Internationale Suchmaschinen: Welches sind die Top 5 und wo werden sie genutzt?

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Ihr Online-Shop ist eingerichtet? Alles schaut ansprechend aus? Nun heißt es, ihn so aufzustellen, dass er von den Kunden im Ausland auch gefunden wird. Die Textinhalte sollten Suchmaschinen-optimiert werden. In den meisten Ländern ist Google vorherrschend und die richtige Wahl. Aber wie bei Social Media und anderen Marketing-Plattformen, gilt auch bei den Suchmaschinen, dass die Nutzungsweise in anderen Ländern anders aussehen kann. Nicht überall auf der Welt steht Google an erster Stelle. Für die Recherche der passenden Suchbegriffe/ Key-Wörter sollten Sie sich der Suchmaschinen bewusst sein, welche in Ihrem Wunschland in den meisten Fällen benutzt wird.

Laut dieser Statistik auf Returnonnow sind die folgenden Suchmaschinen nach dem Marktführer Google besonders wichtig bzw. zahlenmäßig am stärksten:

  • China: Baidu 62%
  • Japan: Yahoo Japan 53%
  • Russland: Yandex 62%
  • Südkorea: Naver 72%

Die Entwicklung der Marktanteile der 5 großen Suchmaschinen auf der Welt lässt sich hier bei NetMarketshare sehr genau verfolgen.

In meinem Artikel stelle ich die oben genannten großen Suchmaschinen kurz vor.

China: Baidu:

Die Suchmaschinen-Nutzung in China schaut laut einer Studie von CNNIC vom Dezember 2013 und einer Präsentation von Social Media Today wie folgt aus:

  1. 98% Baidu
  2. 43% 360
  3. 39% Google
  4. 35% Sogou
  5. 24% Soso
  • Baidu gibt es seit dem Jahr 2000 und bietet verschiedene Services für Webseiten, Audio-Files und Filme.
  • Die Suchmaschine bietet 57 Such- und Community-Services u.a. Baidu Baike, welches wie eine Enzyklopädie fungiert, ähnlich wie Wikipedia.
  • Damit Ihre Seite auf Baidu ge-indexed wird, sollte sie hier auf open.baidu.com eingetragen werden.
  • Welche Key-Wörter funktionieren gut auf Baidu? Hierzu empfiehlt es sich, Baidu Index oder das Baidu Live Keyword feed zu checken. Achten Sie darauf, dass Sie ihre Kampagne effektiv messen. Dabei kann Ihnen Baidu Analytics (Baidu Tongji) helfen.
  • Für alle, die sich intensiver mit Baidu beschäftigen möchten, gibt es hier auf Searchenginewatch.com hilfreiche Tipps und Fakten zur Suche mit Baidu. Sehr interessant sind auch diese Ausführungen zu den Unterschieden von Google und Baidu und konkrete SEO-Tipss für Baidu, wie sie auf Codethat.co.uk genauer betrachtet werden. Kurz zusammengefasst ist es so, dass Baidu Sie besser ranken wird, wenn die Webseite auf einem chinesischen Server gehostet wird.

Japan: Yahoo Japan:

  • Yahoo Japan Corporation wurde 1996 gegründet. Japanische Internet-Nutzer nutzen es für die Internet-Suche bzw. Informationsquelle. Desweiteren bietet Yahoo Japan Community-Services und E-Commerce-Dienstleistungen an. Es lässt vermuten, dass mit dem weiteren Zuwachs an mobilen Endgeräten, die mobile Suche mit Yahoo Japan noch zunehmen wird.

 

Russland: Yandex

  • Das Search Engine Journal hat 2013 die russische Internet-Welt näher analysiert und zeigt, dass Yandex von 53% der Nutzer verwendet wird. Gefolgt wird es von 36%, die Google nutzen und ca. 9% von Mail.ru.
  • Yandex.ru ist die populärste Seite in Russland und spiegelt die dominanteste Suchmaschine auf dem russischen Markt wieder.
  • Yandex hat seinen eigenen Pagerank genannt „Theme Citation Index“.
  • Eine wichtige Eigenschaft ist, dass Yandex sehr content-sensitive ist. Auch kleinere Änderungen können großen Einfluss auf das Ranking haben.

Südkorea: Naver

  • Hier handelt es sich um eine südkoreanische Suchmaschine und Webportal.
  • Laut Wikipedia hat Naver einen Marktanteil von 77% und ist somit der südkoreanische Marktführer, Google kommt hier nur auf ca. 4% der Suchanfragen.
  • Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird. Laut einem Economist-Artikel laufen 90% der südkoreanischen Smartphones auf Google Android wo Google schon als Default eingerichtet ist. Bisher hat Google aber nur einen Anteil von 15% am mobilen Search-Markt.

Bing:

  • Bei Bing handelt es sich um die Internet-Suchmaschine von Microsoft, welche im Juni 2009 offiziell vorgestellt worden ist.
  • Laut Statistik belegt Bing in vielen Ländern den 2. Platz nach Google, bleibt aber in den meisten Ländern im einstelligen Bereich. In den USA und Kanada gewinnt Bing mehr an Bedeutung. In den USA arbeiteten 2013 ca. 67% der Amerikaner mit Google und 18% mit Bing. Hier in Europa liegt der Anteil in UK bei 7%, in Schweden bei 5% und in Deutschland bei ca. 3%.
  • Zum chinesischen Markt gibt es auch noch eine weitere Besonderheit: Wie hier bei Golem beschrieben Bing zensiert dort die Suchergebnisse, so wie es von chinesischen Behörden verlangt wird.

 

Interessant ist es sicherlich, sich diese Zahlen in einem Jahr noch mal anzuschauen. Wie wird sich die Nutzung zugunsten von Bing verändern? Oder wird Google auch in den Ländern an Bedeutung gewinnen, wo derzeit andere Suchmaschinen vorherrschen?

Foto: Fotolia © Santiago Cornejo

10 Social Media Tipps für Selbständige

Ein Selbständiger ohne Internet-Präsenz: eigentlich nicht vorstellbar. Langjährige Unternehmer, welche in weniger Technik-affinen Berufen unterwegs sind, fangen an, sich neu aufzustellen, lassen sich eine Homepage einrichten und fragen sich, ob sie nicht auch „was mit Social Media machen sollten“. Dieser Wegweiser in 10 Punkten bringt Klarheit, egal ob Sie Ihr Geschäft gerade erst aufbauen oder schon lange dabei sind. Denn Sie wollen ja gesehen werden – im wahren und im virtuellen Leben!

  1. Acquise geht auch übers Internet. Vernetzten Sie sich auf Online Netzwerken wie Xing, Facebook oder Google+ mit Freunden, Bekannten, alten Kollegen, Geschäftspartnern und tauschen Sie sich aus. Stellen Sie sicher, dass Ihr Netzwerk erfährt, was Sie anbieten. Allerdings nicht nur im Internet. Telefonacquise, Messebesuche und Netzwerktreffen im realen Leben sind trotz Internet noch sehr effektiv.
  2. Nehmen Sie sich die Zeit und führen Sie ein Social Media Monitoring durch um zu erfahren, was über Ihre Marke schon in Foren, in Blogs, auf Facebook oder Twitter gesprochen wird bzw. prüfen Sie, wie sich Ihre Mitbewerber im Internet aufstellen. Kostenlose Monitoring Tools werden hier erklärt. Nur so erfahren Sie, ob ein Engagement in Social Media für ihre Branche überhaupt sinnvoll ist. Es beantwortet mit Sicherheit auch die Frage, welche Plattform für Sie geeignet ist und zu Ihrer Person und Zeitplan passt. Solch ein Monitoring ist zeitaufwendig: Hier kann ein Social Media Berater helfen und auch gleich eine Handlungsempfehlung für Ihr Unternehmen erstellen.
  3. In sehr vielen Fällen wird ein eigenes Blog empfohlen, da es ein prima Mittel zur Reputationssteigerung Ihres Unternehmens darstellt und Sie sich auf dieser eigenen Plattform auf Ihrer Homepage austoben können. Bei Facebook etc. müssen sie auf Änderungen und Richtlinien gefasst sein, die in manchen Fällen nicht in Ihrem Sinne sind. Was schreibt man in einem Blog? Nun, das was Ihre Kunden/ Zielgruppe interessieren könnte und wie Sie bieten ihr einen Mehrwert bieten können. Saisonale Angebote, Berichte aus der Unternehmenspraxis, Tipps für die Kunden sowie eine Meinung zu einer aktuellen Debatte aus Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft könnten erste Themen sein. Wenn es das Thema erlaubt, fügen Sie Bilder oder Videos hinzu, um das Blog noch anschaulicher zu gestalten. Hier sind viele Quellen aufgelistet wo sie nach Ideen bzw. Themen für Ihr Blog recherchieren können.
  4. Ein weiterer Weg sich im Social Web zu engagieren kann das Engagement auf Bewertungsportalen sein. Hier können Sie ihr Unternehmen eintragen und Referenzen erhalten. Dazu gehört z.B. Qype. Brancheneigene Portale gibt es sehr viele wie z.B. Tripadvisor für die Tourismusbranche oder Jameda für Ärzte. Widgets und Logos auf der eigenen Homepage können dafür sorgen, dass Ihre Kunden sehen, wie sie bewertet worden sind bzw. sie können selbst eine neue Bewertung abgeben. Wie mit Bewertungsportalten umgegangen werden kann, lesen Sie auch hier.
  5. Facebook: Die Social Media Plattform schlechthin. Im November 2012 wurden 25 Millionen dt. Nutzer registriert. Es gibt die Möglichkeit, neben einem privaten Profil ein Unternehmensprofil anzulegen und darüber mit den Kunden zu kommunizieren. Auch hier gilt es zu posten, was die Zielgruppe interessieren könnte und das regelmäßig. Das können sein: ein Link zu einem Artikel, ein Kommentar zu einem schönen Foto, Tipps und Tricks für die Kunden, ein neues Angebot, ein Link zum letzten Blogeintrag etc.
  6. Google+ wurde 2011 gelauncht und hat in kurzer Zeit eine sehr aktive Fanschar gewonnen. Verglichen mit Facebook tummeln sich aber noch deutlich weniger Nutzer auf dieser Plattform. Es lohnt sich aber, sich dort anzumelden und zu verstehen, wie das Netzwerk funktioniert.
  7. Ein toller und vor allem sehr schneller Service um Nachrichten, Blogartikel, Meinungen, einen Witz etc. zu verbreiten, ist Twitter. Sie finden neue Kontakte und können sich mit Gleichgesinnten sehr schnell und unproblematisch austauschen. Mein ABC für Twitter-Einsteiger hilft Ihnen, den Dienst besser zu verstehen.
  8. Wenn Sie eine Homepage für Ihr Unternehmen eingerichtet haben, prüfen Sie bitte, dass Sie auch ein Impressum haben. Tipps zum rechtssicheren Impressum gibt es hier: Sollten Sie eine Unternehmensfacebookseite einrichten, dann darf auch hier das Impressum nicht fehlen. Hier finden Sie eine Anleitung.
  9. Xing: ist die Business-Netzwerkplattform in Deutschland. Hier tummeln sich sicherlich viele alte Kollegen, Bekannte und ihre neuen Kontakte. Bei Xing sollten Sie ihr Profil mit Ihrer Biographie und Interessen sehr genau ausfüllen. Nutzen Sie auch die Möglichkeit, Neuigkeiten zu kommunizieren, Ihre Events anzulegen und Freunde dazu einzuladen. Sollten Sie bloggen, können Sie Ihre Artikel auch in Xing-Themen einpflegen und Aufmerksamkeit generieren.
  10. Und zu guter Letzt: Ihr Social Media Engagement kann auch zu Kritik aus der Öffentlichkeit führen. Bitte seien Sie darauf vorbereitet bzw. nehmen Sie es nicht persönlich. In sehr vielen Fällen überwiegen die positiven Erfahrungen und seien wir ehrlich: sogenannte Shitstorms kommen eher bei größeren Unternehmen zustande bzw. sind langfristig gesehen, nicht wirklich geschäftsschädigend gewesen. Kritik hilft, zu verbessern und das gehört zu Social Media dazu. Social Media kostet Zeit. Ich empfehle Ihnen, es zu einem festen Bestandteil in Ihrem Unternehmensablauf machen, so wie Sie täglich E-Mails checken oder Newsseiten lesen. Es gibt Möglichkeiten, sich die Arbeit zu vereinfachen und Social Media anschaulich darzustellen. Vielleicht hilft auch eine fachgerechte Beratung um effektiv in Social Media zu kommunizieren und langfristig Ihre Online Reputation zu verbessern.