10 Social Media Tipps für Selbständige

Ein Selbständiger ohne Internet-Präsenz: eigentlich nicht vorstellbar. Langjährige Unternehmer, welche in weniger Technik-affinen Berufen unterwegs sind, fangen an, sich neu aufzustellen, lassen sich eine Homepage einrichten und fragen sich, ob sie nicht auch „was mit Social Media machen sollten“. Dieser Wegweiser in 10 Punkten bringt Klarheit, egal ob Sie Ihr Geschäft gerade erst aufbauen oder schon lange dabei sind. Denn Sie wollen ja gesehen werden – im wahren und im virtuellen Leben!

  1. Acquise geht auch übers Internet. Vernetzten Sie sich auf Online Netzwerken wie Xing, Facebook oder Google+ mit Freunden, Bekannten, alten Kollegen, Geschäftspartnern und tauschen Sie sich aus. Stellen Sie sicher, dass Ihr Netzwerk erfährt, was Sie anbieten. Allerdings nicht nur im Internet. Telefonacquise, Messebesuche und Netzwerktreffen im realen Leben sind trotz Internet noch sehr effektiv.
  2. Nehmen Sie sich die Zeit und führen Sie ein Social Media Monitoring durch um zu erfahren, was über Ihre Marke schon in Foren, in Blogs, auf Facebook oder Twitter gesprochen wird bzw. prüfen Sie, wie sich Ihre Mitbewerber im Internet aufstellen. Kostenlose Monitoring Tools werden hier erklärt. Nur so erfahren Sie, ob ein Engagement in Social Media für ihre Branche überhaupt sinnvoll ist. Es beantwortet mit Sicherheit auch die Frage, welche Plattform für Sie geeignet ist und zu Ihrer Person und Zeitplan passt. Solch ein Monitoring ist zeitaufwendig: Hier kann ein Social Media Berater helfen und auch gleich eine Handlungsempfehlung für Ihr Unternehmen erstellen.
  3. In sehr vielen Fällen wird ein eigenes Blog empfohlen, da es ein prima Mittel zur Reputationssteigerung Ihres Unternehmens darstellt und Sie sich auf dieser eigenen Plattform auf Ihrer Homepage austoben können. Bei Facebook etc. müssen sie auf Änderungen und Richtlinien gefasst sein, die in manchen Fällen nicht in Ihrem Sinne sind. Was schreibt man in einem Blog? Nun, das was Ihre Kunden/ Zielgruppe interessieren könnte und wie Sie bieten ihr einen Mehrwert bieten können. Saisonale Angebote, Berichte aus der Unternehmenspraxis, Tipps für die Kunden sowie eine Meinung zu einer aktuellen Debatte aus Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft könnten erste Themen sein. Wenn es das Thema erlaubt, fügen Sie Bilder oder Videos hinzu, um das Blog noch anschaulicher zu gestalten. Hier sind viele Quellen aufgelistet wo sie nach Ideen bzw. Themen für Ihr Blog recherchieren können.
  4. Ein weiterer Weg sich im Social Web zu engagieren kann das Engagement auf Bewertungsportalen sein. Hier können Sie ihr Unternehmen eintragen und Referenzen erhalten. Dazu gehört z.B. Qype. Brancheneigene Portale gibt es sehr viele wie z.B. Tripadvisor für die Tourismusbranche oder Jameda für Ärzte. Widgets und Logos auf der eigenen Homepage können dafür sorgen, dass Ihre Kunden sehen, wie sie bewertet worden sind bzw. sie können selbst eine neue Bewertung abgeben. Wie mit Bewertungsportalten umgegangen werden kann, lesen Sie auch hier.
  5. Facebook: Die Social Media Plattform schlechthin. Im November 2012 wurden 25 Millionen dt. Nutzer registriert. Es gibt die Möglichkeit, neben einem privaten Profil ein Unternehmensprofil anzulegen und darüber mit den Kunden zu kommunizieren. Auch hier gilt es zu posten, was die Zielgruppe interessieren könnte und das regelmäßig. Das können sein: ein Link zu einem Artikel, ein Kommentar zu einem schönen Foto, Tipps und Tricks für die Kunden, ein neues Angebot, ein Link zum letzten Blogeintrag etc.
  6. Google+ wurde 2011 gelauncht und hat in kurzer Zeit eine sehr aktive Fanschar gewonnen. Verglichen mit Facebook tummeln sich aber noch deutlich weniger Nutzer auf dieser Plattform. Es lohnt sich aber, sich dort anzumelden und zu verstehen, wie das Netzwerk funktioniert.
  7. Ein toller und vor allem sehr schneller Service um Nachrichten, Blogartikel, Meinungen, einen Witz etc. zu verbreiten, ist Twitter. Sie finden neue Kontakte und können sich mit Gleichgesinnten sehr schnell und unproblematisch austauschen. Mein ABC für Twitter-Einsteiger hilft Ihnen, den Dienst besser zu verstehen.
  8. Wenn Sie eine Homepage für Ihr Unternehmen eingerichtet haben, prüfen Sie bitte, dass Sie auch ein Impressum haben. Tipps zum rechtssicheren Impressum gibt es hier: Sollten Sie eine Unternehmensfacebookseite einrichten, dann darf auch hier das Impressum nicht fehlen. Hier finden Sie eine Anleitung.
  9. Xing: ist die Business-Netzwerkplattform in Deutschland. Hier tummeln sich sicherlich viele alte Kollegen, Bekannte und ihre neuen Kontakte. Bei Xing sollten Sie ihr Profil mit Ihrer Biographie und Interessen sehr genau ausfüllen. Nutzen Sie auch die Möglichkeit, Neuigkeiten zu kommunizieren, Ihre Events anzulegen und Freunde dazu einzuladen. Sollten Sie bloggen, können Sie Ihre Artikel auch in Xing-Themen einpflegen und Aufmerksamkeit generieren.
  10. Und zu guter Letzt: Ihr Social Media Engagement kann auch zu Kritik aus der Öffentlichkeit führen. Bitte seien Sie darauf vorbereitet bzw. nehmen Sie es nicht persönlich. In sehr vielen Fällen überwiegen die positiven Erfahrungen und seien wir ehrlich: sogenannte Shitstorms kommen eher bei größeren Unternehmen zustande bzw. sind langfristig gesehen, nicht wirklich geschäftsschädigend gewesen. Kritik hilft, zu verbessern und das gehört zu Social Media dazu. Social Media kostet Zeit. Ich empfehle Ihnen, es zu einem festen Bestandteil in Ihrem Unternehmensablauf machen, so wie Sie täglich E-Mails checken oder Newsseiten lesen. Es gibt Möglichkeiten, sich die Arbeit zu vereinfachen und Social Media anschaulich darzustellen. Vielleicht hilft auch eine fachgerechte Beratung um effektiv in Social Media zu kommunizieren und langfristig Ihre Online Reputation zu verbessern.

Machen Sie das Beste aus Xing Themen für Ihr Unternehmen

Seit Mitte Oktober ist Xing Themen für alle Mitglieder freigeschaltet und bietet neben den Xing Gruppen eine weitere Möglichkeit, sich über Fachthemen auszutauschen. Alphabetisch sortiert, können Sie alle möglichen Themen entdecken, sich weiterbilden und mit Mitgliedern austauschen. Hier gibt es ein Video mit einer kurzen Erklärung von Xing Themen.

Welche Themen kann ich abonnieren?

Von Arbeitswelt 2.0 über Personalmanagement und Recht zu Zahnarzt, es gibt ein breites Spektrum. Es überrascht mich nicht, dass Social Media Themen wie Xing-Tipps, Social Media, Marketing auber auch Berufsstart und Karriere besonders stark vertreten sind.

Sie finden jedoch auch Einträge zum Thema Hotel, Kochen, Events, Tourismus, Versicherungsberatung und Webinare und je länger es Xing Themen geben wird bzw. je mehr es von anderen genutzt wird, desto breiter werden die Themen gefächert sein. Das ist nur eine Frage der Zeit.

Für wen bietet es Vorteile:

  • Jeder, der etwas Interessantes zu sagen/ schreiben hat, kann einen Beitrag hinterlassen. Dies erscheint auch im eigenen Profil und macht dieses für andere noch interessanter bzw. auch aussagekräftiger. Es gibt Ihnen die Möglichkeit, sich als Fachexperte zu positionieren.
  • Für Blogger bietet es den Vorteil, dass sie eine weitere Plattform haben, Ihre Blogartikel zu promoten und ihre Sichtbarkeit ist erhöht, denn Xing Themen werden von Suchmaschinen wie Google gefunden.
  • Wer selbst nichts schreibt, sich aber ein bestimmtes Thema interessiert, kann dort fündig werden und seine Themen abonnieren und entsprechend auf dem Laufenden bleiben.

Übersichtlichkeit:

Es ist klar strukturiert und einfach damit zurecht zu kommen. Ich finde es übersichtlich und selbsterklärend. Aber es fällt auf, dass gewisse Themen ähnlich sind und nur geringfügig andere Namen haben. Da muss man schon genauer hinschauen, für welches Thema man sich entscheidet, wenn man am Ende nicht 50 Themen abonniert haben möchte. Auch frage ich mich, wie übersichtlich alles noch ist, wenn es mehr Nutzer gibt. Derzeit tummeln sich da doch eher die Profis, die Blogger und die gerne was Neues ausprobieren. Woran erkennt man die qualitativ besten Artikel?

Screenshot der Ansicht: Xing Themen von A-Z

Screenshot der Ansicht: Xing Themen von A-Z

Fazit: Schauen Sie sich die Themen einfach mal an und abonnieren Sie die, die Ihnen interessant erscheinen. Nach einer Beobachtungsphase, können Sie ja einen Blogartikel dort posten, wo es Sinn macht, d.h. wo Sie Ihre Zielgruppe am einfachsten finden kann. Je nachdem wie populär das Thema ist, wird sich daraus Interaktion entwickeln und Ihnen, Ihrem Blog und Xing-Profil mehr Aufmerksamkeit schenken und Ihnen die Möglichkeit geben, sich als Fachexperte zu positionieren. Um dies zu erreichen, ist es ratsam regelmäßig qualitativ hochwertige Artikel zu posten und sich auch im Thema mit Kommentaren zu profilieren.

Xing-Knigge bzw. wie man höflich mit seinen Kontakten umgeht

Ich bin seit 8 Jahren bei Xing, habe es mal mehr mal weniger genutzt und seit ca. 2 Jahren verbringe ich deutlich mehr Zeit da. Als Business-Netzwerk ist es im deutschsprachigen Raum unschlagbar und ich empfehle jedem dort ein Profil anzulegen. Für Unternehmen macht es Sinn, auch ein Unternehmensprofil einzurichten. Laut Statistik gibt es mehr als 12 Millionen Mitglieder.

Was mir allerdings auffällt, ist das es einige Unternehmer einfach mißbrauchen und die Vorteile der Plattform kaputt machen. Sie wissen sicher worauf ich hinaus möchte. Xing ist toll zum Kontakte knüpfen, sich austauschen, Aufträge generieren und einfach mit alten Kontakten in Kontakt zu bleiben. Aber: Jeder sollte sich höflich benehmen, so wie im normalen Leben auch und daher heißt es einiges beachten:

  1. Anzahl der Kontakte: Es gilt: Weniger ist mehr: Ich wundere mich immer wenn jemand Tausende von Kontakten hat. Natürlich gibt es Profi-Netzwerker, die es auf solch beachtliche Mengen bringen können und diesen Personen sogar schon die Hand geschüttelt haben, aber das sind Einzelfälle. Für mich gilt: Ich habe meine Kontakte persönlich kennengelernt bzw. über einen Zeitraum zusammen gearbeitet und korrespondiert. Anfrage von komplett Unbekannten bestätige ich eigentlich nicht. Ausnahmen hat es aber schon gegeben, sind aber nicht die Regel.
  2. Anzahl der Meldungen: Auch hier gilt: Weniger ist mehr: Mit mehr als 2-3 Meldungen am Tag fange ich an zu nerven und erreiche das Gegenteil. Keiner liest das was ich da schreibe. Also lieber wohlbedacht die Meldungen auf den Tag verteilt kommunizieren. Mal ein Link zu einem interessanten Artikel, zum eigenen Blog, einer Event-Ankündigung und die Aufmerksamkeit der Kontakte wird generiert. Lieber seltener empfehlen und überlegen, ob das die anderen wirklich interessieren könnte, dann kommt es einer echten Empfehlung einfach näher.
  3. Nutzung von Gruppen nur für Werbezwecke? Fehlanzeige! Ehrlich gemeinte Antworten bringen viel mehr, als wenn man den anderen ungefragt seine Dienstleistungen unterjubelt. Mit Antworten auf Fragen kann man seine Expertise darstellen, dem anderen wirklich helfen und seine Erfahrungen gewinnbringend mitteilen. Wenn es die Zeit erlaubt, macht das auch Spaß!
  4. Eventeinladungen nur an die Zielgruppe senden, die für das Thema in Frage kommt. Ich bekomme massenweise Anfragen zu Webinaren von Leuten, die ich nicht kenne. Ein Grund könnte sein, dass diese Events von den Gruppenmoderatoren an alle Mitglieder einer Gruppe gesendet werden. Auch hier, sollte man sich überlegen, ob weniger nicht mehr wäre und gezielt Leute auswählen, die etwas mit dem Event anfangen können.

Seit Mitte Oktober 2012 ist Xing Themen für alle Mitglieder und Besucher freigeschaltet. Das heißt, wenn Sie sich bei Xing mit Beiträgen und Kommentaren engagieren, dann erhöht dies ihre Sichtbarkeit bei Google. Das klingt doch spannend, vor allem für diejenigen die ein eigenes Blog haben. Mehr dazu gibt es auch hier und ich werde mich im nächsten Blog näher damit beschäftigen.