LinkedIn: So können Sie von den Gruppen profitieren

Several persons in social media network on world mapDas Profil auf LinkedIn ist ausgefüllt und von Zeit zu Zeit loggen Sie sich auch ein und lesen, was die Timeline so zu sagen hat. Aber zum richtigen Netzwerken ist es noch nicht gekommen. So berichten mir viele von ihren Erfahrungen mit LinkedIn. Wenn Sie mehr der weltweit größten Business-Plattform profitieren möchten, Meinungsführer kennenlernen möchten und selbst als Experte auftreten möchten, dann empfehle ich, Gruppen beizutreten, diese zu studieren und sich selbst dort einzubringen.

5 Fakten über LinkedIn und seine Gruppen:

  • Im ersten Halbjahr 2014 hat LinkedIn 300 Millionen Mitglieder weltweit erreicht und die Tendenz ist steigend.
  • LinkedIn-Mitglieder teilen Informationen in mehr als 2.1 Millionen LinkedIn-Gruppen.
  • Pro Minute finden in LinkedIn-Gruppen 200 Konversationen statt.
  • Pro Woche werden 8.000 neue Gruppen gegründet.
  • Im Durchschnitt treten LinkedIn-Mitglieder sieben Gruppen bei.

Meine Beobachtungen mit LinkedIn-Gruppen:

  • Die Auswahl an Gruppen ist gigantisch, wie die oben aufgeführten Zahlen schon verdeutlichen. Allerdings gibt es auch viele Gruppen mit relativ wenig Aktivität bzw. mit wenigen Mitgliedern.
  • Mich interessiert vor allem digitales Marketing auf internationaler Ebene, internationales Social Media, E-Commerce und Content Marketing. Zu all diesen Themen habe ich sehr aktive Gruppen gefunden und bekomme ein Gefühl für Trends und habe eine Plattform gefunden, mich in dem Bereich selbst weiterzubilden. Ich sehe sie als qualitativ wertvolle Informationsquelle an.
  • Je nachdem was Sie anbieten, eignen sich Gruppen auch, um Online-Veranstaltungen zu bewerben. Ich rate aber immer dazu, sich nicht nur mit Eigenwerbung einzubringen sondern auch andere Beiträge zu kommentieren und fremde Inhalte zu teilen.
  • Laut LinkedIn erhalten Sie 4 x mehr Besuche auf Ihr Profil, wenn Sie sich regelmäßig in Gruppen einbringen. Das kann ich voll und ganz bestätigen. Je nachdem wie aktiv die Gruppe ist, spürt man die Veränderung. Da meine eigenen Blogartikel in deutscher Sprache erscheinen, ich selbst aber eher in englisch- bzw. französischen Gruppen unterwegs bin, poste ich nur selten in Gruppen.
  • Wenn Sie international bekannter werden möchten, rate ich, internationalen Gruppen beizutreten und häufiger eigene Inhalte in englischer Sprache zu verfassen. Je nachdem welcher Markt Sie interessiert und welche Sprachen Sie beherrschen, sind andere Sprachen auch sehr willkommen und zielführend im Rahmen der Internationalisierung.
  • In Europa sind die Top 5 Länder auf LinkedIn: UK, Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien. Entsprechend finden Sie auch viele Gruppen in deren Landessprache.
  • Auch wenn ich Mitglied von mehr als 30 Gruppen bin, schaue ich aus Zeitgründen nur in 3-5 Gruppen regelmäßiger rein. Ich rate jedem Nutzer, sich wenn immer möglich, für ca. 3 LinkedIn-Gruppen 2 x die Woche Zeit zu nehmen und dort aktiv zu sein. Das kann gleich am Morgen sein oder nach dem Mittagessen. Probieren Sie es aus!
  • Wussten Sie, dass Sie mit anderen Gruppen-Mitgliedern nicht vernetzt sein müssen, um Ihnen Nachrichten zu schicken? Sie können deren Inhalten folgen und auf dem Laufenden bleiben. In vielen Fällen sind das Meinungsführer, welche wichtige Kontakte für Sie darstellen können.

In einem kürzlich veröffentlichten Interview mit Viveka von Rosen, LinkedIN-Expertin, Bloggerin der Seite Linkedintobusiness, Autorin des Buches „LinkedIn Marketing: An hour a day“ und Consultant für größere Marken (bei Forbes ist sie als Top 20 Women in Social Media 2011-2014 gelistet) spricht sie über Ihre Erfahrungen mit LinkedIn-Gruppen.

Folgendes fand ich besonders interessant:

  1. Richtig gemanagt, kann es sich lohnen, wenn ein Moderator beauftragt wird, der täglich die Gruppe betreut und für neue Themen, Diskussionen und Antworten auf Fragen sorgt. Erfahrungsgemäß gibt es Gruppen, wo somit regelmäßig Kundenanfragen erhalten werden und sie somit ein perfektes Akquise-Mittel sind.
  2. LinkedIn-Gruppen sind nicht zum Verkaufen gedacht. Sie sind perfekt um Kontakte zu knüpfen und um eventuell später gemeinsam Geschäfte zu machen. Vorrangig sollten Sie schauen, dass Sie nützliche Informationen mit ihrem Netzwerk und den Gruppen-Mitgliedern teilen und im nächsten Schritt ihren Bekanntheitsgrad erhöhen. Dann kommt der Verkauf von ganz allein!
  3. Wenn Sie in einer Gruppe aktiv sind oder diese sogar moderieren, ist es ratsam, diese per E-Mail auf die neuen Themen aufmerksam zu machen. Ähnlich wie bei einem Newsletter, versenden Sie in regelmäßigen Abständen interessante Themen an Ihre Zielgruppe und erhöhen dadurch die Aktivität in der Gruppe.

Sie interessieren sich für LinkedIn um international bekannter zu werden? In meinem nächsten gratis Webinar verrate ich Strategien, wie Sie das selbst erreichen können. Hier finden Sie die aktuellen Webinar-Termine.

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Xing-Knigge bzw. wie man höflich mit seinen Kontakten umgeht

Ich bin seit 8 Jahren bei Xing, habe es mal mehr mal weniger genutzt und seit ca. 2 Jahren verbringe ich deutlich mehr Zeit da. Als Business-Netzwerk ist es im deutschsprachigen Raum unschlagbar und ich empfehle jedem dort ein Profil anzulegen. Für Unternehmen macht es Sinn, auch ein Unternehmensprofil einzurichten. Laut Statistik gibt es mehr als 12 Millionen Mitglieder.

Was mir allerdings auffällt, ist das es einige Unternehmer einfach mißbrauchen und die Vorteile der Plattform kaputt machen. Sie wissen sicher worauf ich hinaus möchte. Xing ist toll zum Kontakte knüpfen, sich austauschen, Aufträge generieren und einfach mit alten Kontakten in Kontakt zu bleiben. Aber: Jeder sollte sich höflich benehmen, so wie im normalen Leben auch und daher heißt es einiges beachten:

  1. Anzahl der Kontakte: Es gilt: Weniger ist mehr: Ich wundere mich immer wenn jemand Tausende von Kontakten hat. Natürlich gibt es Profi-Netzwerker, die es auf solch beachtliche Mengen bringen können und diesen Personen sogar schon die Hand geschüttelt haben, aber das sind Einzelfälle. Für mich gilt: Ich habe meine Kontakte persönlich kennengelernt bzw. über einen Zeitraum zusammen gearbeitet und korrespondiert. Anfrage von komplett Unbekannten bestätige ich eigentlich nicht. Ausnahmen hat es aber schon gegeben, sind aber nicht die Regel.
  2. Anzahl der Meldungen: Auch hier gilt: Weniger ist mehr: Mit mehr als 2-3 Meldungen am Tag fange ich an zu nerven und erreiche das Gegenteil. Keiner liest das was ich da schreibe. Also lieber wohlbedacht die Meldungen auf den Tag verteilt kommunizieren. Mal ein Link zu einem interessanten Artikel, zum eigenen Blog, einer Event-Ankündigung und die Aufmerksamkeit der Kontakte wird generiert. Lieber seltener empfehlen und überlegen, ob das die anderen wirklich interessieren könnte, dann kommt es einer echten Empfehlung einfach näher.
  3. Nutzung von Gruppen nur für Werbezwecke? Fehlanzeige! Ehrlich gemeinte Antworten bringen viel mehr, als wenn man den anderen ungefragt seine Dienstleistungen unterjubelt. Mit Antworten auf Fragen kann man seine Expertise darstellen, dem anderen wirklich helfen und seine Erfahrungen gewinnbringend mitteilen. Wenn es die Zeit erlaubt, macht das auch Spaß!
  4. Eventeinladungen nur an die Zielgruppe senden, die für das Thema in Frage kommt. Ich bekomme massenweise Anfragen zu Webinaren von Leuten, die ich nicht kenne. Ein Grund könnte sein, dass diese Events von den Gruppenmoderatoren an alle Mitglieder einer Gruppe gesendet werden. Auch hier, sollte man sich überlegen, ob weniger nicht mehr wäre und gezielt Leute auswählen, die etwas mit dem Event anfangen können.

Seit Mitte Oktober 2012 ist Xing Themen für alle Mitglieder und Besucher freigeschaltet. Das heißt, wenn Sie sich bei Xing mit Beiträgen und Kommentaren engagieren, dann erhöht dies ihre Sichtbarkeit bei Google. Das klingt doch spannend, vor allem für diejenigen die ein eigenes Blog haben. Mehr dazu gibt es auch hier und ich werde mich im nächsten Blog näher damit beschäftigen.