fans die zuvor Fan der globalen Seite waren, können nun durch lokalen Content und lokale Apps erreicht werden.
  • Wenn neue Länderseiten gestartet worden sind, können bestehende Fans auf diese Seiten aufmerksam gemacht werden.
  • Wer darf eine global Page einrichten? Diese Strategie macht aus vielerlei Hinsicht nur für größere Unternehmen Sinn. Nur Unternehmen, welche monatlich größere Summen in Facebook-Advertising investieren, erhalten die Möglichkeit, eine global Page einzurichten. Anmelden kann sich das Unternehmen über diese Facebook-Seite.

Beispiele für globale Facebookseiten sind: die Mode-Marke Vero Moda, der Prozessorhersteller AMD, die Lebensmittelfirma Nutella und Philips Sound.

Was kommt beim Publikum besser an? Eine lokale oder globale Facebook-Seite?

Laut einer Studie von Socialbakers, in welcher 800 globale und 5000 lokale Seiten befragt worden sind, konnten die lokalen Seiten bei gleichem Werbebudget ein höheres Maß an Interaktionen pro 1000 Fans auf ihren Seiten verzeichnen.

Der konkrete Vergleich von Facebook-Seiten verschiedener Branchen brachte zum Vorschein, dass z.B. auf globalen Seiten oft häufiger gepostet wurde, aber in puncto Interaktionen die lokalen Seiten die klaren Sieger waren.

 

Welche Erfahrungen haben Sie selbst mit lokalen Seiten sammeln können? Ich freue mich auf Feedback!

 

7 Grundlagen der erfolgreichen Lokalisierung Ihres internationalen Social-Media-Profils

Symbol of European day of languages

Passend zu meinem vorhergehenden Artikel soll es heute um die erfolgreiche Umsetzung einer internationalen Social-Media-Strategie gehen. Sie möchten mit Ihrer Marke ein globales Publikum erreichen? In dem Fall rate ich zu lokalen Social-Media-Accounts, zumindest auf Plattformen wie Facebook und Twitter. Die Auswahl der Profile sollte zu Ihren Themen passen und zu den Nutzungsgewohnheiten Ihrer Zielgruppe im Zielland.

Gehen wir mal davon aus, dass Sie hochwertige Bio-Lebensmittel jetzt auch in Frankreich, Spanien und UK verkaufen möchten. Die entsprechenden Profile auf Facebook haben Sie eingerichtet, aber wie stellen Sie sicher, dass Ihre geposteten Inhalte wirklich lokal sind und Ihre zukünftigen Kunden sich angesprochen fühlen?

Im folgenden erhalten Sie eine Checkliste mit sieben Punkten, die helfen, Ihre Inhalte zu lokalisieren:

  1. Kommunikation in der Landessprache: Das komplette Profil ist in lokaler Sprache angelegt und die tägliche Kommunikation bzw. Ihre Posts erfolgen in der Landessprache, also auf Französisch, Spanisch und Englisch.
  2. Lokale Ansprechpartner/ Kontaktdetails: Im Info-Bereich der lokalen Facebookseite finden die Fans Kontakt-Details der lokalen Ansprechpartner im Zielland. Wenn Sie vor Ort einen Country Manager im Einsatz haben, dann sollten Sie dessen E-Mail-Adresse bzw. eine zentrale E-Mail-Adresse auflisten.
  3. Lokale Social-Media-Plattformen: Die Auswahl der Social-Media-Plattformen erfolgt im Vorhinein basierend auf den lokal üblichen Gewohnheiten der Zielgruppe. So kann es Märkte mit Twitter-Account geben, in anderen Ländern ist ggf. eine andere Social-Media-Plattform populärer, so dass Sie in den verschiedenen Ländern auch andere Plattformen im Einsatz haben. Hier kann ich nur empfehlen, im Vorhinein eine genaue Analyse des lokalen Marktes durchführen zu lassen.
  4. Saisonale/ regionale Themen: In die Kommunikation werden saisonale bzw. auch regionale Themen bzw. Feiertage eingebunden. So findet z.B. in Frankreich am 2. Februar das Fest „Le Chandeleur“ statt. Anlässlich dieses Festes werden in französischen Familien Crêpes gegessen. Für Sie als Bio-Hersteller eventuell der perfekte Tag für eine Sonderaktion. Halloween-Feiern erfreuen sich inzwischen in allen Ländern immer mehr Beliebtheit, obwohl sie ursprünglich in UK und Ireland gefeiert worden sind. In UK fallen die Feiertage meist auf Montage, so dass sich die Briten über verlängerte Wochenenden freuen können. Dies sollte auch bei der Erstellung von Kampagnen und bei der Planung Ihrer Postings beachtet werden. Erstellen Sie für jedes Land einen Kalender mit den regionalen Feiertagen und passen Sie die Kommunikation entsprechend an!
  5. Regionales Bildmaterial: Auf einer deutsch-sprachigen Profilseite kann jetzt im Oktober ein Herbstbild mit Halloween-Kürbis sehr gut ankommen. In einem exotischen Land wäre es eher befremdlich. Wenn Sie eine Aktion im August/ September zum „Back-to-School“ planen und Bildmaterial mit Schulkindern suchen, beachten Sie, dass in Großbritannien Schulkleidung gebräuchlich ist, während das in Frankreich und Deutschland eher unüblich ist. Orientieren Sie sich bei der Auswahl des Bildmaterials auch an den lokalen Gepflogenheiten!
  6. Verlinkung/ Einladungen zu regionalen Veranstaltungen: Neben dem Kalender zu regionalen Feiertagen/ Traditionen und Veranstaltungen, ist es ratsam auf lokale Messen/ Workshops zu verlinken und Kunden dazu einzuladen.
  7. Regional typische Promotion-Aktivitäten: Auswahl der lokalen Promotion-Aktionen basierend auf den lokalen Bedingungen. Lassen Sie sich hier auch im Hinblick auf rechtliche Bedingungen beraten. Nicht jede Promotion- oder Gewinnspiel-Aktion kann in jedem Land gleichermaßen durchgeführt werden.

All das lässt sich relativ einfach umsetzen, wenn Sie für jedes Land einen Country Manager beauftragt haben, der sich auch um die jeweiligen lokalen Social-Media-Plattformen kümmert und die regionalen Themen einfließen lassen kann. Ist dies nicht der Fall, kann es anfangs ausreichen, sich auf eine geringere Anzahl von Haupt-Profilen und eine begrenzte Anzahl von Fremdsprachen zu konzentrieren. Welche das sind hängt ganz stark von Ihrer Branche, der Unternehmensgröße und Ihrer Zielgruppe ab.

Haben Sie Fragen zur Internationalisierung Ihrer Social-Media-Profile und möchten in anderen Ländern eine individuellere, lokal passendere Kommunikation einführen? Kontaktieren Sie mich unter friederike@glez.de und wir vereinbaren einen Termin für eine Blitzberatung!

 

Foto: Fotolia © colorwaste

Internationales Social Media: Braucht jede Sprache einen extra Social-Media-Account?

Bunte Merkzettel und Notizhalter zum Thema „Fremdsprachen“

Ist ein Unternehmen in verschiedenen Ländern aktiv, stellt sich die Frage, ob für jedes Land bzw. jede Sprache ein separater Account benötigt wird. Meistens ist es so, dass der Facebook-, Twitter- oder Google+-Account des Landes, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat, genügend Zeit hatte zu wachsen und sich schon eine größere Fan-Gemeinschaft aufbauen konnte. Umso verständlicher mag man dann im neuen Land nicht wieder bei Null anfangen.

Eine Internationalisierung braucht ihre Zeit und erfordert sehr viele Ressourcen. Sind Zeit und Personal knapp, bedeutet das Einrichten von weiteren Accounts viel Aufwand. Wie wichtig ist es, sich die Mühe zu machen und wieder geduldig eine neue Fan-Gemeinschaft aufzubauen?

Ich sage: Es kommt darauf an:

  1. Um welche Social-Media-Plattform es sich handelt.
  2. Wieviel Zeit/ Mühe das Unternehmen in Social-Media investieren will und kann.

Generell bin ich der Meinung dass es durchaus Sinn macht, im Rahmen der internationalen Social-Media-Strategie auf unterschiedliche Accounts für verschiedene Länder zu setzen. Social-Media beruht auf lokalen Inhalten und auf Dialog und das geht nunmal am besten in der Landessprache mit den lokal-relevanten Inhalten.

Facebook und Twitter:

Wenn Sie in Bezug auf Facebook und Twitter noch am Zögern sind, dann können die folgenden Gründe für lokale Accounts Sie vielleicht überzeugen:

Der Dialog wird persönlicher 

Ein Account in der jeweiligen Landessprache macht eine direktere Kommunikation mit Landsleuten möglich. Geht es Ihnen nicht auch so, dass Sie sich direkter angesprochen fühlen, wenn die Ansprache auf Deutsch erfolgt, auch wenn Sie sehr gut Englisch sprechen können? Es ist nachgewiesen, dass es somit einfacher ist, mit Kunden bzw. Fans in den Dialog zu treten, was auch dazu führt, dass man mehr Follower generieren kann. Ein Account in der Landessprache kann von lokalen Veranstaltungen berichten, sich mit Fans aus der gleichen Stadt verabreden, lokal stattfindende Gewinnspiele organisieren und zielgerichteter kommunizieren. Die Kommunikation kann somit auch leichter von online zum offline übergehen.

Lokale Suche wird erleichtert 

Im Rahmen der Social-Media-Strategie sollte festgelegt werden, dass je Land auch lokale Inhalte gepostet werden. Also nicht einfach Artikel oder Videos aus einem Land in die anderen Länder kopieren, sondern jeweils für einen Großteil der Postings eigene Inhalte finden, die die Menschen in dem Land interessieren. Damit erreichen Sie auch die lokalen Leute und werden besser gefunden.

Bessere Übersichtlichkeit

Twitter-Accounts die nur in einer Sprache kommunizieren, wirken übersichtlicher, was zur Folge hat, dass ihnen häufiger gefolgt wird. Denn nur wenn die Kommunikation klar und eindeutig wirkt, entsteht bei vielen auch der Wunsch, mehr davon zu lesen.

Schnellere Kommunikation/ Einfachere Organisation

Sobald der Landesaccount vom jeweiligen Country-Manager gepflegt wird, ist der Kommunikationsweg einfach und direkt, in den meisten Fällen wird dieser selbst in der Lage sein, Fragen zu beantworten und auf die Kommentare in Social Media einzugehen. Wird der Account zentral gepflegt und kommen lokale Anfragen, muß erst Rücksprache genommen werden, was zu Zeitverzögerungen führen kann. Gerade Twitter ist schnelllebig, wenn eine Antwort zu lange auf sich warten lässt, verliert das Netzwerk an Wirksamkeit.

Business-Netzwerk LinkedIn:

Am Anfang meines Artikels habe ich erwähnt, dass es auf die Plattform ankommt.

Ich bin zwar ein großer Fan von lokalen Accounts auf Facebook bzw. Twitter. Bei anderen Netzwerken haben Sie wieder andere Möglichkeiten, sich auf internationaler Ebene zu präsentieren. Auf LinkedIn, dem weltweit größten Business-Netzwerk mit ca. 300 Millionen registrierten Nutzern sollten Sie mit einem international tätigen Unternehmen nicht fehlen. Ich empfehle Ihnen, dort eine Unternehmensseite einzurichten und Ihre Postings mit Hilfe des Targeting so zu verteilen, dass jedes Land auch Informationen in seiner Sprache erhält. Dank der Möglichkeit, dass man bei LinkedIn für Unternehmensseiten auch Administratoren ernennen kann, können die Postings in fremden Sprachen von den entsprechenden Country Managern auch selbst erstellt werden.

Bilder-Netzwerke wie Pinterest:

Hier läuft die Kommunikation hauptsächlich über die Sprache und die beigefügten Hashtags erleichtern nur die Suche nach den wichtigsten Begriffen. Je nach Branche oder Produkten ist es für viele Länder völlig ausreichend, wenn mit englisch-sprachigen Hashtags gearbeitet wird. Hier halte ich es nicht für zwingend notwendig, einen extra Account für verschiedene Sprachen einzurichten.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Accounts in der Landessprache? Wie schnell ging es, sich eine kommunikationsbereite Fan-Gemeinschaft aufzubauen? Ich freue mich über Ihr Feedback!

 

 

 

 

 

LinkedIn: So können Sie von den Gruppen profitieren

Several persons in social media network on world mapDas Profil auf LinkedIn ist ausgefüllt und von Zeit zu Zeit loggen Sie sich auch ein und lesen, was die Timeline so zu sagen hat. Aber zum richtigen Netzwerken ist es noch nicht gekommen. So berichten mir viele von ihren Erfahrungen mit LinkedIn. Wenn Sie mehr der weltweit größten Business-Plattform profitieren möchten, Meinungsführer kennenlernen möchten und selbst als Experte auftreten möchten, dann empfehle ich, Gruppen beizutreten, diese zu studieren und sich selbst dort einzubringen.

5 Fakten über LinkedIn und seine Gruppen:

  • Im ersten Halbjahr 2014 hat LinkedIn 300 Millionen Mitglieder weltweit erreicht und die Tendenz ist steigend.
  • LinkedIn-Mitglieder teilen Informationen in mehr als 2.1 Millionen LinkedIn-Gruppen.
  • Pro Minute finden in LinkedIn-Gruppen 200 Konversationen statt.
  • Pro Woche werden 8.000 neue Gruppen gegründet.
  • Im Durchschnitt treten LinkedIn-Mitglieder sieben Gruppen bei.

Meine Beobachtungen mit LinkedIn-Gruppen:

  • Die Auswahl an Gruppen ist gigantisch, wie die oben aufgeführten Zahlen schon verdeutlichen. Allerdings gibt es auch viele Gruppen mit relativ wenig Aktivität bzw. mit wenigen Mitgliedern.
  • Mich interessiert vor allem digitales Marketing auf internationaler Ebene, internationales Social Media, E-Commerce und Content Marketing. Zu all diesen Themen habe ich sehr aktive Gruppen gefunden und bekomme ein Gefühl für Trends und habe eine Plattform gefunden, mich in dem Bereich selbst weiterzubilden. Ich sehe sie als qualitativ wertvolle Informationsquelle an.
  • Je nachdem was Sie anbieten, eignen sich Gruppen auch, um Online-Veranstaltungen zu bewerben. Ich rate aber immer dazu, sich nicht nur mit Eigenwerbung einzubringen sondern auch andere Beiträge zu kommentieren und fremde Inhalte zu teilen.
  • Laut LinkedIn erhalten Sie 4 x mehr Besuche auf Ihr Profil, wenn Sie sich regelmäßig in Gruppen einbringen. Das kann ich voll und ganz bestätigen. Je nachdem wie aktiv die Gruppe ist, spürt man die Veränderung. Da meine eigenen Blogartikel in deutscher Sprache erscheinen, ich selbst aber eher in englisch- bzw. französischen Gruppen unterwegs bin, poste ich nur selten in Gruppen.
  • Wenn Sie international bekannter werden möchten, rate ich, internationalen Gruppen beizutreten und häufiger eigene Inhalte in englischer Sprache zu verfassen. Je nachdem welcher Markt Sie interessiert und welche Sprachen Sie beherrschen, sind andere Sprachen auch sehr willkommen und zielführend im Rahmen der Internationalisierung.
  • In Europa sind die Top 5 Länder auf LinkedIn: UK, Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien. Entsprechend finden Sie auch viele Gruppen in deren Landessprache.
  • Auch wenn ich Mitglied von mehr als 30 Gruppen bin, schaue ich aus Zeitgründen nur in 3-5 Gruppen regelmäßiger rein. Ich rate jedem Nutzer, sich wenn immer möglich, für ca. 3 LinkedIn-Gruppen 2 x die Woche Zeit zu nehmen und dort aktiv zu sein. Das kann gleich am Morgen sein oder nach dem Mittagessen. Probieren Sie es aus!
  • Wussten Sie, dass Sie mit anderen Gruppen-Mitgliedern nicht vernetzt sein müssen, um Ihnen Nachrichten zu schicken? Sie können deren Inhalten folgen und auf dem Laufenden bleiben. In vielen Fällen sind das Meinungsführer, welche wichtige Kontakte für Sie darstellen können.

In einem kürzlich veröffentlichten Interview mit Viveka von Rosen, LinkedIN-Expertin, Bloggerin der Seite Linkedintobusiness, Autorin des Buches „LinkedIn Marketing: An hour a day“ und Consultant für größere Marken (bei Forbes ist sie als Top 20 Women in Social Media 2011-2014 gelistet) spricht sie über Ihre Erfahrungen mit LinkedIn-Gruppen.

Folgendes fand ich besonders interessant:

  1. Richtig gemanagt, kann es sich lohnen, wenn ein Moderator beauftragt wird, der täglich die Gruppe betreut und für neue Themen, Diskussionen und Antworten auf Fragen sorgt. Erfahrungsgemäß gibt es Gruppen, wo somit regelmäßig Kundenanfragen erhalten werden und sie somit ein perfektes Akquise-Mittel sind.
  2. LinkedIn-Gruppen sind nicht zum Verkaufen gedacht. Sie sind perfekt um Kontakte zu knüpfen und um eventuell später gemeinsam Geschäfte zu machen. Vorrangig sollten Sie schauen, dass Sie nützliche Informationen mit ihrem Netzwerk und den Gruppen-Mitgliedern teilen und im nächsten Schritt ihren Bekanntheitsgrad erhöhen. Dann kommt der Verkauf von ganz allein!
  3. Wenn Sie in einer Gruppe aktiv sind oder diese sogar moderieren, ist es ratsam, diese per E-Mail auf die neuen Themen aufmerksam zu machen. Ähnlich wie bei einem Newsletter, versenden Sie in regelmäßigen Abständen interessante Themen an Ihre Zielgruppe und erhöhen dadurch die Aktivität in der Gruppe.

Sie interessieren sich für LinkedIn um international bekannter zu werden? In meinem nächsten gratis Webinar verrate ich Strategien, wie Sie das selbst erreichen können. Hier finden Sie die aktuellen Webinar-Termine.

Foto: Fotolia © gigra

Interview mit Spreadshirt: Internationalisierung mit „easy first“ Strategie

Galerie

Diese Galerie enthält 2 Fotos.

Durch die Global Retail Empire Studie von OC&C Strategy Consulting bin ich u.a. auf die Internationalisierung von Spreadshirt aufmerksam geworden. Das deutsche Unternehmen aus Leipzig stellt ein gutes Beispiel für eine Internationalisierung einer deutschen Online-Plattform dar und ich möchte es hiermit … Weiterlesen

Meine 10 Highlights der Cross-Border-Commerce 2014 in Wiesbaden

Crossborder-Juni2014

Lange geplant und heute fertiggestellt: Mein Bericht meiner Teilnahme an der Cross-Border-Commerce 2014 in Wiesbaden, welche am 17. und 18. Juni stattgefunden hat. Die Agenda klang für mich sehr vielversprechend, denn alle Themen beschäftigen mich im Rahmen meiner Beratung bzw. sind für meine Kunden ein aktuelles Thema.

Gestartet wurde die Konferenz mit einer Präsentation von Christoph Wenk-Fischer, dem Hauptgeschäftsführer vom bevh mit den Zahlen einer aktuellen bevh-Studie, sowie Fakten anderer eCommerce-Studien zum europäischen Cross-Border-Commerce. Dieser Einstieg wurde noch abgerundet durch Einblicke in eine von OC&C Strategy Consultants und Google gemeinsam durchgeführte Analyse. Neben vielen statistischen Daten wurden den Teilnehmern Beispiele für Lokalisierungen gezeigt, und was sich anhand der Markt-Recherchen für Strategien in puncto mobile Marketing sagen lässt.

Im Anschluss wurde in den zahlreichen Vorträgen von Vertretern namhafter Unternehmen wie Bon Prix, eBay, Glossybox, SapientNitro sowie Beratungs-Agenturen wie Trusted Agents und Yangdongxi, China das Thema internationaler Export aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die Teilnehmer erhielten einen sehr guten Einblick in unterschiedliche Aspekte und Herausforderungen, die sich einem Unternehmen stellen, wenn es über die Grenzen hinaus verkaufen möchte.

Meine 10 Highlights der Cross-Border-Commerce habe ich hier für Sie zusammengetragen:

  1. Das Thema Lokalisierung wurde in verschiedenen Präsentationen angesprochen. Ganz ohne geht es wohl in den wenigsten Fällen, da sprachliche und interkulturelle Anpassungen erfolgen sollten. Besonders interessant war das Beispiel von Bon Prix. Das Mode-Unternehmen aus Hamburg hat schon seit Anfang der 90-er Jahre fleissig Expansions-Erfahrungen gesammelt. Thomas Carroux berichtete über seine Erfahrungen mit der Expansion in die Türkei und ich war überrascht, dass der Bon Prix-Katalog in der Türkei die gleichen Produkte/ Bilder enthält wie der für die deutschen Kunden.
  2. Im Vortrag von Luis Hanemann von der SEO-Beratung Trust Agents wurde deutlich, dass dank Online-Marketing die Internationalisierung um einiges einfacher geworden ist. Tools wie Google Market Finder, Google Keyword Planer, Searchmetrics bzw. Brandwatch sind teilweise kostenlos und liefern wichtige Informationen über andere Märkte.
  3. Im Vortrag von Joachim Bader von SapientNitro wurden interessante Marketing-Aktivitäten großer Unternehmen wie Lufthansa und Marks&Spencer dargestellt. Letzterer konnte mit seinen innovativen Maßnahmen innerhalb von zwei Jahren in 10 Länder expandieren.
  4. Andere Unternehmen sind von Anfang an international aufgestellt. Born Globals gibt es bei größeren als auch bei kleineren Unternehmen. Ein Beispiel für ein Start-up welches von Anfang an international aufgestellt war, ist Glossybox wie der Gründer Charles von Abercron während einer Panel-Diskussion darlegte. Er startete 2011 mit den Überraschungs-Beauty-Boxen und ist jetzt auf 3 Kontinenten und in 10 Ländern aktiv.
  5. Internationale Auslandsexpansion heißt für viele Unternehmen, sich näher mit den Möglichkeiten auf dem chinesischen Markt auseinander zu setzen. Der Markt ist riesig, bietet aber viele Tücken, die man kennen sollte. Ein Experte für sein Gebiet ist hier Ralf Zhang, Wirtschaftsinformatiker welcher Hangzhou Yangdongxi e-Commerce Co. Ltd. gegründet hat und Unternehmen berät, welche den chinesischen Markt erobern möchten. Ausgewählt wurde er vom China Zoll für Pilotprojekte im Cross-Border-Import-B2C. So berichtete er über Möglichkeiten, „das chinesische Tor zu öffnen“. Stellte Online Market-Places wie Tmall vor und erläuterte den traditionellen Weg über B2B2C zu verkaufen und warum Cross-Border B2C eine gute Alternative sein kann.
  6. Desweiteren wurde die Partner-Plattform www.Weltweitwachsen.de von Google vorgestellt. Diese Online-Plattform unterstützt Unternehmen dabei, über das Internet neue Märkte zu erschließen. Hier finden Interessierte, Experten-Wissen, Fakten zum Thema digitaler Export und unterstützende Tools für die Markt-Recherche.
  7. Die meisten Suchanfragen werden im Netz übrigens für Bekleidung getätigt. Das betrifft immerhin 78 Prozent der Suchanfragen. In Deutschland haben 46% der Bevölkerung schon online Cross-Border gekauft, am liebsten Bekleidung im Lieblingsland UK (Quelle: postnord).
  8. Laut eMarketer waren 2012 die fünf umsatzstärksten eCommerce-Länder die USA, China, UK, Japan und Deutschland.
  9. Michael Kilger, Managing Director EMEA & APAC von eBay erläuterte in seinem Vortrag eine systematische Herangehensweise wie man in wenigen Monaten eine Expansion mit nur einer weiteren Sprache vorantreibt. Angefangen mit einer deutschen Sprachversion lassen sich mit einer englischen Erweiterung weitere Sprach-Räume wie skandinavische Märkte und UK ansprechen und ca. 68% Marktabdeckung in Europa erreichen.
  10. Eine Auslandsexpansion bringt oft ungeahnte Möglichkeiten. Besonders interessant fand ich das Beispiel, dass ein Lederhosen-Hersteller nach einer Markt-Recherche herausgefunden hat, dass die meisten Suchanfragen nach Lederhosen aus Brasilien kommen. Warum? Ganz einfach: In Blumenau gibt es das zweitgrößte Oktoberfest der Welt und wer richtig dabei sein will, erscheint dort auch entsprechend zünftig mit einer Lederhose.

Ich könnte mit Sicherheit noch mehr interessante Einblicke gewähren, das würde aber den Rahmen dieses Artikels etwas sprengen.

Der 2. Tag war nicht weniger interessant. Er hat nachdem am 1. Tag viel Optimismus und Leichtigkeit verbreitet wurde, deutlich gemacht, wie komplex das Thema Auslands-Expansion ist und wie individuell doch jedes Land betrachtet werden sollte. Trotz EU-Richtlinien gibt es noch viele lokale Eigenschaften, sprachliche Besonderheiten und kulturelle Unterschiede, die das Thema so spannend machen. Im Praxis-Workshop am Mittwoch wurden für die Diskussion am Vormittag neben Lukas Bühlmann und Herrn Dr. Schirmbacher von Härting Rechtsanwälte eCommerce-Rechtsanwälte aus Frankreich, Spanien und Österreich eingeladen. Interessant und übersichtlich aufbereitet haben sie jeweils die Besonderheiten ihres Landes im eCommerce erläutert, die man im Cross-Border-Geschäft kennen sollte. Repräsentantin für den polnischen Markt war Julia Mandel von Trusted Shops.

Nach einem leckeren Mittagessen auf der Terrasse gewährte Herr Vassil Tcherveniachki von Flick Gocke Schaumburg wichtige Einblicke in Praxisfälle im Cross-Border-Commerce aus ertragssteuerlicher Sicht und Herr Robert Hammerl von Küffner Maunz Langer Zugmauer aus München referierte über die Umsatzsteuer beim eCommerce in der EU und was sich für Online-Händler ab 2015 ändern wird.

Für mich bot die Veranstaltung eine sehr gute Gelegenheit, mich mit den Teilnehmern zu deren Erfahrungen und Meinungen auszutauschen und ich konnte aus den Vorträgen sehr viele interessante Aspekte mit nach Hause nehmen. Wenn ich es zeitlich einrichten kann, bin ich gerne bei der nächsten Veranstaltung wieder dabei.

Sie möchten mehr zum Thema Export Marketing, internationales Social Media bzw. Tipps für Auslands-Expansionen erhalten? Dann melden Sie sich jetzt gleich für meinen Newsletter an: http://eepurl.com/HMoAD

 

Checkliste: Eignen sich Ihre Produkte für eine Auslands-Expansion?

Assessment of the quality of services Je nachdem, welches die Beweggründe einer Auslandsexpansion sind bzw. je nachdem ob ohnehin schon eine Vielzahl an Anfragen aus dem Ausland eingehen, so stellt sich jedes Unternehmen die Frage, ob sich sein Produkt wirklich für eine Auslands-Expansion eignet. Je mehr Punkte Sie in meiner Checkliste mit „Ja“ beantworten können, desto erfolgreicher kann sich eine Auslandsexpansion für Sie gestalten. Idealerweise wird diese für verschiedene Länder separat ausgefüllt:

Checkliste:

  • Sie haben generell genug Ware verfügbar.
  • Sie wissen bereits, dass Sie für Ihre Produkte auf anderen Märkten höhere Preise verlangen können.
  • Ihre Produkte sind leicht zu erklären und die Beschreibungstexte im e-Shop eher kurz. Das erspart Ihnen aufwendige Übersetzungsleistungen bzw. hohe Kosten.
  • Sie verfügen über die finanziellen Mittel um sich für eine Internationalisierung von externen Beratern unterstützen zu lassen.
  • Sie haben schon Anfragen aus dem Ausland erhalten.
  • Die Anfragen, die Sie erhalten haben, konnten Sie ohne große Schwierigkeiten bearbeiten.
  • Sie haben in einem oder mehreren Ländern ein Netz aus potentiellen Geschäftspartnern und Kunden.
  • Der Versand Ihrer Produkte ist zu relativ geringen Versandkosten möglich.
  • Ihre Produkte haben im Online-Shop überwiegend sehr gute Bewertungen erhalten.
  • Sie selbst oder Mitglieder im Team sind einer Internationalisierung nicht abgeneigt und bringen Auslandserfahrungen mit.
  • Die für Sie interessanten Märkte sind kulturell nicht allzu weit von der deutschen Kultur entfernt.
  • Ihnen ist bewusst, dass sich der Geschäftserfolg aus Deutschland nicht einfach so ins Ausland kopieren lässt!

Diese Checkliste lässt sich nun für verschiedenen Stadien einer Auslandsexpansion ergänzen. Je nachdem wieviele Informationen Sie schon über andere Länder und das Expansionspotential für Ihre Produkte gesammelt haben, werden Sie spüren, ob Sie die Fragen einfach beantworten können oder ob Sie noch mehr Informationsbedarf zum Thema Auslandsexpansion haben. Die wohl wichtigsten Grundlagen für dieses große Projekt sind:

  1. Sie benötigen die richtigen Leute im Team.
  2. Sie benötigen die finanziellen Mittel um sich sowohl personell als auch organisatorisch auf den neuen Markt einzustellen.
  3. Sie benötigen sehr viel Hintergrundwissen über den Zielmarkt in Form von Marktanalysen und
  4. Sie benötigen sehr viel Zeit und eine große Portion Geduld.

Wenn Sie diese Grundlagen bejahen können, haben Sie gute Chancen für eine erfolgreiche Auslandsexpansion! Sie interessieren sich für das Thema und möchten mehr zu internationalem Social Media, Marktanalysen, Export Marketing bzw. internationale Webseiten erfahren? Dann abonnieren Sie doch gleich meinen Newsletter:  http://eepurl.com/HMoAD.

Online-Marktplätze in Frankreich

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Ein eigener international agierender Onlineshop bedeutet für das Unternehmen eine Menge Zeit und einen relativ hohen finanziellen Aufwand. Wenn Sie den französischen Markt kennenlernen möchten und ein Gespür für das internationale Geschäft bekommen möchten, haben Sie auch die Möglichkeit, sich vorerst auf Marktplätze im Internet zu konzentrieren. Frankreich ist spannend. Es ist unser unmittelbares Nachbarland und für viele Unternehmen aus diesem Grunde verlockend, sich dort zu engagieren. Zudem ist Frankreich laut Comscore der drittgrößte E-Commerce-Markt in Europa.

Neben einer genauen Marktanalyse ist hier der Aufwand verhältnismäßig gering und vor allem finanziell mit weniger Risiken verbunden. Einige Marktplätze sind sogar kostenfrei, bei anderen halten sich die Gebühren in überschaubarem Rahmen. Internet-Marktplätze erfreuen sich auch in Frankreich sehr hoher Beliebtheit. Sie sind so strukturiert, dass sie ein optimales Shopping-Erlebnis für den Kunden garantieren.

Sie sprechen kein Französisch? Das ist für die Marktplätze kein Problem. SEO und Kundenservice wird von ihnen für Sie übernommen. Außerdem gibt es verschiedene Lösungen, um Übersetzungen durchführen zu lassen. Hierzu könnte ich einen separaten Blogartikel schreiben.

Für Unternehmer, die sich näher mit dem französischen Markt beschäftigen möchten, habe ich Informationen zu den wichtigsten französischen Marktplätzen zusammengestellt. Für den Start empfiehlt es sich, einen oder zwei der Marktplätze auszuprobieren und die Entwicklungen zu beobachten.

Laut einer Médiamétrie/ NetRankings-Statistik, veröffentlicht auf Prestashop sind die folgenden Marktplätze auf dem französischen Markt besonders populär:

Priceminister

Produkt-Kategorien: Musik, Bücher, Spielzeug, Computerspiele, Computer und Zubehör, Haus und Garten-zubehör, Sport, Freizeitartikel, Mode, Weine und Gewürze.

Besondere Eigenschaften:

  • Kostenfrei für den Verkäufer, garantierte Bezahlung an den Verkäufer, keine Versteigerungen, man stellt eine Annonce mit Bildern und Beschreibung ein.
  • Priceminister schlägt einen Preis vor, um das Produkt bestmöglich zu verkaufen. Sie als Verkäufer können natürlich endgültig bestimmen, zu welchem Preis sie verkaufen.
  • Der Versand erfolgt über Sie als Verkäufer. Sobald Sie die Information von Priceminister haben, dass das Produkt verkauft ist, können Sie es versenden.
  • Der Kundenservice sollte auf Französisch angeboten werden.

Fakten: 20.490.000 Käufer können erreicht werden.

Kosten für Verkäufer: keine

LaRedoute

Produkt-Kategorien: Mode für Damen, Herren und Kinder, Schuhe, Accessoires und Heimtextilien.

Fakten:

  • In 26 Ländern aktiv.
  • La Redoute ist die Nummer 1 Mode- und Hausartikel-E-Commerce-Seite in Frankreich mit 9,2 Millionen Besuchern/ Monat.
  • Die Seite zählt 11 Millionen aktive Nutzer. Vor allem Frauen zwischen 26 und 35 kaufen hier besonders gerne ein.

Besondere Eigenschaften:

  • Die offizielle Sprache ist Französisch. Als Anbieter bzw. Marketplace-Anbieter sollten Sie sich einen Weg überlegen, wie Sie einen französisch-sprachigen Kundenservice anbieten.
  • Um auf der Seite verkaufen zu können, wird eine EAN-Nummer benötigt.
  • Es darf nur Neu-Ware angeboten werden, verschiedene Produkt-Kategorien sind möglich wie z.B. Elektronik, Foto-Ausrüstung und Schmuck.
  • Weitere Details zu einem Verkäuferkonto auf La Redoute hat Channeladvisor hier zusammengefasst bzw. wird das Prinzip in diesem französischen Video kurz erklärt.
  • Jeder Marketplace-Anbieter kümmert sich selbst um den Versand.
  • Bei Problemen oder Rückfragen kann sich der Kunde direkt an den Marketplace-Verkäufer per E-Mail wenden.
  • Jeder Marketplace-Anbieter legt die Preise selbst fest und regelt die Liefer- und Zahlungsbedingungen. Diese werden eindeutig im „Warenkorb“ beschrieben.
  • Die Anmeldung als Markeplace-Verkäufer bei La Redoute erfolgt über diese Seite.

Kosten für Verkäufer: keine.

Amazon

Produkt-Kategorien: So gut wie jedes Consumer-Produkt kann dort verkauft werden bzw. erworben werden. Angefangen über Bücher, Elektronik zu Lebensmitteln und Heimtextilien, Bekleidung, Gartenzubehör, Möbeln und Auto-Zubehör.

Fakten:

  • Sie erreichen Millionen von Amazon-Kunden.
  • Informationen für internationale Verkäufer.
  • Es besteht die Möglichkeit, ein europäisches Verkäuferkonto einzurichten. Wichtige Informationen zu den Richtlinien für den internationalen Verkauf bietet Amazon auf seiner Webseite an.
  • Möglichkeit, die Produkte auf fünf großen europäischen Amazon-Märkten zu verkaufen: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien.
  • Der Einkauf ist dadurch durch 1-Click auch aus dem Ausland möglich.
  • Schneller und einfacher Versand durch Amazon möglich – in alle 28 EU-Länder.
  • Der Ablauf ist ganz einfach: Sie listen Ihre Prdoukte auf Ihrem Amazon-Konto, Kunden entdecken Ihre Produkte und kaufen. Sie erhalten dann eine Information, die Produkte für den Versand vorzubereiten oder Sie bitten Amazon, sich um den Versand zu kümmern. Wie dies organisiert wird, ist hier beschrieben worden. Amazon Payments leitet die Zahlungen dann an sie weiter.
  • Die FAQs zum europäischen Verkäuferkonto finden Sie hier.

Kosten für Verkäufer:

  • Amazon bietet zwei Möglichkeiten, die Produkte zu verkaufen. Wenn Sie nur vereinzelt Produkte verkaufen möchten, berechnet Amazon einen Betrag von 0,99 €/ pro verkauftem Artikel. Sollten Sie mehrere Produkte bzw. ganze Produktlisten verkaufen wollen, dann ist es sinnvoll, sich für eine monatliche Grundgebühr von 39,00 € + Verkaufsprovision pro Artikel zu entscheiden. Die ersten drei Monate sind dabei komplett kostenfrei. Details können hier entnommen werden.

 

Ebay

Sie erreichen ungefähr 100 Millionen Käufer in 14 verschiedenen Ländern.

Produkt-Kategorien: Mode, Elektronik, Sammler-Artikel und Antiquitäten, Haus- und Gartenzubehör, Ersatzteile für Autos, Bücher, Musikartikel, Video, Alles fürs Kind…

Fakten:

  • Ebay bietet auf seiner Webseite eine Übersicht über die internationale Reichweite mit hilfreichen Informationen für Unternehmen für ihre Geschäftsexpansion.
  • Zu den Top-Verkaufsländern auf eBay zählen USA, Österreich, Großbritannien, Frankreich, Irland, Italien und Spanien.
  • Produkte die in Frankreich nicht verkauft werden dürfen, werden hier aufgelistet.
  • Rechtliche Regelungen für den Verkauf ins Ausland für gewerbliche Verkäufer werden ebenfalls von eBay bereitgestellt.
  • Umfangreiche Informationen zu Lieferbedingungen, Auswahl des richtigen Transportunternehmens und Zollformalitäten.

Kosten für Verkäufer:

  • Werden die Angebote auf die deutsche Seite gestellt, fallen keine zusätzlichen Angebotskosten an. Stellen Sie sie direkt auf internationale Ebay-Webseiten ein, fallen zusätzliche Kosten an. Für den Verkauf auf eBay.fr schaut das dann wie folgt aus.
  • Als Beispiel kostet die monatliche Gebühr für eine „Boutique“ in Frankreich monatlich 29,95 Euro. Für Medienprodukte zahlen Sie 0,10 Euro Einführungsgebühren, Kommissionsbeträge belaufen sich auf 4,5%-6,5% des Verkaufspreises.
  • Umfangreiche Informationen zur Abwicklung Ihrer Aufträge und des internationalen Versandes finden Sie hier.
  • Hilfreich ist der von eBay angebotene Versandkosten-Rechner welcher konkret für die Größe der Ware einen Preis ermittelt.
  • Übersetzungen können kostenlos über Google Translate oder Bing erstellt werden.
  • Übersetzungsdienstleister – werden von diesen auch auf den ausländischen eBay-Seiten eingestellt und optimiert.
  • Die Bezahlung der Gebühren kann über PayPal, Kreditkarte, Banküberweisung etc. erledigt werden. Die verschiedenen Möglichkeiten werden hier detailliert aufgelistet.

Cdiscount

Produkt-Kategorien: Video-Spiele, Elektronik-Artikel, Auto-Zubehör, Bastelbedarf, Haus und Dekoration, Kleidung und Schuhe, Babyartikel, Schmuck, Sportartikel, Wein und Lebensmittel.

Fakten:

  • Über Cdiscount lassen sich ca. 10 Millionen Kunden erreichen.
  • Über diese Seite können Sie ein Verkäuferkonto einrichten.
  • Zu allererst ist es erforderlich, das Formular „C le Marché“ auszufüllen und vom Cdiscount-Team genehmigen zu lassen.
  • Vorab sollte man sich als Verkäufer im Klaren sein, dass alle notwendigen Bedingungen erfüllt werden können.
  • Über Discount lassen sich auch die Märkte in Kolumbien, Vietnam und Thailand erreichen.
  • Es besteht die Möglichkeit, zwischen vier verschiedenen Versand-Möglichkeiten zu wählen. Direkt an den Käufer, Lieferung an ein Geschäft, Abholung durch den Kunden in einem Geschäft oder Lieferung an eine Packstation.

Kosten für Verkäufer:

  • Monatlich fällt ein Beitrag von 35 Euro an. Dieser Betrag wird immer zum 1. eines jeden Monats automatisch von den angefallenen Kommissionsbeiträgen abgezogen. Die Kommissions-Beträge reichen von 4% des Verkaufsbeitrages für z.B. Konsolen bis zu 12,5% bei Produkten wie Spielzeug, Musikinstrumente, High-Tech, Dekorationsartikel, Mode, Schmuck und Sportartikel usw.

FNAC

Produkt-Kategorien: Sehr breite Produkt-Palette von Büchern, Kinderartikeln, Elektronik über TV, Foto- und Computerausstattung zu Haushaltsartikel, Geschenkartikel und Tickets für Veranstaltungen und Reisen.

Fakten:

  • Für Profi-Verkäufer gibt es die Möglichkeit, ein Verkäuferkonto einzurichten. Ansonsten, für Privatpersonen bietet es sich an, die Artikel, die ursprünglich bei FNAC gekauft worden sind und nicht mehr benötigt werden, dort auch wieder zu verkaufen.
  • Die Konditionen des Profi-Verkäuferkontos sind hier verfügbar.

Kosten für Verkäufer:

  • Für Verkäufer fällt ein Kommissions-Beitrag von 8%-15% je nach Produkt-Kategorie oder Preis-Segment an.

Um französische Kunden zu erreichen, gibt es noch mehr Marktplätze wie z.B.  2xmoinscher (heißt übersetzt: 2 x günstiger), Pixelmania (International: in 30 Ländern aktiv), Rueducommerce.fr, paruvendu.fr und pixplace.pixmania.com. Je nachdem, in welcher Branche Sie aktiv sind, lohnt sich eine Recherche, ob einer dieser Marktplätze für Sie in Frage kommt.

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