Was hat es mit LinkedIn Learning auf sich?

Bestimmt haben Sie schon von Lynda oder von video2brain gehört. Und dass auch Lernvideos über LinkedIn angeboten werden. Wenn nicht, habe ich heute ein paar Neuigkeiten für Sie.

LinkedIn ist nicht nur ein Netzwerk über welches wir uns mit Gleichgesinnten vernetzen und austauschen können. Es ist auch ein Tool für die persönliche Weiterbildung. Im Prinzip gibt es schon seit längerem die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themen aus den Bereichen Business, IT und Kreativität Kurse bzw. Lernvideos auf LinkedIn anzuschauen. Ich habe dies auch hin- und wieder über die Vorschau gemacht, aber nie die Zeit gehabt, es ausführlicher zu testen. Laut Statistik von LinkedIn sind es ca. 10.000 Videos oder Kurse – und auch der deutschsprachige Markt wird dabei mit ca. 2500 Kursen sehr gut bedient.

Was kostet die Learning-Mitgliedschaft?

Sie sind Premium Mitglied und haben noch nie in die Rubrik LinkedIn Learning reingeschaut? Dann sollten Sie das ändern. Die Funktion ist in der Premium-Mitgliedschaft „Premium Career“ und „Premium Business“ automatisch enthalten.
Bisher dachte ich immer, dass man automatisch mit einer Premium-Mitgliedschaft Zugriff auf die Videos hat. Nein, es sind nur diese beiden Mitgliedschaften. Jobsuchende, welche z.B. die günstige 10-€-Premium-Mitgliedschaft „Premium Essentials“ gebucht haben, können sich leider keine Videos oder Kurse zum Erstellen der Bewerbungsunterlagen ansehen. Ein Upgrade auf Premium Career für 26,17 € im Monat wäre notwendig.

Alternativ können Sie sich auch nur für eine Learning-Mitgliedschaft entscheiden. Vielleicht ist es eine gute Idee, weil der Urlaub verregnet ist oder Sie aufgrund eines Beinbruchs ans Sofa gefesselt sind. Oder weil Ihnen klar ist, wie wichtig die persönliche Weiterbildung ist.
Kostenpunkt: 26,17 € brutto im Monat. Wenn Sie sich gleich für eine Jahresmitgliedschaft entscheiden, zahlen Sie pro Monat nur 18,49 € inklusive Mehrwertsteuer.

Wie gelange ich zu den deutsch-sprachigen Lernvideos?

Zu finden ist der Bereich oben rechts in der schwarzen Leiste unter dem Apps-Symbol.

 

 

 

 

 

Nachdem Sie auf Apps geklickt haben, öffnet sich das folgende Fenster und Sie können gleich auf den ersten Icon „Learning“ klicken. Ein separater Tab wird sich öffnen und voilà, Sie sind im Bereich „LinkedIn Learning“ angekommen. Hier buchen Sie die Mitgliedschaft, je nachdem, ob Sie schon Zugang zu LinkedIn Learning haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Über das Sucheingabefenster ganz oben in der Leiste können Sie Stichwörter passend zu Ihrem Wunschthema eingeben und schauen, ob Videos oder Kurse verfügbar sind. Je nach Thema gibt es ein reichhaltiges Angebot.
Führungskräfte sind für LinkedIn eine spannende Zielgruppe. Das merkt man auch am Angebot der Kurse. Ich sehe 309 Kurse oder Videos und kann diese auch noch filtern. Der Kurs bzw. Video zu Storytelling Führungskräfte war für mich sehr interessant und unterhaltsam. Ich bin ja keine Führungskraft, fühle mich aber bei vielen Themen angesprochen und habe in einige Videos für einige Minuten reingeschnuppert.
Die Filter sind ganz praktisch. Es ist möglich, anzugeben, ob man zum eingegebenen Thema ein Einsteiger, Fortgeschritten oder Experte ist. Auch die Video-Gesamtlänge kann mir helfen, die Auswahl ein wenig einzugrenzen.
Wenn Sie unsicher sind, ist es kein Problem. Für jeden Kurs oder Video gibt es ein kurzes Anteaser-Video, in welchem der Trainer die Kursinhalte kurz vorstellt.


Sie wollen die Auswahl lieber vergrößern? Gerne können Sie auch nach den Videos oder Lernelementen in anderen Sprachen suchen. Mit einem Klick wird mir das Angebot auf Englisch, Japanisch oder Französisch angezeigt. Ich musste allerdings etwas suchen, um vom Japanischen wieder zurück ins Deutsche zu finden;)

Sie haben keine Lust auf Business-Videos? Es darf auch etwas Entspannendes sein. Für einige Hobbys oder die persönliche Weiterentwicklung kann es Themen geben. Einfach mal „Musik“ oder „Körpersprache“ eingeben.

Eine Vorauswahl zeigt an, welche Themen von bestimmten Berufsgruppen wie z.b. Beratern oder in Ihrem eigenen Netzwerk beliebt sind. In meinem Fall sind das derzeit:

  • „Systemisch denken, fragen und handeln“
  • „Digitale Transformation im Unternehmen“
  • „Design Thinking – Grundlagen“

LinkedIn informiert mich auch darüber, dass in meinem Netzwerk Kurse zu den Themen Online Marketing, 10-Minuten-Tipps: Neue Ideen für Ihr Marketing oder Content-Marketing bzw. SEO-Grundlage besonders beliebt sind.

Und weil das Netzwerk gerne Statistiken veröffentlicht, wurde 2017 eine Statistik mit den 25 beliebtesten englisch-sprachigen Kursen veröffentlicht. Es hat mich nicht überrascht, dass Themen wie Körpersprache, Excel, Führung von Interviews, SEO Grundlagen, Leadership Grundlagen, Critical Thinking und Gehaltsverhandlungen dabei waren.

Beispiel: Bildbearbeitung & Fotografie

Sie sehen, dass Sie eine umfangreiche Auswahl an Themen wie Bildausgabe, Bildbearbeitung, Bildverarbeitung, Foto-Compositing, Fotoausrüstung, Fotoeffekte erhalten. LinkedIn unterscheidet zwischen verschiedenen Lernformaten: Zum Thema Bildbearbeitung gibt es derzeit 396 Kurse (Stand Juli 2018), Videos (8, Stand Juli 2018) und 8 Learning Paths.

Das Material macht einen äußerst umfangreichen und professionellen Eindruck. Ich kann mir einen Kurs zum Thema Photoshop mit einer Länge von 5 Stunden und 27 Minuten ansehen oder mich zu Grundlagen der Fotografie zu Filtern in einem Kurs mit einer Länge von 3 Stunden und 45 Minuten ansehen.

Beispiel Bewerbungsthemen für die Jobsuche

Der Kurs „Professionelle Bewerbungsunterlagen erstellen“ dauert eine reichliche Stunde und ersetzt für manch einen Nutzer ein Beratungsgespräch. Wer individuelle Tipps benötigt, wird sich im Netzwerk den passenden Berater suchen. Erste Grundlagen kann ein solches Video auf jeden Fall vermitteln.

Kurse und Kenntnisse zum Profil hinzufügen

Ein wichtiger Bereich Ihres LinkedIn-Profils ist direkt mit Learning-Bereich verknüpft. Sie können, wenn Sie möchten, neue Kenntnisse, welche Sie aufgrund des Anhörens eines Kurses erworben haben, zum Profil hinzufügen.

Ich halte allerdings nicht so viel davon. Vom Anhören oder Anschauen eines 1-stündigen Kurses ist man noch kein Experte auf einem bestimmten Gebiet. Es gibt ja keine Kontrolle, ob Sie das Thema verstanden haben bzw. ob Sie die ganze Zeit 100 % bei der Sache waren.

 

Nützliche Lern-Inhalte für Selbständige oder Gründer

Als selbständige Beraterin interessieren mich neben den Marketingthemen auch konkrete Tipps für mein Geschäft. Mit einigen Klicks habe ich dazu auch die passenden Videos gefunden. Schauen Sie mal hier:

LinkedIn Learning Pro – interessant für Unternehmen

Diese neue Funktion habe ich selbst nicht getestet. Laut meiner Recherchen soll es L&D Administratoren erleichtern, dass Mitarbeiter von LinkedIn Learning profitieren. Dank der Tracking-Funktion soll der Administrator sehen, wer die Kurse oder Videos angeschaut hat. Weitere, recht interessante Erneuerungen für die Nutzung von LinkedIn Learning für Unternehmen sind folgende:

  • Administratoren können eigene Video-Inhalte in den Formaten mp4, m4v, wmv and mov hochladen.
  • Lernfortschritte der Mitarbeiter können „beobachtet“ werden bzw. man sieht, ob die Unterlagen vollständig angeschaut worden sind.
  • Administratoren können die Kurse leichter finden, da sie sie mit Tags versehen können.
  • Des Weiteren ist für die kommenden Monate geplant, dass andere Formate wie PDFs, Powerpoints zur Lernplattform zugefügt werden können.

Passend hierzu gab es vor wenigen Tagen eine Meldung, dass Estée Lauder, LinkedIn Learning für die Weiterbildung der Mitarbeiter einsetzt.

 

Die LinkedIn Learning App

Unterwegs lernen, warum denn nicht? Neben einer App für die Jobsuche, den Sales Navigator und Recruiter-Mitgliedschaft, bietet LinkedIn auch für Learning eine App an. Sie ist schnell eingerichtet und somit konnte ich mir an einem der heißesten Samstage im Freibad einige Lernvideos anschauen bzw. anhören. Auf den Bildschirm mußte ich bei dem Thema nicht viel schauen. Ähnlich wie bei Podcasts. Einfach reinhören und sich neue Inspirationen holen.

Bei Themen, wo mehr gezeigt wird, macht es Sinn auf die richtige Umgebung zu achten und lieber das iPad zu nutzen, da der Bildschirm vom Smartphone für diesen Zweck dann doch etwas zu klein ist. Abends gemütlich auf dem Sofa mit dem iPad auf dem Sofa lässt es sich auch gut lernen.

 

LinkedIn Learning / Lynda – Zugang zur englisch-sprachigen Plattform

Hier wirbt LinkedIn mit über 10.000 Lerninhalten und greift auf die jahrelange Expertise von Lynda zurück. Die Kurse werden auf die drei Kategorien Business, Technology und Creativity aufgesplittet,

Über den Reiter „Solutions“ und Business gelangen Sie auf die Plattform welche gezielt für Unternehmen zur Mitarbeiter-Weiterbildung eingerichtet worden ist. Nutzer können aus den vier Kategorien auswählen: Businesses, Higher Education, Government Agencies und Libraries.

Mein Fazit:

Ich bin froh, dass ich mir mindestens einen Monat Learning-Mitgliedschaft gegönnt habe.

Ohne viel Mühe konnte ich mir einige Videos rund um LinkedIn und Bewerbungen, Karriere anschauen und habe daraus teils neue Erkenntnisse gewonnen bzw. Bestätigung für meine eigene Beratungstätigkeit gewonnen.
Sehr gerne werde ich mich demnächst noch mit Themen wie SEO, Texten und Online Marketing beschäftigen. Als selbständige Beraterin lernt man ja nie aus.
Die Referenten präsentieren die Inhalte professionell, sie sprechen deutlich und nicht zu schnell. Auch Mundarten wie der österreichische Dialekt waren sehr gut zu verstehen. Je nach Thema wurden viele Funktionen am Bildschirm gezeigt. Wenn ich etwas nicht gleich verstanden habe oder abgelenkt wurde, war es praktisch, einfach das Video anzuhalten. Alle Kurse oder Videos sind in Kapitel eingeteilt. Ich kann mir das Kapitel raussuchen, welches mich interessiert, auch das hilft Zeit zu sparen und sich effektiv weiterzubilden.
Die Nutzung über die mobile App geht wunderbar. Da ich sonst auch gerne Podcasts höre, ist das eine weitere Möglichkeit, sich unterwegs auf Bahnfahrten oder im Sommer am See mit sinnvollen Themen zu beschäftigen.
Der Preis von 26,17 € ist für mich ok, zumal ich für den Zeitraum als Premium-Mitglied alle Profilbesucher einsehen konnte und somit auch gezielter Kontakte ansprechen konnte, um mein Netzwerk zu erweitern.
Wer auf Jobsuche ist, kann die Lernvideos auch über die Premium-Mitgliedschaften beziehen. Daher, probieren Sie das ruhig auch mal einen Monat aus. Für mich wird es wohl nicht die letzte Learning-Erfahrung auf LinkedIn gewesen sein.
Klar, Sie können auch auf Youtube nach Erklärvideos Ausschau halten, aber wer garantiert Ihnen, dass das Niveau der Videos Ihren Ansprüchen entspricht? Auch Webinare, welche ich z.B. auf XING und Facebook täglich angeboten bekomme, sind eine gute Möglichkeit, sich zu aktuellen Themen weiterzubilden. Leider sind diese nicht immer nur informativ sondern häufig voller Selbst-Präsentation der Referenten inklusive Werbung für deren Angebote. Je nachdem. Bei LinkedIn Learning habe ich den Vorteil, dass die Videos keinerlei Werbung enthalten.

 

5 Gründe, warum LinkedIn die richtige Plattform für Ihre Jobsuche ist

Sie wollten bisher ein öffentliches Profil in einem sozialen Netzwerk vermeiden? Sie beobachten allerdings, dass viele Kollegen, vor allem die jüngeren Mitarbeiter, seit längerem ein Profil angelegt haben und es auch nutzen? Sie möchten dazugehören?
Im Unternehmen stehen Veränderungen an und ein Jobwechsel erscheint Ihnen nicht unwahrscheinlich?

Sie fühlen sich durch meine Fragen angesprochen? Dann lesen Sie ruhig noch weiter.

Ich empfehle Ihnen, sozusagen als Einstieg in die Social-Media-Welt, sich ein LinkedIn-Profil anzulegen. Die Plattform wird rein beruflich genutzt und kann Ihnen helfen, Ihre persönliche Marke für Ihre weitere berufliche Karriere aufzubauen.
Ich werde Ihnen jetzt nicht versprechen, dass es von alleine geht und Sie sollten sich schon etwas Zeit für diese neue Aufgaben nehmen. Mit etwas Muse und Freude am Neuen, kann Ihnen ein berufliches Netzwerk wirklich neue Kontakte, neue Impulse und eventuell auch einen neuen Job bringen. Jobs findet man über Kontakte – viel häufiger als über eine Standard-Stellenanzeige. Daher sollten Sie sich dieses große Netzwerk näher anschauen.

Meine fünf Gründe, warum ich Ihnen die Nutzung von LinkedIn empfehlen kann:

  1. Es ist das weltweit größte Business-Netzwerk. Im deutsch-sprachigen Raum zählt es 11 Millionen Nutzer. Weltweit sind es 546 Millionen. Wenn Sie in einem international tätigen Unternehmen arbeiten oder gearbeitet haben, werden Sie auf Anhieb viele bekannte Gesichter aus dem In- und Ausland hier finden. Auch wenn Fach- und Führungskräfte zu Ihrer Zielgruppe gehören, werden Sie hier recht schnell fündig werden.
  2. Beruflicher Fokus: Es bietet keine großen Ablenkungen in Form von Katzen- oder Urlaubsfotos oder sinnloser Fußballdiskussionen. Es wird beruflich genutzt. Gerade heute habe ich wieder interessante Beiträge zu den Themen Aufstiegschancen für Führungskräfte, zur beruflichen Neuorientierung sowie zur Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen entdeckt.
  3. Es ist günstig: Sie können ein vollständiges Profil mit einem kostenfreien Basis-Account einrichten. Wenn Sie neu sind oder noch nie Premium-Mitglied waren, können Sie einen kostenfreien Testmonat buchen. Die günstigste Premium-Mitgliedschaft startet für bereits 10,00 €/ Monat und kann nach Bedarf nach einem Monat auch schon gekündigt werden. Sie müssen keine Jahresmitgliedschaft für viel Geld buchen.
    Hier sehen Sie auf einen Blick, was Ihnen eine solche Mitgliedschaft bietet.
  4. Job-Bereich: LinkedIn bietet einen expliziten Job-Bereich, welchen Sie nutzen können. Dort können Sie Recruitern sagen, dass Sie an Stellenangeboten interessiert sind und weitere Einstellungen vornehmen. Mehr dazu lesen Sie auch in diesem Beitrag. Zusätzlich empfehle Ihnen, sich mit der LinkedIn-Suche zu beschäftigen und gezielt nach Personen suchen, die Ihr LinkedIn-Netzwerk sinnvoll ergänzen.
  5. Übersichtliches Personal-Branding-Profil: Das Einrichten eines professionellen Profils ist kein Hexenwerk. Sie sollten ein paar Kleinigkeiten beachten, wie eine aussagekräftige Überschrift, ein professionelles Profilbild hinzufügen und ihre bisherige Position näher beschreiben. Es ist wichtig, dass Sie sich Gedanken über Ihre Ziele machen und diese geschickt in Ihr Profil einfließen lassen. Es hilft Ihnen, von den richtigen Personen gefunden zu werden. Viele weiterführende Tipps erhalten Sie auch in einem meiner Leitfäden  oder meinem E-Book welches es bei Amazon als Kindle-Version gibt. 

Sie haben weitere Fragen? Gerne besprechen wir diese in einem persönlichen Gespräch. Ich freue mich auf Ihre Kontaktanfrage auf LinkedIn oder eine E-Mail an friederike@socialmediainternational.de.

 

Foto: www.pixabay.com

 

E-Book: Effektives Selbstmarketing auf LinkedIn: Der Wegweiser für Ihre Jobsuche

Ihnen ist bewusst, dass Sie mit den richtigen Kontakten bessere Chancen haben, Karriere zu machen? Sie streben demnächst eine neue interessantere Position an, wo Sie Ihre Stärken voll ausschöpfen können? Sie möchten sich dazu mit den digitalen Medien bzw. Business-Netzwerken vertrauter machen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LinkedIn ist das weltweit größte Business-Netzwerk mit über 546 Millionen Nutzern auf internationaler Ebene und auch hier in der Region DACH zählt es jetzt 11 Millionen Mitglieder. Vor allem Mitarbeiter der DAX-Unternehmen sind hier stark vertreten. Spitzenreiter bei den Unternehmen sind u.a. Siemens, SAP, Allianz und die VW AG. Wenn Sie als Fach- und Führungskraft zeigen möchten, dass Sie die Digitalisierung verstanden haben, sollten Sie sich um ein aussagekräftiges professionelles LinkedIn-Profil kümmern. Bevor man sich Ihren Vortrag anhört, Sie erstmals im Meeting trifft, Sie zum Gespräch einlädt, wird man online nach Ihnen suchen. Es geht darum, gefunden zu werden und einen ersten professionellen Eindruck zu hinterlassen.

Mein E-Book, erschienen am 7. April 2018, zeigt Ihnen, wie Sie LinkedIn für Ihre Karriere einsetzen können, worauf es im Profil ankommt, damit Sie Recruiter entdecken und wie z. B. Jobsuchende 40+ mit sozialen Netzwerken einen leichteren Weg in eine neue Anstellung finden. Über diesen Link ist mein Ratgeber bis Ende April 2018 zum günstigen Einführungspreis von 2,99 € bestellbar.

Tipps von der Recruiterin: Worauf sollten Sie bei der Jobsuche im LinkedIn-Profil achten?

Zu Beginn des neuen Jahres hatte ich die Gelegenheit, mich mit Irina Hagen, der Geschäftsführerin von Menschwert Consulting in München zu unterhalten. Im Gespräch konnte ich erfahren, worauf Sie beim Lesen von Online-Profilen, speziell auf LinkedIn besonders achtet. Für Jobsuchende sind hier sicherlich ein paar Anregungen dabei.

Hallo Irina, bitte stell Dich und Deine Tätigkeit kurz den Lesern dieses Blogs vor.
Irina Hagen: MenschWert Consulting hilft Unternehmen, ihre Organisation und ihre Personalabteilung für die digitale Transformation richtig aufzustellen. Schwerpunkte dabei sind Recruiting, Organisationsentwicklung und vor allem Kulturwandel. Dabei nutze ich die Ansätze aus der humanistischen Psychotherapie über die klassischen Change Management Methoden hinaus.

 

Wieviel Zeit verbringst Du im Durchschnitt auf einem LinkedIn-Profil? Man sieht im Netz Artikel, dass Recruiter im Schnitt nur 6 Sekunden Zeit pro Profil haben. Kannst Du das bestätigen?
Irina Hagen: Zeit hat man nicht, die nimmt man sich. Aber man entscheidet sehr schnell, ob man mehr Zeit mit dem Profil verbringen will, oder nicht.
Es ist ein bisschen wie im Kino: Man schaut sich erst das Plakat an und überlegt dann, ob man sich auch die Beschreibung oder den Trailer dazu anschaut. Es geht also auf den ersten Blick erstmal um ein stimmiges, interessantes Gesamtbild, den ersten Eindruck, und dann erst um die Inhalte.

Was sagt Dir das Foto? Worauf sollten Kandidaten beim Erstellen oder der Auswahl des Bildes besonders achten?

Irina Hagen: Ein Foto ist ein Statement. Man erkennt am Foto, wie sich diese Person erstmal selbst sieht, bzw. wie sie wahrgenommen will. Ist es ein professionelles, gestelltes Bild, wie ist die Pose darauf? Lieb lächelnd oder herausfordernder Blick, etc. Ist es eine Fassade oder ist das Bild authentisch? Ist die Kleidung modisch und in welchem Stil? Passt das Bild zum Rest des Profils? Es ist also eigentlich alles erlaubt, so lange es stimmig ist und so lange man sich überlegt hat, was man damit aussagen will. Wenn man als dynamisch, sportlich und ehrgeizig rüberkommen will, ist ein Bild in Neopren und mit Surfbrett genauso akzeptabel wie mit Anzug. Am besten mal ein paar Bekannte fragen, wie sie das Bild charakterisieren, jenseits der Begriffe ‚gut’, ‚schlecht’ und ‚passt schon’. Dann sieht man, ob das Bild die gewünschte Wirkung erzielt.
Meiner Meinung nach muss es kein Bild vom Fotografen sein, aber es sollte eine gute Auflösung haben, das Gesicht und die Mimik sollte klar erkennbar sein und auch ein bisschen den Stil des Menschen zeigen.
Im Zweifel sind professionelle Bewerbungsbilder immer noch am besten, da der Fotograf meist die Persönlichkeit des Menschen besser erfasst als ein Laie.

Ein interessanter Kandidat hat kein Foto zum Profil hinzugefügt. Würdest Du ihn dennoch kontaktieren?

Irina Hagen: Wahrscheinlich schon. Aber in der Regel ist auch das Profil dann nicht interessant bzw. wenig aussagekräftig. Es kommt auf meine Verzweiflung als Recruiter an.  Interessant ist, warum es kein Foto gibt. Ist es Protest, oder Sorglosigkeit? Ein Profil ohne Foto ist auch ein Statement, ob man will oder nicht.

„Ein Profil ist kein Lebenslauf oder eine Bewerbung. Ein Profil sollte „Profil zeigen“ und die Persönlichkeit erkennbar machen. Dazu gehört nun mal auch ein Foto. Wenn man sich nicht zeigen will, wozu braucht man dann ein Profil?“

LinkedIn ist ja keine Kandidaten-Datenbank und sollte auch nicht so verstanden werden. LinkedIn ist ein soziales Netzwerk, sowie Facebook, das die Relevanz von Gesichtern ja schon im Namen trägt.

Wie sollte eine Führungskraft mit Jobs umgehen, welche länger in der Vergangenheit liegen? Sagen wir, Jobs aus den 90-igern und davor?

Irina Hagen: Das kommt darauf an, was man in der Zwischenzeit gemacht hat und wie relevant die Erfahrung für zukünftige Jobs ist. Ein Profil soll ja zeigen, wer man ist und da kann es interessant sein, wie man die Person geworden ist, die man heute ist und zukünftig werden will. Was hat Einstellungen und Erfahrungen geprägt?
Was ist heute für diese Person noch relevant? Und dann stellt sich die Frage, warum etwas, das so lange in der Vergangenheit ist, heute noch relevant ist.
Gerade, wenn jemand den Job wechselt, will man sich vielleicht auch oft etwas anders aufstellen, dann sollte man das alte loslassen, also weglassen.

Wie empfindest Du Lücken im Lebenslauf? Wie formuliert man diese am schlausten in seinem Online-Profil?

Irina Hagen: „Du hast da ne Lücke im Lebenslauf – Ja, war geil!“ Ein Online-Profil ist ja kein Lebenslauf. Das bildliche Profil eines Menschen zeigt auch nicht die volle Persönlichkeit.
Das LinkedIn-Profil soll Profil zeigen, etwas woran man hängen bleibt. Ein Online-Profil (anders wie der Lebenslauf) hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Also nur das reinschreiben, was für das Profil, die (berufliche) Persönlichkeit wichtig ist.
Hat man sich bewusst für eine Auszeit entschieden, dann gehört es zur Persönlichkeit. Hat man die Auszeit (egal ob freiwillig oder nicht) genutzt, um einen neuen Weg einzuschlagen, dann gehört es zum Profil.
War man mal ein paar Monate arbeitslos, ohne dass das die Identität sonderlich beeinflusst hat, kann man es rauslassen. Es lenkt sonst nur von wirklich wichtigen Stationen ab.
Im Online-Profil sind die tatsächlichen Fähigkeiten erstmal nicht so relevant. Interessant sind die Dinge, welche man gelernt, vertieft und als wichtig erachtet hat.

„Ein Lebenslauf dagegen ist eine Auflistung von Entscheidungen, Erfolgen und Irrwegen. Hier gehört es zur Vollständigkeit, aber nicht unbedingt im Online-Profil, das ja erstmal nur neugierig und „Lust auf mehr“ machen soll, eben eine Einladung zum Gespräch bieten soll.“

Was kannst Du zur Anzahl der Kontakte aussagen? Achtest Du auf diese Zahlen oder ist diese Kennzahl +500 oder weniger für Dich eher nebensächlich? 

Irina Hagen: Alle Extreme sind eher schlecht. Sehr wenige Kontakte zeigen, dass jemand entweder nicht sonderlich beliebt ist oder das Netzwerken noch nicht verstanden hat. Beides ist bei der Jobsuche, vor allem in der heutigen Zeit, nicht sehr förderlich. Zu viele Kontakte kann bedeuten, dass man auch mal wahllos Personen in sein Netzwerk aufnimmt, ohne auf die Qualität des Kontakts zu achten. Interessant sind die Auswahl und die Konsistenz der Kontakte. Auf welchen Ebenen arbeiten die Kontakte, in welchen Funktionen und Branchen?
Es ist zwar ein altmodischer Spruch, trägt aber immer noch viel Wahrheit in sich: Sag mir wie Dein Umfeld ist und ich sage Dir, wer Du bist.

Du siehst zwei Profile. Beide sind vollständig und die Qualifikationen entsprechen der gesuchten Position. Ein Mitglied hat den Job in den letzten Jahren häufiger gewechselt, ein anderer war seit 2000 im gleichen Unternehmen tätig. Würdest Du beide zum Gespräch einladen oder wen würdest Du bevorzugen? 

Irina Hagen: Das kommt auf den Inhalt drauf an. Interessant ist hier der „Track Record“. Was hat jemand in einem bestimmten Zeitraum erreicht. Häufige Jobwechsel sind in der heutigen Zeit kein Makel mehr, so lange dahinter überlegte Entscheidungen stehen bzw. nachvollziehbare externe Gründe.
Hat die Person in 18 Jahren eine Richtung gehabt, verschiedene Tätigkeiten ausgeübt bzw. in einer Position / Funktion gearbeitet, die sich stark gewandelt hat, spricht es dafür, dass man sich mitentwickelt hat. Hat man mehrere „parallele moves“ gehabt, hat man also das Gleiche in grün gemacht, sieht das nicht unbedingt nach Entwicklung aus.
Dazu kommt die jeweilige Kultur der Unternehmen. In welcher Umgebung fühlt man sich wohl? 18 Jahre im gleichen Unternehmen spricht dafür, dass man sich dort wohlfühlt. Die Argumentation „Ich will mal etwas Anderes machen“ sollte man dann bei einem Jobwechsel nicht als oberste Priorität anbringen, da dies unglaubwürdig erscheint. Ich achte darauf, in welche Unternehmen hat man gewechselt hat und ob ein Muster erkennbar ist.

Was kannst Du zusammenfassend noch für die Leser sagen. Worauf sollten Jobsuchende ganz besonders in Ihrem Profil achten? 

Irina Hagen: Ein echtes Profil zeigen. Es geht weniger um die Hard Skills, sondern um das, was man mit seinen Fähigkeiten erreichen kann und will.
Viele machen den Fehler, dass sie bei der Jobsuche sehr vergangenheitsorientiert sind, dabei geht es ja darum, was man wo mit wem zukünftig machen will.
Welche eigenen Ziele hat man? Wer will man sein? Wofür, also für welches höhere Ziel, will man arbeiten. Was ist die Motivation für den neuen Job? (Kleiner Tipp: Geld verdienen ist kein Ziel, sondern nur Mittel zum Zweck.)
Was bringt man mit, welche Fähigkeiten, Erfahrungen, Attitüden, die einem dabei helfen, diese Ziele zu erreichen. Für mich als Recruiterin ist interessant, ob jemand „nur verzweifelt irgendeinen Job sucht“ oder ob die Person wirklich weiß, was sie will.
Was zieht sich durch die beruflichen Stationen wie ein roter Faden? Und es gibt immer einen roten Faden, selbst bei sehr unkonventionellen Karrierewegen. Was ist der kleinste gemeinsame Nenner, aller Positionen und Funktionen?
Abraten würde ich von Selbsteinschätzungen in der Persönlichkeitsbeschreibung. Wenn der Leser, das auf den ersten Blick anders sieht, hat man schon verloren. Ob jemand offen, ehrgeizig, vertrauensvoll, motiviert, teamfähig, kreativ, innovativ, etc. ist, entscheidet das Gegenüber. Und wer würde das nicht von sich behaupten? Daher sollte man dem Leser möglichst viel Informationen geben, damit dieser selbst zur gewünschten Einschätzung kommt.

Vielen Dank für Deine Einblicke in das Lesen von LinkedIn-Profilen. Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben, schreiben Sie gerne einen Kommentar.

Sie möchten mehr zum Thema „Selbstmarketing auf LinkedIn bei der Jobsuche“ erfahren? In dem Fall empfehle ich Ihnen meinen Ratgeber, das E-Book „Selbstmarketing auf LinkedIn – Der Wegweiser für Ihre Jobsuche“ welches als Kindle-Version bei Amazon erhältlich ist.

Wo zeige ich im LinkedIn-Profil, dass ich gerade auf Jobsuche bin?

Während meiner LinkedIn-Kurzberatungen auf der Karrieremesse job40plus in München werde ich häufiger gefragt, wo und was man ins LinkedIn-Profil reinschreiben sollte, wenn man sich gerade auf Jobsuche befindet. 

Ihr oberstes Gebot sollte immer sein, einen authentischen Eindruck zu hinterlassen und keine falschen Angaben zu treffen. Ich berate immer im Hinblick auf die Auffindbarkeit des Profils, damit Sie von neuen Arbeitgebern gefunden werden. Gleichzeitig sollten nicht nur Keywörter im Profil stehen, sondern es sollte sich auch gut lesen lassen und auf einen Blick zeigen, wofür Sie stehen.

Sie haben auf LinkedIn verschiedene Möglichkeiten, um auf Ihre aktuelle Jobsuche aufmerksam zu machen. Mit diesem Beitrag erhalten Sie fünf Möglichkeiten, welche Sie sofort umsetzen können. Einige sagen auf den ersten Blick, in welcher Situation Sie gerade sind, andere zeigen es eher versteckt. Wofür Sie sich entscheiden hängt sicher von der Dringlichkeit Ihrer Jobsuche ab und wie lange Sie bereits arbeitslos sind.

Abzuraten ist, den ehemaligen Arbeitgeber noch über Monate im Profil stehen zu lassen. Auch wenn man das häufiger sieht, hinterlässt es keinen guten Eindruck.

Auch wenn Sie auf Jobsuche sind, sind Sie Experte auf einem bestimmten Gebiet. Zeigen Sie das! Schreiben Sie deshalb lieber eine Jobbezeichnung/ Ihren Studiengang in Ihren Profil-Slogan. Das schaut besser aus als der direkte Hinweis, dass Sie auf Jobsuche sind. 

Meine fünf Tipps, wo Sie das Thema Jobsuche am besten unterbringen können

1. Sie erstellen eine neue Station der Berufserfahrung und schreiben in das Arbeitgeberfeld rein, dass Sie derzeit auf der Suche nach einem neuen Job sind. Beachten Sie, dass sich LinkedIn den aktuellen Arbeitgeber nach oben zieht. Sie können schreiben „Looking for a new challenge“, dann steht es auch ganz oben im Profil. So wie hier.

 

2. Sie möchten es lieber etwas diskreter? Sie könnten ebenfalls eine neue Station der Berufserfahrung anlegen und Sie schreiben den „Jobsuche-Hinweis“ in das Feld der Position, also ganz oben. Man wird diese Information erst beim Runterscrollen in Ihrem Profil entdecken. Es kann da wie folgt aussehen:

 

Hier könnten auch einige aktuelle Aktivitäten oder Weiterbildungen, welche Sie im Laufe der Jobsuche absolviert haben, aufgelistet werden. Die wenigsten sitzen faul auf dem Sofa, sondern buchen Kurse, welche es wert sind, erwähnt zu werden.

3. Eine noch zurückhaltendere Möglichkeit ist es, dass Sie einen Endtermin zum letzten Job eintragen und keine neue Position eintragen. Zusätzlich könnten Sie im Text der Zusammenfassung auf die Jobsuche hinweisen.

4. Oder Sie machen in der Zusammenfassung auf die Jobsuche aufmerksam. Auffallen wird es, wenn Sie es gleich zu Beginn des Textes unterbringen. Wenn man auf Ihr Profil geht, wird man den von Ihnen formulierten Hinweis angezeigt bekommen. Hier ein Beispiel, wie es aussehen kann:

 

5. Ziemlich unauffällig ist es, wenn Sie Ihren aktuellen Wechselwunsch in die Zusammenfassung schreiben, aber ganz am Ende. Als „Call-to-Action“, wie z.B. Ich befinde mich aktuell auf der Suche nach einer neuen Tätigkeit als XXXX. Wenn Sie mehr über mich und meine berufliche Erfahrung erfahren möchten, kontaktieren Sie mich unter XXX E-Mail-Adresse.“ Es hat den Vorteil, dass das Wort „Herausforderung“ oder „Jobsuche im Profil steht, man es aber nicht sofort entdeckt. Recruiter könnten Sie dennoch gut finden.

Möglich sind auch Kombinationen aus den oben erwähnten Möglichkeiten.

Welche Formulierung passt am besten?

Häufig liest man im Deutschen:

  • Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung
  • Offen für neue Herausforderung
  • Account Manager auf Jobsuche
  • Suche eine neue Tätigkeit im Bereich XXX
  • Aktuell auf Jobsuche in Stadt XXX

Ihr Profil ist auf Englisch angelegt und Sie suchen auf internationaler Ebene? Hier habe ich einige englische Formulierungen für Sie:

  • Looking for a new challenge,
  • Open for a new challenge
  • Unemployed and Looking for Work
  • IT Manager seeking work
  • Account manager available for new opportunity
  • Marketing Professionell in transition
  • PR Manager currently exploring options

Schreiben Sie mir, für welche Variante Sie sich entschieden haben und warum. Ich freue mich über Ihren Kommentar im Blog.

Sie möchten mehr zum Thema „Selbstmarketing auf LinkedIn bei der Jobsuche“ erfahren? In dem Fall empfehle ich Ihnen meinen Ratgeber, das E-Book „Selbstmarketing auf LinkedIn – Der Wegweiser für Ihre Jobsuche“ welches als Kindle-Version bei Amazon erhältlich ist.

Sie benötigen weitere Anregungen für ein professionelles LinkedIn-Profil? Gerne berate ich Sie individuell und erstelle die passenden Texte. Hier können Sie sich über mein Angebot informieren.

Neue Sicherheitseinstellung für Ihr öffentliches LinkedIn-Profil

Rein zufällig habe ich am Montag in einem Kunden-Profil die folgende neue Einstellung für öffentliche LinkedIn-Profile entdeckt.

Während Sie früher Ihr öffentliches LinkedIn-Profil jedem (sprich, wer über die Google-Suche etc) nach Ihnen gesucht hat) oder halt niemandem zeigen konnten, kann dies jetzt differenziert werden. Wer nicht wollte, das jeder aus der Öffentlichkeit alle Bereiche im LinkedIn-Profil einsehen konnte, hat beispielsweise die Details zur Berufserfahrung, Ausbildung, Kenntnisse, das Profilfoto und vieles mehr einfach nicht anzeigen lassen.

Heute können Sie hier differenzieren. Sie haben die Möglichkeit, dass entweder

  • nur Ihre Kontakte (Kontakte 1. Grades),
  • Ihr Netzwerk (Kontakte, 1., 2. und 3. Grades)
  • allen LinkedIn-Mitgliedern oder
  • der kompletten Öffentlichkeit (zusammengesetzt aus allen LinkedIn-Mitgliedern und Personen, die Sie über Suchmaschinen wie Google gefunden haben).

die Details Ihres Profils angezeigt werden, welche Sie ausgewählt haben.

Wie können Sie diese Einstellungen ändern?

Gehen Sie oben rechts auf Ihr Bild und klicken auf „Datenschutz & Einstellungen“, dann in der Mitte auf Datenschutz und „Ihr öffentliches Profil bearbeiten„. Auf der rechten Seite können Sie die entsprechenden Einstellungen vornehmen.

Die für mich logische Einstellung ist, dass mein Profil für mein persönliches Netzwerk komplett einsehbar sein darf. Daher habe ich Folgendes angeklickt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie sind auf Jobsuche?

Wenn Sie derzeit auf Jobsuche sind, macht es mehr Sinn, das LinkedIn-Profil für ein größeres Netzwerk freizugeben, damit z.B. Recruiter Einblicke in Ihre Expertise etc bekommen. In dem Fall ist es empfehlenswert, auf „Alle LinkedIn-Mitglieder“ zu klicken.

Sie sind bereits gut vernetzt und es ist nicht in Ihrem Interesse, viele Details an ein größeres Netzwerk freizugeben? Hier kann es ausreichen, das komplette Profil nur für die eigenen Kontakte freizugeben.

Sie entscheiden und es ist jederzeit wieder änderbar.

 

Foto: Pixabay

Sie sind auf Jobsuche? Diese LinkedIn-Funktion sollten Sie kennen!

LinkedIn verbessert regelmäßig seine Funktionen. Gerade für Jobsuchende gibt es jetzt eine Neuerung, welche auch für Sie interessant sein könnte. Sie finden im Bereich „Jobs“ eine extra Seite mit Einstellungen, welche Sie treffen können, um Recruitern noch mehr Informationen über Ihre Jobsuche zu geben.

Gehen Sie dazu auf den Reiter „Jobs“:

Als nächstes klicken Sie in der Job-Rubrik auf „Einstellungen aktualisieren“ (relativ klein, lila-farbene Schrift).

Ein neues Formular öffnet sich und über den Schiebeschalter „An/ Aus“ können Sie Recruiter wissen lassen, dass Sie verfügbar sind.

Ich halte das für besonders nützlich, wenn Sie sich auf passiver Jobsuche befinden. Sie möchten von Recruitern gefunden werden, aber Ihre Mitarbeiter oder Vorgesetzten sollten nicht mitbekommen, dass Sie offen für neue Stellen sind. Wenn Sie auf „An“ schalten, sollte Ihr aktueller Arbeitgeber bzw. die Recruiter, welche für ihn arbeiten, nicht erfahren, dass Sie an neuen Angeboten interessiert sind. Nur Recruiter, die für den Service zahlen, erhalten die Informationen. Wenn LinkedIn Recruiter identifiziert, welche für Ihr Unternehmen arbeiten, werden diese die Informationen nicht erhalten. Allerdings behält sich LinkedIn vor, dass sie nicht garantieren können, dass sie jeden mit dem Unternehmen verbundenen Recruiter identifizieren können. Eine genauere Erläuterung gibt es hier unter der LinkedIn-Hilfe.

Auf der gleichen Seite können Sie noch weitere Einstellungen auswählen. Dazu gehören:

  • Wo möchten Sie gerne arbeiten?
  • Was ist Ihre Berufsbezeichnung, wie berufserfahren sind Sie/ sind Sie bereits Geschäftsführer?
  • Wählen Sie Ihre Wunsch-Branchen aus. Die von LinkedIn gemachten Vorschläge beruhen auf Ihren Eintragungen im Bereich der Berufserfahrung.
  • Geben Sie an, wie groß Ihr Wunsch-Unternehmen sein sollte? Wählen Sie zwischen Ein-Personen-Unternehmen und großen Konzernen mit 10.001+ Mitarbeitern.
  • Wenn Sie sich auf Stellenanzeigen bewerben, können Sie mit einem Feld erlauben, dass die Jobinserenten Ihr vollständiges Profil einsehen können.

Möglicherweise werden Ihnen auch noch andere Fragen gestellt. Vor einigen Tagen habe ich gesehen, dass ich auch hätte angeben können, ob ich z.B. Vollzeitstelle, Teilzeit, Internship oder Freelance-Tätigkeit ausüben möchte oder welches meine Wunsch-Branchen sind.

Achtung: Wenn Sie auf oben bei der ersten Frage auf „An“ geklickt haben, erhalten Sie von LinkedIn eine E-Mail mit der Nachricht, dass Sie Ihre beruflichen Interessen teilen (und zwar für 90 Tage mit Recruitern). Rückgängig können Sie es machen, indem Sie den Schiebeschalter auf „Aus“ setzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie möchten mehr zum Thema „Selbstmarketing auf LinkedIn bei der Jobsuche“ erfahren? In dem Fall empfehle ich Ihnen meinen Ratgeber, das E-Book „Selbstmarketing auf LinkedIn – Der Wegweiser für Ihre Jobsuche“ welches als Kindle-Version bei Amazon erhältlich ist.

Mit neuen Einstellungen mehr Erfolg bei der Jobsuche auf LinkedIn

Für Jobsuchende gibt es auf LinkedIn einige Möglichkeiten, sich so zu präsentieren, dass sie von Recruitern gefunden und angesprochen werden. Die Basis ist immer ein gut ausgefülltes Profil.

Eine vorübergehende Mitgliedschaft als Premium-Mitglied mit der „Job-Seeker-Mitgliedschaft“ kann Ihnen einige Vorteile bringen. Warum?

  • Sie erhalten InMails durch welche Sie selbst in Personalberaterin in Kontakt treten könnten oder sich mit einflußreichen Personen Ihrer Branche vernetzen könnten.
  • Sie erhalten mehr Details über Unternehmen. Nur mit der Mitgliedschaft erfahren Sie z.B. wie hoch die Fluktuationsrate in einem Unternehmen ist
  • Sie werden in den Suchergebnissen von Recruitern, welche nach besonderen Kenntnisse suchen, weiter oben angezeigt
  • Sie sehen, wer in den letzten 90 Tagen ihr Profil besucht hat und könnten sich mit diesen Mitgliedern vernetzen/ Nachrichten austauschen. Es könnten interessante Kontakte für Ihren Traumjob dabei sein.

Relevantere Job-Angebote erhalten

Des Weiteren können Sie weitere Einstellungen vornehmen, um über LinkedIn relevantere Job-Angebote zu erhalten. Gehen Sie dazu auf die Einstellungen der Job-Seite auf LinkedIn und füllen das Formular Ihren Bedürfnissen entsprechend aus.

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bildschirmfoto-2016-10-13-um-09-48-56Einstellen können Sie folgendes:

  • Wo möchten Sie arbeiten? Mehrere Regionen können hier ausgewählt werden.
  • Angabe zur Berufserfahrung. Sind Sie eher Berufseinsteiger, Berufserfahren oder bereits Director/ Geschäftsführer?
  • In welcher Branche würden Sie gerne arbeiten? Auch hier sind mehrere Angaben möglich. Basierend auf der bereits eingetragenen Berufserfahrung macht LinkedIn auch einige Vorschläge. Diese Angaben sind recht vage. Prüfen Sie diese genau und korrigieren Sie ggf.
  • Zuletzt ist es noch möglich, Angaben zur Wunsch-Unternehmensgröße zu treffen.

So wird es derzeit noch in vielen deutschsprachigen Profilen angezeigt. Aber LinkedIn entwickelt seine Plattform ständig weiter und hat bereits eine weitere neue Funktion in einigen Regionen dieser Welt eingeführt. LinkedIn „Open Candidates“ ist derzeit nur für Mitglieder in den USA, Australien und UK nutzbar. Weitere Regionen bzw. eine weltweite Einführung ist in Arbeit.

Was bietet Open Candidates seinen Nutzern?

  • Auswahl des Wunsch-Jobs. Sie können aus einem großen Angebot auswählen und z.B. Project Manager anklicken.
  • Auswahl des Job-Typs wie z.B. Vollzeitstelle, Teilzeit, Internship oder Freelance-Tätigkeit
  • Auswahl des gewünschten Ortes/ Region.
  • Wann können Sie mit dem neuen Job starten?
  • Ein kleines Fenster mit einem kurzen Text mit Informationen für Recruiter wie z.B. welche Positionen Sie besonders interessieren, welche Berufserfahrung Sie mitbringen. Es ist Platz für einige Sätze (300 Zeichen).

Das Beste an Open Candidates ist, dass Ihr aktuelles Unternehmen nicht sehen wird, dass Sie derzeit auf Jobsuche sind und diese Angaben getroffen haben. Ich denke, dass es dadurch vielen die „heimliche“ Suche etwas leichter macht. Parallel zum aktuellen Job können Sie in Ruhe die Fühler nach neuen Möglichkeiten ausstrecken, ohne, dass es Kollegen oder Vorgesetzte erfahren.

Schauen Sie sich auch dieses Video an, wo die neuen Funktionen von Open Candidates vorgestellt werden bzw. diesen Blogartikel von LinkedIn.

Sie sind unsicher, ob Ihr Profil alle notwendigen Informationen enthält? Lassen Sie mich einen Quick-Check Ihres LinkedIn-Profils durchführen. Gerne zeige ich Ihnen auch in einer Coaching-Stunde, wie Sie selbst ganz aktiv auf LinkedIn mehr für Ihr Personal Branding tun können.

Foto: Pixabay

So setzen Sie LinkedIn bei der aktiven Jobsuche ein

Sie sind derzeit auf der Suche nach einem neuen Job? Egal ob Sie es aus der Arbeitslosigkeit oder aus einem bestehenden Job heraus versuchen, mit Hilfe von LinkedIn haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihrem Ziel näher zu kommen. Sicherlich haben Sie schon davon gehört, denn LinkedIn und Recruiting passen hervorragend zusammen.

Die Grundlage: Ein vollständiges LinkedIn-Profil

Die ersten beiden Grundvoraussetzungen sind ein gut ausgefülltes Profil mit einem professionellen Foto und ein gut ausgebautes Netzwerk. Wenn Ihr Profil nur zum Teil oder gar nicht ausgefüllt ist, empfehle ich Ihnen, meinen Leitfaden für ein professionelles LinkedIn-Profil. Hier erfahren Sie Schritt-für-Schritt, worauf Sie im Profil achten sollten.

Starten Sie aktiv, täglich Ihr LinkedIn-Netzwerk auszubauen, indem Sie nach neuen Kontakten suchen, neue Kontakte begrüßen und eine Kurzvorstellung Ihrer Tätigkeit schicken. Auch wenn Sie nur Kontakte bestätigen, die Sie persönlich kennen, ist es machbar, 100 Kontakte und mehr auf LinkedIn zu bekommen. Ich empfehle, die Funktion „Personen, die Sie vielleicht kennen“ regelmäßig zu nutzen.

Unternehmensseiten

Sie interessieren sich für einen Job in einem bestimmten Unternehmen. Suchen Sie die Unternehmensseite auf LinkedIn auf und schauen Sie, mit wem Sie bereits auf LinkedIn aus diesem Unternehmen vernetzt sind. LinkedIn wird Ihnen die Kontakte 1., 2. und 3. Grades anzeigen. Wie Sie sehen, habe ich zum Beispiel einen Kontakt, welcher bei AOL arbeitet. Wenn ich mich für das Unternehmen interessieren würde, könnte ich diesen Kontakt anschreiben und mich erkundigen, wie es dort jobtechnisch ausschaut, ob sie Mitarbeiter suchen.

Besonders die Kontakte 1. und 2. Grades sind spannend, weil sie leicht kontaktiert werden können. Bei letzteren könnten Sie sich vorstellen lassen und so Mitarbeiter einer für Sie interessanten Abteilung des Wunsch-Unternehmens ansprechen.

Anhand von gut ausgefüllten Profilen der Mitarbeiter können Sie einen Eindruck über deren Tätigkeitsbereiche, Hierarchien etc. gewinnen. Je nachdem wie gut Sie die Kontakte kennen, schreiben oder rufen Sie sie an!

Auf Unternehmensseiten finden Sie auch einen Bereich „Unternehmenskultur“ mit Statistiken über die Mitarbeiter (Verteilung der Sprachen, Anteil der Berufseinsteiger etc). Mit einem Upgrade auf Premium erhalten Sie noch mehr Details wie z.B. wie hoch die Fluktuationsrate im Unternehmen ist. Last but not least sehen Sie welche Jobs gerade frei sind und Sie können sich über LinkedIn bewerben. Wenn mehrere Positionen an einem bestimmten Standort ausgeschrieben sind, könnte auch eine Blindbewerbung Sinn machen. Vielleicht passen Sie ja mit Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten auch gut dazu!

Empfehlungen

In Ihrem LinkedIn-Profil gibt es derzeit keinerlei Empfehlungen? Bitten Sie einige ehemalige Vorgesetzte, Kollegen und Geschäftspartner, eine Empfehlung für Sie zu schreiben. Sie können sie für den aktuellen Job, aber auch für bisherige Stellen anfragen. Hier gibt es Tipps und Anregungen, wie Sie es angehen könnten.

Überprüfung und Aktualisierung der Keywörter in Ihrem Profil

Überprüfen Sie Ihr Profil nach einigen Monaten, ob die ausgefüllten Keywörter in Ihrer Zusammenfassung und der Berufserfahrung sinnvoll ausgewählt worden sind. Recruiter suchen nach bestimmten Fähigkeiten und der LinkedIn-Algorithmus hilft Ihnen, in den Suchergebnissen weiter oben angezeigt zu werden, wenn diese Begriffe mehrfach im Profil auftauchen. Positiv ist es auch, wenn die für Sie relevanten Keywörter in den Empfehlungen auftauchen. Durch das Studium von aktuellen Stellenanzeigen und mit Hilfe von Google können Sie auch herausfinden, welche Begriffe eher im Trend liegen. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie auch wirklich über diese Kenntnisse verfügen.

Jobs-Kategorie auf LinkedIn

Um aktiv nach Jobs zu suchen, gehen Sie in den Bereich „Jobs“ (mit dem Symbol eines Aktenkoffers) auf LinkedIn. Sie finden diesen ganz oben auf LinkedIn. Hier können Sie über die erweiterte Suche nach Jobs in bestimmten Branchen, Tätigkeitsbereichen und nach Standorten sortiert, suchen. Ganz oben finden Sie in dem Bereich dieses Suchfenster. Sie können nach verschiedenen Kriterien eine Suche starten und diese dann später „fine-tunen“ (siehe untere Screenshots zur Berufserfahrung und Veröffentlichungsdatum der Stellenausschreibung).

Jobs in Gruppen

Unter dem Reiter „Interessen“ gelangen Sie zu den LinkedIn-Gruppen. Hier können Sie sehen, in welchen Gruppen Sie bereits Mitglied sind bzw. aktiv nach geeigneten Gruppen für sich suchen. Gruppen stellen einen interessanten Weg dar, Mitarbeiter aus bestimmten Branchen oder Themenkreisen zu gewinnen.

Wenn Sie dort auf Jobs klicken, erhalten Sie eine Liste mit Stellenausschreibungen passend zum Thema der Gruppe.

Aktives Netzwerken

Netzwerken Sie aktiv: Online und Offline mit Kontakten aus der Branche, in welcher Sie einen neuen Job finden möchten. Über diese Wege finden sich häufig neue berufliche Möglichkeiten.

Auf LinkedIn bringen Sie sich mit regelmäßigen eigenen Beiträgen und interessanten Artikeln in die Erinnerung Ihrer Kontakte. Wenn diese von Ihrer Jobsuche erfahren, sind Sie schon einen Schritt weiter. Dank eines gut ausgefüllten LinkedIn-Profils rückt der neue Job viel schneller in Aussicht. Probieren Sie es aus!