Welches Business-Netzwerk nutzen Geschäftskontakte aus Spanien?

Die Spanier lieben Social Media, insbesondere Facebook, Youtube und Twitter. Wenn Sie häufiger mit spanischen Geschäftsleuten zu tun haben, kommt LinkedIn recht schnell ins Gespräch. Laut meiner Recherchen finden wir auf LinkedIn deutlich mehr Spanier als Deutsche. Je nach Berufsgruppe  können das sogar mehr als doppelt so viele Spanier als Deutsche sein. Der Grund dafür ist, dass wir hier in Deutschland noch XING, das deutsch-sprachige Business-Netzwerk haben.

Julia Schwertfeger ist Geschäftsführerin von Schwertfeger & Martinez Santos GbR, einer Unternehmensberatung, welche vor allem spanische Unternehmen im Rahmen der Expansion nach Deutschland berät. Vorrangig ist sie für das E-Business Consulting, die Durchführung von interkulturellen Trainings und das Online-Marketing verantwortlich. Julia war so freundlich und hat mir einen kleinen Einblick in ihre Beobachtungen des spanischen Marktes und dessen Online-Kommunikationsverhalten gegeben.

Was sind Deine Beobachtungen zum spanischen Markt und wie wird LinkedIn dort genutzt?

Julia Schwertfeger: Im Prinzip ganz ähnlich wie bei uns in Deutschland wird LinkedIn genutzt, um nach Kooperationen und neuen Partnern zu suchen und um Promotion in eigener Sache zu machen. Des Weiteren wird es auch für die aktive Jobsuche genutzt und um sein neues und altes Netzwerk zu aktivieren.

Im Gegensatz zu XING, wo ich eine gute Durchmischung der Kontakte und Branchen feststelle, sind es in LinkedIn vorwiegend Kontakte aus digitalen/ technologischen Bereichen oder Export.

Mit wie vielen Spaniern bist Du ungefähr vernetzt?

Derzeit sind es ca. 100 Kontakte.

Finden sie Dich oder gehst Du pro-aktiv auf sie zu?

Julia Schwertfeger: Ich gehe eher auf sie zu. Egal ob männlich oder weiblich.

Bei XING kommen viel mehr Menschen auf mich zu, weil ich bspw. In einer Gruppe etwas kommentiert habe. Dies passiert mir bei LinkedIn nicht so häufig (bei englischsprachigen Gruppen aber auch nicht!).

Seit wann bist Du selbst ein Mitglied bei LinkedIn?

Seit Januar 2010.

Gibt es etwas besonders Typisches am Verhalten der spanischen Geschäftsleute in internationalen Business-Netzwerken, was Du uns hier noch mitteilen kannst?

Julia Schwertfeger: Im direkten Kontakt ist die Business-Etiquette ganz anders in Spanien als bspw. In Deutschland: Man duzt sich, hält Smalltalk und kommt dann langsam zum Geschäftsteil. Hier in Deutschland läuft es ja genau andersherum: Üblicherweise siezt man sich. Erst kommt das Geschäftliche und dann gerne auch Smalltalk.

In Spanien ist die Begrüßung mit Wangenkuss (bei Männern und Frauen) auch bei Fremden bzw. neuen Business-Kontakten üblich.

Auf LinkedIn spiegelt sich dieses Verhalten nicht wieder, hier ist man eher reserviert. Spanier sind definitiv eine Spezie, die den direkten Kontakt braucht, um sich wohlzufühlen. Online wenden sie diese Zwanglosigkeit nicht an.

Kommunizierst Du auf Englisch oder auf Spanisch?

Julia Schwertfeger: Ich kommuniziere mit den Spaniern natürlich auf Spanisch, mit den Katalanen auf Katalanisch. Alle anderen Kontakte sind englisch- oder deutschsprachig.

Gäbe es eine Chance, mit den spanischen Geschäftsleuten gute Kooperationen aufzubauen, wenn Du nicht so gut Spanisch könntest? Worauf sollte man dann besonders achten?

Die Geschäftsleute „ticken“ je nach Branche sehr unterschiedlich. In digitalen oder technologischen Bereichen ist es leichter und eher akzeptiert auf Englisch zu kommunizieren, während die traditionellen Branchen und kleine Unternehmen nur in ihrer Landessprache kommunizieren. Die Firmengrösse ist ein wichtiger Faktor. Ebenso ist entscheidend, ob man etwas kaufen oder verkaufen möchte. Von Exportabteilungen, die verkaufen wollen, wird man oft auf Englisch angeschrieben, telefonischer Kontakt ist aber wieder schwieriger. Will man etwas verkaufen, ist die Landessprache definitiv wichtig, und noch wichtiger als bei uns, um Vertrauen aufzubauen.

Je nach Region sind die Firmen oft zu 70% Familienbetriebe und es ist extrem schwer hier anzuknüpfen bzw. das Vertrauen zu gewinnen. Hier ist man auf Empfehlungen angewiesen.

Vielen Dank für Deine Offenheit und die interessanten Antworten.

Wer häufiger mit Spaniern zu tun hat, sollte sich m.E. Nach damit beschäftigen und das Profil in beiden Sprachen anlegen. So sieht der Spanier auf den ersten Blick, in welchem Bereich Sie tätig sind. Wie wir gelernt haben, freut sich der Spanier, wenn er in seiner Landessprache angesprochen wird. Hier erfahren Sie, wie man ein mehrsprachiges Profil auf LinkedIn anlegen kann.

Ergänzung:

Einen guten Überblick über die Social-Media-Nutzung der Spanier gibt es in folgendem Beitrag auf LinkedIn:

  • Besonders beliebt sind Facebook und WhatsApp.
  • 75% der 16-55-Jährigen nutzen das Internet mindestens einmal in der Woche.
  • LinkedIn wird pro Woche im Durchschnitt ungefährt 1 h 23 Min genutzt. Der Durchschnittswert für alle Netzwerke liegt bei 2,57 h.
  • Das Folgen von Influencern steht im Vordergrund, 85% der Nutzer folgenden den Meinungsführern
  • Die Zahl der Kunden, die Social-Media-Netzwerke von Unternehmen nutzen, um den Kundenservice zu kontaktieren, nimmt weiter zu.
  • Themen wie Kultur, Technologien und Mode werden besonders gerne online diskutiert

 

Fotos: Julia Schwertfeger, pixabay

So profitieren Sie vom Geo-Targeting im internationalen Marketing

Ich arbeite seit Jahren mit dem Social-Media-Tool Hootsuite und finde es für meine tägliche Arbeit sehr praktisch. Dank meines Pro-Accounts kann ich deutlich effektiver arbeiten und mich im Alltag auf das Wesentliche konzentrieren.

Für Unternehmen bietet das Tool im Rahmen seiner Enterprise-Variante Funktionen an, welche ihnen helfen können, im Social-Media-Dschungel aufzufallen, mehr Leads zu generieren, besseres Community-Engagement zu betreiben und im Endeffekt mehr zu verkaufen. In meinem heutigen Artikel geht es um die Möglichkeiten des Geo-Targeting im internationalen Marketing – mit Hilfe der Möglichkeiten, die Ihnen Hootsuite anbietet.

Warum sollten Sie sich mit dem Geo-Targeting beschäftigen?

  • Es hilft, Informationen über Themen zu gewinnen, welche in einer bestimmten Region oder einem anderen Land diskutiert werden. Finden Sie heraus, was man in Frankreich, UK oder Island über Ihre Produkte zu sagen hat.
  • Sie stellen nächsten Monat in einem dieser Länder auf einer Messe aus? Sprechen Sie mit Ihren Tweets genau diese Kontakte in dem Land an, wo die Messe stattfinden wird.
  • Twitter ist so schnelllebig und nur ein Bruchteil der vielen täglichen Tweets kann wahrgenommen werden. Mit Hilfe des Targettings grenzen Sie die Tweets gezielter ein.

Versenden Sie Tweets gezielt an Ihr internationales Publikum!

Ihr Twitter-Account kommuniziert hauptsächlich auf Englisch und Sie erreichen damit ein internationales Publikum. Nun steht aber Ende nächsten Monats die Messe im Ausland an. Was bietet sich hier besser an, als Ihre Messe-Tweets gezielt an Kunden bzw. Interessenten aus dem jeweiligen Land zu senden?

Das funktioniert auf Hootsuite wie folgt:

Beim Entwerfen einer neuen Twitter-Nachricht sehen Sie fünf kleine Icons, einer davon ist der Globus. Wenn Sie auf diesen klicken, öffnet sich ein neues Feld, welches Ihnen erlaubt, Länder oder Sprachen auszuwählen. So wie hier:

Bildschirmfoto 2015-04-08 um 11.54.10

Wenn Sie Ihre Nachricht getippt haben, besteht wie immer die Möglichkeit, diese auch zu planen, d.h. so zu programmieren, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt versendet wird. Hierzu klicken Sie auf den Kalender-Icon (steht im Screenshot an 2. Stelle von links).

Hootsuite Pro bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Geo-Targeting mit verschiedenen Ländern durchzuführen. Wählen Sie ein Upgrade und entscheiden sich für Hootsuite Enterprise, wird diese Funktion auf Städte und Sprachen ausgeweitet.

Filtern Sie nach verschiedenen Sprachen

Mit Hootsuite können Sie „language search parameters“, also Such-Parameter für verschiedene Sprachen verwenden und mit diesen z.B. einen Search-Stream erstellen. Wenn Sie ein international agierendes Unternehmen sind, spart Ihnen diese Möglichkeit, die Suche einzugrenzen, jede Menge Zeit und Nerven.

Nutzen Sie doch die Suche nach einem bestimmten Suchbegriff in Kombination mit einem Sprach-Such-Parameter. In der folgenden Liste finden Sie eine kleine Auswahl (insgesamt bietet Hootsuite 20 Sprachen zur Auswahl):

  • Englisch – lang:en
  • Französisch – lang:fr
  • German – lang:de
  • Japanisch – lang:ja
  • Russisch – lang:ru
  • Spanisch – lang:es

Wenn Sie nach Tweets über das Business-Netzwerk LinkedIn in spanischer Sprache suchen, könnte der Such-Stream wie folgt aussehen:

Bildschirmfoto 2015-04-08 um 13.44.03

Wenn Sie aktiv mit den Search-Funktionen auf Hootsuite arbeiten möchten, was ich nur empfehlen kann, sollten Sie in Zukunft diese Sprachen-Parameter hinzufügen. Damit bleiben Sie auf dem Laufenden, was zu einem bestimmten Thema in Ihrem Zielland bzw. in der angegebenen Sprache besprochen wird bzw. können langfristig herausfinden, wer Meinungsführer zu dem Thema sind.

Sie interessieren sich für weitere Themen rund um internationales Marketing bzw. internationales Social Media? Am Mittwoch, den 13. Mai ab 10 Uhr halte ich ein gratis Webinar zu den wichtigsten Grundlagen von LinkedIn und wie Sie dank LinkedIn international bekannter werden können. Melden Sie sich noch heute hier zu meinem Webinar an! Ich freue mich über Ihre Teilnahme!

Interview in der LEAD Digital über internationales Social Media

world 3d puzzle (usa)

Dank meiner eigenen Social-Media-Aktivitäten, genauer gesagt durch den Kurznachrichtendienst Twitter, hatte ich im Oktober 2014 Kontakt mit www.twitter.com/julianheck und daraus entstand die Gelegenheit, ein Interview für die Print-Ausgabe 23/2014 der LEAD Digital zu meinem Lieblingsthema zu geben: „Social Media und wie man es auf internationaler Ebene einsetzt“.

LEAD Digital, das Magazin für Digital Business beschäftigt sich seit einiger Zeit in seiner Serie „Internationalisierung“ regelmäßig mit Themen rund um das Thema Auslandsexpansion für Unternehmen. In der Novemberausgabe hat sich der Autor, Julian Heck konkret mit Social Media auseinandergesetzt und neben mir noch einen anderen Experten dieses Fachgebietes konsultiert.

Im Interview hatte ich die Gelegenheit, die gängigen Fragen wie z.B., ob es notwendig ist, dass ein Unternehmen für jedes Land einen extra Social-Media-Account einrichten sollte oder ob es länderspezifische Unterschiede bei den Social-Media-Plattformen gibt zu beantworten. Hier geht es zu einem Ausschnitt des Interviews.

Mit meinem Blog beschäftige ich mich seit über zwei Jahren mit der Social-Media-Nutzung in anderen Ländern und um die länderspezifischen Eigenschaften bzw. welche Tipps ich Unternehmen gebe, die sich international ausrichten möchten. Ich freue mich über Feedback bzw. Anregungen für neue Artikel, die sich mit den Fragen beschäftigen, sie Sie ggf. zu diesem Thema haben! Schreiben Sie mir einen Kommentar oder E-Mail an Friederike@glez.de, gerne nehme ich sie in meine Themenliste auf.

 

 

 

Warum Instagram in Ihrem internationalen Online Marketing nicht fehlen sollte

taking picture - mobile phone

Instagram ist die am schnellsten wachsende Plattform mit 25% Wachstum (von 2013 auf 2014) und erreichte 100 Millionen aktive Nutzer zwischen 16 und 64 Jahren. Bilder sind nach wie vor sehr beliebt im Netz und für Ihr internationales Marketing ein sehr interessantes Medium. Ich habe es mir für diesen Artikel etwas genauer angeschaut:

Ein paar Fakten zu Instagram

  • Laut dem Instagram-Blog verfügt das Netzwerk mit 300 Millionen Accounts weltweit über eine sehr große Reichweite.
  • 3 Millionen Nutzer kommen aus Deutschland, mit steigender Tendenz.
  • 70 Millionen Fotos und Videos werden täglich gepostet.

Instagram ist international

  • Über 70% der Instagram-Nutzer kommen von außerhalb der USA.
  • Wie hier auf Newstwenty4seven.com bekannt wurde, ist Russland nach der Anzahl der Nutzer inzwischen unter den Top 5-Instagram-Ländern zu finden.
  • Ganz aktuell ist es möglich, sich über Iconosquare http://iconosquare.com Statistiken anzuschauen und dort wurde mir heute (20.1.2015) angezeigt, dass 25% der Nutzer aus den USA, 23% aus Russland, 9% aus Schweden, 5% aus Frankreich und 5% aus Italien kommen. Iconosquare eignet sich übrigens hervorragend um zu sehen, welche Bilder besonders gut ankommen und um seine Instagram-Kampagnen auszuwerten.
  • 2013 gehörten laut einem Artikel auf Seomworld.com die USA, Japan, Brasilien, Spanien und Deutschland zu den Top 5 der Instagram-Länder.
  • Weitere interessante Fakten liefert auch der Global web index trends report von Q2/2014Befragt wurden hierfür 170.000 Internetnutzer aus 132 Ländern. Pro Land werden jedes Jahr 3000 bis 4000 Internetnutzer befragt. Laut der Studie kommt ein hoher Anteil an Internet-Nutzern aus den folgenden Ländern (vor allem aus dem asiatischen Raum), was sicher im Hinblick auf internationale Aktivitäten sehr interessant ist: Thailand mit 21%, Malaysia mit 17%, die Philippinen und Saudi Arabien mit jeweils 16%, Indonesien mit 15%, Türkei mit 13% und Brasilien mit 12%.

Vorteile von Instagram

  • Im Stream werden keine Beiträge ausgeblendet. Wer jemandem folgt, sieht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch dessen Bilder.
  • Besonders gefragt sind auf Instagram authentische Bilder und keine professionellen Fotografen-Bilder, was für Einzelpersonen und Unternehmen mit Sicherheit einen enormen Kostenvorteil darstellt
  • Instagram-Bilder werden über die Google-Bildersuche besonders schnell gefunden bzw. liegen meist mit unter den ersten Treffern.
  • Marketingaktionen wie Fotowettbewerbe lassen sich auf Instagram relativ leicht und mit wenig Aufwand umsetzen.
  • Ideal um hinter die Kulissen schauen zu lassen. Bilder sind of besser als 1000 Worte: Über Bilder können Unternehmen einen Blick hinter die Kulissen werfen lassen.
  • Da das Bild an sich kommuniziert, ist der Text zum Foto eher zweitrangig. In den meisten Fällen kommen Unternehmen mit englischsprachigen Hashtags sehr weit. Wer ganz gezielt ein lokales Publikum ansprechen möchte, kann die Bildunterschriften natürlich auch übersetzen.
  • Bilder können zeigen, was man mit den Produkten machen kann. Z.B. eignet sich die Plattform sehr gut für Unternehmen, die Zutaten für bestimmte Produkte verkaufen, deren Endprodukte zu zeigen. Ein Hersteller von Backmischungen kann zeigen, wie die fertigen Kuchen aussehen können.
  • Dank Hashtags, die gezielt von Unternehmen eingesetzt werden sollten, können Unternehmen und deren Themen gut gefunden werden.
  • Instagram wird vor allem von einem jungen Publikum, den 16-24-Jährigen genutzt. Von allen Instagram-Nutzern machen sie ca. 39% aus. Wenn Ihnen diese Zielgruppe wichtig ist, ist Instagram mit relativ wenig Aufwand die richtige Wahl.

Wie können Sie auf auf Instagram punkten?

  • Gewähren Sie Einblicke in den Unternehmensalltag!
  • Kreieren Sie Bildgeschichten von Marketing-Aktionen und informieren Sie über die Bilder über verschiedene Phasen der Aktionen!
  • Lassen Sie das Management und Außendienst-Mitarbeiter von Dienstreisen, von Messebesuchen berichten und lassen Sie die Instagram-Nutzer die Reisen miterleben!
  • Bauen Sie Spannung auf! Bilder machen neugierig auf neue Produkte, neue Verpackungen oder neue Designs!
  • Schlüpfen Sie mit den Aktionen in die Rolle der eigenen Kunden! Beobachten Sie sie genau lassen sich von deren Hashtags inspirieren. Der Trend der Selfies ist z.B. ideal für die Mode und Kosmetikbranche und wurde dort schon gerne für eigene Aktionen angewendet. Im Bereich Food gibt es ebenso viele Möglichkeiten, da viele Nutzer stylisches Essen, neue Rezepte etc. posten und sich die Visualisierung hier besonders gut eignet.
  • Zu Zeiten von Produktlaunches, kann es sehr wirkungsvoll sein, Werbung auf Instagram zu schalten.

Erkenntnisse für Ihr globales Influencer Marketing

Blogger sign for internet blogs & computer users

Influencer Marketing bzw. Blogger Relations gewinnen immer mehr an Bedeutung. In manchen Ländern werden sie schon seit Jahren sehr aktiv in die Marketing-Aktivitäten eingebunden, in anderen Ländern ist diese Entwicklung noch relativ jung. Eines haben die Unternehmen, die Influencer Marketing betreiben gemeinsam: Sie haben deren große Bedeutung für sich und ihre Unternehmensziele bereits erkannt. Interessante Fakten lassen sich zu diesem Thema aus dem „Digital Influence Report 2013“  herauslesen welcher von TechnoratiMedia (eine der größten Monitoring-Seiten für Blogs) für den US-Markt durchgeführt worden ist. Hierfür wurden 6.000 Influencer, 1.200 Verbraucher und 150 Vermarkter befragt. Ein sehr interessantes Ergebnis dieser Studie zeigt, dass Blogs in puncto Kaufentscheidung den größten Einfluss haben. 31,1% der Befragten antworteten, dass Blogs mittlerweile einen minimal größeren Einfluss auf die Kaufentscheidung haben als z.B. Facebook mit 30,8 %.

Gerade wenn Sie noch relativ am Anfang stehen, beschäftigen Sie sich sicherlich mit vielen Fragen hinsichtlich des Umgangs mit den Influencern. Folgende Fragen hat sich Augure in seiner „Influencer-Studie“ genauer angesehen:

Wie spreche ich meine Influencer an und worauf sollte ich dabei achten? Welche Art von Kooperationen kommen wo besonders gut an? Wie bei vielen Social-Media-Themen gibt es auch hier landestypische Unterschiede. Wenn Sie diese kennen und das Wissen entsprechend anwenden, kann sich die Zusammenarbeit mit Ihren Influencern deutlich besser gestalten. Die Augure-Studie spiegelt die wichtigsten Punkte zum Thema Blogger Relations in verschiedenen Ländern wider.

Befragt worden sind PR- und Marketing-Experten aus Spanien, Frankreich, UK und USA sowie aus weiteren Ländern. Dabei repräsentieren ca. 70 % den spanischen und französischen Markt.

Herausforderungen bei der Identifizierung von Influencern

Als eine der größten Herausforderungen wird das Identifizieren der richtigen Influencern angesehen. 61% der befragten Experten waren dieser Meinung. 56% antworteten, dass es schwierig ist, sich bei Influencern als Unternehmen oder Agentur Gehör zu verschaffen. 44% antworteten, dass das Measurement, das Berechnen des ROI einer Influencer-Marketing-Aktion der schwierigste Teil sei.

Wer ist ein Influencer?

  • 79% sagten, dass er in der Lage ist, Meinungen zu vertreten und Reaktionen im Publikum auszulösen, wenn er über ein bestimmtes Thema spricht bzw. darüber berichtet.
  • 73% meinten, dass die Menge der Zuhörerschaft/ Follower besonders wichtig sei.
  • 62% beziehen sich vor allem auf den „Share of Voice“: Der Menge an Gesprächen die ein Influencer zu einem bestimmten Thema führt.
  • In diesem Report kam heraus, dass Klout keine gute Messlatte ist um Influencer zu benennen. In Frankreich halten nur 5% der Experten etwas davon, Klout in den Prozess der Identifizierung einzubeziehen. In Spanien sind es mit 10% auch nur ein paar mehr, die etwas davon halten.
  • Bei der Identizifierung der Influencer arbeiten viele Unternehmen mit einer Skala von 1 (sehr wichtig) bis 5 (unwichtig) sind den von eMarketer befragten Unternehmen vor allem Facebook Freunde (2,59), Likes (2,36) und die Follower auf Twitter (2,4) wichtig, um die Meinungsführer für ihre Marken zu finden. Ebenfalls sehr wichtig sind die Unique Visitors eines Blogs und die Page views.

Welche Kanäle eignen sich am besten für die Kontaktaufnahme?

  • 66% sind der Meinung, dass die Kontaktaufnahme per E-Mail am erfolgreichsten ist, da dieser Kanal am wenigsten aufdringlich wirkt.
  • Gefolgt wird diese von Twitter mit 57%, dann kommt der Blog des Influencers mit 52%.
  • Weiter hinten stehen Facebook und G+ an. Nicht zu vergessen sind auch offline-Veranstaltungen wie Messen und Konferenzen.

Wie geht man vor, wenn man strategisch zusammenarbeiten möchte?

  • Die Rolle des Influencers ist in folgenden Situationen besonders strategisch: Bei Produkt-Vorstellungen (76%), bei der Bewerbung und Verteilung von Inhalten (57%) bzw. bei der Bewerbung von Veranstaltungen oder Webinaren (50%).
  • Einige Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass sie mit Influencern ihre Zielgruppe besser erreichen können als mit traditionellen Medien und setzen sich direkt mit ihnen in Verbindung um die Sichtbarkeit ihrer Marke zu verbessern.
  • Inwieweit macht es Sinn, Influencer in Produkt Launches einzubeziehen? 82% der Agenturen und 74% der Unternehmen sehen das eher kritisch.
  • So konzentrieren sich 55% der Befragten Unternehmen auf Events, da diese ihrer Meinung nach die beste Form der Interaktion für diesen Zweck bieten.
  • 31% konzentrieren sich eher auf Produkt-Tests, 17% versenden Muster bzw. kleine Geschenke an Blogger.

Influencer und das Erstellen von Content

  • 44% arbeiten gerne mit Influencern zusammen um Content zu erstellen. Dazu gehören meist Gastartikel, Interviews und Kooperationen. Besonders in Frankreich wird auf diese Art und Weise an Content gearbeitet. 56% der Befragten gingen dort so vor.
  • Zur Verbreitung der Inhalte spielen Blogger bzw. Influencer eine sehr wichtige Rolle. Dem stimmten 64% der Marketing-Experten und 54% der Kommunikations- und PR-Experten zu.

Schickt man nun Pressemitteilungen an Influencer? Ja oder Nein?

  • 46% der hier Befragten haben zugegeben, dass sie dies tun. Gerade auf dem französischen Markt ist das Gang und Gebe (50%).
  • In Spanien werden mit ca. 30% eher weniger Pressemitteilungen an Influencer versendet. Nur 22% sind der Meinung, dass es effektiv ist, Unternehmensnachrichten an Blogger zu versenden.

Was erwarten Blogger?

  • Das A und O ist es zu wissen, dass Blogger bei der Erstellung ihres eigenen Contents unterstützt werden möchten. Wenn Sie sie mit Informationen, Produkten, Antworten auf ihre Fragen, und gerne auch Zugang zu exklusivem Material unterstützen können, ist das schon die „halbe Miete“.
  • 31% der Befragten antworteten, dass ihnen das besonders wichtig wäre.
  • 28% antworteten, dass sie vor allem auf der Suche nach exklusiven Informationen sind. Diese beiden Punkte sind Bloggern deutlich wichtiger als die Vergütung in finanzieller Form, durch Geschenke oder Produkte.
  • Die finanzielle Aufwandsentschädigung liegt mit 16% erst an dritter Stelle.
  • 12% erwarten Einladungen zu Veranstaltungen und nur 9% Produkt-Tests.
  • Je jünger der Kontakt zum Blogger ist, desto eher wird erwartet, dass er Produkte kostenfrei zugeschickt bekommt.

Welche Fragen beschäftigen Sie im Rahmen Ihrer internationalen Aktivitäten mit Bloggern? Haben Sie Unterschiede festgestellt und wenn ja, welche? Ich freue mich auf Ihre Kommentare zu dem Thema!

 

 

 

 

Welche Art von Social Content kommt wo besonders gut an?

Gruppo multietnico

Kürzlich bin ich auf eine interessante Studie von Ogilvy & Mather gestossen, wo es um das Thema Social Sharing auf globaler Ebene geht. Im Rahmen der Studie wurden verschiedene Aspekte rund um das Teilen von Content in sozialen Medien betrachtet. Besonders spannend finde ich, dass dazu 6500 Teilnehmer aus 16 verschiedenen Ländern befragt worden sind und der Leser Informationen über die Gewohnheiten in einzelnen Ländern gewinnt. Häufig findet man nur Studien aus dem eigenen Land oder aus den USA, während hier auch Länder wie China, Mexiko, Japan und Russland dabei sind.

In früheren Artikeln bin ich ja schon häufiger auf die unterschiedliche Nutzungsweise in anderen Teilen der Welt eingegangen und diese Studie untermauert diese Fakten noch. So erfährt der aufmerksame Leser Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Kultur teilt besonders gerne andere Inhalte?
  • Welche Länder verhalten sich eher passiv im Netz?
  • Aus welchen Gründen werden Inhalte besonders gerne geteilt?
  • Welche Inhalte kommen in welchem Land besonders gut an?

Meiner Meinung nach sind dies wichtige Informationen für Unternehmen, die ihre Marketing-Materialien einem globalen Publikum zugänglich machen wollen. Das Wissen über die Nutzungsweise kann ausschlaggebend dafür sein, ob Sie ein Video, einen Artikel oder eine Social-Media-Kampagne übersetzen bzw. lokalisieren lassen sollten oder nicht. Nicht jeder Artikel oder Video wird bei jedem Land gleich erfolgreich sein bzw. dazu führen, dass er von den Lesern auch weitergeleitet wird. Beim Erstellen von Inhalten kann die Auswahl an Inhalten entsprechend gesteuert werden, denn nicht überall wird in Social Media nur auf Informationen gesetzt sondern in einigen Regionen sind vor allem humorvolle Inhalte besonders beliebt.

Wichtige Fakten aus der Studie:

  • Länder wo besonders aktiv geteilt wird sind: China, Hong Kong, Brasilien, Mexiko und die Türkei.
  • Deutschland gehört zu den Ländern wo man sich mit dem Teilen eher zurückhält. Interessanterweise gehören, laut der Studie, auch die USA und Korea dazu. In Japan wird ebenfalls sehr selten bis gar nicht geteilt. Betrachtet man diese Länder, kann man nicht pauschal sagen, dass individualistisch geprägte Kulturen mehr oder weniger in Social Media besonders viele Inhalte teilen.
  • Es überrascht nicht allzu sehr, dass Inhalte mit werblichen Inhalten so gut wie gar nicht geteilt werden. Viel erfolgreicher sind Informationen und Humorvolles. Die Studie hat ergeben, dass in „reifen“ Märkten besonders auf wertvolle Informationen gesetzt werden sollte, während „Emerging“ Markets, besonders auf spaßige Texte, Bilder oder Videos reagieren und diese Inhalte sehr gerne geteilt werden.
  • Die wichtigsten Gründe, warum Inhalte geteilt werden: Mit anderen in Kontakt treten und um Themen oder Probleme zu besprechen. Länder, wo dies einen besonders großen Platz einnimmt, sind Mexiko, die USA, Südafrika, Singapur und Russland.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Informationen geteilt werden, ist in Indonesien, Mexiko, der Türkei und Brasilien am größten. Humorvolles wird am liebsten in Hong Kong, UK, Japan und Polen geteilt.
  • 77% der Befragten Teilnehmer auf globaler Ebene sagten, dass die von Unternehmen produzierte Werbung bzw. deren Social-Media-Inhalte eher schlecht ankommt. Unternehmen sollten daher noch aktiver an hoch-qualitativen Inhalten arbeiten. Gerade in den USA, Japan und Korea hat man die Nase voll von zuviel Werbung, so die Aussage der befragten Teilnehmer. Es gibt allerdings auch Länder wo Werbung bzw. von Unternehmen generierte Inhalte gut ankommen. Dazu zählen die Türkei (75%), China (73%) und Hong Kong (71%).
  • Die wichtigsten Gründe, warum einem Unternehmen gefolgt wird sind mit Abweichungen von Land zu Land:
  1.              34% Produkt-Informationen, Angebote und Neuigkeiten
  2.              19% wollen unterhalten werden
  3.              16% suchen nach einer Möglichkeit, direkt Feedback geben zu können.

Ich denke, dass die Ergebnisse eine Tendenz vermitteln und Unternehmen anhand der Ergebnisse der Studie einen ersten Eindruck über die Kultur des Teilens von Inhalten bekommen. Ich halte allerdings eine individuelle Betrachtung der Zielgruppe im Land und der Branche für zwingend notwendig. Selbst hier in Deutschland gibt es starke Abweichungen, sobald man sich verschiedene Zielgruppen und deren Social-Media-Nutzung anschaut. Es ist davon auszugehen, dass in anderen Ländern ähnliche individuelle Aspekte beachtet werden sollten.

 

7 Grundlagen der erfolgreichen Lokalisierung Ihres internationalen Social-Media-Profils

Symbol of European day of languages

Passend zu meinem vorhergehenden Artikel soll es heute um die erfolgreiche Umsetzung einer internationalen Social-Media-Strategie gehen. Sie möchten mit Ihrer Marke ein globales Publikum erreichen? In dem Fall rate ich zu lokalen Social-Media-Accounts, zumindest auf Plattformen wie Facebook und Twitter. Die Auswahl der Profile sollte zu Ihren Themen passen und zu den Nutzungsgewohnheiten Ihrer Zielgruppe im Zielland.

Gehen wir mal davon aus, dass Sie hochwertige Bio-Lebensmittel jetzt auch in Frankreich, Spanien und UK verkaufen möchten. Die entsprechenden Profile auf Facebook haben Sie eingerichtet, aber wie stellen Sie sicher, dass Ihre geposteten Inhalte wirklich lokal sind und Ihre zukünftigen Kunden sich angesprochen fühlen?

Im folgenden erhalten Sie eine Checkliste mit sieben Punkten, die helfen, Ihre Inhalte zu lokalisieren:

  1. Kommunikation in der Landessprache: Das komplette Profil ist in lokaler Sprache angelegt und die tägliche Kommunikation bzw. Ihre Posts erfolgen in der Landessprache, also auf Französisch, Spanisch und Englisch.
  2. Lokale Ansprechpartner/ Kontaktdetails: Im Info-Bereich der lokalen Facebookseite finden die Fans Kontakt-Details der lokalen Ansprechpartner im Zielland. Wenn Sie vor Ort einen Country Manager im Einsatz haben, dann sollten Sie dessen E-Mail-Adresse bzw. eine zentrale E-Mail-Adresse auflisten.
  3. Lokale Social-Media-Plattformen: Die Auswahl der Social-Media-Plattformen erfolgt im Vorhinein basierend auf den lokal üblichen Gewohnheiten der Zielgruppe. So kann es Märkte mit Twitter-Account geben, in anderen Ländern ist ggf. eine andere Social-Media-Plattform populärer, so dass Sie in den verschiedenen Ländern auch andere Plattformen im Einsatz haben. Hier kann ich nur empfehlen, im Vorhinein eine genaue Analyse des lokalen Marktes durchführen zu lassen.
  4. Saisonale/ regionale Themen: In die Kommunikation werden saisonale bzw. auch regionale Themen bzw. Feiertage eingebunden. So findet z.B. in Frankreich am 2. Februar das Fest „Le Chandeleur“ statt. Anlässlich dieses Festes werden in französischen Familien Crêpes gegessen. Für Sie als Bio-Hersteller eventuell der perfekte Tag für eine Sonderaktion. Halloween-Feiern erfreuen sich inzwischen in allen Ländern immer mehr Beliebtheit, obwohl sie ursprünglich in UK und Ireland gefeiert worden sind. In UK fallen die Feiertage meist auf Montage, so dass sich die Briten über verlängerte Wochenenden freuen können. Dies sollte auch bei der Erstellung von Kampagnen und bei der Planung Ihrer Postings beachtet werden. Erstellen Sie für jedes Land einen Kalender mit den regionalen Feiertagen und passen Sie die Kommunikation entsprechend an!
  5. Regionales Bildmaterial: Auf einer deutsch-sprachigen Profilseite kann jetzt im Oktober ein Herbstbild mit Halloween-Kürbis sehr gut ankommen. In einem exotischen Land wäre es eher befremdlich. Wenn Sie eine Aktion im August/ September zum „Back-to-School“ planen und Bildmaterial mit Schulkindern suchen, beachten Sie, dass in Großbritannien Schulkleidung gebräuchlich ist, während das in Frankreich und Deutschland eher unüblich ist. Orientieren Sie sich bei der Auswahl des Bildmaterials auch an den lokalen Gepflogenheiten!
  6. Verlinkung/ Einladungen zu regionalen Veranstaltungen: Neben dem Kalender zu regionalen Feiertagen/ Traditionen und Veranstaltungen, ist es ratsam auf lokale Messen/ Workshops zu verlinken und Kunden dazu einzuladen.
  7. Regional typische Promotion-Aktivitäten: Auswahl der lokalen Promotion-Aktionen basierend auf den lokalen Bedingungen. Lassen Sie sich hier auch im Hinblick auf rechtliche Bedingungen beraten. Nicht jede Promotion- oder Gewinnspiel-Aktion kann in jedem Land gleichermaßen durchgeführt werden.

All das lässt sich relativ einfach umsetzen, wenn Sie für jedes Land einen Country Manager beauftragt haben, der sich auch um die jeweiligen lokalen Social-Media-Plattformen kümmert und die regionalen Themen einfließen lassen kann. Ist dies nicht der Fall, kann es anfangs ausreichen, sich auf eine geringere Anzahl von Haupt-Profilen und eine begrenzte Anzahl von Fremdsprachen zu konzentrieren. Welche das sind hängt ganz stark von Ihrer Branche, der Unternehmensgröße und Ihrer Zielgruppe ab.

Haben Sie Fragen zur Internationalisierung Ihrer Social-Media-Profile und möchten in anderen Ländern eine individuellere, lokal passendere Kommunikation einführen? Kontaktieren Sie mich unter friederike@glez.de und wir vereinbaren einen Termin für eine Blitzberatung!

 

Foto: Fotolia © colorwaste

LinkedIn: So können Sie von den Gruppen profitieren

Several persons in social media network on world mapDas Profil auf LinkedIn ist ausgefüllt und von Zeit zu Zeit loggen Sie sich auch ein und lesen, was die Timeline so zu sagen hat. Aber zum richtigen Netzwerken ist es noch nicht gekommen. So berichten mir viele von ihren Erfahrungen mit LinkedIn. Wenn Sie mehr der weltweit größten Business-Plattform profitieren möchten, Meinungsführer kennenlernen möchten und selbst als Experte auftreten möchten, dann empfehle ich, Gruppen beizutreten, diese zu studieren und sich selbst dort einzubringen.

5 Fakten über LinkedIn und seine Gruppen:

  • Im ersten Halbjahr 2014 hat LinkedIn 300 Millionen Mitglieder weltweit erreicht und die Tendenz ist steigend.
  • LinkedIn-Mitglieder teilen Informationen in mehr als 2.1 Millionen LinkedIn-Gruppen.
  • Pro Minute finden in LinkedIn-Gruppen 200 Konversationen statt.
  • Pro Woche werden 8.000 neue Gruppen gegründet.
  • Im Durchschnitt treten LinkedIn-Mitglieder sieben Gruppen bei.

Meine Beobachtungen mit LinkedIn-Gruppen:

  • Die Auswahl an Gruppen ist gigantisch, wie die oben aufgeführten Zahlen schon verdeutlichen. Allerdings gibt es auch viele Gruppen mit relativ wenig Aktivität bzw. mit wenigen Mitgliedern.
  • Mich interessiert vor allem digitales Marketing auf internationaler Ebene, internationales Social Media, E-Commerce und Content Marketing. Zu all diesen Themen habe ich sehr aktive Gruppen gefunden und bekomme ein Gefühl für Trends und habe eine Plattform gefunden, mich in dem Bereich selbst weiterzubilden. Ich sehe sie als qualitativ wertvolle Informationsquelle an.
  • Je nachdem was Sie anbieten, eignen sich Gruppen auch, um Online-Veranstaltungen zu bewerben. Ich rate aber immer dazu, sich nicht nur mit Eigenwerbung einzubringen sondern auch andere Beiträge zu kommentieren und fremde Inhalte zu teilen.
  • Laut LinkedIn erhalten Sie 4 x mehr Besuche auf Ihr Profil, wenn Sie sich regelmäßig in Gruppen einbringen. Das kann ich voll und ganz bestätigen. Je nachdem wie aktiv die Gruppe ist, spürt man die Veränderung. Da meine eigenen Blogartikel in deutscher Sprache erscheinen, ich selbst aber eher in englisch- bzw. französischen Gruppen unterwegs bin, poste ich nur selten in Gruppen.
  • Wenn Sie international bekannter werden möchten, rate ich, internationalen Gruppen beizutreten und häufiger eigene Inhalte in englischer Sprache zu verfassen. Je nachdem welcher Markt Sie interessiert und welche Sprachen Sie beherrschen, sind andere Sprachen auch sehr willkommen und zielführend im Rahmen der Internationalisierung.
  • In Europa sind die Top 5 Länder auf LinkedIn: UK, Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien. Entsprechend finden Sie auch viele Gruppen in deren Landessprache.
  • Auch wenn ich Mitglied von mehr als 30 Gruppen bin, schaue ich aus Zeitgründen nur in 3-5 Gruppen regelmäßiger rein. Ich rate jedem Nutzer, sich wenn immer möglich, für ca. 3 LinkedIn-Gruppen 2 x die Woche Zeit zu nehmen und dort aktiv zu sein. Das kann gleich am Morgen sein oder nach dem Mittagessen. Probieren Sie es aus!
  • Wussten Sie, dass Sie mit anderen Gruppen-Mitgliedern nicht vernetzt sein müssen, um Ihnen Nachrichten zu schicken? Sie können deren Inhalten folgen und auf dem Laufenden bleiben. In vielen Fällen sind das Meinungsführer, welche wichtige Kontakte für Sie darstellen können.

In einem kürzlich veröffentlichten Interview mit Viveka von Rosen, LinkedIN-Expertin, Bloggerin der Seite Linkedintobusiness, Autorin des Buches „LinkedIn Marketing: An hour a day“ und Consultant für größere Marken (bei Forbes ist sie als Top 20 Women in Social Media 2011-2014 gelistet) spricht sie über Ihre Erfahrungen mit LinkedIn-Gruppen.

Folgendes fand ich besonders interessant:

  1. Richtig gemanagt, kann es sich lohnen, wenn ein Moderator beauftragt wird, der täglich die Gruppe betreut und für neue Themen, Diskussionen und Antworten auf Fragen sorgt. Erfahrungsgemäß gibt es Gruppen, wo somit regelmäßig Kundenanfragen erhalten werden und sie somit ein perfektes Akquise-Mittel sind.
  2. LinkedIn-Gruppen sind nicht zum Verkaufen gedacht. Sie sind perfekt um Kontakte zu knüpfen und um eventuell später gemeinsam Geschäfte zu machen. Vorrangig sollten Sie schauen, dass Sie nützliche Informationen mit ihrem Netzwerk und den Gruppen-Mitgliedern teilen und im nächsten Schritt ihren Bekanntheitsgrad erhöhen. Dann kommt der Verkauf von ganz allein!
  3. Wenn Sie in einer Gruppe aktiv sind oder diese sogar moderieren, ist es ratsam, diese per E-Mail auf die neuen Themen aufmerksam zu machen. Ähnlich wie bei einem Newsletter, versenden Sie in regelmäßigen Abständen interessante Themen an Ihre Zielgruppe und erhöhen dadurch die Aktivität in der Gruppe.

Sie interessieren sich für LinkedIn um international bekannter zu werden? In meinem nächsten gratis Webinar verrate ich Strategien, wie Sie das selbst erreichen können. Hier finden Sie die aktuellen Webinar-Termine.

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Internationales Video Marketing

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Sie arbeiten gerade an Ihrer Social-Media bzw. Online Marketing-Strategie mit internationaler Ausrichtung? Und in dieser spielen Unternehmens-Videos, Erklärvideos bzw. Werbevideos eine wichtige Rolle?

Egal, ob national oder international, viele Gründe sprechen dafür, sich dem Thema Video-Marketing zu widmen. Meist wird im gleichen Atemzug Youtube erwähnt, die weltweit wohl bekannteste Video-Plattform. Immerhin werden dort jede Minute 100 Stunden Video-Material hochgeladen. Die Reichweite mit monatlich einer Milliarde Besucher auf Youtube ist besonders hoch, die Verweildauer mit durchschnittlich 15 Minuten täglich ist ebenfalls enorm. Da Youtube zu Google gehört, haben Sie gute Chancen, die Sichtbarkeit Ihrer Videos dort zu steigern. Weitere Gründe für Youtube finden Sie in diesem interessanten Blogwerk-Artikel.

Youtube verfügt über 61 verschiedene Sprachversionen und ist eine international tätige Social-Media-Plattform: 70% der Zugriffe kommen aus Ländern außerhalb der USA.

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Aber ist Youtube wirklich in allen Ländern der Erde so beliebt wie in den USA, UK oder Deutschland?
Wenn Sie ein internationales Publikum erreichen möchten, empfehle ich Ihnen, herauszufinden, welche anderen Video-Plattformen in Ihren Wunschländern populär sind.

Im folgenden stelle ich neben Youtube noch 5 weitere Video-Plattformen mit sehr hoher Reichweite vor, welche bei einer globalen Ausrichtung Ihrer Export Marketing Aktivitäten eine Rolle spielen könnten.

Dailymotion.com
Ist eine der weltweit führenden Video-Plattformen mit mehr als 120 Millionen Besuchern pro Monat (ComScore, 2013) und über 2,5 Milliarden Aufrufen monatlich. Es ist in 18 verschiedenen Sprachen und 35 lokalisierten Versionen mit lokalen Webseiten und lokalen Inhalten verfügbar. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Paris zählt ungefähr 80.000 professionelle Accounts mit internationalem Content. Täglich kommen ca. 20.000 neue Videos hinzu.
Warum kann Dailymotion auch für andere Länder, die in Europa ansässig sind, interessant sein? Da es sich um ein französisches Unternehmen mit Sitz in Paris handelt, ermöglicht es eine europäischere Sicht auf EU-Gesetze, die Sicht auf die Video-Inhalte und deren Nutzung. In diesem Artikel von webwizard gibt es einen interessanten Vergleich zwischen Dailymotion und Youtube.

Rutube.ru
Diese russische Video-Plattform wurde 2006 gegründet und im März 2009 von Gazprom Media Holdings gekauft. Sie punktet mit 14,5 Millionen Besuchern/ Monat aus Russland und ca. 30 Millionen russisch-sprechenden Nutzern weltweit. Es wird von Alexa als eine der ca. 150 meistbesuchten Webseiten in Russland gelistet.

Niconico
Weltweit wird diese japanische Video-Plattformen von 34 Millionen japanischen Video-Fans genutzt. Den beliebten japanischen Video-Hoster gibt es inzwischen seit 2006.

Youku Tudou
Das chinesische Pendant zu Youtube, denn so wie Twitter oder Facebook, ist Youtube in China ebenfalls gesperrt, kommt auf ca. 260 Millionen Nutzer im Monat.
Besondere Eigenschaften dieser Plattform sind, dass es Benutzern erlaubt ist, Videos unabhängig von ihrer Länge hochzuladen. Desweiteren hat Youku mit Fernsehsendern, Film- und Fernsehproduzenten in China, die regelmäßig Medieninhalte auf der Webseite hochladen, eine Partnerschaft.

Vimeo
Für viele ist Vimeo einfach das „bessere und schönere Youtube“. Hier finden sich edle, künstlerisch hochwertige Videos und weniger 0-8-15-Inhalte. Ein ganz entscheidender Unterschied zu anderen Plattformen ist, dass Videos ausschließlich nur von Personen hochgeladen werden dürfen, die an der Produktion wesentlich beteiligt waren.
Die Plattform ist deutlich kleiner, aber in Kreisen wo auf Qualität und nicht auf Masse geachtet wird, wird sie sehr geschätzt.

Auswahl der richtigen Social-Media-Kanäle

Auch wenn Facebook, Google+, Twitter und LinkedIn in vielen Ländern der Erde sehr populär sind und sich gut zum Verbreiten Ihrer Videos eignen, bitte berücksichtigen Sie lokale Social-Media-Plattformen um ihre neuen Videos bekannt zu machen. In Russland empfiehlt es sich neben Facebook, auch auf Vkontakte vertreten zu sein, in China ist es ein Muss, sich mit Sina Weibo und Renren auseinander zu setzen, da Facebook und Twitter dort gesperrt sind.

Verteilen der Videos auf verschiedenen Plattformen

Sie möchten, dass Ihr Video auf vielen verschiedenen Video-Plattformen erscheint und Sie damit eine bestmögliche Reichweite erzielen? Dann empfiehlt sich VideoCounter. Mit Hilfe dieser Online-Applikation werden Ihre Videos automatisch auf verschiedenen europäischen Video-Plattformen verteilt. Auf einen Klick sehen Sie hier, welche Plattformen das für die verschiedenen Länder sein können.

Lokalisierung der Videos

Bei der Lokalisierung ist wie bei Webseiten immer auf eine professionelle Übersetzung zu achten. Überlegen Sie sich vorab, um welche Art Video es sich handelt und wie hoch Ihr Budget für die Lokalisierung ist. Der Aufwand einer Lokalisierung kann je nach Länge der Videos relativ hoch sein und eine Kosten-Nutzung-Rechnung ist empfehlenswert.
So ist es z.B. ratsam, bei Werbevideos oder Marketing-Videos eher mit Voice-Over zu arbeiten. Bei technischen Videos bzw. Erklär-Videos ist es oft ratsam, sich für die etwas günstigere Variante der Lokalisierung, für Bilderunterschriften bzw. Subtitles zu entscheiden.

Mein Artikel sollte einen Überblick über die größten Video-Plattformen geben, welche bei einer globalen Ausrichtung der Marketing-Aktivitäten eine Rolle spielen sollten. Sollten Sie sich ganz individuell mit den Möglichkeiten für ein bestimmtes Land/ Länder auseinander setzen wollen, empfehle ich eine genauere Analyse, denn so wie es hier in Deutschland alleine schon eine Vielzahl von Video-Plattformen gibt, ist das Angebot in anderen Ländern ähnlich groß und von Branche zu Branche verschieden zu betrachten.
Quellen: Video SEO – Promote your Videos Internationally (Webcertain TV)

Foto: Fotolia © arahan 

Social Media in China

Chinese dragon

Kürzlich wurde ich im Webinar nach Social Media in China gefragt. Wie ich anhand verschiedener Gruppen-Themen entnehmen kann, ist das ein interessantes Thema. Immerhin heißt es, dass jeder vierte Internet-Nutzer Chinese ist und mehr und mehr Unternehmen dorthin expandieren möchten.

Leider sind die uns bekannten und weltweit erfolgreichen Sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter in China gesperrt. Was nicht heißen muß, dass Social Media dort keine Rolle spielt. Eher im Gegenteil: Interessanterweise findet sich in China eine sehr aktive Social Media Bevölkerung. Laut einem Report von McKinsey im Jahr 2012 haben 91% der Internetnutzer im letzten halben Jahr eine Social Media Seite besucht. Verglichen mit nur 30% der Japaner, 67% der Amerikaner und 70% der Süd-Koreaner ist dieser Wert enorm hoch.

Grund für diese Tendenz ist wohl dass die Chinesen gegenüber den staatlichen Institutionen und traditionellen Medien skeptisch sind und sich durch Social Media mit Gleichgesinnten austauschen möchten.

Welche Plattformen werden in China genutzt?

QQ: Top Instant Messaging Plattform, welche besonders bei der Jugend beliebt ist.

QZone: Soziales Netzwerk wo die Benutzer Blogs schreiben, Fotos teilen und Musik hören können.

Beide Netzwerke werden vor allem von den unter 18-Jährigen genutzt und geschätzt. Die Jugend ist offen für Neues, viel unterwegs und liebt es, diese Dienste vom Smartphone aus nutzen zu können.

Renren (http://www.renren.com): Sobald junge Chinesen in die Universität wechseln, ändern sich die Lebens- und auch Online-Gewohnheiten und die liebgewonnenen alten Netzwerke sind weniger „in“. Gewechselt wird dann meist zu „Renren“ welches viele als das Facebook Chinas bezeichnen. Viele Studenten nutzen QQ weiterhin um mit alten Freunden oder der Familie in Kontakt zu bleiben, auf Renren wird dann mit Gleichaltrigen deutlich offener und vertrauter kommuniziert.

Sina Weibo (http://www.weibo.com): Ist China’s populärster Microblogging-Dienst mit steigender Beliebtheit. Junge Chinesen eröffnen einen Account und mit dem Start ins Berufsleben wird diese Plattform immer attraktiver. Diese Plattformen bietet eigentlich alles: Video, Audio, Spiele, Gruppen-Chats und ähnliches sind hier ebenso implementiert wie Zeichen- und Cartoon-Tools oder QR-Code-Generatoren. Auch für Unternehmen gibt es zahlreiche Funktionen. Laut McKinsey wird es das dominanteste soziale Netzwerk für die etwas höheren Einkommensklassen. So nutzt der CEO von Huawei „Sina Weibo“ um Unternehmensstrategien einem größeren Publikum zu kommunizieren. Laut dem Artikel von t3n wird Sina Weibo bereits aktiv von zahlreichen deutschen Unternehmen wie z.B. BMW, Audi, VW oder Daimler, Siemens, Lufthansa, DHL, Adidas und Puma genutzt.

Eine ausführliche Übersicht über die chinesischen Netzwerke und Unternehmensbeispielen auf den chinesischen Plattformen finden Sie in dieser interessanten Präsentation von Storymaker GmbH aus Tübingen.

LinkedIn: Gute Nachrichten für alle, die LinkedIn nutzen: das weltweit größte Business-Netzwerk ist in China nicht gesperrt und verfügt über ca. 3 Millionen chinesische Nutzer. Diese sind meist der englischen Sprache mächtig und machen es westlichen Unternehmen einfacher, sich auf LinkedIn zu unterhalten bzw. in Kontakt zu treten.