Was bedeutet „Open Profile“ auf LinkedIn?

Vielleicht nutzen Sie ganz neu den Sales Navigator und wundern sich über das grüne Symbol mit der Aufschrift „Open“?

 

 

Wie LinkedIn es schon erklärt, kann Ihnen mit dieser Premium-Funktion jedes LinkedIn-Mitglied kostenlos eine Nachricht senden, selbst wenn Sie nicht miteinander verbunden sind, also Kontakte 1. Grades sind. Auch die InMails, welche man ja mit einer Premium-Mitgliedschaft erwirbt, sind dann hinfällig.

Angezeigt wird das grüne Logo im Sales Navigator. Viele Nutzer, welche dort unter „Ergebnisse für Leads“ gelistet werden und eine Premium-Mitgliedschaft gebucht haben, zeigen das grüne Open-Symbol. Dieses wird automatisch von LinkedIn so eingerichtet.

Falls Sie bereits zu viele Nachrichten von „fremden“ LinkedIn-Nutzern erhalten und als Premium-Nutzer verhindern möchten, dass noch mehr Nachrichten kommen, können Sie die „Open-Profile“-Einstellung auch wieder abstellen.

Gehen Sie hierfür in das „normale“ LinkedIn auf Ihr LinkedIn-Profil.

Klicken Sie auf das Stift-Symbol im Kopfteil des Profils. Rechts unter dem Hintergrundbanner sehen Sie das braune LinkedIn-Logo welches darauf hinweist, dass Sie Premium-Mitglied mit einem Drop-Down-Menü. Über dieses können Sie die Einstellung abschalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alternativ können Sie die Einstellung auch über den Bereich „Einstellungen und Datenschutz“ unter Kommunikation ändern.

Wofür Sie sich entscheiden, hängt sicherlich von Ihren persönlichen Zielen auf LinkedIn ab. Wenn Sie schon für eine Mitgliedschaft zahlen, werden Sie auch einen Grund dafür haben und sich nicht unbedingt gegen Kontaktaufnahmen von anderen Personen wehren, wie es eventuell bei einem Social Media-Einsteiger der Fall ist. In jedem Fall, wissen Sie jetzt, wo sich die Einstellung ändern lässt.

Wichtig zu wissen: Im normalen LinkedIn-Fenster sehen Sie, wenn es angeschaltet ist, das braune Premium-Logo, aber niemals das grüne Open Profile-Logo.

LinkedIn als Vertriebstool nutzen, ohne den Sales Navigator zu buchen? Geht das?

Kann ich für meine Vertriebstätigkeiten LinkedIn einsetzen, ohne gleich eine Mitgliedschaft wie den Sales Navigator zu buchen? Ich bin der Meinung, dass sich letzterer hervorragend als Social-Selling-Tool eignet. Allerdings gibt es auch bei der kostenfreien Basis-Variante viele nützliche Funktionen, so dass man wirklich nicht gleich eine Mitgliedschaft für 57,11 Euro im Monat (bei jährlicher Abrechnung) buchen muß.
Klüger ist es, sich mit dem, was „for free“ bereits geboten wird, auseinander zu setzen. Funktionen, die sich für den Vertrieb eignen:

1. Die Arbeit mit der Suchfunktion. Suchen Sie nach geeigneten Kontakten. Sie können Stichwörter, Namen und Orte eingeben. Auf der rechten Seite der Such-Funktion gibt es weitere Filter wie z.B. Branchen, Standorte, Hochschulen und mehr. Ich komme damit in den meisten Fällen sehr gut klar. Wer bei den Suchergebnissen eine 2 hinter dem Bild stehen hat, ist ein Kontakt 2. Grades und kann ganz einfach angeschrieben werden, da man bereits über gemeinsame Kontakte verfügt.

2. Ich vernetze mich meistens mit diesen Personen 2. Grades und schreibe ihnen eine personalisierte Kontaktanfrage. Dazu gehen Sie in das Profil der Person und dann über die drei Punkte oben rechts auf „Vernetzen“. LinkedIn bietet dann an, eine persönliche Nachricht (300 Zeichen lang) zu schreiben. Nutzen Sie diese Funktion, denn sie steigert, die Chance, eine Bestätigung zu bekommen.

3. Neuen Kontakten schreibe ich eine kurze Begrüßungsnachricht und bedanke mich für die Bestätigung.

4. Ich poste Status Updates, teile und kommentiere Beiträge. Wenn möglich, logge ich mich dazu täglich ein und werde aktiv. Gerne über die mobile App oder halt vom Laptop aus. Wenn Sie im Vertrieb tätig sind, sollten Sie vor allem den Beiträgen von potentiellen Kunden Beachtung schenken.

5. Wenn Sie sich wirklich täglich einloggen, sehen Sie auch täglich, wer Ihr Profil besucht hat. Beim Basis-Account sieht man immer die 5 letzten Profilbesucher. Senden Sie diesen Personen, vorausgesetzt, sie sind noch nicht mit ihnen vernetzt, eine Anfrage. Wer Ihre Beiträge geliked oder kommentiert hat, sollte auch ein kleines Dankeschön bekommen. Wenn Sie die komplette Liste sehen möchten, wer in den letzten 90 Tagen Ihr Profil besucht hat, hilft ein Upgrade.

Haben Sie all das mindestens 60 Tage lang regelmäßig gemacht? Wie kommen Sie klar? Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie beim Suchen an Ihre Grenzen kommen und doch InMails zur Kontaktaufnahme benötigen oder Kontakte in Kategorien sortieren möchten, dann ist der Sales Navigator genau richtig.

Welche Funktionen bekommen Sie beim Sales Navigator?

Mit einer Mitgliedschaft, sehen Sie, wie hoch Ihr persönlicher Social Selling Index (SSI) ist. LinkedIn meint, dass man einen 20%-igen Anstieg mit dem Sales Navigator bekommen kann. Wenn man allerdings auf LinkedIn sehr aktiv ist, schafft man einen Großteil auch so.

Sie möchten wissen, wie hoch Ihr Index ist? Über folgenden Link, finden Sie Ihren persönlichen SSI heraus. Meiner liegt heute bei 76, zwischenzeitlich lag er höher. Kurz gesagt, bewertet der Index, wie gut Ihr Profil ausgefüllt ist, wie aktiv Sie auf LinkedIn sind und ob Sie sich regelmäßig mit aktiven Personen auf LinkedIn vernetzen und austauschen.

Weitere Funktionen des Sales Navigators: 

  1. Die berühmten InMails: Sie dürfen im Monat 20 InMails an Ihnen fremde Personen versenden. Gerade um potenzielle Kunden anzusprechen, ohne gemeinsame Kontakte, kann das sehr ergiebig sein.
  2. Sales Insights: Sie bekommen zusätzliche Informationen über Ihre im Sales Navigator gesammelten Accounts und Leads. Mit diesen Personen sind Sie noch nicht vernetzt, sehen aber Details wie z.B. Infos zu Jobwechseln oder Unternehmenswachstum.
  3. Die erweiterte Suche mit dem Lead Builder. Eine ganz hervorragende Suchfunktion, welche ich mir für dieses Video mal genauer angesehen habe.
  4. Sie sehen eine komplette Liste aller Profilbesucher der letzten 90 Tage. Dies bietet eine gute Gelegenheit, diese Personen anzuschreiben und nach dem Grund des Besuches zu fragen. Oft wird daraus ein Kunde.
  5. Empfohlene und gespeicherte Leads. Personen, mit welchen Sie noch nicht vernetzt sind. Sie können ihnen folgen und sie kontaktieren. Genial ist es, dass Sie beim Sales Navigator auch Kategorien anlegen können und diese Leads sortiert nach Kategorie filtern können.
  6. Suchergebnisse werden nicht eingeschränkt. Auch bei Personen 3. Grades sehen Sie alle Details. Eine gezieltere Kontaktaufnahme ist möglich.

Sie möchten noch mehr zum Sales Navigator erfahren? Hier habe ich über meine ersten Erfahrungen berichtet.

Ein Vergleich: LinkedIn Lead Builder oder einfache Suche

LinkedIn baut sein Interface um und in den USA haben wohl die meisten Nutzer inzwischen Zugriff darauf. Hier in Europa wird es Stück für Stück ausgerollt. Es wurde bereits angekündigt, dass die erweiterte Suche nur noch mit dem bei der Sales Navigator-Mitgliedschaft integrierten Lead Builder möglich sein wird. Aus diesem Grunde schaue ich mir ihn nun auch genauer an.

Die integrierte, erweiterte Suche, genannt Lead Builder, hat mich als Erstes interessiert. Parallel konnte ich auch einen kurzen Blick auf das neue Interface werfen und die Suche ausprobieren. Lesen Sie weiter, wenn Sie mehr über die beiden Suchmöglichkeiten erfahren möchten und welche Mitgliedschaft ggf. für Sie in Zukunft Sinn macht.

Die Suche beim Sales Navigator: Lead Builder

Wenn Sie im Sales Navigator eingeloggt sind, gehen Sie oben rechts neben die Lupe auf „Lead Builder“. Zu den Top-Suchkriterien gehören die Stichwortsuche, die Suche nach Unternehmen, Regionen, Branche, Beziehung (Kontakt 1. Grades, 2. Grades etc), Tätigkeitsbereich, Position und Karrierestufe.

13 weitere Filter werden angeboten.

So in etwa kann der Anfang einer Ergebnis-Liste aussehen, nachdem ich mit dem Lead-Builder eine Suche gestartet habe. Ich habe dann die Möglichkeit, die Ergebnisse als Leads zu speichern, eine Vernetzungsanfrage zu senden, das Profil anzusehen, mir ähnliche Profile anzeigen zu lassen oder eine InMail zu senden.

Kurz gesagt: Hier bleiben meiner Meinung nach keine Wünsche offen. Wer intensiv mit dem Lead Builder arbeiten möchte, wird auch belohnt werden. Ich selbst werde sicherlich nie alle Filter benötigen, aber es ist gut zu wissen, dass es sie gibt.

Die kostenfreie Suche beim neuen User Interface

Wenn Sie in Zukunft als Basis-Mitglied eingeloggt sind, sehen Sie oben links das Suchfenster neben der Lupe.

Am häufigsten wird sicherlich nach einem Namen gesucht. Stellen wir uns vor, Sie haben letztens auf einer Konferenz einen „Martin Müller“ getroffen und möchten sich mit ihm vernetzen.

Sie tippen dazu den Namen links oben in das Suchfeld ein und werden sicherlich eine längere Liste an Beispielen vorfinden. Auf der rechten Seite gibt es dazu weitere Suchfilter wie den Grad der Vernetzung (Kontakt 1. Grades, 2. Grades und 3. Grades), Location und aktuelle Firma. Wählen Sie aus, was Sie noch über die Person wissen und Sie können den richtigen Herrn Müller identifizieren.

Andere Such-Szenarien könnten wie folgt aussehen:

Suche nach Führungskraft in München

Suche in Gruppen – Karriere und Führungskraft

Personen, die Wirtschaftswissenschaften in Graz studiert haben

Sie sehen, es sind auch weiterhin verschiedene Such-Szenarien möglich, aber die Filter sind eingeschränkt.

Wer nach bestimmten Stichwörtern in Postings suchen möchten, kann das auch bei der kostenfreien Suche ausprobieren und sehen, inwieweit relevante Ergebnisse dabei sind. Um auf Themen zu reagieren, welche zur Markenbildung passen, halte ich diese Methode für sehr interessant.

Etwas komplexere Suchen können durchgeführt werden, wenn Sie mit den booleschen Operatoren wie AND, OR etc arbeiten. Wie Sie dabei am besten vorgehen sollten, wird hier auf der LinkedIn-Hilfe erklärt. Oder schauen Sie mal hier:

Leider können beim neuen User Interface keine Suchen mehr gespeichert werden. Schade. Nehmen Sie, um eine Suche zu wiederholen einfach die url und speichern Sie diese irgendwo ab, wo Sie schnell Zugriff haben. Alternativ ist der Sales Navigator eine Lösung, denn dort können Suchen auch nach wie vor gespeichert werden.

Fazit: Der Power-User wird mit dem Lead Builder nicht enttäuscht werden. Die hohe Anzahl an Filtern grenzt das Suchergebnis sehr gezielt ein. Mit den Ergebnissen kann dank der anderen Zusatzfunktionen des Sales Navigators effektiv weitergearbeitet werden. Ich denke dabei an das Folgen von Leads, die uneingeschränkte Personensuche und dass man 20 InMails/ pro Monat hat um Kontakte 3. Grades anzuschreiben.  Wer LinkedIn nutzt, um selbst gefunden zu werden, mal den einen oder anderen Kontakt oder nach einem Stichwort suchen möchte, sollte allerdings auch mit der einfachen Suche auf seine Kosten kommen.

 

Foto: Unsplash