5 Funktionen, die Jobsuchende auf LinkedIn kennen sollten

Falls Sie bereits auf Jobsuche sind oder in den nächsten Monaten starten möchten, empfehle ich Ihnen, sich intensivst mit der Optimierung Ihres LinkedIn-Profils zu beschäftigen. Mit diesem Artikel möchte ich auf weitere, für die Jobsuche sehr wichtige Funktionen aufmerksam machen.

Bitte sehen Sie diese als Ergänzung zu einem vollständigen Profil sowie der aktiven Nutzung der Publishing-Funktionen wie das Publizieren von Beiträgen, Kommentieren oder Schreiben von Blogartikeln. Ich bin der festen Überzeugung, dass man nur mit einem vollständig ausgefüllten und professionellen Profil die Aufmerksamkeit von Recruitern, Unternehmen und persönlichen Kontakten erlangt. Alleine die Überarbeitung der Rubrik „Kenntnisse und Fähigkeiten“ und das Hinzufügen eines gut formulierten Info-Textes machen oft schon viel aus.

Welche Funktionen sind für die Jobsuche besonders interessant?

1. #Openforwork

Sie können direkt in Ihrem Profil, in Ihrem Foto anzeigen lassen, dass Sie „open for work“, also an Jobangeboten interessiert sind. Es wird links um Ihr rundes Profilfoto ein grüner Streifen angezeigt mit der Schrift #openforwork. Diese Anzeige kann ganz öffentlich gemacht werden bzw. auch nur für Recruiter, die mit einer Recruiter-Mitgliedschaft arbeiten, angezeigt werden. Profilbesucher aber auch Personen, die Ihre Beiträge im Newsfeed sehen, erkennen die grüne Kennzeichnung und könnten Sie bezüglich eines Jobangebotes kontaktieren.

Wie gehen Sie vor?

Klicken Sie in Ihr LinkedIn-Profil und gehen Sie auf „Profilbereich hinzufügen“. Es öffnet sich ein Fenster mit der folgenden Einteilung. Hinter der Frage: „Auf Jobsuche“ verbirgt sich mehr. Schauen Sie sich dort mal um.

Sie können angeben, ob Sie Vollzeit arbeiten möchten, welche Art der Position Sie interessiert, Sie sich aktiv bewerben und welchen Arbeitsort Sie bevorzugen.

Wichtig: Im unteren Bereich des Menüs, gibt es die Möglichkeit, einzustellen, ob alle Mitglieder auf LinkedIn oder nur Recruiter diese Einstellung sehen sollen.

Bitte berücksichtigen Sie Folgendes: LinkedIn versucht zu verhindern, dass Nutzer der Recruiter-Mitgliedschaft, die in Ihrem Unternehmen oder für Ihr Unternehmen arbeiten, Ihre in dem Bereich angegebenen Karriereziele nicht sehen. Allerdings ist es nicht möglich, eine 100-prozentige Geheimhaltung zu gewährleisten. Überlegen Sie sich daher sehr genau, ob und wie Sie diese Einstellung freischalten möchten.

2. Suchen Sie auf LinkedIn nach Jobs

Im oberen schwarzen Bereich finden Sie ein Aktenkoffer-Symbol, welches Sie zum Job-Bereich führt.

Dort können Sie selbst proaktiv nach Jobs suchen, die LinkedIn-Empfehlungen für Jobs durchscrollen, Jobsuchen speichern und Benachrichtigungen verwalten.

Als Premium-Nutzerin sehe ich zusätzlich:

– welche Jobs gerade aktiv ausgeschrieben sind, wie viele Bewerber sich über LinkedIn beworben haben und mir ein paar vergleichende Daten zu deren Kenntnissen, Karrierestufe, Ausbildung und Location anschauen.

– zusätzliche Informationen zu den ausschreibenden Unternehmen, sein Wachstum, Fluktuation bzw. durchschnittliche Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter.

Falls Sie eine Premium-Mitgliedschaft haben, sehen Sie Im Job-Portal auch eine Rubrik zum Thema Gehalt, genannt „LinkedIn Salary“. Dort erhalten Sie Richtwerte für die durchschnittlich gezahlten Gehälter in der ausgewählten Kategorie, nach Erfahrung. Die zusammengestellten Daten werden von LinkedIn-Mitgliedern freiwillig angegeben, je nach Job-Kategorie bzw. Höhe der Datenmenge sind die Werte aussagekräftiger oder auch nicht. Falls in Ihrem Bereich nur wenige Daten angegeben worden sind, ist die Aussagekraft nicht allzu hoch. Ein von mir durchgeführter Test beinhaltete Gehaltsinformationen von 86 LinkedIn-Mitgliedern zum Job des Social Media Managers aus der Metropolregion München. Ich denke mit den Werten lässt sich zumindest eine Tendenz erkennen.

Falls Sie die Funktionen kennenlernen wollen, geht dies mit einer Premium-Mitgliedschaft über diesen Link.

3. Premium-Mitgliedschaften für Jobsuchende

Um auf LinkedIn mehr Sichtbarkeit zu erlangen und die Jobsuche voranzutreiben, kann sich eine Premium-Mitgliedschaft lohnen. Zwar werden sehr viele Funktionen bereits mit dem kostenfreien Account freigeschaltet, aber das pro-aktive Anschreiben fremder Personen ist recht eingeschränkt. Gerade wer neu auf LinkedIn ist, besitzt noch nicht genügend Kontakte 2. Grades und stösst relativ bald an seine Grenzen. Da können ein paar InMails hilfreich sein. LinkedIn bietet daher gezielte Mitgliedschaften für Jobsuchende mit LinkedIn Essentials (nur in Deutschland, Stand 3.9.2020) und LinkedIn Career an. Die Mitgliedschaften können immer für 30 Tage kostenfrei getestet werden, bevor sie in ein bezahltes Abo umgewandelt werden. Bei diesen Abos zahlt man monatlich oder einen Jahresbeitrag, der etwas günstiger ist.

LinkedIn Essentials“ für nur 10,00 € monatlich (in Deutschland) mit den folgenden Funktionen:

  • Sie bekommen ein Guthaben von 5 InMails pro Monat. InMails sind kostenpflichtige Nachrichten an Nicht-Kontakte auf LinkedIn. InMails geben Ihnen die Möglichkeit, die fremde Person mit persönlicher Nachricht anzuschreiben und ihr eine Kontaktanfrage zu senden. Kontakte 2. Grades, also Personen, welche bereits mit Ihnen einen oder mehrere gemeinsame Kontakte haben, lassen sich mit Nachricht über das Wort „vernetzen“, kontaktieren. Wie das funktioniert, habe ich hier beschrieben.
  • Sie sehen eine Liste mit allen Profilbesuchern der letzten 90 Tage. Beim Basis-Account sehen Sie nur die letzten 5 Besucher. Nützlich wird diese Funktion dann, wenn Sie Ihre Profilbesucher per Nachricht kontaktieren und diese z.B. in Ihr Netzwerk einladen, sich erkundigen, warum sie Ihr Profil besucht hat. Nehmen Sie immer auch Bezug zum Profil der Person oder deren LinkedIn-Aktivitäten wie einen aktuellen Beitrag und suchen Sie nach Gemeinsamkeiten. Kontaktanfragen ohne Text und ohne persönliche Note gibt es leider schon genug. Der Bonus für Sie als Premium-Mitglied ist, dass Sie im Privatmodus andere Profile besuchen können, unerkannt bleiben und dennoch sehen, wer Ihr Profil besucht hat. Falls Recruiter oder andere Personen im Privatmodus Ihr Profil besucht haben, können Sie das leider nicht sehen.
  • Sie können sich mit anderen Bewerbern vergleichen und feststellen, ob Sie die Kenntnisse im Profil angegeben haben, über die andere Bewerber verfügen.
    Sie rutschen in den Suchergebnissen von Recruitern, die eine Mitgliedschaft wie Recruiter Lite besitzen, weiter nach oben. Wenn es viele Mitbewerber gibt, ist das eine interessante Funktion. Nicht jeder wird es in diese Liste schaffen.

LinkedIn Career bietet für 29,49 € monatlich folgende interessante Funktionen an (die ersten Funktionen sind bei beiden Mitgliedschaften gleich):

  • 3 InMails pro Monat um fremde Mitglieder oder Recruiter anschreiben zu können.
  • Sie sehen eine Liste mit allen Profilbesuchern der letzten 90 Tage. Beim Basis-Account sehen Sie nur die letzten 5 Besucher. Nützlich wird diese Funktion dann, wenn Sie die Profilbesucher per Nachricht kontaktieren und diese z.B. in Ihr Netzwerk einladen. Das finde ich sehr nützlich, denn so ein Besuch geschieht oft nicht ohne Grund. Der Bonus für Sie als Premium-Mitglied ist, dass Sie im Privatmodus andere Profile besuchen können, unerkannt bleiben und dennoch sehen, wer Ihr Profil besucht hat.
  • Bewerbereinblicke: Sie sehen, wie Sie im Vergleich zu anderen Bewerbern dastehen, woher diese kommen und über welche Kenntnisse diese verfügen, welche Ihnen ggf. für den Job fehlen.
  • Sie landen in den Bewerberlisten der Recruiter weiter oben und steigern damit Ihre Chance, gefunden zu werden.
  • Sie erhalten Zugriff auf Gehaltsdaten beim Durchstöbern von Jobs auf LinkedIn. Siehe auch meine Ausführungen weiter oben unter 2..
  • Last but not least: Der Zugriff auf „LinkedIn Learning“ als separate Videokurs-Plattform. Über eine Vielzahl an Videos (Onlinekurse und Fachvorträge) können Sie sich Tipps für die Bewerbung aber auch zu beruflichen Qualifikationen holen.

4. Weiterbildung mit LinkedIn Learning

Schauen Sie doch mal bitte auf LinkedIn in den Bereich „LinkedIn Learning“. Zu finden über „Mehr“, siehe Screenshot.

„LinkedIn Learning“ ist etwas versteckt im Menü „Mehr“ ganz oben in der schwarzen Leiste.

Falls Sie auf Arbeitssuche bzw. freigestellt worden sind, sollten Sie die „freie“ Zeit u.a. für Ihre persönliche Weiterbildung nutzen. Egal ob Online oder in Präsenz: Es gibt immer neue Kenntnisse und Qualifikationen, die man sich aneignen könnte und genau da setzt LinkedIn mit der Learning-Plattform an. Sie bietet Ihnen professionell erstellte Videos in sieben Sprachen mit Tipps für professionelle Bewerbungsunterlagen, das Vorstellungsgespräch, andere bewerbungsrelevante Themen aber auch zu fachspezifischen Qualifikationen aus der Berufswelt an. Da sie auf LinkedIn integriert ist, erkennt sie, welche Kenntnisse und Fähigkeiten heute und morgen auf LinkedIn im Recruiting besonders gefragt sind und passende Videos und Kurse werden dazu angeboten. LinkedIn Learning kann daher auch zum Erlernen von Themen wie Cloud Computing, Computergrafik, Google Analytics, Programmiersprachen, Arbeitsmethoden für Führungskräfte und vielem mehr genutzt werden.

Unter der Kategorie „Berufliche Weiterbildung“ kann ich bereits 375 Kurse und über 8000 Videos aufrufen. Selbstverständlich lässt sich diese Suche mit dem Klick auf passende Stichworte eingrenzen. Sie sehen, das Angebot ist groß und vielseitig.

Wer keine Premium-Mitgliedschaft hat, kann mal in die Suchfunktion von LinkedIn Learning schnuppern und sich die Vorschau der Videos anschauen, um ein Gefühl für das breitgefächerte Angebot zu bekommen.

Einige große Unternehmen bieten einen Zugang zu LinkedIn Learning bereits als Weiterbildungsprogramm für ihre Mitarbeiter an. Diese können sich dann Lernziele stecken und nach freier Zeiteinteilung an ihrer Entwicklung arbeiten.

Wer sich privat dort umschauen möchte, kann dies über die Mitgliedschaft „LinkedIn Career“ tun. Ich arbeite mit dem Sales Navigator und habe ebenfalls Zugang. Vor zwei Jahren wurde auch eine reine LinkedIn Learning-Mitgliedschaft angeboten. Über diesen Link erhalten Sie eine Übersicht zu den aktuellen Kosten für LinkedIn Learning. Unternehmen erhalten Lizenzen zu anderen Konditionen.

5. Setzen Sie auf Empfehlungen aus Ihrem Netzwerk

Bitten Sie Personen aus Ihrem unmittelbaren Umfeld, welche auch auf LinkedIn aktiv sind, um eine Empfehlung, welche öffentlich in Ihrem Profil angezeigt wird. Voraussetzung ist, dass Sie mit der Person vernetzt sind (sie Kontakt 1. Grades ist) und Sie bereits zusammen gearbeitet haben. Kunden, Kooperationspartner, Vorgesetzte, Mitarbeiter sind immer die besten Anlaufstellen für Empfehlungen.

Natürlich dürfen auch Sie aktiv werden und Ihren Kontakten Empfehlungen aussprechen.

Wie Sie selbst um Empfehlungen bitten, habe ich in diesem Artikel beschrieben.

Das waren meine fünf aktuellen Tipps für Ihre LinkedIn-Aktivitäten als Jobsuchender. Diese gehen Hand-in-Hand mit einer Profiloptimierung sowie der regelmäßigen Aktivität auf LinkedIn in Form von eigenen Beiträgen und dem Schreiben von Kommentaren.

Falls Sie Ihr Profil optimieren möchten, kann ich Ihnen meinen Ratgeber empfehlen, Sie finden ihn auf Amazon als E-Book und gedruckte Version. (Ab Ende September/ Oktober 2020 als überarbeitete Version).

Portraits by Intuitive by Patrick

Fotos: LinkedIn-Screenshots, Beitragsbild: Pixabay, Portrait: „Intuitive by Patrick“

Was hat es mit LinkedIn Learning auf sich?

Bestimmt haben Sie schon von Lynda oder von video2brain gehört. Und dass auch Lernvideos über LinkedIn angeboten werden. Wenn nicht, habe ich heute ein paar Neuigkeiten für Sie.

LinkedIn ist nicht nur ein Netzwerk über welches wir uns mit Gleichgesinnten vernetzen und austauschen können. Es ist auch ein Tool für die persönliche Weiterbildung. Im Prinzip gibt es schon seit längerem die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themen aus den Bereichen Business, IT und Kreativität Kurse bzw. Lernvideos auf LinkedIn anzuschauen. Ich habe dies auch hin- und wieder über die Vorschau gemacht, aber nie die Zeit gehabt, es ausführlicher zu testen. Laut Statistik von LinkedIn sind es ca. 10.000 Videos oder Kurse – und auch der deutschsprachige Markt wird dabei mit ca. 2500 Kursen sehr gut bedient.

Was kostet die Learning-Mitgliedschaft?

Sie sind Premium Mitglied und haben noch nie in die Rubrik LinkedIn Learning reingeschaut? Dann sollten Sie das ändern. Die Funktion ist in der Premium-Mitgliedschaft „Premium Career“ und „Premium Business“ automatisch enthalten.
Bisher dachte ich immer, dass man automatisch mit einer Premium-Mitgliedschaft Zugriff auf die Videos hat. Nein, es sind nur diese beiden Mitgliedschaften. Jobsuchende, welche z.B. die günstige 10-€-Premium-Mitgliedschaft „Premium Essentials“ gebucht haben, können sich leider keine Videos oder Kurse zum Erstellen der Bewerbungsunterlagen ansehen. Ein Upgrade auf Premium Career für 26,17 € im Monat wäre notwendig.

Alternativ können Sie sich auch nur für eine Learning-Mitgliedschaft entscheiden. Vielleicht ist es eine gute Idee, weil der Urlaub verregnet ist oder Sie aufgrund eines Beinbruchs ans Sofa gefesselt sind. Oder weil Ihnen klar ist, wie wichtig die persönliche Weiterbildung ist.
Kostenpunkt: 26,17 € brutto im Monat. Wenn Sie sich gleich für eine Jahresmitgliedschaft entscheiden, zahlen Sie pro Monat nur 18,49 € inklusive Mehrwertsteuer.

Wie gelange ich zu den deutsch-sprachigen Lernvideos?

Zu finden ist der Bereich oben rechts in der schwarzen Leiste unter dem Apps-Symbol.

 

 

 

 

 

Nachdem Sie auf Apps geklickt haben, öffnet sich das folgende Fenster und Sie können gleich auf den ersten Icon „Learning“ klicken. Ein separater Tab wird sich öffnen und voilà, Sie sind im Bereich „LinkedIn Learning“ angekommen. Hier buchen Sie die Mitgliedschaft, je nachdem, ob Sie schon Zugang zu LinkedIn Learning haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Über das Sucheingabefenster ganz oben in der Leiste können Sie Stichwörter passend zu Ihrem Wunschthema eingeben und schauen, ob Videos oder Kurse verfügbar sind. Je nach Thema gibt es ein reichhaltiges Angebot.
Führungskräfte sind für LinkedIn eine spannende Zielgruppe. Das merkt man auch am Angebot der Kurse. Ich sehe 309 Kurse oder Videos und kann diese auch noch filtern. Der Kurs bzw. Video zu Storytelling Führungskräfte war für mich sehr interessant und unterhaltsam. Ich bin ja keine Führungskraft, fühle mich aber bei vielen Themen angesprochen und habe in einige Videos für einige Minuten reingeschnuppert.
Die Filter sind ganz praktisch. Es ist möglich, anzugeben, ob man zum eingegebenen Thema ein Einsteiger, Fortgeschritten oder Experte ist. Auch die Video-Gesamtlänge kann mir helfen, die Auswahl ein wenig einzugrenzen.
Wenn Sie unsicher sind, ist es kein Problem. Für jeden Kurs oder Video gibt es ein kurzes Anteaser-Video, in welchem der Trainer die Kursinhalte kurz vorstellt.


Sie wollen die Auswahl lieber vergrößern? Gerne können Sie auch nach den Videos oder Lernelementen in anderen Sprachen suchen. Mit einem Klick wird mir das Angebot auf Englisch, Japanisch oder Französisch angezeigt. Ich musste allerdings etwas suchen, um vom Japanischen wieder zurück ins Deutsche zu finden;)

Sie haben keine Lust auf Business-Videos? Es darf auch etwas Entspannendes sein. Für einige Hobbys oder die persönliche Weiterentwicklung kann es Themen geben. Einfach mal „Musik“ oder „Körpersprache“ eingeben.

Eine Vorauswahl zeigt an, welche Themen von bestimmten Berufsgruppen wie z.b. Beratern oder in Ihrem eigenen Netzwerk beliebt sind. In meinem Fall sind das derzeit:

  • „Systemisch denken, fragen und handeln“
  • „Digitale Transformation im Unternehmen“
  • „Design Thinking – Grundlagen“

LinkedIn informiert mich auch darüber, dass in meinem Netzwerk Kurse zu den Themen Online Marketing, 10-Minuten-Tipps: Neue Ideen für Ihr Marketing oder Content-Marketing bzw. SEO-Grundlage besonders beliebt sind.

Und weil das Netzwerk gerne Statistiken veröffentlicht, wurde 2017 eine Statistik mit den 25 beliebtesten englisch-sprachigen Kursen veröffentlicht. Es hat mich nicht überrascht, dass Themen wie Körpersprache, Excel, Führung von Interviews, SEO Grundlagen, Leadership Grundlagen, Critical Thinking und Gehaltsverhandlungen dabei waren.

Beispiel: Bildbearbeitung & Fotografie

Sie sehen, dass Sie eine umfangreiche Auswahl an Themen wie Bildausgabe, Bildbearbeitung, Bildverarbeitung, Foto-Compositing, Fotoausrüstung, Fotoeffekte erhalten. LinkedIn unterscheidet zwischen verschiedenen Lernformaten: Zum Thema Bildbearbeitung gibt es derzeit 396 Kurse (Stand Juli 2018), Videos (8, Stand Juli 2018) und 8 Learning Paths.

Das Material macht einen äußerst umfangreichen und professionellen Eindruck. Ich kann mir einen Kurs zum Thema Photoshop mit einer Länge von 5 Stunden und 27 Minuten ansehen oder mich zu Grundlagen der Fotografie zu Filtern in einem Kurs mit einer Länge von 3 Stunden und 45 Minuten ansehen.

Beispiel Bewerbungsthemen für die Jobsuche

Der Kurs „Professionelle Bewerbungsunterlagen erstellen“ dauert eine reichliche Stunde und ersetzt für manch einen Nutzer ein Beratungsgespräch. Wer individuelle Tipps benötigt, wird sich im Netzwerk den passenden Berater suchen. Erste Grundlagen kann ein solches Video auf jeden Fall vermitteln.

Kurse und Kenntnisse zum Profil hinzufügen

Ein wichtiger Bereich Ihres LinkedIn-Profils ist direkt mit Learning-Bereich verknüpft. Sie können, wenn Sie möchten, neue Kenntnisse, welche Sie aufgrund des Anhörens eines Kurses erworben haben, zum Profil hinzufügen.

Ich halte allerdings nicht so viel davon. Vom Anhören oder Anschauen eines 1-stündigen Kurses ist man noch kein Experte auf einem bestimmten Gebiet. Es gibt ja keine Kontrolle, ob Sie das Thema verstanden haben bzw. ob Sie die ganze Zeit 100 % bei der Sache waren.

 

Nützliche Lern-Inhalte für Selbständige oder Gründer

Als selbständige Beraterin interessieren mich neben den Marketingthemen auch konkrete Tipps für mein Geschäft. Mit einigen Klicks habe ich dazu auch die passenden Videos gefunden. Schauen Sie mal hier:

LinkedIn Learning Pro – interessant für Unternehmen

Diese neue Funktion habe ich selbst nicht getestet. Laut meiner Recherchen soll es L&D Administratoren erleichtern, dass Mitarbeiter von LinkedIn Learning profitieren. Dank der Tracking-Funktion soll der Administrator sehen, wer die Kurse oder Videos angeschaut hat. Weitere, recht interessante Erneuerungen für die Nutzung von LinkedIn Learning für Unternehmen sind folgende:

  • Administratoren können eigene Video-Inhalte in den Formaten mp4, m4v, wmv and mov hochladen.
  • Lernfortschritte der Mitarbeiter können „beobachtet“ werden bzw. man sieht, ob die Unterlagen vollständig angeschaut worden sind.
  • Administratoren können die Kurse leichter finden, da sie sie mit Tags versehen können.
  • Des Weiteren ist für die kommenden Monate geplant, dass andere Formate wie PDFs, Powerpoints zur Lernplattform zugefügt werden können.

Passend hierzu gab es vor wenigen Tagen eine Meldung, dass Estée Lauder, LinkedIn Learning für die Weiterbildung der Mitarbeiter einsetzt.

 

Die LinkedIn Learning App

Unterwegs lernen, warum denn nicht? Neben einer App für die Jobsuche, den Sales Navigator und Recruiter-Mitgliedschaft, bietet LinkedIn auch für Learning eine App an. Sie ist schnell eingerichtet und somit konnte ich mir an einem der heißesten Samstage im Freibad einige Lernvideos anschauen bzw. anhören. Auf den Bildschirm mußte ich bei dem Thema nicht viel schauen. Ähnlich wie bei Podcasts. Einfach reinhören und sich neue Inspirationen holen.

Bei Themen, wo mehr gezeigt wird, macht es Sinn auf die richtige Umgebung zu achten und lieber das iPad zu nutzen, da der Bildschirm vom Smartphone für diesen Zweck dann doch etwas zu klein ist. Abends gemütlich auf dem Sofa mit dem iPad auf dem Sofa lässt es sich auch gut lernen.

 

LinkedIn Learning / Lynda – Zugang zur englisch-sprachigen Plattform

Hier wirbt LinkedIn mit über 10.000 Lerninhalten und greift auf die jahrelange Expertise von Lynda zurück. Die Kurse werden auf die drei Kategorien Business, Technology und Creativity aufgesplittet,

Über den Reiter „Solutions“ und Business gelangen Sie auf die Plattform welche gezielt für Unternehmen zur Mitarbeiter-Weiterbildung eingerichtet worden ist. Nutzer können aus den vier Kategorien auswählen: Businesses, Higher Education, Government Agencies und Libraries.

Mein Fazit:

Ich bin froh, dass ich mir mindestens einen Monat Learning-Mitgliedschaft gegönnt habe.

Ohne viel Mühe konnte ich mir einige Videos rund um LinkedIn und Bewerbungen, Karriere anschauen und habe daraus teils neue Erkenntnisse gewonnen bzw. Bestätigung für meine eigene Beratungstätigkeit gewonnen.
Sehr gerne werde ich mich demnächst noch mit Themen wie SEO, Texten und Online Marketing beschäftigen. Als selbständige Beraterin lernt man ja nie aus.
Die Referenten präsentieren die Inhalte professionell, sie sprechen deutlich und nicht zu schnell. Auch Mundarten wie der österreichische Dialekt waren sehr gut zu verstehen. Je nach Thema wurden viele Funktionen am Bildschirm gezeigt. Wenn ich etwas nicht gleich verstanden habe oder abgelenkt wurde, war es praktisch, einfach das Video anzuhalten. Alle Kurse oder Videos sind in Kapitel eingeteilt. Ich kann mir das Kapitel raussuchen, welches mich interessiert, auch das hilft Zeit zu sparen und sich effektiv weiterzubilden.
Die Nutzung über die mobile App geht wunderbar. Da ich sonst auch gerne Podcasts höre, ist das eine weitere Möglichkeit, sich unterwegs auf Bahnfahrten oder im Sommer am See mit sinnvollen Themen zu beschäftigen.
Der Preis von 26,17 € ist für mich ok, zumal ich für den Zeitraum als Premium-Mitglied alle Profilbesucher einsehen konnte und somit auch gezielter Kontakte ansprechen konnte, um mein Netzwerk zu erweitern.
Wer auf Jobsuche ist, kann die Lernvideos auch über die Premium-Mitgliedschaften beziehen. Daher, probieren Sie das ruhig auch mal einen Monat aus. Für mich wird es wohl nicht die letzte Learning-Erfahrung auf LinkedIn gewesen sein.
Klar, Sie können auch auf Youtube nach Erklärvideos Ausschau halten, aber wer garantiert Ihnen, dass das Niveau der Videos Ihren Ansprüchen entspricht? Auch Webinare, welche ich z.B. auf XING und Facebook täglich angeboten bekomme, sind eine gute Möglichkeit, sich zu aktuellen Themen weiterzubilden. Leider sind diese nicht immer nur informativ sondern häufig voller Selbst-Präsentation der Referenten inklusive Werbung für deren Angebote. Je nachdem. Bei LinkedIn Learning habe ich den Vorteil, dass die Videos keinerlei Werbung enthalten.

 

Lesen Sie sich in das neue Jahr! Meine Buchtipps für 2018. 

Auch wenn Ihr Bücherregal bereits gut gefüllt ist und Sie im Netz viele interessante Blogartikel finden, kann ich Ihnen nur empfehlen, so oft wie möglich Bücher oder deren eBook-Versionen zu lesen. Holen Sie sich heute ein paar Inspirationen für Ihre berufliche Weiterbildung. Die folgenden Bücher haben mich während meiner Tätigkeit im Jahr 2017 gut begleitet und ich möchte sie Ihnen heute als Tipps für Ihre persönliche Leseliste weitergeben:

Sie werden in Zukunft beruflich häufiger präsentieren und Ihre nächste Präsentation soll selbstverständlich ein Erfolg werden?

Die typischen langweiligen Powerpoints haben ausgedient, sobald Sie mit diesem Buch fertig sind. Garr Reynolds hat richtig tolle Ideen und zeigt diese anhand der unterschiedlichsten Themenbeispiele. Für mein Webinar bei der Führungskräfte-Challenge im Oktober 2017 wurde ich dank des Buches inspiriert und bin sofort auf die Suche nach neuem, emotionalerem Bildmaterial gegangen. Egal ob Sie als Produkt Manager oder selbständiger Berater demnächst einen Vortrag halten, hier finden Sie neuen Schwung für Ihre Folien. Schauen Sie sich „Zen oder die Kunst der Präsentation: Mit einfachen Ideen gestalten und präsentieren“ näher an.

Erfolg und ein erfülltes Leben. Ein Ratgeber von Bodo Schäfer

Im Rahmen meiner Masterzirkel-Gruppe bekam ich zu Beginn des Jahres den Tipp einer Selbständigen, dass ihr das Buch „Die Gesetze der Gewinner“ von Bodo Schäfer in der Anfangszeit ihrer Selbständigkeit sehr geholfen hat und sie immer wieder einen Blick reinwirft. Der kleine Ratgeber enthält 30 Gesetze, welche anschaulich und leicht verständlich erklärt werden. Um möglichst viel aus dem Buch herauszuholen, schlage ich vor, jeden Tag ein Gesetz zu lesen und zu verinnerlichen und sich kleinere Aufgaben, welche am Ende jedes Kapitels stehen, umzusetzen. Für mich ist es ein Buch, welches ich noch häufiger in die Hand nehmen werde.

Sie lieben gute Literatur und suchen nach einem besonderen Ratgeber für Ihre Führungstätigkeit?

Mit „Führen neu denken – Management in Aphorismen“ halten Sie ein ganz besonderes Buch in den Händen. Die schlichte Aufmachung enthält bekanntere und unbekanntere Zitate von Persönlichkeiten wie Warren Buffett, Johann Wolfgang von Goethe, Nietzsche, Titus Livius, Theodore Roosevelt und anderen. Der Autor und Führungskräfte-Coach Bernd A. Wilken widmet sich in jedem seiner 45 Kapitel einem Zitat und erläutert es auf anschauliche und auf literarisch hochwertige Weise an alltäglichen Führungssituationen. In meinen Augen ist es das ideale Geschenk für jede Führungskraft. Sei es für jemanden, der neu befördert worden ist oder jemanden, der bereits einige Jahre Erfahrungen in dem Feld gesammelt hat.

Selbstinszenierung verstehen und damit umgehen

Seit einiger Zeit folge ich den interessanten Status Updates von Monika Matschnig zur Körpersprache. Sie ist nicht nur ein sehr gutes Beispiel wie man LinkedIn für sein Personal Branding nutzen kann. Ihre Tipps, welche Sie mehrfach in der Woche postet, sind meist Verlinkungen auf ihre Blogartikel wie z.B. Tipps rund um das Thema Lampenfieber, wohin mit den Händen beim Präsentieren oder sie nimmt aktuellen Bezug zu einem Händeschlag des derzeitigen US-Präsidenten. Hin- und wieder berichtet sie von Vorträgen zu Gestik und Mimik. Als ich letztes Jahr einen Gutschein für den Buchladen hier im Stadtviertel einlösen konnte, war ich hocherfreut, von der mir bereits bekannten Person ein Buch zu entdecken. „Die Macht der Wirkung“ spricht über die Selbstinszenierung und wie man damit umzugehen lernt. Persönlichkeiten wie Angela Merkel, Barack Obama, Putin, Clinton werden von einer, teils anderen Seite beleuchtet und der Leser lernt, inwieweit man die perfekte Selbstinszenierung lernen kann. Ein Ratgeber der aufzeigt, wie wichtig die Kompetenz der Wirkung ist und dass man sie sehr wohl erlernen kann.

Sie erinnern sich an Bücher, welche Sie dieses Jahr oder davor inspiriert haben? Gerne schreiben Sie dazu einen Kommentar.

Lynda: So nutzen Sie LinkedIn zur Weiterbildung

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Haben Sie schon von der eLearning-Plattform Lynda gehört? Vielleicht erinnern Sie sich an die Pressemitteilung vom April 2015 mit der Ankündigung, dass LInkedIn das Online-Tool für 1,5 Billionen US $ gekauft hat. Ich habe mir Lynda etwas genauer angesehen und teile hier meine ersten Erfahrungen mit der Online-Weiterbildungs-Plattform.

Im April hatte ich darüber gelesen und der eine oder andere LinkedIn-Experte aus Übersee hat darüber geschrieben. Erst seit einigen Tagen ist Lynda für mich wirklich greifbar, weil ich über LinkedIn Zugriff darauf bekommen habe. Zu finden ist es unter dem Reiter „Interessen“ unter dem Stichwort „E-Learning“. So schaut es bei mir aus:

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 Wie können Sie LinkedIn zur eigenen Weiterbildung nutzen?

Beide Plattformen haben ein gemeinsames Ziel: Sie möchten ihren Mitgliedern helfen, ihre persönlichen als auch beruflichen Ziele zu erreichen. Für mich ist LinkedIn bereits die ideale Weiterbildungsplattform im Alltagsgeschäft geworden, da ich hier wertvolle Artikel und Tipps für meine Tätigkeit als Social-Media-Beraterin erhalte. Zum Thema Weiterbildung passt es auch sehr gut, dass LinkedIn direkt mit Slideshare verknüpft ist und ich mir über diese Plattform aktuelle und für mich relevante Präsentationen aus meinem Netzwerk anschauen kann. Durch Lynda kann jeder, der sich weiterbilden möchte, qualitativ hochwertige, fundierte Trainingsvideos anschauen und bequem vom Schreibtisch aus mehr für seine Karriere tun.

Was ist Lynda und wie funktioniert es?

Die E-Learning-Plattform Lynda wurde im Jahr 1996 gegründet und trainiert bereits über 4 Millionen Online-Studenten. Ein großer Teil der Videos ist in englischer Sprache. Andere Sprachen wie Deutsch, Französisch und Spanisch werden unter der Marke Video2brain  angeboten.

Jeder kann Lynda ausprobieren, denn die Testphase von 10 Tagen gibt es kostenlos. Danach haben Sie die Möglichkeit, sich für eine Basis- oder Premium-Mitgliedschaft anzumelden. Der Startpreis für einen Basis-Lynda-Account liegt bei 14,95 € wenn man sich für eine jährliche Mitgliedschaft entscheidet. Dafür bekommt man den Zugang zu über 3500 Videos und Learning-Tools und kann sie auch von mobilen Geräten aus abrufen. Jeden Monat kommen ca. 60 neue Videos hinzu, so dass sich eine langfristige Mitgliedschaft wirklich lohnen kann.

Unterteilt werden die Themen der Kurse in verschiedene Hauptthemen wie Web, Developper, Education, Photography, Business, Marketing, Video etc. Entscheiden Sie sich für eines dieser Themen-Gebiete, wird nochmals aufgeteilt in Kurse unterschiedlichen Levels und Unterthemen.

Wenn Sie z.B. Ihre Präsentations-Skills verbessern möchten, klicken Sie auf „Business“ und wählen links „presentations“ aus. Lynda bietet eine Vielzahl an Videos an, welche Sie zu Ihrem Wunschthema weiterbringen. Es wird nach verschiedenen Autoren, Software und Skill Levels unterschieden, so dass jeder für sich das richtige Video auswählen kann. Da lebenslanges Lernen für keinen von uns ein Fremdwort sein sollte, lohnt es sich mit Sicherheit, sich Lynda mal genauer anzusehen.

Meine Themen sind internationales Social Media und LinkedIn. Auch hierzu finde ich in der Kategorie Marketing sehenswerte Videos von anerkannten Experten, welche mich dabei unterstützen up-to-date zu bleiben.