Wie Sie in wenigen Schritten einen eigenen Blogartikel auf LinkedIn posten

Sie haben schon viel von LinkedIn-Publishing gehört und möchten nun selbst ausprobieren, einen Beitrag zu posten?

Ein eigener Blogartikel erscheint direkt in Ihrem LinkedIn-Profil unter „Artikel und Aktivitäten“ und ist ein weiterer Weg, um seine Expertise auf dem Business-Netzwerk LinkedIn zu zeigen. Sie möchten wissen, wie solch ein Beitrag aussehen kann? Hier sehen Sie meinen Beitrag zu den Privatsphäre-Einstellungen auf LinkedIn bzw. einen Artikel über Technologie, die Kultur und das Frühstück aus meiner Timeline.

Grundlagen zum Veröffentlichen von Artikeln auf LinkedIn

Wenn auch Sie das Publizieren auf LinkedIn ausprobieren möchten, empfehle ich das regelmäßige Posten, wie z.B. einmal im Monat oder häufiger. Idealerweise setzen Sie sich, wie bei anderen Social-Media-Aktivitäten, ein Ziel und planen mehrere Beiträge im Voraus. Blogartikel auf LinkedIn sollten keine Werbung sein. Sie sollten einen Nutzen für Ihre Kontakte bzw. Ihr erweitertes Netzwerk (also Ihre Follower) darstellen. Ich sehe häufiger Beiträge, welche nur aus wenigen Sätzen oder einem Zitat bestehen und dann auf ein Angebot verlinken. Das ist kein Blogartikel. Es ist Werbung! Damit werden Sie auf LinkedIn nicht wirklich erfolgreich sein. Wenn Ihr Beitrag einen echten Nutzen für Ihre Kunden transportiert, können Sie am Ende auf ein aktuelles Angebot, Kontaktdaten oder Ihre Webseite verweisen. Ich halte es für sehr wichtig, dass der werbende Faktor niemals im Vordergrund steht.

Worauf sollten Sie noch achten?

  • Verwenden Sie aussagekräftige, professionelle Bilder. Nehmen Sie Bilder, die zu Ihrer Branche und Ihren Themen passen. Wenn Sie Bildmaterial anderer Quellen benutzen, denken Sie bitte an die Urheberrechte und entsprechende Vermerke.
  • Verwenden Sie kurze, spannende und aussagekräftige Überschriften. Die Leser sollen auf Ihren Artikel neugierig gemacht werden. Besonders beliebt sind Beiträge, die mit „How to“ im Englischen bzw. „Wie“ im Deutschen starten. Probieren Sie das mal aus!
  • Es heißt, dass längere Artikel mehr Aufmerksamkeit bekommen als die kurzen Beiträge. Es heißt, dass die ideale Länger bei ca. 1900-2000 Zeichen liegt.
  • Posten Sie Ihren Beitrag unbedingt auch auf anderen Social-Media-Kanälen, wie Twitter, Facebook und XING. Auch in Gruppen sozialer Netzwerke könnten sie gut ankommen. Dies und die eigene regelmäßige Aktivität auf LinkedIn sorgen für die Reichweite Ihrer Beiträge.

So erstellen Sie Ihren Artikel für LinkedIn:

  • Erstellen Sie den Artikel in einem Word-Dokument und führen Sie die Rechtschreibprüfung durch.
  • Gehen Sie auf LinkedIn, und klicken ganz oben im schwarzen Balken auf das Haus. Das ist Ihr Start-Menü.
  • Als Nächstes klicken Sie oben in der Mitte auf „Artikel schreiben“ und Sie werden auf ein Formular weitergeleitet, über welches Sie Ihren Blogartikel bearbeiten und dann veröffentlichen können.

  • Über den folgenden Link landen Sie direkt auf dem Formular für den neuen Artikel: https://www.linkedin.com/post/new.
  • Beitrags-Foto hinzufügen: Jetzt können Sie mit einem Klick auf das Symbol mit dem Pluszeichen ein geeignetes Foto für Ihren Artikel hinzufügen. Es sollte den Wunsch-Maßen von 552 x 368 pixel entsprechen (Stand Dezember 2017). Leider kann es passieren, dass in der Voransicht, also in der Ansicht, wie Ihre Kontakte es in der Timeline angezeigt bekommen, Teile des Bildes abgeschnitten werden. Bevor Sie auf das finale „Veröffentlichen“ klicken, sollten Sie die Bildansicht überprüfen und das Bild ggf. anders zuschneiden.
  • Als Nächstes kopieren Sie Ihre Überschrift in das Formular.
  • Direkt darunter kann der komplette Text Ihres Beitrages eingefügt werden.
  • Beim Klick auf das viereckige Symbol mit dem Plus-Zeichen können Medien wie Fotos, Videos, Verlinkungen oder Präsentationen hinzufügt werden. Machen Sie ruhig Gebrauch davon und posten weitere Bilder in Ihren Beitrag. Laut LinkedIn sollten diese im Dateiformat JPG, GIF oder PNG und nicht größer als 10 MB sein.
  • Um den Text anschaulich zu halten, sind verschiedene Formatierungen möglich:
    • Überschriften
    • Fettgedruckte, kursive Schrift
    • Nummerierungen und Aufzählungen
    • Einfügen von Zitaten
    • Verlinkungen/ Hyperlinks

Sie können bestimmen, wann der Beitrag gepostet werden soll. Beim Redigieren wird immer die aktuellste Version gespeichert. Posten Sie den Beitrag zu einem späteren Zeitpunkt, wenn idealerweise viele Mitglieder aktiv sind. Sie gelangen zu den Entwürfen Ihrer Beiträge, indem Sie auf diesen Link klicken und dann rechts unter „Mehr“ auf „Entwürfe“. Wenn der Artikel geteilt werden soll, klicken Sie ganz rechts auf den blauen Kasten „Veröffentlichen“.

Mit regelmäßigen und gut geschriebenen Beiträgen können Sie Follower sammeln. Ihre direkten Kontakte sind automatisch Follower Ihrer Beiträge, aber auch „Fremde“ können Ihre Artikel abonnieren bzw. Ihnen folgen. Sie möchten herausfinden, wer Ihnen bereits folgt? Das finden Sie über diesen Link heraus. Die gleiche Zahl wird auch angezeigt, wenn Sie in Ihr Profil in den Bereich „Artikel und Aktivitäten“ gehen.

Leider erhalten Ihre Kontakte seit kurzem keine Mitteilungen mehr über die neu publizierten Beiträge. Sie können daher nur hoffen, dass Ihr Beitrag bei Ihren Kontakten/ Ihrem Netzwerk in der Timeline erscheint. Ob das wirklich klappt, hängt von vielen Faktoren ab, welche Einfluß auf den LinkedIn Content-Algorithmus haben. Diesem Thema werde ich mich bei Gelegenheit in einem separaten Beitrag widmen. Das Engagement des eigenen Netzwerkes spielt dabei eine große Rolle und Sie sollten auch etwas Geduld mitbringen.

Neu: Die LinkedIn Publishing-Funktion für deutsch-sprachige Autoren

Seit dem 1. September 2015 haben auch deutsch-sprachige, französisch- und portugiesisch-sprachige LinkedIn-Nutzer die Möglichkeit, eigene Long-Form-Artikel zu publizieren. Per E-Mail wurde jeder Nutzer informiert, dass diese Funktion nun freigeschaltet ist. Zuvor hatten nur ausgewählte und englisch-sprachige Nutzer Zugang zu dieser Funktion. Ich habe schon seit einiger Zeit auf diesen Tag gewartet.

Meinen ersten Artikel auf LinkedIn, in welchem ich über die 7 Fakten von LinkedIn-Unternehmensseiten geschrieben habe, habe ich am Donnerstag, den 1. Oktober online gestellt. Schauen Sie einfach mal rein, damit Sie wissen, worüber ich hier spreche.

Warum sollten auch Sie sich mit dem Autoren-Publishing beschäftigen?

  • LinkedIn ist bereits eine riesige Publishing-Plattform mit mehr als 3 Millionen Fachbeiträgen. Die Mitglieder suchen über diese Artikel den Austausch mit Gleichgesinnten und können sich auf diese Weise weiterbilden. Neben den Gruppen, den Unternehmensseiten und dem eLearning-Bereich ist die Publishing-Plattform auf LinkedIn eine riesige Nachrichtenseite mit Beiträgen von Meinungsführern aus aller Welt. Um Ihre persönliche Marke aufzubauen und deren Bekanntheitsgrad zu steigern, sollten Sie sich mit regelmäßigen Artikeln einbringen um mit Ihrer Zielgruppe bzw. Gleichgesinnten in Kontakt zu treten.
  • Die Artikel können, wie auf anderen Social-Media-Kanälen geliked und kommentiert werden. Oftmals entstehen dadurch neue und interessante Diskussionen und Sie können Ihre Reichweite steigern.
  • Dank der Statistiken zu den Artikeln können Sie ablesen, was gut oder schlechter ankommt und Sie erfahren mehr über Ihre Leserschaft. Sie erhalten z.B. Informationen wie die Branche, die Jobs und den Standort Ihrer Leser. Um Ihr Netzwerk zu erweitern, könnten Sie den Lesern Ihrer Artikel auch folgen.

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  • Die Beiträge werden bei Ihnen im Profil angezeigt. Direkt unter dem Bereich mit den Hauptinformationen, werden die Artikel eingeblendet. Wer auf Ihr Profil klickt, sieht, wie aktiv Sie sind und bekommt sofort interessante Themen zum Weiterlesen präsentiert. Auf den ersten Blick erhält man Einblicke in Ihre Expertise.
  • In meinem Profil schaut das seit letzter Woche so aus und weitere Beiträge werden folgen. LinkedIn zeigt im Profil immer drei Beiträge nebeneinander an. Damit auch mein Profil vollständiger wirkt, werde ich bald zwei weitere Beiträge veröffentlichen.

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Darauf sollten Sie bei den Long-Form-Artikel achten:

  • Schreiben Sie regelmäßig. Setzen Sie sich wie für andere Social-Media-Aktivitäten ein Ziel und planen anhand eines Kalenders die nächsten Artikel.
  • Verwenden Sie aussagekräftige, professionelle Bilder. Experimentieren Sie nicht mit Partybildern oder Schnappschüssen des letzten Wochenendtripps. Nehmen Sie Bilder, die zu Ihrer Branche und ihren Themen passen. Wenn Sie Bildmaterial anderer Quellen benutzen, denken Sie bitte an die Urheberrechte und entsprechende Vermerke.
  • Verwenden Sie kurze, spannende und aussagekräftige Überschriften. Die Leser sollen neugierig auf Ihren Artikel gemacht werden.
  • Die Artikel können formatiert werden. Gestalten Sie sie übersichtlich, mit Zwischenüberschriften und verschiedenen Schriftgrößen.
  • Die Artikel können über Social-Media-Share-Buttons geteilt werden. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um mehr Aufmerksamkeit auf Ihre Artikel zu lenken.
  • Verwenden Sie Schlagworte. Meinen ersten Artikel habe ich z.B. mit den Schlagworten „LinkedIn Training“, „LinkedIn Marketing“ und „B2B Marketing“ versehen.
  • Fügen Sie ein passendes Artikelbild hinzu. Achten Sie auf ein seriöses Bild, welches den Inhalt des Artikels noch unterstreicht. Es sollte idealerweise 700×400 Pixel groß sein.
  • Sie dürfen weitere Bilder in den Artikel einfügen. Laut LinkedIn sollten diese im Dateiformat JPG, GIF oder PNG und nicht größer als 10 MB sein.

So geht’s:

Oberhalb Ihrer LinkedIn-Timeline sieht es seit kurzen so aus:

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Klicken Sie auf „Beitrag veröffentlichen“ und ein Formular öffnet sich:

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Als Nächstes füllen Sie das Blogartikel-Formular entsprechend aus. Damit der Artikel unter bestimmten Schlagwörtern gefunden wird, sollten Sie am Ende des Artikels das Feld mit den Schlagwörtern/ Tags ausfüllen. Prüfen Sie den Artikel auf Fehlerfreiheit und schon kann er auch veröffentlicht werden.

Haben Sie schon Artikel über das LinkedIn-Publishing veröffentlicht? Schreiben Sie mir, welche Erfahrungen Sie gemacht haben!