Welches Business-Netzwerk nutzen Geschäftskontakte aus Spanien?

Die Spanier lieben Social Media, insbesondere Facebook, Youtube und Twitter. Wenn Sie häufiger mit spanischen Geschäftsleuten zu tun haben, kommt LinkedIn recht schnell ins Gespräch. Laut meiner Recherchen finden wir auf LinkedIn deutlich mehr Spanier als Deutsche. Je nach Berufsgruppe  können das sogar mehr als doppelt so viele Spanier als Deutsche sein. Der Grund dafür ist, dass wir hier in Deutschland noch XING, das deutsch-sprachige Business-Netzwerk haben.

Julia Schwertfeger ist Geschäftsführerin von Schwertfeger & Martinez Santos GbR, einer Unternehmensberatung, welche vor allem spanische Unternehmen im Rahmen der Expansion nach Deutschland berät. Vorrangig ist sie für das E-Business Consulting, die Durchführung von interkulturellen Trainings und das Online-Marketing verantwortlich. Julia war so freundlich und hat mir einen kleinen Einblick in ihre Beobachtungen des spanischen Marktes und dessen Online-Kommunikationsverhalten gegeben.

Was sind Deine Beobachtungen zum spanischen Markt und wie wird LinkedIn dort genutzt?

Julia Schwertfeger: Im Prinzip ganz ähnlich wie bei uns in Deutschland wird LinkedIn genutzt, um nach Kooperationen und neuen Partnern zu suchen und um Promotion in eigener Sache zu machen. Des Weiteren wird es auch für die aktive Jobsuche genutzt und um sein neues und altes Netzwerk zu aktivieren.

Im Gegensatz zu XING, wo ich eine gute Durchmischung der Kontakte und Branchen feststelle, sind es in LinkedIn vorwiegend Kontakte aus digitalen/ technologischen Bereichen oder Export.

Mit wie vielen Spaniern bist Du ungefähr vernetzt?

Derzeit sind es ca. 100 Kontakte.

Finden sie Dich oder gehst Du pro-aktiv auf sie zu?

Julia Schwertfeger: Ich gehe eher auf sie zu. Egal ob männlich oder weiblich.

Bei XING kommen viel mehr Menschen auf mich zu, weil ich bspw. In einer Gruppe etwas kommentiert habe. Dies passiert mir bei LinkedIn nicht so häufig (bei englischsprachigen Gruppen aber auch nicht!).

Seit wann bist Du selbst ein Mitglied bei LinkedIn?

Seit Januar 2010.

Gibt es etwas besonders Typisches am Verhalten der spanischen Geschäftsleute in internationalen Business-Netzwerken, was Du uns hier noch mitteilen kannst?

Julia Schwertfeger: Im direkten Kontakt ist die Business-Etiquette ganz anders in Spanien als bspw. In Deutschland: Man duzt sich, hält Smalltalk und kommt dann langsam zum Geschäftsteil. Hier in Deutschland läuft es ja genau andersherum: Üblicherweise siezt man sich. Erst kommt das Geschäftliche und dann gerne auch Smalltalk.

In Spanien ist die Begrüßung mit Wangenkuss (bei Männern und Frauen) auch bei Fremden bzw. neuen Business-Kontakten üblich.

Auf LinkedIn spiegelt sich dieses Verhalten nicht wieder, hier ist man eher reserviert. Spanier sind definitiv eine Spezie, die den direkten Kontakt braucht, um sich wohlzufühlen. Online wenden sie diese Zwanglosigkeit nicht an.

Kommunizierst Du auf Englisch oder auf Spanisch?

Julia Schwertfeger: Ich kommuniziere mit den Spaniern natürlich auf Spanisch, mit den Katalanen auf Katalanisch. Alle anderen Kontakte sind englisch- oder deutschsprachig.

Gäbe es eine Chance, mit den spanischen Geschäftsleuten gute Kooperationen aufzubauen, wenn Du nicht so gut Spanisch könntest? Worauf sollte man dann besonders achten?

Die Geschäftsleute „ticken“ je nach Branche sehr unterschiedlich. In digitalen oder technologischen Bereichen ist es leichter und eher akzeptiert auf Englisch zu kommunizieren, während die traditionellen Branchen und kleine Unternehmen nur in ihrer Landessprache kommunizieren. Die Firmengrösse ist ein wichtiger Faktor. Ebenso ist entscheidend, ob man etwas kaufen oder verkaufen möchte. Von Exportabteilungen, die verkaufen wollen, wird man oft auf Englisch angeschrieben, telefonischer Kontakt ist aber wieder schwieriger. Will man etwas verkaufen, ist die Landessprache definitiv wichtig, und noch wichtiger als bei uns, um Vertrauen aufzubauen.

Je nach Region sind die Firmen oft zu 70% Familienbetriebe und es ist extrem schwer hier anzuknüpfen bzw. das Vertrauen zu gewinnen. Hier ist man auf Empfehlungen angewiesen.

Vielen Dank für Deine Offenheit und die interessanten Antworten.

Wer häufiger mit Spaniern zu tun hat, sollte sich m.E. Nach damit beschäftigen und das Profil in beiden Sprachen anlegen. So sieht der Spanier auf den ersten Blick, in welchem Bereich Sie tätig sind. Wie wir gelernt haben, freut sich der Spanier, wenn er in seiner Landessprache angesprochen wird. Hier erfahren Sie, wie man ein mehrsprachiges Profil auf LinkedIn anlegen kann.

Ergänzung:

Einen guten Überblick über die Social-Media-Nutzung der Spanier gibt es in folgendem Beitrag auf LinkedIn:

  • Besonders beliebt sind Facebook und WhatsApp.
  • 75% der 16-55-Jährigen nutzen das Internet mindestens einmal in der Woche.
  • LinkedIn wird pro Woche im Durchschnitt ungefährt 1 h 23 Min genutzt. Der Durchschnittswert für alle Netzwerke liegt bei 2,57 h.
  • Das Folgen von Influencern steht im Vordergrund, 85% der Nutzer folgenden den Meinungsführern
  • Die Zahl der Kunden, die Social-Media-Netzwerke von Unternehmen nutzen, um den Kundenservice zu kontaktieren, nimmt weiter zu.
  • Themen wie Kultur, Technologien und Mode werden besonders gerne online diskutiert

 

Fotos: Julia Schwertfeger, pixabay

„Online-Kommunikation in Brasilien: WhatsApp ist Ersatz für die Visitenkarte”

Ein Ziel meiner Artikel ist es, über die unterschiedlichen Online-Kommunikationsverhalten in anderen Ländern zu berichten. Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, ein interessantes Gespräch mit Ute Klingelhöfer, einer Social-Media-Kollegin aus Karlsruhe zu plaudern. Sie war in Brasilien als digitale Nomadin unterwegs und erzählt uns hier von ihren Eindrücken:

Hallo Ute. Erzähl doch bitte kurz etwas über Dich, Deine Tätigkeit als Social Media Beraterin in Karlsruhe und warum wir heute über das Thema „Social Media in Brasilien“ sprechen.

Hallo Friederike, erst einmal danke für dein Interesse und die Möglichkeit, mich hier vorzustellen. Mein Job als Social Media Beraterin erlaubt es mir, von verschiedenen Orten der Welt zu arbeiten. Ich muss also nicht immer im gleichen Office in Deutschland sitzen, contentwerk läuft auch von anderen Orten der Welt, sofern die Internetverbindung stimmt. So kam ich nach Brasilien. Allerdings sehe ich meine Tätigkeit nicht allein auf den Bereich Social Media beschränkt, das gehört für mich heute einfach dazu. Mir liegt am Herzen, dass jeder eine gute Erfahrung im Internet hat, und das findet, was er sucht. Sei es Unterhaltung, Information oder Hilfestellung. Meine Kunden unterstütze ich darin, dass ihre Kunden genau das bei ihnen bekommen. Über welche Kanäle diese Inhalte dann verteilt werden, kommt für mich an zweiter Stelle.

Wir hatten ja vor kurzem telefoniert und Du hast mir erzählt, dass Du eine aufregende Zeit als digitale Nomadin in Brasilien erlebt hast. Für die Leser hier, bitte schauen Sie sich auch mal diesen Beitrag bei Techtag an. ute-klingelhoefer-als-digitale-nomadin

Warum hast Du Dir gerade Brasilien ausgesucht?

Das war reiner Zufall. Mich hat es ehrlich gesagt nie nach Brasilien gezogen, eher war das Nachbarland Argentinien mein Traum. Dann habe ich aber vom Nomad Cruise erfahren, einer Kreuzfahrt für Digitale Nomaden von Gran Canaria nach Brasilien. Ich wusste sofort, da will ich unbedingt dabeisein! Erst nachdem ich die Reise gebucht hatte, habe ich angefangen, mich über Brasilien zu informieren. Wie es der Zufall so wollte, lernte ich in der Zeit auch einen Brasilianer und eine Portugiesisch-Dozentin kennen, die mir einige Tipps zur Sprache und Kultur mitgaben.

Was wusstest Du bereits über das Kommunikationsverhalten in Brasilien und welche Erwartungen hattest Du an die Zeit dort? So viel ich weiß, sprichst Du Spanisch und hast mit der Zeit auch etwas portugiesisch gelernt, nicht wahr?

Aus meinen zwei Unterrichtseinheiten Portugiesisch an der Uni wusste ich, dass sich Brasilianer schon beim ersten Kontakt näher als wir Deutschen kommen. Berührungen am Arm und Wangenküsse bei der Begrüßung sind normal. Mein Spanisch half mir, im Alltag mit den Brasilianern zu kommunizieren. Ob bei der Suche nach dem richtigen Weg, einer Diskussion mit Sicherheitspersonal in der Bibliothek oder beim Bestellen von Essen im Restaurant: Mit Spanisch kommt man durch, mit Englisch ist es eher ein Glücksfall, ob man verstanden wird. Ich war also sehr froh, auf drei Jahre Schulspanisch zurückgreifen zu können, vor allem, da Portugiesisch wegen der Aussprache nicht so leicht und schnell für mich zu lernen war.

Was kam dann völlig anders? Womit hattest Du nicht gerechnet?

In meiner Vorstellung gab es in Brasilien ganz viele Straßenfeste, laute Feiern und ständig Tänze auf der Straße. Als ich dann dort war, durfte ich feststellen, dass Brasilianer auch ganz ruhig und scheinbar langweilig leben können. Und dass sie auch sehr viel Zeit am Arbeitsplatz verbringen. Nur während Karneval habe ich die Brasilianer dann so erlebt, wie man das in unseren Medien vermittelt bekommt: Laut, bunt, schrill, verrückt – und ständig am Feiern. Da sind dann auch die Geschäfte mal für eine Woche zu – was für mich dann weniger passend war.

In Brasilien ist Facebook sehr beliebt. Wie nutzt der Brasilianer das Netzwerk und was ist der größte Unterschied zu unserem Verhalten auf FB?

Als ich im Co-Working in Brasilia war, war ich umgeben von einigen anderen Entrepreneueren aus dem Media-Bereich. Ich habe ihnen gesagt: Man bräuchte die Share-Freudigkeit eurer Kultur und die Planungsfähigkeit der Deutschen – Dann hätte man den perfekten Social Media Auftritt. Der Brasilianer, wenn ich das mal so überspitzt formuliere, teilt nämlich alles, was ihm bei Facebook in den Newsfeed kommt. Wenn ich das Verhalten meiner brasilianischen Freunde auf Facebook beobachte, sehe ich da viel weniger Hemmungen, Inhalte zu teilen. In Deutschland werden von den Inhalten, die jemand teilt, immer gleich Rückschlüsse auf das Selbstverständnis gezogen. Ich bekomme auch oft die Frage gestellt: “Kann ich das teilen, ohne mich lächerlich zu machen?”. In Deutschland ist es nun mal so, dass die Inhalte, die man teilt, das Image bestimmen, das andere von einem entwickeln. Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass hinter dem Posten von Inhalten ein Grundbedürfnis des Menschen steckt, dem Bedürfnis nach Anerkennung. Während das in Brasilien eher über lustige Inhalte (übrigens über alle Altersklassen verteilt) geschieht, habe ich den Eindruck, dass wir Deutschen eher über besonders kompetente, intelligente oder provozierende Inhalte punkten wollen. Aber vielleicht ist das auch nur in meiner Filterblase so.

Welche sozialen Netzwerke sind Deines Wissens nach unter den Geschäftsleuten in Brasilien beliebt? Welche Bedeutung hat Deiner Meinung nach LinkedIn in Brasilien? Laut Statista steht LinkedIn neben FB recht weit vorne.

Mit ein paar der Kontakte habe ich mich über LinkedIn verknüpft, allerdings habe ich hier nicht weiter nachgefragt, welche Bedeutung LinkedIn in Brasilien wirklich hat. Ich weiß, dass Facebook, WhatsApp und instagram in Brasilien die beliebtesten Netzwerke sind. Auch die Geschäfte preisen die Kanäle am häufigsten auf ihren Werbemitteln an und nutzen diese intensiv – die WhatsApp-Nummer ist quasi der Ersatz für die Visitenkarte. Selbst Einzelhändler verstehen es in Brasilien besser, Menschen für die digitale Mund-zu-Mund-Propaganda zu motivieren. In einer Eisdiele z. B. gab’s die zweite Kugel umsonst, wenn man ein Foto von sich in Social Media veröffentlicht und dabei die Facebook- oder instagram-Profile der Eisdiele in seinem Post getaggt hat. Die Brasilianer, mit denen ich da war, hinterfragen das gar nicht weiter. Als Deutscher bist du da erst einmal kritisch, ob du nicht lieber regulär für die Kugel bezahlst, anstatt Werbung für ein Unternehmen zu machen.

Kannst Du allgemein was zum Kommunikationsverhalten von brasilianischen Geschäftsleuten sagen? Wenn ich einen ersten Kontakt zu brasilianischen Geschäftspartnern aufbauen möchte, was sollte ich vorab wissen? Kannst Du das grob zusammenfassen?

Da ich kein Geschäft mit Brasilianern gemacht habe, kann ich das nicht wirklich sagen. Ein Kunde von mir erzählte mir, dass er auch mal ein Geschäft in Brasilien aufbauen wollte, seine Pläne aufgrund der “Amanhã”-Einstellung der Brasilianer aber wieder aufgeben musste. Ich glaube, darauf muss man sich einstellen. Ich hatte so einige Erlebnisse, die hätten mich in den Wahnsinn treiben können. 10 freie Servicekräfte im Restaurant, und alle lassen sich Zeit, bis sie jemanden bedienen. Oder dass jeder Mitarbeiter eine sehr spezifische Aufgabe hat, und nicht die des Kollegen übernehmen darf. Oder ellenlange Warteschlangen im Supermarkt, weil alles ganz gemächlich erledigt wird. Jede dieser Verhaltensweisen hat aber auch eine positive Seite, die man dann in Europa wieder vermisst. Europa steht in Brasilien für Hektik. Ich glaube, man kann sich in Brasilien auf sehr viel Hilfsbereitschaft freuen. Ob beim Arzt oder im Geschäft, man hat sich meist sehr viel Zeit für mich genommen. Und man kann sich darauf einstellen, dass Geschäftskontakte in Brasilien sehr viel persönlicher ablaufen, man schon beim ersten Treffen über Privates spricht und nach Hause eingeladen wird.

Vielen Dank an Ute Klingelhöfer für das interessante Gespräch!

 

Fotos:©Ute Klingelhöfer

Wann ist der beste Zeitpunkt für Twitter-Tweets?

Wollten Sie schon immer wissen, wann Sie Ihre Tweets setzen sollten um die meisten Leser zu erreichen? Wann bekommen Sie auf Ihre Tweets die meisten Retweets?

Buffer konnte als Online-Tool, über welches Sie Ihre Postings für Ihre Social-Media-Kanäle programmieren können, genauere Daten ermitteln, was die Häufigkeit von Twitter-Tweets etc angeht. Buffer vertrauen bereits Millionen Nutzer auf weltweiter Ebene. Die Ergebnisse der Studie sind in englischer Sprache verfügbar. Weil ich selbst Twitter sehr gerne nutze und es jedem Unternehmer empfehlen kann, habe ich mir ein paar Gedanken dazu gemacht.

Wann erreichen die Links in den Tweets die meisten Klicks?

Laut der Studie sind die frühen Morgen-Stunden die beste Zeit für Tweets um Klickraten zu steigern. In der Praxis erreichen Sie die Menschen, die z.B. sehr früh am Morgen auf dem Weg zum Flughafen oder ins Büro sind und sich die Tweets noch in Ruhe durchlesen können.

Wann gibt es die meisten Interaktionen wie Favorites und Retweets?

Schenkt man der Studie Glauben, sind die Twitter-Nutzer in den späteren Abendstunden noch mal richtig aktiv und besonders großzügig indem sie gerne „Favorites“ vergeben oder die Tweets weiterleiten bzw. retweeten. Meist nimmt insgesamt die Menge der Tweets in den späten Abendstunden deutlich ab, so dass es für Nutzer einfacher ist, den Überblick zu bewahren.

Wann werden die meisten Tweets versendet?

Die Uhrzeit zu welcher es die meisten Kurzmeldungen in der Timeline gibt, ist die Mittagszeit zwischen ca. 12 und 13 Uhr. Ich selbst beobachte dann auch viele Posts zum Mittagessen, wer sich mit wem trifft und was am Nachmittag so ansteht.

Wann schläft die Twitter-Welt?

Eigentlich schläft sie nie. Denn zu jeder Tages- und Nachtzeit ist es in einer Zeitzone gerade Vormittag, Mittag oder Abend. Betrachten Sie Ihre eigene Zeitzone, wird Ihnen auffallen, dass logischerweise Nachts und vor allem zwischen 3:00 und 4:00 Uhr die wenigsten Tweets versendet werden. Irgendwann schlafen dann auch die aktivsten Twitter-Nutzer, bis es dann ab 5:00 Uhr mit den Frühaufstehern wieder losgeht.

Was bedeutet das für Ihre Twitter-Aktivitäten und wie gehen Sie vor?

Sie können sich entscheiden – ob Sie lieber dann posten, wenn wenig los ist und die Tweets auf jeden Fall auffallen, wie z.B. in den sehr frühen Morgenstunden.

Oder Sie nutzen die wirklich populären Zeiten, wenn die meisten Twitter-Nutzer online sind und ihre Tweets sehen können, mit dem Risiko, dass Ihre Tweets aufgrund der großen Masse untergehen könnten.

Beachten Sie bitte, dass es sich bei diesen Studien um statistische Beobachtungen handelt. Es wird nicht unterschieden, zu welchen Themen, wann wie viel gepostet wird bzw. welche Zielgruppe wann besonders oft twittert. Wie bei allen Social-Media-Aktivitäten ist es ratsam, seine Zielgruppe und deren Gewohnheiten genau zu kennen, sie zu beobachten und sich auf die branchen-spezifischen Gewohnheiten einzustellen. Probieren Sie ruhig mal was Neues aus! Sie könnten ja wirklich den einen oder anderen Post, der sonst am Nachmittag gepostet worden wäre, auf die Zeit nach 20 Uhr legen. Beobachten Sie, was passiert!

Vergleichen Sie Ihre Ergebnisse und schreiben Sie mir, welche Erfahrungen Sie machen konnten!

eCommerce in den Niederlanden: Welche Kanäle eignen sich für Ihr Export Marketing?

Blogbanner-Niederlande

Nachdem ich mich in früheren Artikeln mit den Eigenschaften des Online-Marketings bzw. Social Media in China, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Frankreich und Kanada beschäftigt habe, möchte ich nun einen Blick in unser Nachbarland, die Niederlande werfen. Laut Internet World Stats sind fast 90% der Niederländer im World Wide Web aktiv und mehr als die Hälfte nutzen soziale Medien. Der Reise-Bloggerin Kristine Honig ist bei Ihren Ausflügen nach Holland auch schon aufgefallen, dass Social-Media-Symbole viel häufiger in Gebrauch sind, wie z.B. auf Warnschildern auf der Autobahn, in Geschäften im Einkaufszentrum. Wir vermuten also, dass hier Social Media aktiver genutzt wird als bei uns. Mein Artikel soll Ihnen einen Überblick über die meist-genutzten Netzwerke geben und wie Social Media in den Niederlanden hauptsächlich genutzt wird. 2013 gehörte das Land zu den Ländern mit der höchsten Social-Media-Durchdringung.

Die großen Netzwerke

Facebook: Führt, wie in vielen anderen europäischen Ländern das Ranking an. Laut Statista wird dieses Jahr mit ca. 10 Millionen Mitgliedern aus den Niederlanden gerechnet. Das sind mehr als die Hälfte aller Einwohner, denn die Einwohnerzahl lag 2014 bei ca. 16,8 Millionen. Am meisten vertreten sind auf Facebook die jüngeren Nutzer, also die 15-19-Jährigen. In den letzten Jahren konnten auch die älteren Generationen aufholen und finden Freude am Netzwerken auf Facebook.

Youtube: Gefolgt wird Facebook von Video-Kanal Youtube, wo über 7,1 Millionen Niederländer aktiv sind. Gerade bei Werbe-Kampagnen von Unternehmen spielt Youtube eine sehr große Rolle.

LinkedIn: Einer von vier Geschäftsführern oder Managern war vor zwei Jahren auf der Plattform aktiv, die Tendenz ist steigend. Insgesamt sind ca. 5,1 Millionen holländische Nutzer auf LinkedIn anzutreffen, eine enorm große Durchdringung für ein relativ kleines Land mit nur 16,8 Millionen Einwohnern. 2013 gab es auf LinkedIn weltweit 1,5 Millionen Gruppen, darunter 71.700 in holländischer Sprache. Wenn Sie Business-Kontakte aus den Niederlanden finden möchten bzw. als Unternehmen in dem Land aktiv sind, sollten Sie sich für ein Profil auf LinkedIn entscheiden. Laut Marketingfacts.nl sind mit 48% auf LinkedIn vor allem die 20-39-Jährigen aktiv.

Twitter: Wie letzten Juli auf cbs.nl zu lesen war, sind holländische Unternehmen besonders aktiv auf Twitter, 27% nutzen es für die Unternehmens-Kommunikation. Es heißt sogar, dass sie aktivsten Twitterer in der EU sind. An zweiter und dritter Stelle folgen UK und Irland. Insgesamt gibt es 5 Millionen niederländische Twitter-Accounts, 1,3 Millionen davon sind aktive Nutzer. Wenn man beachtet, dass es in den Niederlanden nur 16,8 Millionen Einwohner gibt, ist das wirklich eine beträchtliche Menge.

Social Media in den Unternehmen

Laut einer Umfrage des Jobportals NationalVacturebank.nl schauen fast die Hälfte der Niederländer während der Arbeitszeit vom Büro-Arbeitsplatz – teilweise mehrmals täglich – auf soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ca. 20% der Umfrage-Teilnehmer geantwortet haben, dass Facebook von den Büro-Computer geblockt ist. Ca. 1/3 der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen über Social-Media-Guidelines verfügt.

Was ist Hyves?

Im Zusammenhang von Social Media und den Niederlanden, hört oder liest man häufiger von einem für uns in Deutschland unbekannten Netzwerk, genannt Hyves.

Das bekannte lokale soziale Netzwerk war von 2004 bis 2013 in den Niederlanden sehr populär. Man kann es wohl am besten mit dem amerikanischen Facebook bzw. dem deutschen Studios vergleichen und war lange Zeit die lokale niederländische Konkurrenz von Facebook. Nachdem es im Jahre 2007 bei den niederländischen Online-Awards zur „populärsten Webseite des Jahres“ gewählt worden ist und 2010 knapp 10 Millionen Nutzer zählte, ist es inzwischen nicht mehr aktiv. Das weltweit genutzte Facebook und andere soziale Netzwerke sind Stück für Stück erfolgreicher gewesen. Seit 2013 wird unter dem Namen „Hyves“ eine Online-Spiele-Plattform betrieben.

Welches sind die Social Media-Newcomer in den Niederlanden?

Die Bilder-Netzwerke Instagram und Pinterest, welche sich in vielen Ländern einer immer größeren Fangemeinde erfreuen können und auch für Unternehmen sehr interessant sind, haben in den Niederlanden auch in der holländischen Bevölkerung viele Anhänger. Wie bei eMarketer zu lesen ist, legte Pinterest im vergangenen Jahr ein Wachstum von 101% hin. Viele Netzwerke, die mobil genutzt werden und von der jüngeren Generation besonders beliebt sind, konnten neue Mitglieder gewinnen. Dazu zählt z.B. auch Foursquare.

Einblicke in den eCommerce-Markt der Niederlande

  • Ein kleines Land mit sehr viel Potenzial. Europaweit steht es an dritter Stelle nach UK und Frankreich mit 11,5 Billionen € im Jahr 2014.
  • Viele Niederländer sprechen gut Deutsch, daher liegt es nahe, sich deutsche Onlineshops genauer anzusehen. Das belegen auch die Zahlen wie hier von Salesupply: Die Niederländer shoppen gerne online in Deutschland, ca. 18% der Crossborder-Einkäufe gehen nach Deutschland bzw. über deutsche Onlineshops.
  • Die Internationalisierungs-Expertin mit Fokus auf eCommerce Katja Flinzner gibt in diesem Artikel auf Netzaktiv einen sehr guten Überblick über den holländischen eCommerce-Markt.
  • Auch in den Niederlanden gibt es große Online-Marktplätze. Steht Amazon mit Abstand an erster Stelle, so finden sich auf der hier aufgeführten Liste ganz andere Unternehmen. Besonders gern und häufig kauft man in Holland bei den großen Playern Ahold (Bol.com, Ah.nl sowie RFS Holland Holding ((Wehkamp.nl, Fonq.nl) und Zalando. Die Top-10-Liste der großen Online-Marktplätze unserer Nachbarländer können auf eCommcercenews genauer betrachtet werden.
  • Spielt z.B. das Kaufen per Kreditkarte im Onlinehandel in vielen Ländern eine große Rolle, so ist der Kauf auf Rechnung in den Niederlanden besonders populär.
  • Wie auf eMarketer nachzulesen ist, wurden 51% der Online-Einkäufe werden vom Laptop aus getätigt. Die mobilen Geräte spielen mit 21% vom Tablet und 11% vom Smartphone eine bedeutende Roll.

 

Wie in jedem Land oder jeder Kultur, hat jede Branche und jede Altersgruppe ihre eigenen sozialen Netzwerke bzw. spielen auch hier Foren oder individuelle Blogs eine wichtige Rolle. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen die gesamte Bandbreite an Social Media kennenlernen möchten, hilft eine individuelle Betrachtung Ihrer Zielgruppe. Welche Beobachtungen haben Sie in den Niederlanden gemacht, wenn es um Social Media und eCommerce geht?

So profitieren Sie vom Geo-Targeting im internationalen Marketing

Ich arbeite seit Jahren mit dem Social-Media-Tool Hootsuite und finde es für meine tägliche Arbeit sehr praktisch. Dank meines Pro-Accounts kann ich deutlich effektiver arbeiten und mich im Alltag auf das Wesentliche konzentrieren.

Für Unternehmen bietet das Tool im Rahmen seiner Enterprise-Variante Funktionen an, welche ihnen helfen können, im Social-Media-Dschungel aufzufallen, mehr Leads zu generieren, besseres Community-Engagement zu betreiben und im Endeffekt mehr zu verkaufen. In meinem heutigen Artikel geht es um die Möglichkeiten des Geo-Targeting im internationalen Marketing – mit Hilfe der Möglichkeiten, die Ihnen Hootsuite anbietet.

Warum sollten Sie sich mit dem Geo-Targeting beschäftigen?

  • Es hilft, Informationen über Themen zu gewinnen, welche in einer bestimmten Region oder einem anderen Land diskutiert werden. Finden Sie heraus, was man in Frankreich, UK oder Island über Ihre Produkte zu sagen hat.
  • Sie stellen nächsten Monat in einem dieser Länder auf einer Messe aus? Sprechen Sie mit Ihren Tweets genau diese Kontakte in dem Land an, wo die Messe stattfinden wird.
  • Twitter ist so schnelllebig und nur ein Bruchteil der vielen täglichen Tweets kann wahrgenommen werden. Mit Hilfe des Targettings grenzen Sie die Tweets gezielter ein.

Versenden Sie Tweets gezielt an Ihr internationales Publikum!

Ihr Twitter-Account kommuniziert hauptsächlich auf Englisch und Sie erreichen damit ein internationales Publikum. Nun steht aber Ende nächsten Monats die Messe im Ausland an. Was bietet sich hier besser an, als Ihre Messe-Tweets gezielt an Kunden bzw. Interessenten aus dem jeweiligen Land zu senden?

Das funktioniert auf Hootsuite wie folgt:

Beim Entwerfen einer neuen Twitter-Nachricht sehen Sie fünf kleine Icons, einer davon ist der Globus. Wenn Sie auf diesen klicken, öffnet sich ein neues Feld, welches Ihnen erlaubt, Länder oder Sprachen auszuwählen. So wie hier:

Bildschirmfoto 2015-04-08 um 11.54.10

Wenn Sie Ihre Nachricht getippt haben, besteht wie immer die Möglichkeit, diese auch zu planen, d.h. so zu programmieren, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt versendet wird. Hierzu klicken Sie auf den Kalender-Icon (steht im Screenshot an 2. Stelle von links).

Hootsuite Pro bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Geo-Targeting mit verschiedenen Ländern durchzuführen. Wählen Sie ein Upgrade und entscheiden sich für Hootsuite Enterprise, wird diese Funktion auf Städte und Sprachen ausgeweitet.

Filtern Sie nach verschiedenen Sprachen

Mit Hootsuite können Sie „language search parameters“, also Such-Parameter für verschiedene Sprachen verwenden und mit diesen z.B. einen Search-Stream erstellen. Wenn Sie ein international agierendes Unternehmen sind, spart Ihnen diese Möglichkeit, die Suche einzugrenzen, jede Menge Zeit und Nerven.

Nutzen Sie doch die Suche nach einem bestimmten Suchbegriff in Kombination mit einem Sprach-Such-Parameter. In der folgenden Liste finden Sie eine kleine Auswahl (insgesamt bietet Hootsuite 20 Sprachen zur Auswahl):

  • Englisch – lang:en
  • Französisch – lang:fr
  • German – lang:de
  • Japanisch – lang:ja
  • Russisch – lang:ru
  • Spanisch – lang:es

Wenn Sie nach Tweets über das Business-Netzwerk LinkedIn in spanischer Sprache suchen, könnte der Such-Stream wie folgt aussehen:

Bildschirmfoto 2015-04-08 um 13.44.03

Wenn Sie aktiv mit den Search-Funktionen auf Hootsuite arbeiten möchten, was ich nur empfehlen kann, sollten Sie in Zukunft diese Sprachen-Parameter hinzufügen. Damit bleiben Sie auf dem Laufenden, was zu einem bestimmten Thema in Ihrem Zielland bzw. in der angegebenen Sprache besprochen wird bzw. können langfristig herausfinden, wer Meinungsführer zu dem Thema sind.

Sie interessieren sich für weitere Themen rund um internationales Marketing bzw. internationales Social Media? Am Mittwoch, den 13. Mai ab 10 Uhr halte ich ein gratis Webinar zu den wichtigsten Grundlagen von LinkedIn und wie Sie dank LinkedIn international bekannter werden können. Melden Sie sich noch heute hier zu meinem Webinar an! Ich freue mich über Ihre Teilnahme!

Interview in der LEAD Digital über internationales Social Media

world 3d puzzle (usa)

Dank meiner eigenen Social-Media-Aktivitäten, genauer gesagt durch den Kurznachrichtendienst Twitter, hatte ich im Oktober 2014 Kontakt mit www.twitter.com/julianheck und daraus entstand die Gelegenheit, ein Interview für die Print-Ausgabe 23/2014 der LEAD Digital zu meinem Lieblingsthema zu geben: „Social Media und wie man es auf internationaler Ebene einsetzt“.

LEAD Digital, das Magazin für Digital Business beschäftigt sich seit einiger Zeit in seiner Serie „Internationalisierung“ regelmäßig mit Themen rund um das Thema Auslandsexpansion für Unternehmen. In der Novemberausgabe hat sich der Autor, Julian Heck konkret mit Social Media auseinandergesetzt und neben mir noch einen anderen Experten dieses Fachgebietes konsultiert.

Im Interview hatte ich die Gelegenheit, die gängigen Fragen wie z.B., ob es notwendig ist, dass ein Unternehmen für jedes Land einen extra Social-Media-Account einrichten sollte oder ob es länderspezifische Unterschiede bei den Social-Media-Plattformen gibt zu beantworten. Hier geht es zu einem Ausschnitt des Interviews.

Mit meinem Blog beschäftige ich mich seit über zwei Jahren mit der Social-Media-Nutzung in anderen Ländern und um die länderspezifischen Eigenschaften bzw. welche Tipps ich Unternehmen gebe, die sich international ausrichten möchten. Ich freue mich über Feedback bzw. Anregungen für neue Artikel, die sich mit den Fragen beschäftigen, sie Sie ggf. zu diesem Thema haben! Schreiben Sie mir einen Kommentar oder E-Mail an Friederike@glez.de, gerne nehme ich sie in meine Themenliste auf.

 

 

 

Warum Instagram in Ihrem internationalen Online Marketing nicht fehlen sollte

taking picture - mobile phone

Instagram ist die am schnellsten wachsende Plattform mit 25% Wachstum (von 2013 auf 2014) und erreichte 100 Millionen aktive Nutzer zwischen 16 und 64 Jahren. Bilder sind nach wie vor sehr beliebt im Netz und für Ihr internationales Marketing ein sehr interessantes Medium. Ich habe es mir für diesen Artikel etwas genauer angeschaut:

Ein paar Fakten zu Instagram

  • Laut dem Instagram-Blog verfügt das Netzwerk mit 300 Millionen Accounts weltweit über eine sehr große Reichweite.
  • 3 Millionen Nutzer kommen aus Deutschland, mit steigender Tendenz.
  • 70 Millionen Fotos und Videos werden täglich gepostet.

Instagram ist international

  • Über 70% der Instagram-Nutzer kommen von außerhalb der USA.
  • Wie hier auf Newstwenty4seven.com bekannt wurde, ist Russland nach der Anzahl der Nutzer inzwischen unter den Top 5-Instagram-Ländern zu finden.
  • Ganz aktuell ist es möglich, sich über Iconosquare http://iconosquare.com Statistiken anzuschauen und dort wurde mir heute (20.1.2015) angezeigt, dass 25% der Nutzer aus den USA, 23% aus Russland, 9% aus Schweden, 5% aus Frankreich und 5% aus Italien kommen. Iconosquare eignet sich übrigens hervorragend um zu sehen, welche Bilder besonders gut ankommen und um seine Instagram-Kampagnen auszuwerten.
  • 2013 gehörten laut einem Artikel auf Seomworld.com die USA, Japan, Brasilien, Spanien und Deutschland zu den Top 5 der Instagram-Länder.
  • Weitere interessante Fakten liefert auch der Global web index trends report von Q2/2014Befragt wurden hierfür 170.000 Internetnutzer aus 132 Ländern. Pro Land werden jedes Jahr 3000 bis 4000 Internetnutzer befragt. Laut der Studie kommt ein hoher Anteil an Internet-Nutzern aus den folgenden Ländern (vor allem aus dem asiatischen Raum), was sicher im Hinblick auf internationale Aktivitäten sehr interessant ist: Thailand mit 21%, Malaysia mit 17%, die Philippinen und Saudi Arabien mit jeweils 16%, Indonesien mit 15%, Türkei mit 13% und Brasilien mit 12%.

Vorteile von Instagram

  • Im Stream werden keine Beiträge ausgeblendet. Wer jemandem folgt, sieht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch dessen Bilder.
  • Besonders gefragt sind auf Instagram authentische Bilder und keine professionellen Fotografen-Bilder, was für Einzelpersonen und Unternehmen mit Sicherheit einen enormen Kostenvorteil darstellt
  • Instagram-Bilder werden über die Google-Bildersuche besonders schnell gefunden bzw. liegen meist mit unter den ersten Treffern.
  • Marketingaktionen wie Fotowettbewerbe lassen sich auf Instagram relativ leicht und mit wenig Aufwand umsetzen.
  • Ideal um hinter die Kulissen schauen zu lassen. Bilder sind of besser als 1000 Worte: Über Bilder können Unternehmen einen Blick hinter die Kulissen werfen lassen.
  • Da das Bild an sich kommuniziert, ist der Text zum Foto eher zweitrangig. In den meisten Fällen kommen Unternehmen mit englischsprachigen Hashtags sehr weit. Wer ganz gezielt ein lokales Publikum ansprechen möchte, kann die Bildunterschriften natürlich auch übersetzen.
  • Bilder können zeigen, was man mit den Produkten machen kann. Z.B. eignet sich die Plattform sehr gut für Unternehmen, die Zutaten für bestimmte Produkte verkaufen, deren Endprodukte zu zeigen. Ein Hersteller von Backmischungen kann zeigen, wie die fertigen Kuchen aussehen können.
  • Dank Hashtags, die gezielt von Unternehmen eingesetzt werden sollten, können Unternehmen und deren Themen gut gefunden werden.
  • Instagram wird vor allem von einem jungen Publikum, den 16-24-Jährigen genutzt. Von allen Instagram-Nutzern machen sie ca. 39% aus. Wenn Ihnen diese Zielgruppe wichtig ist, ist Instagram mit relativ wenig Aufwand die richtige Wahl.

Wie können Sie auf auf Instagram punkten?

  • Gewähren Sie Einblicke in den Unternehmensalltag!
  • Kreieren Sie Bildgeschichten von Marketing-Aktionen und informieren Sie über die Bilder über verschiedene Phasen der Aktionen!
  • Lassen Sie das Management und Außendienst-Mitarbeiter von Dienstreisen, von Messebesuchen berichten und lassen Sie die Instagram-Nutzer die Reisen miterleben!
  • Bauen Sie Spannung auf! Bilder machen neugierig auf neue Produkte, neue Verpackungen oder neue Designs!
  • Schlüpfen Sie mit den Aktionen in die Rolle der eigenen Kunden! Beobachten Sie sie genau lassen sich von deren Hashtags inspirieren. Der Trend der Selfies ist z.B. ideal für die Mode und Kosmetikbranche und wurde dort schon gerne für eigene Aktionen angewendet. Im Bereich Food gibt es ebenso viele Möglichkeiten, da viele Nutzer stylisches Essen, neue Rezepte etc. posten und sich die Visualisierung hier besonders gut eignet.
  • Zu Zeiten von Produktlaunches, kann es sehr wirkungsvoll sein, Werbung auf Instagram zu schalten.

So erfahren Sie mehr über das Kaufverhalten Ihrer Kunden!

a6b15f15-adc0-4407-84e7-48fc505b5708

Ob Sie nun national oder international verkaufen, Sie sollten das Kaufverhalten Ihrer Kunden sehr gut kennen um sich auf dieses einstellen zu können. Seit einiger Zeit gibt es hierfür ein Tool welches ich heute kurz vorstellen möchte:

Das Consumer Barometer von Google hilft Ihnen zu verstehen, wie in anderen Ländern das Internet genutzt wird. Es ist ein interessantes Tool für jeden, der einen Einblick in das Einkaufsverhalten anderer Nationen bekommen möchte, bzw. sein Marketing so aufbauen möchte, dass es auch wirklich die richtigen Zielgruppen mit den richtigen Mitteln anspricht.

Insights

Unter Insights findet der Anwender Informationen zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie. Je nachdem ob Sie sich bei der Auswahl für „global“ oder für ein spezielles Land entscheiden, können Sie sich Daten zu folgenden Themen anzeigen lassen:

  • Anzahl der technischen Geräte pro Person
  • Smartphone-Nutzung
  • Häufigkeit der Internet-Nutzung
  • Fakten zur Popularität der Online-Suche vor dem Kauf
  • Social-Media-Nutzung
  • Nutzung des Smartphones im Rahmen des Kaufprozesses
  • Ob Online Videos zum Zweck der Produktinformation vor dem Kauf geschaut werden.

Marketing-Fachleute haben dank des Consumer-Barometers die Möglichkeit, verschiedene Frage-Szenarien abzufragen und können so mehr über die Gewohnheiten im Wunschland erfahren. Kürzlich stellte sich mir die Frage, wie populär die Online-Suche im Lebensmittel-Handel vor dem realen Kauf in verschiedenen Ländern ist. Ich konnte durch die Studie einiges erfahren, worüber ich hier berichten möchten.

Questions

In dieser Gruppierung findet der Anwender für drei Untergruppen (Multi-Screen World, The Smart Shopper, The Smart Viewer) vorformulierte Fragen, auf welche Antworten für die 47 Länder in grafischer Darstellung gefunden werden können. Noch interessanter wird es, wenn diese Fragen dann über den Filter für verschiedene Branchen (zur Auswahl stehen 10 verschiedene Branchen wie z.B. Kleidung/ Schuhe, Lebensmittel, Mobiltelefone, Flugtickets bzw. Freizeit spezifiziert werden. Auf diese Art und Weise konnte ich mir ein genaueres Bild über das Einkaufs- und Online-Suchverhalten in der Lebensmittelbranche in den Key-Ländern Deutschland, Frankreich und UK machen und folgende Ergebnisse herauslesen.

Lebensmittel-Branche: Informationen zum Kaufverhalten der Kunden in Frankreich, Deutschland und UK

1. Inwieweit war das Internet in den Kaufprozess mit einbezogen?

Antwort: In UK und Frankreich haben 23% der Nutzer online gesucht. In Deutschland waren es nur 9%. Der Anteil der Personen, die wirklich online gekauft haben, lag in UK bei 16%, in Frankreich bei 10% und in Deutschland sogar nur bei 2%.

2. Wo haben die Nutzer ihre Lebensmittel eingekauft?

Antwort: In Deutschland ist der Anteil der Lebensmitteleinkäufe, die im Ladengeschäft getätigt werden, mit 95% noch am höchsten. In UK waren es 83%, in Frankreich lag man knapp darunter mit 82%.

Über das Consumer Barometer von Google:

Durchgeführt wurde die Studie von TNS Infratest im Auftrag von Google. Im Zeitraum von Januar – März 2014 wurden Personen aus 47 Ländern entweder per Telefon oder in persönlichen Interviews befragt. Pro Land standen ca. 3000 Einwohner für die Studie zur Verfügung. Das Tool ist sehr leicht zu bedienen, bietet umfangreiche Informationen, die sehr gut übersichtlich in Balkendiagrammen und unterschiedlichen Farben dargestellt werden. Ich kann nur empfehlen, sich das Tool mal in Ruhe für verschiedene Fragen anzuschauen und in den Recherche-Alltag zu integrieren. Vor einiger Zeit habe ich schon über eine ähnliche Studie berichtet, welche von TNS durchgeführt worden ist. Den ausführlichen Artikel dazu finden Sie hier.

 

3 Gründe warum Marketing-Texte übersetzt werden sollten

local search targeting

Sind Sie sicher, dass Ihre Marketing-Materialien und Ihre Social-Media-Aktivitäten in der Sprache kommunizieren, welche Ihre Kunden auch wirklich verstehen?

In vielen Fällen wird im Rahmen der Auslandsexpansion ins europäische Ausland vorerst nur auf eine englisch-sprachige Webseite gesetzt und geschaut, wie diese bei den neuen Kunden ankommt. Natürlich gibt es Studien, die sagen, dass ein großer Teil der Bevölkerung in den skandinavischen Ländern, in Holland und den osteuropäischen Ländern der englischen Sprache mächtig ist. Aber fühlen sich die potentiellen Kunden wirklich angesprochen, wenn es darum geht, etwas zu kaufen?

Nehmen wir das Beispiel der USA. Natürlich wissen amerikanische Unternehmen, dass ein großer Teil der Bevölkerung der USA spanisch-sprechend ist, aber die wenigsten Unternehmen stellen ein Budget für Übersetzungen ins Spanische zur Verfügung. Details dazu gibt eine Studie vom Übersetzungs-Management-Unternehmen Smartling mit dem Titel „Translate or Pay the Price“ (auf Deutsch: „Übersetze oder Zahle den Preis“). Unternehmen, die so vorgehen, riskieren, ihre Kunden bzw. potentielle Kunden an Mitbewerber zu verlieren, welche ggf. an die jeweiligen Übersetzungen gedacht haben bzw. weil sie selbst im Exportland aktiv sind, die Sprache der Kunden sprechen und auch in dieser kommunizieren.

Kennen Sie Ladengeschäfte mit Personal, welches nicht die lokale Sprache spricht? Im Online-Handel kommt das häufig vor. Gerade bei den Übersetzungs-Budgets wird sehr gerne gespart, auch wenn den meisten Marketing-Beauftragten die Bedeutung der lokalen Kommunikation bewusst ist.

Beim Weiterlesen werden Sie Gründe finden, warum Sie nicht nur auf eine englisch-sprachige Webseite vertrauen sollten, wenn Sie im neuen Jahr auch in andere Länder verkaufen möchten.

Zuwachs der Länder, wo Englisch nicht die Muttersprache ist: Die Anzahl der Internetnutzer aus Regionen wo Englisch nicht die Muttersprache ist, nimmt sehr stark zu. So stieg die Zahl der Nutzer aus den afrikanischen Ländern von 18% in 2013 auf 38% in 2014, in Asien stieg sie von 23% auf 37% und in Südamerika von 6 auf 17%. Siehe auch die Fakten des Internet-Trends-Report von Mary Meeker.

Das globale Web wird immer mobiler und dadurch auch multilingualer: Der Mary Meeker-Report zeigt auch, dass die Länder, die das höchste Wachstum an Smartphone-Nutzern verzeichneten, keine Englisch-sprachigen Länder sind. Die Top 5 dieser Länder sind China, Indien, Brasilien, Indonesien und Russland.

Mit Übersetzungen können Sie auch auf nationalen Märkten punkten: Das beste Beispiel hierfür sind die USA mit einem sehr hohen Anteil an spanisch-sprechenden Bürgern. Der Hispanic-Markt gewinnt mehr und mehr an Bedeutung und würde interessanterweise, wenn es ein alleinstehender Markt wäre, unter den Top 20 Wirtschaftsländern der Welt punkten. 78% der Spanisch-sprechenden US-Bürger nutzen das Internet als Informationsquelle, noch vor dem Fernsehen.

Erfolgreich wirtschaften dank Übersetzungen 

Wie die Common Sense Advisory Studie mit Fortune 500 Unternehmen herausfand, lohnt sich das Übersetzen auf jeden Fall.

  • ¾ der Unternehmen konnten neue Märkte erreichen – entweder international oder national indem sie andere Kulturen erreicht haben.
  • Unternehmen, die ihre Budgets für Übersetzungen erhöht haben, hatten eine 1,5 Mal höhere Chance eine Umsatz-Steigerung zu verzeichnen.

Welche Länder sind für Ihren wirtschaftlichen Erfolg besonders spannend? Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, ob und wie Sie Ihre Webseite lokalisieren möchten?

Wie erreiche ich auf Facebook ein internationales Publikum?

vintage globe isolated on white background

Je nach Unternehmensgröße bzw. Fanbase gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein internationales Publikum auf Facebook zu erreichen.

Targeted Updates

Viele kleinere oder mittelständische Unternehmen kennen bereits das „Targeting“. Bei dieser Methode, lokalisierten Content zu posten, ist es nicht notwendig, für jedes Land eine extra Seite einzurichten. Facebook bietet die Möglichkeit an, über das „Targeting“, jedes Update nach Sprache/ Region wie Land, Staat bzw. Stadt gezielt zu versenden. Je nachdem, in welcher Sprache die Facebook-Nutzer Facebook benutzen, sehen sie die Updates in ihrer Sprache.

Hierbei sollte man berücksichtigen, dass manche Nutzer kein Update erhalten. Das hat nichts mit dem Edgerank zu tun, sondern es liegt daran, dass in der Praxis die Updates meistens nur an bestimmte Sprachen, ggf. häufig verwendete Sprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch versendet werden und ggf. Sprachen, die eher in der Minderheit benutzt werden, nicht berücksichtigt werden.

Wenn man sich die Timeline der Fanpage des Unternehmens anzeigen lässt, hat man allerdings die Möglichkeit, alle „Targeted Updates“ des Unternehmens zu lesen. Hierbei ist es egal von wo bzw. in welcher Sprache der Besucher Facebook nutzt.

Facebook Global Pages

Seit etwas mehr als zwei Jahren gibt es die Möglichkeit, auf Facebook Globale Pages einzurichten. Dafür spricht, dass es einem größeren Unternehmen ermöglicht wird, sowohl auf globaler Ebene als auch lokal mit seinen Kunden zu kommunizieren. Nutzer von Facebook hören dann immer von der Seite, die in puncto Regionen am besten zu ihnen passt.

Fakten über Global Pages

  • Der gleiche Name der globalen Seite wird in die lokale Sprache der lokalen Seiten übersetzt. Hierbei ist Achtung geboten. Facebook arbeitet dabei mit Bing-Translations, welche in manchen Fällen eventuell nicht den Namen so übersetzen, wie es das Unternehmen gerne hätte.
  • Für das Management und die Bewerbung der globalen Seite gibt es nur noch eine einzige Url.
  • Das Unternehmen erhält ein konsolidiertes Control Panel: Administratoren sehen alle Statistiken für alle globalen Nutzer in einem zentralisierten Control Panel.
  • Die lokalen Seiten verfügen über eine lokale Timeline, lokales Cover-Foto sowie Profilfoto als auch über die Möglichkeit, lokale Apps und About-Informationen auf der Seite zu zeigen. Besonders für Unternehmen mit eher dezentralisiertem Marketing ist eine Global Page interessant. Möchte das Publikum grundsätzlich in der Landessprache angesprochen werden, wird es sich mit den lokalisierten Versionen der Global Page wohl fühlen.
  • Anhand der IP-Adresse der Nutzer, werden sie zu der lokalen Facebookseite gelotst, die für den Nutzer in puncto Region am meisten Sinn macht.
  • Andere regionale Seiten können per Drop-Down-Menü ausgewählt werden.
  • Fans die zuvor Fan der globalen Seite waren, können nun durch lokalen Content und lokale Apps erreicht werden.
  • Wenn neue Länderseiten gestartet worden sind, können bestehende Fans auf diese Seiten aufmerksam gemacht werden.
  • Wer darf eine global Page einrichten? Diese Strategie macht aus vielerlei Hinsicht nur für größere Unternehmen Sinn. Nur Unternehmen, welche monatlich größere Summen in Facebook-Advertising investieren, erhalten die Möglichkeit, eine global Page einzurichten. Anmelden kann sich das Unternehmen über diese Facebook-Seite.

Beispiele für globale Facebookseiten sind: die Mode-Marke Vero Moda, der Prozessorhersteller AMD, die Lebensmittelfirma Nutella und Philips Sound.

Was kommt beim Publikum besser an? Eine lokale oder globale Facebook-Seite?

Laut einer Studie von Socialbakers, in welcher 800 globale und 5000 lokale Seiten befragt worden sind, konnten die lokalen Seiten bei gleichem Werbebudget ein höheres Maß an Interaktionen pro 1000 Fans auf ihren Seiten verzeichnen.

Der konkrete Vergleich von Facebook-Seiten verschiedener Branchen brachte zum Vorschein, dass z.B. auf globalen Seiten oft häufiger gepostet wurde, aber in puncto Interaktionen die lokalen Seiten die klaren Sieger waren.

 

Welche Erfahrungen haben Sie selbst mit lokalen Seiten sammeln können? Ich freue mich auf Feedback!