Wie wichtig sind in Frankreich mobile Apps?

Smartphone with apps

Dank einer repräsentativen Studie von CCM Benchmark in Zusammenarbeit mit NPA Conseil habe ich wertvolle Informationen über die Nutzung von mobilen Apps in Frankreich gefunden, welche ich gerne hier im Blog teile. An der Umfrage haben knapp 1000 über 18-Jährige Internetnutzer aus Frankreich teilgenommen, welche entweder ein Smartphone oder einen Tablet-PC nutzen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Franzosen recht selektiv vorgehen. Mehr als 3 von 5 Nutzern haben weniger als 30 Apps auf ihrem Smartphone. Und viele werden nicht wirklich genutzt: 3 Internet-Nutzer von 4 behaupten, dass sie nur 10 oder weniger ihrer Apps regelmäßig benutzen.

Auf dem Smartphone werden meistens die Apps genutzt, die mit Kommunikation in Zusammenhang gebracht werden können (Mails, Chat…) sowie der Wetterbericht. Diese sind dann meist auch täglich in Gebrauch. Gefolgt werden diese von Video- und Foto-Apps. Auf dem Tablett-PCs schaut es ähnlich aus: Allerdings gewinnen da verschiedenen Spiele-Apps noch an Bedeutung.

Die beliebteste App der französischen Internet-Nutzer ist Facebook

Facebook ist in Frankreich sehr populär, was sich auch bei der Nutzung der mobilen Apps zeigt. Diese steht mit 24% an der Spitze. Gefolgt wird sie von GMail mit 11%, dann Candy Crush Saga (das Spiel wurde besonders oft als die letzte App die installiert worden ist, genannt) mit 10%. Danach kommen Google Maps mit 9% und Twitter mit nur 5%.

Fast ein Drittel der französischen Internet-Nutzer hat zahlungspflichtige Apps auf sein Gerät geladen. Was noch interessant ist: App Stores und Hitlisten für Apps werden besonders gerne genutzt wenn es um das Entdecken neuer Apps geht. Es ist mit 43% die erste Informationsstelle, noch vor der Mundpropaganda.

Mut macht die Information, dass sich mit den Apps durchaus Geld verdienen lässt. 32% der Surfer sagen, dass sie sich schon sogenannte paid Apps runtergeladen haben. Diese Gruppe wird vor allem von den iPhone-Besitzern angeführt.

In puncto eCommerce-Apps: Hier wird die Liste mit 32% von Amazon angeführt, danach folgen in Frankreich vente-privee.com, eBay, Fnac, leboncoin, Cdiscount et La Redoute. Und ganz aktuell: Wie bei Journal du Net zu lesen war, wurden 82% der mobilen Einkäufe vom Black Friday per iPhone bzw. iPad getätigt. Insgesamt wurden 37% der Einkäufe über mobile Endgeräte abgeschlossen.

In Deutschland führt übrigens eBay die eCommerce-Apps-Liste an und an zweiter Stelle folgt Amazon.

Welche Apps sind in welchen Ländern  besonders beliebt?

Chip.de hat dazu im August 2013 eine weltweite Hitliste an Apps für verschiedene Länder erstellt, welche gute Einblicke in kulturelle Präferenzen verschiedener Nationen erlaubt. Bei den Franzosen gehört interessanterweise „Hungry now“, ein Fast Food Locator, die iPhone-App „La Photocabine“, das Wörtersuchspiel „Runzle“, das Lieder-Rate-Spiel „4 pics – 1 song“ sowie das Navigationssystem „Waze GPS“ welches zuverlässig Stau-und Unfallinformationen liefert, dazu.

 

Foto: Fotolia © aey 

Wer nutzt das mobile Internet besonders aktiv auf weltweiter Ebene?

taking picture - mobile phone

Die Zahlen in Bezug auf die Entwicklung des Internets sind immer wieder atemberaubend.  Kürzlich habe ich mir diese Infografik im Hinblick auf die Nutzung von Mobiltelefonen bzw. Smartphones auf globaler Ebene näher angeschaut und war sehr erstaunt, wie hoch die Rate doch in einigen Regionen ist. Dort und im Blog von Herrn Tantau lese ich, dass 87% der Weltbevölkerung ein Mobiltelefon haben.

Interessiert es Sie auch, wie sich diese in den einzelnen Regionen/ Kontinenten durchgesetzt haben?

Am stärksten vertreten sind sie mit 143% auf 100 Personen in den CIS-Staaten, gefolgt von 119,5% in Europa. In Amerika sind es dann 103,3%. Am wenigsten sieht man sie in Afrika, wo aber auch immerhin 53% der Bevölkerung von unterwegs telefonieren können, in Asien 73,9% und in den arabischen Staaten 96,7%.

Was sind die Lieblingsbeschäftigungen am Smartphone? 

  • 81% um in sozialen Netzwerken zu interagieren und im Web zu surfen.
  • 77% um in Suchmaschinen nach Informationen zu suchen.

Letzteres lässt sich noch weiter analysieren. So werden 71% der Suchen gestartet, um aufgrund einer TV-Werbung, Online oder gedruckter Werbung ein Produkt zu recherchieren.

9/10 der Suchen finden während des Kaufvorgangs statt (Besuch im Geschäft oder beim Online-Kauf)

Laut einer Studie von Mediamétrie mit 15-24-Jährigen aus Frankreich, haben 80% der Jugendlichen dieser Altersgruppe im Laufe des vergangenen Monats mobiles Internet genutzt. 79,8% von ihnen besitzen derzeit ein Smartphone. Die Jugend ist, im Gegensatz zu allen Internetnutzern, extrem gut ausgestattet, denn der Durchschnittswert liegt bei „nur“ 60,3%.

Besonders attraktiv sind gratis Apps: Im ersten Quartal in 2013, haben 62,5% der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren haben diese genutzt, der Durchschnittswert bei den Internetnutzern liegt wiederum nur bei 51,4%.

Was nutzen die junge Leute? Wie bei den Lieblingsbeschäftigungen auf weltweiter Ebene stehen auch hier die sozialen Netzwerke extrem hoch im Kurs. Im Durchschnitt eines Monats nutzen sie 5,9 verschiedene Apps und besuchen vom Smartphone aus 31,2 verschiedene Webseiten.

Laut diesem Artikel von Futurebiz der auf den Nielsen Report von 2012 verweist, verwenden 34% Facebook, Twitter und Co. auf ihren Smartphones und Tablets. Neben den Nutzerzahlen ist auch die Verweildauer von den mobilen Endgeräten enorm angestiegen.

Für Unternehmen heißt das ganz klar:

  1. Richten Sie Ihre Webseiten so aus, dass sie mobil gut nutzbar sind und alles gut dargestellt wird. Gerade im Bereich des Online-Shoppings gibt es hier sehr viel Potential, denn die Jugendlichen sind die Zielgruppe welche tendenziell eher vom Smartphone aus als vom PC/ Laptop seine Einkäufe tätigt.
  2. Prüfen Sie z.B. auch ob das Impressum auch mobil zugreifbar ist. Was dabei zu beachten ist, können Sie hier bei Allfacebook in einem Gastbeitrag von RA Thomas Schwenke nachlesen.
  3. Richten Sie Ihre Online-Marketing-Aktivitäten darauf aus. Wenn früher galt, am Wochenende sitzt eh keiner vor dem PC und checkt Mails bzw. Facebook, so sieht das heute anders aus. Selbst auf Bergtour in den Alpen wird das Smartphone gezückt, von der Kampenwand getwittert und ein Film auf Facebook gestellt, weil die Alphornbläser für die Daheimgebliebenen aufgenommen werden müssen.