Meine Buchtipps für lange Herbstabende

Die Abende werden wieder länger und was gibt es Schöneres als es sich auf dem Sofa bequem zu machen und zu lesen. Egal ob Sommer oder Winter, wenn ich es einrichten kann und Zeit zum Lesen finde, dann genieße ich das sehr. Die folgenden Bücher habe ich in den letzten Wochen mit Freude gelesen und sie haben mich in irgendeiner Weise inspiriert. Gerne gebe ich sie heute als Buchtipps für den Herbst weiter.

Quiet“ von Susan Cain

Ich gehöre selbst eher zu den introvertierten Menschen der Gesellschaft und habe mich in den Beschreibungen so oft wiedererkannt. Gewisse Verhaltensmuster konnte ich richtig gut nachvollziehen. Auch das Verhalten engerer Mitmenschen in gewissen Situationen, kann ich seitdem ich „Quiet“ gelesen habe, besser einordnen.

Besonders spannend fand ich die Studien mit Kindern und Jugendlichen, wie früh man eine Neigung erkennen kann und wie wichtig es ist, dass Introvertierte alleine und in Ruhe arbeiten dürfen. So habe ich an dem Tag beschlossen, dass das Erledigen der Hausaufgaben idealerweise doch im eigenen Zimmer und nicht am Familientisch passieren sollte. Ich verstehe auch, warum ich mich hier in meiner Selbständigkeit so wohl fühle und so gut alleine für mich arbeiten kann.

Eigentlich sollte jeder, egal ob extrovertiert oder introvertiert, dieses Buch lesen. Es hilft, andere Menschen besser zu verstehen und mit ihnen klarzukommen.

Lean in“ von Sheryl Sandberg

In meinen Augen, ein Muß für jede Frau, welche beruflich etwas erreichen möchte. Sheryl Sandberg schreibt als COO bei Facebook über ihre beruflichen Erfahrungen bei Google, ihre Schwangerschaften, welche sie als Führungsperson erlebt hat und welche Beobachtungen sie als weibliche Führungskraft machen konnte. Ihre Beschreibungen waren sehr sympathisch, leicht nachvollziehbar und haben mir Einblicke in eine Welt gegeben, die ich zwar kannte, aber nie so wahrgenommen habe. Ihre Beobachtungen über das weibliche Verhalten in Meetings, bei Konferenzen etc zeigen, wie anders wir sind und warum das Verhalten so oft dazu führt, dass Männer eher in Führungsrollen zu finden sind. Sie beschreibt, wie sich zumindest einige Barrieren umgehen lassen, um Frauen den Weg in die Führungsetagen zu zeigen. Ich rate jungen Frauen mit Karrierewünschen, sich das Buch genauer anzusehen. Es liest sich schnell und kann immer wieder zu Rate gezogen werden.

Der Elefantenflüsterer“, von Antony Lawrence und Graham Spence

Dieses Buch habe ich im Urlaub am Strand gelesen. Es war ein wunderbarer Ausflug in die Weiten Afrikas. Seit meiner Kindheit mag ich Elefanten sehr gerne. Seit einem Erlebnis in einem Zirkus vor vielen Jahren sehe ich allerdings das Halten in Zoos oder im Zirkus eher kritisch. Umso spannender fand ich diese ausführliche Beschreibung des Lebens mit Elefanten in einem Wildreservat wo sie in ihrem natürlichen Lebensumfeld leben dürfen. Die Erlebnisse mit den riesigen Säugetieren haben mir die Tiere noch viel näher gebracht und einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, dass Tiere in ihrer gewohnten natürlichen Umgebung leben dürfen. Fasziniert hat mich der enorme Aufwand, den das Halten dieser Tiere für den Reservats-Besitzer bedeutete, wie viel Zeit und Energie er verwendet hat, um diese wunderschönen feinfühligen Tiere zu halten und ihnen den Respekt zu geben, den die verdienen. Gerne würde ich mal eine solche Tour nach Afrika unternehmen um die sanften Riesen zu sehen und ihren Anblick genießen zu dürfen. Antony Lawrence schreibt sehr sympathisch, leicht verständlich, bei seinen ausführlichen, oftmals sehr spannenden Beschreibungen wollte ich das Buch kaum weglegen. Eine Szene mit dem todkranken Elefantenbaby hat mich zu Tränen gerührt und ich war regelrecht traurig, als ich mit dem Buch fertig war.

 

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