4 Tipps aus dem Personaler-Nähkästchen für Jobsuchende

Mein Name ist Patrizia Kaiser und ich bin seit mehr als 15 Jahren im Personalmanagement in diversen Positionen, Unternehmen und Branchen tätig. Seit 3 Jahren bin ich selbstständig als Personalexpertin, Trainerin, Coach und Beraterin zu Bewerbungsprozessen. Gerade im Rahmen von Bewerbungscoachings plaudere ich gerne aus dem „Personaler-Nähkästchen“ und mache meinen Kunden verständlich, worauf es in den Auswahlprozessen ankommt, worauf Personalentscheider mit bestimmten Fragen hinauswollen, wie man Fragen überzeugend beantwortet etc. WEitere Details zu meiner Tätigkeit finden Sie auch auf meiner Webseite „HR und Perspektiven“.

1. Was hältst Du davon, sich initiativ zu bewerben?

Patrizia Kaiser: Grundsätzlich halte ich es für eine gute Idee, unter folgender Voraussetzung: Der Bewerber / die Bewerberin sollte im Vorhinein geklärt haben, ob das Unternehmen Initiativbewerbungen willkommen heißt. In Zeiten des War for Talents sind bereits viele Unternehmen mit der notwendigen Weitsicht unterwegs und stellen Bewerbern die Möglichkeit zur Verfügung, sich z.B. in deren Recruiting Portalen zu registrieren und ihr Profil zur Besetzung für nicht nur aktuelle, sondern auch eventuell in der Zukunft frei werdende und neu zu schaffende Stellen zur Verfügung zu stellen, Stichwort „unternehmenseigene Talentdatenbanken“. Diese sparen den Unternehmen Zeit und Geld bei der Besetzung von zukünftigen Vakanzen und stellen eine Möglichkeit zum Beziehungsaufbau zu Bewerbern dar.

Manche Firmen hingegen haben aber kein Interesse an Initiativbewerbungen. Daher, wenn es auf der Karriereseite des Unternehmens keinen Hinweis darauf gibt, dass man sich auch gerne initiativ bewerben darf, so sollten Bewerber*innen auf jeden Fall aktiv in der Personalabteilung nachfragen. Weiterhin bietet dieses Ersttelefonat auch die Chance, einen ersten positiven Eindruck zu hinterlassen. Voraussetzung ist natürlich, dass man sich auf das Telefonat vorbereitet und sich möglichst kurz und zielgerichtet ins positive Licht rückt. Nach einem guten ersten Gespräch wird die Initiativbewerbung, zu deren Einsendung man dann bestenfalls eingeladen wird, normalerweise auch wirklich früher oder später berücksichtigt. Wichtig ist hier, immer wieder einmal beim Unternehmen nachzuhaken bzw. abstimmen, wie man in Bezug auf die Initiativbewerbung am besten über die Dauer in Kontakt bleibt.

2. Was macht man im Jahr 2019 nicht mehr in Bezug auf die Bewerbungsunterlagen?

Patrizia Kaiser: Ganz grundsätzlich verschickt man sie nicht mehr per Post, sondern per E-Mail bzw. aufgrund der Datenschutzverordnung mittlerweile hauptsächlich über Bewerbungsportale. Die postalische Einsendung erzeugt hohen administrativen Aufwand im Unternehmen, womit man sich nicht unbedingt sofort Freunde schafft.

3. Wie sollten Bewerber mit den berühmten Lücken umgehen?

Patrizia Kaiser: Die Lücken sollte man füllen und schreiben, was man in den entsprechenden Zeiträumen gemacht hat. Ich spreche hier nicht von Lücken von 1-2 Monaten, die oft im Zuge von Neuorientierungen oder Jobwechseln auch entstehen können, sondern größere Lücken. Wenn diese offen bleiben, fallen die Bewerber im ersten Screening-Prozess durch den Personaler möglicherweise bereits durch. Wenn eine nachvollziehbare Erklärung eingefügt ist, kann diese zu einem Gesprächsthema im Rahmen des Interviews werden, und muss dann kein Absage-Kriterium sein. 

4. Ich berate ja häufiger Personen, welche bereits länger als 20 Jahre im Berufsleben stehen. Welchen Tipp zum Lebenslauf hast Du für diese Leser?

Patrizia Kaiser: Personen mit viel Berufserfahrung sollten sich ebenfalls idealerweise auf ca. 2-3 Seiten Lebenslauf beschränken. Es gibt diverse Möglichkeiten, wie man seine gegebenenfalls sehr breite Erfahrung kommunizieren kann, z.B. mittels einer Projektliste als Ergänzung zum Lebenslauf. Weiterhin sollten sich die Personen klar werden, auf welche Position sie sich bewerben und den Lebenslauf auf diese Position ausrichten. Das heißt, dass die Erfahrungen und Qualifikationen herausgestellt werden, die für den gewünschten neuen Job relevant sind. So können viele Details, die eben an der Stelle dann nicht so wichtig sind, ausgelassen werden und der Lebenslauf bleibt in einem vernünftigen Umfang. Ganz wichtig ist also zu berücksichtigen: Es gibt normalerweise nicht den einen Standard-Lebenslauf, genauso wenig natürlich wie das eine „one fits all“ Anschreiben. Die Unterlagen sollten auf die jeweilige Position und das Unternehmen angepasst werden, so dass für die Personalentscheider auf den ersten oder maximal zweiten Blick ersichtlich wird, dass der Bewerber / die Bewerberin für die Vakanz notwendige Qualifikationen mitbringt.

Vielen Dank an Patrizia für diese Tipps. Wir lernen, dass ein Anschreiben sehr wohl noch wichtig ist und dass man eine solche Projekteliste und eine knackige Kurzbeschreibung der Kernkompetenzen parat haben sollte.

Ein gut gepflegtes LinkedIn-Profil kann helfen, sich online mit Personalern zu vernetzen und einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

Patrizia Kaiser ist Personalexpertin, Trainerin, Coach und Beraterin zu Bewerbungsprozessen in München.

7 Fehler beim beruflichen Netzwerken

Mit Beginn meiner Selbständigkeit musste ich das Thema Networking erst lernen, zumindest in einem anderen Kontext. Zuvor war ich zwar häufiger auf Veranstaltungen wie Messen, Stammtischen oder Konferenzen und habe mir dabei auch ein berufliches Netzwerk aufgebaut, aber das war ja immer mit dem Ziel, Kontakte für den damaligen Arbeitgeber zu finden und beispielsweise Kooperationen aufzubauen.

Seit nunmehr sieben Jahren nimmt das Networking einen neuen Stellenwert für mich ein, weil ich seitdem für mein eigenes Business unterwegs bin. Im Sommer 2012 habe ich mal einen Stammtisch des Bundes für Selbständige in Bayern besucht, wurde auf ein BNI-Frühstück nach Grünwald eingeladen und kam mit der Networking-Gruppe von W.I.N Women in Network in Kontakt, wo ich auch für zwei Jahre Mitglied wurde. Es war damals die genau richtige Entscheidung, weil mir klar wurde: Der Austausch mit Gleichgesinnten ist ungemein wichtig und ich brauchte es, um meine Selbständigkeit voranzutreiben. Nach den meisten Veranstaltungen ging ich gestärkt und sehr motiviert nach Hause.

Heute, 2019 versuche ich einmal im Monat zu einer Veranstaltung zu gehen. Seit einem reichlichen Jahr bin ich Mitglied bei den Webgrrls, gehe gerne zu den Mom-Works-Meetups oder zum MUSO (Münchner Unternehmerinnen Südost) oder dem BBC (Business Breakfast Club). Parallel nutze ich die sozialen Netzwerke und verknüpfe mich dort regelmäßig mit neuen interessanten Personen. Dank dieser Möglichkeiten in München habe ich Kooperationen aufbauen können und neue, inspirierende Freundschaften konnten entstehen.

Ich werde häufiger in meinen Beratungen nach den Do‘s und Dont‘s beim Netzwerken gefragt. Damals, 2012 habe ich auch ein paar Fehler gemacht und beobachte den einen oder anderen kleinen Faux-Pas bei Anderen.

Welche 7 Fehler beim beruflichen Netzwerken sollten Sie vermeiden?

1. Sie fangen zu spät an bzw. wollen mit einem Mini-Netzwerk Resultate sehen

Wo noch kein Netzwerk ist oder nur ein eingeschlafenes Netzwerk vorhanden ist, kann man auch nicht bei der Jobsuche oder Akquise sofort mit großen Erfolgen rechnen. Wirklichen Erfolge sieht man erst nach mehreren Wochen oder manchmal Jahren.

Wer bereits ein Jahr oder länger in Vorleistung gegangen ist und sich sein Netzwerk aufgebaut hat, regelmäßig kommuniziert, tut sich leichter, im Zuge einer Jobsuche auf Kontakte zuzugehen und sie nach offenen Stellen oder auf ausgeschriebene Stellen anzusprechen. Auch das berühmte Angebot, mal wieder gemeinsam ein Bier oder Kaffee zu trinken, kommt weniger plump rüber, wenn man sich in letzter Zeit zumindest auch Online kurz ausgetauscht hat. Fangen Sie daher rechtzeitig an und pflegen das Netzwerken kontinuierlich.

2. Sie drücken sich vor den Offline-Veranstaltungen

Gerade die Introvertierten unter uns, mögen diese Veranstaltungen eher nicht. Was vielleicht tröstet: Viele Netzwerk-Veranstaltungen werden mit einem Vortrag kombiniert. Daher finde ich die Mischung aus Weiterbildung, gemeinsamem Frühstück oder Kaffee und der Vorstellungsrunde für sehr effektiv. Ich mag so große Veranstaltungen auch nicht und empfinde es als anstrengend, so dass ich meinem Schweinehund auch manchmal einen Streich spielen musste. Sobald man aber das passende Netzwerk gefunden hat, ist es wie „Nach Hause kommen“ und die positiven Empfindungen überwiegen. Mit der Zeit trifft man bekannte Gesichter und es wird leichter.

Ich möchte Ihnen, falls Sie auch eher zurückhaltend sind, sagen, dass das kein Hindernis sein sollte. Auf Netzwerkevents sind nicht nur „Rampensäue“ sondern Menschen wie Sie und Ich unterwegs. Vielleicht legen Sie sich ein paar Fragen bereit, welche Sie bei Gelegenheit verwenden. Das kann z.B. sein:

  • Waren Sie schon mal hier? Was machen Sie beruflich?
  • Kennen Sie die heutige Referentin schon?
  • Warum interessiert Sie genau das Thema?

Meistens kommt so das Gespräch sehr gut ins Rollen und ehrlich: mir sind bisher immer sehr nette Gesprächspartner/Innen begegnet.

3. Ihr Online-Auftritt entspricht nicht Ihrem Offline-Auftritt

Auch das gibt es: Bei den Netzwerkveranstaltungen spricht eine Person von Thema X und verweist auf eine Veranstaltung zu einem Gesundheitsthema zu welcher die Teilnehmer eingeladen werden. Am Tag darauf schaue ich mir ihren Online-Auftritt an und stelle fest, dass sie eigentlich SEO-Beratung anbietet und als Mediatorin arbeitet. Ja, was denn nun? Habe ich nicht richtig zugehört oder kann diese Person alles?

Ihre Kurzvorstellung auf Netzwerkveranstaltungen bzw. Ihr Elevator Pitch sollte genau das widerspiegeln, was Sie über Ihre Online-Kommunikation und Ihre Webseite transportieren. Wer sich seiner Sache noch nicht sicher ist, neigt häufig zu Inkonsistenzen in den Online-Präsenzen. Arbeiten Sie daran, denn nur durch eine klare und einheitliche, leicht verständliche Kommunikation Ihres beruflichen Themas, werden Sie auch weiter empfohlen.

4. Sie vermeiden das Netzwerken in sozialen Medien um jeden Preis

Sie sind zwar auf fast jeder Netzwerkveranstaltung und man hat schon mehrere Visitenkarten von Ihnen erhalten. Wenn ich Sie aber auf XING oder LinkedIn suche, finde ich kein Profil bzw. das Profil ist mehr oder weniger leer.

Ich kann Ihnen nur empfehlen: Arbeiten Sie an einem professionellen Profil und füllen Sie in den Business-Portalen XING und/ oder LinkedIn die wichtigsten Bereiche aus. Meiner Meinung nach ist es völlig ok, wenn man sich gegen Facebook entscheidet. Aber eine Webseite sowie ein Profil auf einem Business-Netzwerk sollte nicht fehlen. Tipps für ein professionelles LinkedIn-Profil erhalten Sie z.B. über meinen Newsletter bzw. meinen Leitfaden.

5. Sie vernetzen sich nicht nach dem 1. Kennenlernen

Das habe ich nach meiner 1. W.I.N-Veranstaltung gelernt. Am nächsten Morgen nach der Versammlung hatte ich einige Kontaktanfragen auf XING in der Mailbox und habe diese auch sehr schnell bestätigt. Auch fand ich es sehr schön, dass die meisten Anfragen mit einer persönlichen und freundlichen Nachricht kombiniert worden sind. Diese Angewohnheit habe ich auch recht schnell übernommen.

6. Sie reden nur über Belangloses

Nutzen Sie die Netzwerkveranstaltungen, um über Ihre Themen, also Ihr Business zu sprechen. Sicher, man kann über das Wetter, die nette Referentin und das reichhaltige Frühstück sprechen. Spannend und echtes Business-Netzwerken ist es nur dann, wenn Sie vom Gegenüber eine Idee haben, welche Dienstleistungen er anbietet, wer seine Kunden sind und wie Sie ggf. kooperieren könnten. Und andersherum soll Ihr Gegenüber auch eine Idee bekommen, was Sie im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit machen.

Nach einem kurzen belanglosen Small-Talk darf daher schon über das Geschäft gesprochen werden.

Mit der Zeit entwickelt man auch das richtige Fingerspitzengefühl, wann der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist. Ich mag daher auch die Netzwerkveranstaltungen besonders gerne, welche die Kurzvorstellungen zu Beginn anbieten, dann kann man in der Pause oder zum Schluss der offiziellen Veranstaltung auf die passenden Personen zugehen.

7. Sie fallen mit der Tür ins Haus

Auch hier ist wieder Fingerspitzengefühl gefragt. Die meisten haben es, aber leider gibt es auch Ausnahmen. Zu Beginn meiner Selbständigkeit wurde ich schonmal um Angebote gebeten, bin zu Treffen persönlich gefahren, obwohl die Person eigentlich nur mit mir ins Gespräch kommen wollte, um ihre eigenen Produkte zu verkaufen. Das kam gar nicht gut an.

Auch Online-Kontaktanfragen, welche im nächsten Schritt mit Angeboten verknüpft sind, mag wohl keiner von uns.

Ein Kontakt ist erstmal nur ein Kontakt. Daraus kann eine Beziehung wachsen, indem man sich bei weiteren Treffen näher austauscht und man sich durch die aktive Online-Nutzung häufiger auch virtuell begegnet. Dadurch sieht man ja das konkrete Angebot der Person. Da braucht es keinen zusätzlichen Hinweis auf das Angebot. Oder, was meinen Sie?

Bonus: Sie haben keine Visitenkarten oder einen Flyer dabei

Papierloses Büro hin- oder her. Ich finde nicht, dass die Visitenkarte aussterben wird oder sollte. Sie können sich auf der Veranstaltung selbst sofort per Facebook, XING oder LinkedIn vernetzen. Das geht schon. Aber eine Karte, welche Sie noch ein paar Tage auf Ihrem Tisch liegen haben, sich die Webseite des neuen Kontakts mal in Ruhe anschauen, hat Chancen, nachhaltiger in Erinnerung zu bleiben.

Gibt es noch weitere Faux-Pas, welche Ihnen beim Netzwerken aufgefallen sind? Ich freue mich auf einen Kommentar hier im Blog.

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5 Gründe, warum LinkedIn die richtige Plattform für Ihre Jobsuche ist

Sie wollten bisher ein öffentliches Profil in einem sozialen Netzwerk vermeiden? Sie beobachten allerdings, dass viele Kollegen, vor allem die jüngeren Mitarbeiter, seit längerem ein Profil angelegt haben und es auch nutzen? Sie möchten dazugehören?
Im Unternehmen stehen Veränderungen an und ein Jobwechsel erscheint Ihnen nicht unwahrscheinlich?

Sie fühlen sich durch meine Fragen angesprochen? Dann lesen Sie ruhig noch weiter.

Ich empfehle Ihnen, sozusagen als Einstieg in die Social-Media-Welt, sich ein LinkedIn-Profil anzulegen. Die Plattform wird rein beruflich genutzt und kann Ihnen helfen, Ihre persönliche Marke für Ihre weitere berufliche Karriere aufzubauen.
Ich werde Ihnen jetzt nicht versprechen, dass es von alleine geht und Sie sollten sich schon etwas Zeit für diese neue Aufgaben nehmen. Mit etwas Muse und Freude am Neuen, kann Ihnen ein berufliches Netzwerk wirklich neue Kontakte, neue Impulse und eventuell auch einen neuen Job bringen. Jobs findet man über Kontakte – viel häufiger als über eine Standard-Stellenanzeige. Daher sollten Sie sich dieses große Netzwerk näher anschauen.

Meine fünf Gründe, warum ich Ihnen die Nutzung von LinkedIn empfehlen kann:

  1. Es ist das weltweit größte Business-Netzwerk. Im deutsch-sprachigen Raum zählt es 11 Millionen Nutzer. Weltweit sind es 546 Millionen. Wenn Sie in einem international tätigen Unternehmen arbeiten oder gearbeitet haben, werden Sie auf Anhieb viele bekannte Gesichter aus dem In- und Ausland hier finden. Auch wenn Fach- und Führungskräfte zu Ihrer Zielgruppe gehören, werden Sie hier recht schnell fündig werden.
  2. Beruflicher Fokus: Es bietet keine großen Ablenkungen in Form von Katzen- oder Urlaubsfotos oder sinnloser Fußballdiskussionen. Es wird beruflich genutzt. Gerade heute habe ich wieder interessante Beiträge zu den Themen Aufstiegschancen für Führungskräfte, zur beruflichen Neuorientierung sowie zur Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen entdeckt.
  3. Es ist günstig: Sie können ein vollständiges Profil mit einem kostenfreien Basis-Account einrichten. Wenn Sie neu sind oder noch nie Premium-Mitglied waren, können Sie einen kostenfreien Testmonat buchen. Die günstigste Premium-Mitgliedschaft startet für bereits 10,00 €/ Monat und kann nach Bedarf nach einem Monat auch schon gekündigt werden. Sie müssen keine Jahresmitgliedschaft für viel Geld buchen.
    Hier sehen Sie auf einen Blick, was Ihnen eine solche Mitgliedschaft bietet.
  4. Job-Bereich: LinkedIn bietet einen expliziten Job-Bereich, welchen Sie nutzen können. Dort können Sie Recruitern sagen, dass Sie an Stellenangeboten interessiert sind und weitere Einstellungen vornehmen. Mehr dazu lesen Sie auch in diesem Beitrag. Zusätzlich empfehle Ihnen, sich mit der LinkedIn-Suche zu beschäftigen und gezielt nach Personen suchen, die Ihr LinkedIn-Netzwerk sinnvoll ergänzen.
  5. Übersichtliches Personal-Branding-Profil: Das Einrichten eines professionellen Profils ist kein Hexenwerk. Sie sollten ein paar Kleinigkeiten beachten, wie eine aussagekräftige Überschrift, ein professionelles Profilbild hinzufügen und ihre bisherige Position näher beschreiben. Es ist wichtig, dass Sie sich Gedanken über Ihre Ziele machen und diese geschickt in Ihr Profil einfließen lassen. Es hilft Ihnen, von den richtigen Personen gefunden zu werden. Viele weiterführende Tipps erhalten Sie auch in einem meiner Leitfäden  oder meinem E-Book welches es bei Amazon als Kindle-Version gibt. 

Sie haben weitere Fragen? Gerne besprechen wir diese in einem persönlichen Gespräch. Ich freue mich auf Ihre Kontaktanfrage auf LinkedIn oder eine E-Mail an friederike@socialmediainternational.de.

 

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E-Book: Effektives Selbstmarketing auf LinkedIn: Der Wegweiser für Ihre Jobsuche

Ihnen ist bewusst, dass Sie mit den richtigen Kontakten bessere Chancen haben, Karriere zu machen? Sie streben demnächst eine neue interessantere Position an, wo Sie Ihre Stärken voll ausschöpfen können? Sie möchten sich dazu mit den digitalen Medien bzw. Business-Netzwerken vertrauter machen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LinkedIn ist das weltweit größte Business-Netzwerk mit über 546 Millionen Nutzern auf internationaler Ebene und auch hier in der Region DACH zählt es jetzt 11 Millionen Mitglieder. Vor allem Mitarbeiter der DAX-Unternehmen sind hier stark vertreten. Spitzenreiter bei den Unternehmen sind u.a. Siemens, SAP, Allianz und die VW AG. Wenn Sie als Fach- und Führungskraft zeigen möchten, dass Sie die Digitalisierung verstanden haben, sollten Sie sich um ein aussagekräftiges professionelles LinkedIn-Profil kümmern. Bevor man sich Ihren Vortrag anhört, Sie erstmals im Meeting trifft, Sie zum Gespräch einlädt, wird man online nach Ihnen suchen. Es geht darum, gefunden zu werden und einen ersten professionellen Eindruck zu hinterlassen.

Mein E-Book, erschienen am 7. April 2018, zeigt Ihnen, wie Sie LinkedIn für Ihre Karriere einsetzen können, worauf es im Profil ankommt, damit Sie Recruiter entdecken und wie z. B. Jobsuchende 40+ mit sozialen Netzwerken einen leichteren Weg in eine neue Anstellung finden. Über diesen Link ist mein Ratgeber bis Ende April 2018 zum günstigen Einführungspreis von 2,99 € bestellbar.

7 Selbstmarketing-Tipps für Frauen

Letze Woche fand ja, wie jedes Jahr am 8. März, der internationale Frauentag statt. Ich gebe zu, dass ich eine geteilte Meinung zu diesem Feiertag habe. Auch wenn Frauen sich über Blumen freuen, so wird mit dem traditionellen Begehen des Tages wie z.B. mit Blumengrüßen vom Chef (was von einigen Unternehmen so gehandhabt wird) von den wichtigen Themen abgelenkt. Jeder sollte die Anerkennung bekommen, die ihm gebührt – egal, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt.

Fakt ist, dass es uns Frauen oft an ausreichend Selbstvertrauen fehlt. Meist ist da einfach eine Bescheidenheit vorhanden, die nicht sein muß. Das bestätigt auch die frühere Familienministerin Renate Schmitz in einem Beitrag der Wirtschaftswoche. Wir müssen nicht wie Männer werden, aber wir können unsere Komfortzone verlassen, aus uns herausgehen und über unsere Erfolge und Taten sprechen.
Viele Frauen und da schließe ich mich mit ein, machen Fehler, welche es uns in der männlich geprägten Arbeitswelt schwerer machen. Ich habe, als ich nach der Elternzeit wieder in Teilzeit gearbeitet habe, keine Gehaltsverhandlungen geführt, weil ich dankbar war, dass ich überhaupt wieder in Teilzeit einsteigen durfte. Sehr häufig wird das jungen Müttern verwehrt und ich war bereits sehr froh, einen interessanten Job in Teilzeit ausüben zu können. Rückblickend weiß ich, dass ich dennoch hätte mutiger sein dürfen und auch das Thema Gehalt ansprechen können. Ich hätte auf meine Erfolge für das Unternehmen verweisen können, dass ich trotz Teilzeit am Nachmittag und Abends für die amerikanischen Kollegen zur Verfügung stand. Nun, das liegt in der Vergangenheit. Ich möchte den heutigen jungen Müttern mit auf den Weg geben, dass Sie etwas forscher rangehen sollten – viele tun das ja bereits recht erfolgreich. Aber vielen anderen fehlt es noch am Selbstvertrauen.

Aus diesem Punkt habe ich hier 7 Selbstmarketing-Tipps für Frauen zusammengetragen, welche das ganze Jahr über gültig sind, nicht nur am Weltfrauentag. Machen wir uns nichts vor: Bescheidenheit bringt uns nicht weiter, also suchen wir uns andere Wege.

1. Erfolgsliste erstellen

Der erste Schritt hierbei ist es, sich seiner persönlichen Erfolge bewusst zu sein. Je nach Position ist das auch gar nicht so leicht. Starten Sie daher ein kleines Erfolgsbuch und notieren am Ende jeden Tages, was gut gelungen ist. Welche kleinen und großen Meilensteine haben Sie geschafft.
Auch wenn ein Tag zwischendrin nicht so gut gelaufen ist, werden Sie jeden Tag etwas finden, was Sie geschafft haben. Diese Ergebnisse sollten in einem Erfolgstagebuch gesammelt werden. Am besten mal ein paar Wochen lang.
Als Mutter zweier Kinder gibt oder gab es auch Tage, wo ich wenig Zeit für meinen Job hatte. Dann steht in dem Tagebuch halt etwas, was nichts mit dem Beruf zu tun hat.

2. Sprechen Sie über Ihre Erfolge

Jetzt, nachdem Sie sich Ihrer Erfolge bewusster geworden sind, berichten Sie hin- und wieder in persönlichen Gesprächen mit Freunden, der Familie, in der Kaffeepause, im Team-Meeting über die Erfolgserlebnisse.
Auf die Online-Kommunikation übertragen, auch da können Sie Erfolge in Status Updates oder in Blogartikel einflechten.
Ein Erfolg ist in meinen Augen auch der Besuch einer Weiterbildungsmaßnahme oder einer Konferenz. Jeder kann, nachdem er beruflich auf einer Messe war oder an einem Ein-Tages-Workshop teilgenommen hat, ein paar Anekdoten dazu erzählen. Die Zuhörer werden mit Sicherheit interessiert zuhören, wenn Sie sich vorab 2-3 Fakten überlegen, die es Wert sind, an andere weiterzugeben.

3. Finden Sie Ihr Spezialthema für welches Sie brennen

Ich gehe davon aus, dass jeder ein Thema hat, welches ihn besonders fesselt. Idealerweise ist es ein Thema, welches Sie auch beruflich weiterbringt. Richten Sie Profile in einem oder mehreren sozialen Netzwerken ein, beschreiben Sie im Profil Ihr Lieblingsthema und fangen Sie an, online darüber zu kommunizieren. Gerade LinkedIn eignet sich als weltweit größtes Businessnetzwerk hervorragend für das berufliche Selbstmarketing.
Überlegen Sie sich 2-3 Themen, für welche Sie sich besonders interessieren, Sie gut darin sind und schreiben Sie regelmäßig darüber. Sie sind international aktiv und können in puncto interkulturelle Kommunikation einen Beitrag leisten? Sie bieten Coachings für Führungskräfte in der Automobilbranche an? Ihre Kunden sind meist im Vertrieb tätig, reisen viel und benötigen immer wieder Input für interessant gestaltete Präsentationen?
Als Social-Media-Beraterin habe ich mir 2012/13 das Thema internationales Social Media und die Nutzung der Kanäle über die Grenzen hinaus, als Thema vorgenommen. Heute ist das auch der Titel meiner Webseite und es war der Türöffner, mich auf die Beratung zur LinkedIn-Nutzung zu spezialisieren.
Sie könnten Ihre Ideen, Ratschläge und Meinungen zu verschiedenen Themen mit anderen teilen. Der schnellste und einfachste Weg ist es, diese über Social Media anzuleiern. Man wird Sie in Zukunft dank dieser Beiträge ganz anders wahrnehmen und wertschätzen. Personen aus Ihrem Netzwerk werden Sie nach einiger Zeit um Rat fragen und Sie werden sich freuen, dass Sie helfen konnten.

4. Bringen Sie sich in einer Gemeinschaft ein

Mit Gemeinschaft kann vieles gemeint sein. Ich denke dabei an das Online und Offline-Netzwerken. Dank der heutigen Online-Möglichkeiten können viele Ziele noch schneller erreicht werden, sogar über die Landesgrenzen hinaus, ist man in der Lage, Kontakte zu knüpfen.
In der Offline-Welt kann es eine Mitgliedschaft in einem Verein oder eine ehrenamtliche Tätigkeit sein. Seit meiner Selbständigkeit bin ich immer wieder zu Netzwerktreffen für Selbständige gegangen um Gleichgesinnte zu treffen und es sind daraus sehr angenehme und wertschätzende Kontakte oder Freundschaften daraus entstanden. Seit kurzem bin ich bei den Webgrrls Bayern und freue mich auf deren Vorträge, gemeinsame Mittagessen oder Frühstückstreffen. Ggf. nehme ich auch die Gelegenheit wahr, mich dort mehr einzubringen.
Wenn ich meine Aktivitäten deutschlandweit anbiete, macht es Sinn, sich in einer Online-Community wie z.B. Facebook-Gruppen zu engagieren. Nutzen Sie dazu die Gelegenheit, in einer solchen Gruppe regelmäßig Antworten zu schreiben und den Lesern einen Nutzen zu liefern. In meinem Fall ist es eine eigene Gruppe zur LinkedIn-Nutzung bzw. das regelmäßige Posten von Tipps in Gruppen, wo sich Jobsuchende zum Thema Bewerbungen austauschen.

5. Machen Sie sich bewusst: Eigenlob stinkt – nicht!

Von klein auf bekommt man beigebracht, dass Eigenlob unangebracht ist. Ich warne meine Kinder, nicht mit irgendwelchen Dingen anzugeben. Hellhörig werde ich, wenn sie sich so klein machen à la „Ich kann nicht malen. Ich bin schlecht in Mathe, ich kann dies und das nicht.“ Mit der Schule fängt es häufig an, der Mensch wird sich seiner Schwächen bewusst und vergisst, wo die Stärken liegen. Ob jung oder alt, viele von uns sind perfekt im Understatement. Ein bißchen Stolz auf die eigene Leistung ist unbedingt notwendig. Wenn man etwas gut gemacht hat, dann darf man auch darüber sprechen. Ich gebe zu, hier gehört ein wenig Fingerspitzengefühl dazu.
Wenn keiner weiß, welche Erfolge Sie erreicht haben, kann er auch gar nicht einschätzen wofür Sie stehen. Wenn Sie den Tipp aus Punkt 2 umgesetzt haben, können Sie anfangen, kleine Erfolge zu feiern, ihren Freunden und Kollegen davon zu erzählen. Je nachdem, wie Sie kommunizieren und wieviel Zeit Sie sich auch zum Zuhören nehmen, klingt ein wenig Eigenlob auch nicht nach Angeberei.

6. Misserfolge gehören dazu – Lassen sie sich nicht zurückwerfen

Seien Sie sich bewusst, dass ein Fehler oder eine falsche Entscheidung zum Leben dazu gehören. Keiner kommt perfekt auf die Welt und nur durch eine Vielzahl von Fehlern sind die erfolgreichsten Menschen zu dem geworden, was sie sind.
Das Wichtige ist, dass man lernt, die Fehler anzunehmen, daraus zu lernen und nicht allzu viel Zeit damit verschwenden sollte, sich darüber zu ärgern. Wir Frauen neigen eher dazu, uns lautstark über Fehler zu äußern. Ich erwische mich da regelmäßig, merke aber, das es nicht gut ist und mich in keinster Weise weiterbringt. Beherzigen wir doch besser den Spruch „Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weiter machen“. Wenn Sie das umsetzen, kommen Sie weiter. Lassen Sie sich bei Ihren Selbstmarketing-Aktionen nicht zurückwerfen. Jede Stunde, die man sich ärgert, ist eine Stunde, die man sinnvoll mit Weiterbildung, Netzwerken, Kundenakquise etc verbringen könnte.

7. Raus aus der Komfortzone

Einige der bisher erwähnten Tipps machen Ihnen Angst? Regelmäßig in Social Media aktiv werden? Mit fremden Leuten kommunizieren? Eigene Artikel ins Internet setzen? Einen Vortrag halten? Ich kann sie gut verstehen. Vor 2012 habe ich Vieles davon nie gemacht. Mein erster Schritt raus aus der Komfortzone war mein 1. Blogartikel. Sie glauben gar nicht, wie lange ich gezögert habe, bevor ich auf „Veröffentlichten“ geklickt habe. Die Vorstellung, dass rein theoretisch die ganze Welt meine Zeilen lesen könnte, hat mich sehr eingeschüchtert.
Der nächste große Schritt war es, Webinare zu halten. Und heute gehen Sie mir gut von der Hand. Ich freue mich auf jeden Termin und habe eine gewisse Routine entwickelt. Ohne Webinare und ohne meinen Blog stände ich nicht da, wo ich jetzt bin. Sie sind meine Akquise-Instrumente, welche ich auch erst Stück für Stück erlernen musste und sie haben mich anfangs etwas Überwindung gekostet.
Weiter geht es mit Vorträgen auf Netzwerkveranstaltungen, Karrieremessen bzw. bei der IHK. Sie fallen nicht jedem zu, aber wenn sie gemeistert worden sind, ist man einen Schritt weitergekommen.
Setzen Sie sich kleine Ziele, die Sie schaffen können. Ich sage immer, eins nach dem anderen. Die eine braucht mehr Zeit, die nächste packt vieles in kurzer Zeit an.

 

Sie möchten mehr für Ihr Selbstmarketing auf LinkedIn tun? Kontaktieren Sie mich, wenn Sie Herausfinden möchten, zu welchen Themen Sie sich in Zukunft auf LinkedIn einbringen könnten. In einer gemeinsamen Beratungsstunde oder im Rahmen der Profil-Optimierung kann ich Ihnen mit Sicherheit hilfreiche Tipps geben.

Zum Titelbild: Ich habe den Frosch gewählt. Nicht, weil ich ihn besonders hübsch fand, sondern, weil er als Krafttier für Mut für neue Unternehmungen, den “Sprung” wagen, Heilung, Energie, Fruchtbarkeit, Kreativität gilt. Packen wir es also an!

Foto: Unsplash

7 Wege, um Ihre Karriere mit LinkedIn voranzutreiben

Das neue Jahr liegt vor uns. Auch Sie haben sich viel vorgenommen. Neben mehr Sport und gesünderer Ernährung möchten auch Sie gezielter an Ihrer Karriere arbeiten? Vielleicht steht demnächst ein Wechsel an und Sie möchten sich langsam darauf vorbereiten?

LinkedIn ist das weltweit größte Business-Netzwerk und nicht nur ich bin der Meinung, dass es sich bestens zur Karriereplanung für Social-Media-Neulinge und Fortgeschrittene eignet. Auf dieser Plattform wird das professionelle Netzwerken großgeschrieben und es bietet viele, oft unbekannte Funktionen, welche Sie den richtigen Kontakten oder dem Wunsch-Job näher bringen können.

Die Zeit, die Sie auf LinkedIn verbringen, ist selten verschwendete Zeit, was bei anderen Netzwerken schon eher der Fall sein kann. Hier finden Sie eine gut ausgebildete, hoch motivierte Zielgruppe. LinkedIn gehört zu den Netzwerken, wo die Nutzungsrate unter den über 50-Jährigen höher ist als bei den 18-29-Jährigen. Sprich, sie kommunizieren häufig direkt mit den Entscheidungsträgern.

Viele Recruiter nutzen LinkedIn und die Mitgliedszahlen zeigen seit Jahren einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. In der Region DACH zählt LinkedIn bereits 9 Millionen Mitglieder. Viele von ihnen sind größtenteils in DAX-Unternehmen tätig und wollen, so wie Sie, beruflich weiter vorankommen.

Wie können Sie nun LinkedIn gezielt in Ihre Karriereplanung einbeziehen?

1) Vollständiges LinkedIn-Profil

Sie sollten als Erstes ein professionelles LinkedIn-Profil erstellen oder Ihr bisheriges Profil auf den neusten Stand bringen. Achten Sie darauf, die richtigen Einstellungen und Bereiche auszufüllen, um Ihre Sichtbarkeit auf LinkedIn zu steigern.

Denken Sie an ein aktuelles professionelles Foto und kümmern Sie sich darum, dass Sie Ihr Profil möglichst vollständig ausfüllen.

Für welche Themen stehen Sie? In welchen Bereichen Sind Sie Experte? Verwenden Sie in den verschiedenen Bereichen Ihres Profils Keywörter, welche üblicherweise bei der Online-Suche verwendet werden. Lassen Sie sich dabei von branchen-spezifischen Beispielen und durch Stellenausschreibungen inspirieren.

Viele hilfreiche Tipps zum schnellen Umsetzen erhalten Sie in meinem Leitfaden oder in meinem Webinar, welches ich am Dienstag, den 17. Januar 2017 ab 10 Uhr halten werde.

2) Machen Sie Ihr Profil öffentlich

Stellen Sie sicher, dass Ihr LinkedIn-Profil auch über die Google-Suche gefunden werden kann. Neue Messekontakte, Recruiter, Kooperationspartner könnten Sie dadurch vor oder nach einem Meeting bereits auf LinkedIn finden. Wenn Sie sich bereits bemüht haben, dass Ihr Profil professionell ausgefüllt worden ist, ist das Öffentlich-Machen Ihres Profils der nächste logische Schritt. Dazu gehen Sie in den Bereich „Datenschutz und Einstellungen“ und wählen unter Datenschutz aus, ob Ihr Profil auch in Suchmaschinen angezeigt werden soll (wenn andere Personen nach Ihnen auf Yahoo, Google, Bing etc suchen). Sie können selbst entscheiden, ob jeder Bereich Ihres Profils öffentlich sein soll. So können Sie z.B. sagen, dass Ihr Foto, Ihre Ausbildung und Empfehlungen nur für Ihre Kontakte sichtbar sind, die anderen Bereiche auch öffentlich sichtbar sind. Weitere Informationen finden Sie auch in der LinkedIn-Hilfe.

3) Ihr Netzwerk strategisch ausbauen

Machen Sie es sich im neuen Jahr zur Gewohnheit, strategisch neue Kontakte auf LinkedIn zu finden.

  • Wenn Sie recht neu dabei sind, starten Sie am besten mit den ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten. Wer hat Sie besonders inspiriert? Wer war damals schon ein angenehmer Gesprächspartner? Senden Sie diesen Personen eine personalisierte Kontaktanfrage.
  • Schauen Sie unter Alumni, wen Sie aus Studienzeiten noch kennen könnten.
  • Wählen Sie aus den bekannten Gesichtern unter „Personen, die Sie vielleicht kennen“.

Bleiben Sie dran. Finden Sie heraus, ob es für Sie einfacher ist, das „Vernetzen“ täglich vorzunehmen oder einmal die Woche. Wichtig ist es, sich eine persönliche Routine zu überlegen, welche Sie über einen langen Zeitraum durchhalten können und Ihr professionelles Netzwerk wachsen zu lassen.

4) Expertenstatus aufbauen

Der erste Schritt hierfür ist ein gut ausgefülltes LinkedIn-Profil, welches auf den ersten Blick zeigt, in welchem Bereich Sie Experte sind. Dabei helfen Ihnen die Keywörter unter 1.. Als nächstes sollten Sie dafür sorgen, dass Sie sich mit eigenen und fremden Beiträgen auf LinkedIn regelmäßig zu den Keywort-Themen in Erinnerung bringen. Dazu gehören die Status Updates, welche in der Timeline Ihrer Kontakte und anderer LinkedIn-Nutzer erscheinen. Zusätzlich können Sie auch eigene Longform-Artikel publizieren, in welchen Sie Ihre Expertise zum Ausdruck bringen. Klickt ein neuer Kontakt, ein Recruiter oder anderes Mitglied auf Ihr LinkedIn-Profil, wird er Ihre Beiträge sehen und einen weiteren Eindruck von Ihrer Tätigkeit erhalten. Wie Sie selbst Artikel schreiben und auf LinkedIn posten können, erfahren Sie auch im folgenden Artikel.

5) Online und Offline über LinkedIn kommunizieren

Nutzen Sie die Möglichkeiten auf LinkedIn, um mit Ihren Kontakten in Kontakt zu bleiben. Meine drei Favoriten sind:

  • Das Bestätigen von Kenntnissen. Gehen Sie dazu auf die Kenntnisse einiger Kontakte und bestätigen Sie die Kenntnisse, welche Sie beurteilen können.
  • Bringen Sie sich mit persönlichen Nachrichten bei einigen Kontakten in Erinnerung, indem Sie sie über eine anstehende Dienstreisen informieren und sich auf einen Kaffee verabreden möchten.
  • Schreiben Sie Kontakte an, wenn Sie etwas Interessantes über sie in der Timeline gelesen haben. Auch das Gratulieren zum Geburtstag oder zum Firmenjubiläum kann eine Gelegenheit sein, sich mal wieder auszutauschen, sich zu verabreden und sich auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen.

Setzen Sie sich zum Ziel jede Woche 10-15 solcher Nachrichten zu schreiben.

6) Aktiv nach Jobs Ausschau halten

Unter der Rubrik „Jobs“ haben Sie die Gelegenheit, nach Jobs in Ihrem Bereich zu suchen. LinkedIn erlaubt es, die „Suchen“ zu speichern und sich, wenn es neue Ergebnisse gibt, informieren zu lassen.

Wenn Sie aktiv auf Jobsuche sind, sollten Sie das in meinem Blogartikel „Sie sind auf Jobsuche: Diese LinkedIn-Funktion sollten Sie kennen“ beschriebene Formular kennen und ausfüllen. Es hilft Ihnen, von Recruitern gezielter mit Jobangeboten angesprochen zu werden. Und Sie können damit zum Ausdruck bringen, dass Sie zwar an neuen Jobs interessiert sind, es aber noch nicht ihrem momentanen Arbeitgeber sagen möchten.

7) Lebenslanges Lernen

Kein Ratgeberbuch wird es verschweigen: Ohne lebenslanges Lernen wird es nichts mit der Karriere. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen, auch wenn es im Unternehmen nur selten angeboten wird. Werden Sie selbst aktiv und melden Sich für Workshops an, welche Sie im neuen Jahr besser dastehen lassen.

LinkedIn kann mit seiner Video-Plattform interessanten Input liefern. Hier kommen Premium-Mitgliedschaften wie z.B. Job-Seeker ins Spiel, welche Ihnen die Nutzung der Online-Lern-Videos erlauben. Schauen Sie mal hier genauer um. Sei es das Thema Präsentieren und Rhetorik, Zeitmanagement, Führungskompetenzen, SEO: Sie bekommen Zugriff auf professionell erstellte Lernvideos.

Denken Sie bei all den Aktivitäten, dass Sie nicht heute sofort davon profitieren werden. Gut Dinge will Weile haben. Langfristig gesehen, werden Sie durch die verstärkte Nutzung von LinkedIn Ihre Reichweite steigern, häufiger in den Suchergebnissen bei anderen Mitgliedern und/ oder Recruitern angezeigt werden und durch die neuen, hilfreichen Kontakte mit den richtigen Personen auch an neue Karrieremöglichkeiten gelangen. Selbst wenn Sie heute mit Ihrem Job zufrieden sind und gar nicht an einen Wechsel denken möchten. Denken Sie auch schon an Morgen. Mit den richtigen Kontakten im Hinterhalt werden Sie a) einen besseren Job machen können und b) bei einer späteren Jobsuche ggf. höhere Chancen haben, schneller an Ihren Wunsch-Job zu gelangen.

Informieren Sie sich auch über meine weiteren Artikel welche ich gezielt für Jobsuchende geschrieben habe.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Umsetzen meiner 7 Tipps, um mehr aus LinkedIn für Ihre persönliche Karriereplanung herauszuholen!

 

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