So integrieren Sie den LinkedIn Sales Navigator in die tägliche Routine

LinkedIn informiert auf einer der Sales-Navigator-Seiten, dass Social-Selling-Profis 45% mehr Verkaufschancen erzeugen, als andere. Auch die Wahrscheinlichkeit, die Sales-Quoten zu erreichen soll 51% höher liegen. Was noch besser ist, sie verkaufen 78% mehr, als Kollegen, die gar keine Social-Media-Kanäle nutzen.
Nun, ich denke, das sind Verkaufsargumente, um die Premium-Mitgliedschaft zu verkaufen. Was steckt dahinter? Welche Funktionen bietet der Sales Navigator und wie kann man effektiv damit arbeiten?

Ich verrate Ihnen etwas. Ihre Chancen, mehr Erfolg im Beruf zu erlangen, sind bereits höher, wenn Sie auf LinkedIn aktiv sind, dort ein professionelles Profil eingerichtet haben und regelmäßig etwas von sich „hören lassen“. Das geht auch ohne eine Premium-Mitgliedschaft wie den Sales Navigator. Allerdings gehört auch eine Portion Ausdauer hinzu, was übrigens für alle Social-Media-Kanäle gilt. Ohne regelmäßiges Engagement und möglichst tägliche Aktivität, werden Sie kein erfolgreicher Social-Selling-Profi.

Welche Funktionen erhalten Sie mit dem Sales Navigator?

Hier finden Sie eine Liste mit Funktionen, auf welche Sie zugreifen können, wenn Sie den Sales Navigator gebucht haben. Besonders hervorheben möchte ich die erweiterte Suche und die Möglichkeit, Leads zu speichern und ihnen zu folgen, obwohl man nicht vernetzt ist.

Eine Jahres-Mitgliedschaft kostet Sie ca. 594,00 €, in den meisten Fällen können Sie allerdings vorab einen kostenfreien Probemonat buchen. Wenn Sie sich dafür entschieden haben, erhalten Sie auch noch während des Probe-Monats Zugang zu  Weiterbildungsmaßnahmen in Form von Webinaren und Whitepapern. Das finde ich richtig gut.

Sie möchten, nachdem Sie bereits aktiver LinkedIn-Nutzer sind, noch mehr aus dem Tool herausholen? Der Hauptfaktor ist, dass Sie sich die Zeit nehmen sollten, die Vorteile zu nutzen. Ich habe eben ein paar Leadlisten angelegt und Tags vergeben und ehe ich mich versehen habe, waren 40 Minuten vergangen. Wenn Sie sich mit Funktionen wie der erweiterten Suche, dem Anliegen von Leadlisten und Taggen von Leads beschäftigt haben, waren Sie bereits fleissig.

Wie könnte Ihre tägliche Routine in Zukunft aussehen, um effektiv mit dem Tool zu arbeiten?

1) Erstellen Sie einen Posting-Plan für eigene Updates

Diese Tätigkeit empfehle ich jedem, nicht nur den Sales Navigator-Nutzern. Wenn Sie als Experte wahrgenommen werden möchten, benötigen Sie sinnvolle, für Ihre Zielgruppe wertvolle Inhalte in Form von Texten, Videos oder auch Bildern bzw. Kombinationen aus mehreren Bestandteilen. Der Plan sollte einen Post pro Tag anpeilen. Möglichst an den Wochentagen, aber auch der Sonntag ist auf LinkedIn spannend (geworden).
Natürlich müssen Sie sich nicht immer strikt an den Plan halten. Er hilft aber, Kontinuität zu erreichen. Es ist nur gut, wenn man hin- und wieder auf ein paar vorbereitete Fragen oder Texte zurückgreifen kann.

2) Klicken Sie sich durch die Liste mit den gespeicherten Leads und Accounts

3) Lesen Sie Ihre LinkedIn Inbox und reagieren auf die Nachrichten

Ich beantworte erhaltene Nachrichten und habe mir angewöhnt, einige interessante Profilbesucher anzuschreiben und zu fragen, ob Sie sich vernetzen möchten. Kontaktanfragen bestätige ich meistens, wenn sie mit einer persönlichen Nachricht verknüpft sind oder ich das Profil interessant finde. Häufig sende ich eine Nachricht hinterher mit ein paar Details zu meiner Tätigkeit und der Frage, ob die Person einen bestimmten Grund für die Kontaktanfrage hatte. Häufig kommt es daraufhin zu einem weiteren Austausch per Mail oder Telefon.

4) Lesen Sie die Sales Navigator Inbox und reagieren auf die Nachrichten.

Da LinkedIn und LinkedIn Sales Navigator über separate Ordner laufen, ist die Nachrichten-Box auch voneinander getrennt. So kann es ausschauen, wenn Sie den Sales Navigator gebucht haben.
Im Zweifel haben Sie Nachrichten im „normalen“ LinkedIn und im Sales Navigator.

5) Schauen Sie, inwieweit Sie anhand der Mitteilungen auf LinkedIn mit Ihrem Netzwerk interagieren können (geht auch ohne Sales Navigator)

Häufig bekommen Sie eine Benachrichtigung, weil ein Kontakt, dessen Beiträge Sie häufiger geliked oder kommentiert haben, einen neuen Beitrag veröffentlicht hat. Oder ein Kollege oder Geschäftspartner hat Geburtstag, feiert ein Firmenjubiläum oder Sie sehen, dass andere Personen Ihren Beitrag, welchen Sie gestern kommentiert haben, jetzt auch kommentiert haben und es eine längere Diskussion zum Thema gibt. Oder LinkedIn gibt Hinweise auf Profilbesucher der letzten Zeit. Dank des Sales Navigators sehen Sie alle Profilbesucher der letzten 90 Tage. Diese Funktion habe ich in letzter Zeit zu schätzen gelernt.

6) Lesen Sie die Timeline auf LinkedIn.com und interagieren Sie mit dem Publikum

Mein Tipp ist es schon seit längerem: Passen Sie sich Ihren News-Feed so an, dass er interessant ist und Sie Freude am Lesen haben. Indem Sie ihn gezielt einrichten und den passenden Themen, Influencern und Unternehmen folgen, finden Sie auch die Themen, welche für Sie beruflich von Nutzen sind. Wie Sie Ihren News-Feed anpassen können, habe ich in diesem Blogartikel näher beschrieben.

7) Scannen oder Lesen der von LinkedIn vorgeschlagenen Leads und Accounts

So wie es den Newsfeed auf LinkedIn.com gibt, können Sie im Sales Navigator gefilterte Newsfeeds nach bestimmten Kriterien anschauen. Ich finde dabei die Liste mit den Beiträgen der Leads besonders interessant. Sinnvoll ist das Ganze allerdings nur, wenn eine Vielzahl von Leads auch aktiv auf LinkedIn postet. Wer gezielt Neu-Einsteiger bzw. Personen, welche gerade einen neuen Job angefangen haben, ansprechen bzw. erstmal beobachten möchte, findet sicherlich die Liste „Jobwechsel“ ganz interessant.

Sie fragen sich jetzt, wann Sie das alles noch machen sollen?

Zuerst kann ich Ihnen für die meisten dieser Tätigkeiten die mobile App empfehlen. Damit können Sie den Weg zur Arbeit, Wartezeiten am Flughafen oder die gemütliche Zeit am Abend auf dem Sofa nutzen. Diese Art des Sellings ist eine neue Aktivität, welcher für einen Mitarbeiter im Vertrieb in die täglichen Arbeitsabläufe integriert werden sollte. Dafür können ggf. andere Aktivitäten, welche heute nicht mehr fruchten, eingestellt werden.

Auch wenn dies jetzt 7 Punkte sind und es nach viel Arbeit klingt, so lassen sie sich in den vielen Fällen in 20-30 Minuten abarbeiten. Follow-Ups mit den Leads, das Versenden von individuellen InMails kann deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Foto: www.pixabay.com

Kennen Sie Ihren Social Selling Index auf LinkedIn?

Sie stehen auf Zahlen und vergleichen sich gerne mit Anderen? Für Ihre Social-Selling-Aktivitäten auf LinkedIn gibt es hierfür direkt ein passendes Tool: Den Social Selling Index!

Es handelt sich um ein Bewertungstool welches, orientierend an der jeweiligen Branche, einen Wert zwischen 0 und 100 anzeigt. Jedes LinkedIn-Mitglied erhält darüber Hinweise, wo es im Rahmen seiner Aktivitäten auf LinkedIn noch Verbesserungspotential gibt. Auch Teams können untereinander in Wettbewerb treten und über dieses Tool anzeigen lassen, in welchem Bereich sie besonders aktiv waren und wo es noch Nachholbedarf gibt. Der Index bezieht sich wirklich nur auf LinkedIn. Falls Sie auf anderen Kanälen deutlich aktiver sein sollten als auf LinkedIn, wird der Score das nicht einkalkulieren.

Vorrangig ist der Index für Vertriebsprofis erstellt worden, welche mit der Premium-Mitgliedschaft für den Vertrieb, dem LinkedIn Sales Navigator arbeiten. Allerdings kann sich jedes andere Mitglied, also auch Basis-Mitglieder, den Score anzeigen lassen. Nur Sie selbst sehen ihn, kein Kontakt oder anderes Mitglied hat Zugriff auf diese Informationen.

Interessant ist neben dem eigenen Score auch der Vergleich mit der Branche, mit dem eigenen Netzwerk und die Entwicklung der letzten Woche. Wer gerade startet oder längere Zeit inaktiv war, wird einen eher niedrigen Wert erreichen. Sehr aktive LinkedIn-Nutzer schaffen es auf Scores zwischen 60 und 85.

Wie hoch ist Ihr Social Selling Index?

Über diesen Link erhalten Sie Ihren persönlichen Wert. Je höher er ist, desto aktiver sind Sie auf LinkedIn.

Mein momentaner Social Selling Index im Juli 2019 liegt bei 83 (Screenshot vom 4.7.2019). Verglichen mit meinem persönlichen Netzwerk, welches einen SSI von nur 44 hat, stehe ich da ziemlich gut da. Ich darf vor allem im 3. Bereich, wo es um die Einblicke geht, auch noch etwas mehr tun.

In der Vergangenheit hatte ich aber auch schon einen Score von 86 oder 87. Höher hat es noch nicht geklappt, was sicherlich auch bis zu einem bestimmten Grad mit meiner eher sporadischen Nutzung des Sales Navigators zusammenhängt.

Schauen wir uns die Zahlen in der Grafik mal genauer an. Wie Sie sehen, sind es vier Unterkategorien, welche jeweils maximal 25 Punkte erhalten können. Sie können, wenn Sie diese Punkte beherzigen, dafür sorgen, dass der Score in den nächsten Wochen nach oben geht. Erwarten Sie keine großartigen Veränderungen, wenn Sie erst seit ein paar Tagen häufiger ins LinkedIn-Netzwerk reingeschaut haben. Die Berechnung des Wertes benötigt etwas Zeit, da verschiedene Aspekte berechnet werden.

Wie können Sie Ihren Social Selling Score steigern?

1. Orange: Ihre professionelle Marke aufbauen – Markenaufbau

Hier steht das optimale, ausführliche LinkedIn-Profil im Vordergrund.

  • Haben Sie alle relevanten Bereiche ausgefüllt? Das heißt, haben Sie einen Text über sich und Ihre Expertise, die sogenannte Zusammenfassung oder Intro geschrieben? Stehen unter den Jobtiteln und Jahreszahlen auch Beschreibungen der Jobs? Sind die Bereiche Ausbildung, Kenntnisse, Empfehlungen noch leer oder bereits ausgefüllt? Auch Organisationen, Projekte, Weiterbildungen oder ehrenamtliche Betätigungen können im LinkedIn-Profil ausgefüllt werden.
  • Sind Medien wie Verlinkungen zu Webseiten, PDFs, Fotos oder Videos zur Berufserfahrung oder Zusammenfassung zugefügt worden?
  • Schreiben Sie aussagekräftige Beiträge, welche zu den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe passen?
  • Sind Ihre Kenntnisse/ Fähigkeiten (Skills) bestätigt worden? Haben Sie bereits Kenntnisse Ihrer Kontakte bestätigt?

2. Lila: Gezielt die richtigen Personen finden – Netzwerk

  • Recherchieren Sie nach Personen auf LinkedIn? Arbeiten Sie mit der einfachen Suche, dem Lead Builder des Sales Navigators und verwenden Sie auch auch boolesche Filter? Wer eine Premium-Mitgliedschaft wie den Sales Navigator hat, sollte ruhig mal die verschiedenen Filter testen und Suchen speichern.
  • Recherchieren Sie und kontaktieren Sie regelmäßig Kontakte 2. Grades (diese finden Sie unter Netzwerk unter „Vorschläge für Sie“)?
  • Sind Sie Mitglied in Gruppen und bringen sich dort mit eigenen Beiträgen ein?
  • Wie gehen Sie mit Profilbesuchern um? Ein Tipp wäre es, Profilbesucher zu kontaktieren und Ihnen falls interessant, Kontaktanfragen zu versenden.

3. Rot: Durch Einblicke Interesse wecken – Content

  • Wie das Wort schon sagt, gewähren Sie Einblicke in Ihren Arbeitsalltag, in Ihre berufliche Tätigkeit durch regelmäßige eigene Updates oder eigene Blogartikel?
  • Knüpfen Sie neue Beziehungen, das heißt kommunizieren Sie über LinkedIn mit persönlichen Nachrichten mit ihren Kontakten 1. Grades und tauschen sich zur beruflichen Themen aus?
  • In den Status Updates können Sie die persönlichen Beziehungen zu anderen Personen auch aufzeigen, indem Sie Personen mit dem @-Symbol taggen, ihnen auf diese Art und Weise interessante Beiträge auf LinkedIn anzeigen.
  • Tauschen Sie sich in Gruppen aus und gewähren dort Einblicke in Ihre Arbeit?

4. Grün: Beziehungen aufbauen – Beziehungen

  • Vernetzen Sie sich regelmäßig mit Entscheidungsträgern und kommunizieren mit ihnen über den Newsfeed oder Nachrichten?
  • Ein richtiger Sales Professionell wird sich mit vielen Leuten vernetzen. Dazu gehört es auch, pro Account mit mehreren Kontakten auf LinkedIn vernetzt zu sein.
  • Engagement und Beziehungspflege bedeutet auf LinkedIn, Beiträge anderer Personen zu teilen, zu kommentieren und zu liken.

Kürzlich postete jemand auf LinkedIn ein Experiment, inwieweit sich die LinkedIn-Abstinenz auf seinen Social Selling Index auswirken wird. Ich gehe davon aus, dass eine 3-wöchige Pause keine allzu dramatischen Auswirkungen haben wird. Das System wird, falls der Score etwas runtergeht, auch recht schnell wieder nach oben korrigiert werden.

Ich würde meine Aktivitäten nicht nur an der Score-Zahl orientieren. Falls Sie so ausgelastet sind, dass Sie kaum Zeit für LinkedIn haben, weil ein Kunde nach dem anderen ansteht, scheinen Sie ja alles richtig gemacht zu haben.

Fakt ist aber auch, dass Entscheidungsträger keine passiven LinkedIn-Nutzer mehr sein sollten.

Gerne schreiben Sie mir eine Nachricht oder einen Kommentar hier im Blog und notieren Ihren persönlichen SSI.

Foto: Unsplash / Screenshot LinkedIn

Was bedeutet „Open Profile“ auf LinkedIn?

Vielleicht nutzen Sie ganz neu den Sales Navigator und wundern sich über das grüne Symbol mit der Aufschrift „Open“?

 

 

Wie LinkedIn es schon erklärt, kann Ihnen mit dieser Premium-Funktion jedes LinkedIn-Mitglied kostenlos eine Nachricht senden, selbst wenn Sie nicht miteinander verbunden sind, also Kontakte 1. Grades sind. Auch die InMails, welche man ja mit einer Premium-Mitgliedschaft erwirbt, sind dann hinfällig.

Angezeigt wird das grüne Logo im Sales Navigator. Viele Nutzer, welche dort unter „Ergebnisse für Leads“ gelistet werden und eine Premium-Mitgliedschaft gebucht haben, zeigen das grüne Open-Symbol. Dieses wird automatisch von LinkedIn so eingerichtet.

Falls Sie bereits zu viele Nachrichten von „fremden“ LinkedIn-Nutzern erhalten und als Premium-Nutzer verhindern möchten, dass noch mehr Nachrichten kommen, können Sie die „Open-Profile“-Einstellung auch wieder abstellen.

Gehen Sie hierfür in das „normale“ LinkedIn auf Ihr LinkedIn-Profil.

Klicken Sie auf das Stift-Symbol im Kopfteil des Profils. Rechts unter dem Hintergrundbanner sehen Sie das braune LinkedIn-Logo welches darauf hinweist, dass Sie Premium-Mitglied mit einem Drop-Down-Menü. Über dieses können Sie die Einstellung abschalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alternativ können Sie die Einstellung auch über den Bereich „Einstellungen und Datenschutz“ unter Kommunikation ändern.

Wofür Sie sich entscheiden, hängt sicherlich von Ihren persönlichen Zielen auf LinkedIn ab. Wenn Sie schon für eine Mitgliedschaft zahlen, werden Sie auch einen Grund dafür haben und sich nicht unbedingt gegen Kontaktaufnahmen von anderen Personen wehren, wie es eventuell bei einem Social Media-Einsteiger der Fall ist. In jedem Fall, wissen Sie jetzt, wo sich die Einstellung ändern lässt.

Wichtig zu wissen: Im normalen LinkedIn-Fenster sehen Sie, wenn es angeschaltet ist, das braune Premium-Logo, aber niemals das grüne Open Profile-Logo.

LinkedIn als Vertriebstool nutzen, ohne den Sales Navigator zu buchen? Geht das?

Kann ich für meine Vertriebstätigkeiten LinkedIn einsetzen, ohne gleich eine Mitgliedschaft wie den Sales Navigator zu buchen? Ich bin der Meinung, dass sich letzterer hervorragend als Social-Selling-Tool eignet. Allerdings gibt es auch bei der kostenfreien Basis-Variante viele nützliche Funktionen, so dass man wirklich nicht gleich eine Mitgliedschaft für 57,11 Euro im Monat (bei jährlicher Abrechnung) buchen muß.
Klüger ist es, sich mit dem, was „for free“ bereits geboten wird, auseinander zu setzen. Funktionen, die sich für den Vertrieb eignen:

1. Die Arbeit mit der Suchfunktion. Suchen Sie nach geeigneten Kontakten. Sie können Stichwörter, Namen und Orte eingeben. Auf der rechten Seite der Such-Funktion gibt es weitere Filter wie z.B. Branchen, Standorte, Hochschulen und mehr. Ich komme damit in den meisten Fällen sehr gut klar. Wer bei den Suchergebnissen eine 2 hinter dem Bild stehen hat, ist ein Kontakt 2. Grades und kann ganz einfach angeschrieben werden, da man bereits über gemeinsame Kontakte verfügt.

2. Ich vernetze mich meistens mit diesen Personen 2. Grades und schreibe ihnen eine personalisierte Kontaktanfrage. Dazu gehen Sie in das Profil der Person und dann über die drei Punkte oben rechts auf „Vernetzen“. LinkedIn bietet dann an, eine persönliche Nachricht (300 Zeichen lang) zu schreiben. Nutzen Sie diese Funktion, denn sie steigert, die Chance, eine Bestätigung zu bekommen.

3. Neuen Kontakten schreibe ich eine kurze Begrüßungsnachricht und bedanke mich für die Bestätigung.

4. Ich poste Status Updates, teile und kommentiere Beiträge. Wenn möglich, logge ich mich dazu täglich ein und werde aktiv. Gerne über die mobile App oder halt vom Laptop aus. Wenn Sie im Vertrieb tätig sind, sollten Sie vor allem den Beiträgen von potentiellen Kunden Beachtung schenken.

5. Wenn Sie sich wirklich täglich einloggen, sehen Sie auch täglich, wer Ihr Profil besucht hat. Beim Basis-Account sieht man immer die 5 letzten Profilbesucher. Senden Sie diesen Personen, vorausgesetzt, sie sind noch nicht mit ihnen vernetzt, eine Anfrage. Wer Ihre Beiträge geliked oder kommentiert hat, sollte auch ein kleines Dankeschön bekommen. Wenn Sie die komplette Liste sehen möchten, wer in den letzten 90 Tagen Ihr Profil besucht hat, hilft ein Upgrade.

Haben Sie all das mindestens 60 Tage lang regelmäßig gemacht? Wie kommen Sie klar? Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie beim Suchen an Ihre Grenzen kommen und doch InMails zur Kontaktaufnahme benötigen oder Kontakte in Kategorien sortieren möchten, dann ist der Sales Navigator genau richtig.

Welche Funktionen bekommen Sie beim Sales Navigator?

Mit einer Mitgliedschaft, sehen Sie, wie hoch Ihr persönlicher Social Selling Index (SSI) ist. LinkedIn meint, dass man einen 20%-igen Anstieg mit dem Sales Navigator bekommen kann. Wenn man allerdings auf LinkedIn sehr aktiv ist, schafft man einen Großteil auch so.

Sie möchten wissen, wie hoch Ihr Index ist? Über folgenden Link, finden Sie Ihren persönlichen SSI heraus. Meiner liegt heute bei 76, zwischenzeitlich lag er höher. Kurz gesagt, bewertet der Index, wie gut Ihr Profil ausgefüllt ist, wie aktiv Sie auf LinkedIn sind und ob Sie sich regelmäßig mit aktiven Personen auf LinkedIn vernetzen und austauschen.

Weitere Funktionen des Sales Navigators: 

  1. Die berühmten InMails: Sie dürfen im Monat 20 InMails an Ihnen fremde Personen versenden. Gerade um potenzielle Kunden anzusprechen, ohne gemeinsame Kontakte, kann das sehr ergiebig sein.
  2. Sales Insights: Sie bekommen zusätzliche Informationen über Ihre im Sales Navigator gesammelten Accounts und Leads. Mit diesen Personen sind Sie noch nicht vernetzt, sehen aber Details wie z.B. Infos zu Jobwechseln oder Unternehmenswachstum.
  3. Die erweiterte Suche mit dem Lead Builder. Eine ganz hervorragende Suchfunktion, welche ich mir für dieses Video mal genauer angesehen habe.
  4. Sie sehen eine komplette Liste aller Profilbesucher der letzten 90 Tage. Dies bietet eine gute Gelegenheit, diese Personen anzuschreiben und nach dem Grund des Besuches zu fragen. Oft wird daraus ein Kunde.
  5. Empfohlene und gespeicherte Leads. Personen, mit welchen Sie noch nicht vernetzt sind. Sie können ihnen folgen und sie kontaktieren. Genial ist es, dass Sie beim Sales Navigator auch Kategorien anlegen können und diese Leads sortiert nach Kategorie filtern können.
  6. Suchergebnisse werden nicht eingeschränkt. Auch bei Personen 3. Grades sehen Sie alle Details. Eine gezieltere Kontaktaufnahme ist möglich.

Sie möchten noch mehr zum Sales Navigator erfahren? Hier habe ich über meine ersten Erfahrungen berichtet.

Ein Vergleich: LinkedIn Lead Builder oder einfache Suche

LinkedIn baut sein Interface um und in den USA haben wohl die meisten Nutzer inzwischen Zugriff darauf. Hier in Europa wird es Stück für Stück ausgerollt. Es wurde bereits angekündigt, dass die erweiterte Suche nur noch mit dem bei der Sales Navigator-Mitgliedschaft integrierten Lead Builder möglich sein wird. Aus diesem Grunde schaue ich mir ihn nun auch genauer an.

Die integrierte, erweiterte Suche, genannt Lead Builder, hat mich als Erstes interessiert. Parallel konnte ich auch einen kurzen Blick auf das neue Interface werfen und die Suche ausprobieren. Lesen Sie weiter, wenn Sie mehr über die beiden Suchmöglichkeiten erfahren möchten und welche Mitgliedschaft ggf. für Sie in Zukunft Sinn macht.

Die Suche beim Sales Navigator: Lead Builder

Wenn Sie im Sales Navigator eingeloggt sind, gehen Sie oben rechts neben die Lupe auf „Lead Builder“. Zu den Top-Suchkriterien gehören die Stichwortsuche, die Suche nach Unternehmen, Regionen, Branche, Beziehung (Kontakt 1. Grades, 2. Grades etc), Tätigkeitsbereich, Position und Karrierestufe.

13 weitere Filter werden angeboten.

So in etwa kann der Anfang einer Ergebnis-Liste aussehen, nachdem ich mit dem Lead-Builder eine Suche gestartet habe. Ich habe dann die Möglichkeit, die Ergebnisse als Leads zu speichern, eine Vernetzungsanfrage zu senden, das Profil anzusehen, mir ähnliche Profile anzeigen zu lassen oder eine InMail zu senden.

Kurz gesagt: Hier bleiben meiner Meinung nach keine Wünsche offen. Wer intensiv mit dem Lead Builder arbeiten möchte, wird auch belohnt werden. Ich selbst werde sicherlich nie alle Filter benötigen, aber es ist gut zu wissen, dass es sie gibt.

Die kostenfreie Suche beim neuen User Interface

Wenn Sie in Zukunft als Basis-Mitglied eingeloggt sind, sehen Sie oben links das Suchfenster neben der Lupe.

Am häufigsten wird sicherlich nach einem Namen gesucht. Stellen wir uns vor, Sie haben letztens auf einer Konferenz einen „Martin Müller“ getroffen und möchten sich mit ihm vernetzen.

Sie tippen dazu den Namen links oben in das Suchfeld ein und werden sicherlich eine längere Liste an Beispielen vorfinden. Auf der rechten Seite gibt es dazu weitere Suchfilter wie den Grad der Vernetzung (Kontakt 1. Grades, 2. Grades und 3. Grades), Location und aktuelle Firma. Wählen Sie aus, was Sie noch über die Person wissen und Sie können den richtigen Herrn Müller identifizieren.

Andere Such-Szenarien könnten wie folgt aussehen:

Suche nach Führungskraft in München

Suche in Gruppen – Karriere und Führungskraft

Personen, die Wirtschaftswissenschaften in Graz studiert haben

Sie sehen, es sind auch weiterhin verschiedene Such-Szenarien möglich, aber die Filter sind eingeschränkt.

Wer nach bestimmten Stichwörtern in Postings suchen möchten, kann das auch bei der kostenfreien Suche ausprobieren und sehen, inwieweit relevante Ergebnisse dabei sind. Um auf Themen zu reagieren, welche zur Markenbildung passen, halte ich diese Methode für sehr interessant.

Etwas komplexere Suchen können durchgeführt werden, wenn Sie mit den booleschen Operatoren wie AND, OR etc arbeiten. Wie Sie dabei am besten vorgehen sollten, wird hier auf der LinkedIn-Hilfe erklärt. Oder schauen Sie mal hier:

Leider können beim neuen User Interface keine Suchen mehr gespeichert werden. Schade. Nehmen Sie, um eine Suche zu wiederholen einfach die url und speichern Sie diese irgendwo ab, wo Sie schnell Zugriff haben. Alternativ ist der Sales Navigator eine Lösung, denn dort können Suchen auch nach wie vor gespeichert werden.

Fazit: Der Power-User wird mit dem Lead Builder nicht enttäuscht werden. Die hohe Anzahl an Filtern grenzt das Suchergebnis sehr gezielt ein. Mit den Ergebnissen kann dank der anderen Zusatzfunktionen des Sales Navigators effektiv weitergearbeitet werden. Ich denke dabei an das Folgen von Leads, die uneingeschränkte Personensuche und dass man 20 InMails/ pro Monat hat um Kontakte 3. Grades anzuschreiben.  Wer LinkedIn nutzt, um selbst gefunden zu werden, mal den einen oder anderen Kontakt oder nach einem Stichwort suchen möchte, sollte allerdings auch mit der einfachen Suche auf seine Kosten kommen.

 

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