Erkenntnisse für Ihr globales Influencer Marketing

Blogger sign for internet blogs & computer users

Influencer Marketing bzw. Blogger Relations gewinnen immer mehr an Bedeutung. In manchen Ländern werden sie schon seit Jahren sehr aktiv in die Marketing-Aktivitäten eingebunden, in anderen Ländern ist diese Entwicklung noch relativ jung. Eines haben die Unternehmen, die Influencer Marketing betreiben gemeinsam: Sie haben deren große Bedeutung für sich und ihre Unternehmensziele bereits erkannt. Interessante Fakten lassen sich zu diesem Thema aus dem „Digital Influence Report 2013“  herauslesen welcher von TechnoratiMedia (eine der größten Monitoring-Seiten für Blogs) für den US-Markt durchgeführt worden ist. Hierfür wurden 6.000 Influencer, 1.200 Verbraucher und 150 Vermarkter befragt. Ein sehr interessantes Ergebnis dieser Studie zeigt, dass Blogs in puncto Kaufentscheidung den größten Einfluss haben. 31,1% der Befragten antworteten, dass Blogs mittlerweile einen minimal größeren Einfluss auf die Kaufentscheidung haben als z.B. Facebook mit 30,8 %.

Gerade wenn Sie noch relativ am Anfang stehen, beschäftigen Sie sich sicherlich mit vielen Fragen hinsichtlich des Umgangs mit den Influencern. Folgende Fragen hat sich Augure in seiner „Influencer-Studie“ genauer angesehen:

Wie spreche ich meine Influencer an und worauf sollte ich dabei achten? Welche Art von Kooperationen kommen wo besonders gut an? Wie bei vielen Social-Media-Themen gibt es auch hier landestypische Unterschiede. Wenn Sie diese kennen und das Wissen entsprechend anwenden, kann sich die Zusammenarbeit mit Ihren Influencern deutlich besser gestalten. Die Augure-Studie spiegelt die wichtigsten Punkte zum Thema Blogger Relations in verschiedenen Ländern wider.

Befragt worden sind PR- und Marketing-Experten aus Spanien, Frankreich, UK und USA sowie aus weiteren Ländern. Dabei repräsentieren ca. 70 % den spanischen und französischen Markt.

Herausforderungen bei der Identifizierung von Influencern

Als eine der größten Herausforderungen wird das Identifizieren der richtigen Influencern angesehen. 61% der befragten Experten waren dieser Meinung. 56% antworteten, dass es schwierig ist, sich bei Influencern als Unternehmen oder Agentur Gehör zu verschaffen. 44% antworteten, dass das Measurement, das Berechnen des ROI einer Influencer-Marketing-Aktion der schwierigste Teil sei.

Wer ist ein Influencer?

  • 79% sagten, dass er in der Lage ist, Meinungen zu vertreten und Reaktionen im Publikum auszulösen, wenn er über ein bestimmtes Thema spricht bzw. darüber berichtet.
  • 73% meinten, dass die Menge der Zuhörerschaft/ Follower besonders wichtig sei.
  • 62% beziehen sich vor allem auf den „Share of Voice“: Der Menge an Gesprächen die ein Influencer zu einem bestimmten Thema führt.
  • In diesem Report kam heraus, dass Klout keine gute Messlatte ist um Influencer zu benennen. In Frankreich halten nur 5% der Experten etwas davon, Klout in den Prozess der Identifizierung einzubeziehen. In Spanien sind es mit 10% auch nur ein paar mehr, die etwas davon halten.
  • Bei der Identizifierung der Influencer arbeiten viele Unternehmen mit einer Skala von 1 (sehr wichtig) bis 5 (unwichtig) sind den von eMarketer befragten Unternehmen vor allem Facebook Freunde (2,59), Likes (2,36) und die Follower auf Twitter (2,4) wichtig, um die Meinungsführer für ihre Marken zu finden. Ebenfalls sehr wichtig sind die Unique Visitors eines Blogs und die Page views.

Welche Kanäle eignen sich am besten für die Kontaktaufnahme?

  • 66% sind der Meinung, dass die Kontaktaufnahme per E-Mail am erfolgreichsten ist, da dieser Kanal am wenigsten aufdringlich wirkt.
  • Gefolgt wird diese von Twitter mit 57%, dann kommt der Blog des Influencers mit 52%.
  • Weiter hinten stehen Facebook und G+ an. Nicht zu vergessen sind auch offline-Veranstaltungen wie Messen und Konferenzen.

Wie geht man vor, wenn man strategisch zusammenarbeiten möchte?

  • Die Rolle des Influencers ist in folgenden Situationen besonders strategisch: Bei Produkt-Vorstellungen (76%), bei der Bewerbung und Verteilung von Inhalten (57%) bzw. bei der Bewerbung von Veranstaltungen oder Webinaren (50%).
  • Einige Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass sie mit Influencern ihre Zielgruppe besser erreichen können als mit traditionellen Medien und setzen sich direkt mit ihnen in Verbindung um die Sichtbarkeit ihrer Marke zu verbessern.
  • Inwieweit macht es Sinn, Influencer in Produkt Launches einzubeziehen? 82% der Agenturen und 74% der Unternehmen sehen das eher kritisch.
  • So konzentrieren sich 55% der Befragten Unternehmen auf Events, da diese ihrer Meinung nach die beste Form der Interaktion für diesen Zweck bieten.
  • 31% konzentrieren sich eher auf Produkt-Tests, 17% versenden Muster bzw. kleine Geschenke an Blogger.

Influencer und das Erstellen von Content

  • 44% arbeiten gerne mit Influencern zusammen um Content zu erstellen. Dazu gehören meist Gastartikel, Interviews und Kooperationen. Besonders in Frankreich wird auf diese Art und Weise an Content gearbeitet. 56% der Befragten gingen dort so vor.
  • Zur Verbreitung der Inhalte spielen Blogger bzw. Influencer eine sehr wichtige Rolle. Dem stimmten 64% der Marketing-Experten und 54% der Kommunikations- und PR-Experten zu.

Schickt man nun Pressemitteilungen an Influencer? Ja oder Nein?

  • 46% der hier Befragten haben zugegeben, dass sie dies tun. Gerade auf dem französischen Markt ist das Gang und Gebe (50%).
  • In Spanien werden mit ca. 30% eher weniger Pressemitteilungen an Influencer versendet. Nur 22% sind der Meinung, dass es effektiv ist, Unternehmensnachrichten an Blogger zu versenden.

Was erwarten Blogger?

  • Das A und O ist es zu wissen, dass Blogger bei der Erstellung ihres eigenen Contents unterstützt werden möchten. Wenn Sie sie mit Informationen, Produkten, Antworten auf ihre Fragen, und gerne auch Zugang zu exklusivem Material unterstützen können, ist das schon die „halbe Miete“.
  • 31% der Befragten antworteten, dass ihnen das besonders wichtig wäre.
  • 28% antworteten, dass sie vor allem auf der Suche nach exklusiven Informationen sind. Diese beiden Punkte sind Bloggern deutlich wichtiger als die Vergütung in finanzieller Form, durch Geschenke oder Produkte.
  • Die finanzielle Aufwandsentschädigung liegt mit 16% erst an dritter Stelle.
  • 12% erwarten Einladungen zu Veranstaltungen und nur 9% Produkt-Tests.
  • Je jünger der Kontakt zum Blogger ist, desto eher wird erwartet, dass er Produkte kostenfrei zugeschickt bekommt.

Welche Fragen beschäftigen Sie im Rahmen Ihrer internationalen Aktivitäten mit Bloggern? Haben Sie Unterschiede festgestellt und wenn ja, welche? Ich freue mich auf Ihre Kommentare zu dem Thema!

 

 

 

 

Interview mit Spreadshirt: Internationalisierung mit „easy first“ Strategie

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Durch die Global Retail Empire Studie von OC&C Strategy Consulting bin ich u.a. auf die Internationalisierung von Spreadshirt aufmerksam geworden. Das deutsche Unternehmen aus Leipzig stellt ein gutes Beispiel für eine Internationalisierung einer deutschen Online-Plattform dar und ich möchte es hiermit … Weiterlesen

Studie zum internationalen E-Commerce und 7 Tipps für Ihre erfolgreiche internationale Expansion

Online shopping concept

Der Global Retail E-mpire Report (Studie von OC&C Strategy Consultants und Google) von Januar 2014 schätzt den Wert des Online-Handels der sechs größten E-Commerce-Märkte auf die Hälfte des weltweiten E-Commerce-Volumens. Zu den größten Märkten gehören UK, USA, Deutschland, Nordics, die Niederlande und Frankreich. Es zeigt sich, dass im Retail-Bereich mehr und mehr internationalisiert wird und der Handel zwischen verschiedenen Ländern exponentiell ansteigt.

Vergleicht man diese sechs Länder, stellt man fest, dass der Online-Handel in Großbritannien das größte Wachstum verzeichnen wird, gefolgt von den USA und Deutschland.
Zurückzuführen sind die Erfolge auf einen steigenden Anteil der Bevölkerung mit Internet-Anschluss und das gesteigerte Vertrauen der Kunden in den Online-Handel. Der Grund, dass gerade in UK der E-Commerce so erfolgreich ist, ist sicherlich, dass es einer der fortschrittlichsten E-Commerce-Märkte weltweit ist und dass auch viele internationale Kunden den UK Marken ihr Vertrauen schenken.

Die Global Retail E-mpire-Infografik erzählt uns noch mehr über die großen internationalen Marken und was auch andere Retailer von ihren Aktivitäten lernen können.

Webseiten und Globalisierung:

  • Globale Webseiten und weltweite Lieferungen ermöglichen die Expansion.
  • Die Grafik zeigt, wieviele unterschiedliche Sprachen die Länder auf ihren Webseiten anbieten und in wieviele verschiedene Länder sie liefern. Spitzenreiter bei den Sprachen ist Deutschland mit durchschnittlich 5 angebotenen Fremdsprachen und UK führt mit über 40 Ländern, in welche Waren versendet werden.

Fakten zum internationalen E-Commerce:

  • Die Top internationalen Pure-Player im internationalen Online-Handel sind die amerikanischen Unternehmen Amazon, Ebay gefolgt vom deutschen Zalando.
  • Zu den Top Multichannel-Unternehmen im internationalen Online-Handel zählen die skandinavischen Marken Ikea und H&M. Danach folgen amerikanische Marken wie Avon und Apple.
  • Luxusartikel, Mode und Sportartikel werden besonders gerne online gekauft. Die erfolgreichsten Marken im internationalen E-Commerce sind entsprechend sehr bekannte Marken: Adidas belegt den ersten Platz, gefolgt von den französischen Marken Louis Vuitton und Hermes.

Besonderen Fokus sollte bei der internationalen Markteroberung auf die folgenden 7 Punkte gelegt werden:

  • Strukturieren Sie die Markteroberung und legen die Zielgruppen fest, welche sich am einfachsten ansprechen lassen.
  • Arbeiten Sie auch mit Marktplätzen auf internationaler Ebene.
  • Identifizieren Sie die richtigen Zahlungsmethoden für die unterschiedlichen Länder.
  • Lokalisieren Sie auf Ihrer Webseite besonders da, wo es für Kunden besonders wichtig ist.
  • Ermitteln Sie die richtige Multi-Channel-Herangehensweise für Ihre Auslandsexpansion.
  • Entwickeln Sie eine geeignete Strategie um auf sich aufmerksam zu machen und um Kunden auf Ihre Webseite zu locken.
  • Entwickeln Sie eine Preis-Strategie um erfolgreich internationale Märkte bedienen zu können.

Welche Erfahrungen haben Sie im Zuge der Expansion gemacht? Welche Punkte halten Sie für besonders wichtig bzw. haben Sie noch Ergänzungen?

 

Wer verbringt weltweit die meiste Zeit online?

Close up of analog stopwatch on a keyboard

Bei meinen Recherchen über die Internet-Nutzung der Kanadier fiel auf, dass sie auch das Volk sind, welches das Internet ganz besonders aktiv nutzt, sprich die Liste eindeutig anführt. Laut einem Report von CIRA (Canadian Internet Research Authority), verbringt der Kanadier 45,6 Stunden/ Monat im Durchschnitt online, gefolgt von den US-Amerikanern mit 40,3 Stunden und dem Welt-Durchschnitt von 24,4 Stunden/ Monat. Zum Vergleich, der durchschnittliche Deutsche verbringt im Monat ca. 25,5 Stunden online.

Diese Zahlen werden in einer Slideshow der Huffington Post visuell schön dargestellt.

Betrachten wir nur die Zahlen für Europa, dann leben die aktivsten Online-Nutzer laut einer ComsCore-Studie von 2013 in Großbritannien. Mit 37,3 Stunden/ Monat werden sie von der Türkei und den Niederlanden mit 31,6 und 30 Stunden/ Monat gefolgt. Italiener, Schweizer und Österreicher halten sich mit ihren Aktivitäten im Internet deutlich mehr zurück. Hier kommt man im Durchschnitt auf nur ca. 14,4 – 18,5 Stunden/ Monat.

Im Zuge der Recherche nach den größten Online-Fans fiel mir eine Studie in die Hände, welche zeigt, dass besonders nordamerikanische Frauen sehr lange online sind. Diese Zahlen stammen ebenfalls von einer Comscore-Studie aus dem laufenden Jahr 2013, wo steht, dass amerikanische Frauen (mit 42,1 Stunden/ Monat) die meiste Zeit im Netz verbringen, gefolgt von Kanadierinnen und Engländerinnen mit 41,9 Stunden im Internet/ Monat.

Der europäische Spitzenreiter bei der Online-Nutzung von Frauen sind übrigens die Niederlande mit 35,6 Stunden/ Monat.

Dieser Artikel beschäftigt sich damit welches Land besonders lange online ist. Genauso interessant ist es auch zu sehen, welche Altersgruppe in welchem Land besonders aktiv ist und wie sich dort gewisse Nutzungsweisen verschieben. Dies könnte direkt ein Thema für einen neuen Blogartikel werden.
Durch den Zuwachs an mobilen Geräten, den weiterhin steigenden Anteil von Smartphones und einem Zuwachs der sogenannten „Silver Surfer“, ist davon auszugehen, dass sich die Online-Zeiten eher noch nach oben bewegen werden.

 

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