Zielgruppen kennenlernen: Umfragen auf LinkedIn

Ist es Ihnen aufgefallen? Im LinkedIn-Newsfeed gibt es neuerdings auch die Möglichkeit, Umfragen zu erstellen. Vor zwei Wochen war bei mir gefühlt jeder zweite Post eine Umfrage, weil wohl alle Nutzer lange auf die Funktion gewartet haben und sie gleich ausprobieren wollten.

Sie geht leicht von der Hand und ist in Sekunden erstellt.

Eckdaten zur Umfrage-Funktion

  • Frage: Maximal 140 Zeichen
  • zwei Alternativen, ja oder nein bzw. vier verschiedene Optionen sind möglich 
  • Antworten mit 30 Zeichen
  • Die Umfragedauer kann festgelegt werden: 1 Tag, 3 Tage, 1 Woche oder 2 Wochen
  • Sie können sowohl am Desktop als auch am Smartphone erstellt werden. 


Bestimmte Themen wie politische Meinungen, medizinische Informationen oder Fragen zu anderen sensiblen Daten, sind nicht erlaubt bzw. werden aller Wahrscheinlichkeit nach von LinkedIn gesperrt. Ehrlich gesagt möchte ich hier auch nur Umfragen zu beruflich relevanten Themen lesen. Die Frage nach dem Lieblingstier oder Eissorte hat auf LinkedIn nichts zu suchen. Umfragen zu beliebten Webinar-Uhrzeiten, Online-Formaten oder bevorzugten Online-Werbeformaten finde ich ganz interessant und nehme gerne daran teil. 

Wie lege ich eine Umfrage an?


Klicken Sie im Start-Menü (Haus-Symbol) auf „Beitrag beginnen“. Die folgenden Screenshots zeigen, wie das Formular aussieht und welche Informationen für die Umfragen benötigt werden.

  1. Unten links sehen Sie das Feld „Umfrage erstellen“:

Sie klicken darauf und gelangen direkt ins Umfrage-Formular:

Ich freue mich, dass es nun ein weiteres Tool auf LinkedIn gibt, um mit der Zielgruppe interagieren zu können. Und, wann posten Sie eine Umfrage? 

Welche Keywörter Sie in Ihrem LinkedIn-Profil verwenden sollten!

In meinen Artikeln zur Verbesserung von LinkedIn-Profilen ist sehr oft die Rede von den richtigen Keywörtern. Ihre Aufgabe ist es, mit den richtigen Begriffen in Ihrem Profil auch gefunden zu werden und es SEO-tauglich zu machen. Ihnen nützt das schönste Profilfoto und der best-formulierte Text nichts, wenn keiner nach den verwendeten Suchbegriffen sucht und Sie nicht gefunden werden.

In welchen Bereichen des LinkedIn-Profils sollten Keywörter auftauchen?

Um auf LinkedIn aufzufallen und bei anderen in den Suchergebnisse angezeigt zu werden, sollten Sie sich auf die Überschrift, die Zusammenfassung, Ihre Stationen der Berufserfahrung und die Interessen konzentrieren. Es ist auch sinnvoll, die Fähigkeiten zu sortieren und von Ihrem Netzwerk bestätigen zu lassen. Bitten Sie zum aktuellen und den vorhergehenden Jobs um Empfehlungen von Kollegen, Geschäftspartnern und Kunden.

Damit Ihr Profil auffällt, sollten Sie sicherstellen, dass Sie so viel wie möglich in Ihrem Profil ausfüllen und sich mit vielen Kontakten vernetzen und regelmäßig einbringen. Auf diese Art und Weise wird sich die Aussagekraft Ihres Profils auf „Superstar“ bzw. „Allstar“ steigern lassen.

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Wo erhalten Sie Informationen über Keywörter und gefragte Fähigkeiten für Ihr Profil?

Welche Begriffe verwenden Sie, wenn Sie Ihre Tätigkeit, Ihren USP (Unique Selling Point) beschreiben? Welche Begriffe tauchen in Kundengesprächen immer wieder auf? Welche Keywörter stehen in Ihrer Job-Beschreibung? Viele Unternehmen und LinkedIn-Nutzer kennen instinktiv die richtigen Begriffe und fügen sie ganz natürlich zu ihrem LinkedIn-Profil hinzu.

Um ganz sicher zu gehen und wenn mehrere Begriffe zur Auswahl stehen, können Ihnen verschiedene Tools im Internet oder Webseiten helfen. Lesen Sie weiter, wo Sie nach relevanten Keywörtern recherchieren könnten. Ein letzter Schliff erfolgt dann am besten indem Sie die Texte von einem guten Kollegen, Partner oder Freund gegenlesen lassen.

Google Trends

Um verschiedene Begriffe bzw. auch Job-Bezeichnungen miteinander zu vergleichen und zu schauen, welche derzeit besonders populär sind, kann Ihnen Google Trends helfen.  Sie geben einen Begriff in das Suchfenster ein und sehen, wie oft dieser Begriff benutzt wird. Dank der gezeigten Grafiken wird anschaulich gezeigt, wie sich der Gebrauch der Begriffe verändert hat. Sie können sich die Begriffe für verschiedene Zeitfenster anschauen und zum Beispiel die Nutzung eines Begriffes während der letzten Monate, in der letzten Woche oder im Verlaufe eines Jahres anschauen. Auch das regionale Interesse kann ermittelt werden. Ich kann herausfinden, ob ein Begriff in Deutschland besonders populär ist und wie gefragt er in Österreich ist.

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Branchen-Studien

  • Letztes Jahr startete LinkedIn eine Initiative mit Wladimir Klitschko unter dem Titel „Are you ready for tomorrow?“ Im Rahmen dieser Aktion wurde auch eine Bitkom-Studie aus dem Jahr 2015 veröffentlicht, welche aufzeigt, welche Fähigkeiten derzeit und in Zukunft besonders gefragt sein werden. Angeführt wird die Hitliste der Hard-Skills z.B. von Fähigkeiten wie Wissensmanagement, Datenanalyse- und Interpretationsfähigkeiten und Projektmanagement-Erfahrung. Immer gefragter werden Erfahrungen im Bereich Change Management. Dort wird in den nächsten 10 Jahren eine Steigerung von 10,8% verzeichnet werden. Bei den Soft Skills sind Cross-funktionale Fähigkeiten, Unternehmergeist und Führungskompetenz besonders interessant. Ebenfalls ist zu erkennen, dass interkulturelle Kompetenzen in den nächsten 10 Jahren noch stärker gefragt sein werden.
  • Die Top 25 der am meisten gesuchten IT- und technischen Fähigkeiten auf LinkedIn in Deutschland sind übrigens Cloud und Distributed Computing, Elektrotechnik und SEO/SEM Marketing, wie Sie hier auf iBusiness nachlesen können.
  • Aus der Studie  „The Future of Jobs“ des Weltwirtschaftsforums vom Januar 2016 geht hervor, wie stark sich die Ansprüche der Arbeitgeber in den nächsten Jahren ändern werden und welche Qualifikationen gefragt sein werden. Die 10 wichtigsten Fähigkeiten für das Jahr 2020 sind demnach Kooperation, Kritisches Denken, Personal-Management, Komplexe Problemlösungen, Kreativität, Emotionale Intelligenz, Service-orientiertes Denken, Kognitive Flexibilität, Urteilsvermögen und Entscheidungsfreudigkeit sowie Verhandlungsgeschick.
  • Es ist Ihnen überlassen, ob Sie Soft Skills in Ihr LinkedIn-Profil schreiben. Sie müssen nicht aufgeführt werden. Sie sollten sich aber bewusst sein, welche Fähigkeiten heute besonders gefragt und gesucht werden. Die Top 5 der gesuchten Soft Skills wurden hier von einer Personalvermittlungsagentur zusammengestellt. Schauen Sie, dass Sie diese im Rahmen des Bewerbungs-Anschreibens oder im Vorstellungsgespräch erwähnen und mit Beispielen untermalen.

Stellenausschreibungen Ihrer Branche

  • Recherchieren Sie nach den gängigen Begriffen in Stellenausschreibungen der Unternehmen Ihrer Wunschbranche. Sei es auf deren LinkedIn-Unternehmensseite bzw. deren Karriereseiten oder auf den großen deutsch-sprachigen Job-Börsen wie Stepstone.de oder Monster.de. Eine Auflistung der Top 15-Jobbörsen für den deutsch-sprachigen Raum finden Sie hier auf dem Online-Recruiting-Blog.
  • Wenn Sie international aktiv sind und mit den richtigen Begriffen in der anderen Sprache punkten möchten, empfiehlt sich auch ein Blick in die Job-Börsen der anderen Länder. Informieren Sie sich hier über die größten Job-Börsen in den europäischen Ländern sowie in Australien, Japan, Russland und den USA.
  • Wenn Sie im englischen Sprachraum nach Begriffen suchen, könnten die folgenden amerikanischen Nischen-Job-Boards hilfreich sein: 7 Job Boards To Find Your Dream Job.

Sie möchten sichergehen, dass Sie mit Ihrem LinkedIn-Profil gefunden werden? Sprechen Sie mich an, wenn Sie eine individuelle Beratung für Ihre LinkedIn-Ziele und Ihr Profil benötigen. Hier finden Sie einen Überblick über meine LinkedIn-Beratungen und Online-Trainings.

5 Gründe warum LinkedIn genau richtig für Sie ist – und nicht Facebook

Kennen Sie das auch? Ich treffe immer wieder auf Geschäftsleute, die mit Facebook nichts zu tun haben möchten. Sie suchen verzweifelt nach einer Möglichkeit, Online Marketing und Social Media zu nutzen, wollen aber auf keinen Fall auf Facebook aktiv werden. Häufig sind Vorurteile im Spiel, denn viele von ihnen haben Facebook weder privat noch beruflich ausprobiert. Bei vielen ist die Angst um die eigene Privatsphäre sehr groß.

Wir leben im Jahr 2015. Ein Leben ohne Social Media ist kaum noch vorstellbar. Nur ein winziger Prozentsatz von Bundesbürgern nutzt keinerlei soziale Netzwerke. Jeder der hin- und wieder Amazon-Rezensionen liest, kann zumindest schon zu den passiven Social-Media-Nutzern hinzugezählt werden.

Ich finde, dass heute jedes Unternehmen Social Media nutzen sollte, allerdings ist nicht jede Plattform für jeden geeignet. Jeder sollte sich genau informieren und prüfen, welches soziale Netzwerk zu ihm, seiner Branche und seinen eigenen Bedürfnissen passt. Es ist auch nicht notwendig, dass jeder auf jedem Netzwerk aktiv wird. Allein der Zeitaufwand dost immens, wenn Sie fünf oder mehr soziale Netzwerke intensiv betreuen möchten.

Wer online Netzwerken möchte und sich der Vorteile bewusst ist, sollte sich LinkedIn genauer ansehen. Es hat viel zu bieten, was Sie beruflich weiterbringen kann und was andere Netzwerke wie z.B. Facebook, Twitter oder G+ nicht bieten. Lesen Sie weiter, wenn Sie wissen möchten, was ich damit meine:

Wer hat sich Ihr Profil angeschaut

LinkedIn zeigt Ihnen an, wer Ihr Profil besucht hat. Sie können sehen, wie oft Sie neue Besucher haben, wer das ist, aus welcher Branche er kommt etc. Auf Facebook bekommen Sie all das nicht mit. Sie erhalten keine Analyse, wer sich Ihre Profil oder Ihre Fotos angeschaut hat.

Ganz anders bei LinkedIn: Als aktives Basis- oder Premium-Mitglied können Sie mit den Profilbesuchern in Kontakt treten und Ihr Netzwerk entsprechend auf qualitativ hochwertiger Ebene ausbauen.

LinkedIn-Mitglieder sind zahlungsfähig

Hier finden Sie Mitarbeiter aus DAX-Unternehmen, dem Mittelstand, sowohl aktive Selbständige. Wenn Sie Kontakte auf Manager- oder Direktoren-Level erreichen möchten, werden Sie diese eher auf LinkedIn als auf XING oder Facebook finden. National und natürlich international.

Das Durchschnittsmitglied verfügt über ein geregeltes Einkommen, wenn nicht, ist es auf der aktiven Suche nach einer neuen Herausforderung. Wenn Sie im B2B tätig sind bzw. hochpreisige wertvolle Dienstleistungen anbieten, sollten Sie Ihre Werbung auch da platzieren wo eine zahlungskräftige Kundschaft anwesend ist.

LinkedIn ist SEO-optimiert

LinkedIn und Google kommen sehr gut miteinander klar. Was heißt das? Die Suchfunktionen auf LinkedIn funktionieren ähnlich wie auf Google. Wenn Sie ein Business-Profil angelegt haben, wird dieses mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in der Google-Suche als erstes auftauchen, wenn man nach Ihnen gesucht hat. Ihr Ranking mit LinkedIn ist höher als mit einer Facebook-Seite. Daher empfehle ich Ihnen, Ihr Profil vollständig auszufüllen und unbedingt ein Businessfoto hinzuzufügen. In meinem Leitfaden erhalten Sie eine Schritt-für-Schritt-Erklärung für ein professionelles internationales LinkedIn-Profil.

LinkedIn ist im B2B unschlagbar

Sie sind im B2B tätig und möchten mehr Traffic auf Ihre Unternehmensseite generieren? Auf Facebook war die Resonanz bisher eher mittelmäßig bzw. schwach? Vermutlich ist Ihre Zielgruppe dort gar nicht oder nur privat aktiv und bevorzugt Urlaubsfotos aus dem Freundeskreis. LinkedIn ist nachweislich die Plattform für Ihre B2B-Themen. Wie in der Studie vom Content Marketing Institute nachzulesen ist, nutzen 94% der Marketing-Experten LinkedIn um Inhalte zu verteilen und ihrer Meinung nach ist es das effektivste Netzwerk für B2B Social-Media-Aktivitäten. Probieren Sie es aus!

LinkedIn ist das ideale Recherche-Tool

Stellen wir uns vor, Sie sind auf Jobsuche und möchten aktiv Informationen über das Unternehmen einholen, in welchem Sie sich bewerben möchten. Hier kann es sinnvoll sein, auch Mitarbeiter zu recherchieren und oftmals findet man diese nicht auf Facebook sondern nur in Business-Netzwerken wie LinkedIn oder XING. Sie können z.B. auf LinkedIn als „anonymer“ Besucher sich das Profil, den Ausbildungsweg der Mitarbeiter eines für Sie interessanten Unternehmens anschauen und ein besseres Gefühl für die Anforderungen in dem Unternehmen bekommen. Des Weiteren könnten Sie sich umschauen, ob die Mitarbeiter in Gruppen aktiv sind und deren Meinungen lesen und verstehen.

Der aktive Einsatz der „erweiterten Suche“ auf LinkedIn kann Sie zu den Kontakten bringen, die Sie weiterbringen. Mit einem Basis-Account bekommen Sie Zugriff auf 15 verschiedene Filtermöglichkeiten wie z.B. die Suche nach Stichwörtern, Namen, Positionen, Unternehmen, Ausbildungsstätten. Dank eines bezahlten Premium-Accounts bekommen Sie die Möglichkeit, Ihre Suche noch weiter einzuschränken und Sie erhalten mehr angezeigte Ergebnisse. So können Sie aktiv Kontakte suchen, sich über deren beruflichen Werdegang informieren und sich mit neuen oder alten Kontakten vernetzen.

Überlegen Sie sich genau, welches Ihre Ziele sind und finden Sie das richtige Netzwerk für Ihre Bedürfnisse. Wenn Sie auf LinkedIn durchstarten möchten, empfehle ich Ihnen mein Webinar am 5. August 2015 ab 13 Uhr. Ich werde u.a. ausführlich auf Möglichkeiten eingehen, wie Sie mit der aktiven Suche, die Kontakte finden, die Sie benötigen. Hier können Sie sich für das Webinar kostenfrei anmelden. 

Mit Geduld und Fingerspitzengefühl: So finden Sie die Influencer

Fernrohr

Mein Beitrag zur Blogparade

Bei meiner Tätigkeit geht es oft um die sogenannten Influencer im Social Web. Aus diesem Grunde, beschäftige ich mich heute im Rahmen der Blogparade von MonitoringMatcher mit diesem Thema. 

Laut Wikipedia ist der Begriff des Influencers erst ca. 2007 entstanden. Es handelt sich dabei um eine Person, die aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in den sozialen Netzen des Internets für das Marketing interessant wird. Das kann auch ein Sportler, ein Musiker, ein Politiker oder Unternehmer sein. Meist stehen diese Personen im Rampenlicht und sind auf einem bestimmten Gebiet ein Experte.

Wer sind die Influencer?

Während meiner Tätigkeit in der IT Branche haben wir bereits vor ca. 6 Jahren auch Influencer identifiziert. Da kamen neben den Journalisten, die bei Hardware-Online-Publikationen tätig waren, meistens Tech-Blogger als Influencer in Frage. Von einflussreich konnte 2008 noch nicht immer die Rede sein. Mit der Zeit haben sich einige von ihnen allerdings einen sehr bekannten Namen in der Szene gemacht. Generell kann man die Influencer in verschiedene Gruppen einteilen und sie sollten entsprechend individuell betrachtet werden:

  • Berühmtheiten wie Sportler, Künstler, Politiker mit hoher Reichweite welche sich den Service allerdings bezahlen lassen.
  • In der zweiten Gruppe, welche für PR und Marketing eine sehr wichtige Rolle spielen, sind die Experten und Meinungsführer eines spezifischen Themas zu finden.

Wie viele Besucher hat ein Influencer auf seinem Blog?

Das lässt sich so leicht gar nicht sagen. Es kommt auf die Branche und auf das Thema an. So können 500 Besucher sehr wenig sein, ist es aber eine Nische, die der Blog betreut, ist das schon beachtlich.

Wie findet man den Influencer?

  1. Online-Recherche: Mit Hilfe einer Liste von passenden Suchbegriffen wird in sozialen Netzwerken, durch Alerts und der Google-Suche nach den Meinungsführern Ausschau gehalten. Dieser Prozess ist relativ langwierig, wenn man sicherstellen möchte, dass die richtigen Leute identifiziert werden.
  2. Durch Nutzung von professionellen Social-Media-Monitoring-Tools wie z.B. Brandwatch oder Talkwalker. Dabei werden mit dem Monitoring-Tool Erwähnungen zu einem bestimmten Produkt, einem Thema oder einer Marke gesucht. Je nach Tool werden die Influencer dort anders bezeichnet. Bei Brandwatch sind es „Authors“. Sortiert nach unterschiedlichen Social-Media-Plattformen wie Blogs, Twitter, Foren etc lassen sich hiermit die Influencer identifizieren.

Ich persönlich finde es sinnvoll, die Influencer aus einem Mix aus beiden Recherche-Möglichkeiten zu identifizieren, die Ergebnisse sorgfältig zu prüfen und eine gewisse Zeit zu beobachten. Dieses „Monitoring“ erfordert etwas mehr Ausdauer, stellt aber eine bessere Qualität an richtigen Kontakten für ein Unternehmen dar.

Welche Fragen sollte man sich stellen, um einen Influencer zu identifizieren?

  • Wie oft schreibt er über das relevante Thema?
  • Wie groß ist seine Reichweite? Wie ist sein Alexa-Ranking, wieviele Fans auf Facebook, wieviele Twitter-Follower etc. hat er?
  • Wie groß ist seine Fach-Expertise? Eignet er sich wirklich für Ihr Unternehmen/ Ihr Produkt? Hier kann es auch lohnen, noch jemanden aus dem Unternehmen hinzuzuholen, der die Expertise des Meinungsführers/ Influencers besser einschätzen kann.
  • Ist er prominent? Handelt es sich um eine einflussreiche Persönlichkeit? Hier kann es heißen, dass seine Unterstützung für ein Unternehmen finanziert werden muss.

Laut dem Augure Influencer Marketing Survey von 2014 sollte man einem Influencer folgende Eigenschaften zuschreiben können:

  • 79% sagten, dass sie in der Lage sein sollten, ihre Meinung zu äußern und eine Reaktion auslösen sollten, wenn sie sich zu einem bestimmten Thema äußern.
  • 73% waren der Meinung, dass die Reichweite und die Größe der Community des Influencers eine wichtige Rolle spielt.
  • 62% spiegelt die Share of voice, also die relativ hohe Frequenz an eigenen Beiträgen in Diskussionen zu bestimmten Themen, wider.

Wer kontaktiert die Influencer?

Vor der Erstkommunikation steht die Beobachtungsphase/ das Monitoring. Es empfiehlt sich, ohne Eile, sondern lieber in Ruhe den Influencer eine Weile zu beobachten und mehrere Artikel zu lesen, um seinen Stil zu verstehen.

Mit diesen Vorkenntnissen über den Influencer, kann er individuell und persönlich kontaktiert werden.

Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass es einen festen Ansprechpartner für die Influencer gibt. Idealerweise ist es jemand aus PR/ Marketing im Unternehmen, der eine feste Strategie verfolgt und diese immer persönlich kommuniziert.

Was ich an der oben genannten Augure-Studie interessant finde: Bisher habe ich Influencer fast ausschließlich erstmals per E-Mail kontaktiert. So denken auch 66% der Studien-Teilnehmer. An zweiter Stelle steht mit 52% Twitter, was ich durchaus nachempfinden kann. An dritter Stelle steht das Kontaktieren über deren Blog. Obwohl Facebook das Top 1 soziale Netzwerk ist, steht es in diesem Falle zusammen mit G+ relativ weit hinten an.

 Foto: Fotolia © Luftbildfotograf