Machen Sie noch diese Fehler im B2B Online Marketing?

Inzwischen gibt es viele Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von Social Media im B2B-Marketing. Einige Unternehmen haben sich in den letzten Jahren eine riesige Community aufgebaut und zeigen, dass Social Media und B2B sehr gut zusammenpassen. Das eine oder andere Unternehmen im B2B-Sektor tut sich allerdings noch immer etwas schwerer.

Steht das Management hinter den Aktivitäten? Nutzt es die Social-Media-Kanäle bereits selbst? Wenn ja, ist das bereits eine hervorragende Grundlage. Warum sich die Erfolge allerdings noch immer nicht überall zeigen, zeigen die folgenden häufigen Fehler von Unternehmen aus dem B2B-Bereich:

1. Sie setzen auf das falsche Pferd oder nutzen zu wenig Kanäle

Welche Kanäle spielen im B2B eine besondere Rolle? Neben einer Vielzahl an Statistiken werden hier LinkedIn, Twitter, Facebook, Youtube und Slideshare als die bedeutendsten B2B-Social-Media-Kanäle aufgeführt. Jedes Unternehmen sollte für sich selbst entscheiden, welche Kanäle am besten zur Zielgruppe und den Unternehmensthemen passen. Ganz wichtig ist die Homebase, ein eigener Corporate Blog. Dieser sollte als Zentrale dienen und über die Community der verschiedenen Social-Media-Kanäle neue Leser anziehen.

2. Sie haben zu wenig neuen Content

Egal ob Sie sich neben Ihrem Corporate Blog und einem E-Mail-Newsletter für nur eine Social-Media-Plattform oder mehrere entschieden haben: Sie brauchen immer wieder neue interessante Inhalte. Sie sollten in Ihre Marketing-Planung einbeziehen, dass im Laufe des Jahres regelmäßig Blogartikel und Videos veröffentlicht werden. Legen Sie nicht nur einen tollen Start mit Videos und Artikeln hin, sondern bleiben Sie langfristig dran. In größeren Abständen sind White Paper und Checklisten interessante Inhalte für Ihr B2B-Marketing-Erfolg. Wie Sie in dieser Präsentation auf slideshare sehen, sind das Blogging, Social Media und der Einsatz von Case Studies der erfolgreichste Content im B2B-Sektor.

3. Die LinkedIn-Unternehmensseite schaut aus wie eine Werbeseite

Neben den persönlichen Profilen auf LinkedIn, haben Sie die Möglichkeit, eine LinkedIn-Unternehmensseite aktiv in die Online-Marketing-Aktivitäten zu integrieren. Vermeiden Sie allerdings, nur Material über Ihr Unternehmen dort zu posten. Neben Fotos, Videos und Blogartikeln aus Ihrem Hause sollten Sie auch Blogartikel, News-Seiten, Videos von anderen Unternehmen, Geschäftspartnern und Branchen-Experten posten. Die Strategie, dass auf der Unternehmensseite nur eigene Inhalte gepostet werden, geht in einer Welt, wo Geben vor Nehmen kommt, leider nicht auf. Überlegen Sie sich, welchen Nutzen Sie Ihren Lesern liefern und welche Inhalte von anderen Anbietern Sie regelmäßig posten könnten.

4. Sie posten zu selten auf der Unternehmensseite

Eine Meldung pro Woche ist zu wenig. Gerade weil eine Unternehmenseite auf LinkedIn von mehreren Personen des Unternehmens als Administrator betreut werden kann, sollten Sie auch davon Gebrauch machen. Finden Sie Ansprechpartner in PR, Marketing, Produktmarketing und HR, welche sich die Aufgabe teilen bzw. koordinieren, so dass täglich ein Status Update auf LinkedIn gepostet wird. Eine LinkedIn-Unternehmensseite ist ideal, um Einblicke in den Unternehmensalltag zu gewähren. Lassen Sie daher auch Mitarbeiter zu Wort kommen und geben der Seite ein ansprechendes Bild, indem Sie mit Fotos und Videomaterial arbeiten.

5. Sie involvieren ihr Team zu wenig in Ihre Social-Media-Aktivitäten

Vertrauen Sie Ihrem Team und lassen sie dieses pro-aktiv in Social Media agieren. Die Grundlage sollten Social Media Guidelines und das richtige Gespür für wertvolle Inhalte sein. Letzteres ist weniger wichtig, wenn Sie die Themen, welche Ihr Team teilen sollte, vorab koordinieren. Das spart Zeit und vermeidet Fehltritte bezüglich „falscher“ Themen. Wenn Sie diese Tipps befolgen, können Ihre Mitarbeiter einen wichtigen Beitrag für Ihr Unternehmensmarketing leisten. Besonders geeignet sind hierfür die persönlichen Profile Ihrer Mitarbeiter auf LinkedIn. Damit sie als professionelle Markenbotschafter auftreten, empfehle ich, die Profile zu überarbeiten. Einige hilfreiche Tipps erhalten Sie hier in meinem Leitfaden für ein professionelles LinkedIn-Profil.

 

Sie sind im B2B-Marekting tätig? Welche Kanäle betreuen Sie für Ihr Unternehmen? Welches sind Ihre Erfahrungen? Ich freue mich über Ihre Erfahrungsberichte hier im Blog.

 

 

Kommunikation zwischen Bloggern und Unternehmen: Was wir von den Franzosen lernen können

Briefmarken und Poststempel aus Frankreich

Bloggen und Frankreich sind ein großes Thema. Dank der Agentur Outil du Web wurde 2013 eine Umfrage unter 150 großen und einflussreichen Blogs in Frankreich durchgeführt welche interessante Fakten über die französische Bloggerlandschaft liefert. So gibt uns diese Einblicke in die Kommunikation zwischen den Unternehmen und den Bloggern.

Die Ergebnisse sind in dieser schönen Infografik dargestellt worden.

Wie sieht sie aus die französische Blogosphäre? 

Die Mehrzahl, nämlich 51% der französischen Blogger ist zwischen 25 und 34 Jahren jung. Danach folgen die 35-44-jährigen mit 22%. Zwischen den Geschlechtern ist das Verhältnis recht ausgewogen: 53% der Blogger sind weiblich, 47% sind männlich.

Am meisten, also 28% sind Blogs zum Thema Mode und Schönheit verbreitet, diese werden mit 18,2% von den High-Tech-Blogs gefolgt.

14% der Blogs zählen monatlich mehr als 100.000 Besucher, während 39% weniger als 10.000 Besucher im Monat haben.

Da die Blogosphäre in Frankreich sehr gut ausgeprägt ist, haben die Unternehmen das Potential der Blogger für Ihre PR bzw. Marketing-Aktivitäten entdeckt.

Wie gehen die Unternehmen dabei vor bzw. wer kommuniziert mit den Bloggern? 

  • 51% werden von PR Agenturen kontaktiert
  • 24% von Marketing-Agenturen und
  • weitere 24% von den Marken selbst.

Einige Blogger sind extrem begehrt, so haben 11% angegeben, dass sie 41 Mal in der Woche von Marken kontaktiert worden sind. Bei 50% der Blogger waren es 1-5 Mal pro Woche.

Diese Anfragen scheinen recht erfolgreich zu sein. Immerhin, 91% der Blogger haben schon mindestens einmal einen Artikel aufgrund einer Unternehmensanfrage geschrieben.

Was sind die Beweggründe der Blogger?

  • 82% der Blogger interessieren sich ohnehin für das Produkt/ die Marke.
  • 53% haben eine gewisse Markenaffinität und
  • 50% freuen sich über die Möglichkeit, ein Produkt zu testen.
  • Relativ weit hinten steht hier das eventuelle Sponsoring seitens der Unternehmen mit ca. 36%.

Was sind die Beweggründe seitens der Unternehmen?

Laut der Befragung der französischen Blogger zählt hier:

  • zu 82% die Sichtbarkeit innerhalb einer bestimmten Zielgruppe und
  • zu 50% die Glaubwürdigkeit der Blogger.
  • 45% gaben an, dass es die Expertise des Bloggers im jeweiligen Themengebiet ist, was die Unternehmen dazu verleitet, mit den Bloggern in Kontakt zu treten.

Irgendwie klingt das alles fantastisch. Laut der Umfrage sind allerdings 1/3 der Blogger mit der Art und Weise wie sie von den Unternehmen bzw. Agenturen kontaktiert werden, nicht zufrieden.

Was können die Unternehmen also noch bei Ihrer Kommunikation mit den Bloggern verbessern?

  • Sie sollten noch zielgerichteter die Blogs für Ihre Aktivitäten auswählen (74%)
  • 70% der Blogger gaben an, dass die Kontaktaufnahme personalisierter erfolgen sollte und
  • 37% ihre Anliegen klarer formulieren sollten.
  • Von 15% wurde angegeben, dass mehr auf Höflichkeit geachtet werden sollte.

An die Blogger unter Ihnen: Sind Sie schon von Unternehmen oder Organisationen kontaktiert worden und wie waren da Ihre Erfahrungen? Oder anders: Worauf haben Sie als Unternehmen oder Agentur bei der Kommunikation mit Bloggern bisher besonders geachtet?

 

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